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DE1206320B - Steuervorrichtung fuer ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Steuervorrichtung fuer ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1206320B
DE1206320B DEF29335A DEF0029335A DE1206320B DE 1206320 B DE1206320 B DE 1206320B DE F29335 A DEF29335 A DE F29335A DE F0029335 A DEF0029335 A DE F0029335A DE 1206320 B DE1206320 B DE 1206320B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
pressure
line
piston
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF29335A
Other languages
English (en)
Inventor
James J Duffy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ford Werke GmbH
Original Assignee
Ford Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ford Werke GmbH filed Critical Ford Werke GmbH
Publication of DE1206320B publication Critical patent/DE1206320B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T1/00Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles
    • B60T1/02Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
    • B60T1/06Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels acting otherwise than on tread, e.g. employing rim, drum, disc, or transmission or on double wheels
    • B60T1/062Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels acting otherwise than on tread, e.g. employing rim, drum, disc, or transmission or on double wheels acting on transmission parts
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D67/00Combinations of couplings and brakes; Combinations of clutches and brakes
    • F16D67/02Clutch-brake combinations
    • F16D67/04Clutch-brake combinations fluid actuated
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H61/00Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing
    • F16H61/04Smoothing ratio shift
    • F16H61/06Smoothing ratio shift by controlling rate of change of fluid pressure
    • F16H61/065Smoothing ratio shift by controlling rate of change of fluid pressure using fluid control means
    • F16H61/068Smoothing ratio shift by controlling rate of change of fluid pressure using fluid control means using an orifice control valve

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Control Of Transmission Device (AREA)
  • Control Of Fluid Gearings (AREA)

Description

  • Steuervorrichtung für ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung für ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem hydrodynamischen Drehmomentwandler und einem nachgeschalteten Planetengetriebe, dessen verschiedene Drehzahlbereiche mittels eines vom Drehmomentbedarf und der Abtriebsdrehzahl hy- draulisch beeinflußbaren Umschaltventils derart umschaltbar sind, daß im Bereich hoher Abtriebsdrehzahlen Teile des Planetengetriebes durch eine druckflüssigkeitsbetätigte Kupplungseinrichtung drehfest miteinander verbunden sind und im Bereich niedriger Abtriebsdrehzahlen ein Teil des Planetenaetriebes mittels einer in beiden Richtungen durch Druckflüssigkeit betätigbaren Brernseinrichtung festgelegt ist.
  • Um ein langsames Anziehen der Bremseinrichtung und damit einen weichen übergang von dem einen Drehzahlbereich in den anderen zu erzielen, ist es bekannt, in der Druckflüssigkeitsleitung zwischen der Ausrückseite des Servos für die Breniseinrichtung und dem Umschaltventil einen Einschnürung vorzusehen, welche durch ein parallelgeschaltetes, in Abhängigkeit vom Drehmomentbedarf hydraulisch aufsteuerbares Umgehungsventil überdrückbar ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß bei geschlossener Motordrossel der Flüssigkeitsdruck auf der Entlastungsseite des Bremsservos nur langsam über die Einschnürung entweichen kann, wodurch das Anziehen der Bremseinrichtung im Verhältnis zu der Zeitspanne, die zum Ausrücken der Kupplungseinrichtung erforderlich ist, verzögert wird.
  • Nachteilig wirkt sich diese Maßnahme jedoch aus, wenn beispielsweise bei Kraftfahrzeugen das Getriebe mit geschlossener Motordrosselklappe bei verhältnismäßig hoher Fahrzeuggeschwindigkeit in den unteren Drehzahlbereich mit Drehmomentvervielfachung zurückgeschaltet werden soll, wie es häufig bei Bergabfahrten erforderlich wird, um eine stärkere Motorbremsung zu erhalten. Zu diesem Zweck ist es bekannt, das Getriebe unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit durch Verstellung eines Handventils in eine Langsamfahrtstellung mit übersetzung ins Langsame vom Motor zum Fahrzeugantrieb umzuschalten. Da diese Umstellung oft erst während der Bergabfahrt vorgenommen wird, ist eine Verzögerung im Einrücken der Bremseinrichtung im Verhältnis zum Auskuppeln der Kupplungseinrichtung höchst unerwünscht, wenn nicht sogar gefährlich, da in dem dazwischenliegenden Leerlaufzustand überhaupt keine Motorbremsung vorhanden ist und das bergabfahrende Fahrzeug dadurch schnell an Geschwindigkeit gewinnen kann. Es ist Aufgabe der Erfindung, diesen Nachteil zu vermeiden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Umgehungsventil mit einem an sich bekannten Handventil zur zwangsweisen Einstellung des Umschaltventils in die dem Bereich kleiner Abtriebsdrehzahlen entsprechende Stellung derart verbunden ist, daß bei der genannten zwangsweisen Einstellung des Handventils das Umgehungsventil zwangläufig geöffnet ist.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist das Umgehungsventil zwei durch Flüssigkeitsdruck betätigte, kraftschlüssig miteinander verbundene Kolben auf, wobei der erste, die Umgehung der Einschnürung steuernde Kolben in an sich bekannter Weise an der dem zweiten Kolben zugekehrten Stirnseite gegen die Wirkung einer Feder einem vom Drehmomentbedarf abhängigen Drosseldruck unterworfen ist und der zweite Kolben in Kraftschlußrichtung vom Netzdruck der hydraulischen Steuerung und entgegen der Kraftschlußrichtung vom Drosseldruck beaufschlagbar ist.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Einschnürung von der Ausrückseite des Servos für die Breniseinrichtufig macht sich beim Heraufschalten des Getriebes mit nur geringer öffnung der Motordrossel bemerkbar, da hierbei eine überschneidung beim Einschalten der Kupplungseinrichtung mit dem Lösen der Bremseinrichtung auftritt. Um dies zu vermeiden, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung parallel zur Einschnürung eine diese überbrückende Leitung mit einem Rückschlagventil vorgesehen, welches in Entleerungsrichtung der Ausrückseite des Servos für die Bremseinrichtung sperrt.
  • Inder Zeichnung ist ein nachfolgend beschriebenes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Axialschnitt durch ein der Erfindung zugrunde liegendes, hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe in Anwendung bei einem Kraftfahrzeug,-F i g. 2 das Schema einer mit dem Getriebe nach F i g. 1 zusammenwirkenden Steuervorrichtung gemäß der Erfindung für das automatische Schalten der Geschwindigkeitsstufen und F i g. 3 im Schnitt eine vergrößerte Darstellung eines Umgehungsventils in der in F i g. 2 dargestellten Vorrichtung.
  • Die in der Beschreibung vorkommenden Bezeichnungen Ainks, rechts, oben, unten usw.« beziehen sich auf die Darstellungen in der Zeichnung.
  • Das Getriebe gemäß F i g. 1 enthält einen hydrodynamischen Drehmomentwandler 10 und ein mit diesem zusammenwirkendes Verbundplanetengetriebe 12, die in hintereinanderliegenden, durch eine Trennwand 16 gebildeten Abschnitten eines gemeinsamen Getriebegehäuses 14 angeordnet sind. Eine automatisch arbeitende Steuervorrichtung 18 für das Getriebe befindet sich in einem unteren Teil des Getriebegehäuses 14, der einen ölvorrat in einer Öl- wanne 20 sowie eine Zuleitung des Öles zum Betrieb der Steuereinrichtung umschließt.
