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DE1203857B - Hochspannungsfluessigkeitsschalter mit mehreren in Reihe geschalteten Schaltstrecken - Google Patents

Hochspannungsfluessigkeitsschalter mit mehreren in Reihe geschalteten Schaltstrecken

Info

Publication number
DE1203857B
DE1203857B DEM45398A DEM0045398A DE1203857B DE 1203857 B DE1203857 B DE 1203857B DE M45398 A DEM45398 A DE M45398A DE M0045398 A DEM0045398 A DE M0045398A DE 1203857 B DE1203857 B DE 1203857B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
switching
contact
extinguishing
intermediate electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM45398A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing E H Erwin Marx Dr-Ing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E H ERWIN MARX DR ING DR ING
Original Assignee
E H ERWIN MARX DR ING DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E H ERWIN MARX DR ING DR ING filed Critical E H ERWIN MARX DR ING DR ING
Priority to DEM45398A priority Critical patent/DE1203857B/de
Publication of DE1203857B publication Critical patent/DE1203857B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • H01H33/90Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism
    • H01H33/92Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism the arc-extinguishing fluid being liquid, e.g. oil
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/14Multiple main contacts for the purpose of dividing the current through, or potential drop along, the arc

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Hochspannungsflüssigkeitsschalter mit mehreren in Reihe geschalteten Schaltstrecken Elektrische Schalter für hohe Spannungen werden häufig aus mehreren in Reihe geschalteten gleichartigen Schaltstrecken für kleinere Spannungen aufgebaut. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt darin, daß Löscheinrichtungen, die bereits erprobt worden sind, verwendet werden können. Der Antrieb der beweglichen Schaltelektroden erfolgt in den meisten Fällen, z. B. häufig bei Druckgasschaltern, durch Einzelantriebsaggregate, die pneumatisch zentral gesteuert werden, damit ein gleichzeitiges Arbeiten aller Löscheinrichtungen gewährleistet ist. Bei Flüssigkeitsschaltern mit einem einzigen, den Schaltstrecken gemeinsamen Antriebsaggregat muß die Antriebskraft für die beweglichen Schaltkontakte durch Isoliergestänge zu den einzelnen Lichtbogenlöscheinrichtungen hin übertragen werden. In jedem Fall ergeben sich bei derartigen Schaltern für hohe Spannungen komplizierte Aufbauten mit großen Abmessungen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Flüssigkeitsschalter mit einer Reihenschaltung erprobter Lichtbogenlöscheinrichtungen zu schaffen, bei dem der Antrieb der beweglichen Schaltkontakte von einem einzigen Antriebsaggregat aus hervorgerufen wird. Hierzu geht die Erfindung aus von einem elektrischen Flüssigkeitsschalter für hohe Spannungen mit mehreren gleichachsig aneinandergereihten und elektrisch in Reihe geschalteten Schaltstrecken mit einem feststehenden und einem direkt durch den Schalterantrieb geradlinig bewegten Schaltkontakt und mit wenigstens einer Zwischenelektrode, die zwei benachbarte Schaltstrecken miteinander verbindet und beim Schalten in Bewegungsrichtung des beweglichen Schaltkontaktes langsamer als dieser bewegt wird. Bei bekannten Schaltern dieser Art erfolgt die Bewegung der Zwischenelektrode unter dem Einfluß einer Feder. Die Erzeugung mehrerer Lichtbogenteilstrecken ist bei diesen Schaltern nicht immer sichergestellt, weil z. B. bei langsamer Bewegung des bewegten Schaltkontaktes die Zwischenelektrode nicht sicher von diesem abhebt. Auch können diese Schalter nicht durch einfache Reihenschaltung von Lichtbogenlöscheinrichtungen erstellt werden, die für niedere Spannungen bereits erprobt sind.
  • Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schaltstrecken in an sich bekannter Weise einander gleich ausgebildet und bemessen sind und daß die Zwischenelektroden an solchen Bauteilen der Löscheinrichtung befestigt sind, die vom Schalterantrieb über mechanische Untersetzungsgetriebe mit einer Geschwindigkeit bewegbar sind, die annähernd gleich dem arithmetischen Mittelwert der Geschwindigkeiten der beiden der jeweiligen Zwischenelektrode benachbarten Elektroden bzw. Schaltkontakte ist. Dabei muß die relative Trenngeschwindigkeit zweier benachbarter Zwischenelektroden etwa gleich der Trenngeschwindigkeit sein, mit der die einzelne Löscheinrichtung bei ihrer Nennspannung arbeitet. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird erreicht, daß die relativen Trenngeschwindigkeiten der einzelnen Kontaktpaare einander gleich sind.
  • Es sind bereits Schalter bekannt, bei denen -die Unterbrechung des Stromes mit Hilfe einer großen Zahl in Reihe geschalteter Trennstellen erfolgt, die entweder gleichzeitig oder durch geeignete konstruktive Maßnahmen in rascher Folge nacheinander geöffnet werden. Bei diesen Anordnungen weist jede Schaltstrecke ein feststehendes und ein bewegliches Schaltstück auf, und alle beweglichen Schaltstücke bewegen sich mit gleicher Geschwindigkeit. Der Schalterantrieb muß die Summe aller für die Betätigung der Trennstellen erforderlichen Kräfte aufbringen. Demgegenüber muß der Antrieb beim Schalter nach der Erfindung zwar die Summe der Schaltwege, aber nur die zur Betätigung einer Schaltstrecke erforderliche Kraft aufbringen, was gelegentlich vorteilhaft sein kann. Darüber hinaus bietet eine Anordnung nach der Erfindung den Vorteil, daß die erforderlichen Untersetzungsgetriebe auf einfache Weise konzentrisch zu den Schaltstiften angeordnet werden können. Eine solche Anordnung kann leicht in die bei Durchführungen für hohe Spannungen erforderlichen langen Isolierstoffkörper eingebaut werden.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil, der den erfindungsgemäßen Schalter vor den bekannten Schaltern auszeichnet, ist, daß nur eine einzige zu installierende Stromübergangsstelle von einem feststehenden Anschluß auf eine bewegliche Schaltelektrode erforderlich ist. Bei den bekannten baulichen Vereinigungen von vollständigen Löscheinrichtungen zu einem elektrischen Schalter für hohe -Spannungen muß hingegen jede Schaltstrecke eine derartige Stromübergangsstelle, die im allgemeinen als Rollen-oder Schleifkontakt ausgeführt wird, aufweisen. Demgegenüber ergibt sich durch die vorliegende Erfindung eine wesentliche konstruktive Vereinfachung und eine Verringerung der Abmessungen des Schalters.
  • Als mechanisches Untersetzungsgetriebe für den Antrieb der Zwischenelektroden empfiehlt sich ein Antriebssystem, das nach dem Prinzip der losen Seilrolle arbeitet. Eine lose Rolle, die in ein Seil eingehängt ist, dessen eines Ende fest eingespannt ist, während das andere Ende bewegt wird, bewegt sich bekanntlich in gleicher Richtung wie das nicht eingespannte Seilende, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die gleich der halben Geschwindigkeit des Seilendes selbst ist. Das gleiche wie für die in ein Seil eingehängte lose Rolle gilt auch für die schlupflose Rolle zwischen zwei Laufflächen oder für ein Zahnrad, das zwischen zwei gegeneinander beweglichen Zahnstangen läuft.
  • Bei Anwendung dieser Getriebe für den Antrieb von Zwischenelektroden bei elektrischen Schaltern gemäß der Erfindung wird jeweils eine Zwischenelektrode an einer losen Rolle bzw. an einem Zahnrad befestigt. Die beiden zugehörigen Laufflächen, Zahnstangen oder Seilenden sind dann jeweils mit einer benachbarten Elektrode fest zu verbinden. Dabei ergibt sich dann zwangläufig, daß die Zwischenelektrode mit einer Geschwindigkeit fortbewegt wird, die gleich dem arithmetischen Mittelwert der Geschwindigkeiten der beiden zugehörigen, mit Nachbarelektroden verbundenen Laufflächen ist.
