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Rangiereinrichtung für Fernmelde-, insbesondere Fernsp#echvermi#tflungsanlagen
. Die vorliegende Erfindung betrifft eine - Rangiereinrichtung für
Femmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, die grundsätzlich für alle
Schal!-tungsanordnungen zum Zusammenfassen (Konzent,ration), . Verzweigen
(Expansion) und -Verteilen sowie Mischen einer Vielzahl- von Leitungen öder
elektrischen Schaltungseinheiten verwendet werden kann.
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Im Fall der Fernsprechvermittlung dienen solche Rangiereinrichtungen
zum Aufbau der Vielfachfelder und Vielfachschaltungen zwischen den verschiedenen
Wahlstufen.
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Bei diesen Femmeldevermittlungsanlagen bleiben die Anschlüsse und
Verbindungen innerhalb eines Rangierfeldes über - längere Betriebszeiten
nicht, unveränderlich, sondern. erfordern oft umfangreiche Unischaltungen und Erweiterungen,
um den sich ände m-den Verkehrsverhältnissen und den wachsenden Anschlußzahlen Rechnung
-zu tragen. Bei den Rangierfeldern üblicher Art werden daher Kontaktbänke und Lötverteiler
verwendet, zwischen denen die Rangierdrähte gemäß dem jeweils zu verwirklichenden
Mischplan verlegt und unmittelbar angelötet bzw. umgelötet werden. Sowohl der Aufbau
wie auch nachträgliche Änderungen solcher Rangierfelder gestalten sich äußerst umständlich
und zeitraubend.
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Zur Verbesserung solcher Einrichtungen ist es bereits bekannt, matrixartig
aufgebaute Rangierfelder aus sich kreuzenden Leitungen mit auswechselbaren oder
veränderlichen Kontaktelementen an den Kreuzungspunkten der Leitungen zu versehen.
Solche Einrichtungen sind bekanntermaßen z. B. derart ausgeführt worden, daß mehrere
Isolierstoffplattell, von denen jede mit auf die Gegenseite durchgeschlauften Schaltdrähten
versehen ist, unter Kreuzanordnung der Paralleldrahtfelder jeweils benachbarter
Platten aufeinanderzulegen und die zu verbindenden jSchlaufen der gewünschten Kreuzungspunkte
beider Drahtfelder auf einer Seite des so gebildeten Plattenpaketes austreten zu
lassen.
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Diese Einrichtungen sind jedoch wegen ihres Uni-: fanges nachteilig
und bringen bei der Umschaltung und Änderung eines Rangierfeldes wenig Zeitersparnis.
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Durch die deutsche Auslegescheift- 1145 235 ist ferner
bereits eine Ausbildung eines Rangierfeldes bekannt, das von zwei sich kreuzenden
Lagen paralleler Schaltdrähte gebildet wird, bei dem die Lagen auf einer Seite einer
Isolierstoffplatte angeordnet sind und bei dem die Schaltdrähte der einen Lage an
jedem Kreuzungspunkt an die Seite der anderen.Lage mittels Schlaufen durch die',
Isolierstoffplatte. hindurchgreifen.
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Eine solche Anordnung weist einen vergleichsweise höhen Raumbedarf
auf, da die'ankommenden und abgehenden An-Schlüsse nur längs des'Randes ange-* ordnet
sind, während innerhalb der Plattenflächen nur verhältnismäßig wenige Verbindungspunkte
zwischen sich kreuzenden Leitungen liegen. Dadurch kann die Plattenfläche im allgemeinen
nur unvollständig für die Anordnung von Verbindungspunkten ausgenutzt werden. Außerdem
ermöglicht auch diese Anordnung keine wesentliche' Erleichterung beim ,Umschalten
von Anschlüssen.'
Aufgabe der Erfindung ist' die Schaffung einer Rangiereihrichtung,
mit der die im einzelnen erwähnten Nachteile der bekanntenAnordnungenvermieden werden.
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Dazu geht die Erfindung voii-einer Rangiereinrichtung aus, bei der
eine Vielzahl 'von Anschlüssen in einem Rangierfeld in zueinander parallelen Anschlußreihen
angeordnet und flächeffliafte Anordnungen von Rangierleitungeii zwischen den Anschlüssen
vorgesehen sind..