  • Der Drehmomentwandler 10 besteht aus einer Pumpe 22, einer Turbine 24 und einem Reaktionsteil 26 mit je einem Kranz von Schaufeln, die durch je einen inneren und äußeren Mantel zusammengehalten werden, wodurch ein im Axialschnitt ringförmiger Strömungsweg für den Umlauf der Arbeitsflüssigkeit begrenzt wird. Die Pumpe 22 wird von einem Pumpengehäuse 28 umschlossen, das bei 32 mit einer an der Kurbelwelle des nicht dargestellten Kraftfahrzeugmotors befestigten Antriebsseheibe 30 verbunden, z. B. verschweißt ist.
  • Der Nabenteil des Pumpengehäuses 28 ist auf einer Hohlwelle 34 befestigt, die sich in axialer Richtung durch eine öffnung in der Trennwand 16 des Getriebegehäuses 14 erstreckt. In einer- entsprechenden Ausnehmung der Trennwand 16 ist eine vordere Druckflüssigkeitspumpe 36 angeordnet, die bei dem Ausführungsbeispiel als Flügelzellenpumpe ausgebildet ist. Es können aber auch andere Bauarten von Verdrängerpumpen Verwendung finden, z. B. eine Zahnradpumpe. Die dargestellte Druckflüssigkeitspumpe 36 enthält einen von der Hohlwelle 34 und somit von dem Kraftfahrzeugmotor angetriebenen Rotor 38 mit am Umfang angeordneten Schlitzen, in denen sich die Flügel 40 als Arbeitseleinente der Pumpe bewegen.
  • Die Turbine 24 ist mit ihrem Außemnantel an einer Nabe 42 befestigt, die ihrerseits auf der Antriebswelle 44 aufgekeilt ist.
  • Der Innenmantel des Reaktionsteiles 26 weist eine zentrale Öffnung auf, in die ein Freilauf 46 mit einem inneren und äußeren Laufring 50 bzw. 48 und mit seitlichen Druckstücken 52 und 54 eingesetzt ist. Der Innenlaufring 50 ist auf einer feststehenden Welle 56 aufgekellt. Die Welle ist mit einem Ringflansch 58 versehen, der an der Trennwand 16, beispielsweise durch Verschrauben, befestigt ist und den äußeren Abschlußdeckel für das Gehäuse der Druckflüssigkeitspumpe 36 bildet. Vom Ringflansch 58 geht ein hohlzylindrischer Ansatz 60 aus, auf dem ein Kupplungszylinder 62 mittels eines Lagers, z. B. einer Laufbuchse 64, drehbar gelagert ist. Der Kupplungszylinder 62 umschließt eine Arbeitskammer 66 für einen Arbeitskolben 68. Der Außenmantel des Kupplungszylinders 62 bildet eine Bremstrommel 70 für ein Bremsband 72.
  • Ein auf der Antriebswelle 44 aufgekeilter trommelförmiger Kupplungsteil 74 trägt an seinem Umfang in bekannter Weise Kupplungsscheiben 75, die mit vom Innenteil der Bremstrommel 70 getragenen Kupplungsseheiben75'zusammenwirken. DerArbeitskolben 68 ist normalerweise mittels einer sich zwischen dem Kolben und einem Stützring 80 am Kupplungszylinder 62 abstützenden Ausrückfeder 78 in seiner linken Stellung gehalten. Der Arbeitskammer 66 wird durch entsprechende Kanäle eine die Kupplung betätigende Druckflüssigkeit zugeführt. Ein zweiter mit der Bremstrommel 70 fest verbundener scheibenförmiger Kupplungsteil 82 bildet die Gegendruckplatte für die Kupplungsseheiben 75,75'. Die aus den vorgenannten Einzelteilen aufgebaute Mehrscheibenkupplung stellt in dem später beschriebenen Steuerschema die sogenannte »Direktkupplung 76« zur Schaltung des oberen, d. h. also hohen Geschwindigkeitsbereiches und die aus der Bremstrommel 70 und dem Bremsband 72 bestehende, Bremse die sogenannte »Unterbrernse 83« zur Schaltung des unteren, d. h. niedrigen Geschwindigkeitsbereiches dar.
  • Das Verbundplanetengetriebe 12 enthält zwei Sonnenräder 84 und 86 mit verschiedenen Durchmessern. Das im Durchmesser kleinere Sonnenrad 84 besteht mit dem Kupplungsteil 82 aus einem Stück oder ist mit diesem auf andere Weise fest verbunden, während das größere Sonnenrad 86 mit der Antriebswelle 44 aus einem Stück hergestellt oder mit dieser fest verbunden ist und dem ersten Sonnenrad 84 benachbart liegt. Mit diesen Sonnenrädern wirken Verbundplanetenräder zusammen, die aus je einem längeren Planetenrad 88 und einem kürzeren Planetenrad 90 bestehen. Das Planetenrad 90 greift in das kleinere Sonnenrad 84 und in einen innen verzahnten Radkranz 92 und das Planetenrad 88 in das größere Sonnenrad 86 ein. Die Planetenräder 89 und 90 stehen außerdeni miteinander im Eingriff und sind mittels Achsen 96 und 98 auf einem gemeinsamen Planetenträger 94 drehbar gelagert.
  • Der Radkranz 92 bildet einen Teil einer Bremstrommel 100 für ein Bremsband 102. Die Bremstrommel 100 ist mit ihrer Nabe 104 auf einem von einem Ringflansch 108 ausgehenden zentralen zylinderförinigen Ansatz 106 drehbar gelagert. Der Ringflansch 108 selbst ist an der rückwärtigen Endwand 110 des Getriebegehäuses 14 mittels Schrauben 112 befestigt. Die Bremstrommel 100 bildet zusammen mit dem Brernsband 102 die sogenannte »Rückwärtsbremse 113«.
  • Der kingflansch 108 ist mit einer zentralen Ausnehmung zur Aufnahme einer hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114 versehen, die in ihrem Aufbau der bereits beschriebenen vorderen Druckflüssigkeitspumpe 36 entspricht. Eine Abschlußplatte 116 verschließt die Pumpenkammer nach außen. Der Rotor 115 der Druckflüssigkeitspumpe 114 ist fest verkeilt oder in anderer Weise fest verbunden mit der Abtriebswelle 118, die sich aus dem hinteren Teil des Getriebegehäuses 14 erstreckt und innerhalb des Ansatzes 106 drehbar gelagert ist. Der vorgenannte Planetenträger 94 besteht mit der, Abtriebswelle 118 aus einem Stück oder ist mit dieser entsprechend fest verbunden. Auf der Abtriebswelle 118 sitzt ferner ein Fliehkraftregler 119, der, wie später beschrieben, ein Drehzahlsignal für die automatische Schaltung des Getriebes erzeugt. Der Fliehkraftregler 119 bildet einen Teil der später erläuterten automatischen Steuervorrichtung.
