DE1216442B - Hochspannungsschaltroehre - Google Patents
HochspannungsschaltroehreInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
216442 int. α.:
HOIj
Deutsche KL: 21 -g -13/18
Nummer; 1216442
Aktenzeichen: L 41577 VIII c/21 g
Anmeldetag: 27. März 1962
Auslegetag: 12. Mai 1966
Die Erfindung betrifft eine Hochspannungsschaltröhre mit einer Kathode, einer Steuerelektrode und
einer senkrecht zur Röhrenachse angeordneten Anode.
Die bekannten Vakuumschaltröhren besitzen eine Kathode, ein Gitter und eine Anode in koaxialer
Anordnung, die entweder senkrecht zur Röhrenachse oder zylindrisch um die Röhrenachse angeordnet
sind. In beiden Fällen befindet sich das Gitter zwischen Kathode und Anode. Für Hochleistungsbetrieb hat sich die konzentrische Anordnung von
Kathode und Gitter, wobei das Gitter durch Haltestäbe mit der Kathode verbunden und von ihr isoliert
ist, besser bewährt als die ebene Anordnung. Wegen des sehr geringen Abstands des Gitters von der
Kathode ist hierbei das Gitter gegen Überschläge geschützt. Auch hier befindet sich aber das Gitter
zwischen Kathode und Anode und fängt beim Betrieb der Röhre einen hohen Anteil des Elektronenstroms
auf. Der dadurch entstehende hohe Gitterstrom ist in verschiedener Hinsicht nachteilig. Insbesondere
muß dadurch eine erhebliche Steuerleistung am Gitter aufgebracht werden, um den hohen Gitterstrom zu schalten.
Die beschriebene Anordnungen arbeiten bei verhältnismäßig niedrigen Leistungen, also bei geringer
Anodenspannung und hoher Gitterstromstärke oder bei hoher Anodenspannung und geringer Gitterstromstärke,
recht gut. Bei wesentlich höheren Leistungen zeigen sie jedoch erhebliche Nachteile. In
diesem Fall können nämlich die bekannten Schaltröhren nicht ohne weiteres eingesetzt werden, weil
eine erhebliche Elektronenmenge zwischen Kathode und Anode verlorengeht. Dadurch wird einerseits
der den Wirkungsgrad bestimmende Anodenstrom verringert, und andererseits wird das Gitter durch
die aufprallenden Elektronen stark erhitzt. Schließlich ist bei sehr hohen Leistungen von vielen Kilowatt
der Gitterstrom so hoch, daß die geschaltete Gitterleistung besondere Maßnahmen erforderlich macht.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Hochspannungsschaltröhre,
welche die geschilderten Nachteile nicht aufweist und die Ein- und Ausschaltung sehr hoher Spannungen mit geringer
Steuerleistung gestattet.
Die erfindungsgemäße Hochspannungsschaltröhre ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode zylindrisch
ausgebildet ist und auf ihrer Mantelfläche emittiert, daß die Steuerelektrode koaxial um die
Kathode angeordnet ist und daß koaxial zur Kathode und Steuerelektrode ein Magnet zur Erzeugung eines
axialen Magnetfeldes zwischen Kathode und Steuerelektrode vorgesehen ist.
Hochspannungsschaltröhre
Anmelder:
Litton Industries, Inc.,
Beverly Hills, Calif. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 46
Als Erfinder benannt:
Lowell J. Fox, Redwood City, Calif.;
Wilbur H. Watson, Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 27. März 196.1 (98 698)
a5 Bei dieser Hochspannungsschaltröhre sind also die
Kathode und die Steuerelektrode ähnlich wie bei den bekannten Wanderfeldröhren mit zylindrischem
Elektronenstrahl angeordnet, und es herrscht auch ein axiales Magnetfeld im Wechselwirkungsraum.