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse
je zwei elektrisch verbundene Kontaktglöniente aufweisen,'dib unter Bildung
von Doppelkontaktreihen jeweils quer zu ihrer Anschlußreihe versetzt- angeordnet
sind, und'daß iur Durchverbindung von Anschlüssen benachbarter Doppelkontakt# reihen
flächenhafte Verbindängsstreifen #,orgesehen sind, die mit ihrenRändern die einander
zugewandten Kontaktelemente benachbarter Doppelkontaktreihen erreichen und mit Gegenkontakten
für die Kontaktelemente der beiden Anschlußreihen sowie mit Verbindungs- oder Rafigierleitungen
zwischen den Gegenkontakten versehen Bind.
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- Diese Anordnung ermöglicht den Aufbau eines Rangierfeldes,
das in seiner Flächenausdehnung
durch die Anordnung von reihenförmig
zusammengefaßten Anschlüssen vollständig' ausgenutzt ist. Außerdem kann das Verbindungsschema
zwischen benachbarten Anschlußreihen infolge der Anordnung von Doppelkontaktreillen
und mittels der getreputen Verbindungsstreifen u#abhäÜg'i4g von den anderen Anschlußreihen
verändert werden.
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Eine besondere Ausführung der Erfindung ist# dadurch gekennzeichnet,
daß. die Verbind.ungsstreifen aus je einem Isolierstoffstreifen mit gedruckten
Leitbahnenbestehen, die entsprechenddemVerbindungsschema zwischen benachbarten Doppelkontaktstreifen
vom einen Rand des Verbindungsstreifens zum anderen verlaufen.
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Derartige Verbindungsstreifen lassen sich mit geringem Aufwand mit
weitgehbild beliebiger Leitungsführung anfertigen, so daß Verbindungsstreifen mit
den verschiedenen in tetracht kommenden Leitbahnanordnungen als. Meterware
vorrätig gehalten werden können.
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Eine andere Ausführung der Erfindung besteht darin> daß die Vexbindungsstreifen.
uns beidseitig mit Leitbahnen bedruckten Isolierstoffstreifen bestehen.
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Dadurch wird eine noch weitergehende Freizügigkeit der Leitungsführung
und eine bessere Ausnutzung der Flächenausdehnung des Rangierfeldes -erreicht.
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. Gemäß einer anderen Ausführung der Erfindung bestehen die Verbindungsstreifen
aus Abschnitten eines Bandkabels mit am Längsrand angesetzten Gegenkontakten für
die Kontakteleinente der Anschlußreihen, wobei der Leitungsverlauf im Bandkabel
quer zur Bandlängsrichtung dem gewünschten Rangier- oder Verbindungsschema zwischen
benachbarten Doppelkontaktreihen entspricht.
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Auch solche Verbindungsstreifen können als Meterware vorrätig gehalten
und im Bedarfsfall auf die erforderliche Länge zugeschnitten und eingesetzt werden.
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Die, Kontaktelemente der Anschlußreihen und ihre Gegenkontakte am
Verbindungsstreifen können ferner als elektrische Steckverbindung ausgebildet sein.
Dabei sind gemäß einer vorteilhaften Ausführung die Kontaktelemente der Anschlußreihen
als Kontaktbuchsen und die Gegenkontakte der Verbindungsstreifen als Kontaktstecker
ausgebildet.
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Mit dieser Einrichtung kann das Verbindungsschema auf einfachste Weise
durch Ziehen eines oder mehrerer Verbindungsstreifen und Einsetzen anderer Verbindungsstreifen
durchgeführt werden. Durch diese Vereinfachung werden Fehlermöglichkeiten ausgeschlossen
und der Zeitaufwand für das Umschalten auf ein praktisch vernachlässigbares Maß
verringerL Die Erfindung ist an dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel
veranschaulicht. Hierin zeigt F i g. 1 eine übersicht der Leitungsführung
des Rangierfeldes einer Fernsprechvermittlungsanlage, F i g. 2 den Aufbau
der Anschlußreihen und Verbindungsstreifen eines Rangierfeldes gemäß der Erfindung
im Querschnitt und F i g. 3 eine Flächenansicht des Rangierfeldes mit Verbindungsstreifen.
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F i g. 1 zeigt -das in einem Rangierfeld hergestellte Mischbild.
Die Ausgänge von Zubringern, z. B. von Wählern 1 bis 8 sind in bekannter
Weise in Horizontalreihen oder Zeilen I bis V ... rn derart ange-#idnet;
daß'#alle- Ausgänge eines . Zubringers jeweils senkrecht untereinander in
einer Spalte und die gleichwertigen oder gleichnamigen Ausgänge aller Zubringer
jeweils in einer Zeile oder Horizontalreihe fiegen. Die Ausgänge der Zubringer bilden
in dieser zweidlinensionalen Anordnung z. B. ankommende Anschlüsse, die nach Maßgabe
des jeweils zu verwirklichenden Mischbildes untereinander und ferner mit einer z.
