DE120489C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K5/00—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
- G01K5/28—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a gas
- G01K5/30—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a gas the gas displacing a liquid column
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVl 120489 KLASSE 42«.
Das in der Zeichnung schematisch dargestellte, aufserordentlich einfache Pyrometer
besteht im Wesentlichen aus dem in den Kanal K, dessen Temperatur gemessen werden
soll, eingesetzten Luftrohr a mit einer oberen erweiterten Kammer b, aus dem im Luftrohr a
verschiebbar angeordneten Luftverdrä'nger c, aus einem mit dem inneren, oberen Luftraum
b1 des Pyrometers verbundenen beliebigen Manometer g und aus einem Luftventil i.
Aufserhalb der Zeit einer Temperaturmessung befindet sich der Luftverdrä'nger c in seiner
tiefsten Lage. Das Luftventil i ist dabei offen, es herrscht also überall im Pyrometer, auch
im Manometer g und dessen Verbindung mit ersterem, atmosphärischer Druck. Die Luft
im Kühlraum b1 hat die Temperatur der Aufsenluft.
Soll eine Temperaturmessung vorgenommen werden, so wird zunächst das Luftventil i geschlossen
und sodann der Verdränger c mittels Knopfes^der durch Stopfbüchse if abgedichteten
Spindel e um ein stets gleiches Mafs im Kühlraum b1 und Rohr α gehoben. Dadurch wird
ein Theil' der Luft aus dem Kühlraum bl in
den jetzt unterhalb des Verdrängers c befindlichen Heizraum a1 gedrängt, sowie auf die
der Kanaltemperatur gleiche Temperatur des letzteren erwärmt und dehnt sich dieser entsprechend
aus, so dafs im Pyrometer ein Luftdruck entsteht, der in einem bestimmten Verhältnifs
zur Kanaltemperatur steht. Dieselbe kann am Manometer g, z. B. an einer Scala
der Flüssigkeitssäule h abgelesen werden.
Wird hierauf der Verdränger c wieder in seine tiefste Lage zurückgeführt, so verdrängt
dieser wieder die Luft aus dem Heizraum al
in den Kühlraum b1 und das Ventil i wird behufs vollkommenen Druckausgleiches gegen
die Atmosphäre wieder geöffnet.
Zwecks Registrirung der gemessenen Temperatur kann das Pyrometer, wie Fig. 1 zeigt,
durch eine enge Luftleitung k und mitschwingendem Schlauch A1, mit einem um Schneide 4
schwingenden Spannungsmesser /, mit Zeiger 5 und Scala 6 nach dem Patent 99193 verbunden
sein, so dafs sich die Luftspannung im Pyrometer auf die Kammer 1 erstreckt,
dadurch die Mefs- bezw. Sperrflüssigkeit 3 in letzterer gesenkt, in der Kammer 2 aber gehoben,
mithin der Schwerpunkt des Spannungsmessers, / verlegt wird. Letzterer registrirt
mittels des mit ihm verbundenen Schreibzeuges 7 die gemessene Kanaltemperatur auf
einem Papierstreifen, der sich auf der umlaufenden Trommel eines Uhrwerkes 8 befindet.
Behufs selbsttätigen Functionirens des Pyrometers
kann der Verdränger c in beliebiger Weise mechanisch gehoben und gesenkt werden,
z. B. durch ein Kraftwerk m nach dem Patente 104646.
Dasselbe besteht aus der an der Scheibe 18 mittels Seiles 23 aufgehängten und durch Gewicht
21 belasteten Luftglocke 9, die in die
Sperrflüssigkeit 11 des Behälters 10 eintaucht und deren Inneres durch ein Luftrohr 12 mit
einer Luftkammer 13 verbunden ist. Dieselbe
steht durch ein vom Stutzen 14 abgezweigtes
Rohr mit einem Schornstein in Verbindung und besitzt ein am Gelenk 15 befindliches
Luftventil. 16, das durch den Fallhebel 17, der
durch die Mitnehmer 19 und 20 der Scheibe 18 einmal nach rechts, einmal nach links geworfen,
abwechselnd geöffnet oder geschlossen wird.
