DE1202900B - Optischer Sender fuer stimulierte Strahlung - Google Patents
Optischer Sender fuer stimulierte StrahlungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01S—DEVICES USING THE PROCESS OF LIGHT AMPLIFICATION BY STIMULATED EMISSION OF RADIATION [LASER] TO AMPLIFY OR GENERATE LIGHT; DEVICES USING STIMULATED EMISSION OF ELECTROMAGNETIC RADIATION IN WAVE RANGES OTHER THAN OPTICAL
- H01S3/00—Lasers, i.e. devices using stimulated emission of electromagnetic radiation in the infrared, visible or ultraviolet wave range
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
HOIs
Deutsche Kl.: 2If-90
C 34945 VIII c/21 f
25. Januar 1965
14. Oktober 1965
25. Januar 1965
14. Oktober 1965
Die Erfindung bezieht sich auf einen optischen Sender für stimulierte Strahlung mit Mitteln zur
Steuerung des Gütefaktors β des optischen Resonators, um im Impulsbetrieb den Leistungsausgang zu
erhöhen.
Um von einem optischen Sender einen hohen Spitzenleistungsausgang zu erzielen, ist es erforderlich,
daß sein stimulierbares Medium stark angeregt wird, d. h., daß annähernd eine Gesamtinversion der
Besetzungsverteilung angestrebt wird und daß diese aufgespeicherte Anregungsenergie anschließend in
Form einem Einzelimpulses ausgesendet wird. Bei früheren Verfahren zur Erzeugung eines derart gesteigerten
Ausganges in optischen Impulssendern wurde eine Rückkopplungsmodulation beispielsweise
durch die Rotation äußerer Reflektoren zur Herabsetzung des Gütefaktors β des optischen Resonators
verwendet. Die Anwendung eines solchen rotierenden Reflektors als Abschluß eines optischen Resonators
läßt den Gütefaktor, von einer einzigen Stellung abgesehen, gegen Null gehen. Hat der optische
Sender ausreichend Licht von der Anregungslichtquelle absorbiert, dann wird der Spiegel in
eine Stellung zurückgedreht, die eine Reflexion innerhalb des optischen Resonators ermöglicht, wodurch
augenblicklich eine optische Rückkopplung bei maximalem ß-Wert einsetzt und ein um die aufgestaute
Anregungsenergie verstärkter Riesenimpuls ermöglicht wird. Ein anderes Verfahren zur ß-Steuerung,
das man bisher angewendet hat, besteht in der Verwendung eines leicht verdampfenden, absorbierenden
Filmes im Lichtweg innerhalb des optischen Resonators. Der Film absorbiert die anfänglich stimulierte
Strahlung, wobei er die Herabsetzung des ß-Wertes bewirkt, bis die Strahlung überwiegt und
den Film verdampft.
Der Hauptnachteil der mechanischen ß-Wert-Steuerung mit Hilfe reflektierender Reflektoren ist ihr
apparativer Aufwand und die Notwendigkeit überaus genauer Ausfluchtung. Die Nachteile bei der Ver-Wendung
verdampfbarer absorbierender Filme sind ihre schlechte optische Qualität und die Tatsache,
daß der Film nach jedem Impuls des optischen Senders ersetzt werden muß.
Nach der Erfindung werden diese Nachteile vermieden, wenn innerhalb des optischen Resonators
und im Weg der stimulierten Strahlung ein Körper aus photochromem Glas angeordnet ist, das die
Eigenschaft hat, im Licht des stimulierten Strahles an Transparenz zu gewinnen, dagegen im Licht eines
kürzerwelligen steuernden Strahles an Transparenz einzubüßen. Mit anderen Worten wird von der Tat-Optischer
Sender für stimulierte Strahlung
Anmelder:
Corning Glass Works, Corning, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Robert Distler, Painted Post, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 28. Januar 1964 (340 693)
sache Gebrauch gemacht, daß es gewisse Gläser gibt, welche die Möglichkeit haben, unter sichtbarer
Strahlung von kurzer Wellenlänge nachzudunkeln und ihre Transparenz bei Einstrahlung längerer
Strahlung zu erhöhen. Dieser Effekt wird zur ß-Wert-Steuerung in einem optischen Resonator
ausgenutzt.
