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Elektromagnetischer Impulsgeber, insbesondere für Blinklichtanlagen
von Kraftfahrzeugen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektromagnetischen
Impulsgeber, insbesondere für Blinklichtanlagen von Kraftfahrzeugen, mit einem Relaisschalter,
durch den seine eigene Wicklung kurzschließbar ist, zu der ein Ladekondensator parallel
und mit der mindestens eine Blinklampe in Reihe liegt.
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Vor allem bei Kraftfahrzeugen besteht die gesetzliche Vorschrift,
die Richtungsanzeige durch solche Blinkanlagen zu bewirken, wobei außerdem viele
Kraftfahrzeuge mit einer sogenannten Lichthupe auserestattet sind, durch welche
die Scheinwerfer des Kraftfahrzeuges intermittierend aufleuchten.
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Die gesetzlichen Vorschriften für die Blinkdauer von Lampen berücksichtigen
deren abgestrahle Leistung. Beispielsweise sind bei Blinklampen zur Richtungsanzeige
von Kraftfahrzeugen längere Impulseinschaltzeiten zulässig als bei den Scheinwerfern,
weil bei einer länger dauernden Impulsblinkdauer der letzteren eine Blendung entgegenkommender
Verkehrsteilnehmer zu befürchten ist.
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Blinklichtanlagen für diese Zwecke, sind bekannt. Sie bestehen üblicherweise
aus einer Anzahl von Blink- und Hilfsrelais, welche meist in getrennten Gehäusen
angeordnet und mit Bimetallfedern bzw. Hitzdrahtunterbrechern ausgestattet sind.
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Es ist ein Nachteil solcher Blinklichtanlagen, daß die verschiedenen
Relais insbesondere im Motorraum eines Kraftfahrzeuges erheblichen Platz beanspruchen,
so daß die Anordnung einzelner Relais an unterschiedlichen und für die Montage geeigneten
Stellen erfolgen muß, wodurch das Auffinden einer etwaigen Fehlerstelle bei Betriebsstörungen
erschwert wird und demzufolge nur mit größerem Zeitaufwand vorgenommen werden kann.
Sehr häufig müssen dann solche Relais neben, über oder unter andere Aggregate des
Motors verlegt werden, so daß nicht nur die Verdrahtung, sonder außerdem auch die
Justierung und Einstellung der Relais entsprechend den - ge setzlich vorgeschriebenen
Blinklichtfrequenzen sowie der Blinkdauer in nachteiliger Weise behindert wird.
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Noch ein weiterer und sehr wesentlicher Nachteil aller bekannten Blinkanlagen
mit Bimetall- oder Hitzdrahtunterbrechung ist deren große Temperaturabhängigkeit,
so daß über- oder Unterschreitungen der vorgeschriebenen Einstellungen und Justierungen
sehr häufig als Folgeerscheinung auftreten.
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Es ist auch ein selbsttätig periodisch arbeitender Thermoschalter
für Blinklichtanlagen in Kraftfahrzeugen bekanntgeworden, der ein U-förmiges, indirekt
beheiztes BimetaRschaltglied aufweist. Dabei besitzt der die Schaltbewegung ausführende
Schenkel eine flache Vertiefung, deren größte Ausdehnung einen Bruchteil der Breite
des Schenkels beträgt und die unmittelbar von der Heizwicklung umgeben ist. Diese
ist parallel zu einer Blinklampe geschaltet. Beide Stromkreise werden bei Erwärmung
durch das Umkippen des Schaltgliedes unterbrochen, bei Abküh-
lung wieder
geschlossen. Dunkel- und Hellzeiten werden hierbei ausschließlich durch die theimischen
Zeitkonstanten des Bimetallschaltgliedes bestimmt.
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Eine andere bekannte Anordnung zur Erzeugung elektrischer Impulse
hat einen strahlungsbeheizten> als Selbstunterbrecher geschalteten Bimetallstreifen.
Hierbei ist eine Heizwicklung vorgesehen, welche durch einen Relaisschalter kurzgeschlossen
wird, sobald der aufgeheizte Bimetallstreifen die Wicklung an Spannung legt. Nach
Abkühlung infolge fehlender Heizung öffnet der Bimetallstreifen, so daß der Anker
des Relaisschalters abfällt und die Heizung wieder in Betrieb kommt. Auch hierbei
sind also rein thermische Zeitkonstanten für die Dauer der Hell- und Dunkelzeiten
maßgeblich.
