[go: up one dir, main page]

DE1203213B - Streckenvortriebsmaschine fuer den Tunnelbau und untertaegigen Bergbau - Google Patents

Streckenvortriebsmaschine fuer den Tunnelbau und untertaegigen Bergbau

Info

Publication number
DE1203213B
DE1203213B DEA25183A DEA0025183A DE1203213B DE 1203213 B DE1203213 B DE 1203213B DE A25183 A DEA25183 A DE A25183A DE A0025183 A DEA0025183 A DE A0025183A DE 1203213 B DE1203213 B DE 1203213B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disks
cutting
machine according
tunneling machine
machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA25183A
Other languages
English (en)
Inventor
Georges Allimann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carspach SA Atel
Original Assignee
Carspach SA Atel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carspach SA Atel filed Critical Carspach SA Atel
Publication of DE1203213B publication Critical patent/DE1203213B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/10Making by using boring or cutting machines
    • E21D9/11Making by using boring or cutting machines with a rotary drilling-head cutting simultaneously the whole cross-section, i.e. full-face machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Streckenvortriebsmaschine für den Tunnelbau und untertägigen Bergbau Die Erfindung betrifft eine Streckenvortriebsmaschine für den Tunnelbau und untertägigen Bergbau mit einem nach rückwärts austragenden Fördermittel und einem drehbaren Bohrkopf mit rotierenden, Schneidmeißel tragenden Scheiben.
  • Es ist eine Maschine zum Auffahren unterirdischer Strecken, z. B. Tunnel, Stollen, Schächte, mit einem in Richtung der Stollenachse beweglichen Maschinengestell und einem um die Längsachse des Maschinengestells drehbar gelagerten Werkzeugträger bekannt, in dem ein oder mehrere Fräserwerkzeuge gelagert sind. Einzelne der in üblicher Weise arbeitenden Fräswerkzeuge, z. B. um ihre Achse rotierende Frässchreiben mit radial angeordneten Fräsmessern, hinterschneiden das aufzufahrende Gebirge und bewirken auf diese Weise zum Vorschub erforderliche Kräfte. Die Fräswerkzeuge tragen Messerköpfe mit radial nach außen weisenden und in tangentialer Richtung wirkenden Messern. Die Drehachsen der Messerköpfe verlaufen in bezug auf die Längsachse des Maschinengestells schräg. Durch die schraubenlinienfönnige Bewegung der Messerköpfe entsteht eine kreisringförmige Ausnehmung an der Ortsbrust. Der in der Mitte stehenbleibende Bohrkern wird abgebrochen. Dadurch wird das Gebirge mit den Umfangskanten der Messerköpfe bearbeitet und entlang einer Schraubenlinie hinterschnitten. Zum Ausgleich auftretender Mitdrehmomente sind Bremsmesser erforderlich.
  • Es sind auch bereits Vortriebsmaschinen bekannt, bei denen die Drehachse der Schneidscheiben gegenüber der Vortriebsrichtung geneigt ist. Bei einer dieser Maschinen sind die Schneidmeißel auf der Vorderseite der Scheiben angeordnet. Diese bekannten Maschinen fallen schwer aus und erfordern einen bestimmten Andruck an die Ortsbrust.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Streckenvortriebsmaschine für den. Tunnel- und untertägigen Bergbau zu schaffen, die robust ist und im Betrieb nicht gegen die Ortsbrust gedrückt werden braucht. Ferner soll die Maschine von leichter Bauart und geringer Sperrigkeit sein. Das wird gemäß der Erfindung durch die Kombination folgender, teilweise bekannter Merkmale erreicht: a) Die Achsen der die Schneidmeißel tragenden Scheiben sind gegenüber der Vortriebsrichtung schräggestellt; b) die Schneidmeißel sind in Randnähe der Scheiben so angeordnet, daß die jeweils arbeitenden Meißel über den vorderen Schneidkantenabschnitt hinausragen; c) die Schneidmeißel sind gerichtet und beschreiben mit ihren Spitzen an der Ortsbrust Teile einer Zykloide.