  • Das in F i g. 1 dargestellte Getriebe ermöglicht zwei Antriebsübersetzungsverhältnisse bei Vorwärtsfahrt und ein übersetzungsverhältnis bei Rückwärtsfahrt. Um mit dem Getriebe ein niedriges Übersetzungsverhältnis bei größtmöglicher Drehmomentvervielfachung zu erhalten, wird die Unterbremse 83 angezogen, wodurch das Sonnenrad 84 festgelegt wird und die Dircktkupplung 76 ausgerückt und die Rückwärtsbremse 113 gelöst werden. Das der Pumpe 22 im Drehmomentwandler 10 vom Kraftfahrzeugmotor zugeführte Drehmoment bedingt einen ringförmigen Flüssigkeitsumlauf im Wandler, woraus sich ein erhöhtes Turbinendrehmoment ergibst, das mittels der Antriebswelle 44 direkt auf das Sonnenrad 86 übertragen wird. Das Sonnenrad 86 treibt die Planetenräder 88, die ihrerseits die Planetenräder 90 drehen. Da das Sonnenrad 84 festgehalten ist, zwingt die Drehung der Planetenräder 90 den Planetenträger 94 und damit die Abtriebswelle 118, sich in einem verminderten, d. h. also niedrigen übersetzungsverhältnis im Vorwärtsgang zu drehen.
  • Um im Planetengetriebe ein direktes Antriebsübersetzungsverhältnis zu erhalten, werden die Unterbremse 83 gelöst und die Direktkupplung 76 eingerückt, wobei das Lösen des Bremsbandes 72 und das Anziehen der Kupplungsscheiben 75, 75' durch die später beschriebene automatische Steuervorrichtung synchronisiert ist. Wenn die Direktkupplung 76 genügend stark angezogen ist, sind die beiden Sonnenräder 84 und 86 für eine gemeinsame Bewegung zusammengeschaltet. Hierdurch dreht sich das Planetengetriebe 12 als starre Einheit, und es ist eine Direktverbindung zwischen der Antriebswelle 44 und der Abtriebswelle 118 im Vorwärtsgang hergestellt.
  • Zur Schaltung des Getriebes auf Rückwärtsfahrt sind die Unterbremse 83 und die Direktkupplung 76 zu lösen und die Rückwärtsbremse 113 anzuziehen. Hierdurch wird der Radkranz 92 festgelegt, und das Drehmoment der Turbine 24, welches auf das Sonnenrad 86 übertragen wird, dreht die Planetenräder 88. Diese Drehung der Planetenräder 88 wird auf die Planetenräder 90 übertragen, und da der Radkranz 92 festgehalten ist, rollen die Planetenräder 90 in dem Radkranz 92 in entgegengesetzter Richtung ab, wodurch ein umgekehrtes Antriebsdrehmoment auf dem Planetenträger 94 und somit auf die Abtriebswelle 118 ausgeübt wird.
  • Die mit dem Getriebe zur Betätigung der Direktkupplung 76, der Unterbremse 83 und der Rückwärtsbremse 113 zusammenwirkende automatische Steuervorrichtung wird nachstehend mit Bezug auf F i g. 2 erläutert.
  • Die von dem nicht dargestellten Kraftfahrzeugmotor angetriebene vordere Druckflüssigkeitspumpe 36 saugt eine vorzugsweise durch öl gebildete Druckflüssigkeit aus dem Getriebesumpf 20 über ein Filter an und drückt sie in eine Netzdruckleitung 120.
  • Die Leitung 120 führt zu einem Hauptregelventil 122 mit einem Steuerkolben 124, der in einem mit mehreren Ventilkammern versehenen Ventilgehäuse gleitend geführt ist. Der Steuerkolben 124 hat mehrere im Abstand zueinander liegende Steuerbunde 126, 128, 130 und 132. Die Netzdruckleitung 120 ist im Bereich des Steuerbundes 126 an die entsprechende Ventilkammer angeschlossen, und der Steuerbund 126 regelt die jeweilige Größe des Durchlasses zwischen der Leitung 120 und einer von einer weiteren Ventilkammer ausgehenden Auslaßleitung 134, die zum Sumpf 20 zurückführt. Die Netzdruckleitung 120 steht hinter dem Hauptregelventil 122 über ein Rückschlagventil 138 mit einer Druckleitung 136 in Verbindung. Das Rückschlagventil 138 ist normalerweise durch eine Ventilfeder 140 geschlossen.
  • Die von der vorderen Druckflüssigkeitspumpe 36 eingesp#eiste Druckflüssigkeit wird von der Druckleitung 136 zu je einer Ventilkammer des Hauptregelventils 122 zwischen den Steuerbunden 128 und 130 bzw. 130 und 132 zurückgeführt. Der Durchmesser des Steuerbundes 132 ist kleiner als der des benachbarten Steuerbundes 130, und der Netzdruck in der Druckleitung 136 übt deshalb auf den Steuerkolben 124 eine aufwärts gerichtete Druckkraft aus, der eine abwärts gerichtete, von einer Kolbenfeder 142 direkt auf den Steuerkolben 124 einwirkende Federkraft entgegen wirkt. Der in den Leitungen 120 und 136 herrschende Druck ist somit durch die Kolbenfeder 142 bestimmt.
  • Die Auslaßseite der von der Abtriebswelle 118 angetriebenen hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114, die ebenfalls aus dem Getriebesumpf 20 saugt, steht mit der vorgenannten Druckleitung 136 durch eine Druckleitung 144 in Verbindung. Ein in der Druckleitung 144 angeordnetes Rückschlagventil 146 hat die Aufgabe, die Druckflüssigkeit nur von der hinteren Förderpumpe 114 in die Druckleitung 136 durchzulassen, aber in Gegenrichtung zu sperren. Das Rückschlagventil ist normalerweise durch eine Ventilfeder 147 geschlossen.
  • Unter Betriebsbedingungen, bei denen der Auslaßdruck aus der vorderen Druckflüssigkeitspumpe 36 größer ist als der aus der hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114, wird das Rückschlagventil 146 geschlossen und das Rückschlagventil 138 geöffnet, und der Netzdruck wird im Hauptregelventil 122 durch den Steuerbund 126 geregelt. Ist hingegen der Auslaßdruck der hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114 größer als der der vorderen Druckflüssigkeitspumpe 36, so wird das Rückschlagventil 138 geschlossen und das Rückschlagventil 146 geöffnet, und die Druckleitungen 144 und 136 werden miteinander verbunden, wodurch nur die hintere Druckflüssigkeitspumpe 144 den erforderlichen Flüssigkeitsdruck für den Gesamtkreislauf liefert. In beiden Fällen wird der Netzdruck in der Druckleitung 136 der zwischen den Steuerbunden 128 und 130 liegenden Ventilkammer des Hauptregelventils 122 durch eine für diesen Zweck vorgesehene Leitung 148 zugeführt.
  • Sobald das Rückschlagventil 138 schließt, wird der Steuerkolben 124 durch den Flüssigkeitsdruck aus der Druckleitung 136, 148 über die Differenzflächen der Steuerbunde 130 und 132 nach aufwärts bewegt, so daß der Steuerbund 128 die Größe der Verbindung zwischen der Leitung 148 und der Auslaßleitung 134 steuert. Durch die Aufwärtsbewegung des Steuerkolbens 124 wird weiterhin der Steuerbund 126 so verschoben, daß die von der vorderen Druckflüssigkeitspumpe 36 kommende Leitung 120 in direkte Verbindung mit der zum Getriebesumpf 20 führenden Auslaßleitung 134 kommt, wodurch die vordere Druckflüssigkeitspumpe 36 unwirksam läuft. Da somit diese mit einer im wesentlichen »Null«-Druckdifferenz arbeitet, wird eine beachtliche Einsparung an Antriebskraft für die Druckflüssigkeitspumpen erreicht.
