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DE1205117B - Verfahren zur Herstellung und UEbertragung von Bildern durch ein Farbuebertragungsblatt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung und UEbertragung von Bildern durch ein Farbuebertragungsblatt

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Publication number
DE1205117B
DE1205117B DEP25959A DEP0025959A DE1205117B DE 1205117 B DE1205117 B DE 1205117B DE P25959 A DEP25959 A DE P25959A DE P0025959 A DEP0025959 A DE P0025959A DE 1205117 B DE1205117 B DE 1205117B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
layer
areas
photopolymerizable
thermoplastic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP25959A
Other languages
English (en)
Inventor
Marion Burg
Abraham Bernard Cohen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1205117B publication Critical patent/DE1205117B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/26Processing photosensitive materials; Apparatus therefor
    • G03F7/28Processing photosensitive materials; Apparatus therefor for obtaining powder images
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F291/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to macromolecular compounds according to more than one of the groups C08F251/00 - C08F289/00
    • C08F291/18Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to macromolecular compounds according to more than one of the groups C08F251/00 - C08F289/00 on to irradiated or oxidised macromolecules
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
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    • Y10S101/29Printing involving a color-forming phenomenon

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 41m
Deutsche Kl.: 15 k-7/05
Nummer: 1205 117
Aktenzeichen: P 25959 VI b/15 k
Anmeldetag: 2. November 1960
Auslegetag: 18. November 1965
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reproduktion von Bildern, bei welchem feinverteilte gesonderte Festteilchen, z. B. Farbstoffe, Tinten, Pigmente, Farbbildner und Metalle, unter Zuhilfenahme von Wärme in der Form eines Bildes übertragen werden.
Kopiermethoden und -verfahren unter Verwendung von Wärmeübertragungs- und Aufstäubungsverfahren sind bekannt. Bei den bekannten Verfahren zur Kopierung oder Übertragung eines Bildes entstehen jedoch ein oder mehrere der folgenden Nachteile:
1. Es muß ein bei Zimmertemperatur klebriges Bild verwendet werden, so daß eine besondere Handhabung des unbelichteten Films und Fixierung nach der Belichtung notwendig sind;
2. es sind Lösungsmittel oder andere nasse Arbeitsgänge notwendig, um die Substanzen klebrig zu machen, wenn diese Klebrigkeit notwendig ist;
3. die Materialeigenschaften werden beim Altern a° nachteilig beeinflußt, und
4. es sind längere Belichtungszeiten notwendig.
Kopierverfahren, bei welchen auf einer besonders vorbereiteten Unterlage durch den Einfluß von Wärme (Infrarotstrahlung) ein schwarzes Bild hergestellt wird, sind ebenfalls bekannt. Auch diese Verfahren weisen verschiedene Nachteile auf: Einmal sind die erhaltenen Kopien thermisch unbeständig, so daß der Untergrund bei zufälligem Erwärmen dunkel wird und die 3<> Kopie praktisch unleserlich ist. Darüber hinaus kann man die Bildfläche nicht auswählen, und das Untergrundmaterial ist allgemein unansehnlich. Weiter besteht hier wieder der Nachteil, daß nur verhältnismäßig teure und besonders vorbereitete Unterlagen oder Trägerfolien verwendet werden können, obwohl es eigentlich vorteilhafter wäre, eine der vielen möglichen und verhältnismäßig billigen Rohstoffe oder Unterlagen, wie geleimtes Papier, zu verwenden. Darüber hinaus können die Bilder und Kopien nur durch Direktberührung zwischen der zu kopierenden Vorlage und der Unterlage hergestellt werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden alle diese Nachteile vermieden.
Obwohl bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch einzelne feine Teilchen übertragen werden, unterscheidet es sich von den bislang bekannten Verfahren mit einer derartigen Übertragung dadurch, daß eine Oberfläche, in welcher die Teilchen lose gebunden sind, mit einer getrennten, ein Bild enthaltenden Schicht in Berührung gebracht wird, in welcher das Bild durch thermoplastische und unterhalb 4O0C feste Verfahren zur Herstellung und Übertragung von
Bildern durch ein Farbübertragungsblatt
Anmelder:
E. I. du Pont de Nemours and Company,
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. rer. nat. J. D. Frhr. v. Uexküll, Patentanwalt,
Hamburg-Hochkamp, Königgrätzstr. 8
Als Erfinder benannt:
Marion Burg, Metuchen, N. J.;
Abraham Bernard Cohen, Springfield, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 3. November 1959
(850 522)
Bereiche und bei mindestens 50° C feste komplementäre Bereiche erzeugt wird, wobei die sich berührenden Schichten auf eine Ubertragungstemperatur erwärmt werden, bei welcher die thermoplastischen Bereiche, aber nicht die komplementären Bereiche klebrig sind und dann voneinander abgezogen werden. Der in der vorliegenden Erfindung verwendete Begriff »Farbe« schließt auch schwarze und graue Töne ein. Nach Wunsch kann das durch die derart übertragenen Teilchen gebildete Bild durch eine Wiederholung des Verfahrens verstärkt werden, was jedoch in der Regel nicht notwendig ist. Die das übertragene Bild enthaltende Schicht kann als Endprodukt oder als Matrize benutzt werden, von welcher das Bild wiederum auf eine andere Unterlage, wie beispielsweise auf einen Papierbogen, übertragen werden kann, indem man die Unterlage und die Matrize während ihrer Berührung erwärmt und diese in noch warmem Zustand voneinander trennt. Auf diese Art können mehrere Kopien erzielt werden; wenn die Matrize erschöpft ist, kann sie durch Übertragung weiterer Teilchen, wie bereits beschrieben, wieder aufgefrischt werden.
Es ist nicht notwendig, daß das bildformende Material in Form von einzelnen Teilchen vorliegt oder daß es sogar lose an dem Bindemittel befestigt ist. Es kann auch als kontinuierliche Schicht eines beispiels-
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weise schwarz gefärbten, thermographischen oder einer anderen ein Bild ergebenden Masse vorliegen, welche ursprünglich von einem Träger getragen wird, von welchem es abgezogen wird, wo auch immer es mit der bildtragenden Schicht in Berührung gelangt.
Die ursprünglichen, ein Bild enthaltenden Schichten werden im allgemeinen hergestellt, indem man ein photopolymerisierbares Material bildweise mit aktinischer Strahlung belichtet, wobei dieses photopolymerisierbare Material einer Schicht aus einer photo- ίο polymisierbaren Masse trägt, welche aus den folgenden Bestandteilen besteht:
(a) 3 bis 97 Gewichtsteilen eines thermoplastischen organischen und bei 500C festen Polymeren,
(b) 97 bis 3 Gewichtsteilen einer polymerisierbaren, über 1000C siedenden ungesättigten Verbindung mit > C = C <-Gruppen, welche gegenüber dem thermoplastischen Polymeren als Weichmacher wirkt, und ao
(c) einer geringen Menge eines durch aktinische Strahlung aktivierbaren Polymerisationskatalysators, welcher unterhalb der Übertragungstemperatur thermisch inaktiv ist.