Dadurch .werden die radial aus der Kathode austretenden
Elektronen von der Steuerelektrode abgelenkt und verlassen den Raum zwischen Kathode
und Steuerelektrode größtenteils in axialer Richtung, so daß sie die Steuerelektrode niemals erreichen
können. Bei den Wanderfeldröhren schließt sich an den Wechselwirkungsraum zwischen Kathode
und Steuerelektrode eine ringförmige Anode an, so daß die emittierten Elektronen im wesentlichen
durch die Anode hindurchfliegen und anschließend eine lange Verzögerungsleitung durchlaufen.
Dort geben sie ihre Energie in bekannter Weise an eine längs der Verzögerungsleitung fortschreitende
hochfrequente elektromagnetische Welle ab, bis die übriggebliebenen Elektronen schließlich
am entfernten Ende der Verzögerungsleitung auf einer Sammelelektrode landen.
Die beschriebene Hochspannungsschaltröhre hat mit diesen Wanderfeldröhren nur eine äußerliche
Ähnlichkeit hinsichtlich der Gestaltung des Raumes zwischen Anode und Steuerelektrode. Die Anode ist
aber so nahe an der einen Stirnseite dieses Raumes angeordnet, daß sie alle bei positiver Steuerelektrode
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von der Kathode emittierten Elektronen aufnimmt. einen längsverlaufenden, nahezu zylindrischen,
Eine Verzögerungsleitung ist selbstverständlich bei jedoch leicht konischen Wechselwirkungsraum 26,
der Schaltröhre nicht vorhanden. in welchem ein hohler Elektronenstrahl 28 erzeugt
So ergibt sich eine leistungsfähige kleine Schalt- wird.
röhre, welche die Vorteile eines Magnetrons mit 5 Die Steuerelektrode bestimmt das Ausmaß des
denjenigen einer Triode kombiniert und Schaltvor- Strahlübergangs vom Raum 26 zur Anode 16 wähgänge
mit höheren Leistungen als die bekannten rend des Betriebs der Anordnung. Die Innenfläche
Vakuumschaltröhren durchführen kann. Die Kathode 30 der Steuerelektrode 14 verläuft konisch, so daß
und/oder die Steuerelektrode sind hierbei Vorzugs- die mit der Kathode gebildeten elektrischen Feldweise
leicht konisch in Richtung der Röhrenachse io linien axiale und radiale Komponenten aufweisen,
ausgebildet. Das elektrische Feld wirkt zusammen mit einem
Ferner wurde gefunden, daß bei Impulsbetrieb axialen Magnetfeld, das von einem Elektromagneten
die Kathode und die Steuerelektrode einen Winkel und/oder Dauermagneten 32 erzeugt wird und dessen
von weniger als 30° miteinander bilden sollen, wo- Feldlinien mit 33 bezeichnet sind. Hierdurch wird
bei ein Winkel von weniger als 5° sich als besonders 15 den von der Kathode 12 α emittierten Elektronen
vorteilhaft erwiesen hat. Die durch diese kleine Win- eine schraubenförmige und gleichzeitig zykloidenkelöffnung
hervorgerufene axiale elektrostatische förmige Bahn aufgezwungen, die zur Anode 16 führt.
Feldkomponente reicht aus, um den Elektronen eine Der Neigungswinkel der Innenfläche 30 der Steuer-Beschleunigung
zu erteilen, die sie rasch aus dem elektrode bezüglich der Kathode beträgt erheblich
Wechselwirkungsraum herausfuhrt. Wegen des ge- 20 weniger als 15° und vorzugsweise etwa 5°. Es wurde
ringen Öffnungswinkels kann die Steuerelektrode gefunden, daß ein Neigungswinkel von 15° oder
nahe an die Kathode herangerückt werden, wodurch mehr, der also einem Scheitelwinkel des entsprechender
Elektronenstrahl beim Übergang der Steuerspan- den Kegels von 30° entspricht, sehr nachteilig ist,
nung von negativen zu positiven Werten hinsichtlich weil in diesem Fall Steuerelektrode und Kathode
der Kathode und umgekehrt sehr wirksam geschaltet 25 nicht mehr so nahe aneinander angeordnet werden
werden kann. . - können, daß eine wirksame Strahlabschaltung ge-
Einige Ausfuhrungsbeispiele der Schaltröhre wer- währleistet ist.
