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DE1208709B - Verfahren zur Verhuetung von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensaetzen in Flusskraftwerken - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensaetzen in Flusskraftwerken

Info

Publication number
DE1208709B
DE1208709B DEV24206A DEV0024206A DE1208709B DE 1208709 B DE1208709 B DE 1208709B DE V24206 A DEV24206 A DE V24206A DE V0024206 A DEV0024206 A DE V0024206A DE 1208709 B DE1208709 B DE 1208709B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impeller
opening
turbine
time
stator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV24206A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Paul Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JM Voith GmbH
Original Assignee
JM Voith GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JM Voith GmbH filed Critical JM Voith GmbH
Publication of DE1208709B publication Critical patent/DE1208709B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06Regulating, i.e. acting automatically
    • F03B15/18Regulating, i.e. acting automatically for safety purposes, e.g. preventing overspeed
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Water Turbines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhütung von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensätzen in Flußkraftwerken Beim Abschalten eines aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensatzes wird die Turbine normalerweise so gesteuert, daß nach dem Fallen des Leistungsschalters das Laufrad und das Leitrad selbsttätig schließen. Das Maß der Schließbewegung von Lauf- und Leitrad ist dabei so festgelegt, daß sich im Falle einer Totalabschaltung des Maschinensatzes aus dem Vollastbetrieb heraus die Durchflußmenge der Turbine innerhalb eines möb liehst kurzen Zeitraumes --- je nach Größe der Turbine in etwa 3 bis 7 Sekunden -- um über 900/0 verringert.
  • Bei Flußkraftwerken hat eine solch rasche starke Verringerung der Turbinendurchflußmenge jedoch zur Folge, daß im Ober- und Unterwasser nach allen Richtungen der freien Wasseroberfläche hin sich ausbreitende und unter anderem eine Vergrößerung der Neigung des Oberwasserspiegels bzw. ein plötzliches Absinken des Unterwasserspiegels verursachende Schwall- bzw. Sunkwellen entstehen, die insbesondere für eine eventuell auf dem Wasserlauf betriebene Schiffahrt sowie auch für den Betrieb der dabei meist unmittelbar neben der Kraftwerksanlage angeordneten Schiffsschleusen eine erhebliche Gefährdung darstellen. Zumindest bei Kraftwerken in solchen Wasserläufen, die gleichzeitig der Schiffahrt dienen, müssen deshalb besondere Maßnahmen vorgesehen werden, durch die dem Auftreten von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten der Maschinensätze entgegengewirkt wird.
  • Dies kann in bekannter Weise dadurch geschehen, daß der Maschinensatz beim Fallen des Leistungsschalters automatisch auf einen Wasserwiderstand umgeschaltet wird. Diese Maßnahme hat allerdings den Nachteil einer erheblichen Vergrößerung und insbesondere Verteuerung der Anlagen durch die zusätzlichen Wasserwiderstände und die dafür erforderliche Regulierung.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Wehre der Kraftwerksanlage mit einer Schnellsenkvorrichtung zu versehen, die beim Fallen des Leistungsschalters automatisch anspricht. Um zu gewährleisten, daß über die Wehre etwa die dem verringerten Durchfluß durch die Turbine entsprechende Menge Betriebswasser abgeführt wird, ist hierbei ein genauer Wehrplan mit Automatik erforderlich, weshalb auch diese Maßnahme verhältnismäßig aufwendig ist. Zudem hat sie aber auch den Nachteil, daß sich ein vollständiges Verhüten der Schwallwelle mit ihr nicht erzielen läßt.
  • Eine weitere bekannte Maßnahme besteht in der Anordnung von Nebenauslässen in den Turbinenspiralen oder auch in deren Zulaufkanälen. Von dem zusätzlichen Aufwand für die Nebenauslässe und einer für diese erforderlichen entsprechenden Regulierung abgesehen, kann auch diese Maßnahme nicht befriedigen, da sich mit ihr die Größe der Schwall-und Sunkbildung wegen der zu langen Öffnungszeiten für die Auslässe nur ungenügend reduzieren läßt.
