DE1209415B - Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatten und in ihrer Haerte gleichen Gegenstaenden aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels Heisspressung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatten und in ihrer Haerte gleichen Gegenstaenden aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels HeisspressungInfo
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- DE1209415B DE1209415B DEW33205A DEW0033205A DE1209415B DE 1209415 B DE1209415 B DE 1209415B DE W33205 A DEW33205 A DE W33205A DE W0033205 A DEW0033205 A DE W0033205A DE 1209415 B DE1209415 B DE 1209415B
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J1/00—Fibreboard
Landscapes
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatten und in ihrer Härte gleichen Gegenständen aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels Heißpressung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatten und in ihrer Härte gleichen Gegenständen aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels Heißpressung. Bei den bisher bekannten Verfahren dieser Art besteht der Übelstand, daß die Dichte des fertigen Produktes bereits festliegt, d. h., die Schicht wird hier auf den bereits gepreßten Gegenstand aufgebracht, so daß es nicht mehr möglich ist, bei der Matte Variationen vorzunehmen, um verschiedene Typen von Produkten zu erhalten. Darüber hinaus bestehen bei diesen Verfahren die Übelstände, daß besondere Sorgfalt aufgewendet werden muß, um gleichmäßige und sicher bindende Beschichtungen auf den Oberflächen zu erhalten, ohne daß sich Blasen oder Falten bilden, und daß der zusätzliche Arbeitsgang des Heizens und Pressens nicht nur erhebliche Kosten verursacht, sondern auch eine Schwächung eintritt, die die Festigkeit des Produktes herabsetzt.
- Diese Übelstände sind durch das erfindungsgemäße Verfahren beseitigt. Es besteht darin, daß die Matte zunächst auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 bis 22 °/o des Trockengewichtes der Matte gebracht und darauf auf die Oberfläche ein langsam härtendes, feuchtigkeitsdurchlässiges, filmbildendes Harz aufgetragen wird, worauf die Heißpressung in einem Arbeitsgang erfolgt. Nunmehr kann in einem Arbeitsgang sowohl die Matte heißgepreßt als auch die Deckschicht aufgepreßt werden. Die letztgenannte Maßnahme ist zwar bereits bekannt, jedoch erfordert sie sehr strenge und schwierige Kontrollen, da die Schichtmasse das Entweichen von Feuchtigkeit während der Heißpressung und das Entweichen der eingeschlossenen Luft behindert, so daß die hergestellten Artikel oft geworfene und teils abgeblätterte oder blasige Oberflächen haben. Diese Übelstände treten besonders dann auf, wenn die Gegenstände auf zwei Seiten glattgepreßt werden, beispielsweise zwischen zwei glatten Platten. Diese Übelstände waren bisher nur durch besondere Maßnahmen zu beseitigen, wie z. B. Trocknung der Matte unter 5 % Feuchtigkeitsgehalt, der Anwendung besonderer Druckrollen oder Walzen, die ein Entweichen der vorhandenen bzw. sich bildenden Dämpfe und Gase ermöglichten u. dgl. Bei der Anwendung eines langsam härtenden, feuchtigkeitsdurchlässigen, filmbildenden Harzes können diese Übelstände nicht mehr auftreten, wenn man der Matte einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 bis 22 % des Gewichts der Matte gibt. Wird nunmehr die Heißpressung in mehreren Stufen nacheinander durchgeführt, wie es bei der Herstellung von Hartfaserplatten meistens geschieht, so härtet bei den Anfangspressungen das langsam härtende Harz noch nicht aus, und die in der Matte und den Harzschichten gebildeten Dämpfe können in den Zwischenzeiten entweichen, bis beim letzten Preßgang sich keine Blasen und Verwerfungen verursachenden Gase bilden können.
- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist mithin eine kontinuierliche Heißpressung möglich, ohne daß die bisherigen Schwierigkeiten auftreten, die bisher eine Anwendung dieses Verfahrens in der Praxis verhinderten. Die Deckschichten der so hergestellten Hartfaserplatten zeichnen sich durch besondere Widerstandskraft gegen mechanische und chemische Einflüsse aus und haben ein glänzendes Aussehen, wobei der Feuchtigkeitsgehalt der Matte von mindestens 8 °/o eine gute Plastifizierung des Fasermaterials ermöglicht, um ausreichend dichte Oberflächen und eine gute Festigkeit zu gewährleisten.
- Die zu verwendenden Harze müssen so langsam härten und in diesem Zustand feuchtigkeitsdurchlässig sein, daß die Feuchtigkeit in ausreichendem Grad ausgetrieben werden kann. Vorteilhaft ist es, wenn die Härtezeit mehr als 1 Minute beträgt, wie es beispielsweise bei Harzen der Gruppen Phenolformaldehyde, Phenol-furfurale, Phenol-formaldehyde-furfurale, Melamine und Polymere der Acrylsäure der Fall ist. Die Anwendung dieser filmbildenden Harze ermöglicht es der Feuchtigkeit, bei der Mattenheißpressung zu entweichen bis unter den Punkt, an dem keine Blasenbildung bei der Öffnung der Presse mehr auftritt, bevor ein fester Filmbelag auf der Mattenoberfläche gebildet ist.
- Das Aufbringen der Harzschicht auf die Oberfläche der Matten kann in trockener Form durch Aufstäuben erfolgen, doch vorteilhafter ist es, sie mit einer wässerigen Lösung zu besprühen, deren Harzgehalt etwa 20 bis 70 % beträgt. Eventuell kann auch eine Bürste oder Rolle benutzt werden. Der Betrag des Harzes kann variiert werden nach der Dichte der Mattenstruktur, Porosität der Teichen und der Dicke des aufzutragenden Films; aber im allgemeinen ist ein Betrag in der Größenordnung von etwa 0,3 bis 3 0/0 des Gewichtes für jede Oberfläche auf einer vollkommenen Fasermatte vorteilhaft.
- Wie bereits erwähnt, ist ein Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 8 % erforderlich zur Erreichung ausreichender Plastifizierung des zellulosehaltigen Fasermaterials, um genügend dichte Oberflächen und ausreichende Festigkeit zu erhalten, während bei einem Feuchtigkeitsgehalt über 22 % die Festigkeit geringer wird als das Optimum, das innerhalb dieser Grenzen erreichbar ist.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatt-en und in ihrer Härte gleichen Gegenständen aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels Heißpressung, dadurch gekennzeichn e t, daß die Matte zunächst auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 bis 22% des Trockengewichts .der Matte gebracht und darauf auf die Oberfläche ein langsamhärtendes, feuchtigkeitsdurchlässiges, filmbildendes Harz aufgetragen wird, worauf die Heißpressung in bekannter Weise erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als langsamhärtendes, feuchtigkeitsdurchlässiges, filmbildendes Harz ein Harz angewendet wird, das eine Aushärtungszeit von mehr als 1 Minute besitzt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .daß der Harzbestandteil in einer Menge von etwa 0,3 bis 3 % des Trockengewichts der Matte aufgetragen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1021155.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1209415XA | 1961-12-11 | 1961-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1209415B true DE1209415B (de) | 1966-01-20 |
Family
ID=22393396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW33205A Pending DE1209415B (de) | 1961-12-11 | 1962-10-25 | Verfahren zur Herstellung von Hartfaserplatten und in ihrer Haerte gleichen Gegenstaenden aus Matten von lignozellulosehaltigen Fasern, Bindemitteln, Kunstharzdeckschichten mittels Heisspressung |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1021155B (de) | 1954-08-05 | 1957-12-19 | Dr Jur Hanns Jacobsen | Verfahren zur Herstellung von mit Druckflaechen versehenen Daemmplatten fuer Fussboeden, fuer die Aussenseiten von Waenden und aehnliche Zwecke |
-
1962
- 1962-10-25 DE DEW33205A patent/DE1209415B/de active Pending
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