Bei geschlossenem Ventil 16 erstreckt sich der Schornsteinzug durch Rohr 12 unter die
Luftglocke 9 und saugt die Luft aus dieser ab, so dafs der Ueberdruck der Aufsenluft die
Glocke 9 in die Sperrflüssigkeit 11 drückt und der Verdränger c des Pyrometers mittels des
über Rolle 22 geleiteten Seiles 23 so lange gehoben wird, bis Mitnehmer 19 das Ventil 16
öffnet. Sodann tritt durch Rohr 12 Druckausgleich in der Glocke gegen die Atmosphäre
ein, und das Gewicht 21 hebt erstere wieder aus der Sperrflüssigkeit 11 heraus, so dafs also
auch der Verdränger c des Pyrometers wieder sinkt, wobei letzterer bei Erreichung seines
tiefsten Standes durch sein Eigengewicht das Luftventil i öffnet.
Es werden mithin zeitweise, etwa alle 5 Minuten, ganz selbstthätig Temperaturmessungen
ausgeführt und registrirt.
Wird Rohr α seitwärts in einen Kanal K eingeführt und so bewegt, dafs der Verdränger
c von selbst nach oben oder unten fällt, so können Spindel e und Stopfbüchse d fortfallen.
Eine solche Einrichtung zeigt beispielsweise Fig. 2.
Im Kanal K ist ein Kasten pl eingesetzt, in
welchem ein Cylinder- oder Kugelgelenk ρ um die Achse q schwingen kann, das auf dem
Luftrohr α befestigt ist. Schlauch g1 verbindet
den Kühlraum b1 mit dem Manometer g. Das Luftventil i ist so beschaffen, dafs es in
gezeichneter Pyrometerlage offen ist, beim Senken des äufseren Pyrometertheiles sich aber
von selbst schliefst.
Wird nun der Aufsentheil des Pyrometers mittels Handgriffes ο oder mechanisch mittels
eines über Rolle r geleiteten Seiles s entsprechend gesenkt, so fällt der Verdränger c
durch sein Eigengewicht zum Theil in den Kühlraum b1, so dafs die der Kanaltemperatur
entsprechende Luftdruckzunahme im Pyrometer bezw. die erstere selbst am Manometer g abgelesen werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Luftpyrometer, dadurch gekennzeichnet, dafs in einem luftdicht abgeschlossenen Rohr (α), das oben einen Kühlraum (bx) und unten einen Heizraum (a1) besitzt, ein Verdränger (c) angeordnet ist, der abwechselnd ein Luftvolumen aus dem Kühlraum (bl) in den Heizraum (al) oder umgekehrt verdrängt, so dafs die im ersteren Falle entstehende, dem Unterschied der Temperaturen im Kühlraum (b1) und im Heizraum (ax) entsprechende Luftspannung mittels eines mit dem inneren Luftraum des Pyrometers verbundenen, beliebigen Manometers (g) gemessen, und daraus die Temperatur des Heizraumes (a1) ermittelt bezw. an einer Scala abgelesen werden kann.
- 2. An dem Pyrometer nach Anspruch j die Anordnung eines Luftventiles (i), das während des Meisvorganges geschlossen ist, bei tiefster Stellung des Verdrängers (c) im Luftrohr (a) aber zu dem Zwecke geöffnet wird, dafs im inneren Luftraum des Pyrometers und des damit verbundenen. Manometers (g) allerorts Druckausgleich gegen die Atmosphäre stattfindet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT7545D AT7545B (de) | 1900-04-17 | 1901-05-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE120489C true DE120489C (de) |
Family
ID=389547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1900120489D Expired - Lifetime DE120489C (de) | 1900-04-17 | 1900-04-17 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE120489C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202014003113U1 (de) | 2014-04-10 | 2014-04-24 | Raumaster Paper Oy | Meldeanlage und Vertikalrollenlager |
-
1900
- 1900-04-17 DE DE1900120489D patent/DE120489C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202014003113U1 (de) | 2014-04-10 | 2014-04-24 | Raumaster Paper Oy | Meldeanlage und Vertikalrollenlager |
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