  • Dabei sind die Scheiben in bekannter Weise zur Vortriebsrichtung schräggestellt und zusätzlich geneigt.
  • Durch die sich auf Teilen einer Zykloide bewegenden Spitzen der' Schneidmeißel werden zwei vorteilhafte Wirkungen erreicht. Die eine besteht darin, daß die Schneidmeißel während einer Umdrehung der sie tragenden Scheibe von der Ortsbrust des zu bearbeitenden Gebirges abgehoben und wieder in sie eingesenkt werden. Hierzu tritt im Gegensatz zum Drehen oder Bohren nicht nur eine zerspanende Wirkung ein, sondern die Schneidmeißel werden auch nicht überhitzt. Die andere vorteilhafte Wirkung besteht darin, daß die Maschine keinen Vorschubdruck benötigt, d. h., die die Schneidmeißel tragenden Scheiben brauchen nicht gegen die Ortsbrust gedrückt zu werden. Die Maschine frißt sich sozusagen selbst in den Stoß. Ein Bohrkern, der später abgebrochen werden müßte, bleibt nicht stehen. Da sich die verschiedenen Rückdrehmomente ausgleichen, ist ein besonderes Bremsmesser nicht erforderlich. Schließlich wird auch die Vortriebsleistung gesteigert.
  • Um auch Hohlräunie mit verschieden geformten Querschnitten herstellen zu können, sind um den die Scheiben tragenden Bohrkopf mehrere sich drehende Schneidscheiben am Ende von ausziehbaren Armen angeordnet, die Kreisbewegungen ausführen. Bei einer Ausführungsform gleiten die Arme an mit Verzahnungen versehenen' Führungsarmen entlang, wobei die an mit Verzahnungen versehenen Führungsrahmen entlanggleiten, wobei Ritzel, die hinter jeder Schneidscheibe angeordnet sind, mit den Verzahnungen im Eingriff stehen.
  • Damit sich die Schneidscheiben an bestimmten Stellen mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen, sind bei einer Ausführungsform mehrere verschieden große Ritzel auf der Achse jeder Scheibe angeordnet, die abwechselnd mit den ihnen entsprechenden Verzahnungen in Eingriff kommen, die entsprechend der Lage der Ritzel versetzt angeordnet sind.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 die Maschine in Seitenansicht, F i g. 2 die Maschine von vorn, F i g. 3 und 4 schematisch die Wirkungsweise der Maschine, F i g. 5 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung in Seitenansicht, teilweise geschnitten, F i g. 6 die Maschine nach F i g. 5 von vorn, F i g. 7 eine Vorrichtung zum Verstellen der Schneldscheiben in Ansicht, teilweise geschnitten, und F i g. 8 die Vorrichtung zum Bewegen einer Schneidscheibe mit verschiedenen Geschwindigkeiten in schaubildlicher Ansicht.
  • Die Streckenvortriebsmaschine gemäß der Erfindung hat einen Bohrkopf 1 mit zwei kreisförmigen Schreiben 2, 2a, die am Bohrkopf um ihre Achse drehbar gelagert sind. Jede Scheibe trägt auf ihrer Vorderseite Schneidmeißel 3. Die Scheiben sind gegenüber der Vortriebsrichtung schräggestellt. Der Bohrkopf 1 hat einen mittleren Führungsbohrer 4 und ist am Ende einer Ummantelung 5 angeordnet, die eine Schnecke 6 trägt. Die Ummantelung mit der Schnecke ist am Ende eines von mehreren Teleskoprobren 7 angeordnet. Der Bohrkopf 1 ist mit einem schaufelartigen Ansatz 8 versehen, durch den das anfallende Bohrklein der Förderschnecke 6 zugeführt wird.