  • Zwecks Vermeidung zusätzlicher Einrichtungen macht man auch davon Gebrauch, die Regulierung der Kaplanturbinen von Flußkraftwerken in besonderer Weise auszubilden, nämlich so, daß der Wasserdurchfluß durch die Turbine bei einem Lastabwurf zumindest noch so lange, wenn auch in verringertem Maße, aufrechterhalten wird, bis eine normale Wehrsenkung eingeleitet ist und das überschüssige Wasser über das Wehr abzufließen beginnt. So ist es beispielsweise bekannt, die Regulierung der Kaplanturbinen von Flußkraftwerken so auszubilden, daß nach dem Fallen des Leistungsschalters das Laufrad auf Vollöffnung eingesteuert wird, während sich das Leitrad frei am Fliehkraftpendel der Reguliervorrichtung auf die zugehörige Leerlaufstellung einreguliert, so daß die Turbine so lange die der Vollöffnung des Laufrades entsprechende maximale Leerlaufwassermenge bei Normaldrehzahl abführen kann, bis durch die gleichzeitig eingeleitete Wehröffnung der Wasserabfluß vom Wehr übernommen wird, woraufhin das Laufrad geschlossen und die Turbine in die normale Leerlaufstellung gebracht wird. Dabei wird von der bekannten Eigenschaft der Kaplanturbinen Gebrauch gemacht, daß die Durchflußmenge der Turbine im Leerlauf bei vollgeöffnetem Laufrad wesentlich größer ist als bei gleicher Drehzahl und geschlossenem Laufrad; bei den in Flußkraftwerken Verwendung findenden Niederdruck-Kaplanturbinen bei Normaldrehzahl beispielsweise 40 bis 60% der Vollwassermenge bei voller Öffnung des Laufrades gegenüber 8 % bei geschlossenem Laufrad.
  • Gemäß einem anderen bekannten Vorschlag wird nach dem Fallen des Leistungsschalters das Laufrad entsprechend einer vorgegebenen fest eingestellten Schließzeit gleichmäßig geschlossen. Gleichzeitig wird das Leitrad zwangläufig so in Schließrichtung gesteuert, daß möglichst eine solche Abhängigkeit der Leitradöffnung a0 von der Laufradöffnung g. erreicht wird, die derjenigen für den Betrieb der Turbine ohne Leistungsabgabe, also im Leerlauf, gleichkommt. Da zwecks Vermeidung einer zu großen Drehzahlsteigerung hierbei der für den normalen Betrieb geltende Zusammenhang zwischen der Laufradöffnung (p und der Leitradöffnung a0 möglichst rasch aufgehoben werden muß, wird das Leitrad anfänglich sehr schnell und im weiteren Verlauf des Abschaltvorgangs zunehmend langsamer geschlossen, und zwar so, daß der durch die Turbine gehende Wasserstrom zunächst sehr schnell auf etwa die Hälfte und dann bis zum Ende des Abschaltvorgangs allmählich weiter auf die normale Leerlaufwassermenge von etwa 8% der Vollastwassermenge verringert wird.
  • Da bei beiden bekannten Abschaltvorgängen nach dem Fallen des Leistungsschalters innerhalb weniger Sekunden ein erheblicher Teil des zuvor durch die Turbine gehenden Wasserstroms abgesperrt wird, läßt sich mit ihnen gleichermaßen die Entstehung von Schwall und Sunk nicht völlig verhindern, sondern bestenfalls im Sinne einer Erniedrigung der Schwallhöhe und der Sunktiefe beeinflussen, wobei das erzielte Ergebnis aber in vielen Fällen, insbesondere da, wo es an der für ein möglichst rasches Verflachen der Schwall- und Sunkwellen erforderlichen Ausdehnung der Wasseroberfläche quer zur Strömungsrichtung fehlt, den Erfordernissen nicht gerecht wird. Darüber hinaus weisen die bekannten Abschaltvorgänge aber noch verschiedene andere Mängel auf. So ist es beispielsweise nicht möglich, den zuerst beschriebenen Abschaltvorgang durchzuführen, wenn die Leerlaufwassermenge bei vollgeöffnetem Laufrad über die Teilwassermenge der im Betrieb befindlichen Turbine liegt, da hierbei der umgekehrte Fall einer Sunkbildung im Oberwasser verbunden mit einem Schwall im Unterwasser eintreten würde. Andererseits hat der zuletzt beschriebene Abschaltvorgang beispielsweise den Nachteil, daß eine mit der Verringerung der durch die Turbine gehenden Wassermenge auf etwa 8% der Vollwassermenge gleichlaufende Wehrsenkung absolut notwendig ist. Damit der Wasserdurchfluß nicht unterbrochen wird, ist es hierbei ferner eine notwendige Voraussetzung, daß die Wehre unmittelbar neben der Turbinenanlage liegen.