  • Es ist zu beachten, daß die hintere Druckflüssigkeitspumpe 114 den Gesamtbedarf an Druckflüssigkeit nur bei hoher Umlaufgeschwindigkeit während des vorgenannten direkten Antriebsübersetzungsverhältnisses liefern kann. Die Rückschlagvehtile 146 und 138 können sich jedoch beide bei einem dazwischenliegenden Geschwindigkeitsbereich öffnen, so daß die vordere Druckflüssigkeitspumpe 36 die Arbeit der hinteren Pumpe 114 ergänzt.
  • Dem Drehmomentwandler 10 wird Flüssigkeit durch eine Leitung 150 zugeführt, die von einer dem Steuerbund 128 benachbarten Ventilkammer des Hauptregelventils 122 ausgeht. Die Leitung 150 steht deshalb über das Rückschlagventil 138 mit der Druckleitung 136 in Verbindung und versorgt die von ihr ausgehende Leitung 152 auch das Getriebe mit Schmieröl. Eine in der Leitung150 vor einem Auslaß 155 angeordnete Einschnürung 154 sorgt für einen erwünschten Gegendruck in der Leitung 150, dessen Größe durch ein überströmventil 156 gesteuert ist. Von dem Drehmomentwandler 10 führt eine Rückleitung 158 über ein Rückschlagventil 162 zu einem ölkühler 160 und von dort zurück zum Getriebesumpf 20.
  • Die von dem Hauptregelventil 122 ausgehende Druckleitung 136 führt zu einem vom Fahrer zu betätigenden Handventil 164, das in seinem mit mehreren Ventilkammern versehenen Gehäuse einen Steuerkolben 166 mit voneinander getrennten Steuerbunden 168, 170, 172 aufweist. Die Druckleitung 136 ist zwischen den Steuerbunden 170 und 172 am Ventilgehäuse angeschlossen.
  • Aufgabe des Hauptventils 164 ist es, das Getriebe für den unteren, den oberen und den Rückwärtslauf-Geschwindigkeitsbereich einzustellen. Der Steuerkolben 166 ist zu diesem Zweck in die mit den Buchstaben R, N, D und L angedeuteten Stellungen verschieblich, wobei R den Rückwärtsgang, N die Neutralstellung, D den Direktgang (hoher Geschw'indigkeitsbereich) und L den Langsamgang (niedriger Geschwindigkeitsbereich) bedeutet. Wenn sich der Steuerkolben 166 in der in F i g. 2 eingezeichneten Stellung befindet, arbeitet das Getriebe im Direktgang.
  • Es ist ferner ein Umschaltventil 174 vorgesehen, das in seinem mit mehreren Ventilkammem versehenen Gehäuse einen Steuerkolben 176 mit voneinander getrennten Steuerbunden 178 und 180 enthält. Aufgabe des Umschaltventils 174 ist es, wie später beschrieben, eine automatische Umschaltung des Getriebes bei einer bestimmten Fahrzeuggeschwindigkeit aus dem niedrigen in den hohen Geschwindigkeitsbereich zu bewirken. Der Steuerkolben 176 ist normalerweise durch eine Kolbenfeder 182 aufwärts gedrückt. In dem Mittelbereich des Umschaltventilgehäuses mündet eine von dem Ventilgehäuse des Handventils 164 ausgehende Druckleitung 184. Wenn der Steuerkolben 166 des Handventils 164 die Stellung gemäß F i g. 2 innehat, steht die Druckleitung 184 mit der von dem Hauptregelventil 122 kommenden Druckleitung 136 in Verbindung, so daß der Steuerkolben 176 des Umschaltventils 174 unter Netzdruck steht.
  • Wenn der Steuerkolben 176 des Umschaltventils 174 die in F i g. 2 gezeigte Stellung einnimmt, ist eine Verbindung von der Druckleitung 184 zu einer Leitung 186 hergestellt, die zu einem Servo zur Betätigung der Direktkupplung 76 führt. Die Leitung 186 steht außerdem mit einer Leitung 188 in Verbindung, die ihrerseits über ein Umgehungsventil 192 mit einer an der Entlastungsseite des Bremsservos der Unterbremse 83 angeschlossenen Leitung 190 verbunden ist. Dieser Bremsservo besteht aus einem Arbeitszylinder 194 mit zwei sich axial gegenüberliegenden Arbeitskammem 19,V und 194" und einem Arbeitskolben 196, der mit dem Bremsband 72 mittels einer Druckstange 197 verbunden ist und von einer Kolbenfeder 195 in der aus F i g. 2 ersichtlichen zurückgeschobenen Entlastungsstellung gehalten wird.
  • Die vorgenannte Leitung 190 ist an die linke Arbeitskammer 194" angeschlossen, während von der rechten Arbeitskammer 194# eine Leitung 198 zum Handventil 164 führt und über dieses in der gezeichneten Einstellung mit der Druckleitung 184 verbunden ist. Wenn beide Arbeitskammern des Bremsservos unter gleichem Druck stehen, ist das Bremsband 72 unter der Wirkung der Feder 195 gelöst, dagegen bei druckloser linker Arbeitskammer 194" angezogen.
  • Das Bremsband 102 der Rückwärtsbremse 113 wird ebenfalls durch einen Bremsservo betätigt, der aus einem Arbeitszylinder200 und einem Arbeitskolben202 besteht. Der Arbeitskolben ist mittels einer Zugstange 203 mit dem Bremsband 102 verbunden und normalerweise durch eine Kolbenfeder 201 in die dargestellte Entlastungsstellung gedrückt. Der Arbeitszylinder 200 und der Arbeitskolben 202 schließen eine Arbeitskammer 200' ein, von der eine Leitung 204 zum Handventil 164 führt. Die Leitung 204 mündet in eine Ventilkammer des Handventils 164, die bei Stellung des Steuerkolbens 166 gemäß F i g. 2 zwischen den Steuerbunden 168 und 170 liegt, wobei diese Ventilkammer mit einer zweiten, zu einer Auslaßleitung 205 führenden Ventilkammer in Verbindung steht.
  • In dem Umschaltventil 174 ist oberhalb des Steuerkolbens 176 ein Zusatzkolben 206 angeordnet, der einen Steuerbund 208 mit verhältnismäßig großem Durchmesser aufweist. Die obere Seite des Steuerbundes 208 ist einem von der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängigen Regeldruck unterworfen, der durch eine von dem Fliehkraftregler 119 kommende Leitung 210 zugeführt wird. Der Fliehkraftregler 119 weist einen Kolben 212 auf, der in einem radial an der Abtriebswelle 118 angeordneten Arbeitszylinder 211 verschieblich ist. Von dem Arbeitszylinder 211 geht eine Auslaßleitung 214 ab. Der Kolben 212 wird unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft radial nach außen bewegt, wobei er bestrebt ist, die Auslaßleitung 214 zu verschließen, so daß der Druck aus der Leitung 210 nicht durch diese Auslaßleitung entweichen kann.
  • Die Leitung 210 steht durch eine Einschnürung 216 mit der von der hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114 kommenden Druckleitung 144 in Verbindung. Der Druck in der Leitung 210 übt eine radial nach einwärts gerichtete Kraft auf den Kolben 212 im Fliehkraftregler 119 aus, die der Zentrifugalkraft entgegenwirkt. Somit ist die Verbindung zwischen den Leitungen 210 und 214 durch die Drehzahl der Abtriebswelle 118 bestimmt, und der Druck in der Leitung 210 ist eine Funktion der Fahrzeuggeschwindigkeit. Die Einschnürung 216 zwischen den Leitungen 210 und 144 bewirkt einen gewünschten Gegendruckwert in der Leitung 144, so daß die hintere Druckflüssigkeitspumpe 114 als Quelle für den Netzdruck, wie vorstehend beschrieben, benutzt werden kann, was während des Rückwärtslaufes der Abtriebswelle 118 wesentlich ist.
