DE1209225B - Vorrichtung zur Fernsteuerung eines Wechselstromschweissapparates ueber das Schweisskabel - Google Patents
Vorrichtung zur Fernsteuerung eines Wechselstromschweissapparates ueber das SchweisskabelInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B23k
Deutsche KL: 21h-30/15
Nummer: 1209 225
Aktenzeichen: S 75708 VIII d/21 h
Anmeldetag: 12. September 1961
Auslegetag: 20. Januar 1966
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Fernsteuerung eines Wechselstromschweißapparates,
ζ. Β. eines steuerbaren Schweißtransformators über das Schweißkabel, versehen mit einer
elektrisch gesteuerten Hilfsvorrichtung zum Verstellen dieses Apparates, zwei verschiedenen Belastungsorganen,
von denen entweder das eine oder das andere zur Erhaltung eines Steuerstromes zur
Regelung des Schweißapparates in der einen bzw. der anderen Richtung zwischen die Schweißelektrode und
das Werkstück geschaltet werden kann, und einem ferromagnetische!! System mit Wicklungen, die in
den Schweißkreis und in Reihe mit einem Gleichrichtsystem im Steuerstromkreis der Hilfsvorrichtung
geschaltet sind.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der französischen
Patentschrift 1 168 650 bekannt. Dabei besteht das Slromtransiomiatorsystem aus einem einzigen
Stromwandler, dessen Kern während des Schweißvorganges gesättigt ist und daher keine Spannung
im Steuerstromkreis der Hilfsvorrichtung erzeugen kann, sondern, wenn das eine oder das andere, aus
einer größeren bzw. kleineren Impedanz bestellende Belastungsorgaii zwischen die Schweißelektrode und
das Werkstück geschaltet ist, eine niedrigere bzw. eine höhere Spannung auf die Gitter zweier Elektronenröhren
drückt, in deren Anodeiistromkreise Relais geschaltet sind, durch die die Hilfsvorrichtung
in der einen bzw. in der anderen Richtung in Wirkung gesetzt wird. In dieser bekannten Vorrichtung
ist der Steuerstrom ein Wechselstrom desselben Charakters wie der Schweißstrom und wird durch
die Amplitude des auf die Elektronenröhren wirkenden Steuerstromes bestimmt, unabhängig davon, ob
es eine Regelung gibt oder nicht und in weicher Riehtung
diese Regelung stattfindet. Eine solche Vorrichtung ist für äußere Störungen und für Änderungen
der Charakteristik jeder ihrer Elemente empfindlich und hat eine geringe Selektivität. Weiter
sind Elektronenröhren leicht verletzbar und dem Verschleiß unterworfen.
Die Erfindung hat den Zweck, eine Vorrichtung der erwähnten Art zu schallen, wobei die Nachteile
der bekannten Vorrichtung vermieden sind. Sie besteht darin, daß die Belastungsorgane je durch die Reihenschaltung
einer Impedanz und eines Gleichrichters gebildet werden und mindestens durch die Sperrichtung
des Gleichrichters voneinander abweichen, daß das ferromagnetische System aus zwei getrennten Transduktoren
besteht, von denen die im Steuerstromkreis liegenden Wicklungen je in Reihe mit einem eigenen
Gleichrichter und einem eigenen Teil der Hilfsvor-Vorrichtung zur Fernsteuerung eines
Wechselstromschweißapparates über das
Schweißkabel
Wechselstromschweißapparates über das
Schweißkabel
Anmelder:
Willem Smit & Co's Transformatorenf abriek N. V., Nijmegen (Niederlande)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Schaefer, Patentanwalt,
Hamburg 1, Lilienstr. 36
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 15. September 1960 (255 912)
richtung, ζ. Β. der Spule eines Relais, parallel zueinander
geschaltet sind und mit der Speisespannung, z. B. der Scliweißspannung oder einem Teil derselben,
verbunden sind, und daß auch die letzterwähnten Gleichrichter entgegengesetzte Sperrrichtungen
besitzen. In dieser Vorrichtung wird daher für die Steuerung ein pulsierender Gleichstrom
verwendet, dessen Zeichen die Richtung der Regelung bestimmt, und die Transduktoren dienen selber
als Seleklivschalter in den Steuer- oder Speisestromkreisen der Hilfsvorrichtung. Der Steuerstrom weicht
daher prinzipiell vom Schweißstrom ab, so daß Störungen im Schweißkreis keinen steuernden Effekt
mehr haben können. Die als Selektivschalter wirkenden Transduktoren machen die Benutzung von Elektronenröhren,
Transistoren oder anderen verletzbaren und dem Verschleiß unterworfenen Schaltorganen
überflüssig.
