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DE1202506B - Verwendung von Manganstaehlen als Werkstoff fuer unmagnetische Bauteile - Google Patents

Verwendung von Manganstaehlen als Werkstoff fuer unmagnetische Bauteile

Info

Publication number
DE1202506B
DE1202506B DE1961P0026452 DEP0026452A DE1202506B DE 1202506 B DE1202506 B DE 1202506B DE 1961P0026452 DE1961P0026452 DE 1961P0026452 DE P0026452 A DEP0026452 A DE P0026452A DE 1202506 B DE1202506 B DE 1202506B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese
steels
chromium
manganese steels
austenitic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961P0026452
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ewald Baerlecken
Dr Heinz Fabritius
Dipl-Ing Gerhard Kalwa
Dr Klaus Lorenz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VER HUETTEN und ROEHRENWERKE
Phoenix Rheinrohr AG
Original Assignee
VER HUETTEN und ROEHRENWERKE
Phoenix Rheinrohr AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VER HUETTEN und ROEHRENWERKE, Phoenix Rheinrohr AG filed Critical VER HUETTEN und ROEHRENWERKE
Priority to DE1961P0026452 priority Critical patent/DE1202506B/de
Publication of DE1202506B publication Critical patent/DE1202506B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)

Description

  • Verwendung von Manganstählen als Werkstoff für unmagnetische Bauteile Unmagnetische Werkstoffe werden überall dort benötigt, wo ein magnetischer Kraftfluß nicht gestört werden darf. So finden unmagnetische Stähle beispielsweise in elektrischen Maschinen, Meßgeräten, Schmelzöfen und bei solchen Schiffen Anwendung, die unmagnetisch sein müssen, damit sie nicht geortet und magnetische Minen von ihnen nicht ausgelöst werden können.
  • Für diesen Verwendungszweck ist bisher in vielen Fällen der austenitische Stahl X 40 MnCr 18 mit 0,3 bis 0,501, Kohlenstoff, 17 bis 190/, Mangan und 3 bis 5 % Chrom benutzt worden. Dieser Stahl hat aber ebenso wie die anderen bisher für unmagnetische Zwecke angewendeten Manganstähle den Nachteil, daß sich die magnetischen Eigenschaften bei Kaltverformung wesentlich verändern. Aus Kurve 1 der Abbildung geht hervor, daß die Permeabilität stark ansteigt, wenn die Streckgrenze durch Kaltverformung erhöht wird. Gleiches Verhalten zeigt der Stahl X 55 MnNiCr 14 mit 0,45 bis 0,65 % Kohlenstoff, 13,5 bis 14,5 % Mangan, 3,3 bis 3,8 °/o Chrom und 5,5 bis 6,5 % Nickel gemäß Kurve 2.
  • Es ist aber wünschenswert, die Streckgrenze durch Kaltverfestigung anzuheben, wenn der Stahl hohe mechanische Beanspruchungen aufnehmen muß, wie es z. B. bei Bandagendrähten und Druckgasflaschen der Fall ist. Obwohl es bereits seit langem bekannt ist, daß nicht nur der Zusatz von Nickel, sondern auch eine Erhöhung des Kohlenstoff= und Mangangehaltes sowie - innerhalb bestimmter Grenzen - des Chromgehaltes die Austenitbeständigkeit verbessert, hat man bisher für stark kaltverfestigte Gegenstände austenitische Werkstoffe mit Chrom und Nickel als integrierende Legierungsbestandteile bevorzugt. Diese Werkstoffe weisen eine geringere Veränderung der magnetischen Eigenschaften auf als die austenitischen Stähle auf Manganbasis. Ein austenitischer Werkstoff auf Chrom-Nickel-Basis ist z. B. die Stahllegierung X 8 CrNi 12 12 mit < 0,1 % Kohlenstoff, < 2 % Mangan, 11,5 bis 13,5°/o Chrom und 12 bis 14°/o Nickel, deren Permeabilitätswerte in Abhängigkeit von der Kaltverfestigung in der Kurve 3 dargestellt sind. Man ersieht daraus, daß für diesen Chromnickelstahl die Permeabilität bei Streckgrenzenerhöhung ebenfalls ansteigt, allerdings nicht in dem Maße, wie bei den Stählen auf Manganbasis gemäß den Kurven 1 und 2. Abgesehen davon, daß die magnetischen Eigenschaften der mit Chrom und Nickel legierten Stähle ebenfalls nicht befriedigen, haben sie den Nachteil, daß sie erheblich teurer als die Stähle auf Manganbasis sind.