  • Dem auf das Umschaltventil 174 einwirkenden Regeldruck wirkt ein sich der jeweiligen Einstellung der Motordrossel anpassender sogenannter »modulierter« Drosseldruck entgegen, der auf den Steuerbund 180 des Steuerkolbens 176 und auf eine Differentialfläche an der Unterseite des Steuerbundes 208 am Zusatzkolben 206 eine nach aufwärts gerichtete Kraft ausübt. Der Drosseldruck wird den Ventilkammern im Bereich der Steuerbunde 180 und 208 durch eine Drosseldruckleitung 218 zugeführt. Zu diesem Zweck ist im Umschaltventil 174 unterhalb des Steuerkolbens 176 ein weiterer mit diesem zusammenwirkender Zusatzkolben 220 angeordnet, der durch eine sich gegen den Steuerkolben 176 abstützende Kolbenfeder 221 nach unten gedrückt wird. Der modulierte Drosseldruck wird der Unterseite des Zusatzkolbens 220 mittels einer Drosseldruckleitung 222 von einem weiter unten beschriebenen Drosselventil 224 zugeführt. Wenn der Steuerkolben 176 des Umschaltventils 174 eine obere Stellung einnimmt, wird der Zusatzkolben 220 vom Druck der Kolbenfeder 221 entlastet und stellt die Verbindung zwischen den Drosseldruckleitungen 222 und 218 her, wodurch der modulierte Drosseldruck auch in der Drosseldruckleitung 218 ansteht. Dieser Drosseldruck wird, wie später erläutert, zur Festlegung des Umschaltpunktes für das Umschaltventil 174 nutzbar gemacht.
  • Der vorgenannte Drosseldruck in der Drosseldruckleitung 222 wird durch ein sogenanntes Drosselventil 224 erzeugt, das in seinem mit mehreren Ventilkammern versehenen Ventilgehäuse einen Steuerkolben 226 mit voneinander getrennten Steuerbunden 228 und 230 enthält. Das Drosselventil 224 ist ferner mit einem zweiten, zum ersten Steuerkolben 226 gleichachsig und links von diesem angeordneten Steuerkolben 232 mit getrennten Steuerbunden 234 und 236 versehen. Zwischen den beiden Steuerkolben 232 und 226 ist eine Druckfeder 235 derart eingesetzt, daß, wenn der Steuerkolben 232 nach rechts verschoben wird, eine Kraft auf den Steuerkolben 226 ausgeübt wird. Der Steuerkolben 232 ist mechanisch mit der nicht dargestellten Motordrossel verbunden, so daß seine Verschiebung proportional zur Verstellung der Motordrossel erfolgt.
  • Dem Drosselventil 224 wird der Netzdruck zwischen den Steuerbunden 228 und 230 mittels einer von der Druckleitung 144 ausgehenden Druckleitung 238 zugeführt, und der Steuerbund 230 steuert die Größe des Durchganges von dieser Druckleitung 238 zur vorgenannten Drosseldruckleitung 222. Der modulierte Druck aus der Drosseldruckleitung 222 greift an der rechten Seite des Steuerbundes 230 am Steuerkolben 226 an. Hierdurch entsteht eine Kraft, die der durch die Druckfeder 235 ausgeübten Druckkraft entgegenwirkt. Die Bewegung der Motordrossel in eine weit geöffnete Stellung führt über den Steuerkolben 232 zu einem Zusammendrücken der Druckfeder 235, und dies bewirkt einen hohen Drosseldruck in der Leitung 222, der somit proportional dem Motordrehmomentbedarf ist.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Steuervorrichtung, soweit bisher beschrieben, sei angenommen, daß sich das Handventil 164 in der in F i g. 2 gezeigten Stellung für den Direktgang befindet und daß das Kraftfahrzeug aus dem Stillstand heraus beschleunigt werden soll. Der Regeldruck in der Leitung 210 ist, wenn das Fahrzeug stillsteht und somit die hintere Druckflüssigkeitspumpe 114 nicht arbeitet, »Null«, und wenn die Motordrossel geschlossen ist, der Motor also im Leerlauf arbeitet, ist der Drosseldruck in der Drosseldruckleitung 222 ebenfalls angenähert gleich »Null«. Der Steuerkolben 176 im Umschaltventil 174 nimmt folglich unter der Wirkung der Kolbenfeder 182 mangels eines Gegendruckes eine obere Stellung ein, wodurch die von dem Umschaltventil 174 zur Direktkupplung 76 füh- rende Leitung 186 mit einem an dem Ventilgehäuse vorhandenen Auslaß 191 verbunden wird und der Kupplungsservo entlastet wird. Da weiter die Arbeitskammer 194" an der Entlastungsseite des Arbeitskolbens 196 für die Unterbremse 83 durch die Leitungen 190 und 188 mit der Leitung 186 und damit mit dem Auslaß 191 verbunden ist, ist die Arbeitskammer 194" ebenfalls entlastet. Die Arbeitskammer 194' an der Einschaltseite des Arbeitskolbens 196 steht hingegen über die von dem Handventil 164 kommende Leitung 198, die ihrerseits durch das Handventil 164 mit der Druckleitung 136 verbunden ist, unter Netzdruck, und daF, Bremsband 72 ist angezogen. Der Bremsservo der Rückwärtsbremse 113 ist entlastet, da er über die Leitung 204 und das Handventil 164 mit dem Auslaß 205 verbunden ist. Das Getriebe befindet sich somit in der Arbeitsstellung für den niedrigen Geschwindigkeitsbereich.
  • Wenn nun der Fahrer die Motordrossel öffnet, wird die Antriebsleistung des Motors mit Hilfe des Drehmomentwandlers 10 und des Planetengetriebes 12 in der bereits erläuterten Weise auf die Abtriebswelle 118 übertragen, und zwar mit größtmöglicher Drehmomentvervielfachung.
  • Das Getriebe bleibt nun so lange im niedrigen Geschwindigkeitsbereich, bis der Netzdruck in der Leitung 210 infolge der mitwirkenden hinteren Druckflüssigkeitspumpe 114 so weit angestiegen ist, daß er den Steuerkolben 176 des Umschaltventils 174 entgegen der Wirkung der Kolbenfeder 182 und des vom Drosselventil 224 modulierten Drosseldruckes in den Leitungen 222, 218 abwärts in die Stellung gemäß F i g. 2 verschiebt. Die Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der diese Verschiebung eintritt, wird durch die Einstellung der Motordrossel bestimmt.
  • In der in F i g. 2 gezeigten Stellung des Steuerkolbens 176 werden die Leitungen 184 und 186 miteinander verbunden, wodurch der Kupplungsservo die Direktkupplung 76 einrückt. Die Arbeitskammer 194" an der Entlastungsseite des Arbeitskolbens 196 der Unterbremse 83 wird ebenfalls unter Druck gesetzt, wodurch das Bremsband 72 gelöst wird. Da die Direktkupplung 76 bei gleichzeitig gelöstem Bremsband 72 eingerückt ist, befindet sich das Getriebe jetzt in der Arbeitsstellung für den hohen Geschwindigkeitsbereich.
