[go: up one dir, main page]

DE1202165B - Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe - Google Patents

Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe

Info

Publication number
DE1202165B
DE1202165B DEE25678A DEE0025678A DE1202165B DE 1202165 B DE1202165 B DE 1202165B DE E25678 A DEE25678 A DE E25678A DE E0025678 A DEE0025678 A DE E0025678A DE 1202165 B DE1202165 B DE 1202165B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bulge
bow
bead
bulbous bow
waterline
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE25678A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Ernst Eckert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE654421D priority Critical patent/BE654421A/xx
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Priority to DEE25678A priority patent/DE1202165B/de
Priority to SE9539/64A priority patent/SE314006B/xx
Priority to US389157A priority patent/US3302603A/en
Priority to NL6410491A priority patent/NL6410491A/xx
Publication of DE1202165B publication Critical patent/DE1202165B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B1/00Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
    • B63B1/02Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving lift mainly from water displacement
    • B63B1/04Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving lift mainly from water displacement with single hull
    • B63B1/06Shape of fore part
    • B63B1/063Bulbous bows
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T70/00Maritime or waterways transport
    • Y02T70/10Measures concerning design or construction of watercraft hulls

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)

Description

  • Bugwulst für völlige Frachtschiffe Die Erfindung bezieht sich auf einen Bugwulst für völlige Frachtschiffe, insbesondere für völlige, relativ langsame Frachtschiffe, wie z. B. Tankschiffe und Massengutfrachter.
  • Bugwülste werden bekanntlich an Schiffen zur Verringerung des Wellenwiderstandes und damit zur besseren Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Antriebsleistung vorgesehen. So wurden bekanntlich zu Beginn dieses Jahrhunderts Bugwülste entwickelt, d. h. Schiffskörperformen im Bereich des Bugs oder Stevens, bei denen dieser wulstförmig verbreitert ist. Theoretische Untersuchungen über den Bugwulst ergaben, daß der nützliche Geschwindigkeitsbereich eines Wulstes im allgemeinen in einem Froudezahlbereich zwischen 0,24 und 0,57 liegt. Je heftiger die Wellenerzeugung durch den Schiffskörper selbst ist, desto größer ist auch der durch Anordnung eines Wulstes zu erwartende Gewinn. Sind die Linien nicht extrem hohl, so ergibt sich als beste Lage für den Wulst eine solche, in welcher der Wulstmittelpunkt am Bug liegt, so daß sich die Wulstnase über den Schiffskörper nach vorn erstreckt. Darüber hinaus sollte ein derartiger Wulst so niedrig wie möglich in Übereinstimmung mit den Schiffslinien angeordnet sein. Auch sollte der Wulst in seiner Länge so kurz und in seiner Breite so breit wie möglich in Übereinstimmung mit den Schiffslinien sein. Außerdem sollte die vordere Wulstnase nicht zu nahe an der Wasseroberfläche liegen, die Wulstoberkante sollte mindestens um das Maß der Wulstbreite unter der Wasseroberfläche liegen.
  • Aus diesen theoretischen Überlegungen folgt, daß Wulstbüge zunächst für Schiffe in einem Froudezahlbereich von 0,24 bis 0,57 von Vorteil sind. Dies bedeutet relativ schnelle Schiffe mit feinen Linien und kleinen Völligkeitsgraden. Außerdem läßt sich den theoretischen Überlegungen entnehmen, daß der Wulst möglichst tief im Wasser liegen und seine Nase immer wesentlich unter die Wasseroberfläche eintauchen sollte.