Vorzugsweise enthält die Schicht des photopolymerisierbaren Materials noch weiterhin einen Inhibitor (d) für die thermisch auszulösende Additionspolymerisation. Der Anreger (c) und der Inhibitor (d) können in Mengen zwischen 0,001 und 10,0 % bzw. 0,001 und 2,0%, bezogen auf das Gewicht der Schicht, eingesetzt werden.
Der im folgenden verwendete Ausdruck »unterbelichtet« bezeichnet vollständig unterbelichtete oder nur so weit teilbelichtete Bildbereiche, in welchen noch eine nennenswerte Menge an zur Additionspolymerisation fähigen Monomeren vorhanden ist und sich nicht genügend Additionspolymeres zur Bindung der Bestandteile gebildet hat, daß ein Schmelzen der Bildbereiche und eine Übertragung auf die gesonderten Teilchen enthaltende Schicht vermieden wird. Der Ausdruck »Ubertragungstemperatur«, bei welcher die in Frage kommenden Bildbereiche innerhalb von 10 Sekunden und unter geringem Druck, z. B. Daumendruck, auf analytischem Filterpapier festkleben oder anhaften.
Im allgemeinen sind die Komponenten (a) und (b) in Mengen von 10 bis 95 Gewichtsprozent, bzw. 9 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymeren und Monomeren, vorhanden.
Die in der photopolymerisierbaren Schicht vorhandene additionspolymerisierbare Komponente kann jede flüssige oder feste, allgemein eine monomere oder niedrigpolymere, äthylenisch ungesättigte Verbindung sein, welche innerhalb kurzer Zeit, z. B. in 0,5 bis 10 Sekunden, durch eine photoinitiierte ein Hochpolymeres bilden kann.
Vorzugsweise enthält die photopolymerisierbare Masse zur Herstellung der photopolymerisierbaren Schicht
1. als thermoplastisches Polymeres ein Polyäthylenoxyd oder ein Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von mindestens 100000 oder insbesondere einen Zelluloseester, g5
2. als äthylenische ungesättigte Verbindung ein Bisacrylat des Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von etwa 200 bis 500,
3. einen Radikale erzeugenden Additionspolymerisationsanreger, welcher unter 185° C thermisch inaktiv ist, wie beispielsweise Phenantrenchinon, und
4. einen thermischen Additionspolymerisationsinhibitor, beispielsweise p-Methoxyphenol,
wobei die Schicht im trocknen Zustand 0,00025 bis 0,025 cm dick ist.
Beispielsweise kann die obige Schicht auf einem flexiblen Filmträger, z. B. auf einer mit einem Mischpolymeren überzogenen Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage gemäß der deutschen Patentschrift 925 032 mit aktinischer Strahlung belichtet werden. Dieses kann beispielsweise mit einer 1800-Watt-Hochdruckquecksilberbogenlampe bei einem Abstand von 5,1 cm von der Oberfläche und bei einer Belichtungszeit von 2 bis 10 Sekunden erfolgen, worauf die Additionspolymerisation in den belichteten Bereichen und keine Polymerisation in den unbelichteten Bereichen erfolgt. Ein zweiter, vorzugsweise aus Polyäthylenterephthalat bestehender und mit einer Pipmentschicht, z. B. einer kolloiden Kohlenstoffdispersion, überzogener Träger oder ein sich selbst haltender Kohlenstoff- oder Graphitkern wird mit der belichteten photopolymerisierbaren Masse in Berührung gebracht. Das erhaltene Schichtgebilde wird 0,1 bis 10 Sekunden und vorzugsweise etwa 1 Sekunde lang auf 50 bis 150°C erhitzt, worauf die Träger voneinander getrennt werden. Eine Pigmentschicht wird von ihrem Träger oder von dem Kern abgezogen und auf die unbelichteten Bereiche der photopolymerisierbaren Masse übertragen und bildet so eine Kopie des ursprünglichen Bildes. Jenach Dicke der pigmentierten Schicht kann eine umgekehrte Kopie des Bildes auf der pigmentierten Oberfläche gebildet werden.
Es läßt sich mindestens eine Kopie des pigmentierten Bildes herstellen, indem man es in innige Berührung mit einer aufnehmenden Fläche, vorzugsweise Papier, bringt und dieses Schichtgebilde etwa 3 Sekunden auf 50 bis 170°C erwärmt.
Im folgenden soll die Erfindung in größeren Einzelheiten näher beschrieben werden.
Als Komponente (a) der photopolymerisierbaren Schicht sind unter anderen die folgenden thermoplastischen Stoffe geeignet:
A. Mischpolyester, beispielsweise solche, welche hergestellt sind aus dem Reaktionsprodukt eines Polymethylenglykols der Formel HO(CHa)nOH, in welcher η den Wert von 2 bis 10 besitzt, und (1) Hexahydroterephthalsäure, Sebacinsäure und Terephthalsäure, (2) Terephthalsäure, Isophthalsäure und Sebacinsäure, (3) Terephthalsäure und Sebacinsäure, (4) Terephthalsäure und Isophthalsäure und (5) Gemischen der Mischpolyester, welche aus den erwähnten Glykolen und (i) Terephthalsäure, Isophthalsäure und Sebacinsäure und (ii) Terephthalsäure, Isophthalsäure, Sebacinsäure und Adipinsäure hergestellt sind;
B. Polyamide oder die Gruppe der allgemein mit »Nylon« bezeichneten Stoffe, wie beispielsweise N-Methoxymethylpolyhexamethylen-adipamid;
C. Vinylidenchloridmischpolymere, z. B. Vinylidenchlorid - Acrylnitril-, Vinylidenchlorid - Methylacrylat-und Vinylidenchlorid - Vinylacetat - Mischpolymere;
D. Äthylen - Vinylacetat-Mischpolymere;
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E. Zelluloseäther, ζ. B. Methylzellulose und Äthyl- atom mit Doppelbindung verbunden sind, einschließ-
zellulose; lieh von Kohlenstoffatomen, welche mit einer Doppel-
F Polyäthylen· bindung an ein Kohlenstoffatom oder an solche Hetero-
α Synthese Ka„Thuka«e„ 2 B Bujadien- , ^n t/H^aJ^S s*Ä£ fei Acrylnitnl-Mischpolymers und Chlor-2-tatadien- ^n die „„φ^^^^α^^, Gruppen und , -po ymere, insbesondere die Vinylidengruppen an Ester- oder H. Zelluloseester, z. B. Zelluloseazetat, Zellulose- Amidstrukturen gebunden sind. Die folgenden beazetatsuccinat und Zelluloseazetatbutyrat; sonders erwähnten Verbindungen sind typische Ver-I. Polyvinylester, z. B. Polyvinylacetat—Acrylat, 10 treter dieser Klasse: ungesättigte Ester von Polyolen, Polyvinylacetat—MethacrylatundPolyvinylacetat; insbesondere solche Ester der a-Methylencarbon-J. Polyacrylat und «-Alkylpolyacrylatester, z. B. säuren, z. B. Äthylendiacrylat, Diäthylenglykol-di-Polymethyl- und Polyäthylacrylate, Polymethyl- acrylat, Glyzerin-diacrylatjGlyzerin-triacrylat.