  • Soll das Getriebe im Rückwärtsgang arbeiten, so wird der Steuerkolben 166 des Handventils 164 in die Stellung R verschoben, wodurch die Leitung 198 über eine Auslaßleitung 240, die vom Steuerbund 172 freigegeben wird, mit einem Auslaß 246 verbunden wird. Der Bremsservo der Unterbremse 83 wird somit auf der Einschaltseite entlastet, und das Bremsband 72 wird gelöst. Die Netzdruckleitung 136 steht über das Handventil 164 in direkter Verbindung mit der zum Bremsservo der Rückwärtsbremse 113 füh- renden Leitung 204, wodurch der Arbeitskolben 196 auf Seiten der Arbeitskammer 200' mit Druckflüssigkeit beaufschlagt wird und das Bremsband 102 anzieht. Die Direktkupplung 76 ist dabei gelöst, da die Leitung 186 durch den Auslaß 191 im Umschaltventil 174, dessen Steuerkolben 176 während des Rückwärtslaufes unter der Wirkung der Kolbenfeder 182 und des modulierten Drosseldruckes seine obere Stellung einnimmt, entleert wird. Da die Direktkupplung 76 und die Unterbremse 83 gelöst sind, während die Rückwärtsbremse 113 angezogen ist, befindet sich das Getriebe in der Arbeitsstellung für Rückwärtslauf.
  • Verschiebt sich der Steuerkolben 176 des Umschaltventils 174 in der Stellung D des Handventils 164 aus seiner oberen Stellung für den niedrigen Geschwindigkeitsbereich in seine untere Stellung für den hohen Geschwindigkeitsbereich (Stellung gemäß F i g. 2), so drückt er den Zusatzkolben 220 nach abwärts, der dadurch die Drosseldruckleitung 218 von der Drosseldruckleitung 222 absperrt und eine Leitung 242 freigibt, die vom Umschaltventil 174 zum Drosselventil 224 führt und durch dieses mit einer zum Auslaß 246 im Handventil 164 führenden Leitung 244 verbqnden ist. Dadurch werden die auf den Steuerkolben 176 aufwärts wirkenden modulierten Drosseldruckkräfte ausgeschaltet, und das Umsdhaltventil 174 nimmt so lange seine untere, den Direktantrieb einschaltende Stellung ein, bis der Flüssigkeitsdruck in der Leitung 210 so weit abgesunken ist, daß der Steuerkolben 176 aufwärts bewegt wird. Die Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der diese Aufwärtsverschiebung zur Einschaltung des niedrigen Geschwindigkeitsbereichs erfolgt, ist wesentlich geringer als diejenige, bei der eine Verschiebung aus der oberen Ventilstellung für den niedrigen Geschwindigkeitsbereich nach abwärts in die Stellung für den direkten oder hohen Geschwindigkeitsbereich erfolgt.
  • Um ein weiches Anziehen des Bremsbandes 72 und damit einen weichen Übergang von dem einen Geschwindigkeitsbereich in den anderen zu erreichen, ist es erwünscht, das Anziehen der Unterbremse, 83 beim Umschalten des Getriebes vom Direktantrieb zum niedrigen übersetzungsverhältnis bei geschlossener Motordrossel etwas zu verzögern. Diese Verzögerung wird durch das bereits genannte Umgehungsventil 192 ermöglicht, das in seinem Ventilgehäuse einen Steuerkolben 248 mit voneinander getrennten Steuerbunden 250 und 252 enthält, der durch eine Kolbenfeder 249 abwärts gezwungen wird. Die Unterseite des Steuerkolbens 248 ist dem Drosseldruck über die von der Drosseldruckleitung 222 ausgehende Leitung 254 ausgesetzt.
  • Wenn der Kraftfahrzeugmotor unter Last läuft, ist der Drosseldruck genügend hoch, um den Steuerkolben 248 in der in F i g. 2 gezeigten Stellung zu halten, wodurch über das Umgehungsventil 192 eine freie Verbindung zwischen den Leitungen 188 und 190 besteht. Bei geschlossener Motordrossel hingegen sinkt der Drosseldruck auf »Null«, und der Steuerkolben 248 wird unter dem Einfluß der Kolbenfeder 249 abwärts bewegt. Hierdurch steht die Leitung 188 nur über eine Einschnürung 256 mit der Leitung 190 in Verbindung. Beim Abwärtsschalten des Getriebes mit geschlossener Motordrossel kann also die Druckflüssigkeit in der Arbeitskammer 194" auf der Entlastungsseite der Unterbremse nur durch die Einschnürung 156 in die Leitung 188 und weiter über die Leitung 186 zum Auslaß 191 entweichen, wodurch das Anziehen des Bremsbandes 72 im Verhältnis zu der Zeitspanne, die zum Ausrücken der Direktkupplung 76 erforderlich ist, verzögert wird.
  • Die vorgenannte Drosselung der Verbindung zwischen den Leitungen 188 und 190 ist jedoch während des Aufwärtsschaltens des Getriebes bei einer geringen öffnung der Motordrossel nicht erwünscht, da hierdurch eine überschneidung beim Einschalten der Direktkupplung 76 mit dem Lösen des Bremsbandes 72 der Unterbremse 83 verursacht würde. Bei einer derartigen geringen öffnung der Motordrossel würde sich der Steuerkolben 248 im Umgehungsventil 192 normalerweise abwärts bewegen und die vorgenannte Drosselung hervorrufen. Um dies zu verhindern, ist eine Umgehungsleitung 258 vorgesehen, die das Umgehungsventil 192 überbrückt und die Druckflüssigkeit unmittelbar von der Leitung 186 zur Leitung 190 und weiter in die Arbeitskammer 194" auf der Entlastungsseite des Bremsservos leitet. Ein Rückschlagventil 260 in der Umgehungsleitung 258 sichert diese direkte Strömung der Druckflüssigkeit zum Bremsservo. Bei geschlossener Motordrossel verhindert das Rückschlagventil 260 jedoch einen überbrückungsstrom durch die Umgehungsleitung 258, und die Einschnürung 256 bildet den einzigen Weg der Druckflüssigkeit zur Entleerung der Arbeitskammer 194" des Bremsservos.
  • Eine Drosselung beim Ausströmen der Druckflüssigkeit aus der Arbeitskammer 194"* des Bremsservos durch das Umgehungsventil 192 ist ebenfalls dann erwünscht, wenn das Handventil 164 bei verhältnismäßig hoher Fahrzeuggeschwindigkeit in die Langsamstellung L umgestellt wird, um bei Bergabfahrten mit dem Motor stärker bremsen zu können. In dem unteren Teil der Ventilkammer des Umgehungsventils 192 ist deshalb ein mit dem Steuerkolben 248 zusammenwirkender Zusatzkolben 262 angeordnet, dessen untere Stirnfläche dem Steuerdruck ausgesetzt ist, welcher dem Umgehungsventil 192 durch eine vom Handventil 164 ausgehende Leitung 264 zugeführt wird. Beim Verschieben des Handventils 164 in die Langsamstellung L wird der Steuerkolben 248 durch den nach oben verschobenen Zusatzkolben 262 unabhängig von der Motordrosselstellung und damit von der Größe des Drosseldrukkes in seiner oberen Stellung gehalten. Das Bremsband 72 der Unterbremse 83 kann deshalb beim Ausrücken der Direktkupplung 76 schnell angezogen werden, wodurch ein unerwünschtes Schleifen der Kupplungs- und Bremsbeläge verhindert wird.
