DE1216165B - Verfahren zur Herstellung eines Schmuckgegenstandes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines SchmuckgegenstandesInfo
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- G02B5/285—Interference filters comprising deposited thin solid films
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Schmuckgegenstandes Es ist bekannt, Unterlagen, auf welche nachfolgend eine Metallschicht aufgebracht wird, aufzurauhen, um den Charakter eines Metallspiegels zu vermeiden. Die Spiegelwirkung tritt bekanntlich an allen glatten, metallischen Flächen auf und sie wird beseitigt, indem die Ebenheit der Fläche gestört, d. h., dem Metall eine rauhe Oberfläche verliehen wird. Eine durch Aufdampfen herzustellende, sehr dünne Metallschicht erhält eine rauhe Oberfläche dadurch, daß sie auf eine bereits rauhe Unterlage aufgebracht wird.
- Es ist ferner üblich, zur Erzielung eines Farbeffek-. tes auf Oberflächen von Ziergegenständen Interferenzschichten aufzubringen, z. B. im Vakuum aufzudampfen. Ein solches Interferenzschichtsystem kann aus einer Mehrzahl abwechselnd hoch- und niederbrechender nichtmetallischer Schichten, oder aus einer Kombination von metallischen und nichtmetallischen Schichten bestehen. Solche Ziergegenstände mit Interferenzschichten sind insbesondere in Form von farbig spiegelnden Brillengläsern und als Glasschmucksteine, die ein ähnlich farbiges Schillern zeigen, bekanntgeworden. Die durch Interferenzschichtsysteme erzielbaren Farbtönungen sind sehr bunt und mannigfaltig, doch stört in manchen Fällen das Schillern, nämlich dann, wenn es sich darum handelt, Schmuck- und Ziergegenstände »dezenten Charakters« herzustellen, wie sie z. B. als modische Accessoirs verwendet werden. Interferenzschichtsysteme konnten daher für diesen Zweck bisher nicht in Betracht gezogen werden. Für die Modeindustrie bedeutet dies deshalb eine Beschränkung, weil viele Farbtönungen, besonders die reinen Spektralfarben, überhaupt nicht anders als durch Interferenz zu erzielen sind, denn es stehen hierfür keine Pigmentfarben zur Verfügung.
- Technisch gesehen stellt sich das Problem, wie b& einem Gegenstand, auf welchem zwecks Erzielung eines Farbeffektes ein Interferenzschichtsystem auf-(Y - gebracht werden soll, die Anordnung getroffen wer den muß, um den genannten Nachteil zu vermeiden. Gewünscht wird, daß alle Interferenzfarbtöne nach wie vor erhalten werden können und auch daß die Farben »changieren«, d. h. je nach der Richtung, aus der der Gegenstand betrachtet wird, sich ändern, ohne jedoch aufdringlich zu schillern oder metallisch zu spiegeln; vielmehr soll eine »opaleszenzähnliche« Wirkuno, erzielt werden.
- Vorstehende Forderungen scheinen sich zu widersprechen, sind aber gemäß Erfindung erfüllbar. Das Verfahren nach der Erfindung zur Herstellung eines Schmuckgegenstandes, wobei zur Erzeugung eines Farbeffektes Interferexizschichten auf einen, vorzugs-ZD weise aus Glas oder transparentem Kunststoff bestehenden ein- oder mehrteiligen sowie eine diffus lichtstreuende Fläche aufweisenden Schmuckformkörper aufgebracht werden, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Interferenzschichten unmittelbar auf die diffus lichtstreuende matte oder opalisierende Pläche des Schmuckformkörpers oder eines Teiles davon in an sich bekannter Weise, wie durch Aufdampfen, auf,-ebracht werden.
- Vorteilhafterweise werden Interferenzschichten aus einer Mehrzahl nichtmetallischer, hoch- und niederbrechender Schichten aufgebracht, die durch einen nicht lichtdurchlässigen Belag, z. B. einen metallischen Spiegel, abgedeckt werden können.
- Beispiele für die Herstellung von Schmuckgegenständen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden nachfolgend an Hand der Zeichnungen beschrieben. In allen Figuren bedeutet: K einen Körper, der meist als Schmuckformkörper aus Glas oder transparentem Kunststoff ausgebildet sein wird und der je nachdem, ob die Interferenzschichten und/oder die lichtstreuende oder diffus reflektierende Fläche durch ihn hindurbh betrachtei werden muß oder nicht, lichtdurchlässig sein muß oder nicht. Was im Einzelfalle zutrifft, ergibt sicIt jeweils ohne weiteres aus der Betrachtung der Figuren.
- S bedeutet eine lichtstreuende oder diffus reflektierende Fläche. Sie kann durch Mattierung einer Glasfläche erhalten werden, z. B. durch Ätzen oder Sandstrahlen. Es kann sich um eine Fläche des Körpers K handeln oder z. B. um eine Glasplatte K, (Mattscheibe), die mit K verbunden wird. In allen Figuren ist die lichtstreuende oder diffus reflektierende Fläche durch eine Wellenlinie angedeutet, doch sei betont, daß nicht nur rauhe Flächen das Licht streuen oder diffus reflektieren und also verwendet werden können; vielmehr kann zum Zwecke der Lichtstreuung z. B. der Körper K selbst aus Opalglas ausgeführt sein, oder mit einer Opalglasscheibe verbunden sein.