  • Zur Beschreibung der vorliegenden Erfindung werden Bugwülste zweckmäßigerweise in zwei Klassen eingeteilt, nämlich in vorspringende und zurücktretende Bugwülste. Vorspringende Bugwülste bilden einen Wulst oder wulstartigen Vorsprung im unteren Teil des Schiffskörpers, der sich über das vordere Lot hinaus nach vorn erstreckt. Die Anwendung derartiger Bugwülste beschränkte sich in der Praxis im allgemeinen jedoch nur auf schnelle Schiffe, die mit im wesentlichen gleichem Tiefgang fahren, insbesondere auf Passagierschiffe. Vorspringende Bugwülste wurden gelegentlich auch bei verhältnismäßig schnellen Frachtschiffen verwendet, wobei jedoch stets auf die nachteilige Wirkung des Wulstbuges hingewiesen wurde, die sich ergibt, falls der Wulst in der Wasseroberfläche zu liegen kommt. So heißt es wörtlich in einer Veröffentlichung, daß natürlich die Anwendung von Wulstbügen auf solche Fälle beschränkt sei, in denen keine großen Unterschiede beim vorderen Tiefgang auftreten.
  • Zurückspringende Bugwülste unterscheiden sich in ihrem Charakter und haben die Form eines Wulstes bzw. einer Verdickung im vorderen unteren Teil des Stevens hinter dem vorderen Lot. Derartige Bugwülste wurden bei Tankern, ähnlichen Massengutfrachtern und anderen Schiffen seit Ende der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts verwendet. Der herrschenden Meinung zufolge haben derartige Bugwülste einen verhältnismäßig geringen Einfluß auf die Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit; ihr Hauptvorteil wurde in der Schaffung kleinerer Wasserlinien-Eintrittswinkel an den vorderen Wasserlinien und in einer Verlagerung des Verdrängungsschwerpunktes nach vorn gesehen, um einen besseren Trimmzustand des beladenen Schiffes zu erhalten. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Völligkeit des Hinterschiffes entsprechend dem Volumen des Wulstbuges zu vermindern, um dadurch den Propulsionswirkungsgrad zu verbessern. Dabei wurden Überlegungen über den möglichen schädlichen Einfluß eines solchen Buges angestellt, wenn sich das Schiff auf Ballasttiefgang befindet, wobei die stumpfe Kontur des Bugwulstes gerade in die Wasseroberfläche zu liegen kam. Dabei wurde ein entweder vertikaler oder leicht nach hinten zurückspringender Eintrittswinkel des Stevens verwendet, und man beobachtete keinen schädlichen Einfluß.
  • Derartige zurückspringende Bugwülste, wie man sie an Tankern angebracht hat, sind verhältnismäßig klein und haben lediglich einen Querschnitt von nur wenigen Prozent, bezogen auf die Hauptspantfläche des Schiffs. Dabei mißt man die Wulstbugfläche in üblicher Weise dadurch, daß man die in einem gewissen Abstand vom vorderen Lot vorhandene Querschnittsfläche auf das vordere Lot projiziert. Es wurde bereits eine Schiffsform mit Wulstbug beschrieben, dessen Spantfläche am vorderen Lot 10°/o der Hauptspantfläche beträgt.
  • Zusammenfassend ist dem Stand der Technik also die Lehre zu entnehmen, vorspringende Wulstbüge nur bei schnellen Schiffen mit feinen Linien anzuordnen. Bei völligen, relativ langsamen Schiffen war man durchwegs der Auffassung, daß sich durch die Anordnung eines vorspringenden Bugwulstes Nachteile oder zumindest nur unwesentliche Vorteile bezüglich einer Widerstandsverminderung erzielen lassen. Die Auffassung, daß der vorspringende Bugwulst jedenfalls dann von Nachteil ist, 'wenn er in den Bereich der Wasseroberfläche gelangt, was bei Frachtschiffen mit unterschiedlichem Tiefgang und auch bei Seegang in Kauf genommen werden muß, ließ die Anwendung von vorspringenden Wulstbügen bei völligen, relativ langsamen Frachtschiffen bisher als sinnlos, wenn nicht gar nachteilig erscheinen.