Die Erfindung macht es möglich, ein einziges, aus einer mit Endkontakten versehenen Reihenschaltung
einer Impedanz und eines Gleichrichters bestehendes,
loses Belastungsorgan zu verwenden, das zur Bildung des einen Belastungsorgans in der einen
Richtung und zur Bildung des anderen Belastungsorgans in der anderen Richtung zwischen der
Schweißelektrode und dem Werkstück geschaltet wird.
Es sei bemerkt, daß die Steuerung eines Schweißapparates mit Hilfe gleichgerichteter Ströme von
entgegengesetzter Polarität aus der britischen Patentschrift 444 297 bekannt ist. Diese Patentschrift aber
bezieht sich auf einen Apparat zum Schweißen mit Gleichstrom, so daß eine besondere Wechselstrom-
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quelle für die Speisung der Regelvorrichtung erfor- Schweißzustand und im Zustand während der Rege-
derlich ist. Außerdem wird bei dieser bekannten lung des Schweißtransformators befinden. Dadurch,
Vorrichtung ein polarisiertes Relais benutzt, das teuer daß die Stromkreise 10, 12, 14, 16 und 11, 13, 15,
und störungsanfällig ist; ferner muß der Steuer- 17 parallel zueinander geschaltet sind und nur darin
Stromkreis während des Schweißens vom Schweiß- 5 voneinander abweichen, daß die Gleichrichter 12 und
Stromkreis abgeschaltet sein, was die Verwendung 13 entgegengesetzte Sperrichtungen besitzen, werden
eines hochbelasteten Schalters im Schweißstrom- die Phänomene in diesen Stromkreisen einander
kreis bedingt. Die bekannte Vorrichtung ist dem- gleich sein, aber einen Phasenunterschied von 180°
zufolge aufwendig, verwickelt in ihrem Aufbau und besitzen, so daß die nachfolgenden Betrachtungen
teuer in der Herstellung. io bezüglich des einen Stromkreises in den meisten
Sowohl diese und andere Merkmale als auch die Fällen auch für den anderen Stromkreis gelten.
Wirkung einer Vorrichtung nach der Erfindung wer- Im Nullastzustand fließt durch den Schweißden im nachfolgenden an Hand der Zeichnung, die kreis 2, 3 kein Strom und werden die magnetischen das elektrische Prinzipschema einer solchen Vor- Kerne 8, 9 der Transduktoren 6, 10 und 7, 11 ausrichtung darstellt, näher erklärt. 15 schließlich durch die Sekundärwicklungen 10 und
Wirkung einer Vorrichtung nach der Erfindung wer- Im Nullastzustand fließt durch den Schweißden im nachfolgenden an Hand der Zeichnung, die kreis 2, 3 kein Strom und werden die magnetischen das elektrische Prinzipschema einer solchen Vor- Kerne 8, 9 der Transduktoren 6, 10 und 7, 11 ausrichtung darstellt, näher erklärt. 15 schließlich durch die Sekundärwicklungen 10 und
In der Zeichnung ist 1 ein steuerbarer Schweiß- 11 magnetisiert. Während der positiven halben
transformator, dessen Primärseite mit einer Wechsel- Perioden der Speisespannung e kann nur durch den
stromquelle, d. h. dem Verteilungsnetz, verbunden Stromkreis 10, 12, 14 und während der negativen
ist und dessen Sekundärseite den Schweißkreis speist. halben Perioden dieser Spannung kann nur durch den
Der Schweißkreis besteht aus den Leitern 2 und 3, 20 Stromkreis 11, 13, 15 ein Strom fließen. Betrachtet