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Bei einer bekannten Schaltungsanordnung ist sowohl das Zeitintervall,
welches bei geöffnetem Relaisschalter zu dessen Schließung erforderlich ist, als
auch dasjenige, welches nach Schließung des kelaisschalters zu dessen öffnung erforderlich
ist (Blinkzeit der Signallampe), unveränderlich festgelegt. Bestimmend sind dabei
die Schaltungsparameter der Anordnung, nämlich die ohmschen Widerstände der Relaiswicklungen
sowie die Kapazität des Ladekondensators. Eine Möglichkeit, die Blinkzeit der Signallampe
gegenüber der Dunkelzeit zu verändern, ist nicht gegeben.
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Eine andere bekannte Anordnung enthält eine vollelektronische Kippschaltung,
bei welcher zwar die Kippfrequenz durch einen Widerstand justiert werden kann, damit
die Signallampen mit geänderter, jedoch unter sich gleicher Frequenz blinken. Andererseits
ist es aberbei dieser Schaltung nicht möglich, unter Vorgabe ein und derselben Dunkelzeit
verschiedene Leuchtzeiten für die SignaHampen einzustellen. Damit ist es unmöglich,
diese Anordnung beispielsweise
durch einen Stufenschalter mit verschiedenen
Paaren von Signallampen zusammenzuschalten, bei denen unterschiedliche Leuchtzeiten
erforderlich sind.
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Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, unter Vermeidung der obengenannten
Nachteile eine verbesserte Anordnung für Blinklichtanlagen insbesondere bei Kraftfahrzeugen
vorzusehen, welche auch bei großen Temperaturschwankungen über- bzw. Unterschreitungen
der gesetzlich vorgeschriebenen Blinklichtfrequenzen sowie deren Blinkdauer mit
Sicherheit unterbindet, wobei die Einstellung der Einschaltzeit der Blinklampe oder
Blinklampen unabhängig von den durch die Schaltungsparameter (Ladekondensator, Relaiswicklung
u. dgl.) vorgegebenen Dunkelzeiten sein muß.
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Anordnungen für Blinklichtanlagen sollen so verbessert werden, daß
trotz erhöhter Betriebssicherheit gegenüber anderen bekannten Anlagen dieser Art
weit weniger Bauelemente erforderlich sind, so daß nicht nur eine erhebliche Einsparung
an Fertigungskosten möglich ist, sondern außerdem die Montage der Anlage nur einen,
und zwar, sehr kleinen Montageraum benötigt, In diesem Zusammenhang ist eine Vorrichtung
vorgesehen, welche ungeachtet sehr kleiner Montageräume in einfacher Art und Weise
verdrahtet, eingestellt und justiert werden kann, wobei außerdem besonderer Wert
darauf gelegt wird', daß bei etwaigen Betriebsstörungen die Fehlersuche und Behebung
ohne großen Zeitaufwand möglich ist.
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Zur Lösung. dieser Aufgaben geht die Erfindung aus von einem elektromagnetischen
Impulsgeber, insbesondere für B-Iinklichtanlagen von Kraftfahrzeugen, mit einem.
Relaisschalter,. durch den seine eigene Wicklung kurzschließbar ist, zu der ein
Ladekondensator, parallel, und mit der zumindest eine Blinklampe in Reihe liegt.
Die Erfindung. besteht darin, daß Lade- bzw. Entladewiderstände mit einem gegenüber
der Wicklung kleinen ohmschen Widerstand vorgesehen sind, wovon jeweils einer in
Reihe mit einer Diode, parallel zu einem weiteren liegt> über den das Kurzschließen
der Wicklung durch den Relaisschalter- erfolgt.
