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Vorrichtung zum automatischen Verpacken von Gegenständen in eine mindestens
teilweise transparente Schaupackung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum automatischen Verpacken von Gegenständen in eine mindestens teilweise transparente
Schaupackung, die aus einem entsprechend dem Gegenstand ein-oder mehrfach ausgeschnittenen
Kartonblatt gebildet ist, das mit einem transparenten, thermoplastischen und durch
mindestens eine Aussparung taschenartig auszubauchenden Kunststoffblatt überzogen
ist und zum Einschließen des Gegenstandes gefaltet wird, worauf die beiden Kartonhälften
miteinander versiegelt werden. Zur Herstellung dieser Verpackung wird der Verpackungsrohling
mittels eines Transportorgans längs verschiedener Arbeitsstationen bewegt.
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Die bekannten Vorrichtungen zur Herstellung solcher Packungen erlauben
zwar die selbsttätige Vorbereitung des Verpackungsrohlings, nämlich die Verbindung
des thermoplastischen Kunststoflblatts mit dem Kartonblatt und das Ausbauchen der
Tasche durch die Aussparung des Kartonblatts mittels einer erwärmten Matrize und
eines Formstempels, wobei das Ausbauchen der Tasche gegebenenfalls durch Vakuum
in der Matrize unterstützt wird. Der so vorbereitete Verpackungsrohling muß dann
aber nach der Entnahme aus der Matrize und dem Einlegen des Gegenstands von Hand
gefaltet werden, worauf die beiden aufeinanderliegenden Kartonblatthälften miteinander
von Hand oder durch eine weitere Vorrichtung versiegelt werden. Bei der Herstellung
dieser Schaupackung wechseln Maschinen- und Handarbeit ii nicht besonders wirtschaftlicher
Weise einander ab.
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Zur Herstellung von ausschließlich aus Kunststoff bestehenden Schaupackungen
sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen in ein wanderndes Kunststoffband fortlaufend
Taschen eingeformt, diese Taschen dann nach dem Einlegen des Gegenstands durch ein
auflaufendes Abdeckband, das mit dem ersten Band versiegelt wird, verschlossen und
schließlich die so entstandenen geschlossenen Behälter aus den verbundenen Bändern
ausgeschnitten werden.
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Die einzelnen Arbeitsstationen zur Herstellung dieser Bänder sind
dabei in Reihe hintereinander längs des als Transportorgan wirksamen Kunststoffbandes
angeordnet. Diese Vorrichtung beansprucht verhältnismäßig viel Platz und eignet
sich außerdem nicht zum Falten von einzelnen, mit Kunststoffolien kaschierten Kartonblättern.
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Die Erfindung hat deshalb die Aufgabe, die Verpackung auf einer einzigen,
wenig Platz beanspruchenden Vorrichtung von der Herstellung der Kunststofftasche
im Kartonblatt bis zum Verbinden der aufeinandergefalteten Kartonblatteile und einem
Aufschrumpfen der Kunststoffolie auf dem ver-
packten Gegenstand unter Beibehaltung
einer gleichmäßigen Fördergeschwindigkeit des Verpackungsrohlings längs der verschiedenen
Arbeitsstationen herzustellen, einen Wechsel von Hand- und Maschinenarbeit zu vermeiden
und trotz der gleichmäßigen Fördergeschwindigkeit das erforderliche längere Verweilen
des Verpackungsrohlings in den Stationen für das Formen der Tasche und das Versiegeln
der beiden Kartonblatthälften zu erlauben.