der am Ende des Leiters 2 angeschlossenen Schweiß- man nur den Stromkreis 10, 12, 14, 16, so wird am
elektrode 4 und dem Werkstück 5, das mit dem Ende Anfang einer positiven halben Periode der Konden-
des Leiters 3 verbunden ist. sator 16 infolge der vorigen positiven halben Perio-
Im Leiter 2 sind die Primärwicklungen oder die den eine gewisse Restspannung haben und wird der
primären durchgehenden Leiter 6 und 7 zweier 25 Fluß im magnetischen Kern 8 ebenfalls infolge dieser
Transduktoren geschaltet. Die Sekundärwicklungen vorigen halben Perioden den positiven Remanenz-
10 und 11 dieser Transduktoren sind je in Reihe wert besitzen, welcher im vorliegenden Fall 80 bis
mit einem Gleichrichter 12, 13 und der Spule 14, 15 85% des positiven Sättigungswertes beträgt. Sobald
eines Relais parallel zueinander geschaltet und mit die Speisespannung während der betrachteten posi-
einer gesonderten Speisewechselspannung e verbun- 30 tiven halben Periode die Restspannung des Konden-
den, die, wie angenommen wird, in Phase mit der sators 16 überschritten hat, fließt ein Magnetisie-
Schweißspannung ist und daher auch die Schweiß- rungsstrom durch die Wicklung 10 und gelangt der
spannung selbst oder ein Teil derselben sein kann. Kern 8 in den Sättigungszustand. Danach hat die
Die Gleichrichter 12 und 13 haben entgegengesetzte Wicklung 10 nahezu keine Impedanz mehr und wird
Sperrichtungen. Parallel zu den Relaisspulen 14, 15 35 der Kondensator 16, der in der vorhergehenden
sind Kondensatoren 16,17 geschaltet. Diese Konden- halben Periode Strom an die Spule 14 des Relais
satoren können in bestimmten Fällen fortgelassen lieferte, bis ungefähr zu dem Maximalwert der
werden. Die Relais betätigen Kontakte 18, 19 bzw. Speisespannung e aufgeladen.
20, 21, die in die Stromkreise des für zwei Dreh- Während der negativen halben Perioden der
richtungen ausgeführten Wechselstrommotors 22 ge- 40 Speisespannung kann durch den Stromkreis 10, 12,
schaltet sind. Der Motor treibt die nicht gezeichneten 14, 16 kein Strom fließen, so daß der Magnetfluß im
Organe zur Regelung des Schweißtransformators 1 in Kern 8 wieder auf den positiven Remanenzwert
der einen oder in der anderen Richtung an. Am Ende zurückfällt und der Kondensator 16 die Relaisspule
jedes Regelgebietes wird ein Endschalter 23 bzw. 24 14 mit Strom beliefert. Das Relais zieht dadurch
geöffnet, so daß der Motor zum Stillstand kommt. 45 seinen Anker weiter an. Das Umgekehrte geschieht
Normal sind die Endschalter 23, 24 geschlossen. im Stromkreis 11, 13, 15, 17, so daß im Nullast-
Zur Erzeugung eines Steuerstromes im Schweiß- zustand beide Relais 14, 15 ihre Anker angezogen
kreis wird zwischen die Schweißelektrode 4 und das halten und die Kontakte 18 und 20 geschlossen und
Werkstück 5 ein Belastungsorgan geschaltet, das aus die Kontakte 19 und 21 geöffnet sind. In diesem
der zwischen Endkontakten 25, 26 angeordneten 5° Zustand bleibt daher der Motor 22 für die Regelung
Reihenschaltung einer Impedanz 27 und eines des Transformators 1 stromlos.