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Bei dem erfihdungsgrmägen Impulsgeber werden also temperaturunabhängige
Verzögerungselemente mit unterschiedlich einstellbarer Zeitkonstante für die- einzelnen
Verbraucher einem einzigen Blinkrelais zugeschaltet. Da Impulsdauer und Impulsfolgefrequenz
demzufolge rein elektrisch bestimmt sind, sind Über- bzw. Uhterschreitungen der
gesetzlich vorgeschriebenen, Blinklichtfrequenzen sowie der Blinkdauer auch bei
großen Temperaturschwankun-,gen ausgeschlossen. Dies wird zugleich- mit eineut gegenüber
herkömmlichen Anlagen verringerten Aufwand an Rauelementen erreicht" wodurch eine
beträchtliche Verbilligung der Fertigung und außerdem .die Montage- der Anlage auf
sehr kleinem Raum ermöglicht ist-. Einstellung und Wartung des Impulsgebers sind
dadurch jedoch nicht behindert.
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Dadurch, daß der Wicklung des Blinkrelais eine konstante Kapazität
parallel geschaltet ist, welche über ein regelbares Ladeverzögerungselement aufgeladen
wird, dem beim Einschalten des jeweiligen Verbrauchers einstellbare Entlade.verzögerungselemente
parallel geschaltet werden, ist es möglich, hinsichtlich. der Stromaufnahme unterschiedlichen
Verbrauchern jeweils eine unterschiedliche Blinkfrequenz und Blinkdauer zuzuordnen,
wie dies beispielsweise bei Kraftfahrzeugen für die Lichthupe, die Richtungsanzeiger
sowie etwa vorgesehene Springlichter Vorschrift ist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform, der Erfindung ist das. Ladeverzögerungselement
dauernd in die Erregerleitung der Wicklung geschaltet, und sämtliche Entladeverzögerungselemente
liegen dauernd mit einem Pol am Verbindungspunkt der Wicklung mit dem Ladeverzögerungselement,
während der andere Pol an die jeweilige Speiseleitung des zugeordneten Verbrauchers
angeschaltet ist. Er kann jedoch gleichfalls dauernd an der jeweiligen Speiseleitung
liegen, wobei das Entladeverzögerungselement durch kontaktlose Schaltmittel in Abhängigkeit
von der Polung der Speiseleitung jeweils stromführend oder stromsperrend geschaltet
wird.
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Durch diese Erfindungsmerkmale wird eine erhebliche Einsparung an
Schaltkontakten und damit an Fertigungskosten bewirkt, wodurch außerdem die Betriebssicherheit
und Lebensdauer der Anlage wesentlich erhöht wird.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden der Wicklung
mehrere Kapazitäten. parallel geschaltet.
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Durch die Aufteilung der der Wicklung parallelgeschalteten Kapazität
wird dieser nicht nur eine wesentlich größere abkühlende Oberfläche zugeordnet,
sondern außerdem bewirkt, daß etwa vorhandene Toleranzen gegebenenfalls gegenseitig
kompensiert werden.
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Eine wichtige Ausführungsfonn des erfindungsgemä ßen Impulsgebers
kennzeichnet sich dadurch, daß Kühl- und Montageflächen mit darauf angeordneten
Verzögerungselementen, Relais, beispielsweise Blink-, Umschalt- und Kontrollrelais
eines Kraftfahrzeuges, sowie Einstell-- und Justierorgane vorhanden sind, wobei
zumindest eine dieser Flächen als kreisfUrmige Stim-wandverschlußplatte für ein
abnehmbareg zylindrisches Gehäuse ausgebildet und mit hindurch-geführten AnschlußkIemmen
sowie Ventilationsöffnungen ausgestattet ist, durch welche die Einstell- und- Justierorganie
zugänglich sind.
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Dieseni Erfindungsmerkmal'. zufolge sind sämtliche Bauelemente für
eine Blinklichtanfage mit unterschiedlichen Verbrauchern, für welche bislang mehrere-
unterschiedliche Vorrichtungen an unterschiedlicherr Stellen angeordnet werden mußten"
in einem einzigen Gehäuse angeordhot" welches in kleinen Montageräumen Platz findet,
wobei außerdem die Justierung, und,' Einstellung sowie die Kühlung der Bauelemente
durch vorgesehene Ventilationsöffnungert erfolgt.
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In diesem Zusammenhang ist es wichtig, daß die Lade- und- Entladeverzögerungselemente
in Form von Trimmer-Potentiometern ausgebildet und mit den Einstellorganen im Bereich
der Ventilationsöffnungen liegend mit Abstand' parallel zur Innenseite der Verschlußplatte
angeordnet sind.
