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Filterpressenplatte Die Erfindung betrifft eine Filterpressenplatte
mit zentraler Öffnung zum Einführen der Filtermasse, bei der sich die Dicke vom
Mittelteil zum Rand zu allmählich vergrößert, wobei die Riffelung der Plattenwände
bis zu den ebenen Auflageflächen am Rand durchgeführt ist.
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Es ist bereits eine derartige Filterpressenplatte bekannt, bei der
die allmähliche Vergrößerung der Wandstärke von einem planparallelen Mittelteil
ausgeht und sich nur auf einen Querschnitt senkrecht zu den Riffelungen bezieht.
Ein Schnitt in Richtung der Riffelungen zeigt aber nicht eine solche allmähliche
Querschnittsveränderung bei der benannten Platte.
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Dies bedeutet, daß der Schnitt senkrecht zu den ~iffelungen zwischen
dem planparallelen Mittelteil und der Randleiste einen abgerundeten Übergang aufweist.
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Bei einer weiteren bekannten Filterpressenplatte mit zentraler Öffnung
zum Einführen der Filtermasse ist eine schmale Randzone zu einem großen planparallelen
Hauptteil abgeschrägt, so daß zwischen der Schräge und dem Hauptteil mit gleichbleibendem
Querschnitt eine schroffe Querschnittsänderung erfolgt. Diese bekannte Filterpressenplatte
ist daher zum Arbeiten mit hohen Drücken infolge der Schwachstellen im Querschnitt,
an denen sich auch noch die Kerbwirkung bemerkbar macht, nicht geeignet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filterpressenplatte
zu schaffen, die die Aufbringung sehr viel höherer Filterdrücke als bisher gestattet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Filterpressenplatte der eingangs
erwähnten Art erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Wandstärke der Platte allseitig
vom Rand bis zur Mittelöffnung hin gleichmäßig abnimmt. Wie Versuche gezeigt haben,
treten bei einer derartigen Platte selbst bei Drücken von mehr als 70 kg/cm2 keinerlei
Verformungen auf.
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Vergleichsweise hat man bisher üblicherweise lediglich mit einem
Druck von nur 7 atü gearbeitet.
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Durch die erfindungsgemäß möglichen sehr hohen Drücke wird ein Filterkuchen
erzeugt, der hinsichtlich seines Feuchtigkeitsgehaltes eine sehr große Gleichmäßigkeit
aufweist.
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Dabei ist die Herstellung der erfindungsgemäßen Filterpressenplatte
als Gußstück wie bisher ohne weiteres möglich, so daß kein zusätzlicher Aufwand
zur Erzielung dieses Fortschritts getrieben werden muß.
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Wenn es sich um eine Filterplatte von quadratischer Form handelt,
ist es von besonderer Bedeutung, daß die Wandstärke in allen Querschnitten durch
den Mittelpunkt vom Rand bis zur Mittelöffnung hin stetig abnimmt, so daß keine
diagonal verlaufenden, Kerbwirkung verursachenden Kanten mit geringerer Plattendicke
von den vier Ecken ausgehen, wie dies nämlich der Fall wäre, wenn die Platte in
vier etwa rechteckige, sich nach innen in der Wandstärke verjüngende Abschnitte
unterteilt wäre. Die gleichmäßige Abnahme der Wandstärke der Platte kann dabei so
gehalten sein, daß sich auf beiden Plattenseiten eine durchgehende konkave Oberfläche
ergibt.
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Bei der quadratisch ausgebildeten Platte werden somit die vier Ecken
eine größere Wandstärke zeigen als andere Teile der Platte, da sie von der Plattenmitte
am weitesten entfernt sind. Auf diese Weise ist der Filterkuchen in der Mitte im
Bereich der Plattenmittelöffnung am stärksten, von wo aus er mit zunehmender Entfernung
von dem Mittenloch an Dicke gleichmäßig abnimmt. Dies ist für gewisse Filtriervorgänge
von Vorteil. Wenn beispielsweise der Filterkuchen zum Verstopfen seiner Poren im
Bereich der Mittelöffnung neigt, ergibt sich durch das gleichmäßige Abnehmen des
Filterkuchens zum Rand hin ein gleichmäßigerer Feuchtigkeitsgehalt des gesamten
Kuchens. Der Kuchen nimmt nämlich bei seiner Entstehung zunächst in den dünneren
Querschnittsteilen die gewünschte Stärke an, bevor sich die Poren in den stärkeren
Querschnittsteilen zusetzen.
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Hierauf beruht die gleichmäßigere Verteilung der Restfeuchtigkeit
im Filterkuchen.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten ,der Erfindung ergeben sich aus
der nun folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Hinweis auf die
Zeichnung. In dieser zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Filterpressenplatte,
Fig. 2 die Platte nach Fig. 1, von der anderen Seite her gesehen, F i g. 3 einen
waagerechten Schnitt nach der Linie Ill-IllinFig. 1, Fig.4 einen senkrechten Schnitt
nach der Linie IV-IV gemäß Fig. 1 und F i g. 5 einen Diagonalschnitt nach der Linie
V-V gemäß Fig. 1.
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Die veranschaulichte Filterpressenplatte ist von quadratischer Form
und zeigt einen Rahmen 10, der die eigentliche Platte 11 umgibt. Diese ist mit einer
Mittelöffnung 12 ausgebildet, durch die die zu filtrierende Flüssigkeit zugeführt
wird. Die Oberflächen der Platte 11 sind, wie sich aus der Zeichnung ergibt, mit
diagonal verlaufenden durchgehenden Riffelungen 13 versehen. Diese verlaufen auf
beiden Plattenseiten mit gegenseitiger Neigung.
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Am Übergang der Platte 11 zum Rahmen 10 sind Abflußrillen 14 angeordnet.
Diese Rillen 14 sind auf beiden Plattenseiten gegenseitig versetzt und somit auf
der einen Seite weiter vom Rand entfernt als auf der anderen Seite. Abflußlöcher
15 sind über den gesamten Plattenumfang verteilt und führen zur Außenseite des Rahmens
10. Die bisher beschriebene
Ausführungsform entspricht den bekannten Filterpressenplatten.
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Die Besonderheit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Platte besteht
darin, daß die Wandstärke der Platte allseitig vom Rand bis zur Mittelöffnung 12
hin gleichmäßig abnimmt. Dies ergibt sich insbesondere aus den Schnittdarstellungen
nach den F i g. 3 bis 5, wobei in den am weitesten vom Mittelpunkt entfernten Teilen
der Platte der Querschnitt stärker gehalten ist als in dem konkaven runden Abschnitt,
der in Fig. 1 innerhalb des angedeuteten Kreises A liegt. Dies ist deshalb vorgesehen,
weil die Platte in den Ecken so widerstandsfähig als nur möglich sein muß, da hier
die Gefahr eines Bruches am größten ist.