  • Zum Stande der Technik gehören ebenfalls Stahllegierungen mit 8 bis 250/, Mangan, 0 bis 1,501, Silizium und einem Kohlenstoffgehalt, der höchstens ein Zwanzigstel des Mangangehaltes ausmacht. Diese Stähle können außerdem bis zu 5010 Titan, Chrom, Vanadium und Molybdän enthalten. Diese Stähle sind als besonders geeignet bekannt für leichte spanabhebende Bearbeitbarkeit, insbesondere zum Sägen, Bohren und Gewindeschneiden. Von der Eignung bestimmter Stähle dieses Bereiches für Bauteile, die nach Kaltverfestigung eine Streckgrenze von mindestens 40 kp/mmz und nach dem Schweißen eine Perrneabilität von weniger als 1,01 G/Oe aufweisen sollen, war jedoch bisher nichts bekannt.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Stahllegierung vorzuschlagen, die die verschiedenen Nachteile nicht aufweist. Obwohl man bisher der Ansicht war, daß manganlegierte Stähle bei einer Erwärmung auf Temperaturen über 400°C, wie sie beispielsweise beim Schweißen auftreten, magnetisch werden, geht die Erfindung von einer Stahllegierung mit Mangan als integrierendes Legierungsbestandteil aus.
  • Erfindungsgemäß sollen austenitische Manganstähle mit 0,25 bis 0,5°/o Kohlenstoff, 21bis24°/o Mangan und 3 bis 5 % Chrom, Rest Eisen mit den üblichen Gehalten an Begleitelementen und Verunreinigungen, wie Silizium, Phosphor, Schwefel und Kupfer, als Werkstoff für Bauteile verwendet werden, die nach Kaltverfestigung auf eine Streckgrenze von mindestens 40 kp/mm° und nach dem Schweißen eine Permeabilität von weniger als 1,01 G/Oe aufweisen.
  • Vorzugsweise besitzen diese Stähle einen Kohlenstoffgehalt von 0,3 bis 0,4°/0, einen Mangangehalt von 21 bis 23 % und einen Chromgehalt von 3 bis 3,5 %. Außer den genannten Legierungselementen enthalten diese Stähle die üblichen Begleitelemente und Verunreinigungen, wie Silizium, Phosphor, Schwefel, Kupfer und Stickstoff: In den meisten Fällen kann sogar eine Maximalpermeabilität von 1,005 G/Oe garantiert werden. Wie aus der Kurve 4 der Abbildung hervorgeht, weist ein Stahl mit 0,4"/, Kohlenstoff, 22,3"/, Mangan und 3,5"/, Chrom auch bei einer Kaltverfestigung auf 82 kp/mm= eine Permeabilität von nur 1,003 G/Oe auf. Es tritt also im Gegensatz zu den bisher für unmagnetische Zwecke eingesetzten Stählen praktisch keine Änderung der Permeabilitätswerte bei Kaltverfestigung ein.
  • Die erfindungsgemäßen Stähle haben weiterhin den Vorteil, daß sie auch bei Erwärmung auf Temperaturen über 400'C keine Verschlechterung ihrer magnetischen Eigenschaften erleiden. In der folgenden Tabelle sind die Permeabilitätswerte für verschiedene Wärmebehandlungen aufgeführt;
    Glüh-
    temperatur Glühzeit Abkühlung Permeabeität
    G/Oe
    #C
    1050 20 Minuten Wasser [ 1,0032
    1050 20 Minuten Wasser
    und
    680 1 Stunde Luft 1,0030
    1050 20 Minuten Wasser
    und
    550 50 Stunden Luft 1,0031
    1050 20 Minuten Ofen 1,0031
    Es geht daraus hervor, daß nach einstündigem Glühen bei 680°C bzw. nach fünfzigstündigem Glühen bei 550°C, also in einem für die Karbisausscheidung sehr empfindlichen Temperaturbereich, praktisch keine Veränderung der Permeabilität eingetreten ist.