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Durch den Abstand zwischen Verschlußplatte und Trimmer-Potentiometern
kann die Luft, welche durch die Ventilationsöffnungen eindringt, an den Potentiometern
vorbei und zwischen den einzelnen Bauelementen dürch das Gehäuse hindurchströmen,
wodurch eine sichere Kühlung gewährleistet wird.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Anschlußklemmen
am Umfang der Verschlußplatte, die Trimmer-Potentiometer umrahmend', angeordnet,
während vertikaIund diametral
abstehend auf der Verschlußplatteninnenseite
eine weitere Kühl- und Montagefläche befestigt ist, auf welcher sich die Relais,
mit der Kapazität und die kontaktlosen Schaltmittel befinden.
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Diesem Erfindungsmerkmal zufolge bildet die Verschlußplatte mit sämtlichen
Bauelementen eine Montageeinheit, die leicht fabrikmäßig verdrahtet und geprüft
werden kann.
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Die kontaktlosen SchaltmitteI sind erfindungsgemäß in Form von Gleichrichtern
ausgebildet, wobei mehrere, ParalleIkapazitäten vorhanden sind, die jeweils. in
verschiedenen Zwischenräumen zwischen den Relais und/oder Montageflächen bzw. Gehäuseinnenwänden
angeordnet sind.
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Durch die Aufteilung der Kapazität in mehrere Parallelkapazitäten
können sämtliche noch vorhandenen Zwischenräume für die Anbringung der Kondensatoren-
ausgenutzt und somit eine räumlich kleine Anordnung erzielt werden.
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Wird das Gehäuse erfindungsgemäß mit Befestigungslaschen für stationäre
Wandbefestigung sowie mit Verschlußplattenbefestigungselementen ausgestattet, so
können nach, Lösen derselben die Relais und sonstige Bauelemente tragenden Montageflächen
axial aus dem Gehäuse herausgezogen werden.
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Dieses Erfindungsmerkmal bietet insbesondere bei der Verdrahtung der
Vorrichtung mit der Kraftfahrzeuglichtanlage sowie bei einer etwaigen Fehlersuche
große Vorteile, da das Gehäuse nicht aus seiner Befestigung an irgendeiner Wand
des Motorraumes gelöst werden muß. Es genügt vielmehr, lediglich, die Verschlußplatte
mit allen darauf angeordneten Bauelementen aus dem Gehäuse zu ziehen, wobei die
Anschlußleitungen nicht aus den Anschlußklemmen gelöst werden müssen.
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Für ein besseres Verständnis der Erfindung wird auf die nachfolgende
Beschreibung in Zusammenhang mit den Zeichnungen hingewiesen,- welche eine mögliche
erfindungsgemäße Schaltanordnung sowie die erfindungsgem, äß angeordnete Vorrichtung
darstellen, wobei aus den, einzelnen Figuren weitere Merkmale und'Vorteile der.
Erfindung zu entnehmen sind.
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F i g. 1 zeigt eine erfindungsgemäße, Schaltanordnung, bei
welcher mittels eines Blinkrelais mehrere unterschiedliche Verbraucher mit unterschiedlichen
Blinkcharakteristiken geschaltet werden können; F i g. 2 zeigt schematisch
die perspektivische Ansicht der erfindüngsgemäßen Vorrichtung, wobei zwecks besseren
Verständnisses das. Gehäuse nur mit gestrichelten Linien angedeutet ist; F i
g. 3 zeigt schematisch und teilweise im Schnitt den unteren Teil der Vorrichtung
gemäß F i g. 2; F i g. 4 zeigt schematisch die perspektivische Ansicht
einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das Oberteil des Gehäuses
gegenüber dem der F i g. 2 unterschiedlich ausgebildet ist.
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In F i g. 1 wird- als Beispiel die Anordnung einer kombinierten
Blinklichtanlagen bei einem Kraftfahrzeug dargestellt, an dessen Masseleitung
1 beispielsweise die Scheinwerfer 2, Richtungsblinkleuchten 3
einer
Kraftfahrzeugseite sowie die beiderseitigen Bremsleuchten 4, 5 angeschlossen
sind. Die drei dargestellten Richtungsblinkleuchten 3 sollenE jeweils die
Blinkleuchten des Kraftfahrzeuges sowie zweier zusätzlicher Anhängerfahrzeuge dar-stellei#,
wie dies im
durch die schematisch eingezeichneten K, upplungen 7
angedeutet
ist. Die beiden Bremsleuchten 4, 5 sollen beispielsweise während einer Panne
eine Springlichtfunktion ausüben, indem abwechselnd die Bremsleuchte 4 und
5 aufleuchtet.