  • Es muß daher als völlig unerwartete Erkenntnis gewertet werden, daß sich trotz dieser ablehnenden Beurteilung durch die Anordnung eines vorspringenden Bugwulstes bei völligen Frachtschiffen ganz erhebliche Vorteile bezüglich höherer Geschwindigkeit und damit höherer Wirtschaftlichkeit, insbesondere für Frachtschiffe auf der Ballastfahrt, ergeben.
  • Der erfindungsgemäße Bugwulst für völlige Frachtschiffe zeichnet sich dadurch aus, daß eine bekannte Bugwulstform, die über das vordere Lot nach vorn vorspringt und etwa in der Konstruktionswasserlinie in den Schiffskörper übergeht und deren vorderster Punkt unterhalb der tiefsten Ballastwasserlinie liegt, an Frachtschiffen mit einem Völligkeitsgrad von mindestens 0,75, deren Ballastwasserlinien zwischen 45 und 80°/o des Konstruktionstiefganges liegen und deren Froudezahl < 0,25 ist, vorgesehen ist.
  • Die vor dem vorderen Lot und oberhalb der etwa zwischen 50- und 60%-Wasserverdrängungslinien liegende Ballastwasserlinie vorspringende Wulstfläche beträgt dabei zweckmäßigerweise im Längsschnitt wenigstens ein Sechstel der Gesamtfläche des Wulstes vor dem vorderen Lot. Als eine geeignete Wulstbuglänge hat sich beispielsweise eine solche erwiesen, die 1,5 bis 2,10% der Schiffslänge zwischen den Loten beträgt. Außerdem liegt -das Verhältnis von Wulstlänge zwischen seinem vordersten Punkt und dem vordersten Lot zur größten Wulstbreite am vorderen Lot zweckmäßigerweise zwischen 0,5 und 2,5, wobei der vorderste Punkt des Bugwulstes zwischen den 30- und 40% Wasserverdrängungslinien liegen kann.
  • Der mit dem erfindungsgemäßen Bugwulst erzielbare technische Fortschritt, d. h. die größere Wirtschaftlichkeit durch Geschwindigkeitsgewinn, Tragfähigkeitserhöhung oder geringere Maschinenleistung ist wesentlich größer als derjenige, den man mit den bei Frachtschiffen bisher üblichen Bugwülsten erreichen konnte. Modellversuche und auch die ersten tatsächlich mit dem erfindungsgemäßen Bugwulst ausgestatteten Frachtschiffe haben den großen Vorteil des erfindungsgemäßen Bugwulstes klar unter Beweis gestellt. Tatsächlich läßt sich ein ganz erheblicher Vorteil durch den Umbau eines mit einem üblichen Bugwulst oder ohne Bugwulst ausgestatteten Frachtschiffes durch Anbau des erfindungsgemäßen Bugwulstes erzielen.
  • Im Hinblick auf die eingangs beschriebene Empfehlung, den Wulst stets unter Wasser anzuordnen, stellt der mit dem erfindungsgemäßen Bugwulst erzielbare technische Fortschritt tatsächlich ein völlig unerwartetes Ergebnis dar, und zwar nicht nur unter Berücksichtigung des zumindest teilweise über der Wasseroberfläche liegenden Bugwulstes, sondern auch bezüglich der sehr niedrigen Froudezahlen, die bei den Frachtschiffen erfüllt sind, für die der Bugwulst bestimmt ist. Die Ladewasserlinie des Schiffes ist zwar durch seine Konstruktion festgelegt, die Ballastwasserlinie kann jedoch entsprechend den Wetterbedingungen und Schiffseigenschaften verschieden sein. Normalerweise wird man die Ballastwasserlinie so niedrig wie möglich festlegen, um den Widerstand zu verringern und dadurch entweder Treibstoff zu sparen oder bei gleichem Treibstoffverbrauch eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen. Nimmt man die Wasserlinien mit 011/o bei Kielniveau und 100% bei vollem Tiefgang (LWL) an, so liegt bekanntlich der normale Bereich der Ballastwasserlinien für Tankschiffe zwischen etwa 50 und 60%.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele.