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Die Erfindung erzielt dies bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung dadurch, daß das Transportorgan für die Verpackungsrohlinge ein horizontal
kontinuierlich rotierender runder Tisch mit in Abständen darauf angeordneten Haltern
für die Verpackungsrohlinge ist, daß die Aufgabestation für die Verpackungsrohlinge,
eine Station zum Vorwärmen der Kunststoffolie im Karton ausschnitt, eine Faltstation
zum Umschlagen des Kartonblattes und eine Ausstoßstation ortsfest rings um den rotierenden
Tisch, die Verformungsstation zum Ausbauchen der Kunststoffolie durch das Kartonfenster
und eine Versiegelvngsstation zum Versiegeln des gefalteten Kartonblattes, dagegen
hängend an einem sich diametral zum rotierenden Tisch erstreckenden und horizontal
um die Tisch achse drehbaren Schwenkarm angeordnet sind, wobei der Schwenkarm mit
dem rotierenden Tisch und die Werkzeuge der an ihm hängenden Arbeitsstationen mit
den Haltern jeweils für einen bestimmten Drehwinkel kuppelbar und nach Ausführung
des Arbeitsganges in ihre Ausgangsstellung zurückführbar sind.
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Diese Lösung hat den Vorteil, daß alle Arbeitsstationen in etwa gleichmäßigen
Abständen rings bzw. über dem rotierenden Tisch angeordnet werden können. Der rotierende
runde Tisch kann deshalb geringen Durchmesser haben, so daß auch die Vorrichtung
als Ganzes wenig Platz beansprucht. Infolge ihrer kreisförmigen Anordnung sind alle
Arbeitsstationen zur Wartung leicht zugänglich. Da die längere Arbeitszeit der Werkzeuge
der Verformungs-und Versiegelungsstation am Verpackungsrohling nicht durch Anhalten
oder eine Geschwindigkeitsänderung des Transportorgans, sondern durch Mitwandern
der Werkzeuge mit den Kartonhaltern erzielt wird, kann der rotierende Tisch kontinuierlich
durchlaufen. Dadurch wird sein Antrieb geschont und der Verschleiß verringert.
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Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnungen
erläutert. Dabei zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, Fig.2 eine
Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1, Fig.3 einen vergrößerten senkrechten
Schnitt durch die Verformungsstation nach der Linie 3-3 der F i g. 1 mit dem Formstempel
in Ruhestellung, F i g. 4 einen Schnitt entsprechend F i g. 3, jedoch um 900 gedreht
und mit dem Formstempel in Arbeitsstellung, F i g. 5 einen vergrößerten senkrechten
Schnitt durch die Versiegelungsstation nach der Linie 5-5 der Fig. 1 mit dem Versiegelungsstempel
in Ruhestellung, F i g. 6 einen Schnitt entsprechend F i g. 5, jedoch um 900 gedreht
und mit dem Versiegelungsstempel in Ruhestellung, F i g. 7 einen waagerechten Schnitt
nach der Linie 7-7 der F i g. 6, F i g. 8 ein Schaubild des Verpackungsrohlings
mit einem ausgesparten Fenster im Kartonblatt und der aufgezogenen Kunststoffolie,
Fig.9 den Verpackungsrohling nach dem Einformen der Tasche in die Kunststoffolie,
Fig. 10 den Verpackungsrohling entsprechend F i g. 9, jedoch mit einem in die Tasche
eingelegten Gegenstand, Fig. 11 ein Schaubild der fertigen Schaupackung, Fig. 12
einen senkrechten Schnitt nach der Linie 12-12 der F i g. 8, F i g. 13 einen senkrechten
Schnitt nach der Linie 13-13 der Fig. 9 und Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie
14-14 der Fig. 10.
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Wie oben erwähnt, verpackt die Vorrichtung kleine Artikel bzw. Verkaufsgegenstände,
so daß sie sich besonders als Schaupackung eignen. Die Vorrichtung verwendet besonders
geformte oder fertige Hüllen oder Packmaterial, wobei mindestens ein Teil aus durchsichtiger,
streck- und schrumpfbarer - Plastikfolie bzw. Membran besteht, die eine Öffnung
in einem steifen, als Stütze dienenden Teil bespannt.