  • Die Vortriebsmaschine arbeitet wie folgt: Der Führungsbohrer 4 ritzt zunächst das zu bohrende Gebirge R an. Er dreht sich in Richtung des Pfeiles f 1, während der den Führungsbohrer tragende Bohrkopf 1 sich in Richtung des Pfeiles f 2, also in diesem Fall in umgekehrter Richtung, dreht. Dadurch wird das Rückdrehmornent des Führungsbohrers ausge-glichen. Infolge der Drehung des Bohrkopfes 1, der Eigendrehung der Scheiben 2, 2a und auf Grund ihrer Stellung können die Schneidmeißel 3 den Stoß einzeln bearbeiten und sich anschließend nach Art schlagender Bohrmeißel (vgl. F i g. 3 und 4) wieder von ihm abheben. Die Bewegungsbahn 3 a der in den Stoß schlagenden Meißel ist in F i g. 4 dargestellt. Die einzelnen dargestellten Bewegungsbahnen ergeben sich aus der Drehung der Scheibe, die die Meißel trägt und aus der Drehung des Bohrkopfes 1. Die Bewegungsbahnen 3 a stellen Teile einer Zykloiden dar. Die Drehrichtung der Scheiben ist beliebig; die durch den Pfeil f 3 in F i g. 1 und 2 angegebene Drehrichtung ist nur ein Beispiel. Die Drehrichtung der Scheiben bewirkt in diesem Fall, daß das Rückdrehmoment des Führungsbohrers 4 ausgeglichen und ein Beitrag zum Ausgleich der übrigen Drehmomente beim Arbeiten der Maschine geleistet wird.
  • Die von den nacheinander für kurze Zeit wirksam werdenden Schneidmeißeln vom Stoß gelösten Berge werden von der Schnecke 6 auf der Ummantelung 5, die sich um sich selbst in Richtung des Pfeils f 4 drehen, aus dem erbohrten Hohlraum 9 gefördert. In gleichem Maße wie der Bohrkopf 1 in das Gebirge eindringt schieben sich die Teleskoprohre 7 auseinander und drücken den Bohrkopf nach vorn in seine Arbeitsstellung. Die anfallenden Berge oder Gesteinsbrocken, die von der Schnecke 6 aufgenommen werden, können auch unter Zuhilfenahme der ausgefahrenen Rohre 7 aus dem Bohrblech gefördert werden. Zu diesem Zweck ist eine nicht dargestellte öffnung in der Ummantelung 5 vorgesehen, 'durch die das von der Förderschnecke 6 aufgenommene Gestein in das Innere der Rohre gelangt. Bei einer anderen Ausführungsform kann die öffnung in der Ummantelung 5 unmittelbar hinter dem schaufelartigen Ansatz 8 des Bohrkopfes 1 vorgesehen sein. Die Kabel zum Zuführen elektrischer Energie, z. B. für den in dem Bohrkopf 1 vorgesehenen Elektromotor, sind ebenfalls in den auseinanderschiebbaren Rohren 7 vorgesehen. Hydraulische oder mechanische Vorschubeinrichtungen, die zum Auseinanderschieben der Rohre 7 dienen, sind gleichfalls im Bohrkopf 1 vorgesehen. Der Bohrkopf ist stets durch ein Einmannloch zugänglich, das in einem der Rohre 7 vorgesehen ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Scheiben 2 in ihrer Neigung einstellbar sein. Die Anwendung des Führungsbohrers ist freigestellt; es kann auf ihn auch verzichtet werden.
  • Mit Hilfe der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Maschine können zylindrische Hohlräume hergestellt werden. Durch relative Einstellung der die Schneidmeißel tragenden Scheiben untereinander und in bezug auf die verschiedenen geometrischen Achsen des Bohrkopfes können Hohlräume mit verschiedenen Querschnitten hergestellt werden. Hohlräume mit ovalem oder rechteckigem Querschnitt können mit Hilfe einer oder mehrerer zusätzlicher Schneidscheiben gebohrt werden, die an dem Ende eines ausziehbaren Armes angeordnet sind, dessen Ende eine dem Umfang des gewünschten Querschnittes entsprechende Bahn beschreibt. Zur Steuerung des Armes dient ein Führungsrahmen, der dem gewünschten Umfang entsprechen kann.