  • F i g. 1 a und 1 b zeigen schematische Längsschnitte durch die Vorteile zweier mit Bugwülsten ausgestatteter Schiffe und dienen zur Erläuterung; F i g. 2 a zeigt einen schematischen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung; F i g. 2 b ist ein Querschnitt durch den Wulstbug am vorderen Lot FP gemäß F i g. 2 a; F i g. 2 c ist ein Schnitt nach der Linie B-B' in F i g. 2b; F i g. 3 zeigt einen ähnlichen Längsschnitt wie F i g. 2 a mit drei verschiedenen Bugwülsten; F i g. 4 zeigt einen ähnlichen Schnitt wie F i g. 2 a und dient zur weiteren Erläuterung der Erfindung; F i g. 5 ist ein vergrößerter Längsschnitt und zeigt einige Wasserlinienprofile; F i g. 6 ist ein Querschnittsprofil des Wulstbuges nach F i g. 5; F i g. 7 ist eine Darstellung von Wasserlinienprofilen des Wulstbuges in verschiedenen Höhen; F i g. 8 ist eine Zusammenstellungszeichnung verschiedener vor dem vorderen Lot liegender Wulstquerschnitte des in F i g. 9 dargestellten Bugwulstes.
  • In den F i g. 1 a und 1 b sind zwei einfache Ausführungsbeispiele für vorspringende Bugwülste gezeigt. Diese bestehen aus einer Halbkugel mit dem Radius r, die am Bug mittels geeigneter Übergänge angebracht ist. Derartige Bugwülste haben ein Wasserlinienprofil, das aus dem vom Wulst gebildeten Halbkreis und zwei parallelen oder geneigten Geraden entsprechend den Übergängen gebildet ist. Dementsprechend erhält man bei einem senkrechten Querschnitt durch den Wulstbug gemäß F i g. 1 a ein rundes und bei einem Querschnitt durch den Wulstbug gemäß F i g. 1 b ein eiförmiges Profil.
  • Bei einer in den F i g. 2a, 2 b und 2e gezeigten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Wasserlinienprofile des Wulstbuges hydrodynamisch zur Erzielung eines möglichst geringen Widerstandes konstruiert, beispielsweise in Form eines Joukowskyprofils oder Göttingerprofils. Wie man aus F i g. 2 c erkennt, wird dabei lediglich der vordere Profilteil für die Kontur des Wulstbuges verwendet; etwa vom Punkt der größten Breite des theoretischen Profils erstrecken sich allmählich breiter werdende übergänge nach hinten in den Schiffskörper hinein. In F i g. 2 a ist ein Mitetllängsschnitt des Schiffsbuges dargestellt. Man erkennt daraus, daß der Wulstbug sich vor das vordere Lot FP erstreckt. Seine größte Breite und Länge liegt in der Ebene B-B' unterhalb der Ballastwasserlinie (BWL). Die Kontur des Bugwulstes geht etwa in der Höhe der Konstruktionswasserlinie (LWL=Ladewasserlinie) in die normale weiter und gestrichelt eingezeichnete Stevenkontur über. Dieser Bugwulst ist im Wasserlinienprofil in seinem vorderen Teil in Form eines Joukowskyprofils geformt, dessen größte Breite etwa in der Ebene des vorderen Lots liegt und das mittels leicht konkaver Übergänge gemäß F i g. 2 c in den Schiffskörper übergeht. In F i g. 2 b ist ein Querschnitt durch das vordere Lot FP dargestellt, und man erkennt, daß sich beim Schnitt durch den Bugwulst in dieser Ebene ein tropfenförmiges, im Bereich der Kiellinie stumpf keilförmig zulaufendes Querschnittsprofil ergibt. F i g. 2 c zeigt einen Horizontalschnitt in der Ebene B-B'. Die vertikale strichpunktierte Linie in F i g. 2 c kennzeichnet die Lage der Ebene des vorderen Lotes. Die theoretische Form des Joukowsky-Profils wird in F i g. 2 c im vorderen Teil vom Wulstbug eingenommen und ist im hinteren Teil gestrichelt eingezeichnet.