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Das Blinkrelais 8 besitzt eine Wicklung 9, deren Anker
10 in nichterregtem Zustand die in vollen Linien eingezeichnete Schaltstellung
einnimmt und somit die Relaiskontakte 11, 12 verbindet, während bei erregter
Wicklung 9 die in gestrichelten Linien eingezeichiiete Schaltverbindung zwischen
den Relaiskontakten 11, 13 hergestellt wird. Der Wicklung 9,
welche
über den Kontakt 11 dauernd an der positiven Speiseleitung 14- des Kraftfahrzeuges
liegt, ist eine konstante Kapazität, beispielsweise in Form parallelgeschalteter
Kondensatoren 15, 16, 17, 18, 19, parallel geschaltet, deren Aufladung über
ein regelbares Ladeverzögerungselement in Form eines Trim.mer-Potentiom. eters
10 erfolgt, sobald einer der Verbraucher 2, 3, 4, 5 durch Schließen
eines der Schalter 21, 271, 23 eingeschaltet wird. Sollen beispielsweise
die Scheinwerfer 2 als Lichthupe wirken, wird, wie in gestriefielten Linien in der
F i g. 1 angedeutet, der Schalter 21 geschlossen, worauf ein geringer, Ladestrom
von der positiven Sammelleitung 14 über die Refaiswicklung 9, den fustierbaren
Widerstand 20, die Speiseleitungen 54, 55- und über die Scheinwerfer 2 zur
Masseleitung, 1 fließt.
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Befindet sich der Refaisschalter in der Ruhestellung gemäß dem Schaltbild
F i g. 1- und liegt die Relaiswicklung 9 an Gleichspannung, so wird
diese anfänglich durch den Ladekondensator 15 bis 1-9
kurzgeschlossen.
Es fließt ein Ladestromstoß über den Ladekondensator, den justierbaren Widerstand
20 sowie die kalte Signallampe 2 nach Masse.. Ein Stromfluß, über den justierbaren
Widerstand 24 wird durch die Dfode 28 gesperrt. Demnach ist die, Ladezeit
des, Ladekondensators allein, durch den Widerstand 20 bestimmt, sofern man-
den Widerstand- der, Signallampe 1 vernachlässigt. Mit steigender
Aufladung. des Ladekondensators fließt ein immer stärkerer Strom durch die Refaiswick-lung
9 so lange, bis der Relaisschalter auf die Reiaiswicklung an# spricht und,
den- Pluspol der Stromquelle unmittelbar an die Signallampe1 schaltet. Nunmehr leuchtet
die SignaHampe 2 auf', jedoch entlädt, sich der Ladekondensator 15 bis.
19 -über die beiden justierbaren Widerstände 20, 24, wo#el- minmehr, da der
Entlade-Strom des Ladekondensators gegenübe#r dem, Ladestrom entgegengesetzte Polung
aufweist,. die Diode 28 durchlässige ist. Gleichzeitig wird, auch die zu der! Widerständen
20, 24 paralleffiegende Refai'swicklung 9 durch den Entladestrom. des Ladekondensators
gespeist, so daß sich vorläufig der Relaisschalter noch hält. Ist der Ladekondensator
genügend entladen> so kehrt der Relaisschalter in seine Ruhestellung zurück, die
Signallampe 2 wird von dem. Pluspol der Stromquelle getrennt, so daß sie lediglich
über die- kelaiswicklung 9 und den Widerstand 20 mit dem Phispol. verbunden
ist, und es erfolgt damit im Ergebnis eine Abschaltung der Signallampe 2.
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Danach wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge in gleicher Weise.
Demnach kann- also durch Justierung des Widerstandes 20 die Dunkelzeit und durch
Justierung des# Widerstandes 24 die Leuchtzeit der Signallampe 2 eingestellt werden.