  • In den F i g. 5 bis 8 ist eine solche Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Maschine ist verhältnismäßig kurz und hat keinen Führungsbohrer, wodurch die Richtungsänderung der Maschine erleichtert wird. Die Vortriebsmaschine hat einen Bohrkopf 1 mit drei Scheiben 2, 2 a, 2 b, die mit den Schneidwerkzeugen 3 versehen sind. Jeder der Schneidmeißel 3 bearbeitet den Stoß und hebt sich anschließend gleich wieder von ihm ab nach Art eines schlagenden Bohrmeißels, wie die F i g. 3 und 4 zeigen. Die drei Scheiben 2, 2 a, 2 b bewegen sich in verschiedenen Bereichen, so daß das Gebirge in Stufen X, Y, Z abgetragen wird. Auf diese Weise wird das Ausbrechen und Hereingewinnen desjenigen Teiles des Stoßes erleichtert, der bereits auf einer Seite eines Absatzes freigelegt ist, und zwar durch die davorliegende Scheibe. Man erhält hierdurch eine gröbere Körnung der gelösten Berge und erzielt eine Einsparung an Energie und eine Verminderung des Werkzeugverschleißes. Auf Grund der nur vorübergehenden Berührung der Schneidwerkzeuge mit dem zu lösenden Gestein erwärmen sich diese nicht.
  • Der Durchmesser der die Schneidwerkzeuge tragenden Scheiben kann beliebig gewählt werden. Für eine gute Angriffswirkung auf den Gebirgsstoß, für die Erzielung einer guten Vortriebsleistung und um das gelöste Gestein gut und schnell abfördern zu können, kann der Durchmesser einer Scheibe und damit der Durchmesser der Schneiden wesentlich größer gewählt werden, als es der Breite des abzubohrenden Absatzes entspricht. In diesem Fall befindet sich nur ein Teil der Scheibe gegenüber der Abstufung, wobei die Scheibe in einem Winkel zum Abbaustoß steht und hierbei eine Drehung um ihre eigene Achse sowie ferner eine allgemeine kreisförmige Bewegung mit einem Durchmesser ausführt, der mehr oder minder dem mittleren Durchmesser der Abstufung angenähert ist.
  • Die Vortriebsmaschine dieser Ausführung weist Schneidmeißel tragende Scheiben 10, 10 a, 10 b, 10 c auf, die am Ende von gelenkig angeordneten, ausziehbaren Armen 11, 11 a, 11 b, 11 c angeordnet sind. Diese Schneidscheiben erlauben es, verschiedenartig gerade oder gewölbt geformte Querschnitte für den zu erbohrenden Hohlraum herzustellen. Die Schneidscheiben 10, 10 a, 10 b, 10 c beschreiben eine dem Umfang des gewünschten Querschnittes entsprechende Bahn. Einer oder mehrere Führungsrahmen 12, die dem Umfang des gewünschten Querschnittes entsprechen, dienen zur Führung und Verstellung der Schneidscheiben an den Enden der ausziehbaren Arme 11, 11 a, 11 b, 11 c, wie F i g. 6 zeigt. Die Schneidscheiben 10 bis 10 c folgen Führungsbahnen 13, die in dem Führungsrahmen 12 vorgesehen sind. Der Führungsrahmen trägt außerdem Verzahnungen 14, in die ein in F i g. 7 erkennbares Zahnrad 15 eingreift, das auf der Achse 16 jeder Schneidscheibe vorgesehen ist, die dadurch vorwärts und hin und her bewegt wird.