den an Hand der Zeichnung beschrieben. Hierin ist Die Anode 16 ist in einem bestimmten Abstand in
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht Axialrichtung gegenüber der einen Stirnseite des
einer Schaltröhre, 30 Wechselwirkungsraumes 26 angeordnet, so daß sie
F i g. 2 eine schematische Darstellung einer Schal- den aus dem Raum 16 austretenden hohlen Elektro-
tungsmöglichkeit der Schaltröhre, nenstrahl 28 auffängt. An der entgegengesetzten
F i g. 3 eine graphische Darstellung der Kenn- Stirnseite des Wechselwirkungsraumes befindet sich
linien der Schaltröhre und eine Fokussierungselektrode 34, die auf Kathoden-
Fig. 4 ein Teilschnitt einer anderen Ausführungs- 35 potential liegt und als Rückleitung für den Heizform
der Schaltröhre. strom dient sowie gleichzeitig zusammen mit den
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer beschriebenen anderen Elektroden ein elektrisches Feld erzeugt, das
Hochspannungsschaltröhre 10 mit zylindrischer Ka- die Elektronen reflektiert.
thode. Diese besteht aus dem emittierenden Teil 12 a Das dem Kathodensrutzen gegenüberliegende
und dem kuppeiförmigen nichtemittierenden Teil 40 Ende der Röhre weist erne Anodenklemme 36 und
12 b. Die Kathode wird "von einer konischen Steuer- eine Kühlvorrichtung auf. Diese besteht aus einem
elektrode 14 umgeben. Zwischen beiden bildet sich Einlaßrohr 38 und einem Auslaßrohr 40 für Kühlein
Wechselwirkungsraum, dem an einer Stirnseite wasser. Statt dessen könnte auch eine Luftkühlung
die axiale Anode 16 gegenübersteht. Eine Elektrode vorgesehen sein. Bei der Ausführungsform nach
18 dient zur Abschirmung von Streustrahlung durch 45 Fig. 1 ist die Anode 16 als Napf ausgebildet, dessen
einen großen Vakuumkolben 20. . Innenfläche 16 den Elektronenstrahl 28 auffängt. Die
Der zylindrische Teil 12 a der Kathode besteht Innenfläche bildet einen solchen Winkel mit dem
aus elektronenemittierendem Material, z.B. mit Strahl, daß dieser auf eine verhältnismäßig große
Bariumkarbonat vermischten Wolframpulver. In- Fläche auftrifft. Dadurch wird eine örtliche Übernerhalb
des Kathodenröhrchens 12 a befindet sich 50 hitzung der Anodenfläche vermieden. Außerdem
eine isolierte Heizwendel 22. Die Heizspannung wird wird hierdurch die Sekundäremission herabgesetzt,
über den Kathodenstutzen 24 zugeführt. Der kup- Ferner verbreitert sich der Elektronenstrahl 28 zur
pelförmige nichtemittierende Teil 12 & der Kathode Anode 16 hin, was auch zur Verhinderung einer
weist zur Anode 16 und bildet einen Teil des axialen örtlichen Anodenüberhitzung beiträgt. Die Ver-Wechselwirkungsraumes,
in welchem keine Elek- 55 breiterung des Elektronenstrahls rührt von der Abtronen
emittiert werden. Wie Fig. 1 zeigt, ist der nähme der magnetischen Feldstärke in der Nähe der
nichtemittierende Teil 12 b der Kathodenanordnung Anode und der gegenseitigen Abstoßung zwischen
absichtlich gegen das Ende der Steuerelektrode und den Elektronen her.