  • Die anderen Wasserlinienschnitte parallel zu dem in der Ebene B-B' liegenden größten Schnitt sind etwa von ähnlicher Gestalt, obwohl sie gegen die LWL merklich schärfer werden, wo sich die Wulstbugbreite schnell vermindert. Legt man durch den Wulstbug, ausgehend vom vorderen Lot, weitere Querschnitte, so ergibt sich bei Annäherung an den vordersten Punkt des Bugwulstes zunächst die bereits in F i g. 2 b gezeigte tropfenförmige Querschnittsfläche, die immer mehr eiförmig wird, wie man aus der vergrößerten Darstellung von F i g. 8 erkennt.
  • Um einen Wulst mit bestimmtem Volumen zu schaffen, lassen sich die verschiedensten Formen von einem stumpfen, nur wenig vorspringenden bis zu einem langen, dünnen, weit nach vorn vorspringenden Profil verwenden. Im allgemeinen wird die stumpfe Form bevorzugt; ferner bevorzugt man dabei Übergänge des oberen Wulstbugteiles in den Schiffskörper, die an oder etwas unterhalb der LWL in letzteren eintreten sollen.
  • Dies ist in F i g. 3 an Hand dreier voll, gestrichelt und strichpunktiert eingezeichneter Profile a, b und c eingezeichnet. Aus diesen Profilen erkennt man, daß sie zunächst von der LWL konkav und anschließend über den vordersten Punkt des Wulstbuges gegen die Kiellinie (KL) konvex verlaufen. Zweckmäßigerweise beträgt der Winkel zwischen jeder Ballastwasserlinie und der Tangente an die Wulstoberkante in Höhe dieser Wasserlinie im Längsschnitt mindestens 30, vorzugsweise 40°.
  • Bezüglich der Größe des Wulstbuges wurde folgende Gleichung zur Festlegung der Wulstbugdimensionen für einen geeigneten Schiffskörper empirisch ermittelt: Dabei bedeutet b = maximale Wulstbreite in der Ebene des vorderen Lotes, l = maximale Wulstlänge vor dem vorderen Lot, B, = Schiffsbreite 5 % hinter dem vorderen Lot in Höhe der LWL, L, = Schiffslänge zwischen den Loten, d = maximaler Tiefgang des Schiffes.
  • Der Wert der Konstante C in dieser Gleichung kann zwischen 0,03 und 0,3 variieren. Normalerweise wird man jedoch einen Bereich zwischen 0,05 und 0,2 nicht überschreiten. Ein bevorzugter Bereich liegt zwischen 0,07 und 0,18.
  • Die obige Formel gibt eine Beziehung zwischen maximaler Wulstlänge l und maximaler Wulstbreite b. Zur tatsächlichen Bestimmung der Abmessungen des Wulstbuges ist es erforderlich, eine zweite Bestimmungsgleichung zu haben. Hier empfiehlt es sich, das Verhältnis Z/b zu verwenden. Hierfür hat sich ein Bereich von 0,5 bis 2,5 als zweckmäßig erwiesen.
  • An Stelle des 1/b-Verhältnisses läßt sich das Z/LS Verhältnis zur Festlegung der Wulstdimensionen verwenden. Für dieses Verhältnis sind Werte von 1,5 bis 2,1% verwendbar.
  • Wie bereits erwähnt, soll ein wesentlicher, wenn auch kleinerer Teil des Wulstes oberhalb der BWL und der vorderste Punkt unter der BWL liegen.
  • Das oberhalb der BWL frei liegende Wulstvolumen kann beträchtlich, je nach der Wahl der BWL und der gewählten Wulstbugprofile, variieren. Es ist bequemer und auch ausreichend, an Stelle des Volumens die Fläche des Mittellängsschnittes durch den Wulstbug vor dem Lot FP zu berücksichtigen.
  • Dies soll im folgenden unter Bezugnahme auf F i g. 4 näher erläutert werden. In dieser Figur sind die Verdrängungslinien im 10%-Abstand eingezeichnet. Man erkennt, daß der vorderste Punkt des Wulstbuges in der Mitte zwischen den 30- und 40%-Wasserlinien liegt. Nimmt man die 60o/o-Wasserlinie als BWL an, so stellt die Fläche A etwa ein Sechstel der Gesamtfläche A+B+C dar. Dieses Flächenverhältnis beträgt für die 50%-BWL etwa ein Drittel.