Äthylenmethacrylat und Polyäthylmethacrylat; dimethacrylat, 1,3-Propandioldi-methacrylat, 1,2,4-Bu-K. Hochmolekulare Polyäthylenoxyde oder Poly- 1S tantriol-trimethacrylat, l^-Cyclohexandiol-diacrylat, alkylenglykole mit einem durchschnittlichen Mole- 1^ " Benzoldiol - dimethacrylat, Pentaerythritol - tetrakulargewicht von etwa 4000 bis 10000 und höher; methacrylat, 1,3-Propandiol-diacrylat, 1,5-Pentandiol-L. Polyvinylchlorid und^Vinylchloridmischpolymeri- f^^S^^^S^Z, sate, ζ. B. Polyvmylchlond-Acetat; 2q m\k Jx, ^ ungesättigte Amide, insbesondere M. Polyvinylacetat, z.B. Polyvinylbutyral, Poly- solche der a-Methylen-carbonsäuren und insbesondere vmylformal; solche der ajQ_Diamine und durch Sauerstoff ge-N. Polyformaldehyde; trennte Ω-Diamine, wie beispielsweise Methylen-bis-O. Polyurethane; acrylamid, Methylen-bis-methacrylamid, Äthylen-bis-P. Polycarbonate; 25 methacrylamid, 1,6-Hexamethylen-bis-acrylamid, Diq' ρ ι tv ι ' äthylentriamin-tris-methacrylamid, bis-(y-Methacryl- ^- j j · amidopropoxy)-äthan, ß-Methacrylamidoäthyl-metha-Zu dem thermoplastischen polymeren Bestandteil crylat, N-(^-hydroxyäthyl)-j3-(methacrylamido)-äthylder photopolymerisierbaren Schicht können nicht- acrylat und N,N-bis-(^-methacryloxyäthyl)-acrylthermoplastische polymere Verbindungen zugesetzt 30 amid; Vinylester, wie Divinylsuccinat, Divinyladipat, werden, um bestimmte erwünschte Eigenschaften zu Divenylphthalat, Divinylterephthalat, Divinylbenzolerzielen, z. B. zur Verbesserung der Haftfähigkeit auf 1,3-disulfonat und Divinylbutan-l,4-disulfonat, sowie dem Grundträger, der Haftfähigkeit an dem auf- ungesättigte Aldehyde, wie Sorbaldehyd (Hexadienal). nehmenden Träger bei der Überführung, der Ver- Eine hervorragende Klasse dieser bevorzugten addischleißeigenschaften oder chemischen Beständigkeit. 35 tionspolymerisierbaren Komponenten sind die Ester Geeignete nichtthermoplastische polymere Verbin- und Amide der a-Methylencarbonsäuren und substidungen sind beispielsweise unter anderem Polyvinyl- tuierte Carbonsäuren mit Polyolen und Polyamiden, in alkohol, Zellulose, wasserfreie Gelatine, Phenylharze welchen die Molekülkette zwischen den Hydroxyl-und und Melamin-Formaldehydharze. Nach Wunsch Aminogruppen nur aus Kohlenstoffatomen oder aus können die photopolymerisierbaren Schichten auch 40 Kohlenstoffatomen mit eingefügten Sauerstoffatomen unmischbare polymere oder nichtpolymere organische besteht. Die bevorzugten monomeren Verbindungen ' oder anorganische Füllstoffe oder Verstärkungsmittel sind difunktional, jedoch können auch monofunktioenthalten, welche im wesentlichen bei den zur Be- nale Monomeren verwendet werden. Die Menge der lichtung des photopolymeren Materials verwendeten zugesetzten Monomeren schwankt mit den betreffenden Wellenlängen durchscheinend sind. Derartige Stoffe 45 verwendeten thermoplastischen Polymeren,
sind beispielsweise Siliciumdioxyd, einschließlich der Eine bevorzugte Klasse von Additionspolymeriorganophilen (oberflächlich veresterten) Siliciumdi- sationsinitiatoren oder -auslösern [Komponente (c)], oxyde, Bentonite, Glaspulver und kolloidaler Kohlen- welche durch aktinisches Licht aletivierbar und bei und stoff, wie auch zahllose Farbstoff- oder Pigmentarten, unter 185° C thermisch inaktiv sind, umfaßt die subderen Mengen mit den gewünschten Eigenschaften der 50 stituierten oder unsubstituierten mehrkernigen Chiphotopolymerisierbaren Schicht schwanken. Die Füll- none, welche Verbindungen sind, die zwei intracycstoffe sind zur Verbesserung der Festigkeit der Masse lische Carbonylgruppen besitzen, die an intracyclische sowie zur Verringerung der Klebrigkeit geeignet und Kohlenstoffatome in einem konjugierten sechsstelligen können weiterhin als färbende Stoffe verwendet carbocyclischen Ring gebunden sind, wobei mindestens werden. 55 ein aromatischer carbocyclische Ring mit dem Ring Die als Komponente (b) eingesetzte additionspoly- verschmolzen, ist, welcher die Carbonylgruppen entmerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung ist hält. Derartige geeignete Initiatoren sind unter anderem vorzugsweise ein Alkylen oder ein Polyalkylenglykol- 9,10-Anthrachinon, 1 - Chloranthrachinon, 2-Chlordiacrylat, welches aus einem Alkylenglykol mit 2 bis anthrachinon, 2 - Methylanthrachinon, 2 -1 - Butyl-15 Kohlenstoffatomen hergestellt wird, oder ein Poly 60 anthrachinon, Octamethylanthrachinon, 1,4-Naphthoalkylenätherglykol mit 1 bis 20 Ätherbindungen oder chinon, 9,10-Phenanthrenchinon, 1,2-,2-Benzanthraeiner der in der deutschen Auslegeschrift 1138 320 chinon, 2,3-Benanthrachinon, 2-Methyl-l,4-Naphthonäher beschriebenen Stoffe. Beispielsweise sind dies chinon, 2,3 - Dichlornaphthochinon, 1,4-Dimethylsolche Stoffe, welche mehrere additionspolymerisier- anthrachinon, 2,3-Dimethylanthrachinon, 2-Phenylbare äthylenische Bindungen, insbesondere als End- 65 anthrachinon, 2,3 - Diphenylanthrachinon, Natriumbindungen, aufweisen und insbesondere solche Stoffe, salz der Anthrachinon-a-sulfonsäure, 3-Chlor-2-mebei welchen mindestens eine und vorzugsweise die thylanthrachinon, Retenchinon,7,8,9,10 - Tetrahydromeisten derartigen Bindungen mit einem Kohlenstoff- naphthacenchinon und 1,2,3,4 - Tetrahydrobenz-
a-anthracen-7,12-dion. Andere geeignete Photoinitia- Schicht gebracht, z. B. einer Oberfläche einer Walze aus toren umfassen vinzinale Ketaldonylverbindungen, Kohlenstoff oder Graphit, einer mit einer Pipmentdiwie Diacetyl und Benzil usw.; «-Ketaldonyl-Alkohole, spersion überzogenen Walze, einer Walze mit einer wie Benzoin und Pivaloin usw.; Acyloinäther, z. B. kontinuierlich aufgefrischten Pigmentoberfläche oder Benzoinmethyl- und -äthyläther usw.; «-kohlenwasser- 5 mit Farbe belegten Oberfläche, einem getrennten stoffsubstituierte aromatische Acyloine einschließ- Träger, welcher mit Pigment und mit oder ohne Farblich a-Methylbenzoin, a-Allylbenzoin und «-Phenyl- stoff oder nur mit einem Farbstoff oder einer thermobenzoin. graphischen Verbindung, einer farbbildenden Ver-
AIs thermische Polymerisationsinhibitoren [Kompo- bindung oder mit einem hydrophilen oder hydrophoben
nente (d)] sind außer dem bevorzugt zu verwendenden io Material belegt ist. Ein Bindemittel ist zweckmäßig,
p-Methoxyphenol noch die folgenden Stoffe unter um bei einigen der obenerwähnten Materialien die
anderem geeignet: Hydrochinon und alkyl- und aryl- Haftfähigkeit an ihrem Träger zu unterstützen,
substituierte Hydrochinon und Chinone, t-Butyl- Weiterhin kann die Schicht die Oberfläche eines me-
catechol, Pyrogallol, Kupferresinat, Naphthylamine, tallisierten Filmes sein.