  • Um sowohl die Höhe als auch die Breite und auch die Form des zu erstellenden Hohlraumes während des Vortriebes der Maschine zu ändern, kann der Führungsrahmen 12 beweglich oder verstellbar ausgebildet sein, wodurch die Schneldscheiben einen veränderlichen Weg beschreiben und hierdurch dem zu erstellenden Hohlraum eine wechselnde Form und wechselnde Abmessungen geben. Die Schneidscheiben 10 bis 10 c drehen sich um sich selbst und machen sowohl eine selbständige Vorwärtsbewegung als auch die allgemeine kreisförmige Bewegung des Bohrkopfes 1. Eine Kette, ein Kabel oder eine hydraulische Verstellvorrichtung kann die vorgesehene Verzahnungsvorrichtung am Umfang ersetzen. Die Bewegung der mit Werkzeugen versehenen Scheiben 10 bis 10 c ist etwas exzentrisch und derart gewählt, daß die Geschwindigkeit und der Arbeitsaufwand weitgehend ausgeglichen sind. Es kann vorteilhaft sein, wenn die Schneidscheiben sich an bestimmten Stellen mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen. In einem Bogenstück, das z. B. zwei gerade Teile des Umfanges miteinander verbindet, kann eine Verlangsamung der Vorwärtsbewegung eintreten, während in anderen Fällen im Gegensatz hierzu die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Scheibe gegebenenfalls erhöht werden muß, z. B. an solchen Teilen der Bohrsohle, die durch ein vorhergehendes Werkzeug freigeräumt wurden. Hierzu sind, bei einem Ausführungsbeispiel wie in F i g. 8 ersichtlich ist, zwei oder mehrere parallel übereinander angeordnete Verzahnungen 100 und 101 vorgesehen, die gegeneinander versetzt sind. Zwei oder mehrere Ritzel 15 a und 15 b sind auf der Achse der Schneidscheibe angeordnet. Diese Ritzel sind von unterschiedlichem Durchmesser und stehen abwechselnd mit den ihnen entsprechenden Verzahnungen im Eingriff. Eine Unterbrechung in der einen Verzahnung, z. B. im Teil 100 a der Verzahnung 100, entspricht ein verzahnter Teil, z. B. 101, der zweiten Verzahnung derart, daß einmal das Ritzel 15 b und das andere Mal das Ritzel 15a mit seiner jeweiligen entsprechenden Verzahnung in.Eingriff kommt. Auf Grund der verschiedenen Durchmesser der Ritzel 15a und 15b verstellt sich die Schneidscheibe mehr oder weniger schnell entsprechend dem Eingriff des jeweils wirksamen Zahnrades in seine Verzahnung. Die gleiche Bewegung läßt sich durch hydraulische Kolben oder kombinierte Nocken und Kurvenscheiben erreichen.
  • Das Abfördern des hereingewonnenen Gesteins erfolgt mit Hilfe einer Kratzerkette oder eines Stegbandes 17, das hinter den die Schneidmeißel tragenden Scheiben an einem Schild 18 der Maschine vorgesehen ist. Beim Zersplittern des gelösten Gesteins fällt ein großer Teil hiervon während des Vortriebes nach rückwärts herunter und somit unmittelbar auf die Kette oder das Stegband. Schaufeln, Ansätze oder Propeller sind auf den Schneidscheiben oder auf mit den Armen 11, 11 a, 11 b, 11 c vergleichbaren anderen Armen vorgesehen. Diese Hilfsmittel dienen dazu, das Beladen der Kette 17 zu erleichtern, indem sie bei jedem Lauf das heruntergefallene oder zur Seite geworfene Gestein der Kette zuführen. Die Kratzerkette oder das Stegband 17 heben das hereingewonnene Gestein bis auf die Höhe eines Austragskastens 19, der an einer Seite vorgesehen ist und der eine AbförderöffrLung 20 an der Oberseite hat. Durch sie gelangt das hereingewonnene Gestein nach hinten in eine Förderrinne 21, die nach Bedarf mit einer Förderschnecke 22 ausgerüstet ist (F i g. 5). Von dieser Förderrinne aus kann das hereingewonnene Gestein in bekannter Weise weiterbefördert werden.