  • Solche Rollen, die zwischen einer an dem feststehenden Schaltergehäuse befestigten und einer mit dem beweglichen, vom Schalterantrieb aus direkt angetriebenen Schaltkontakt verbundenen Lauffläche rollen, können gleichzeitig als Stromzuführung zum beweglichen Schaltkontakt dienen.
  • Die einzelnen Löscheinrichtungen selbst werden mit den gleichen Abmessungen und der gleichen relativen Lage der Bauteile verwendet, die diese während der Schaltvorgänge zueinander bei der Nennspannung einnehmen, bei der sie erprobt sind. Das bedeutet, daß beispielsweise Druckzylinder, die die Schaltstrecke umgeben, und Einrichtungen zur Erzeugung einer Löschmittelströmung zusammen mit den zugehörigen Zwischenelektroden fortbewegt werden müssen. Auch andere wichtige Konstruktionsmerkmale, die bei der Einzellöscheinrichtung vorhanden sind, müssen bei der Reihenschaltung erhalten bleiben bzw. sinngemäß abgeändert werden. Dies gilt beispielsweise für Öffnungen in den Wandungen von Druckzylindern. Diese dienen bei Schaltern mit flüssigem Löschmittel oft dazu, bei der Abschaltung entstehende Gasblasen aus dem Lichtbogenlösehraum zu entfernen. Verbleibt nach einer Abschaltung eine Gasmenge im Lichtbogenlöschraum, so liegen bei dem darauffolgenden Ausschaltvorgang infolge des Gaspolsters veränderte Druckverhältnisse vor, was im allgemeinen das Schaltvermögen der Löscheinrichtung sehr stark herabsetzt. Da die Gasblasen auf Grund des Flüssigkeitsauftriebs bestrebt sind, nach oben zu steigen, müssen die Öffnungen in den Wandungen der Druckzylinder möglichst oberhalb der Lichtbogenstrecken angeordnet sein.
  • Die Zwischenelektroden der Lichtbogenteilstrecken können entweder als Doppeltulpenkontakte oder als Doppelschaltstifte ausgeführt werden. Welcher Konstruktion dabei der Vorzug gegeben wird, richtet sich nach dem Aufbau der verwendeten Löscheinrichtung.
  • In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben.
  • A b b. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Schalter mit zwei Schaltstrecken, die nach dem Ölströmungsprinzip arbeiten. In gleicher Weise sind in A b b. 2 vier Schaltstrecken dieser Art zu einem Schalter für entsprechend höhere Spannungen vereinigt.
  • In A b b. 1 ist der Schalter in der linken Abbildungshälfte in Einschaltstellung, rechts in der Ausschaltstellung dargestellt. Mit 1 ist der feststehende und mit 2 der bewegliche, vom Schalterantrieb aus direkt angetriebene Schaltkontakt bezeichnet. Das Isoliergehäuse 3 umfaßt das gesamte Löschsystem und ist mit Löschflüssigkeit gefüllt. Die Löschflüssigkeitsoberfläche soll im Gehäuse 3 so hoch liegen, daß das gesamte Löschsystem bedeckt ist. Es muß jedoch noch ein ausreichendes Gasvolumen zwischen der Flüssigkeitsoberfläche und dem oberen Deckel des Gehäuses erhalten bleiben, das als Gaspolster das Auftreten unzulässig hoher Drücke verhindert.
  • Der Druckzylinder 5 umschließt die beiden Schaltstrecken und trägt die Zwischenelektrode 4. Während eines Schaltvorganges wird der Druckzylinder 5 vom Zahnrad 6 mitgenommen, das zwischen den Zahnstangen 7 und 8 läuft. Die Zahnstangen 7 sind am Schaltergehäuse 3, die Zahnstangen 8 am beweglichen Schaltkontakt 2 befestigt.
