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Transportkasten mit Tragvorrichtung für Gruppen von Joghurtflaschen
Zusatz zum Patent: 1 133 666 Das Hauptpatent 1 133 666 betrifft einen Transportkasten
mit hineinsetz- und herausziehbarer Tragvorrichtung für Gruppen von Joghurtflaschen,
bei welcher in einem Tragrahmen drehbar angeordnete Riegelschienen flachen Profils
in Tragstellung die Halswulste der Flaschen einer Flaschenreihe untergreifen. Geschützt
ist durch das Hauptpatent, daß mit Ausnahme der beiden außenliegenden Riegelschienen
jede Riegelschiene in Ruhestellung hochkantig jeweils zwischen den Hälsen von zwei
nebeneinanderstehenden Flaschenreihen einfügbar und für die Tragstellung unter die
Halswulste benachbarter Flaschenreihen in ihrer Achse in die Flachlage drehbar ist.
Die Drehung der Riegelschienen erfolgt hier dadurch, daß kurze Querarme an den Drehzapfen
der Riegelschienen auf Flächen von Nockenausschnitten gleiten, die in einer Schieberplatte
sitzen, welche auf- und abverschiebbar an der Innenseite des Stirnteils der Trage
angebracht ist.
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Nun hat sich bei längerem rauhem Gebrauch der Flaschentragen herausgestellt,
daß diese Art des Drehgestänges sich stark abnutzt, was zur Folge hat, daß das Flaschenpaket
nicht zuverlässig am Tragrahmen gehalten wird, so daß maschen beim Hochheben der
Flaschentrage abfallen, was natürlich Bruch derselben und ihren Verlust eventuell
samt ihrem Inhalt bedeutet.
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Es sind auch Flaschentragen für Flaschen mit Mündungswulst bekannt,
bei denen in einem Tragrahmen parallele Hohlleisten angeordnet sind, welche zwischen
die Flaschenreihen eingeführt werden. In den den Plaschenreihen zugewendeten Seiten
dieser Leisten sind Öffnungen angebracht, welche durch elastische Streifen luftdicht
abgeschlossen sind. Wird in die Hohlleisten nun Druckluft eingeführt, dann wölben
sich die elastischen Abdeckstreifen nach außen und schmiegen sich an die Flaschenhälse
an und halten diese fest, so daß die Flaschenreihen im Tragrahmen festgehalten werden
und mit diesem reihenweise angehoben werden können.
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Es liegt auf der Hand, daß die die Dehnkörper bildenden gummiartig
elastischen Streifen nur eine beschränkte Lebensdauer aufweisen, die insbesondere
durch ihre Temperaturbeanspruchungen verringert wird. Auch die erforderliche Apparatur
zur Lieferung und Steuerung der Duckluft macht das Gerät kompliziert und teuer.
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Zum Vermeiden dieser Nachteile wird daher der Verschluß der Flaschentrage
nach dem Hauptpatent 1 133 666 dadurch verbessert, daß erfindungsgemäß die Schieberplatte
mittels Schlitz-Stift-Führung auf der Innenseite des Stirnteils nicht mehr auf und
ab, son-
dem seitlich verschiebbar ist. Vorzugsweise sind die Nockenausschnitte nach
dem Unterrand der Schieberplatte zu offen und weisen je an ihrem einen Ende einen
aufrecht stehenden Langschlitz auf, dessen Breite der Dicke jeder Riegelschiene
entspricht, an den sich eine abwärts gerichtete Nase anschließt, deren Breite fast
gleich der Breite jeder Riegelschiene ist, wobei jede Riegelschiene an ihrem Ende
im Bereich der Schieberplatte an jeder Langseite je eine kurze hochgebogene Rippe
trägt, deren Abstand voneinander gleich der Breite der abwärts gerichteten Nase
im Nockenausschnitt ist. Außen an dem Stirnteil ist ein Schwenkhebel angelenkt,
der an seinem angelenkten Ende einen Exzenternocken trägt, welcher in einen Ausschnitt
in der Schieberplatte eingreift.
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Die Nockenausschnitte der Schieberplatte können auch die Form von
unten offenen rechtwinkligen Dreiecken haben, auf deren Spitze ein aufrecht stehender
Verlängerungsschlitz aufsitzt, wobei die Riegelschienen von ihrem Drehachsstummel
ab an ihren Enden um 450 verwunden sind, so daß sie sich in den Endstellungen an
je eine der Seiten des Dreiecksausschnitts anlegen, wobei die Verwindung mit ihrem
Rand in den Verlängerungsschlitz eingreift.
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In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausführungsformen des verbesserten
Flaschentrageverschlusses in perspektivischer Schräg-Draufsicht dargestellt, und
zwar in Fig. 1 bis 3 eine erste Ausführungsform in geschlossener, halb geöffneter
und offener Lage, während Fig. 4 bis 6 eine zweite Ausführungsform, ebenfalls in
geschlossener, halb offener und offener Lage zeigen.