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Das Relais 3 wird somit mit einer Verzögerung ansprechen, deren
Zeitkonstante durch die jeweilige
Einstellung des justierbaren Widerstandes
20 bestimmt wird, und dann das Pluspotential der positiven Sammelleitungl, wie_
in gestrichelten Linien dargestellt, vom Relaiskontakt 11 auf den Relaiskontakt
13 sowie über die Speiseleitungen 54, 55 an die Scheinwerfer
2 legen, welche aufleuchten.
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Durch den Kurzschluß zwischen den Relaiskontakten 11, 13 entladen
sich die Kondensatoren 15
bis 19 über den justierbaren Widerstand 20,
wodurch der Abfall des Ankers 10 mit einer Verzögerung erfolgen würde, deren
Zeitkonstante wiederum durch die Einstellung des Widerstandes 20 bestimmt würde.
Da diese.Verzögerung jedoch den jeweils angeschlossenen Verbrauchern entsprechend
mit unterschiedlicher Zeitkonstante erfolgen soff, damit beispielsweise die als
Lichthupe wirkenden Scheinwerfer 2 nicht zu lange aufleuchten und eine gefährliche
Blendwirkung auf entgegenkommende Fahrzeuge ausüben, sind jedem der Verbraucher
2, 3, 4, 5 Entladeverzögerungselemente in Form von justierbaren Widerständen24,25,26,27
mit Dioden28,29,30, 31 zugeordnet, welche beün Einschalten des jeweiligen
Verbrauchers an den Verbindungspunkt zwischenWicklung 9 und dem Widerstand
20 angeschaltet werden und demzufolge dann parallel zum justierbaren Widerstand
20 hegen. Diese Anschaltung erfolgt gleichzeitig mit dem Schließen des Schalters
21, indem die vor der Schalterschließung negatives Potential der Masseleitung
1 aufweisende Speiseleitung 55 nach der Schalterschließung positives
Potential der positiven Sammelleitung 14 erhält. Durch entsprechende Einstellung
des justierbaren Widerstandes 24 kann die Blinkdauer der Scheinwerfer 2 den jeweiligen
Vorschriften entsprechend eingestellt werden.
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In gleicher Weise kann die Blinkdauer der Richtungsblinkleuchten
3 mittels des justierbaren Widerstandes 25 eingestellt werden, wobei
in der Speiseleitung 32 die Wicklung eines Kontrollrelais 33 geschaltet
werden kann.
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"Je nachdem, ob das Fahrzeug mit zwei, einem oder keinem Anhänger
betrieben wird, fließt durch die Speiseleitung 32 ein unterschiedlicher Strom,
durch welchen die entsprechenden Anker 35 betätigt werden, deren Rückstellkraft
durch geeignete Einstellorgane unterschiedlich eingeregelt werden kann, worauf die
entsprechenden Kontroffämpchen 34 aufleuchten.
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Um den Bremsleuchten 4, 5 im Pannenfall eine Springlichtfunktion
zuzuordnen, wird der Schalter 23
betätigt, durch welchen ein Umschaltrelais
36 erregt wird, in dessen Stromkreis vorteilhafterweise ein Widerstand
37 geschaltet ist. Bei angezogenem Relais erhält die Bremsleuchte
5 über die Speiseleitung 38 positives Potential und leuchtet auf,
während über die Bremsleuchte 4 und die Speiseleitung 54 der bereits vorhin beschriebene
Ladestrom für das Blinkrelais 8 fließt. Nach Aufladung der paraUelgeschalteten
Ladekondensatoren 15 bis 19 wird Relais 8 ansprechen und den
Stromkreis für die Bremsleuchte 5
unterbrechen, während die Bremsleuchte 4
über die Speiseleitung 54 C - positives Potential erhält und aufleuchtet.
Die Zeitkonstante der Verzögerung, mit welcher das Blinkrelais 8 den Springlichtvorgang
der Bremsleuchten 4, 5 steuert, kann durch entsprechende Einstellung
der justierbaren Widerstände 26, 27 nach Belieben eingestellt werden.
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Die F i g. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäß
angeordneten Vorrichtung, bei welcher auf engstem Raum ein Blinkrelais
8, ein Kontrollrelais 33 sowie ein Umschaltrelais 36 auf Kühl-und
Montageflächen 39 zu einer kombinierten Blinklichtvorrichtung zusamTnengebaut
sind.