/^-Naphthol, Kupfer(I)-chlorid, 2,6-Di-t-butyl-p-eresoi, 15 Das Schichtgebiide, welches dadurch gebildet wurde, Phenothiazin, Pyridin, Nitrobenzol und Dinitro- daß man die belichtete photopolymerisierte Oberfläche benzol. Andere geeignete Inhibitoren sind unter in innige Berührung mit der erwähnten Schicht bringt, anderem p-Toluchinon und Chloranil und Thiazin- wird erwärmt, um den Übergang des Pigmentes oder farben, wie beispielsweise Thioninblau G (CI 52025), der feinverteilten Feststoffe in denjenigen Bereichen zu Methylenblau B (CI 52015) und Toluidinblau O so bewirken, welche den unbelichteten Bereichen der (CI 52040). Die photopolymerisierbare Masse wird photopolymerisierten Masse entsprechen. Die Wärmevorzugsweise auf einen Träger oder auf eine Unterlage einwirkung kann wie üblich beispielsweise durch aufgezogen. Die geeigneten Trägermaterialien müssen Walzen, flache Heizflächen oder durch Strahlungsbei den für die vorliegende Erfindung benutzten quellen, wie Heizlampen, erfolgen.
Temperaturen stabil sein. Derartige geeignete Träger as Man kann den Träger auf der Rückseite der photosind unter anderem die in der deutsehen Patentschrift polymerisierten Schicht oder die das feinverteilte Ma-1 031130 beschriebenen Träger Glas, Holz, Papier, terial enthaltende Schicht oder beide erhitzen. Die Tuch, Zelluloseester (z. B. Zelluloseazetat, Zellulose- Heiztemperaturen und die Berührungszeiten ändern propionat und Zellulosebutyrat) sowie andere Kunst- sich mit den verschiedenen eingesetzten photopolystoffmassen. Die Unterlagen können in oder auf ihrer 3Q merisierbaren Massen. Im allgemeinen liegt die Oberfläche und unterhalb der photopolymerisierbaren Temperatur zwischen 50 und 150° C, während die Schicht eine lichthofverhindernde Schicht besitzen, wie Kontaktzeit 0,1 bis 10 Sekunden beträgt,
es in der obigen Patentschrift erwähnt ist. Als geeignete Pigmente können unter anderem Titan-
Die photoäolymerisierbare Schicht wird mit einer dioxyd, kolloidaler Kohlenstoff, Graphit, Leuchtaktmisehen Strahlung im allgemeinen durch eine Bild- 35 substanz, keramische Teilchen, Tonsorten und Metallvorlage belichtet, z. B. ein Negativbild oder ein Positiv pulver, wie Aluminium, Kupfer, magnetisches Eisen (ein ein Bild enthaltendes Transparent, welches nur oder Bronzepulver, verwendet werden,
aus im wesentlichen opaken und im wesentlichen trans- Zu den Pigmenten können auch Farbstoffe jeder Art parenten Bereichen besteht, wobei die opaken Bereiche zugesetzt oder allein verwendet werden. Beispiele für im we«entlichen die gleiche optische Schwärzung be- 40 derartige geeignete Farbstoffe sind unter anderem sitzen, das sogenannte Linien- oder Halbtonnegativ Fuchsin (CI 42510), Auraminbase (CI 241000 B), CaI- bzw. -positiv) oder durch eine kontinuierlich ge- coeidgrün S (CI 44090), Para-Magenta (CI 42500), schwärzte Bildvorlage. Tryparosan (CI 42505), Neu-Magenta (CI 42520),
Es ist auch möglich, durch Papier oder andere licht- saures Violett RRL (CI 42425), rotes Violett 5RS durchlässige Materialien zu belichten, obwohl dann 45 (CI 42690), Nilblau 2B (CI 51185), neues Methylenstärkere Lichtquellen oder längere Belichtungszeiten blau GG (CI 51195), CI Basischblau 20 (CI 42585), benutzt werden müssen. Man kann auch eine Reflex- Jodgrün (CI 42556), Nachtgrün B (CI 42115), CI Dibelichtung verwenden, beispielsweise beim Kopieren rektgelb 9 (CI 19540), CI saures Gelb 17 (CI 18965), von Papier oder durchscheinenden Filmen. CI saures Gelb 29 (CI 18900), Tartrazin (CI 19140),
Da die durch aktinisches Licht aktivierbaren und 50 Supramingelb G (CI 19300), Buffaloschwarz 1OB
freie Radikale ergebenden Anreger für die Additions- (DI 27790), Naphthalinschwarz 12 R (CI 20350),
polymerisation im allgemeinen eine maximale Empfind- schnelles Schwarz L (CI 51215) und Äthylviolett
liehkeit im Ultraviolettbereich zeigen, soll die Licht- (CI 42600).
quelle einen wesentlichen Anteil dieser Strahlung Weiterhin sind thermographische Zusatzstoffe geliefern. Derartige Lichtquellen sind unter anderem 55 eignet, wie beispielsweise 3-Cyan-4,5-dimethyl-5-hy-Kohlenbogenlampen, Quecksilberdampfbogenlampen droxy-3-pyrrolin-2-on, und Aktivatoren, wie beispiels-Fluoreszenzlampen mit im Ultravioletten ausstrahlen- weise Kupferacetat, die in der deutschen Auslegeschrift den Lichtträgern, Argonglühlampen, elektronische 1194 879 offenbart sind.
Blitzlampen und photographische Flutlampen. Unter Geeignete farbbildende Komponenten, welche bei diesen sind die Quecksilberdampfbogenlampen, ins- 60 Anwendung von Wärme oder bei Berührung mit besondere die Höhensonnen und Fluoreszenzlampen, anderen farbbildenden Komponenten auf einem ge« am besten geeignet. Die Quecksilberdampfbogen der trennten Träger gefärbte Verbindungen bilden, sind Höhensonnen werden im allgemeinen in einem Ab- beispielsweise:
stand von 3,75 bis 25 cm von der photopolymerisierbaren Schicht verwendet. 6g 1. Organische und anorganische Komponenten:
Nach Belichtung der photopolymerisierbaren Schicht Dimethylglyoxim und Niekelsalze, Phenolphtha-
wird die belichtete Masse in innige Berührung mit einer lein und Natriumhydroxyd, Stärke—Kaliumiodid
die feinverteilten gesonderten Teilchea enthaltenden und ein Oxydationsmittel, z. B. Peroxyd, Phenole
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und Eisensalze, Thioacetamid und Bleiacetat, glatt sein, sie kann aufrauhende Mittel, wie beispiels-
Silbersalz und Reduktionsmittel, z. B. Hydro- weise Kieselsäure, enthalten, sie kann auch perforiert
chinon. oder als Sieb oder Raster ausgebildet sein.