Gleichrichters 28 besteht. Diese Impedanz kann ein Während des Schweißvorganges fließt, auch wenn spannungsabhängiger Widerstand sein, der bei nied- der Schweißstrom minimal ist, ein verhältnismäßig riger Spannung einen größeren und bei hoher Span- großer Wechselstrom durch den Schweißkreis 2, 3 nung einen kleineren Widerstandswert besitzt. Ein 55 und daher auch durch die Primärwicklungen oder solcher Widerstand nimmt weniger Leistung auf, die primären durchgehenden Leiter 6, 7 der Transwird daher weniger warm und kann deshalb kleiner duktoren. Betrachtet man wieder nur den Stromkreis ausgeführt werden als ein normaler Widerstand für 10, 12, 14, 16, so besitzt, wie aus dem Untenstehendieselbe maximale Stromintensität, die für die Steue- den hervorgehen wird, der Magnetfluß im Kern 8 rung nötig ist. Setzt man das Belastungsorgan in den 60 am Anfang der positiven halben Periode der Speisemit vollen Linien dargestellten Stand, so erhält man spannung den negativen Remanenzwert. Anfänglich einen Steuerstrom für die Regelung des Schweißtrans- ist daher der Kern 8 ungesättigt, so daß in der formators in der einen Richtung, und setzt man das Sekundärwicklung 10 des Transduktors 6, 8, 10 eine Belastungsorgan in den punktiert angegebenen um- verhältnismäßig hohe Spannung erzeugt wird. Die gekehrten Stand, so erhält man einen Steuerstrom 65 Wicklungen 6 und 10 sind derart gewunden, daß zur Regelung in der anderen Richtung. während der positiven halben Periode der Speise-
Gleichrichters 28 besteht. Diese Impedanz kann ein Während des Schweißvorganges fließt, auch wenn spannungsabhängiger Widerstand sein, der bei nied- der Schweißstrom minimal ist, ein verhältnismäßig riger Spannung einen größeren und bei hoher Span- großer Wechselstrom durch den Schweißkreis 2, 3 nung einen kleineren Widerstandswert besitzt. Ein 55 und daher auch durch die Primärwicklungen oder solcher Widerstand nimmt weniger Leistung auf, die primären durchgehenden Leiter 6, 7 der Transwird daher weniger warm und kann deshalb kleiner duktoren. Betrachtet man wieder nur den Stromkreis ausgeführt werden als ein normaler Widerstand für 10, 12, 14, 16, so besitzt, wie aus dem Untenstehendieselbe maximale Stromintensität, die für die Steue- den hervorgehen wird, der Magnetfluß im Kern 8 rung nötig ist. Setzt man das Belastungsorgan in den 60 am Anfang der positiven halben Periode der Speisemit vollen Linien dargestellten Stand, so erhält man spannung den negativen Remanenzwert. Anfänglich einen Steuerstrom für die Regelung des Schweißtrans- ist daher der Kern 8 ungesättigt, so daß in der formators in der einen Richtung, und setzt man das Sekundärwicklung 10 des Transduktors 6, 8, 10 eine Belastungsorgan in den punktiert angegebenen um- verhältnismäßig hohe Spannung erzeugt wird. Die gekehrten Stand, so erhält man einen Steuerstrom 65 Wicklungen 6 und 10 sind derart gewunden, daß zur Regelung in der anderen Richtung. während der positiven halben Periode der Speise-
Die gezeichnete Vorrichtung wirkt wie folgt: Die spannung der Schweißstrom die gleiche Polarität hat,
Schweißvorrichtung kann sich im Nullastzustand, im wobei die in der Wicklung 10 induzierte Spannung
der Speisespannung entgegengesetzt gerichtet ist.
Diese induzierte Spannung, die noch durch die Restspannung
des Kondensators 16 verstärkt wird, ist
viel größer als die Speisespannung, so daß am Anfang
der erwähnten halben Periode die entgegengesetzt gerichtete Dül'erenzspanniing über den Clsichric'iiev
12 liegt und der letztere keinen Strom durchlassen kann. Infolge des großen Schweißstromes wird der
Kern 8 jedoch sehr schnell in den positiven Sättigungszustand gebracht. Sobald dieser Zustand erreicht
worden ist, verschwindet die entgegenwirkende Spannung über die Wicklung 10 und läßt die Speisespannung
einen Strom durch den Kreis 12, 10, 14 fließen, wodurch der Kondensator 16 wieder geladen
und das Relais 14 erregt wird. Nimmt die Größe der Speisespannung ab, so nimmt auch der Magnetfluß
im Kern 8 ab, derart, daß im Augenblick des Nulldurchganges der Speisespannung der Magnetfluß den
positiven Permanenzwert besitzt. Am Anfang der negativen halben Periode der Speisespannung befindet
der Magnetfluß sich daher im positiven Remanenzpunkt.
