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Biegsame Mangelmulde für eine Wäschemangel Die Erfindung betrifft
eine biegsame Mangelmulde für eine Wäschemangel mit Hochdruckdampfbeheizung, bei
der der Heizraum zwischen einer elastisch biegsamen Innen- und einer Außenmulde
gebildet wird, die an ihren Längskanten mit je einem Längs-Haltebalken verbunden
sind, wobei die Stirnseiten zwischen Innen- und Außenmulde elastisch abgeschlossen
sind.
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Bei den Wäschemangeln mit beheizbaren Mangelmulden liegt eine Ursache
für eine geringe Bügelleistung, eine schlechte Bügelqualität und eine Beschädigung
der Wäsche in der zu hohen oder zu niedrigen Bügeltemperatur. Eine weitere Ursache
liegt in dem mangelnden Bügeldruck, insbesondere für die Druckverteilung sowohl
über der Muldentiefe als auch der Muldenbreite. Am Ein- und Auslauf der Mangelmulde
entstehen drucklose Zonen, und in der Mitte der Mangelmulde bildet sich ein relativ
hoher Druck aus, der das Drei- bis Vierfache des mittleren Mangeldruckes betragen
kann. Diese ungünstige Druckverteilung entsteht dadurch, daß die Mangelwalze die
Mulde nicht richtig ausfüllt, weil ihre Bewicklung zu dünn bzw. zu hart ist, oder
es liegt eine ungleichmäßige Muldenkrümmung vor.
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Es sind nun verschiedene Vorschläge gemacht worden, um diese Leistungsminderung
der Wäschemangeln zu vermeiden. Ein Weg ist, die Bewicklung der Mangelwalze von
Zeit zu Zeit zu erneuern, um die Muldentiefe möglichst voll auszunutzen und eine
hohe Bügelleistung zu erzielen. Für den Benutzer der Wäschemangel ist die Erneuerung
der Bewicklung aufwendig und schwierig.
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Es ist auch bekannt, Mangelmulden aus dünnem, biegsamem Blech herzustellen
und zwischen den Innen- und den Außenmantel ein flüssiges Heizmittel drucklos zu
leiten. Zum stirnseitigen Abschluß zwischen Innen- und Außenmantel sind elastische
Abdeckungen vorgesehen. An den Längsseiten der Mangelmulde sind die dünnen Bleche
an Rohren befestigt, die als Stütz- und Spannstangen die Bleche um die Mangelwalze
mit mehr als die Hälfte des Kreisumfanges spannen. über die Stütz- und Spannstangen
kann die Mulde auseinandergebogen werden, um die Mangelwalze herausnehmen zu können.
Der Nachteil bei einer solchen Mangelmulde mit verhältnismäßig gut anliegender Walze
ist, daß wegen der dünnen Bleche der Mulde kein Hochdruckdampf, der bisher der billigste
Wärmezwischenträger ist, verwendet werden kann. Ein drucklos bleibender flüssiger
Wärmeträger, vorzugsweise Öl, hat aber einen schlechten Wärmeübergang. Sobald Druck
in den Heizraum der Mulde gelangt, wird sie auseinanderbiegen bzw. sich weiter öffnen,
und die Mangelwalze liegt in der Mulde nur noch im unteren Bereich an.
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Es ist auch noch bekannt, die Mangelmulde in einzelne für sich heizbare
Abschnitte aufzuteilen und dann mit relativ dicken Blechen eine Dampfbeheizung vorzusehen.
Der Dampfraum wird dann sehr kurz, und der Wärmestrom wird an der Ein- und Auslaufkante
gehemmt. Am Ein- und Auslauf der Mulde entsteht auch wieder eine drucklose Zone,
die sich mit dem Schrumpfen und der Abnutzung der Bewicklung der Mangelwalze vergrößert.
Es besteht auch noch die Gefahr, daß die Muldenabschnitte, die einzelne Glieder
darstellen, unter der Reibung der Wäsche wegkippen. In den Schlitzen zwischen den
einzelnen Gliedern kann sich das Mangelgut festklemmen, so daß Beschädigungen an
der Wäsche eintreten können.