  • F i g. 5 zeigt einen vergrößerten Mittellängsschnitt, in dem einige Wasserlinienprofile eingezeichnet sind. Die eingezeichneten Wasserlinien ergeben einen bildlichen Eindruck von der Form der in F i g. 5 eingezeichneten Wülste I und 1I.
  • F i g. 6 zeigt ein Querschnittsprofil des Bugwulstes nach F i g. 5, in welchem die Spantprofile am und hinter dem vorderen Lot bis zum 19. Spant erkennbar sind. Die hinter dem 19. Spant liegenden Spanten entsprechen der ursprünglichen Schiffsform. Die hinter dem vorderen Lot FP liegenden Wulstübergänge sind aus den Zwischenschnitten in den Stellungen 19, 191/4, 191/z und 193/4 erkennbar. Aus den eingezeichneten Verdrängungslinien erkennt man (vgl. insbesondere F i g. 5), daß die vordersten Punkte beider Bugwülste etwa bei der 35%-Wasserlinie liegen und daß ein nicht unerheblicher Teil der Mittellängsschnittfläche oberhalb der Ballastwasserlinie und vor dem vorderen Lot liegt. Bei den F i g. 5 und 6 stellt der gestrichelt eingezeichnete Bereich zwischen der 50- und 60%-Wasserlinie den üblichen Ballastwasserlinienbereich dar.
  • F i g. 7 ist eine Darstellung von Wasserlinienprofilen des Wulstbuges in verschiedenen Höhen. Die ausgezogen eingezeichneten Wasserlinienprofile 1 bis 6 entsprechen den bei Draufsicht sichtbaren Wasserlinienprofilen, und die gestrichelt eingezeichneten Profile 7 bis 9 sind die Wasserlinienprofile unterhalb des vordersten Punktes des Wulstbuges. Die Schnittebenen entsprechen den in den F i g. 8 und 9 eingezeichneten Ebenen 1 bis 9.
  • F i g. 8 ist eine Zusammenstellungszeichnung von neun verschiedenen Querschnitten vor und hinter dem vorderen Lot FP gemäß der Schnitteinteilung von F i g. 9. Der vorderste Querschnitt J liegt in der Ebene des vordersten Punktes, wie man aus Fi g. 9 erkennt, so daß in F i g. 8 dieser Schnitt tatsächlich nur noch in Form des vordersten Wulstbugpunktes J erscheint. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel liegt der Punkt J zwischen der 30- und 40%-Wasserlinie. Insbesondere aus den F i g. 7 bis 9 erhält man einen guten Eindruck von der Wulstbugform. Der Krümmungsradius der Stevenkontur ist in Höhe der LWL bzw. der waagerechten Schnittebene 1 sehi klein, wird aber bei Annäherung an den vordersten Punkt des Wulstbuges stetig größer (F i g. 7).
  • Modellversuche mit einem 48 000-DWT-Tanker unter Verwendung des in F i g. 5 gezeigten Bugwulstes I ergaben einen Geschwindigkeitsgewinn im Ballastzustand von etwa 0,8 Knoten in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 17,5 Knoten bei einer Ballastwasserlinie von 55% und noch größere Geschwindigkeitsgewinne bei niedrigeren Ballastwasserlinien. Gewisse Geschwindigkeitsgewinne wurden auch im voll beladenen Zustand erreicht.
  • Bei einem 36 000-DWT-Tanker-Modell betrug der Geschwindigkeitsgewinn im Ballastzustand bei der 550:`o-Wasserlinie gleichfalls etwa 0,8 Knoten. Weitere Modellversuche wurden mit einem 26 000-DWT-, 65 000-DWT-, 90 000-DWT- und einem verlängerten 36 000-DWT-Schiff gemacht. Der Geschwindigkeitsgewinn bei diesen Versuchen betrug im Mittel etwa 4,5% bei der 60%-Ballastwasserlinie. Bei Reduzierung der Ballastwasserlinie auf 45% lag der Geschwindigkeitsgewinn sogar zwischen 6,5 und 70lo.