  • Die Streckenvortriebsmaschine ist, wie F i g. 5 zeigt, durch zwei Räder 28 oder durch angetriebene Raupenketten verfahrbar. Sie kann mit Hilfe der Steuerräder oder -rollen 29 in jede beliebige Richtung bewegt werden. Diese Rollen sind am Ende drehbarer und gegebenenfalls ausziehbarer Arme 30 vorgesehen, die von hinten durch die Handräder 31 einstellbar sind, und zwar direkt oder mit Hilfe einer hydraulischen Einrichtung. Durch Einstellen der Neigung der Anne 30 kann der Maschine eine beliebige und unterschiedliche Vortriebsrichtung gegeben werden. Vorzugsweise sind vier Rollen 29 auf gelenkigen und gegebenenfalls ausziehbaren Armen angeordnet, die sich in den vier Ecken der Strecke abstützen. Die Maschine kann von unten nach oben verstellt werden. In diesem Fall sind Druckrollen und hydraulische Stützen (F i g. 5) vorgesehen, die die Maschine abstützen und sie in der Strecke in Bohrstellung halten. Die Maschine kann auch leicht um sich selbst gedreht, die Strecke winklig auffahren und schnell wieder an ihren Ausgangspunkt zurückgefahren werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Streckenvortriebsmaschine für den Tunnelbau und untertägigen Bergbau mit einem nach rückwärts austragenden Fördermittel und einem drehbaren Bohrkopf mit rotierenden, Schneidmeißel tragenden Scheiben, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h die Kombination folgender, teilweise bekannter Merkmale: a) Die Achsen der die Schneidmeißel (3) tragenden Scheiben (2, 2 a, 2 b) sind gegenüber der Vortriebsrichtung schräggestellt, b) die Schneidmeißel (3) sind in Randnähe der Scheiben (2, 2a, 2b) so angeordnet, daß die jeweils arbeitenden Meißel über den vorderen Schneidkantenabschnitt hinausragen, c) die Schneidmeißel (3) sind gerichtet und beschreiben an der Ortsbrust Teile einer Zykloide.
  2. 2. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (2, 2a, 2b) in bekannter Weise zur Vortriebsrichtung schräggestellt und zusätzlich geneigt sind. 3. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um den die Scheiben (2, 2a, 2b) tragenden Bohrkopf (1) mehrere sich drehende Schneidscheiben (10, 10 a, 10 b, 10 c) am Ende von ausziehbaren Armen (11, 11 a, llb, 11c) angeordnet sind. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (11, 11 a, 11 b, 11 c) an mit Verzahnungen (14) versehenen Führungsrahmen (12) entlanggleiten, wobei Ritzel (15), die hinter jeder Schneidscheibe (10, 10 a, 10 b, 10 c) angeordnet sind, mit den Verzahnungen im Eingriff stehen. 5. Streckenvortriebsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der ausziehbaren Arme (11, 11 a, 11 b, 11 e) Mittel zum Vorwärtsbewegen der Scheiben mit verschiedenen Geschwindigkeiten vorgesehen sind. 6. Streckenvortriebsmaschine nachAnspruch5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere verschieden große Ritzel (15 a, 15 b) auf der Achse jeder Scheibe (10) angeordnet sind, die abwechselnd mit denen ihnen entsprechenden Verzahnungen (100, 101) in Eingriff kommen, die entsprechend der Lage der Ritzel versetzt angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 423 353; britische Patentschrift Nr. 723 243; USA.-Patentschrift Nr. 1011995; Druckschrift Te2 des Jahrhundertkongresses der Soei6t6 de l'Industrie Mineral vom Juni, 1955, S. 3 und 4.
DEA25183A 1955-07-02 1956-06-28 Streckenvortriebsmaschine fuer den Tunnelbau und untertaegigen Bergbau Pending DE1203213B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1203213X 1955-07-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1203213B true DE1203213B (de) 1965-10-21

Family

ID=9672352

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA25183A Pending DE1203213B (de) 1955-07-02 1956-06-28 Streckenvortriebsmaschine fuer den Tunnelbau und untertaegigen Bergbau

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1203213B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1920856A1 (de) * 1969-04-24 1970-11-19 Gewerk Eisenhuette Westfalia Einrichtung zum Erweitern von Schaechten u.dgl.