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Schließlich ist es bekannt, Mangelmulden bzw. Mangelwalzen hydraulisch
aushebbar auszubilden. Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Mängel zu
beseitigen und eine Mangelmulde zu schaffen, bei der die Abnutzung des Walzenbelages
und die auftretenden Wärme- und Druckspannungen kompensiert werden.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Längshaltebalken mittels eines
Hebelgetriebes radial zur Muldenachse beweglich gelagert sind und daß das Hebelgetriebe
mittels eines mechanischen, pneumatischen, hydraulischen oder dergleichen Antriebes
verstellbar ist.
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In vorteilhafter Weise werden daher an den Längshaltebalken doppelarmige
Abstützhebel angebracht, die über eine Verbindungsstange gelenkig miteinander verbunden
sind, wobei an den freien Enden der Abstützhebel der Antrieb angelenkt ist.
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Bei einer Mangelmulde, die mit einer hydraulischen oder dergleichen
Aushebung der Mangelwalze aus der Mulde zusammenarbeitet, ist in weiterer Ausbildung
der Erfindung vorgesehen, daß ein zusätzlicher druckmittelbetätigter Antrieb mit
insbesondere doppelt beaufschlagtem
Kolben mit den Abstützhebeln
verbunden ist, der mit der Mängelwalzenaushebung durch Druckmittelleitungen in Verbindung
steht derart, daß das Druckmittel für die Mangelwalzenanpressung gleichzeitig als
Druckmittel für den zusätzlichen Antrieb für die Abstützhebel im zusammenpressenden
Sinne und umgekehrt in abhebendem und auseinanderspreizendem Sinne dient.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand =voW
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt .
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F i g. 1 einen Querschnitt durch eine Mangelmulde mit einem handbetätigten
Getriebe, F i g. 2 den stirnseitigen -Abschluß - der Innen- und Außenmulde als Teilschnitt
nach Linie II-II der F i g.1, F i g. 3 den stirnseitigen Abschluß gemäß F i g. 2
in abgeänderter Ausführung, F i g. 4 einen Querschnitt durch eine Mangelmulde mit
einem anderen Getriebe und F i g. 5 einen Querschnitt durch eine Mangelmulde mit
druckmittelbetätigten Verstellmitteln.
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Die Mangelmulde- besteht aus der Innenmulde 1 und der Außenmulde 2,
zwischen denen ein Heizraum 3 gebildet ist, in den Hochdruckdampf zur Rufheizung
der Mulde geleitet wird. Der stirnseitige Abschluß der Mulden 1 und 2 erfolgt durch
ein dünnwandiges Abdichtrohr 4 (F i g. 2) oder eine Kunststoffdichtung 5 (F i g.
3), die so befestigt ist, daß sie sich nicht nach außen umkrempelt oder nach innen
einrollt. Die Abdichtungen 4 bzw. 5 sind elastisch, so daß die Mulden 1 und 2 sich
unabhängig voneinander bewegen können.
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An den Längskanten der Innen- und Außenmulde 1, 2 sind Längshaltebalken
6 angebracht. Die Längshaltebalken 6 sind mit Abstützhebeln 7 verbunden, von denen
im Abstand voneinander an jeder Muldenlängsseite mehrere angeordnet sind. Die gegenüberliegenden
Abstützhebel7 sind jeweils über Verbindungsstangen 8 über. Gelenke 9_ miteinander
verbunden.
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Mit Hilfe eines Exzentergetriebes, bestehend. aus der Handhabe 10,
dem auf der Verbindungsstange 8 mittels des Lagerzapfens 12 gelagerten Exzenter
11 können die Längshaltebalken 6 über einen auf den Abstützhebeln 7 befestigten
Stift 13 und damit die Muldenteile 1, 2 gegen die in ihnen gelagerte Mangelwalze
gepreßt werden. Die Handhaben 10 können in jeder Stellung festgesetzt werden. Das
Exzentergetriebe nimmt neben der Muldenanpressung in den seitlichen Muldenteilen
zusätzlich das Aufbiegemoment der Innen- und Außenmulde 1, 2 auf, wenn in den Heizraum
3 Hochdruckdampf eingeleitet wird.
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Eine andere Ausführungsform eines Verstellgetriebes zeigt die F i
g. 4. Die Verbindungsstange 8 a ist an relativ langen Abstützhebeln 7 a aasgelenkt.