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Ein solcher Teil wird in den Fig. 8 bis einschließlich 14 in verschiedenen
Phasen der Bearbeitung gezeigt. F i g. 8 des Verpackungsteiles, der allgemein mit
Nummern 20 bezeichnet wird, besteht aus einem relativ steifen, faltbaren oder biegsamen
blattförmigen Teil bzw. Kartonblatt 22 mit einer Öffnung 24 in einem der zwei Hälften
25, 26; die Öffnung 24 wird in F i g. 8 in der oberen Hälfte 25 des Teils bzw.
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Kartonblattes 22 gezeigt.
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Ein Blatt aus dünnem, streck- und schrumpfbarem Plastikstoff 28 bedeckt
den größten Teil der Oberfläche des Kartonblattes 22; ein Teil 29 dieses Blattes
bedeckt die Öffnung 24 und schließt sie ein.
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Das Plastikblatt 28 besteht aus einem geeigneten Material; ein solches
Material ist z. B. Polyvinylchlorid-Kunststoff, der sich unter Wärme strecken und
formen läßt. Dieses Material kann nach dem Formen unter Wärme auch geschrumpft werden,
wobei es sich straff um einen Gegenstand spannt.
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Die Membran kann unter Wärme mit einem Formeisen gemäß der Fig.9 zu
einer taschenartigen Vertiefung 31 geformt werden. Das Material kann auch mit Druck,
z.B. durch das Herstellen eines Vakuums an einer Seite der Membran 24, und Verwendung
des Formeisens geformt werden.
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Nachdem die Membran 29 mit der Tasche 31 geformt worden ist, kann
ein Gegenstand 33 gemäß der F i g. 10 in die Tasche hineingetan werden. Dann wird
der Packungsteil 20 gemäß der F i g. 11 hälftig gefaltet. Die Packung wird fest
zusammengefügt und die Membran 24 unter Wärme geschrumpft, wobei sie sich dem Umriß
des verpackten Gegenstandes 33 eng anpaßt.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung verwendet gemäß der F i g. 8 Hüllen
oder Packungsteile 20, und diese Teile werden in mehreren Arbeitsgängen mit den
zu verpackenden Gegenständen zu in F i g. 11 gezeigten Packungen geformt. Die Maschine
weist eine fortlaufende Beförderung der Packungsteile in einer unterbrochenen Kreisbewegung,
beginnend mit der Zufuhr der Packungsteile, bis zum Ausstoß der fertigen Packungen
auf.
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Um die Arbeitsvorgänge an dem Packungsteil 20 ausführen zu können,
hat die Vorrichtung nach der Erfindung gemäß den F i g. 1 und 2 mehrere in einem
ungefähren Kreis angeordnete Arbeitsstationen.
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Jeder Teil 20 wird in einem Halter im Kreis zu einer Folge von Arbeitsstationen
transportiert. Gemäß der F i g. 1 hat die Vorrichtung eine Zufuhrstation 35 für
die Packungsteile, eine Erwärmungsstation37, eine Verformungstation 39, eine Beschickungsstation
41, eine Faltstation 43, eine Befestigungsstation 45, eine Schrumpfstation 47 und
schließlich eine Ausstoß station 49. Der Packungsteil 20 ist von der Aufnahme in
Station 35, bis er aus der Station 49 gestoßen wird, ständig in Bewegung und wandert
gemäß der Fig. 1 linksherum in einem Kreis.
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Die Vorrichtung erhält diese Kreisbewegung durch einen runden Träger
bzw. eine Scheibe 52, gewöhnlich horizontal und drehbar auf einem Fundament 54 befestigt.
Gemäß der F i g. 2 ruht der Träger bzw. die Scheibe 52 auf einem in der Mitte befindlichen
Lager, das einen relativ großen Durchmesser hat.
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Dies bietet nicht nur einen festen Halt für die Scheibe, sondern ermöglicht
auch den Zugang zu den Teilen derselben.