  • Wie erwähnt, wird das Getriebe für Dauerbetrieb im niedrigen Geschwindigkeitsbereich durch Verschieben des Steuerkolbens 166 des Handventils 164 in die Langsamstellung L eingestellt. In dieser Stellung gibt der Steuerbund 172 die Leitung 264 frei, so daß letztere direkt mit der vom Hauptregelventil 122 kommenden Netzdruckleitung verbunden wird. Die Leitung 264 ist außerdem mit dem Umschaltventil 174 auf der Unterseite des Zusatzkolbens 206 verbunden, wodurch der Netzdruck den Zusatzkolben 206 nach aufwärts in die Stellung für den niedrigen Geschwindigkeitsbereich verschiebt. Der Netzdruck gelangt ferner von der Leitung 264 zur Leitung 244 und durch das Drosselventil 224 zur Leitung 242, wo er der Unterseite des Steuerbundes 180 und der Unterseite des Steuerbundes 208 am Zusatzkolben 206 zugeführt wird und zusätzliche Druckkräfte auslöst, die das Umschaltventil 174 in die Stellung für den niedrigen Geschwindigkeitsbereich verschieben. Die Leitung 186 kommt hierdurch in direkte Verbindung mit dem Auslaß 191, und die Arbeitskammer des Servos der Direktkupplung 76 wird unmittelbar über die Leitung 186 entleert. Da das Umgehungsventil 192 unter diesen Bedingungen, wie oben erläutert, seine Aufwärtsstellung einnimmt, wird gleichzeitig die Arbeitskammer 194" an der Entlastungsseite des Servos der Unterbremse 83 über die Leitungen 190, 188, 186 entleert.
  • Um ein weiches Schalten des Getriebes und die erforderliche Drehmomentkapazität für die Kupphings-und Bremsservos zu erhalten, ist es zweckmäßig, die Größe des Netzdruckes in Übereinstimmung mit dem Bedarf an Arbeitsdrehmoment zu verändern. Zu diesem Zweck ist ein Ausgleichventil 266 in den Flüssigkeitskreislauf eingeschaltet, das, in einer entsprechenden Ventilkammer verschieblich, einen Steuerkolben 268 mit voneinander getrennten Steuerbunden 270, 272, 274 und 276 enthält. Der Steuerkolben 268 wird in seine rechte Stellung durch eine Kolbenfeder 278 gedrückt, die zwischen einer Zwischen-,#and 280 der Ventilkammer und dem Steuerkolben eingesetzt ist. Der die Kolbenfeder 278 enthaltende Teil der Ventilkammer ist dem Regeldruck über die Leitung 210 unterworfen.
  • Zwischen den Steuerbunden 270 und 272 wird der Ventilkammer mittels der Leitung 238 Netzdruck zugeführt, wobei der Steuerbund 272 die Verbindung zwischen der Leitung 238 und einer zum unteren Teil des Hauptregelventils 122 führenden Ausgleichsleitung 282 regelt. Vom Drosselventil 224 her anstehender Drosseldruck wird der rechten Seite des Steuerkolbens 268 im Ausgleichsventil 266 durch eine von der Drosseldruckleitung 222 abzweigende Leitung 284 zugeführt und wirkt auf eine ringförmige Differentialfläche zwischen den Steuerbunden 274 und 276 ein. Der gleiche Drosseldruck wird auch mittels der Leitung 284 der linken Seite des Ausgleichsventils 266 zugeführt und beaufsählagt dort die linke Seite eines Zusatzkolbens 286, der dort in einer Buchse 287 mit vermindertem Innendurchmesser gleitet. Ein mit dem Zusatzkolben 286 zusammenwirkender Stößel 288 ist verschieblich in der Zwischenwand 280 der Ventilkammer gelagert und wird durch eine Druckfeder 290 nach links gedrückt, die sich mit einem Ende gegen ein am Stößel 288 anliegendes Widerlager 291 und mit dem anderen Ende gegen den Steuerkolben 268 abstützt.
  • Dem nach rechts auf den Steuerkolben 268 einwirkenden geschwindigkeitsabhängigen Regeldruck aus der Leitung 210 und der Kraft der Kolbenfeder 278 wird durch den nach links auf den Steuerbund 274 wirkenden, vom Drosselventil 224 kommenden motordrehmomentabhängigen Drosseldruck entgegengewirkt. Dieser nach links auf den Steuerkolben wirkende Drosseldruck wird durch den in der Ausgleichsleitung 282 herrschenden Ausgleichsdruck, der auf die rechte Seite des Steuerbundes 272 einwirkt, unterstützt. Der Steuerkolben 268 arbeitet folglich als Druckregulierorgan, und der in der Leitung 282 erzeugte Ausgleichsdruck ist eine Funktion sowohl des fahrgeschwindigkeitsabhängigen Regeldruckes als auch des drehmomentabhängigen Drosseldruckes. Der Ausgleichsdruck wird auf die Unterseite des Steuerbundes 132 am Hauptregelventil 122 übertragen und zwingt den Steuerkolben 124, sich aufwärts zu bewegen.
  • Wenn der von dem Drosselventil 224 kommende Drosseldruck in Abhängigkeit eines vergrößerten Bedarfes an Motordrehmoment für irgendeine gegebene Fahrzeuggeschwindigkeit angestiegen ist, wird der Steuerkolben 268 im Ausgleichsventil 266 nach links verschoben, und die Verbindung zwischen der Netzdruckleitung 238 und der Ausgleichsleitung 282 wird verringert. Dies ergibt einen verminderten Ausgleichsdruck, und der Steuerbund 126 am Steuerkolben 124 des Hauptregelventils 122 wird deshalb die Verbindung zwischen der Leitung 120 und der Auslaßleitung 134 verringem. Dies führt zu einem solchen Ansteigen des Netzdruckes, daß sich die Drehmomentübertragungskapazität der Kupplungs-und Bremsservos dem vergrößerten Drehmoment anpaßt, das normalerweise die Folge einer öffnung der Motordrossel ist.
  • Wenn andererseits die Fahrzeuggeschwindigkeit bei irgendeiner gegebenen Motordrosseleinstellung ansteigt, wächst der Regeldruck, der an dem Steuerkolben 268 im Ausgleichsventil 266 nach rechts angreift, und vergrößert die Verbindung zwischen der Netzdruckleitung 238 und der Ausgleichsleitung 282 ebenfalls. Dadurch steigt der Ausgleichsdruck in der Leitung 282, und die Verbindung zwischen der Druckleitung 120 und der Auslaßleitung 134 im Hauptregelventil 122 wird vergrößert, so daß der Netzdruck für die Kupplungs- und Bremsservos mit dem umgekehrten Verhältnis zwischen Fahrzeuggeschwindigkeit und Motordrehmoment abnimmt.