DE3734350A1 (de) * 1987-10-10 1989-04-20 Salzgitter Maschinenbau Schraemkopf fuer teilschnittmaschine

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1011995A (en) * 1911-10-19 1911-12-19 Edward O'toole Excavating-machine.
DE423353C (de) * 1923-06-08 1926-01-06 Wilhelm Warnecke Handschraemmaschine mit keilfoermig gestellten, in entgegengesetzter Richtung sich drehenden, sowohl am Rande als auch stirnseitig arbeitenden zwei Schraemscheiben
GB723243A (en) * 1951-03-29 1955-02-02 Josef Wohlmeyer An improved method of and apparatus for the boring of galleries, tunnels, channels, shafts or the like

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1011995A (en) * 1911-10-19 1911-12-19 Edward O'toole Excavating-machine.
DE423353C (de) * 1923-06-08 1926-01-06 Wilhelm Warnecke Handschraemmaschine mit keilfoermig gestellten, in entgegengesetzter Richtung sich drehenden, sowohl am Rande als auch stirnseitig arbeitenden zwei Schraemscheiben
GB723243A (en) * 1951-03-29 1955-02-02 Josef Wohlmeyer An improved method of and apparatus for the boring of galleries, tunnels, channels, shafts or the like

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1920856A1 (de) * 1969-04-24 1970-11-19 Gewerk Eisenhuette Westfalia Einrichtung zum Erweitern von Schaechten u.dgl.
DE3734350A1 (de) * 1987-10-10 1989-04-20 Salzgitter Maschinenbau Schraemkopf fuer teilschnittmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2057348B1 (de) Verfahren und vorrichtung fur die fräsende bearbeitung von materialen
AT506501B1 (de) Strecken-vortriebsmaschine
DE112012002135T5 (de) Vorrichtung für die fräsende Bearbeitung von Gestein, Mineralien oder anderen Materialien
DE3801219A1 (de) Ausbruchverfahren- und vorrichtung
DE2810386B1 (de) Vorrichtung zum Vortrieb von Graeben
DE2332470C3 (de) Teilschnitt-Streckenvortriebsmaschinen mit einem Schrämkopf
DE2841679C3 (de) Gesteinsbohrkrone zum Drehschlagbohren
DE1203213B (de) Streckenvortriebsmaschine fuer den Tunnelbau und untertaegigen Bergbau
DE727683C (de) Vorrichtung zum Gewinnen und Foerdern von Steinkohle
DE1002775B (de) Verfahren und Maschine zum Auffahren unterirdischer Strecken
DE2448753C2 (de) Schneidkopf fur Vortriebs- und Gewinnungsmaschinen im Berg- und Tunnelbau
DE948233C (de) Streckenvortriebsmaschine fuer den Braunkohlen-Tiefbau
EP1760255B1 (de) Abbauvorrichtung
DE3140707C3 (de) Streckenvortriebsmaschine
DE2113190B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vortrieb von Strecken und Tunneln
DE4039646C1 (de)
DE1907611C2 (de) Arbeitsorgan für eine Streckenvortriebsmaschine
EP0380469B1 (de) Werkzeugträger für die Abbauwerkzeuge von Gewinnungs- oder Vortriebsmaschinen
DE2517122A1 (de) Vortriebsmaschine
AT403501B (de) Vortriebsmaschine
DE3024222C2 (de) Tunnel- oder Streckenvortriebsmaschine
DE1264367B (de) Vorkohlgeraet zum Auffahren von einer vorgesetzten Strecke und/oder einem Maschinenstall
DE2147762A1 (de) Teilschnitt-vortriebsmaschine
DE2138012A1 (de) Gesteinsbohrmaschine
DE1142815B (de) Verfahren und Bohrmaschine zum Erweitern von Grossbohrloechern fuer Rolloecher und Blindschaechte im Bergbau