Kehrt die Richtung der Speisespannung um, so ändert sich auch die Polarität des Schweißsiromes. In
diesem Falle wird in der Wicklung 10 eine hohe Spannung erzeugt, die der Summe der Speisespannung
und der Kondensatorspannung entgegengesetzt gerichtet ist. Die Differenzspannung läßt einen Strom
durch den Kreis 10, 12, 14 fließen, wodurch das Relais 14 wieder erregt wird. Dadurch, daß in diesem
Fall Gegenamperewindungen erzeugt werden und der Transduktor daher als Transformator wirkt, wird es
langer dauern, bevor der Kern 8 in den negativen Sättigungszustand gelangt. Der Strom bleibt deshalb
während eines großen Teiles der negativen halben Periode durch den Kreis 10, 12, 14 fließend. Sobald
der negative Sättigungszustand des Kernes 8 erreicht ist, wird die in der Wicklung 10 induzierte Spannung
Null, und da der Gleichrichter 12 keinen durch die Speisespannung erzeugten Strom durchlassen kann,
wird daher auch der Strom in diesem Kreis Null. Das Relais wird dann durch den Kondensator 16 gespeist,
so daß es erregt bleibt. Beim Nulldurchgang des Schweißstromes kehrt der Magnetfluß in "den
negativen Remanenzpunkt zurück. Am Anfang der folgenden positiven halben Periode der Speisespannung
befindet der Magnetfluß sich daher in diesem Punkt seiner Kennlinie. Im Stromkreis 11, 13, 15, 17
geschieht dasselbe, aber mit einem Phasenunterschied von 180° infolge der entgegengesetzten Sperrichtung
des Gleichrichters 13.
Während des Schweißvorganges ziehen daher ebenfalls beide Relais 14, 15 ihre Anker an, so daß die
Kontakte 18 und 20 geschlossen und die Kontakte 19 und 21 geöffnet sind und der Motor 22 stromlos
bleibt. Aus dem Obenstehenden geht hervor, daß während der positiven halben Periode der Speisespannung
über den Gleichrichter 12 und während der negativen halben Periode diese Spannung über
den Gleichrichter 13 eine sehr hohe Spannungsspitze auftritt. Diese Spannungsspitzen können den
Gleichrichter beeinträchtigen, so daß es sich empfiehlt, die Wicklungen 10 und 11 durch spannungsabhängige
Widerstände zu überbrücken, die in der Zeichnung punktiert gezeichnet und durch 29 und 30
angegeben sind.
Will man die Hilfsvorrichtung zum Verstellen des Schweißtransformators 1 in Wirkung setzen, so muß
abhängig von der erwünschten Pachtung der Verstellung entweder das Relais 14 oder das Relais 15 derart
erregt werden, daß es seinen Anker anzieht, und muß das Relais 15 bzw. das Relais 14 stromlos oder nahezu
stromlos bleiben, so daß es seinen Anker nicht anzieht. Dies wird erreicht mit Hilfe der im Sc'iweißkreis
2, 3 geschalteten Reihenschaltung der Impedanz 27 und des Gleichrichters ?,8. Betrachtet man
den Fall, wobei das in vollen Linien gezeichnete Belastungsstromorgan
25 bis 28 im Schweißkreis 2, 3 geschaltet ist. so fließt nicht während der positiven
halben Perioden der Speisespannung und der Spannung des Schweißkreises, sondern nur während der
negativen halben Perioden dieser Spannungen ein Strom im Schweißkreis.
Im nachfolgenden wird auseinandergesetzt, daß am Anfang einer positiven halben Periode der Speisespannung
der Magnetfluß im Kern 8 den negativen Remanenzwert besitzt. Während dieser Periode kann
die Speisespannung einen Strom im Stromkreis, 12, 10, 14 erzeugen, welcher Strom den Kern 8 in den
positiven Sättigungszustand bringt. So lange dieser Zustand nicht erreicht worden ist. ist dieser Strom
klein, da die Wicklung 10 dann eine große Impedanz bildet. Der größte Teil dieser halben Periode
ist nun nötig, um den Kern 8 in den erwähnten Sättigungszustand zu bringen, so daß im Augenblick,
wenn die Wicklung 10 keine nennenswerte Impedanz mehr bildet, die Amplitude der Speisespannung bereits
wieder auf einen kleinen Wert gefallen ist, so daß der Strom durch das Relais 14 klein bleibt, d. h.
zu klein ist, um den Anker dieses Relais anzuziehen. Es wird klar sein, daß in diesem Falle der Kondensator
16 nur auf einen verhältnismäßig kleinen Wert geladen wird. Während der positiven halben Periode
der Speisespannung wird das Relais 14 daher unzureichend erregt. Fällt die positive Speisespannung
auf Null, so nimmt der Magnetfluß in Kern 8 bis zu dem positiven Remanenzwert ab, so daß am Anfang der
negativen halben Periode der Magnetfluß im Kern 8 sich in diesem Remanenzpunkt seiner Kennlinie befindet.
