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Magnet-mechanisches Durchlauffilter Die Erfindung betrifft ein magnet-mechanisches
Durchlauffilter mit je einem Zu- und Ablaufstutzen, bei dem im zentralen Bereich
eines im wesentlichen prismatisch gestalteten Gehäuses ein Permanentmagnet und um
diesen im Abstand von ihm und der Gehäusewand ein mit Durchtrittsöffnungen versehener,
der zylindrischen Magnetform angepaßter aus ferromagnetischem Werkstoff bestehender,
mindestens einen durchgehenden Längsspalt aufweisender Strömungsteiler angeordnet
ist.
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Es sind magnet-mechanische Durchlauffilter bekannt, deren im wesentlichen
prismatisches Gehäuse mit je einem Zu- und Ablaufstutzen versehen ist. Im zentralen
Bereich dieses Gehäuses ist ein Permanentmagnet und um diesen im Abstand von ihm
und der Gehäusewand ein Strömungsteiler angeordnet.
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Dieser Strömungsteiler ist der zylindrischen Magnetform angepaßt und
besteht aus mit siebartigen Durchtrittsöffnungen versehenem ferromagnetischem Werkstoff.
Durch den siebartigen Strömungsteiler wird die Flüssigkeit bereits vor dem Permanentmagneten
aufgeteilt und die Strömungsenergie zum Teil aufgehoben. Dadurch wird nur ein Teil
der ferromagnetischen Verunreinigungen Berührung mit dem Magnetkörper haben. Der
Grad der Ausscheidung ist somit noch verbesserungs bedürftig.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, durch Ausnutzung der Strömungsverhältnisse
bei geringstem Bauaufwand und kleinsten Baudimensionen den Ausscheidungswirkungsgrad
verschleißfördernder Verunreinigungen zu vervollkommnen. Dabei sollen die Druckverluste
gegenüber den rein mechanisch wirkenden Filtern auf ein Minimum gebracht werden
um sie auch in Zukunft in Saugleitungen einbauen zu können. Ferner sollen Verstopfungen
weitestgehend ausgeschlossen sein.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dieser Strömungsteiler
gegenüber der Eintrittsöffnung im Gehäuse einen relativ breiten Spalt aufweist,
dessen Querschnitt etwa gleich dem der Eintrittsöffnung dimensioniert ist. Das Sieb-
bzw. Filtermaterial kann dabei auch gewellt, zickzacksternförmig od. dgl. oder zusätzlich
mit Leitblechen ausgebildet werden zur Erzielung einer größeren Filterfläche und
oder zur besseren Nutzung der Strömung für die Ausscheidung von Verunreinigungen.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt Fig.
1 ein Durchlauffilter mit zulaufseitig offenem Strömungsteiler, F i g. 2 ein Durchlauffilter
wie in F i g. 1 mit rechtwinklig zueinander angeordneten Zu- und Ablauföffnungen,
F i g. 3 ein Durchlauffilter wie in F i g. 1 mit zwei zueinander konzentrisch angeordneten
Strömungsteilern, Fig. 4 und 5 Strömungsteiler aus dünnem Blech für hochviskose
Medien.
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Fig. 1 stellt ein Filtergehäuse 1 mit diametralem Ein- und Auslauf
dar, wobei der Einlauf zum Filtergehäuse 1 einen Längsschlitz 2,3 aufweist, um ein
Filtersystem 4,5 in der vollen Länge zu umspülen.
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Im Filterraum ist mit Abstand von der Gehäusewandung als Strömungsteiler
ein Ringsieb 5 mit einer Einlaßöffnung 6 angeordnet. In diesem Ringsieb 5 wiederum
mit Abstand befindet sich ein Magnetsystem 4. das sogleich auch das Ringsieb 5 magnetisch
induzieren kann. Der Auslauf 3 aus dem Gehäuse 1 ist wiederum schlitzförmig angeordnet,
um eine gleichmäßige Umspülung des gesamten Filtersystems 4, 5 zu erzielen. Der
schlitzförmige Auslauf 3 geht ebenso wieder auf der Einlaufseite über eine Vorkammer
in einen runden Rohrquerschnitt über.
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Der Gehäuseaufbau ist in F i g. 2 etwa der gleiche wie in Fig. 1,
jedoch ist der Auslauf rechtwinklig zum Einlauf angeordnet. Im wesentlichen trifft
die Beschreibung der F i g. 1 zu, jedoch mit dem Unterschied, daß vom Gehäuseeinlauf
zum Ringsieb eine Verbindung 14 angeordnet ist, die das zu reinigende Medium zwingt,
lediglich im unteren Halbmesserbereich auf jeden Fall durch das Ringsieb zu fließen.
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F i g. 3 stellt wiederum das gleiche Filter wie F i g. 1 dar, jedoch
mit doppelten Ringsiebeinsätzen 5.1 und 5.2. Die Durchbrüche der Ringsiebe 5 können
zur Beeinflussung der Strömungsverhältnisse nach innen schaufelförmig abgebogen
werden. Das Filtergehäuse 1. der Magnetkörper 4 und das Ringsieb 5 können Kugelform
haben. Dabei lassen sich bestimmte Strömungsverhältnisse durch die Ausbildung des
Magneten 4 in Tropfenform erzielen.
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Ein Strömungsteiler aus dünnem Blech (Fig.4) besteht aus zwei Halbschalen
7 und 8, die an ihren
oberen und unteren Enden verbunden sind. In
Längsrichtung der Schalen 7 und 8 bleiben die Kanten mit Abstand 6.1 voneinander,
während die hinteren Kanten 9 und 10 übereinander liegen, nach innen eingebogen
sind und keilförmig nach unten verlaufen.
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Der Strömungsteiler nach Fig. 5 gleicht dem in Fig.4 weitgehend.
Die hinteren Kanten liegen jedoch nicht übereinander, sondern mit schlitzförmigem
Abstand voneinander. Der Schlitz 11 verläuft keilförmig nach unten. Über diesem
Schlitz 11 ist ein etwas breiteres Deckblech 12 befestigt, dessen Längskanten ebenfalls
eingerollt sind und im gleichen Sinne keilförmig nach unten verlaufen wie die Kanten
des Schlitzes 11.
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Der Vorgang dabei ist folgender: Das mit Verunreinigungen durchsetzte
zu reinigende Medium tritt in das Filtergehäuse 1 durch die Öffnung2 in den Filterraum
ein, wobei durch das Beharrungsvermögen und die kinetische Energie die Verunreinigungen
in die Öffnung 6 des Ringsiebes 5 eingeschwemmt werden. Das im Inneren des Filtergehäuses
1 befindliche Magnetsystem 4, das auch das Ringsieb 5 induzieren kann, bindet dabei
besonders die magnetischen Verunreinigungen, was zur Erhöhung des Filtereinwirkungsgrades
erheblich beiträgt. Dadurch, daß nur im Ringsieb 5 die Strömung geringer ist als
an der Austrittsseite 3 des Filtergehäuses 1, werden die Verunreinigungen weiter
in den Filterraum gespült und setzen sich zu einem kleinen Teil an dem Ringsieb
5, zum größeren Teil aber am Boden im strömungsfreien Raum ab.
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Da ständig, auch bei voller Sättigung des Filters, der freie Durchströmquerschnitt
gewährleistet ist, betragen die Druckverluste nur ein Minimum gegenüber den rein
mechanischen Filtern, vor allem aber
bleiben diese Druckverluste während der gesamten
Filterperiode bis zu seiner Reinigung konstant, was das Anordnen eines Oberdruckventils
überflüssig macht. Die Reinigung ist ohne Austauschteile sehr einfach möglich.