2. Anorganische Komponenten: Die Erfindung ist für viele Anwendungsbereiche Eisen(III)-salze und Kaliumthiocyanat, Eisen)II)- 5 beim Kopieren, Drucken und für Dekorationszwecke salze und Kaliumferricyanid, Kupfer- und Silber- und andere Anwendungsgebiete geeignet. Bei Hersalze und Sulfidionen, Bleiacetat und Natrium- stellung der Kopie werden gleichzeitig eine Duplikatsulfid, kopie und eine umgekehrte Kopie erzeugt. Man kann
3. Organische Komponenten: Mehrfachkopien von der Duplikatkopie erzeugen, 2 4-Dinitrophenylhydrazin und Aldehyde oder » ^SS^^^t^S^^S
thol p-Dimethylaminobenzaldehyd unS p-Di- ^ΐ^^ΪΤΑΐ mernyiammoanuin. 15 dgnet £g können aufeinanderfolgende Übertragungen
Geeignete hydrophile Substanzen sind beispiels- durchgeführt werden, indem man beispielsweise die weise Gelatine, Polyvinylalkohol, zahlreiche Zellulose- Oberfläche einer belichteten, photopolymerisierten säuren und Polyacrylsäure; geeignete hydrophobe Masse mit einer erwärmten Graphitwalze in BeSubstanzen sind unter anderem Polystyrol, Poly- rührung bringt, die beiden Oberflächen voneinander äthylen, Kautschukarten, Tetrafluoräthylenharze, 20 trennt und das mit dem Pigment überzogene photo-Paraffin und die Polyacrylate und Methacrylate. polymerisierte Bild mit einer aufnehmenden Oberfläche
Wie bereits erwähnt, kann es notwendig sein, ein z. B. Papier, in Berührung bringt. Wenn bei dem Bindemittel für das Pigment, den Farbstoff oder für Verfahren ein Halbtonnegativ verwendet wird, so die thermographische Zusatzschicht oder anderes kann eine Kopie eines lithographischen Films mit verfeinverteiltes Material zu verwenden. Solche Binde- 25 stärktem Kontrast erzeugt werden. Es wird auch eine mittel unterstützen nicht nur die Haftfähigkeit der umgekehrte Kopie erhalten. Die sich an die thermische feinverteilten Feststoffe, sondern ermöglichen auch die Übertragung anschließende Abstreifprozedur ist bei Bildung einer glatteren Oberfläche. Geeignete Binde- der Herstellung von Seidenrastern zweckvoll. Auf mittel sind unter anderem thermoplastische Sub- gleiche Weise können Mehrfarbdrucke erzeugt werden, stanzen, wie Polyvinylacetat Polyvinylbutyral, Poly- 30 indem man getrennte Negative oder Positive verwendet, äthylenglykol mit einem Molekulargewicht von min- Zur Verbesserung der Farbqualität können maskierte destens 100000, Zelluloseazetatbutyrat, Mischpoly- getrennte Negative oder Positive benutzt werden. Man mere von Vinylchlorid und Vinylazetat und Polyvinyl- kann auch ein viertes getrenntes Negativ oder Positiv, azetat. z. B. einen Greyträger, verwenden, um ein Stufenbild
Wenn das in den unbelichteten Bereichen der 35 zu erzeugen, wenn besonders hochwertige Qualität photopolymerisierten Schicht gebildete Bild kopiert erforderlich ist.
werden soll, indem man diese Oberfläche in innige Wenn die Erfindung zur Herstellung von litho-
Berührung mit einer getrennten aufnehmenden Ober- graphischen Druckplatten benutzt wird, können die fläche bringt und Wärme einwirken läßt, so muß die hydrophilen oder hydrophoben Oberflächen von den aufnehmende Oberfläche und deren Träger bei der 40 Trägern abgezogen werden. Durch Aufziehen von Verarbeitungstemperatur stabil sein. Im allgemeinen metallisierten Filmen oder Metallpulvern können geliegt die Temperatur in einem Bereich von 50 bis druckte Schaltungen und elektrisch leitende Matrizen 1700C und kann bis zu 3 Sekunden, vorzugsweise hergestellt werden.
kürzer, einwirken. Mehrfachkopien des Bildes können Die übertragenen Bilder sind nicht nur zur Erzeugung
durch Wiederholung des Vorganges hergestellt werden. 45 von Kopien eines ursprünglichen Bildtransparentes
Die aufnehmende Oberfläche, auf welche das Bild auf trocknem Wege geeignet, sondern es können auch übertragen wird, hängt von dem gewünschten Ver- Spiritus-Kopierverfahren verwendet werden, indem wendungszweck des übertragenen Bildes und von der z. B. die abgezogenen, getrockneten oder angefärbten Haftung des Bildes an der Unterlage ab. Geeignete Oberflächen mit geeigneten Lösungen behandelt und Unterlagen sind unter anderem Papier, Pappe, Metall- 50 in noch nassem Zustand in innige Berührung mit einer bleche, Folien und Raster (z. B. aus Aluminium, Aufnahmefläche gebracht und die Oberflächen geKupfer, Stahl oder Bronze), Holz, Glas, Kautschuk, trennt werden. Die zum Spiritus-Kopierverfahren bePolyäthylen, lineare Kondensationspolymere, wie nutzten Flüssigkeiten, z. B. Äthanol—Wasser, Wasser Nylon, Polyester (z. B. Polyäthylenterephthalat und usw., sollen die verwendete Farbe herauslösen und mit Chromsäure behandeltes Polyäthylenterephthalat), 55 für das Polymere selbst keine Lösungsmittel sein. Dem-Seide, Baumwolle, Viskoserayon, regenerierter Zellu- zufolge sind also auch Löslichkeit der Farbe und des losefilm oder -folien, Zelluloseester (z. B. Zellulose- Bindemittels wesentliche Faktoren bei Auswahl des azetat oder Zellulosebutyrat) und andere, in der Lösungsmittels.