Nach der Zeichnung enthält eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen optischen Senders als
stimulierbares Medium einen üblichen Rubinstab 10 zusammen mit einer Anregungslichtquelle 11. Die
Spiegel 12 und 13 begrenzen den optischen Resonator. Eine doppelkonvexe Sammellinse 14 konzentriert
das vom Rubin 10 kommende Licht in einem kleinen Bereich eines vorher gedunkelten Photochromglasblocks
15.
Der Rubin 10 absorbiert Licht der Anregungslichtquelle 11, wird dadurch zu einer Umkehrung der
Besetzungsverteilung angeregt und speichert so das Licht als potentielle Energie. Wird die Anregung
einige Zeit aufrechterhalten, so schreitet die Umkehrung der Besetzungsverteilung weiter fort. Sobald die
stimulierte Auslösung der Strahlung den Absorptionsverlust im optischen Resonator überwiegt,
schaukelt sich über die als Rückkopplung wirkenden Spiegel die Schwingung auf, und das Gerät wird zum
Sender. Das vom Rubin 10 emittierte Licht ist zwischen den Spiegeln 12 und 13 in Resonanz, wobei es
fortlaufend im Medium 10 verstärkt wird, bis die verfügbare potentielle Energie aufgebraucht ist und
der Impuls den optischen Resonator verläßt. Je größer also die Energieabsorption durch das photochrome
Glas ist, um so größer muß die Verstärkung im Rubin sein, bevor die Strahlung beginnt, und um
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so größer ist die im Medium 10 gespeicherte Energie. Da das vom Medium 10 emittierte Licht das
vorher gedunkelte photochrome Glas fortschreitend bleicht, wird der Absorptionsverlust im Glas fortschreitend
reduziert, so daß die nutzbare Verstärkung größer wird, als sie für die Ausstrahlung erforderlich
ist. Das System wird daher immer mehr instabil. Infolgedessen vergrößert die stimulierte Strahlung
die Geschwindigkeit, mit der der Aufhellungsprozeß des photochromen Glases vonstatten geht,
noch weiter. Auf diese Weise schaukelt sich der Prozeß auf, und es wird ein Lichtimpuls freigegeben,
der eine Intensität aufweist, die größer ist als diejenige, die man ohne anfängliche Absorption und
anschließendes Ausbleichen des in den Strahlengang eingebrachten photochromen Glases erzielen könnte.
Die Sammellinse 14 dient zur Konzentrierung des vom Rubin 10 ausgesandten Lichtes zur Steigerung
des photochromen Effektes. Die Sammellinse 16 dient zur Rekollimierung der vom photochromen
Glas 15 zum Spiegel 13 wandernden Lichtstrahlen nach ihrer Sammlung und Kreuzung im Bereich des
photochromen Glasblocks.
Das photochrome Glas 15 besteht vorzugsweise aus einem Silikatglaskörper, der in wenigstens einem
Teil anorganische Kristalle aufweist, die in ihrer Farbe dunkler werden, wenn man sie blauer bis
ultravioletter Strahlung von einer Wellenlänge zwischen 300 und 500 μΐη aussetzt, wobei die Konzentration
der Kristalle in diesem Teil wenigstens 0,005 Volumprozent beträgt. Infolge der Tatsache,
daß solches photochrome Glas durch Bestrahlung mit solchen Wellenlängen gedunkelt werden kann,
die innerhalb des Bereiches zwischen Blau und Ultraviolett liegen, nachdem das photochrome Glas
15 durch vom Rubin erzeugte Strahlung längerer Wellenlänge ausgebleicht worden ist, läßt sich das
Glas ohne Zerlegen des optischen Senders erneut dunkeln, indem man lediglich auf das Glas eine
Strahlung innerhalb des obengenannten Wellenlängenbereiches richtet. Da man photochrome Gläser
mit sehr hoher optischer Qualität erzeugen kann, ist der Einfluß der Strahlung anschließend an die
Ausbleichung außerordentlich wirkungsvoll.