damit des Wechselwirkungsraumes um einen Ab- Innerhalb des Raumes zwischen der Anode 16 und
stand von mindestens 10 und höchstens 20 0Zo der 60 der ebenen Fläche 64 des Steuerelektrodenteils 68
Gesamtlänge des Wechselwirkungsraumes 26 zu- nimmt der Durchmesser der schraubenförmigen
rückgesetzt. Die Länge des Teils 12 & beträgt min- Elektronenbahnen mit abnehmender magnetischer
destens 25% der Gesamtlänge der Kathodenanord- Feldstärke zu. Der ebene Teil 68 nimmt während der
nung. Öffnungszeiten der Schaltröhre ein postives Potential
Die Steuerelektrode 14 umgibt die Kathodenan- 65 gegen die Kathode an. Infolgedessen wird der Hohlordnung
konzentrisch und reicht in Axialrichtung strahl 28 nach außen abgelenkt und verbreitet sich
beiderseits über die Kathode hinaus. Die Steuer- somit über einen erheblichen ringförmigen Bereich
elektrode bildet also mit der Kathode zusammen der napfförmigen Anodenfläche 66. Im Gegensatz
5 6
hierzu werden bei den bekannten Hohlstrahlanord- Nach dem Anheizen der Kathoden 34 α, 34 b und
nungen Magnetfelder verwendet, die sich bis in die 42 wird die Spannungsquelle 38 angeschaltet. Hier-
Nähe der Anode erstrecken, um Elektronenstrahlen durch wird ein Elektronenstrahl von der Kathode
mit konstantem Querschnitt zu erzeugen, da dort 42 zur Anode 46 gerichtet, wenn ein positiver Impuls
eine Verbreiterung des Elektronenstrahls nicht er- 5 geringer Leistung von der Impulsquelle 48 auf die
wünscht ist. Steuerelektrode 30 α gegeben wird, so daß die Röhre
Da die Steuerelektrode die gesamte axiale 10 a geöffnet wird. Im Ruhezustand liegt dagegen
emittierende Fläche 12 a der Kathode umgibt und ein verhältnismäßig geringes negatives Potential geder
nichtemittierende Teil 12 b sich um eine erheb- gen die Kathode an den Steuerelektroden 30 a und
liehe Strecke jenseits der emittierenden Fläche er- io 30 b, um diese Röhren zu sperren. Das Klystron 40
streckt, ist die emittierende Fläche gegen den Durch- ist eingeschaltet, wenn Röhre 10 a geöffnet und
griff des von der hohen Spannung an der Anode 16 Röhre 10 b gesperrt ist; umgekehrt ist das Klystron
hervorgerufenen elektrischen Feldes wirksam ge- ausgeschaltet, wenn Schaltröhre 10 α gesperrt und
schützt. Die von der Kathode emittierten Elektronen Schaltröhre 10 δ geöffnet ist. Da in geöffnetem Zuwerden
also nur durch die elektrostatische Feldkraft 15 stand der Schaltröhre 10 α die Spannung der Anode
der Steuerelektrode und das magnetische Feld merk- 16 a rasch nahezu auf diejenige der Kathode 34 a ablich
beeinflußt. Die Tatsache, daß die an der Anode fällt, nähert sich auch das Potential der Modulationsliegende Hochspannung nur geringen Einfluß auf die anode 44 dem Potential der Anode 16 a und 46. So-Elektronen
im Wechselwirkungsraum ausübt, trägt lange die Elektrode 44 auf hoher positiver Spannung
wesentlich zu dem Ergebnis bei, daß schon eine 20 gegen Kathode 42 liegt, wird ein Teil des Elektronengeringe
Steuerspannung zur Abschaltung des hohen Strahls von ihr aufgefangen und erreicht die Anode
Strahlstroms ausreicht. Im Betrieb wird der emit- nicht. Um das Potential der Elektrode 44 abzutierende
Teil 12 α durch die Heizwicklung 22 akti- senken, wird nun Röhre 10 a gesperrt und gleichviert.