  • Die als Schaltstifte ausgebildeten Schaltkontakte 1 und 2 sind von zylinderförmigen Pumpkolben 10 bzw. 11 umgeben, die mit einer düsenförmigen Ausströmöffnung versehen sind, durch die die Schaltstiftspitzen in der Einschaltstellung hindurchgreifen. Während des Ausschaltvorganges wird der Schaltkontakt 2 in Richtung des Pfeiles 9 angetrieben. Dabei laufen die Drehachsen der Zahnräder 6 und damit auch der Druckzylinder 5 sowie die Zwischenelektrode 4 mit halber Geschwindigkeit mit. Die Trenngeschwindigkeiten der Schaltstrecken zwischen den Elektroden 2 und 4 bzw. 1 und 4 sind dabei gleich der halben Geschwindigkeit des Schaltkontaktes 2.
  • Bei der Ausschaltbewegung liegen die zylinderförmigen Pumpkolben mit ihrer Innenkante an den bundförmigen Mitnehmervorrichtungen 12 und 13 der Schaltkontakte 1 und 2 an. Dadurch bilden die Schaltstiftspitzen dieser Schaltkontakte zusammen mit den Ausströmöffnungen der Pumpkolben 10 und 11 ringförmige Ausströmdüsen, durch die Löschmittel hindurchströmt und die Lichtbogenfußpunktsgebiete intensiv bespült. Diese Löschmittelmengen gelangen aus den hinter den Pumpkolben gelegenen Räumen 14 und 15 durch parallel zur Schaltstiftachse verlaufende Bohrungen in den bundförmigen Mitnehmervorrichtungen 12 und 13 in den vorderen Teil der Pumpkolben. Während des größten Teils des Ausschaltvorganges sind die Bohrungen in der Wandung der Pumpkolben durch die Mitnehmervorrichtungen 12 und 13 versperrt. Um die Löschmittelbespülung an den Spitzen der schaltstiftförmigen Kontakte zu verbessern, sind diese mit axialen Längsbohrungen versehen, die das Innere des Druckzylinders 5 mit dem druckentlasteten Raum innerhalb des Isoliergehäuses 3 verbinden. Die Löschmittelströmung veranlaßt dann den Lichtbogenfußpunkt, zur Mitte der Schaltstiftspitze oder an die Innenwandung der Bohrung zu wandern, so daß die Abbranderscheinungen an den kontaktgebenden Außenflächen des Schaltstiftes klein gehalten werden.
  • Der Druckzylinder 5 umschließt in dem hier dargestellten Beispiel zwei Lichtbogenteilstrecken. Er ist mit Öffnungen 16 versehen, durch die Gasblasen, die während des Schaltvorganges gebildet werden, entweichen können und durch die der Druckzylinder mit frischem Löschmittel wieder aufgefüllt wird. Ist die ganze Löscheinrichtung über Kopf angeordnet, d. h. daß der feststehende Schaltkontakt 1 sich oben befindet, während der bewegliche Schaltkontakt von unten her angetrieben wird, so müssen sich die öffnungen 16 auch wieder in der oberen Hälfte des Druckzylinders befinden, damit in seinem Inneren keine Gasrückstände verbleiben.
  • Wird der Druckzylinder durch eine Trennwand im Bereich der Zwischenelektrode 4 in zwei Hälften unterteilt, so muß jede dieser Hälften mit Öffnungen in der Zylinderwandung versehen werden.
  • Zu Beginn der Einschaltbewegung befindet sich der Schalter in der in A b b. 1 rechts gezeigten Stellung. Vom Schalterantrieb aus direkt angetrieben, bewegt sich zunächst der stiftförmige Schaltkontakt 2 in Richtung entgegengesetzt dem Pfeil 9. Der Pumpkolben 10 wird über die bundartige Mitnehmervorrichtung 12 erst dann mitgenommen, wenn sich der Schaltkontakt 2 bereits in Bewegung befindet und wenn die Schaltstiftspitze bereits durch die düsenförmige Ausströmöffnung des Pumpkolbens hindurchgetreten ist. Der hinter dem Pumpkolben 10 gelegene Raum 15 füllt sich mit Löschmittel, das durch die in der Wandung des Pumpkolbens befindlichen Bohrungen strömt. Gasblasen können aus dem Raum 15 durch die Nut 17 entweichen, die in Einschaltstellung den Raum 15 mit dem druckentlasteten Inneren des Isoliergehäuses 3 verbindet.