USA.-Patentschrift 2 791 504 (Spalte 5, Zeilen 14 bis Das neue Verfahren hat den Vorteil, daß durch eine
33) beschriebene Träger. 60 billige, schnelle und einfache Prozedur unter Anwen-
Die aufnehmende Unterlage kann auf ihrer Ober- dung von Hitze und Licht in einem trockneb System fläche chemische Verbindungen enthalten, welche mit äußerst kontrastreiche und naturgetreue Positive, den übertragenen Verbindungen reagieren, so daß Negative oder beide Bildarten gleichzeitig hergestellt Unterschiede in der Farbe, im hydrophilen Charakter werden können. Das Verfahren ist überaus vielseitig oder bezüglich der Leitfähigkeit zwischen den be- 65 und ist beispielsweise bei der Herstellung von litholichteten und unbelichteten Bereichen oder eine ver- graphischen Druckplatten, von gedruckten Schaltungen besserte Haftfähigkeit der aufzunehmenden Unter- oder elektrisch leitenden Matrizen geeignet. Wenn das lage erzielt werden. Die aufnehmende Oberfläche kann Verfahren als Kopierverfahren benutzt wird, so werden
11 12
sehr schnell ausgezeichnete Kopien erhalten, indem und des unbelichteten thermoplastischen Materials
man die unbelichteten Bereiche der photopolymeri- auf den Papierträger erhalten. Mit diesem Wärme-
sierten Masse, welche mit einer Schicht aus Pigment, übertragungsverfahren wurden unter Verwendung
Metallpulver usw. überzogen ist, mit einer getrennten verschiedener aufnehmender Papiere bis zu fünf
Oberfläche in Berührung bringt und Wärme anwendet. 5 Kopien hergestellt.
Im folgenden soll die Erfindung ohne jede Ein- Beispiel 2
schränkung an Hand von Beispielen näher erläutert
werden. . Es wurde eine photopolymerisierbare Lösung be-
Beisniel 1 reitet, indem 44g Methylenchloridlösung von PoIy-
P ίο äthylenterephthalat—Sebacat (50 Molprozent, 18 Ge-
Es wurde eine photopolymerisierbare Lösung durch wichtsprozent Feststoffe) sowie 8 g Triäthylenglykol-Mischen von 30 g einer wäßrigen Lösung eines niedrig- diacrylat, 0,008 g Anthrachinon und 0,008 g p-Methviskosen Polyäthylenoxyds (durchschnittliches Mole- oxyphenol gemischt wurden. Die Lösung wurde kulargewicht: 100000; 5,6 Gewichtsprozent), und 1,7 g 0,25 mm dick auf eine 0,10 mm dicke photographische Polyäthylenglykol-diacrylat (durchschnittliches Mole- 15 Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage gemäß Beikulargewicht des Diol-Ausgangsstoffes: 300), welches spiel 1 aufgetragen. Der Film wurde im Dunkeln an 0,002 g Anthrachinon als Photoinitiator und 0,002 g der Luft getrocknet, wobei der erhaltene photopolyp-Methoxyphenol als thermischen Inhibitor enthielt, merisierbare Film 0,10 mm dick war. Die trockne hergestellt. Die Lösung wurde 0,51 mm dick auf die photopolymerisierbare Oberfläche wurde mit einem Oberfläche einer 0,10 mm dicken Folie einer photo- 20 photographischen Positiv in Berührung gebracht und graphischen Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage in einem Vakuumrahmen 2 Sekunden lang mit der aufgestrichen, welche eine Unterschicht aus Vinyl- Lichtquelle gemäß Beispiel 1 mit einer aktinischen idenchlorid-Methylacrylat - Itaconsäure - Mischpoly- Strahlung von 0,28 Watt/cm2 belichtet. Die belichtete meren besaß, wie es in der deutschen Patentschrift Oberfläche wurde in innige Berührung mit einer 925 032 offenbart ist. Man ließ den photopolymerisier- 25 Oberfläche aus trockenem kolloidem Kohlenstoff auf baren Überzug 2 Tage im Dunkeln bei Zimmer- einem 0,025 mm dicken Polyäthylenterephthalattemperatur trocknen und erhielt auf dem Träger einen Träger gebracht und analog Beispiel 1 erwärmt. Die 0,05 mm dicken photopolymerisierbaren Film. Die Kohlenstoffoberfläche übertrag sich von dem Polytrockene beschichtete Oberfläche wurde in innige äthylenterephthalat-Träger auf die unbelichteten ther-Berührung mit der Emulsionsseite eines photo- 30 moplastischen Bereiche auf der photographischen graphischen Negativs gebracht und in einen Vakuum- Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage und bildete ein rahmen gelegt. Dieser Vakuumrahmen mitdem thermo- positives Bild. Auf dem ursprünglichen Kohlenstoffplastischen photopolymerisierbaren Element und dem träger hatte sich ein negatives Bild gebildet. Es konnten Negativ wurde 5 Sekunden lang unter einige 1800- bis zu fünf Kopien des Positivs mit dem Wärme-Watt-Hochdruckquecksilberbogenlampe durch das 35 übertragungsverfahren gemäß Beispiel 1 erzielt werden. Negativ mit einer aktinischen Strahlung von 0,28 . . ,
Watt/cm2 belichtet. Eine 0,025mm dicke Poly- Beispiel 3
äthylenterephthalat-Filmunterlage wurde bis zu einer Es wurde gemäß Beispiel 1 gearbeitet, wobei jedoch Trockendicke von 0,012 mm mit einer kolloidalen jetzt eine (im trockenen Zustand) 0,012 mm dicke Kohlenstoffdispersion beschichtet, welche aus einer 40 Schicht aus einer Graphit-Isopropanol-Dispersion Kohlenstoff-Wasser-Dispersion (50 Gewichtsprozent (20% Feststoffe) auf eine 0,025 mm dicke PolyKohlenstoff mit einer Teilchengröße von 73 ΐημ) und äthylenterephthalat-Filmunterlage aufgestrichen wurde, einem niedrigviskosen Polyäthylenoxyd (Molekular- Der mit Graphit beschichtete Film wurde in innige gewicht: 100000; 6 Gewichtsprozent, bezogen auf Berührung mit einer belichteten photopolymerisierten das Kohlenstoffgewicht) sowie mit Äthanol bereitet 45 Schicht gemäß Beispiel 1 gebracht. Es wurden ähnwar, um den Kohlenstoffgehalt auf 10 Gewichts- liehe Ergebnisse wie im Beispiel 1 erzielt, wobei beide prozent der Dispersion zu verringern. Die trockne Bilder kontrastreich und naturgetreu waren.
Kohlenstoffoberfläche wurde in innige Berührung . .
mit der belichteten photopolymerisierbaren Fläche Beispiel 4
gebracht, worauf das Schichtgebilde erhitzt wurde, 5° Es wurde Beispiel 1 wiederholt, wobei jetzt 1 g indem eine auf 72° C vorgeheizte Heizfläche schnell feinverteiltes magnetisches Eisen (mit einer Teilchenüber die Rückseite des Kohlenstoff-Polyäthylen- größe von 25ΐημ) als Pigmentschicht auf die PoIyterephthalat-Trägers geführt wurde. Nachdem man äthylenterephthalat-Filmunterlage aufgebracht wurde, die beiden Oberflächen 10 Sekunden abkühlen ließ, Das magnetische Eisen wurde auf die Filmunterlage wurden sie voneinander getrennt. Der auf die un- 55 als Dispersion in einer wäßrigen Bindemittellösung belichteten thermoplastischen Bereiche der photo- eines Polyäthylenoxyds (Molekulargewicht: 100000; graphischen Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage 1 Gewichtsprozent Feststoffe) aufgebracht. DieMagnetübertragene Kohlenstoff bildete auf dem Träger ein eisenschicht wurde in innige Berührung mit der benegatives Bild. Auf dem Träger mit der ursprünglichen lichteten photopolymerisierten Schicht gebracht, wor-Kohlenstoffschicht hinterblieb ein positives Bild. 60 auf Wärme gemäß Beispiel 1 zugeführt und die Beide Bilder waren sehr kontrastreich und naturgetreu. Schichten getrennt wurden. Das von seiner Unterlage Die Negativkopie wurde mit einer Papieraufnahme- abgezogene magnetische Eisen haftete an den unbefläche in Berührung gebracht, und das gebildete lichteten Bereichen der photopolymerisierten Schicht. Element wurde mittels einer flachen Heizfläche Die Ergebnisse ähnelten denen des Beispiels 1.