Die Kathode liegt auf gleichem Potential wie zeitig ein Impuls von der zweiten Impulsquelle 50.
die Heizwicklung, während die Steuerelektrode 14 25 auf die Steuerelektrode 30 b der Röhre 10 b gegeben,
im Ruhezustand ein leicht negatives Potential gegen wodurch die Röhre 10 b geöffnet wird. Dadurch
die Kathode aufweist, das z.B. etwa 100 V beträgt. fällt das Potential der Anode 16& nahezu auf das-Wenn
auf die Steuerelektrode ein positiver Impuls jenige der Kathoden 34 b und 42. Somit nimmt die
von z. B. 11 kV gegeben wird, so tritt aus der Ka- Elektrode 44 nahezu das Potential der Kathode 42
thodenoberfläche eine starke Elektronenwolke in 30 an. Damit erreicht der Kathodenstrahl die Anode 46
Richtung auf die Steuerelektrode aus, wird aber so- nicht mehr. Werden aber anschließend Röhre 10 a
gleich durch die elektrischen und magnetischen geöffnet, Röhre 10 b gesperrt, so gelangt die Schal-Kräfte
abgelenkt. tung in den Anfangszustand zurück, und der Elek-
Unter dem Einfluß der gekreuzten elektrischen tronenstrahl wird wieder von der Anode 46 aufge-
und magnetischen Felder im Wechselwirkungsraum 35 fangen.
26 legen die emittierten Elektronen eine schrauben- F i g. 3 zeigt den Verlauf des Anodenstroms und
förmige Bahn zurück, so daß sich der Hohlstrahl 28 des Steuerstroms in Abhängigkeit von der Steuerergibt, der zur Anode 16 wandert. Im leitenden Zu- spannung einer beschriebenen Schaltröhre. Kurve A
stand der Röhre fällt das Anodenpotential rasch stellt den Anodenstrom Ic dar, während Kurve B
nahezu auf das Potential der Steuerelektrode, ohne 40 den Steuerstrom Ig bedeutet, beide in Abhängigkeit
daß hierdurch der Strahlstrom im Wechselwirkungs- von der Steuerspannung Eg. Wie man sieht, steigt
raum wesentlich beeinflußt wird. Damit ergibt sich rechts vom Punkt C der Kurve B der Steuerstrom lg
ein im wesentlichen konstanter, von der Anoden- bereits bei einer kleinen Änderung der Steuerspanspannung
unabhängiger Anodenstrom. nung Eg steil an. Diese Eigenschaft der Schaltröhre
F i g. 2 zeigt ein schematisches Schaltbild für eine 45 kann vorteilhaft zur selbsttätigen Regelung des im
Anwendungsmöglichkeit der Schaltröhre nach Steuerkreis fließenden Stromes verwendet werden.