  • Im Bereich des feststehenden Schaltkontaktes 1 verläuft der Einschaltvorgang zur gleichen Zeit entsprechend: Es setzt sich zunächst der Druckzylinder 5, angetrieben über das Zahnrad 6, in Bewegung. Durch einen im Raum 14 entstehenden geringen Unterdruck wird dabei der Pumpkolben 11 mitgenommen, bis er wieder mit einer Innenkante an der Mitnehmervorrichtung 13 anliegt. Im folgenden strömt dann Löschmittel durch die Bohrungen in der Wandung des Pumpkolbens 11 und füllt den Raum 14 an.
  • Es ist bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß die Stromzuführung zum beweglichen Schaltkontakt 2 über das Antriebszahnrad 6 erfolgen soll. Die Zahnstangen 7 und 8 und das Zahnrad 6 müssen hierzu aus einem Material mit ausreichender Leitfähigkeit und guten Kontakteigenschaften hergestellt werden. Eine weitere Voraussetzung ist, daß Zahnstangen und Zahnräder fest genug miteinander im Eingriff stehen, um einen zu hohen Kontaktwiderstand zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Zahnstangen und Zahnräder mit Kontaktbahnen zu versehen, die sich unmittelbar neben den Zahnreihen befinden. Die Kontaktbahn des Zahnrades läuft dann zwischen den beiden Kontaktbahnen der Zahnstangen, wobei ein ausreichender Kontaktdruck aufgebracht werden kann, während die Zähne nur lose ineinandergreifen dürfen.
  • Die Zahl der Schaltstrecken, die erfindungsgemäß in Reihe geschaltet werden können, ist grundsätzlich nicht begrenzt. A b b. 2 zeigt einen Schalter mit vier Schaltstrecken, dessen Nennspannung etwa doppelt so hoch ist wie die des Schalters nach A b b. 1. Der Schalter ist in Ausschaltstellung dargestellt. Mit 20 ist hier der feststehende, mit 21 der vom Schalterantrieb direkt angetriebene bewegliche Schaltkontakt bezeichnet. Es sind ferner ein als Doppelschaltstift 24 und zwei als Doppeltulpenkontakt 22, 23 ausgebildete Zwischenelektroden vorhanden. Der Doppelschaltstift 24 ist an einem Isoliergestänge 25 befestigt, das von den Zahnrädern 26 mit der halben Geschwindigkeit des beweglichen Schaltkontaktes 21 angetrieben wird. Die Zahnräder 26 laufen jeweils zwischen einer Zahnstange 27, die am Isoliergehäuse 28 des Schalters befestigt ist, und einer weiteren Zahnstange 29, die mit dem Schaltkontakt 21 starr verbunden ist. Die Stromzuführung zur Schaltelektrode 21 kann auch hier über die Zahnräder 26 erfolgen. Der Druckzylinder 30 umschließt zwei Schaltstrecken und trägt die Zwischenelektrode 23. Er wird durch Zahnräder 31 angetrieben, die jeweils zwischen einer am Schaltergehäuse befestigten Zahnstange 32 und einem der zu Zahnstangen ausgebildeten Fortsätze des Gestänges 25 laufen. Der Druckzylinder 33 umschließt ebenfalls zwei Schaltstrecken und trägt den Doppeltulpenkontakt 22. Er erhält seinen Antrieb über die Zahnräder 34 vom beweglichen Schaltkontakt 21 einerseits und vom Gestänge 25 andererseits. Die Zahnräder 34 laufen zwischen Zahnstangen 35, die mit dem beweglichen Schaltkontakt 21 starr verbunden sind, und Teilendes Gestänges 25, die ebenfalls als Zahnstangen ausgebildet wurden. Bei dieser Konstruktion wird erreicht, daß die Kontakte sämtlicher Schaltstrecken die gleiche Trenngeschwindigkeit erhalten. Jede dieser Kontakttrenngeschwindigkeiten ist gleich einem Viertel der Geschwindigkeit, mit der der vom Schalterantrieb direkt angetriebene bewegliche Schaltkontakt 21 fortbewegt wird.