3 Sekunden lang bei etwa 1500C durch die photo- 65 .
graphische Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage er- B e 1 s ρ 1 e 1 5
hitzt. Es wurde eine Duplikatkopie des Negativs auf Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch jetzt als dem Papier durch die Übertragung des Kohlenstoffs Pigmentschicht auf der Polyäthylenterephthalat-Unter-
13 14
lage mit Silber aktivierte feinverteilte Zinksulfid- auf 1500C erwärmt wurde, während es sich in inniger Leuchtsubstanzteilchen verwendet wurden, welche Berührung mit einer getrennten Papierunterlage bein einer wäßrigen Polyäthylenoxydlösung gemäß Bei- fand, worauf die warmen Unterlagen voneinander spiel 4 dispergiert waren. Die Leuchtstoffschicht getrennt wurden,
wurde in innige Berührung mit der belichteten photo- 5 B ' ' e 1 8
polymerisierten Schicht gebracht und Wärme züge- p
führt. Die Leuchtsubstanz haftete an den unbelichteten Gemäß Beispiel 1 wurde ein photopolymerisier-
Bereichen der photopolymerisierten Masse, nachdem bares Element hergestellt und durch ein photogra-
die beiden Unterlagen voneinander abgezogen worden phisches Positiv mit einer aktinischen Strahlung bewaren. Nach dem Wärmeübergangsverfahren gemäß io lichtet, wobei die photopolymerisierbare Masse jedoch
Beispiel 1 wurden mehrere Kopien des Leuchtstoff- jetzt 0,5 g Bleiazetat enthielt. Es wurde eine Lösung
bildes erhalten, welches unter ultraviolettem Licht aus 5 g Thioacetamid und 50 g einer wäßrigen PoIy-
Iumineszierte. äthylenoxyd-Bindemittel-Lösung (1 Gewichtsprozent
B e i s t> i e 1 6 Feststoffe) auf einen 0,025 mm dicken Polyäthylen-
15 terephthalatfilm aufgeschichtet. Nach Lufttrocknung
Es wurde eine thermoplastische photopolymeri- im Dunkeln wurde eine 0,005 mm dicke Thioacetamidsierbare Masse aus 12 g niedrigviskosem Polyvinyl- Bindemittel-Schicht erhalten. Die Thioacetamid-Bindeacetat-methacrylat (welches höchstens 20 Molprozent mittel-Schicht wurde in innige Berührung mit der Methacrylatgruppen enthielt und durch Veresterung belichteten photopolymerisierten Schicht gebracht, eines zu 86 bis 89°/0 hydrolysieren Polyvinylalkohols 20 welche das Bleiacetat enthielt; das erhaltene Schichthergestellt worden war), 12 ml Äthanol, 2,54 g Poly- gebilde wurde wie im Beispiel 1 erhitzt und auseinäthylenglykol-diacrylat gemäß Beispiel 1, 0,009 g An- andergezogen. Die von ihrem Träger abgezogene thrachinon und 0,009 g p-Methoxyphenol hergestellt Thioacetamid-Bindemittel-Schicht, welche an der und auf eine 0,1 mm dickeFolieeinerphotographischen photopolymerisierten Schicht anhaftete, bildete ein Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage gemäß Bei- 25 schwarzes Bild. Das schwarze Bild wurde in innige spiel 1 mit einer Trockendicke von 0,05 mm auf- Berührung mit einer Papieraufnahmefläche gebracht, gestrichen. Die photopolymerisierbare Schicht wurde, worauf das so erhaltene Schichtgebilde 3 Sekunden wie in diesem Beispiel beschrieben, durch ein photo- auf 90° C erwärmt wurde. Die beiden Oberflächen graphisches Negativ 2 Sekunden lang mit aktinischer wurden getrennt, als das Bild auf das aufnehmende Strahlung belichtet. Eine 0,025 mm dicke Polyäthylen- 3° Papier übertragen worden war. Das thermische Überterephthalat-Filmunterlage wurde mit einer Trocken- tragungsverfahren wurde dreimal mit frischem Papier dicke von 0,012 mm mit einer Lösung beschichtet, wiederholt und ergab drei weitere Kopien,
welche aus 20 g einer wäßrigen Lösung (2 Gewichts- . · 1 Q
prozent Feststoffen) eines niedrigviskosen Polyäthylen- Beispiel
oxyds (Molekulargewicht: 100000), 105 mg 3-Cyan- 35 Es wurde eine photopolymerisierbare Masse gemäß 4,5-dimethyl-5-hydroxy-3-pyrrolin-2-on und 34 mg Beispiel 6 hergestellt und hinter einem photogra-Kupferacetat hergestellt worden war. Die erhaltene pfuschen Negativ mit aktinischem Licht belichtet, thermographische Schicht wurde in innige Berührung Eine 0,025 mm dicke Polyäthylenterephthalat-Filmmit der belichteten photopolymerisierten Schicht ge- unterlage wurde mit einer Trockendicke von 0,012 mm bracht, worauf mittels einer flachen Heizfläche Wärme 4° mit einer Bindemittel-Farbstoff-Lösung beschichtet, zugeführt wurde. Das Schichtgebilde wurde 3 Sekunden welche aus 20 g einer (2 Gewichtsprozent Feststoffe auf 8O0C erwärmt und die beiden Oberflächen von- enthaltenden) niedrigviskosen Polyäthylenoxydlösung einander abgezogen. Die von ihrem Träger abgezogene (Molekulargewicht: 100000) und 0,1g eines blauthermographische Schichthaftete an der photopolymeri- grünen Farbstoffes »Calcocid Grün S« (CI 44090) sierten Oberfläche nur in denjenigen Bereichen, die 45 bereitet war. Die Bindemittel-Farbstoff-Schicht wurde mit der unbelichteten photopolymerisierten Oberfläche in innige Berührung mit der belichteten photopolyin Berührung waren. Unter jeweiliger Verwendung merisierten Schicht gebracht, und das System wurde eines neuen Papierbogens wurden mit dem thermischen 0,5 Sekunden auf 8O0C erwärmt. Die beiden Ober-Übertragungsverfahren gemäß Beispiel 1 bis zu vier flächen wurden auseinandergezogen, und die geKopien des thermographischen Bildes erhalten. Eine 5° färbten Oberflächen trennten sich von ihrem Träger anschließende 3 Sekunden lange Erwärmung der in den Bereichen, die in Berührung mit den unbe-Papierbogen auf 170° C ergab schwarze Bilder. lichteten Bereichen der photopolymerisierten Masse . waren. Die abgekühlte Oberfläche wurde mit einer Beispiel 7 Äthanol-Wasser-Lösung (40 Volumprozent) benetzt Es wurde ein photopolymerisierbares Element ge- 55 und bei Zimmertemperatur mit einer Papierunterlage maß Beispiel 1 hergestellt und ebenso hinter einem in innige Berührung gebracht. Beim Trennen der Oberphotographischen Positiv belichtet. Das Element fläche wurde ein blaugrünes Bild auf der frischen wurde dann mit einer auf 60° C vorgeheizten Graphit- Papieraufnahmefläche auf Grund der Farbüberwalze in Berührung gebracht, wobei die Unterseite tragung erhalten. Durch Wiederholung des nassen der Unterlage der photopolymeriiierten Schicht mittels 60 Übertragungsverfahrens wurden mehrere Kopien ereiner 275-Watt-Infrarotlampe auf 75 0C erhitzt wurde, halten.