Fig. 1. Hierbei dienen zwei derartige Schaltröhren Die Schaltröhre kann also mit Impulsmodulatoren
zum An- und Abschalten einer Laufzeitröhre mit 48 und 50 in F i g. 2 Verwendung finden, die nur
Geschwindigkeitsmodulation der Elektronen, z. B. imstande sind, eine bestimmte Leistung abzugeben,
eines Klystronverstärkers. Die beiden Hochspan- 50 da sie sich an starke Impedanzänderungen der
nungsschaltröhrenlOa und 10 & sind in Reihe ge- Schaltröhre nicht anpassen können. Die Nennleistung
schaltet, d.h., die Kathode34α der oberen Röhre eines solchen Modulators kann durch die Span-
10a ist mit der Anode 16& der unteren Röhre 10& nungs- und Stromwerte im Punkte der KurveB in
verbunden. Die Anode 16a der oberen Röhre und Fig. 3 dargestellt werden. Eine ungewöhnliche
die Kathode 34 & der unteren Röhre sind mit den 55 Steuerstromänderung ist gleichzeitig von einer
beiden Polen einer Hochspannungsquelle 38 verbun- Steuerspannungsänderung gemäß Kurve B begleitet,
den, die beispielsweise mindestens 20OkV und so daß sich eine entsprechende Änderung des Lei-3OA
Scheitelstrom abgeben kann. An die Anord- stungsbedarfs im Steuerkreis ergibt. Sobald also die
nung ist ein Klystron 40 mit Kathode 42, Modula- Steuerelektrode mehr Leistung verbraucht, als der
tionselektrode 44 und Anode 46 angeschlossen. Der 60 Modulator abgibt, ergibt sich eine selbsttätige RePluspol
der Spannungsquelle liegt hierbei an der ge- gelung, da die vom Modulator gelieferte Leistung
erdeten Anode 46 und der Minuspol an der Ka- geringer als die vom Steuerstromkreis verbrauchte
thode42, während die Modulationselektrode 44 mit Leistung ist. Dadurch sinkt der Steuerstrom auf
der Verbindung zwischen Kathode und Anode der einen Wert links vom Punkt C in Kurve B, der mit
beiden Schaltröhren in Verbindung steht. An die 65 der Nennleistung des Modulators vereinbar ist.
Steuerelektroden 30 a und 30 & der Schaltröhren sind Ein weiterer Vorteil dieser selbstregelnden Eigen-Impulsquellen 48 und 50 niedriger Leistung ange- schaft liegt darin, daß der Strahlstrom nicht so hoch schlossen. werden kann, daß die Wärmeabführungskapazität
Steuerelektroden 30 a und 30 & der Schaltröhren sind Ein weiterer Vorteil dieser selbstregelnden Eigen-Impulsquellen 48 und 50 niedriger Leistung ange- schaft liegt darin, daß der Strahlstrom nicht so hoch schlossen. werden kann, daß die Wärmeabführungskapazität
der Anode überschritten wird. Die Anode der beschriebenen Schaltröhre ist also nicht übermäßigen
oder schwankenden Anodenströmen ausgesetzt, welche die Anodenbelastbarkeit überschreiten und
bisher häufig die Lebensdauer von Hochleistungsröhren verkürzt haben.
Durch die konische Gestalt der Steuerelektrode und das Zusammenwirken der elektrischen und magnetischen
Felder im Wechselwirkungsraum wird ein Auftreffen des Elektronenstrahls auf die Steuerelektrode
unmöglich gemacht. Damit wird verhindert, daß die Steuerelektrode wie bei den bekannten
Schaltröhren während der Öffnungsperiode der Röhre einen großen Anteil der Elektronen auffängt.
So kann die Steuerelektrode nicht überhitzt werden und braucht nicht gekühlt zu werden. Ferner genügen
zur Steuerung geringe Steuerleistungen. Ein sehr hoher Prozentsatz des Kathodenstroms (z. B.
95%) gelangt zur Anode, so daß der Wirkungsgrad der Schaltröhre sehr hoch ist. Wegen des geringen
Abstands zwischen Kathode und Steuerelektrode genügen schon verhältnismäßig niedrige Steuerspannungen
zum Abschalten des Elektronenstrahls. Schließlich ist der Strahlstrom weitgehend unabhängig
von der Anodenspannung, weil die Kathode gegen die Feldeinflüsse der Anode wirksam abgeschirmt
ist.
Die Gestalt der Steuerelektrode und der Kathode kann auch anders als in Fi g. 1 gewählt sein. So
zeigt Fig. 4 z.B. eine Anordnung, bei der die Kathode 52 von zylindrischer Gestalt .ist und eine
Steuerelektrode 54 von konischer Gestalt konzentrisch umgibt. Die Innenwand des Kathodenzylinders
ist mit einem emittierenden Überzug 56 versehen. Auch hier wird ein kräftiger Hohlstrahl erzeugt,
der bei Anlegung geringer Spannungen an die Steuerelektrode ein- und ausgeschaltet werden kann.