  • Ebenso ist es bemerkenswert, daß auch bei Ofenabkühlung im Anschluß an das Lösungsglühen derselbe Permeabilitätswert erreicht wird wie beim Abschrecken. Daher ist es im Gegensatz zu den bisher für magnetische Zwecke verwendeten austenitischen Stählen nicht erforderlich, den erfindungsgemäß zu verwendenden Stahl abzuschrecken, sie können vielmehr im lösungsgeglühten Zustand verwendet werden.
  • Wenngleich die erfindungsgemäß zu verwendenden Stähle in der Regel ohne weitere Legierungselemente ihren Zweck vollauf erfüllen, liegt es doch noch im Bereich der Erfindung, Stähle des angegebenen Typs zu verwenden, in denen der Stickstoffgehalt oberhalb des üblichen Maximalgehaltes von 0,05 °/o liegt, also bei Gehalten bis etwa 0,15 °/o. Desgleichen ist es möglich, einen geringen Nickelgehalt, bis zu etwa 2°/v vorzusehen.
  • Es ist demnach mit den erfindungsgemäß zusammengesetzten und behandelten Stählen möglich, sowohl eine sehr hohe Streckgrenze als auch außerordentlich niedrige Permea'oilitätswerte zu erreichen. Dies ist vor allem wichtig für Gegenstände, an die hohe Anforderungen bezüglich der Nichtmagnetisierbarkeit gestellt werden und die wegen -roßer mechanischer Beanspruchungen zur Gewichtsersparnis eine hohe Streckgrenze besitzen müssen, z. B. bei Druckgasflaschen für Unterseeboote.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung von austenitischen Manganstählen mit 0,25 bis 0,5°/o Kohlenstoff, 21 bis 24°/9 Mangan, 3 bis 5 % Chrom, Rest Eisen mit den üblichen Gehalten an Begleitelementen und Verunreinigungen, wie Silizium, Phosphor, Schwefel und Kupfer, als Werkstoff für Bauteile, die nach Kaltverfestigung auf eine Streckgrenze von mindestens 40 kp/mml und nach dem Schweißen eine Permeabilität von weniger als 1,01 G/Oe, vorzugsweise höchstens 1,005 G/Oe, aufweisen.
  2. 2. Verwendung von austenitischen Manganstählen nach Anspruch 1 mit 0,3 bis 0,4 % Kohlenstoff, 21 bis 23 °% Mangan und 3 bis 3,5°/o Chrom für den Zweck nach Anspruch 1.
  3. 3. Verwendung von austenitischen Manganstählen nach den Ansprüchen 1 oder 2 im lösungsgeglühten, nicht abgeschreckten Zustand, für den Zweck nach Anspruch 1.
  4. 4. Verwendung von austenitischen Manganstählen nach den Ansprüchen 1 oder 2 mit einem geringen Nickelgehalt, bis zu etwa 2 °/o, gegebenenfalls in dem in Anspruch 3 genannten Zustand, für den Zweck nach Anspruch 1.
  5. 5. Verwendung von austenitischen Manganstählen nach den Ansprüchen 1, 2 oder 4 mit einem Stickstoffgehalt von 0,05 °/o bis 0,15 °/o, gegebenenfalls in dem in Anspruch 3 genannten Zustand, für den Zweck nach Anspruch 1. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 713 445.
DE1961P0026452 1961-01-25 1961-01-25 Verwendung von Manganstaehlen als Werkstoff fuer unmagnetische Bauteile Pending DE1202506B (de)

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DE1202506B true DE1202506B (de) 1965-10-07

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ID=602148

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2471420A1 (fr) * 1979-12-10 1981-06-19 Japan Steel Works Ltd Acier non magnetique pour dispositifs destines a etre utilises a des temperatures extremement basses et dans un champ magnetique intense

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR713445A (fr) * 1930-12-11 1931-10-27 Krupp Ag Acier non magnétique

Patent Citations (1)

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FR2471420A1 (fr) * 1979-12-10 1981-06-19 Japan Steel Works Ltd Acier non magnetique pour dispositifs destines a etre utilises a des temperatures extremement basses et dans un champ magnetique intense

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