  • Zweck der Erfindung ist es, das Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensätzen in Flußkraftwerken in einer solchen Weise zu ermöglichen, daß selbst bei ungünstigen Verhältnissen, beispielsweise wenn unmittelbar neben der Turbinenanlage eine Schiffsschleuse und erst in größerer Entfernung davon die Wehranlage angeordnet ist, die Entstehung von Schwall und Sunk zumindest nahezu völlig verhindert wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der im Augenblick des Abschaltens durch die Turbine gehende Wasserstrom nach dem Fallen des Leistungsschalters oder nach einer anderweitigen Auslösung des Abschaltvorgangs während einer möglichst kurz zu wählenden einstellbaren ersten Zeitspanne durch Öffnen des Laufrades um einen bei jedem Abschaltvorgang gleichen, unabhängig von der jeweiligen Belastung im Augenblick des Abschaltens einstellbaren Betrag, beispielsweise 15,6% (5° Laufradwinkel), und durch gleichzeitiges Schließen des Leitrades um einen bei jedem Abschaltvorgang ebenfalls gleichen, der gewählten Laufradöffnung entsprechend festgelegten Betrag, beispielsweise 21%, in voller Höhe aufrechterhalten wird, ferner dadurch, daß er dann während einer einstellbaren zweiten längeren Zeitspanne durch kontinuierliches Schließen des Leitrades bei unveränderter Laufradöffnung allmählich bis ungefähr auf die der vorhandenen Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende erhöhte Leerlaufwassermenge verringert wird, daß er dann während einer dritten Zeitspanne durch freies Einregulieren der Leitradöffnung über das Fliehkraftpendel des Reglers in die der unveränderten Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende Leerlaufstellung auf die zugehörige erhöhte Leerlaufwassermenge eingesteuert und in dieser Größe so lange aufrechterhalten wird, bis die Wehranlage den Wasserabfluß übernimmt, und daß der Wasserstrom dann schließlich während einer vierten Zeitspanne durch Schließen des Laufrades über das Fliehkraftpendel des Reglers bis zur normalen Leerlaufstellung auf die normale Leerlaufwassermenge verringert wird.
  • Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird vorgesehen, die erste kurze Zeitspanne des Abschaltvorgangs und/oder den Betrag der öffnungs-bzw. Schließbewegung des Laufrades und des Leitrades so zu bemessen, daß nicht nur ein konstanter Wasserdurchfluß durch die Turbine erhalten bleibt, sondern daß auch die durch die schnelle Änderung der Zuordnung zwischen Laufradöffnung 99 und Leitradöffnung a0 bedingte Drehzahlsteigerung einen Wert von maximal 40% der Normaldrehzahl der Turbine nicht überschreitet. Entsprechend der einmal festgelegten Werte ergibt sich dann im gesamten Belastungsbereich der Turbine bei jedem Abschaltvorgang während der ersten kurzen Zeitspanne nach Fallen des Leistungsschalters stets derselbe Drehzahlanstieg.
  • Da im weiteren Verlauf des Abschaltvorgangs die Drehzahlsteigerung mit Sicherheit unter derjenigen während der ersten kurzen Zeitspanne bleibt, eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren demnach nicht nur zur Verhütung von Schwall- und Sunkbildung, sondern auch zur Begrenzung der Durchgangsdrehzahl bei Strömungsmaschinen mit verstellbaren Leit-und Laufradschaufeln, insbesondere Kaplanturbinen. In diesem Fall müßte dann selbstverständlich vorgesehen werden, daß das Verfahren nicht nur nach dem Fallen des Leistungsschalters bzw. einer anderweitigen Auslösung eines Abschaltvorgangs, sondern auch bei jeder ein zulässiges Maß überschreitenden plötzlichen Teilentlastung einsetzt und dann bei Erreichen einer solchen Zuordnung zwischen der Laufradöffnung (p und der Leitradöffnung aa, bei der die Gefahr eines überschreitens dervorgegebenen höchstzulässigen Durchgangsdrehzahl der Turbine nicht mehr besteht, wieder aussetzt und die Turbine weiterhin vom Regler entsprechend seiner normalen Funktion auf die der veränderten Belastung entsprechende Zuordnung zwischen der Laufradöffnung q- und der Leitradöffnung a" einreguliert wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist in der Zeichnung am Beispiel einer Niederdruck-Kaplanturbine mit einem 5flügeligen Laufrad an Hand einiger Diagramme im Vergleich mit den bekannten Abschaltvorgängen veranschaulicht. In F i g. 7 ist die Laufradöffnung ri-, in F i g. 2 die Leitradöffnung aa, in F i g. 3 der durch die Turbine gehende Wasserstrom Q und in F i g. .1 die Drehzahlsteigerung über der Zeit aufgetragen, und zwar in den punktiert gezeichneten Kurven 1 für den erfindungsgemäßen Abschaltvoraang und in den ausgezogen bzw. Qestrichelt gezeichneten Kurven 2 und 3 für die bekannten Abschaltvorgänge.