  • Um eine gleichmäßige Aufteilung der an den Schaltkontakten 20 und 21 anliegenden Spannung auf die einzelnen Schaltstrecken zu erzielen, kann es erforderlich sein, daß kapazitive oder auch Ohmsche Widerstände als Spannungsteiler parallel zu den Schaltstrecken angeordnet werden. Es besteht die Möglichkeit, diese Vorrichtungen innerhalb des mit Löschmittel angefüllten Raumes unterzubringen, eventuell auch innerhalb der Druckzylinder. Die Ölfüllung des Schalters wirkt hier gleichzeitig als Isoliermittel, so daß nur kleine Abstände gewahrt werden müssen.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Elektrischer Flüssigkeitsschalter für hohe Spannungen mit mehreren gleichachsig aneinandergereihten und elektrisch in Reihe geschalteten Schaltstrecken mit einem feststehenden und einem direkt durch den Schalterantrieb geradlinig bewegten Schaltkontakt und mit wenigstens einer Zwischenelektrode, die zwei benachbarte Schaltstrecken miteinander verbindet und beim Schalten in Bewegungsrichtung des beweglichen Schaltkontaktes langsamer als dieser bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecken in an sich bekannter Weise einander gleich ausgebildet und bemessen sind und daß die Zwischenelektroden an solchen Bauteilen der Löscheinrichtung befestigt sind, die vom Schalterantrieb über mechanische Untersetzungsgetriebe mit einer Geschwindigkeit bewegbar sind, die annähernd gleich dem arithmetischen Mittelwert der Geschwindigkeiten der beiden der jeweiligen Zwischenelektrode benachbarten Elektroden bzw. Schaltkontakte ist.
  2. 2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Bauteile der Löscheinrichtung, an denen die Zwischenelektroden befestigt sind, über Rollen und/oder Zahnräder von der Bewegung des vom Schalterantrieb bewegten Schaltkontaktes abgeleitet wird.
  3. 3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1 oder 2 mit einer während der Schaltbewegung durch Kolben erzeugten lichtbogenlöschenden Flüssigkeitsströmung, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Zwischenelektrode an einem Druckzylinder befestigt ist, der eine oder mehrere Schaltstrecken umschließt.
  4. 4. Elektrischer Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Zwischenelektroden als Doppeltulpenkontakt ausgebildet ist.
  5. 5. Elektrischer Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Zwischenelektrode als Doppelschaltstift ausgebildet ist.
  6. 6. Elektrischer .Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Mitnahme von Bauteilen der Löscheinrichtung bei der Bewegung des durch den Schalterantrieb bewegten Schaltkontaktes dienende Rollen und/oder Zahnräder wenigstens teilweise als Stromzuführung zu dem bewegten Schaltkontakt verwendet werden.
  7. 7. Elektrischer Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecken in an sich bekannter Weise von den Schaltstiften über Mitnehmer angetriebene Pumpkolben zur Erzeugung einer lichtbogenlöschenden Flüssigkeitsströmung aufweisen. B.
  8. Elektrischer Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch Vorrichtungen zur Steuerung der Spannungsaufteilung auf die einzelnen Schaltstrecken.
  9. 9. Elektrischer Schalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen zur Steuerung der Spannungsaufteilung innerhalb des löschmittelerfüllten Raumes angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 681132; USA.-Patentschriften Nr. 1121574, 2158 846.
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