An einer Scheibe 14 sind exzentrisch Lenker 15 angeschlossen, die mit den Hebelarmen
7a über Gelenke 16 vetbun= den sind. Die Rufbiegung der Innen- und Außenmulde 1,
2 wird durch. die Lenker 15 über die Abstützhebel 6 mittels der Scheibe 14 eingestellt.
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Eine selbsttätige- Verstellung und Aaspressung des Ein- und Auslaufbereiches
der elastischen Mangelmulde 1, 2 an die Mangelwalze 22 wird mit der Anordnung gemäß
F i g; 5 erreicht. Ein gleichmäßiger elastischer Druck wird über die gesamte Bügelfläche
dadurch erreicht, daß die Kräfte aufgehoben werden, die versuchen, die elastische
Mulde auseinanderzudrückeh, und daß die Kräfte benutzt werden, die die Mangelwalze
22 in die Mulde drücken und die elastische Mulde zusammenzudrücken versuchen. Der
zur Beheizung über die Leitung 17 zugeführte Hochdruckdampf wird hierzu vom Heizraum
3 über die Leitung 18 in einen Zylinder 19 geführt. Der Dampf bzw. dessen Kondensat
drückt auf den Kolben 20. Dieser bewegt über die Antriebsstange 31 und den Zylinder
19 über die Antriebsstange 32 die freien Enden der Abstützhebel7a gegenüber den
Drehpunkten 9 derart auseinander, daß die gegenüberliegenden Haltebalken 6 zusammengeführt
werden.
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Mittels eines Anpreß- bzw. Aushebezylinders 21 kann die Mangelwalze
22 in die Mulde 1, 2 eingepreßt werden, so daß sich die Abstützhebel 6 einander
nähern, bzw. die Mangelwalze kann aus der Mulde ausgehoben werden. Hierzu ist eine
Verbindungsstange 29 an dem Lagerarm 33 der Mangelwalze 22 und an den Kolben 23
angeschlossen. über die Leitungen 24, 28 ist der Zylinder 21 mit einem Zylinder
25 verbunden. Der Kolben 26 des Zylinders 25 wirkt auf die an einen Abstützhebel
7 a angelenkte Antriebsstange 27 und der Zylinder 25 wirkt auf die mit dem anderen
Abstützhebel 7 a verbundene Antriebsstange 30 ein. Die Abstützhebel 7a werden hierdurch
um die Drehpunkte 9 wieder entsprechend der Einführung des Hochdruckheizdampfes
in den Zylinder 19 im Sinne des Aaspressens des Muldenein- und -auslaufbereiches
an die Mangelwalze bewegt, und zwar in Abhängigkeit von dem durch den Zylinder 21
gegebenen Walzenanpreßdruck.
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Es ist durch die doppeltwirkende Anordnung der Zylinder 21, 25 möglich,
-das Ein- und Ausfahren der Mangelwalze in die Mulde mit dem Anpressen bzw. Abheben
des Ein- und Auslaufbereiches der Mangelmulde zu koppeln.
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Die Kompensation der durch den Hochdruckdampf ausgelösten, in aufbiegendem
Sinne wirkenden Kräfte durch den Zylinder 19 kann gemeinsam mit den Zylindern 21
und 25 erfolgen, wodurch eine überlagerung der Anpreßkräfte vorgenommen wird. Es
kann aber auch jede einzelne Anordnung für sich zur Anwendung kommen.
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Der zusätzliche Zylinder 25 wirkt beim Ausheben der Mangelwalze 22
auf den Ein- und Auslauf der Mangelmulde derart, daß die Mulde auseinandergedrückt
wird. Es ist dadurch möglich, auch einen Innenmuldenumfang von mehr'als 180° vorzusehen.
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Bei der Erläuterung der hydraulischen bzw. pneumatischen Anordnung
sind die an sich bekannten Steuerorgane, wie überdruckventile, Schaltventile, Rückholfedern
und der Druckmittelvorratsbehälter sowie die Pumpe nicht dargestellt..