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Auf der Scheibe 52 ist eine Anzahl Halter 58 vorgesehen; die Halter
sind rechteckig geformt und radial angebracht. Gemäß der F i g. 1 hat die Scheibe
52 acht Halter 58, jedoch kann je nach der Zahl der benötigten Arbeitsvorgänge,
Geschwindigkeit und Ausstoß eine größere oder geringere Zahl benutzt werden. Gemäß
den Fig. 3 bis 7 hat jeder Halter 58 in seinem oberen Teil eine Vertiefung 60.
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Die Vertiefung 60 hat allgemein die Form, in die der Membranteil 29
des Packungsteiles 20 geformt werden soll. Die Anordnung der Vertiefung stimmt
mit
der Öffnung 24 des Kartonblattes 22 überein.
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Letzteres wird gemäß der Fig. 1 (Stationen 37 und 39) flach auf den
Halter gelegt. Um den Packungsteil 20 in der richtigen Lage zu halten und ihn automatisch
zu transportieren, kann der Halter 58 gemäß den F i g. 1 und 3 bis 7 mit kleinen
Eckteilen 62 zum Erfassen der Ecken der Packungsteile versehen werden. Die Packungsteile
können den Haltern 58 mit jeder bekannten Methode zugeführt werden.
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Gemäß den Fig. 1 und 2 hat die Erwärmungsstation 37 einen bogenförmigen
Heizkörper64, der aus einer geeigneten wärmebeständigen Haube 65 mit Heizspiralen
66 besteht. Die Spiralen sind einer geeigneten Energiequelle angeschlossen und sind
so angeordnet, daß der Membranteil 29 sie passiert.
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Nachdem die Packungsteile auf die Halter an der Station 35 geladen
sind, werden als erster Arbeitsgang die Membranen 29 an der Station 37 erwärmt,
bevor sie an der Formungsstation 39 geformt werden.
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An der Formungsstation 39 ist gemäß den F i g. 1 bis 4 ein Formstempel
68 vorgesehen, der an einem vertikal auf und ab bewegbaren Schlitten mit einer Antriebsplatte
69 befestigt ist, die eine aufrechte Führungsstange71 trägt, die mit einem Kolben
72 verbunden ist. Der Kolben 72 bewegt sich in einem aufrechten Zylinder 73, der
Flüssigkeit für den Antrieb des Kolbens enthält. Der Zylinder ist starr auf einem
Schwenkarm 75 befestigt, der von einer aufrechten Stange 76 getragen wird, die oben
und unten an dem Fundament 54 befestigt ist. Der den Zylinder tragende Arm 75 hat
eine begrenzte Kurvenbewegung und wird in der horizontalen Lage von einem an dem
Maschinenfundament 54 befestigten Schienenteil 78 und von Rollern 80, die in die
oberen und unteren Flächen der Schiene 78 greifen und am Ende des Armes befestigt
sind, gehalten.
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Durch diese Anordnung kann der Formstempel 68 in einer Kurvenbahn
gleichzeitig mit den Haltern 58 und den von den Haltern getragenen Packungsteilen
20 während des Formens der Membrane 29 sich bewegen.
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Gemäß den F i g. 3 und 4 kann die Antriebsplatte 69 mit einem plattenförmigen
Stempelhalter 82 versehen werden, der von die Antriebsplatte 69 durchdringenden
Führungsstangen 84 getragen wird.
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Zylinderfedern 86 an den Führungsstangen drücken die Stempelhalter
82 abwärts.
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Die untere Seite des Teils 82 kann mit einem elastischen Teil88,
z. B. einem Blatt aus Schaumgummi oder ähnlichem Material, versehen werden.