  • Den für eine Abschaltzeit von etwa 65 Sekunden gezeichneten Diagrammen ist ein vorausgehender Betrieb der Turbine bei Nennleistung und Vollwasserstrom zugrunde gelegt, der für alle drei Abschaltvorgänge durch die strichpunktiert gezeichneten Kurvenstücke links der Zeit 0 Sekunden, bei der das Fallen des Leistiln"sscllalters erfolgt, dargestellt ist. Ferne wurde bei der nur als Beispiel zu wertenden Darstellung an`=enommen, daß das Laufrad und das Leitrad bei der Wassermenge 100°'e nicht üb@:.röffnet sind.
  • Beim erfindungsgemäßen Abschaltvorgang (Kurven 1) wird nach dem Fallen des Leistungsschalters im Zeitpunkt 0 Sekunden das Laufrad innerhalb einer ersten sehr kurzen Zeitspanne ti - hier etwa 2 bis 3 Sekunden - um einen einmal gewählten, dann aber unabhängig von der jeweiligen Belastung bei jedem Abscllaltvorgana, also beispielsweise auch bei einer 50e eigen Abschaltöffnung des Laufrades, Gleichen Betrag; x geöffnet und aleiclizeitig das Letrad um einen ebenfalls einmal gewätllteii, dann aber unabh@inai`@ von der jeweili-en Belastung bei jedem Abschaltvor@gana, also beispielsweise auch bei einer 5J'1 Ul@rell Abschaltöfnung des Leitrades, gleichen Betrag v Geschlossen. Die Werte von x und 1? sind dabei so aufeinander abgestimmt, daß der im Augenblick des Abschaltens durch die Turbine gehende Wasserstrom während dieser Zeitspanne t, unverändert aufrechterhalten bleibt. Bei dem hier veranschaulichten Beispiel sollen die Werte x und v ihrer Größe nach außerdem so bemessen und mit der Dauer der Zeitspanne ti so abgestimmt sein, daß die Drehzahlsteigerung im Verlauf dieser ersten Phase des Abschaltvor@(ailgs mit Sicherheit nicht Größer ist als beispielsweise 35 °;'o der Normaldrehzahl.
  • Im weiteren Verlauf des erfindungsgemäßen Abschaltvorgangs wird innerhalb einer zweiten längeren Zeitspanne t" - hier etwa 40 Sekunden - das Leitrad bei konstanter Laufradöffnung kontinuierlich und hier auch gleichmäßig geschlossen und dadurch der durch die Turbine geLende Wasserstrom in entsprechender Weise allmählich bis angenähert auf die der unveränderten Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende erhöhte Leerlaufwassermene verringert. Durch Verlängern oder auch Verkürzen der einstellbaren Lehradschließzeit hat man es dabei in der Hand, die Wasserstromabnahme abweichend von der Darstellung in F i g. 3 in jeder gewünschten und nach eingestellter Leitradschließzeit t., mehr oder weniger schnell der Normaldrehzahl -nähert, wird dann die weitere Verstellbewegung des Leitrades freigegeben, d. h. das Leitrad kann sich nunmehr während einer dritten Zeitspanne t.; frei am Pendel des Reglers auf die der auch weiterhin unverändert beibehaltenen Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende Leerlauföffnung einregulieren, wobei sich der Wasserstrom auf die zugehörige erhöhte Leerlaufwassermenge einstellt. Dieser Zustand wird so lange beibehalten, bis wieder normale Verhältnisse hergestellt sind und der Wasserstrom dann im Verlauf einer hier nicht dargestellten weiteren Abschaltphase auf die normale Leerlaufwassermenge verringert oder in anderer Weise beeinflußt wird.