Wie bereits erwähnt, enthalten die im vorliegenden optischen Sender verwendeten photochromen Gläser
anorganische Kristalle in einem Silikatglaskörper. Diese Kristalle können Silberchlorid, Silberbromid
oder Silberjodid sein. Eigenschaften und Herstellung solcher Gläser wurden bereits vorgeschlagen. Obwohl
man alle in diesen Erfindungen offenbarten Zusammensetzungen zur Q-Wert-Steuerung in optischen
Sendern gemäß der vorliegenden Erfindung verwenden kann, enthält eine besonders zufriedenstellende
Zusammensetzung für ein photochromes Glas in einem optischen Sender in Gewichtsprozent
annähernd.
58,27 % SiO2,
9,7<>/o Al2O3,
19,4% B2O3,
10,9o/oNa20,
0,03VoK2O,
0,29% Cl,
0,79% F,
9,7<>/o Al2O3,
19,4% B2O3,
10,9o/oNa20,
0,03VoK2O,
0,29% Cl,
0,79% F,
0,6% Ag,
0,016% CuO und
0,008% Fe2O3.
0,016% CuO und
0,008% Fe2O3.
5 Obwohl die Verwendung von Sammellinsen zur Konzentrierung der Strahlung auf einem begrenzten
Bereich des in dem vorliegenden optischen Sender verwendeten photochromen Glases die Wirkung des
Glases steigert, sind diese Linsen für die Erzielung der vorteilhaften Wirkung bei der Verwendung
solcher Gläser nicht unbedingt erforderlich.
Das Erfindungsprinzip ist nicht auf seine Anwendung in optischen Sendern mit Rubinen als stimulierbarem
Medium beschränkt, sondern kann auch in allen optischen Sendern verwendet werden, die
Licht mit Wellenlängen emittieren, die innerhalb des Bereiches liegen, der zum Ausbleichen des photochromen
Glases führt. Im allgemeinen werden die bis jetzt bekannten photochromen Gläser durch
Strahlung im Bereich zwischen 4000 bis 12 000 A gebleicht.
Claims (6)
1. Optischer Sender für stimulierte Strahlung mit Mitteln zur Steuerung des Gütefaktors Q des
optischen Resonators, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des optischen Resonators (12, 13) und im Weg der stimulierten
Strahlung ein Körper (15) aus photochromem
Glas angeordnet ist, das die Eigenschaft hat, im Licht des stimulierten Strahles an Transparenz
zu gewinnen, dagegen im Licht eines kürzerwelligen steuernden Strahles an Transparenz
einzubüßen.
2. Optischer Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das photochrome Glas aus
einem Silikatglaskörper (15) besteht, der in wenigstens einem Teil anorganische Kristalle in
einer Konzentration von wenigstens 0,005 Volumprozent aufweist, die in ihrer Farbe bei Einstrahlung
einer Steuerstrahlung im Wellenlängenbereich zwischen 0,3 und 0,5 um dunkler werden.
3. Optischer Sender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristalle Silberhalogenide,
wie Silberchlorid, Silberbromid und Silberjodid sind.
4. Optischer Sender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch optische Mittel zur Konzentration der stimulierten Strahlung innerhalb des optischen
Resonators auf einem örtlich begrenzten Teil des photochromen Glases.
5. Optischer Sender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als optische Mittel Sammel-
linsen (14, 16) verwendet werden.
6. Optischer Sender nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus
photochromem Glas (15) zwischen zwei Sammellinsen (14, 16) angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Physikalische Berichte, Bd. 43, Nr. 1, Januar 1964, S. 95, 1-643;
Physikalische Berichte, Bd. 43, Nr. 1, Januar 1964, S. 95, 1-643;
Proceedings of the JEEE, Januar 1963, S. 221 bis 223.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 717/149 10.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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