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Mit dieser Anordnung wird der Packungsteil 20 zuerst von dem Stempelhalter
82, 88 bei der Abwärtsbewegung erfaßt. Dann drückt der Formstempel auf den Packungsteil
20. Da die Membran erwärmt ist, wird durch die Bewegungsfortsetzung des Formstempels
der Packungsteil 20 von dem Stempelhalter 82, 88 festgehalten, und die Membran 29
wird gleichzeitig von dem Formstempel gestreckt und verformt. Um die Verformung
zu unterstützen, wird ein Vakuum in der Vertiefung 60 des Halters 58 geschaffen,
während der Halter die Verformungsstation passiert.
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Gemäß den F i g. 3 und 4 sind Öffnungen in den Haltern 58 vorgesehen,
die zu mehreren Durchlässen 91 führen, die wiederum mit den Durchlässen 92 in den
Bolzen 93 verbunden sind, die die Halter 58 an der Scheibe 52 befestigen. Entsprechend
der Zeichnung werden die Bolzen durch die Scheibe geführt,
und sie befestigen auch
einen flachen, runden Gummiabschlußteil 95 an der unteren Seite der Scheibe.
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An der Verformungsstation 39 ist eine bogenförmige Vakuumkammer 97
unter der Scheibe 52 vorgesehen; sie wird mittels einer Leitung 98 mit einer ein
Vakuum herstellenden Vorrichtung, z. B. einer Vakuumpumpe, verbunden. Die Vakuumkammer
97 hat einen Durchlaß 100, der mit den Durchlässen der Bolzen verbunden ist, während
Bolzen, Scheibe 52 und Abschlußteil 95 die Vakuumkammer 97 passieren. So wird an
der Verformungsstation 39 ein Vakuum in den Vertiefungen 60 der Halter 58 erzeugt,
welches die formende Aufgabe des Formstempels 68 unterstützt und eine taschenförmige
Vertiefung gemäß der Fig.9 in der Membran 29 macht.
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Das Absenken bzw. die Vorwärtsbewegung des Formstempels 68 und auch
die hebende bzw. rückführende Bewegung derselben werden durch die von den Elektroventilen
102 (F i g. 2) gesteuerten Kolben-und Zylindervorrichtungen 72, 73 durchgeführt,
die wiederum von den an dem Maschinenfundament 54 angebrachten elektrischen Schaltern
104 und 105 gesteuert werden; die Schalter werden von den Haltern 58 durch das Drehen
der Scheibe 52 betätigt. Die Schalter 104 und 105 sind so angeordnet, daß, wenn
ein Halter 58 mit einem Packungsteil 20 darauf in die Verformungsstation 39 einläuft,
der Formstempel 68 gesenkt und wenn der Halter mit Packungsteil die Verformungsstation,
nachdem die Membran 29 geformt ist, verläßt, der Formstempel 68 gehoben wird. Während
der Formstempel 68 sich in der gesenkten Lage befindet, bewegt er sich mit dem Halter
58 und dem Packungsteil 20. Der Schwenkarin 75 wird von der Stange 76, die den Arm
trägt, bewegt.
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Die Bewegung des Formstempels 68 und des Armes 75 geschieht in einer
nach der Erfindung neuen Art.
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Sie wird später genau beschrieben.
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Sobald die Halter 58 mit dem darauf befindlichen Packungsteil nach
dem Formen des Membranteiles 29 die Verformungsstation 39 verläßt, wird er in die
Beschickungsstation 41 geführt, wo die Gegenstände 33 in die in den Membranen befindlichen
geformten Taschen 31 hineingetan werden. Das Stapeln und die Zufuhr der Gegenstände33
kann von Hand von einem Arbeiter oder mit einer bekannten automatischen Beschickungsvorrichtung
besorgt werden.