  • Das Motordrehmoment für irgendeine gegebene Fahrzeuggeschwindigkeit ist im Bereich zwischen Schließstellung und etwa 60%iger Öffnung der Motordrossel im wesentlichen proportional der je--weiligen Drosseleinstellung. Oberhalb dieses Bereiches ist es nicht erwünscht, daß sich der Ausgleichsdruck vermindert, da ein weiteres öffnen der Motordrossel gewöhnlich nicht mehr mit einer entsprechenden Vergrößerung des Motordrehmomentes verbunden ist. Es ist deshalb im Ausgleichsventil 266 Vorsorge dafür getroffen, den Drosseldruck oberhalb dieses Bereiches abzuschalten. Dieses Ab- schalten wird mittels des bereits genannten Zusatzkolbens 286 im linken Teil der Ventilkammer und der ihm zugeordneten Druckfeder 290 erreicht. Wenn die Motordrossel etwa zu 60 % geöffnet ist, erreicht der Drosseldruck eine solche Höhe, daß der Steuerkolben 286 die Druckfeder 290 zusammenpreßt und der Stößel 288 sich gegen den Steuerkolben 268 legt. Bei weiterer Öffnung der Motordrossel wird die aus dem angestiegenen Drosseldruck resultierende vergrößerte Drosseldruckkraft direkt auf den Steuerkolben 268 übertragen und wirkt der diesen nach links beaufschlagenden vergrößerten Drosseldruckkraft entgegen. Dadurch wird das Ausgleichsventil 266 unempfindlich gegenüber jeder weiteren öffnung der Motordrossel über die vorgenannte Grenzstellung von 60% hinaus.
  • Im Ausgleichsventil 266 ist ferner eine Einrichtung vorgesehen, durch welche der Regeldruck abgeschaltet werden kann. Diese Einrichtung besteht in einem Zusatzkolben 292, der in der Ventilkammer an der rechten Seite des Steuerkolbens 268 gelagert ist und sich gegen dessen rechtes Ende anlegt. Der fahrgeschwindigkeitsabhängige Regeldruck wirkt von der Leitung 210 her auf die rechte Seite des Zusatzkolbens 292, während dessen linke Seite dem Netzdruck aus der Leitung 238 unterworfen ist.
  • Es ist erwünscht, daß sich der Netzdruck vermindert, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit über einen vorbestimmten Wert bei einer gegebenen Motordrosseleinstellung anwächst, da sonst die Drehmomentkapazität der Kupplungs- und Bremsservos unzureichend sein würde, um sich dem notwendigen Antriebsdrehmoment anzupassen. Der Zusatzkolben 292 ist aus diesem Grunde derart kalibriert, daß, wenn eine vorbestimmte Grenzgeschwindigkeit des Fahrzeuges bei einer gegebenen Motordrosseleinstellung erreicht ist, der Zusatzkolben 292 gegen die entgegenwirkenden Kräfte in Anlage mit dem Steuerkolben 268 verschoben wird. Eine weitere Steigerung der Fahrzeuggeschwindigkeit wird dann zwar den Regeldruck vergrößern, aber der an der linken Seite des Steuerkolbens 268 angreifenden vergrößerten Regeldruckkraft wird durch eine gleich große Druckkraft am Zusatzkolben 292 entgegengewirkt. Das Ausgleichsventil 266 ist somit unempfindlich gegenüber Änderungen der Fahrzeuggeschwindigkeit geworden, wenn eine vorbestimmte Geschwindigkeit bei einer gegebenen Motordrosseleinstellung erreicht ist.
  • Wenn das Getriebe im Rückwärtsgang läuft, ist es notwendig, den Netzdruck in dem Leitungssystern zu vergrößern, da dann die Anforderungen an die Drehmomentkapazität der Rückwärtsbremse 113 verhältnismäßig hoch sind. Zu diesem Zweck wird im Rückwärtsgang die rechte Seite des Steuerbundes 276 am Steuerkolben 268 im Ausgleichsventil 266 über eine von der an das Handventil 164 angeschlossenen Leitung 204 ausgehende Leitung 294 mit Netzdruck beaufschlagt. Die somit auf den Steuerbund 276 einwirkende Druckkraft ergänzt diejenigen Kräfte, die nach links auf den Steuerkolben 268 einwirken, und verursacht eine Verminderung des Druckes in der Ausgleichsleitung 282. Dies wiederum ergibt, wie oben erläutert, durch Abwärtsbewegen des Steuerkolbens 124 im Haupregelventil 122 eine Vergrößerung des Netzdruckes.
  • Der Umfang der Erfindung ergibt sich aus den Patentansprüchen unter Berücksichtigung der unmittelbaren Erläuterung ihrer Gegenstände in der nachfolgenden Beschreibung. Darüber hinausgehende Teile der Beschreibung und der Zeichnung sind nicht Gegenstand der Erfindung.

Claims (2)

  1. Patentanspräche 1. Steuervorrichtung für ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem hydrodynamischen Drehmomentwandler und einem nachgeschalteten Planetengetriebe, dessen verschiedene übersetzungsbereiche mittels eines vom Drehmomentbedarf und der Abtriebsdrehzähl hydraulisch beeinflußbaren Umschaltventils derart umschaltbar sind, daß im Bereich hoher Abtriebsdrehzahlen Teile des Planetengetriebes durch eine druckflüssigkeitsbetätigte Kupplungseinrichtung drehfest miteinander verbunden sind und im Bereich niedriger Abtriebsdrehzahlen ein Teil des Planetengetriebes mittels einer in beiden Richtungen durch Druckflüssigkeit betätigbaren Bremseinrichtung festgelegt ist, wobei in der Druckflüssigkeitsleitung zwischen der Ausrückseite des Servos für die Bremseinrichtung und dem Umschaltventil eine Einschnürung vorgesehen ist, welche durch ein parallelgeschaltetes, in Abhängigkeit vom Drehmomentbedarf hy- draulisch aufsteuerbares Umgehungsventil überdrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Umgehungsventil(192) mit einem an sich bekannten Handventil(164) zur zwangsweisen Einstellung des Umschaltventils in die dem Bereich kleiner Abtriebsdrehzahlen entsprechende Stellung derart verbunden ist, daß bei der genannten zwangsweisen Einstellung des Handventils (164) das Umgehungsventil (192) zwangläufig geöffnet ist.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umgehungsventil (192) zwei durch Flüssigkeitsdruck betätigte, kraftschlüssig miteinander verbundene Kolben (248,262) aufweist, wobei der erste, die Umgehung der Einschnürung (256) steuernde Kolben in an sich bekannter Weise an der dem zweiten Kolben (262) zugekehrten Stirnseite gegen die Wirkung einer Feder einem vom Drehmomentbedarf abhängigen Drosseldruck unterworfen ist und der zweite Kolben (262) in Kraftschlußrichtung vom Netzdruck der hydraulischen Steuerung und entgegen der Kraftschlußrichtung vom Drosseldruck beaufschlagbar ist. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Einschnürung (256) eine diese überbrückende Leitung mit einem Rückschlagventil (260) vorgesehen ist, welches in Entleerungsrichtung der Ausrückseite des Servos für die Bremseinrichtung (83) sperrt. In Betracht gezogene Druckschriften-. Deutsche Patentschriften Nr. 930 610, 933 316; deutsche Auslegeschrift B 15245 II/63c (bekanntgemacht am 13. 10. 1955).
DEF29335A 1958-09-12 1959-09-08 Steuervorrichtung fuer ein hydraulisch schaltbares Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge Pending DE1206320B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2756144A1 (de) * 1976-12-23 1978-06-29 Deere & Co Planetengetriebe

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DE933316C (de) * 1955-08-25 General Motors Corporation, Detroit, Mich. (V. St. A.) Schaltvorrichtung für eine Kraftübertragungsanlage in Kraftfahrzeugen

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