  • Demgegenüber wird bei dem einen bekannten Abschaltvorgang (Kurven 2) nach dem Fallen des Leistungsschalters das Laufrad in verhältnismäßig kurzer Zeit immer auf volle Öffnung gebracht und das Leitrad frei am Pendel des Fliehkraftreglers auf die der Vollöffnung des Laufrades entsprechende Leerlauföffnung bei Normaldrehzahl einreguliert, während leim anderen bekanntenAbschaltvorgang (Kurven3) Lauf- und Leitrad vom Fallen des Leistullgsscllalters weg zwangläufig in Schließrichtung auf die normale Leerlaufstellung eingesteuert werden. In beiden Fällen schließt dabei das Leitrad anfänglich sehr schnell Lind in sehr erheblichem Maße, wodurch unmittelbar nach dem Auslösen des Abschaltvorgangs eine so rasche und starll-e Verringerung des Wasserstroms verursacht wird, daß ein vollständiges oder doch zumindest nahezu vollständiges Verhüten von Schwall und Sunk nicht möglich ist.
  • Wie aus F i g. 4 zu ersehen ist, steigt bei den angenommenen Abschaltbedingungen die Drehzahl in der ersten kurzen Zeit nach dem Fallen des Leistungsschalters in beiden bekannten Fällen zumindest ebenso stark an wie beim erfindungsgemäßen Abschaltvorgatlg, während sie sich dann im weiteren Verlauf des Abschültvorgangs im einen Fall (Kurven 2) auf einen niedrigeren, im anderen Fall (Kurven 3) auf einen höheren Wert einstellt. Im Gegensatz zum erfindungsgemäßen Abschaltvorgang, bei dem die maximale Drehzahlsteigerung in der ersten kurzen Zeit nach dem Fallen des Leistungsschalters im gesamten Belastungsbereich konstant ist, ändert sich diese bei den bekannten Abschaltvorgängen entsprechend der jeweiligen Abschaltbelastung und kann dabei noch größere als die dargestellten Werte annehmen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verhütung von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensätzen in Flußkraftwerken, dadurch gekennzeichnet, daß der im Augenblicl- des A bschaltens durch die Turbine geiende Wasserstrom nach dem Fallen des Leistungsschalters oder nach einer anderweitigen Auslösung des Abschaltvorgangs während einer möglichst kurz zu wählenden einstellbaren ersten Zeitspanne durch Öffnen des Laufrades um einen bei jedem Abschaltvorgang gleichen, unabhängig von der jeweiligen Belastung im Augenblick des Abschaltens einstellbaren Betrag, beispielsweise 15,6% (5° Laufradwinkel), und durch gleichzeitiges Schließen des Leitrades um einen bei jedem Absehaltvorgang ebenfalls gleichen, der gewählten Laufradöffnung entsprechend festgelegten Betrag, beispielsweise 21%, in voller Höhe aufrechterhalten wird, dann während einer einstellbaren zweiten längeren Zeitspanne durch kontinuierliches Schließen des Leitrades bei unveränderter Laufradöffnung allmählich bis ungefähr auf die der vorhandenen Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende erhöhte Leerlaufwassermenge verringert wird, dann während einer dritten Zeitspanne durch freies Einregulieren der Leitradöffnung über das Fliehkraftpendel des Reglers in die der unveränderten Laufradöffnung bei Normaldrehzahl entsprechende Leerlaufstellung auf die zugehörige erhöhte Leerlauf-Wassermenge eingesteuert und in dieser Größe so lange aufrechterhalten wird, bis die Wehranlage den Wasserabfluß übernimmt, und daß der Wasserstrom dann schließlich während einer vierten Zeitspanne durch Schließen des Laufrades über das Fliehkraftpendel des Reglers bis zur normalen Leerlaufstellung auf die normale Leerlaufwassermenge verringert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste kurze Zeitspanne des Abschaltvorgangs und/oder der Betrag der Öffnungs- bzw. Schließbewegung des Laufrades und des Leitrades so bemessen werden, daß die dabei eintretende Drehzahlsteigerung höchstens einen Wert von 40 % der Normaldrehzahl der Turbine annimmt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1040 469.
DEV24206A 1962-06-23 1963-06-21 Verfahren zur Verhuetung von Schwall- und Sunkbildung beim Abschalten von aus Kaplanturbine und Generator bestehenden Maschinensaetzen in Flusskraftwerken Pending DE1208709B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040469B (de) * 1954-01-25 1958-10-02 Escher Wyss Gmbh Verfahren zum Abstellen einer Wasserturbine mit verstellbaren Leit- und Laufschaufeln im Falle ploetzlicher Entlastung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040469B (de) * 1954-01-25 1958-10-02 Escher Wyss Gmbh Verfahren zum Abstellen einer Wasserturbine mit verstellbaren Leit- und Laufschaufeln im Falle ploetzlicher Entlastung

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