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Wenn die Gegenstände 33 in den Taschen 31 des Packungsteiles sind,
werden sie der Faltstation 43 zugeführt. An dieser Station sind drei Faltschienen
108, 109 und 110 vorgesehen, die an dem Maschinenfundament 54 mit verstellbaren
Stangen 112, in3 und 114 starr befestigt sind. Die erste Faltschiene 108 hat einen
Kopfteil 115, der unter die unteren Hälften 26 (s. F i g. 8) der Packungsteile greift
und in die in den Haltern 58 vorgesehenen Nuten 117 fährt, wenn die Halter mit dem
darauf befindlichen Packungsteil der ersten Schiene zugeführt werden. Die Packungsteile
20 können mit Vorprägungen 119, 120 versehen werden, um das Falten der Packungsteile
mit den Faltschienen 108, 109 und 110 zu erleichtern. F i g. 1 zeigt die Schiene
108, 115, wie sie in eine Nut 117 des daneben befindlichen Halters 58 unter dem
Pakkungsteil eingeführt wird. Die Faltschiene 109 wird mit einer im Winkel von 900
gefalteten Hälfte 26 gezeigt. Fig.1 zeigt auch die FaltschienellO, nachdem die Hälfte
26 des vorhergehenden Packungsteiles
20 übergefaltet wurde, so
daß der Packungsteil hälftig gefaltet ist.
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Hinter der Faltstation 43 kann eine Knickstation 120 angebracht werden
in Form einer über der Knickbahn 122 des gefalteten Packungsteiles befindlichen
Knickwalze 121. Die Knickwalze wird drehbar an einem am Maschinenfundament 54 befestigten
Arm angeordnet. Bei Weiterwandern des gefalteten Pakkungsteiles 20 unter der Knickwalze
121 wird der Falz festgebügelt. Nach dem Festbügeln wandern die gefalteten Packungsteile
20 der Befestignngsstation zu, wo die zwei gefalteten Hälften der Packungsteile
gegenseitig befestigt werden. Dies erfolgt vorzugsweise durch die Anwendung von
Wärme und Druck.
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Gemäß den Fig. 8 bis 14 liegen die zwei Hälften des Plastikblattes
übereinander wenn der Packungsteil 20 gefaltet ist. Die Anwendung von Wärme bewirkt
die gegenseitige Befestigung. Die Befestigungsstation 45 hat einen Erwärmer 124
mit zwei starren U-förmigen Eisen 125 und 126. Diese Eisen sitzen an einem vertikalen
Schlitten, der aus einer Platte 128 mit Führungsstangen 130, die einem Trägerelement
132 durchdringen, besteht. Auf dem Träger element befindet sich eine Zylinder-Kolben-Anlage
134 mit einer an der Platte 128 befestigten Kolbenstange 135. An der Platte sind
auch zwei abwärts hängende Teile 137 mit an den unteren Enden befestigten Tastrollen
139. Die Rollen fassen die gegenüberliegenden Ränder 141 der Halter 58, wenn Platte
128, Erwärmer 124 und Eisen 125, 126 in der in Fig. 6 und 7 gezeigten Arbeitsstellung
sind. Mit dieser Anordnung wird ein Antrieb zwischen der Scheibe 52 und der in F
i g. 5 und 6 aus den Eisen , 126 und dem Zylinder-Kolben-Teil 134 bestehenden Anlage
erzielt. Die Zylinder-Kolben-Anlage 134 wird von einem an der vertikalen Stange
76 befestigten schwenkbaren Arm 144 getragen. Der Arm 144 soll dem Arm 75 gegenüber
angeordnet sein. Da beide Arme an der Stange 76 befestigt sind, bewirkt der durch
das mit den Rollen 139 erfolgte Fassen der gegenüberliegenden Ränder 141 der Halter
58, während diese gemäß der Erfindung die Befestigungsstation 45 passieren, erzielte
Antrieb die beschriebene Kurvenbewegung des Formstempels 68.
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Die Eisen 125, 126 werden mit der Zylinder-Kolben-Anlage 134 abgesenkt
und gehoben. Dies wird von den Elektroventilen 143 (Fi g. 2) gesteuert, die wiederum
von den an dem Maschinenfundament 54 vorgesehenen elektrischen Schaltern 145, 146
gesteuert werden. Die Schalter 145, 146 sind so angeordnet, daß sie von den an der
Befestigungsstation 45 vorbeiwandernden Haltern 58 betätigt werden.