  • Inzwischen liegen auch bereits praktische Versuchsergebnisse vor. Auf einer Gesamtstrecke von etwa 1,5 Millionen Seemeilen konnte bei 13 mit dem erfindungsgemäßen Wulstbug ausgestatteten Tankschiffen bei einer mittleren Reisegeschwindigkeit von 17 Knoten insgesamt ein Geschwindigkeitsgewinn von etwas mehr als 1 Knoten, bezogen auf die Lade- und Ballastreise, erzielt werden. Dies entspricht einer mittleren Geschwindigkeitssteigerung von 6,6%. Dabei wurde die Ballastreise im Durchschnitt mit einer Verdrängung von etwa 50 % durchgeführt, so daß der tatsächlich erreichte Geschwindigkeitsgewinn besser als der durch die Modellversuche zu erwartende ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Bugwulst für völlige Frachtschiffe, d a -durch gekennzeichnet, daßeinebekannte Bugwulstform, die über das vordere Lot nach vorn vorspringt und etwa in der Konstruktionswasserlinie (LWL) in den Schiffskörper übergeht und deren vorderster Punkt unterhalb der tiefsten Ballastwasserlinie (BWL) liegt, an Frachtschiffen mit einem Völligkeitsgrad von mindestens 0,75, deren Ballastwasserlinien zwischen 45 und 80% des Konstruktionstiefganges liegen und deren Froudezahl < 0,25 ist, vorgesehen ist. z. Bugwulst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vor dem vorderen Lot (FP) und oberhalb der etwa zwischen den 50- und 60%-Wasserverdrängungslinien liegenden Ballastwasserlinie (BWL) vorspringende Wulstfläche im Längsschnitt wenigstens ein Sechstel der Gesamtfläche des Wulstes vor dem vorderen Lot beträgt. 3. Bugwulst nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wulstbuglänge von seinem vordersten Punkt bis zum vorderen Lot zwischen 1,5 und 2,1% der Schiffslänge zwischen den Loten beträgt. 4. Bugwulst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Bugwulstes am vorderen Lot im wesentlichen tropfenförmig ist und daß die davorliegenden Wulstquerschnitte bei Annäherung an den vordersten Wulstpunkt in eine Eiform übergehen. 5. Bugwulst nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bugwulstquerschnitt in seinem unteren Teil am vorderen Lot, wo er die Kiellinie berührt, die Form eines stampfen Keiles hat. 6. Bugwulst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen jeder Ballastwasserlinie und der Tangente an die Wulstoberkante in Höhe dieser Wasserlinie im Längsschnitt mindestens 30, vorzugsweise mindestens 40°, beträgt. 7. Bugwulst nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Wulstlänge zwischen seinem vordersten Punkt und dem vorderen Lot zur größten Wulstbreite am vorderen Lot zwischen 0,5 und 2,5 liegt. B. Bugwulst nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vorderste Punkt des Bugwulstes zwischen den 30- und 40%-Wasserverdrängungslinien liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: »Hansa«, 1957, S. 511; The Society of Naval Architects and Marine Engineers, New York: Dr. Takao Inui, »Wave Making Resistence of Ships«, 15./16. November 1962, S. 37; The Marine Engineer and Naval Architekt, März 1963, S. 110; S a u n d e r s : Hydrodynamics in Ship Design, 1957, Bd.II, Kap. 64 bis 67, insbesondere S.481, 487.
DEE25678A 1963-10-15 1963-10-15 Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe Pending DE1202165B (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE654421D BE654421A (de) 1963-10-15
DEE25678A DE1202165B (de) 1963-10-15 1963-10-15 Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe
SE9539/64A SE314006B (de) 1963-10-15 1964-08-06
US389157A US3302603A (en) 1963-10-15 1964-08-12 Ship's hull construction
NL6410491A NL6410491A (de) 1963-10-15 1964-09-09