Es wurde gefunden, daß die beschriebene Schaltröhre imstande ist, einen Anodenstrom von 3OA
Spitzenwert bei einer Anodenspannung von 250 kV mit einem Steuerstrom von 200 mA und einer Steuerspannung
von etwa 11 kV zu schalten. Bei Anlegung einer negativen Gleichspannung von weniger als
200 V an die Steuerelektrode wird die Röhre gesperrt. Bei einer ausgeführten Röhre nach Fig.l
hatte die Kathodenanordnung einen Außendurchmesser von etwa 16 mm und eine Gesamtlänge von
41 mm. Der kuppeiförmige Teil 12 b der Kathodenanordnung ist etwa 13 mm und der elektronenemittierende
Teil 12 α etwa 28 mm lang. Die Gesamtlänge der Steuerelektrode 14 beträgt etwa 60 mm,
und die Innenwand 30 hat eine Neigung von etwa 5° gegen die Röhrenachse, wobei das Ende 62 mit
geringerem Durchmesser der Anode 16 zugekehrt ist. Der Abstand zwischen dem oberen Ende der
Kathodenanordnung in F i g. 1 und der Wand 30 beträgt etwa 29 mm und der Abstand zwischen dem
unteren Ende der Kathodenanordnung und der Steuerelektrode etwa 39 mm.
Das obere Ende des kuppeiförmigen Teils 12 b liegt etwa 5 mm unterhalb der Stirnfläche 64 der
Steuerelektrode. Die Anode 16 hat einen Abstand von weniger als 50 mm vom Ende 62 der Steuerelektrode.
Es kann auch die Oberfläche der Kathode statt derjenigen der Steuerelektrode konisch zulaufen,
oder beide können konisch gestaltet sein, um so einen konischen Wechselwirkungsraum zu ergeben.
Claims (2)
- Patentansprüche:1, Hochspannungsschaltröhre mit einer Kathode, einer Steuerelektrode und einer senkrecht zur Röhrenachse angeordneten Anode, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode (12a) zylindrisch ausgebildet ist und aufihrer Mantelfläche emittiert, daß die Steuerelektrode^) koaxial um die Kathode (12 a) angeordnet ist und daß koaxial zur Kathode und Steuerelektrode ein Magnet (32) zur Erzeugung ■eines axialen Magnetfeldes zwischen Kathode und Steuerelektrode vorgesehen ist.
- 2. Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode und/oder die . Steuerelektrode leicht konisch in Richtung der - : Rjöhrenacnse ausgebildet ist..3. Schaltröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode und die Steuerelektrode einen Winkel von weniger als 30° miteinander bilden.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Auslegeschrift Nr. 1098106;
USA.-Patentschrift Nr. 2 632130.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 568/425 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US9869861A | 1961-03-27 | 1961-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1216442B true DE1216442B (de) | 1966-05-12 |
Family
ID=22270527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL41577A Pending DE1216442B (de) | 1961-03-27 | 1962-03-27 | Hochspannungsschaltroehre |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1216442B (de) |
| GB (1) | GB1005818A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2632130A (en) * | 1947-11-28 | 1953-03-17 | Joseph F Hull | High current density beam tube |
| DE1098106B (de) * | 1957-04-12 | 1961-01-26 | Machlett Lab Inc | Tetrode zum Schalten von hohen Spannungen |
-
1962
- 1962-03-23 GB GB1114962A patent/GB1005818A/en not_active Expired
- 1962-03-27 DE DEL41577A patent/DE1216442B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| US2632130A (en) * | 1947-11-28 | 1953-03-17 | Joseph F Hull | High current density beam tube |
| DE1098106B (de) * | 1957-04-12 | 1961-01-26 | Machlett Lab Inc | Tetrode zum Schalten von hohen Spannungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1005818A (en) | 1965-09-29 |
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