während sich das photopolymerisierte Element in Beispiel 10
inniger Berührung mit der Walze befand. Die nicht
mit aktinischer Strahlung belichteten Teile der photo- Es wurde eine Lösung aus 6,0 g Zelluloseazetat-
polymerisierten Schicht wurden mit einem dünnen 65 butyrat, 90 g Aceton, 4,0 g Polyäthylenglykol-di-
Graphitfilm überzogen und bildeten ein schwarzes acrylat, 0,05 g Phenanthrachinon, 0,05 g »Calcocid-
BiId. Es wurde eine Duplikatkopie des Positivs er- Grün S« (CI 44090) und 0,004 g p-Methoxyphenol in
halten, indem das graphitische Bild etwa 2 Sekunden einer Trockendicke von 0,012 mm auf eine photo-
. graphische Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage aufgeschichtet. (Das obenerwähnte Zelluloseazetatbutyrat hatte einen Acetylgehalt von 20,5 %> einen Butyrylgehalt von 26%; die Viskosität betrug 15 bis 35 Sekunden und wurde nach dem ASTM-Verfahren D 1343-54T in der mit Formal A bezeichneten Lösung gemäß ASTM-Verfahren D 871-54T bestimmt.) Der Film wurde hinter einem photographischen Positiv 1 Sekunde lang gemäß Beispiel 1 mit einer Strahlung von 0,28 Watt/cm2 belichtet. Ein 0,075 mm dicker Streifen eines Bandes aus Tetrafluoräthylen wurde in einen Vakuumverdampfer gebracht, worauf eine 0,0012 mm dicke Aluminiumschicht auf die Oberfläche dieses Bandes aufgebracht wurde. Die Aluminiumoberfläche wurde dann in innige Berührung mit der belichteten photopolymerisierten Oberfläche gebracht, worauf das erhaltene Schichtgebilde 7 Sekunden auf 1470C erhitzt wurde; dann ließ man die beiden Oberflächen vor dem Trennen auf Zimmertemperatur abkühlen. Auf der photopolymerisierten Oberfläche wurde durch das Anhaften der Aluminiumschicht an den unbelichteten Bereichen ein Aluminiumbild erzeugt.
B e i s ρ i e 1 11
Es wurde eine farbstoffhaltige photopolymerisierbare Lösung hergestellt, indem 6 g einer Zelluloseazetatbutyratlösung in Aceton (20 Gewichtsprozent Feststoffe; das Zelluloseazetatbutyrat enthielt 20% Acetylgruppen und 26% Butyrylgruppen und hatte eine gemäß Beispiel 10 bestimmte Viskosität von 56 bis 131 Poise), 0,8 gPolyäthylenglykol-diacrylat(durchschnittliches Molekulargewicht des Ausgangsdiols: 300), 1,5 ml Äthanol und 10 mg Calcocid-Grün S gemischt wurden, wobei das Calcocid-Grün S in 2 ml Äthanol und 5 ml Aceton aufgelöst war. Die photopolymerisierbare Lösungwurde auf eine0,037mm dicke Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage mit einer Trockendicke von 0,012 mm aufgeschichtet. Der beschichtete Film wurde in innige Berührung mit der Emulsionsseite eines photographischen Rasterpositivs gebracht und in einen Vakuumrahmen gelegt. Die Oberfläche wurde 22 Sekunden mittels einer ISOO-Watt-Hochdruckquecksilberbogenlampe mit einer aktinischen Strahlung von 0,28 Watt/cm2 belichtet. Eine 0,025 mm dicke Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage wurde bis zu einer Trockendicke von 0,025 mm mit einer gemäß Beispiel 1 hergestellten kolloidalen Kohlenstoffdispersion beschichtet. Die trockene Kohlenstoffoberfläche wurde in innige Berührung mit der belichteten Oberfläche der photopolymerisierbaren Masse gebracht, worauf das Schichtgebilde 3 Sekunden mittels einer flachen Heizfläche auf 125°C erhitzt wurde. Die beiden Oberflächen wurden in noch warmem Zustand voneinander getrennt, und der kolloide Kohlenstoff auf der Polyäthylenterephthalat-Filmunterlage wurde auf seiner gesamten Oberfläche von seinem Träger abgezogen. Die abgezogene Kohlenstoffoberfläche wurde in innige Berührung mit einem Papierträger gebracht, und das so gebildete Element wurde 10 Sekunden auf 135°C erhitzt. Beim Trennen der beiden Oberflächen wurde ein schwarzes Bild auf der Papierunterlage erhalten, welches den unbelichteten Bereichen der photopolymerisierbaren Masse entsprach.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung und Übertragung von Bildern durch ein Farbübertragungsblatt aus einem Träger und einem bildformenden Material mit feinteiliger oder kontinuierlicher Struktur, dadurch gekennzeichnet, daß man das mit dem Träger lose verbundene oder daranhaftende bildformende Material mit einer getrennten bildenthaltenden Schicht in Berührung bringt, welche durch bildmäßige Belichtung eines photopolymerisierbaren Elementes mit einerphotopolymerisierbaren Schicht aus
a) 3 bis 97 Gewichtsteilen eines bei mindestens 500C festen thermoplastischen organischen Polymeren,
b) 97 bis 3 Gewichtsteilen einer über 100° C siedenden, äthylenisch ungesättigten polymerisierbaren Verbindung mit Weichmacherwirkung für das thermoplastische Polymere und
c) einer kleinen Menge eines unterhalb von 185° C thermisch inaktiven, durch aktinisches Licht aktivierbaren Polymerisationskatalysators
erhalten wurde und in welcher das Bild aus bei Temperaturen unterhalb von 400C festen thermoplastischen Bereichen und bei mindestens 500C festen komplementären Bereichen gebildet wird, die sich berührenden Schichten auf eine Übertragungstemperatur, bei welcher die thermoplastischen Bereiche, jedoch nicht die komplementären Bereiche klebrig sind, erwärmt und dann voneinander trennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das derart gebildete Bild einmal oder mehrmals auf ein oder mehrere Träger übertragen wird, indem man diesen Träger mit der bildenthaltenden Schicht in Berührung bringt, die bildenthaltende Schicht und den Träger auf die Übertragungstemperatur erwärmt und dann den Träger von der bildenthaltenden Schicht entfernt, während sie sich noch in warmem Zustand befinden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 029 837.
509 738/145 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
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