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE25678A DE1202165B (de) 1963-10-15 1963-10-15 Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1202165B true DE1202165B (de) 1965-09-30

Family

ID=7071780

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE25678A Pending DE1202165B (de) 1963-10-15 1963-10-15 Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3302603A (de)
BE (1) BE654421A (de)
DE (1) DE1202165B (de)
NL (1) NL6410491A (de)
SE (1) SE314006B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1556826A1 (de) * 1967-03-17 1970-03-05 Maierform Trust Reg Einen nach vorn vorspringenden Wulst aufweisender Bug fuer Verdraengungsschiffe
DE1581125B1 (de) * 1966-03-26 1970-08-27 Maierform Trust Reg Bug fuer Verdraengungsschiffe

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5112915B1 (de) * 1965-04-08 1976-04-23
US3438350A (en) * 1967-04-11 1969-04-15 Blohm Voss Ag Hull structure for fast-moving ships
US3455262A (en) * 1967-11-14 1969-07-15 Schiffswerft Neptun Rostok Veb Bulbous bow construction of a vessel
JPS5011671B1 (de) * 1969-05-16 1975-05-02
US5280761A (en) * 1992-08-17 1994-01-25 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy Combined bulbous bow and sonar dome for a vessel
US5566634A (en) * 1995-02-22 1996-10-22 Petromanolakis; Emanuel E. Ship's stem duct with airfoil section
CN103625601A (zh) * 2012-08-20 2014-03-12 中集船舶海洋工程设计研究院有限公司 集装箱船的首部结构
GR20120100643A (el) * 2012-12-12 2014-07-18 Εμμανουηλ Ευαγγελου Πετρομανωλακης Πλοιο εφοδιασμενο με πρωραιο υδροδυναμικο αγωγο διαχειρισης της ροης
US9908589B1 (en) 2016-04-26 2018-03-06 Stephen Lee Bailey Hull shape for improved powering and seakeeping

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA795573A (en) * 1960-02-01 1968-10-01 Inui Takao Ship hull form

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1581125B1 (de) * 1966-03-26 1970-08-27 Maierform Trust Reg Bug fuer Verdraengungsschiffe
DE1556826A1 (de) * 1967-03-17 1970-03-05 Maierform Trust Reg Einen nach vorn vorspringenden Wulst aufweisender Bug fuer Verdraengungsschiffe

Also Published As

Publication number Publication date
SE314006B (de) 1969-08-25
US3302603A (en) 1967-02-07
NL6410491A (de) 1965-04-20
BE654421A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0094673B1 (de) Tragflügelanordnung für einen Katamaran
DE69504560T2 (de) Schiffsrumpfform
DE69619853T2 (de) Propelleranordnung für schiffe mit sinusförmiger wasserlinie
DE1202165B (de) Bugwulst fuer voellige Frachtschiffe
DE2060607C3 (de) Wassertragfliigeleinrichtung für Tragflügelboote
DE3508787A1 (de) Schiff mit rumpf zum einsatz in eisgewaessern
DE69009372T2 (de) Verringerung des Wellenwiderstandes eines Schiffes.
DE69204901T2 (de) Katamaran mit einer tauchenden Tragfläche.
EP0502963B1 (de) Bootskörper
DE3022966C2 (de) Bootskörper, insbesondere für eine Segeljolle
DE69305167T2 (de) Verdrängungsschiff mit stabilisierter stampfbewegung
DE3801317C2 (de)
EP0648668A1 (de) Schnelles Schiff, insbesondere Faehrschiff
DE1506172A1 (de) Schiffskoerper
DE10157277A1 (de) Das Schiff
DE3031239A1 (de) Vorschiffsform
DE1531580B2 (de) Hinterschiffsform
DE564648C (de) Schiffsform
DE4412852C2 (de) Heck
DE2023963C3 (de) Vorschiff für völlige Schiffe
DE1506189C (de) Vorschiff fur relativ langsame, sehr völlige Schiffe mit einem senkrech ten und am Übergang zum Kiel angerundet verlaufenden Vorsteven
DE1556826C2 (de) Bug für Verdrängungsschiffe
DE10240534B4 (de) Schiff
DE545311C (de) Hinterschiffsform
DE756773C (de) Vorschiffsform fuer seegehende Handelsschiffe