Während der negativen halben Periode der Speisespannung und der Spannung des Schweißkreises läßt
der Gleichrichter 28 den Strom durch und fließt im Schweißkreis 2, 3 ein Steuerstrom. Dieser Strom erzeugt
in der Wicklung 10 eine Spannung in der Durchlaßrichtung des Gleichrichters 12, welche Spannung
bei richtiger Bemessung der Belastungsimpedanz 27 der Summe der Speisespannung und der
Kondensatorspannung nahezu gleich, aber entgegengesetzt gerichtet ist. Der Steuerstrom durch die Wicklung
6 des Transduktors treibt den Kern 8 aus dem positiven Remanenzpunkt in den negativen Rema-
nenzpunkt. In diesem Falle ist die induzierte Spannung nicht hoch genug, um einen Erregungsstrom
durch die Spule 14 des Relais fließen zu lassen. Die bereits am Anfang der negativen halben Periode
niedrige Kondensatorspannung, die während dieser halben Periode noch weiter abnimmt, ist ebensowenig
imstande, einen hinreichenden Strom durch die Relaisspule 14 fließen zu lassen, so azS dieses Relais
seinen Anker nicht anzieht. Deshalb bleibt während beider halber Perioden der Speisespannung und der
Spannung des Schweißkreises der Kontakt 18 geöffnet und der Kontakt 19 geschlossen. Wenn die Speisespannung
nach einer negativen halben Periode in den Nulldurchgang gelangt, so kehrt der Magnetfluß im
Kern 8 in den negativen Remanenzpunkt seiner Kennlinie zurück.
Bei der Verwendung des mit vollen Linien gezeichneten Belastungsorgans 25 bis 28 ist die Wirkung des
Steuerstromkreises 11,13,15,17 anders als die oben
beschriebene Wirkung des Stromkreises 10, 12, 14, 16. Was den Stromkreis 11, 13, 15, 17 anbelangt,
wird am Anfang einer positiven halben Periode der Speisespannung der Magnetfluß im Kern 9 den negativen
Remanenzwert besitzen. Die Gleichrichter 13 und 28 verhindern, daß ein Strom im Stromkreis 11,
13,15 und im Schweißkreis 2, 3 fließt. Die Spannung des Kondensators 17 ist aber infolge des Zustandes
während der vorhergehenden negativen halben Periode der Speisespannung verhältnismäßig hoch,
so daß der Kondensator 17 die Relaisspule 15 mit einem Strom speist, der hinreichend ist, um den Anker
anzuziehen. Am Anfang der negativen halben Periode der Speisespannung befindet der Kern 9 sich daher
noch im negativen Remanenzpunkt. Während der ao negativen halben Periode fließt ein Steuerstrom durch
den Schweißkreis und wird anfänglich eine Spannung in der Wicklung 11 induziert, die der Speisespannung
und der Kondensatorspannung entgegenwirkt. Durch den Steuerstrom in der Wicklung 7 wird aber der
Kern 9 sehr schnell aus dem negativen Remanenzpunkt in den negativen Sättigungszustand gebracht,
so daß die in der Wicklung 11 induzierte Spannung verschwindet und die Speisespannung einen starken
Strom durch die Relaisspule 15 sendet und den Kondensator 17 nahezu auf den Maximalwert der Speisespannung
ladet. Fällt die Speisespannung während der negativen halben Periode auf Null, so kehrt der
Kern 9 in den negativen Remanenzpunkt zurück. Im betrachteten Falle zieht daher das Relais 15 seinen
Anker an, so daß der Kontakt 20 geschlossen und der Kontakt 21 geöffnet ist. Da, wie oben bereits erklärt
worden ist, das Relais 14 seinen Anker nicht anziehen kann und daher der Kontakt 19 geschlossen
bleibt, erhält der Motor 22 Strom, und es findet eine Verstellung des Schweißtransformators 1 in einer von
der Drehrichtung des Motors abhängigen Richtung statt.
Es wird klar sein, daß, wenn das Belastungsorgan 25 bis 28 umgedreht wird, d. h. in der punktiert dargestellten
Lage zwischen der Schweißelektrode und dem Werkstück 5 angeordnet wird, das Relais 14 seinen
Anker anziehen und das Relais 15 nahezu stromlos bleiben wird, so daß der Motor 22 in entgegengesetzter
Richtung drehen und der Transformator in entgegengesetzter Richtung verstellt werden wird.