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Wenn ein Halter 58 die Station 45 passiert, werden demnach die erwärmten
Eisen125, 126 abgesenkt, sie erfassen die gefalteten Packungsteile 20 und verbinden
die HäIften durch Wärme. Gleichzeitig bewirkt das Erfassen der gegenüberliegenden
Ränder durch die Rollen 139 den Antrieb der Schwenkarme 75, 144, und während der
Kurvenbewegung der Schwenkarme befestigen die Eisen 125, 126 die zwei Hälften des
gefalteten Teiles aneinander. Gleichzeitig wird der Formstempel 68 abgesenkt und
mit Halter 58 und Packungsteil 20 weiterbewegt, wobei die Plastikmembran 29 verformt
wird. Wenn die Schwenkarme 75, 144 ihre Kurvenbewegung vollendet haben, werden Eisen
125, 126 und Formstempel 68 wieder nach oben gehoben. Hierbei können die Arme mit
einer von einem ElektroventiI und
elektrischen Schalter 146 gesteuerten Zylinder-Kolben-Anlagel50
in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt werden. Die Zylinder-Kolben-Anlage 150 ist
mittels einer geeigneten Kolbenstange 152 und eines Arms 154 mit der Stange 76 verbunden,
um die in F i g. 1 gezeigte Rechtsbewegung der Stange und Arme 75, 144 zu erzielen.
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Wenn die Halter 58 und die Packungsteile 20 die Befestigungsstation
415 verlassen, wandern sie der Schrumpfstation 47 zu, wo die Membranen 29 erhitzter
Luft ausgesetzt werden, um sie zu schrumpfen. Die erhitzte Luft wird gegen die untere
Seite der Scheibe 52 geblasen, so daß sie die Bolzen 93 trifft.
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Oder eine Hitzekammer 156 ähnlich einer Vakuumkammer 97 kann unter
der Scheibe 52 vorgesehen und mit einer geeigneten Heißluftquelle unter Druck verbunden
werden. Die erwärmte Luft bewirkt ein rasches Schrumpfen der Membran 29, so daß
sie sich gemäß der F i g. 3 straff dem Umriß des verpackten Gegenstandes anpaßt.
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An der Ausstoßstation 49 kann der verpackte Gegenstand mit einer
beliebigen bekannten Vorrichtung aus dem Halter 58 gestoßen werden.
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Wie der Schwenkarm 75 wird auch der Arm 144 in der richtigen Lage
gehalten mit einem an dem Maschinenfundament 54 befestigten Schienenteil 160 und
Rollen 161, die von dem Arm 144 getragen werden und die oberen und unteren Ränder
des Teiles 160 berühren.
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Gemäß der Fig. 2 sind an der unteren Seite der Scheibe Getriebeteile
bzw. Zähne 163 vorgesehen, die ein Zahnrad bilden. Die Zähne 163 werden von einem
an der Welle 166 eines elektrischen Motors 168 befindlichen Drehzapfen vorwärts
bewegt. Diese Anordnung ermöglicht einen positiven Antrieb für die Scheibe 52, und
nur wenig Platz wird hierfür in Anspruch genommen.
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Die oben beschriebene Vorrichtung nach der Erfindung ist durch Behandlung
der Packungsteile in einer fortlaufenden Bewegung während der verschiedenen Arbeitsschritte
gekennzeichnet. Die Packungsteile werden einem Erwärmungs- und einem Membranverformungsvorgang
unterzogen und nehmen danach die zu verpackenden Gegenstände auf. Dann werden sie
gefaltet, befestigt und erwärmt, wobei die verformte Membran geschrumpft wird, bis
sie sich dem Umriß des Gegenstandes eng anpaßt. Diese Arbeitsweise ist wirksam und
einfach.