- 1 bedeutet das Interferenzschichtsystem, das an sich bekannter Art ist, z. B. kann es aus einer Mehrzahl nichtmetallischer hoch-(H)- und nieder-(L)-brechender Schichten bestehen. Das InterferenzschichtsystemI ist unmittelbar auf die (den) diffus reflektierende(n) oder lichtstreuende(n) Fläche(n) oder Körper aufgebracht.
- Weiter bedeutet B einen undurchsichtigen Belag. welcher in manchen Fällen vorteilhaft ist. Der Belag hat die Aufgabe, die interferenzschichtentra-gende Seite des Schmuckgegenstandes, und/oder die diff us reflektierende oder lichtstreuende Fläche nach außen hin abzudecken, um durchgehendes Licht auszuschließen. Der Belag B kann z. B. eine im Vakuum aufgedampfte Schicht aus einer stark lichtabsorbierenden Substanz sein. Auch Lackschichten, undurchsichtige Plättchen od. dgl. können verwendet werden. Der Belag B kann aber auch als metallischer Spiegel ausgebildet sein oder einen solchen Spiegelbelag tragen. Im letzteren Falle ist er in den anliegenden Figuren mit M bezeichnet.
- C bedeutet in den anliegenden Figuren eine Kittschicht, wenn eine solche verwendet wird.
- - Bezüglich der Darstellung der Schichten und Beläge (L, H, D, S) ist noch folgendes zu beachten-. Die dünnen Schichten, die das Interferenzschichtsystem bilden, gegebenenfalls auch die Beläge D bzw. M sind so dünn - ihre Dicke bewegt sich meistens in der Größenordnung von Lichtwellenlängen -, daß sie im Verhältnis zu den den Schmuckgegenstand aufbauenden massiven Teilen, z. B. zum KörperK, nicht maßstäblich gezeichnet werden können. In den Figuren wurde daher nur die Schichtenfolge angedeutet. Wenn die Schichten auf mikroskopisch rauhe Flächen, z. B. Mattscheiben, aufgebracht sind, geben sie die Rauhigkeit dieser Flächen mehr odet weniger genau wieder, was in den Figuren nicht gezeichnet ist. Die Zeichnungen beschränken sich auf die Darstellung einer einzigen Form des Körpers K. Selbstverständlich kann aber der KörperK beliebige Formen aufweisen. In vielen Fällen wird er ein Gebrauchsgegenstand sein, z. B. ein Knopf, eine Schmuckdose, ein Brillengestell od. dgl.
- Für die Unteranspräche wird nur im Rahmen des Hauptanspruchs Schutz begehrt.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren. zur Herstellung eines Schmuckgegenstandes, wobei zur Erzeugung eines Farbeffektes Interferenzschichten auf einen vorzugsweise aus Glas oder transparentem Kunststoff bestehenden ein- oder mehrteiligen sowie eine diffus lichtstreuende Fläche aufweisenden Schmuckformkörper aufgebracht werden, d *a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Interferenzschichten unmittelbar auf die diffus lichtstreuende matte oder opalisierende Fläche des Schmuckformkörpers oder eines Teiles davon in an sich bekannter Weise, wie durch Aufdampfen, aufgebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einer Mehrzahl nichtmetallischer hoch- oder niederbrechender Schichten bestehendes Interferenzschichtsystem aufgebracht wird. 3. Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmuckgegenstand auf der das Interferenzsystem tragenden Seite nach außen hin durch einen nicht lichtdurchlässigen Belag abgedeckt wird. 4. Verfahren nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht lichtdurchlässige Belag als metallischer Spiegel ausgebildet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsrauster Nr. 1703 634.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1216165X | 1960-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1216165B true DE1216165B (de) | 1966-05-05 |
Family
ID=3687291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB63946A Pending DE1216165B (de) | 1960-10-17 | 1961-09-08 | Verfahren zur Herstellung eines Schmuckgegenstandes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1216165B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0068608A3 (en) * | 1981-05-13 | 1983-06-22 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Decorative ribbon or sheet material |
| US4495254A (en) * | 1981-05-18 | 1985-01-22 | Westinghouse Electric Corp. | Protectively-coated gold-plated article of jewelry or wristwatch component |
| US4517217A (en) * | 1980-09-09 | 1985-05-14 | Westinghouse Electric Corp. | Protective coating means for articles such as gold-plated jewelry and wristwatch components |
| US4533605A (en) * | 1980-09-09 | 1985-08-06 | Westinghouse Electric Corp. | Article such as jewelry or a wristwatch component having composite multi-film protective coating |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1703634U (de) * | 1955-03-31 | 1955-07-28 | Rodenstock Optik G | Brillenglas zur verhinderung der durchsicht. |
-
1961
- 1961-09-08 DE DEB63946A patent/DE1216165B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1703634U (de) * | 1955-03-31 | 1955-07-28 | Rodenstock Optik G | Brillenglas zur verhinderung der durchsicht. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4517217A (en) * | 1980-09-09 | 1985-05-14 | Westinghouse Electric Corp. | Protective coating means for articles such as gold-plated jewelry and wristwatch components |
| US4533605A (en) * | 1980-09-09 | 1985-08-06 | Westinghouse Electric Corp. | Article such as jewelry or a wristwatch component having composite multi-film protective coating |
| EP0068608A3 (en) * | 1981-05-13 | 1983-06-22 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Decorative ribbon or sheet material |
| US4495254A (en) * | 1981-05-18 | 1985-01-22 | Westinghouse Electric Corp. | Protectively-coated gold-plated article of jewelry or wristwatch component |
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