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Die Vorrichtung bestitz ein zylindrisches Gehäuse 40 (in der F i
g. 2 in gestrechelten Linien eingezeichnet), und eine Montagefläche ist in
Form einer kreisförmigen Stirnwandverschlußplatte 41 aus Isolierstoff ausgebildet
und mit hindurchgeführten Anschlußklemmen 42 sowie Ventilationsöffnungen 43 ausgestattet,
durch welche, wie später noch näher erläutert, Einstell- und Justierorgane, beispielsweise
für die justierbaren Widerstände 24, 25, 26, zugänglich sind.
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Man ersieht aus der F i g. 1, daß durch die Aufteilung der
Kapazität für das Blinkrelais 8 in mehrere Parallelkondensatoren
15, 16, 17, 18, 19 jeder vorhandene Zwischenraum zwischen den Relais
bzw. zwischen den Montageflächen wirtschaftlich für die Anordnung ausgenutzt werden
kann. Außerdem bietet sich der Vorteil, daß für die verhältnismäßig große erforderliche
Kapazität des Blinkrelais 8
größere Stoßfestigkeit und Bruchsicherheit der
Lötverbindungen erzielt wird, da die kleinen Parallelkondensatoren nur eine geringe
Masse aufweisen. Zwischen den Parallelkondensatoren 15 bis 19 verbleibt
noch genügend freier Raum, um beispielsweise die Gleichrichter bzw. Dioden 28,
29 an der Kühl-und Montagefläche 39 zu befestigen, die diametral und
vertikal abstehend an der Verschlußplatte 41 befestigt ist. Das Gehäuse 40 ist mit
Haltelaschen 45 für eine Wandbefestigung ausgestattet und wird mit der Montagefläche
39 durch Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben 46, verbunden, nach
deren Lösen die komplette kombinierte Blinkanlage, bestehend aus der Verschlußplatte
41 und der Montagefläche 39 einschließlich aller Relais und sonstigen Schaltelemente,
in Richtung des Pfeiles 47 aus dem Gehäuse 40 herausgezogen werden kann. Merbei
ist es nicht erforderlich, die Leitungen des Kabelbaumes 48 bei genügender Flexibilität
desselben aus den Anschlußklemmen 42 zu lösen, so -daß eine etwaige Fehlersuche
bei normalen Betriebsverhältnissen vorgenommen werden kann.
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Die F i g. 3 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Verschlußplatte
41, und man ersieht, daß die justierbaren Widerstände 24, 25, 26 parallel
zur Verschlußplatteninnenseite, jedoch mit einem gewissen Ab-
stand zu dieser
angeordnet sind, so daß Kühlluft durch die Ventilationsöffnungen an den Trimmer-Potentiometern
vorbei in das Gehäuse 40 eintreten und links der Kühl- und Montageflächen
39 zu oberen Ventilationsöffnungen 49 des Gehäuse 4 (s. hierzu F i
g. 2) strömen kann. Die F i g. 3 zeigt außerdem deutlich, daß die
Regelorgane 50 der justierbaren Widerstände 24, 25, 26 durch die unteren
Ventilationsöffnungen 43 leicht zugänglich sind.
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Die F i g. 4 zeigt noch eine abgeänderte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei welcher zwei Stimwandverschlußplatten 41,
51 vorgesehen sind, wobei die obere Verschlußplatte 51
gleichfalls
mit oberen Ventilationsöffnungen 49 ausgestattet ist, durch welche Justierorgane
52 für das Kontrollrelais 33 zugänglich bzw. hindurchgeführt sind.
Auf der oberen Verschlußplatte 51, welche gleich der unteren Verschlußplatte
41 aus Isoliermaterial gefertigt ist, bietet sich die Möglichkeit,
weitere
Schaltelemente, beispielsweise den Widerstand37, sowie eine Schmelzsicherung53 leicht
zu-"änglich a anzuordnen.
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Wenngleich der erfindungsgemäße Impulsgeber in der Beschreibung und
in den Zeichnungen im wesentlichen in Zusammenhang mit Kraftfahrzeug-Installationen
dargestellt und beschrieben worden ist, so soll hier festgehalten werden, daß die
Anordnung für viele andere Verwendungsgebiete, beispielsweise bei sonstigen Fahrzeugen
oder ortsfesten Signalanlagen, ausgebildet werden kann.