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Mit 10 sind die Seitenteile des Tragralhmens bezeichnet, welche durch
Stirnteile 11, von -denen nur einer gezeichnet ist, zusammengehalten werden. 12
sind die Trag-Querbügel. In den Stirnteilen 11 sind die Riegelschienen 13 mit ihren
Enden drehbar gelagert. Wenn die Riegelschienen 13 sichbin Que.rlage befinden, wie
Fig. 1 zeigt, greifen sie unter die Flaschenmundränder und halten dieFlaschen gegen
Abgleiten nach unten. Das ganze. Flaschenpaket hängt so in der Flaschentrage und
kann gemeinsam gehandhabt werden. Vorteilhaft sind die Riegelschienen 13 an den
Stellen, wo sie am Flaschenhals angreifen, mit Ausnehmungen versehen, so daß keine
tangentiale Punktberührung zwischen Flaschenhälsen und Riegelschienen stattfindet,
sondern Linienberührung. Innen an dem gezeichneten Stirnteil 11 sitzt die bewegliche
Schieberplatte 14, welche mit Langlöchern 15 auf Fülhrungsstiften 16 längsverschiebbar
ist, deren Köpfe sie gegen den Stirnteil 11 angedrückt halten.
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An der Außenseite des Stirnteils ist bei 18 ein Schwenkhebel 17 angelenkt,
der einen Exzenternockenl9 trägt. Dieser greift derart in eine Ausnehmung der Schieberplatte
14 ein, daß durch Umlegen des Schwenkhebels 17 um etwa 1800 die Schieberplatte 14
in ihre beiden Endstellungen verschoben werden kann.
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Die Schieberplatte 14 hat in ihrer Unterkante für jede Riegelschiene
13 einen Nockenausschnitt 20.
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Jeder Nockenausschnitt 20 weist am einen Ende eine aufrecht stehende
Verlängerung 21 auf, deren Breite der Dicke jeder Riegelschiene 13 entspricht. An
diese-Verlängerung schließt sich eine nach abwärts gerichtete Nase 23 an, deren
Breite fast gleich der Breite der Riegelschiene l3 ist. Jede Riegelschiene 13 hat
an ihrem Ende im Bereich der Schieberplatte 14 an jeder Langseite je eine kurze
Rippe22, die durch Hochbiegen des Riegelschienenrandes auf einer kurzen Strecke
entstanden ist. Der Abstand dieser beiden Längsrippen ist gleich der Breite der
abwärts gerichteten Nase 23 im Nockenausschnitt 20.
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Der beschriebene Flaschentrageverschluß wirkt wie folgt: Wenn der
Schwenkhebel 17 aus der Offenstellung des Verschlusses nach F i g. 3 nach links
zu umgelegt wird, verschiebt er durch seine in der Ausnehmung der Schieberplatte
14 sich drehende Exzenterscheibe 19 die Schieberplatte 14 nach links. In der Offenstellung
des Verschlusses waren die drehbaren Riegelschienen 13 in senkrechter Lage, so daß
sie in die aufrecht stehende Verlängerung 21 des Nockenausschnitts 20 hineinreichten.
Die kurze Seite der Verlängerung 21 stößt bei Linksverschiebung der Schieberplatte
14 jetzt gegen die hochgebogene Randrippe 22 an der jetzt obenliegenden Seite der
Riegelschiene 13. Diese bildet jetzt eine Drehkante, die wenig Reibung zwischen
Schieberplatte 14 und Riegelschiene 13 verursacht; Letztere wird daher um ihre Längsachse
mit ihrer flachen Seite nach oben gedreht. Wenn diese Stellung - also die Verschlußstellung
der Trage (F i g. 1) - erreicht ist, hat sich, die nach abwärts gerichtete Nase
23 des Nockenausschnitts 20 auf die obere flachseite der Riegelschiene 13 aufgelegt,
so daß sie die Riegelschiene 13 in Verriegelungsstellung feststellt. Die beiden
hochgebogenen kurzen Randrippen 22' - umgreifen hierbei die Nase 23 und sichern
diese Stellung.
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Soll der iVerschluß geöffnet.werden, dann wird der Schwenkhebel17
wieder nach - rechts umgele'gt. Er
verschiebt die Schieberplåtte 14 nach rechts Die
Nase 23 im Nockenausschnitt 20 beginnt die Riegelschiene 13 zu drehen, indem die
rechte hochgebogene Randrippe 22 an der Nase23 entlanggleitet, bis die linke Kante
der Riegelschiene 13 gegen die lange Seite der Verlängerung Z1 stößt, an welcher
jetzt die Seitenfläche'der Riegelschiene I3 entlanggleitet und die Drehung derselben
in die Verlängerung hineinbeendet.
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Bei der in den Fig.4 bis 6 dargestellten Verriegelung der Flaschentrage
sind nur die Nockenausschnitte und die von ihnen gesteuerten Enden der drehbaren
Riegelschienen 13 anders gestaltet. Die Nockenaussehnitte haben die Form eines rechtwinkligen,
unten offenen Dreiecks 25, dessen Scheitel die aufrecht stehende Verlängerung 26
des Ausschnitts bildet. In diese greift die eine Seitenkante der Riegelschiene 13
ein. Das Ende der Riegelschiene 13 von ihrem Drehachsstummel ab ist imBereich der
Schieberplattel4 verwunden, und zwar um den halben Spitzenwinkel des Dreiecksausschnitts
25, also 450.
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Wenn die Schieberplatte in ihren Endlagen sich befindet, dann liegen
die Riegelschienenl3 an ihren verwundenen Stellen27 einmal an der einen Dreieckseite
des Nockenausschnitts, das andere Mal an der anderen Dreieckseite dieses Ausschnitts
25 an, da der Verlängerungsausschnift 26 mit der Schieberplatte 14 verschoben wird
und diese Schienen dreht bis zur jeweiligen Anlage der Seiten des verwundenen Abschnitts
an die Dreiecksseiten des Nockenausschnitts.