DE1208383B - Einrichtung zur Loeschung eines Lichtbogens - Google Patents
Einrichtung zur Loeschung eines LichtbogensInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. α.:
HOIh
Deutsche KL: 21c-35/06
Nummer: 1208 383
Aktenzeichen: M 49451 VIII d/2 Ic
Anmeldetag: 24. Juni 1961
Auslegetag: 5. Januar 1966
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Löschung eines Lichtbogens, der zwischen zwei
parallelen, mit je einer Elektrode versehenen, eine Löschkammer mit im Verhältnis zur Lichtbogenlänge
geringer Breite bildenden Isolierplatten parallel zu den Isolierplatten brennt. Es ist ein Schalter
bekannt, bei dem solche Einrichtungen zur Löschung eines Lichtbogens vorhanden sind. Dieser bekannte
ScIi alter weist mehrere parallel zueinander und im geringen
Abstande voneinander liegende isolierende Platten auf, die eine Lichtbogenlöschvorrichtung bilden,
die oberhalb einer Lichtbogenzündkammer angeordnet ist. Diese isolierenden Platten sind quer zum
Zündlichtbogen angeordnet. An der Unterseite einer jeden isolierenden Platte ist eine V- bzw. U-förmige
Elektrode so angeordnet, daß die Schenkel der Elektroden in die benachbarten Teillöschkammern hineinragen.
Der zwischen den Schaltkontakten gezogene Zündlichtbogen kann durch eine magnetische
Blasvorrichtung zu den Elektroden getrieben werden. Diese Elektroden teilen den Zündlichtbogen quer zu
seiner Längsrichtung in Einzellichtbögen auf. Durch die elektrodynamischen Kräfte wandern die Einzellichtbögen
mit ihren Fußpunkien auf den Schenkeln der Elektroden entlang und bilden jeweils in der
Teillöschkammer eine Schleife. Sämtliche Schleifen, deren Ebene parallel zu den die Teillöschkammer
begrenzenden isolierenden Platten und quer zum Zündlichtbogen liegen, bilden ein Solenoid, das auf
Grund des magnetischen Eigenfeldes erweitert wird. Hierbei gelangen die einzelnen Windungen dieses
Solenoids mit immer neuen Flächen der isolierenden Platten in Berührung, so daß die Einzellichtbögen
abgekühlt, ionisiert und zum Erlöschen gebracht werden. Die Einzellichtbögen in den Teillöschkammern
sind zwar räumlich parallel zueinander angeordnet, elektrisch aber hintereinandergeschaltet. Es
hat sich herausgestellt, daß beim Abschalten großer Stromstärken die Leitstücke der Elektroden zu dünn
sind und die Kühlfläche der Elektrodenträgerplatten zu klein ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Einrichtung der oben bezeichneten Art zu
verbessern und so auszubilden, daß auch Lichtbögen hoher Stromstärke einwandfrei gelöscht werden. Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung dadurch, daß der Gesamtlichtbogen in seiner Längsrichtung,
in der er brennt, durch eine zusätzliche, in die Löschkammer von oben hineinragende, isolierende
elektrodenlose Trennwand in zwei elektrisch parallel weiterbrennende Teillichtbögen aufgeteilt
und dadurch zum Erlöschen gebracht wird. Bei einer Einrichtung zur Löschung eines Lichtbogens
Anmelder:
Etablissements Merlin & Gerin SocieteAnonoyme, Grenoble, Isere (Frankreich)
Vertreter:
Dr. E. Wetzel, Patentanwalt,
Nürnberg 1, Hefnersplatz 3
Als Erfinder benannt:
Andre Latour, Grenoble, Isere (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 1. Juli 1960 (4264 Isere)
Einrichtung, in welcher der Trennlichtbogen in Teillöschkammern getrieben wird, deren Isolierplatten
mit auf deren unteren Kanten befestigten, aus Lichtbogenfangteilen und Leitstücken bestehenden, in
jeder Teillöschkammer paarweise angeordneten, sich von der Mitte aus in entgegengesetzter Richtung erstreckenden,
zur Bildung von Teillichtbögen dienenden Leitelektroden senkrecht zu der Ebene, in welcher
der Trennlichtbogen beim Öffnen des Schalters gezogen wird, angeordnet sind, ist erfindungsgemäß
in jeder Teillöschkammer eine den Teillichtbogen aufteilende isolierende Trennwand angeordnet.
Durch die isolierende Trennwand wird der in der Teillöschkammer brennende Teillichtbogen in zwei
räumlich und elektrisch parallele Teillichtbögen aufgeteilt. Dadurch erfolgt auch eine Aufteilung der
Lichtbogenleistung, so daß der gesamte Lichtbogen leichter und schneller zum Erlöschen gebracht werden
kann. Die Aufteilung des Teillichtbogens in zwei Teillichtbögen wird dann erleichtert, wenn in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung die zusätzliche isolierende Trennwand nach unten in eine mehr oder
weniger scharfe Spitze ausläuft, die etwa in Höhe der oberen Enden der Leitstücke endet, und wenn die
unteren Kanten der zusätzlichen isolierenden Trennwand zur besseren Führung und damit Teilung des
Lichtbogens beidseitig angeschrägt sind. Die zusätzliche isolierende Trennwand kann innerhalb des
durch die Randwülste der Elektrodenträgerplatten umgrenzten Raumes angeordnet und massiv ausgebildet
sein. Zum Ausgleich der Gasdrücke können in der Trennwand entsprechend geführte Durchbohrungen
vorgesehen sein. Zur besseren Führung des
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Lichtbogens an die untere Kante der zusätzlichen isolierenden Trennwand ist jedes Leitstück durch
eine entsprechende Auflage in ihrer Dicke verstärkt. Damit werden zwei miteinander fest verbundene und
elektrisch sich auf gleichem Potential befindende massive Stücke gebildet, deren jedes nach Teilung
des Lichtbogens einen Teillichtbogen trägt.
Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird erreicht,
daß sich der oder ein Teillichtbogen auf mehrere Schmalräume verteilt und auf diese Weise leichter
zum Erlöschen gebracht werden kann, weil einerseits die in dieser Weise aufgespalteten Teillichtbögen
geringere Leistung haben und andererseits von kühleren Flächen umgeben sind. Die Leitstücke können
im Querschnitt so verstärkt ausgebildet sein, daß sie fast vollständig den zwischen den beiden Elektrodenträgerplatten
befindlichen Zwischenraum ausfüllen.
Bei Teillichtbögen sehr großer Leistung können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung mehrere
zusätzliche isolierende Trennwände hintereinander angeordnet sein. Entsprechend sind hierbei die
Leitstücke derart zu verstärken, daß mehrere parallel brennende Teillichtbögen getragen werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Anordnung einer Trennwand zwischen den Elektrodenträgerplatten
ist in den Figuren dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht von rechts gemäß Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der
Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. 1.
In den Figuren ist mit 1 die Elektrodenträgerplatte und mit 2 die in dem durch die Platte 1 umgrenzten
Raum eingebaute zusätzliche isolierende Trennwand bezeichnet. Die erfindungsgemäße Löscheinrichtung
ist durch die reihenweise Anordnung von den Figuren entsprechenden Teilelementen nebeneinander gekennzeichnet.
Auf die Elektrodenträgerplatte 1 ist unten die Elektrode 12 mit den beiden Leitstücken
11 gabelartig aufgesetzt, am Rande läuft der Wulst 13 mit der zur Aufnahme einer Dichtung bestimmten
Nut 14.
In den durch die Elektrodenträgerplatte 1 umgrenzten Raum wird nach der Erfindung zusätzlich
eine aus einem feuerfesten Werkstoff bestehende isolierende Trennwand 2 eingebracht und in geeigneter
Weise befestigt. Nach oben sind Platten 1 und Trennwand 2 einseitig mit einem Flammenschutz 15 versehen,
auf dem die erhabenen Rippen 16 angebracht sind, die gleichzeitig auch als Abstandshalter dienen.
Der Abstand zwischen der Trennwand und den dieser benachbarten Platten wird durch entsprechend
angeordnete Unterlegscheiben aufrechterhalten.
Die Trennwand 2 läuft nach unten in eine mehr oder weniger scharfe Spitze 17 aus, deren Kanten
mit den Abschrägungen 18 versehen sind, durch die der Eintritt der Teillichtbögen in die Spalträume erleichtert
wird. Auf den Leitstücken 11 sind die Verstärkungen 19 angebracht, die bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel an den Leitstücken so angenietet sind, daß zwischen den beiden Teilen ein geringer
freier Raum verbleibt.
Claims (10)
1. Einrichtung zum Löschen eines Lichtbogens, der zwischen zwei parallelen, mit je einer Elektrode
versehenen, eine Löschkammer mit im Verhältnis zur Lichtbogenlänge geringer Breite bildenden
Isolierplatten parallel zu den Isolierplatten brennt, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtbogen in seiner Längsrichtung, in
der er brennt, durch eine zusätzliche, in die Löschkammer von oben hineinragende isolierende
elektrodenlose Trennwand in zwei elektrisch parallel weiterbrennende Teillichtbögen
aufgeteilt und dadurch zum Erlöschen gebracht wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, in welcher der Trennlichtbogen in mehrere Teillöschkammern
getrieben wird, deren Isolierplatten mit auf deren unteren Kanten befestigten, aus Lichtbogenfangteilen
und Leitstücken bestehenden, in jeder Teillöschkammer paarweise angeordneten, sich von der Mitte aus in entgegengesetzter Richtung
erstreckenden, zur Bildung von Teillichtbögen dienenden Leitelektroden senkrecht zu der
Ebene, in welcher der Trennlichtbogen beim Öffnen des Schalters gezogen wird, angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Teillösch-• kammer eine den Teillichtbogen aufteilende isolierende
Trennwand angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche isolierende
Trennwand nach unten in eine mehr oder weniger scharfe Spitze ausläuft, die etwa in
Höhe der oberen Enden der Leitelektroden endet.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Kanten der zusätzlichen
isolierenden Trennwand zur besseren Führung und damit Teilung des Lichtbogens beidseitig angeschrägt sind.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche isolierende Trennwand innerhalb des durch die Randwülste der
Elektrodenträgerplatten umgrenzten Raumes angeordnet
und massiv ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in der zusätzlichen Trennwand entsprechend geführte Durchbohrungen zum Ausgleich
der Gasdrücke vorgesehen sind.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur besseren Führung des Lichtbogens an die untere Kante der zusätzlichen isolierenden
Trennwand jedes Leitstück durch eine entsprechende Auflage in seiner Dicke verstärkt
ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die im Querschnitt verstärkten
Leitstücke fast vollständig den zwischen den beiden Elektrodenträgerplatten befindlichen Zwischenraum
ausfüllen.
9. Einrichtung nach einem ödere mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere zusätzliche isolierende Trennwände hintereinander angeordnet sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitstücke entsprechend verstärkt sind, so daß mehrere parallel brennende
Teillichtbögen getragen werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 777/303 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
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