Es wird bemerkt, daß die Kondensatoren 16 und 17 nicht immer nötig sind. In einigen Fällen sind die
Relais 14 und 15 so träge, daß sie ihre Anker während der halben Perioden der Speisespannung, in
denen sie keinen oder zu wenig Strom erhalten, angezogen halten. Werden die Kondensatoren 16
und 17 nicht verwendet, so muß man den Transduktoren, den Relais, den Belastungsorganen und der
Speisespannung andere relative Werte geben, da, wie aus dem Obenstehenden hervorgeht, die Kondensatorspannungen
die Zustände in den Steuerstromkreisen beeinflussen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Fernsteuerung eines Wechselstromschweißapparates,
ζ. Β. eines steuerbaren Schweißtransformators, über das Schweißkabel, versehen mit einer elektrisch gesteuerten Hilfsvorrichtung
zum Verstellen dieses Apparates, zwei verschiedenen Belastungsorganen, von denen
entweder das eine oder das andere zur Erhaltung eines Steuerstromes zur Regelung des Schweißapparates
in der einen bzw. der anderen Richtung zwischen die Schweißelektrode und das Werkstück geschaltet werden kann, und einem
ferromagnetischen System mit Wicklungen, die in den Schweißkreis und in Reihe mit einem
Gleichrichtsystem im Steuerstromkreis der Hilfsvorrichtung geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastungsorgane je durch die Reihenschaltung einer Impedanz (27) und eines Gleichrichters (28) gebildet werden und
mindestens durch die Sperrichtung des Gleichrichters voneinander abweichen, daß das ferromagnetische
System aus zwei getrennten Transduktoren besteht, von denen die im.Steuerstromkreis
liegenden Wicklungen (10, 11) je in Reihe mit einem eigenen Gleichrichter (12, 13) und
einem eigenen Teil der Hilfsvorrichtung, z. B. der Spule (14, 15) eines Relais, parallel zueinander
geschaltet sind und mit der Speisespannung, z. B. der Schweißspannung (1) oder einem Teil derselben,
verbunden sind, und daß auch die letzterwähnten Gleichrichter (12,13) entgegengesetzte
Sperrichtungen besitzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Steuerstromkreis liegenden
Wicklungen (10, 11) der Transduktoren je durch einen spannungsabhängigen Widerstand
(29, 30) überbrückt sind, dessen Widerstandswert bei zunehmender Spannung abnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Steuerstromkreis liegenden
Relaisspulen (14, 15) oder andere Belastungselemente je durch einen Kondensator (16,
17) überbrückt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Belastungsorgane zusammen
durch ein einziges, aus einer mit Endkontakten (25, 26) versehenen Reihenschaltung
einer Impedanz (27) und eines Gleichrichters (28) bestehendes, loses Belastungsorgan gebildet werden,
das zur Bildung des einen Belastungsorgans in der einen Richtung und zur Bildung des anderen
Belastungsorgans in der anderen Richtung zwischen die Schweißelektrode und das Werkstück
geschaltet wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungsimpedanz (27)
aus einem spannungsabhängigen Widerstand besteht, dessen Widerstandswert bei zunehmender
Spannung abnimmt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1062 850;
britische Patentschrift Nr. 444 297.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 779/342 1.66 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL255912A NL108170C (de) | 1960-09-15 | 1960-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1209225B true DE1209225B (de) | 1966-01-20 |
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ID=19752570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES75708A Pending DE1209225B (de) | 1960-09-15 | 1961-09-12 | Vorrichtung zur Fernsteuerung eines Wechselstromschweissapparates ueber das Schweisskabel |
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|---|---|
| CH (1) | CH388490A (de) |
| DE (1) | DE1209225B (de) |
| FR (1) | FR1309251A (de) |
| GB (1) | GB938132A (de) |
| NL (1) | NL108170C (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB444297A (en) * | 1934-10-16 | 1936-03-18 | British Thomson Houston Co Ltd | Improvements in and relating to electric remote control systems |
| DE1062850B (de) | 1956-02-21 | 1959-08-06 | Unitor As | Schaltanordnung fuer Lichtbogen-Schweissmaschinen mit Ferneinstellung der Stromstaerke |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH388490A (de) | 1965-02-28 |
| FR1309251A (fr) | 1962-11-16 |
| NL108170C (de) | 1964-04-15 |
| GB938132A (en) | 1963-10-02 |
| NL255912A (de) |
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