B. der Anzahl der Spalten entsprechenden Zahl von abgehenden Anschlüssen verbunden
werden sollen. Die Verbindungen zwischen den Anschlüssen und dem Rangierleiter im
Rangierfeld werden kurz als Koppelpunkte bezeichnet. Diese sind im Mischbild nach
F i g. 1, einpolig angedeutet, können jedoch, wie der Vergleich des Koppelpunktes
10
(Kreuzung der Spalte 1 mit der Zeile I) mit dem entsprechenden Bereich
in F i g; 3 - zeigt, entsprechend der üblichen Adernzahl vorL F6msprechverbindungeii
i.-13. vieipolig ausgeführt sein.
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Gemäß F i g. 2 sind die Bauelemente des Rangier'-feldes auf
einer Isolierstoffplatte .11 aufgebaut. Flierbei ist jeder einadrige Anschluß 12
der Zubringer 1
bis 8 mit zwei quer zu den Horizontalreihen versetzt
angeordneten Kontaktelementen 13 und 14 verbunden, die hier z. B. als Steckkontaktbuchs
-en ausgebildet sind. Diese Buchsen laufen auf der Plattenrückseite in Lötösen
15 zur Verbindung mit den Anschlüssen 12 aus und münden in der Plattenvorderseite
16 mit Einsatzöffnungen für entsprechende Kontaktstecker.
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Nach F lg. 3 sind die Buchsen 13 und 14 in Form von
horizontalen Doppelkontaktreihen 17 in der Isolierstoffplatte 11 angeordnet
und entsprechend der Adernzahl einer Fernsprechleitung zu vierpoligen Koppelpunkten,
z. B. Koppelpunkt 10, zusammengefaßt. Dabei wird jeder Pol eines Koppelpunktes
durch zwei untereinander angeordnete Buchsen gebildet.
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Gemäß F i g. 2 und 3 sind zur Durchverbindung von beliebigen
Anschlüssen untereinander Verbindungsstreifen 18 vorgesehen, die aus entsprechend
bemessenen Isolierstoffstreifen bestehen und mit ihren Rändern 19 die einander
zugewandten Buchsen 13 und 14 benachbarter Doppelkontaktreihen
17
überdecken. Entlang den Rändern 19 der Verbindungsstreifen
18 sind entsprechend der Anordnung der Buchsen 13 und 14 Kontaktstecker
als Gegenkontakte 20 eingesetzt. Zwischen den verschiedenen Kontaktsteckem eines
jeden Streifens 18 sind entsprechend dem Verbindungsschema des mit dem Streifen
herzustellenden Teilmischbildes Verbindungs- oder Rangierleitungen, hier z. B. als
gedruckte Leitbahnen 21 angeordnet.
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Verbindungsstreifen mit verschiedenen aufgedruckten Leitbahnanordnungen
können als Meterware vorrätig gehalten, zum Einsatz auf entsprechende Länge abgeschnitten
und mit ihren Kontaktsteckem in die Buchsen 13, 14 eingesetzt werden. Dabei
können für die Verbindung zweier benachbarter Doppelkontaktreihen gegebenenfalls
mehrere auf eine kleine Länge abgeschnittene Verbindungsstreifen mit unterschiedlicher
Leitbahnanordnung aneinandergesetzt werden.
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Im vorliegenden Fall sind die Leitbahnen 21 beiderseits des Isolierstoffstreifens
angeordnet und können daher mit größerer Freizügigkeit, z. B. auch -über Kreuz und
in geringerem Abstand angeordnet werden.
Wie aus F i g. 2
noch hervorgeht, kann eine Anschlußreihe, hier z. B. die der obersten Buchsen13a,
zum Anschluß der abgehenden Verbindungsleitungen 22 mit Hilfe von Einzelsteckern
20 a dienen.
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Als Verbindungsstreifen 23 kann gemäß F i g. 2 auch
ein Bandkabelabschnitt verwendet werden. Dieser ist ebenfalls mit am Längsrand angesetzten
Kontaktsteckern als Gegenkontakte 24 für die Buchsen 13, 14 der Doppelkontaktreihen
17 versehen. Der Leitungsverlauf in einem solchen Bandkabel, das z. B. einen
verschränkten oder geflochtenen Aufbau aufweist, ist quer zur Bandlängsrichtung
entsprechend dem gewünschten Rangier- oder Verbindungsschema zwischen benachbarten
Doppelkontaktreihen angeordnet.