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DE1201514B - Bariumsulfat enthaltendes Roentgenstrahlenkontrastmittel - Google Patents

Bariumsulfat enthaltendes Roentgenstrahlenkontrastmittel

Info

Publication number
DE1201514B
DE1201514B DEA39801A DEA0039801A DE1201514B DE 1201514 B DE1201514 B DE 1201514B DE A39801 A DEA39801 A DE A39801A DE A0039801 A DEA0039801 A DE A0039801A DE 1201514 B DE1201514 B DE 1201514B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ray contrast
barium sulfate
contrast medium
suspension
medium containing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA39801A
Other languages
English (en)
Inventor
Sven Axel Eriksson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
APOTECKARNES KEMISKA FABRIKER
AstraZeneca AB
Original Assignee
APOTECKARNES KEMISKA FABRIKER
Astra AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by APOTECKARNES KEMISKA FABRIKER, Astra AB filed Critical APOTECKARNES KEMISKA FABRIKER
Publication of DE1201514B publication Critical patent/DE1201514B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K49/00Preparations for testing in vivo
    • A61K49/04X-ray contrast preparations
    • A61K49/0404X-ray contrast preparations containing barium sulfate

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description

  • Bariumsulfat enthaltendes Röntgenstrahlenkontrastmittel Die Erfindung betrifft eine Röntgenstrahlenkontrastzubereitung, die Bariumsulfat als Kontrastmittel enthält. In der Röntgenographie und Röntgenoskopie, insbesondere von Körperhöhlungen, wie vor allem des Intestinaltraktes, befindet sich Bariumsulfat in weitgehender Verwendung. Dieses ist ein ausgezeichnetes Kontrastmittel, jedoch ist es wegen dessen sehr hoher Dichte sehr schwierig, ein Präparat zu erhalten, das allen Anforderungen entspricht, die an ein gutes Kontrastmittel zu stellen sind.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Röntgenstrahlenkontrastmittel mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer hohen Haftfähigkeit an den Wandungen der Körperhöhlungen zu erhalten, das sich auch gleichfönnig auf den Schleimhäuten verteilt.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Gewinnung eines Röntgenstrahlenkontrastmittels in Form einer Suspension, das ohne Absetzung des Bariumsulfates längere Zeit gelagert werden kann, als dies bei den bisher bekannten Röntgenkontrastmitteln der Fall ist.
  • Weiterhin ist die Erfindung bestrebt, ein Röntgenstrahlenkontrastmittel zu erhalten, das selbst in einem sauren Medium hochbeständig, gut verträglich, mit Verdauungsflüssigkeiten mischbar ist und die normale peristaltische Aktivität des Intestinaltraktes nicht stört.
  • Das Kontrastmittel soll auch thixotrope Eigenschaften haben und sich aus einem Pulver oder einem vergleichsweise konzentrierten Zustand, der zur Lagerung und für den Vertrieb geeignet ist, auf jeden für röntgenologische Zwecke erwünschten Grad, also z. B. auf das Zwanzigfache seines ursprünglichen Volumens, ohne Absonderung der Suspension verdünnen lassen.
  • Um Röntgenkontrastmittel zu bekommen, die allen diesen Anforderungen genügen, wurden verschiedenartige Zusätze zu Bariumsulfat als Emulgatoren, Stabilisatoren und Schutzkolloide zugegeben. So ist es bekannt, den Röntgenkontrastmitteln einen Gehalt von z. B. 5 bis 100/, an Dextrinen unterzumischen, um das Eindringen des Kontrastmittels in die kleinsten Nischen und Spalte der zu untersuchenden Organe zu verbessern, oder z. B. Zucker, Dextrosen, Lävulosen, mehrwertige Alkohole wie Mannit und Erythrit, Agar-Agar, Tragant, Gelatine, Karagheen und gewisse andere Pflanzenschleime oder Paraffin zuzugeben. Auch war es bekannt, die beim Anrühren des Kontrastbreies oft auftretende Blasenbildung durch Zusatz von mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettalkoholen zu unterdrücken. Andererseits wurde auch Pektin als Schutzkolloid für Bariumsulfat benutzt, dessen Schutzkolloidwirkung jedoch durch Säuren vermindert wird. Weiterhin war es auch bekannt, Emulsionen mit Alginsäureestern zu stabilisieren, da diese Verbindungen gleichzeitig hydrophile und lipophile Gruppen besitzen. Schließlich setzte man auch bereits das Natriumsalz von Carboxymethyldextran, Natriumalginat, Methylcellulose, Johannisbrotkernmehl und Polyacrylsäute sowie das Natriumsalz von Carboxymethylcellulose zu Röntgenkontrastmitteln zu, doch erhielt man auch mit diesen Stoffen keine über längere Zeiträume beständigen Suspensionen. Durch die bekannten Zusatzmittel zu Bariumsulfat-Röntgenkontrastmitteln wurden niemals sämtliche Nachteile gleichzeitig behoben, und vor allem zeigte es sich, daß die bekannten Schutzkolloide nicht gegenüber den Magensäuren resistent waren.
  • Diese Ziele und andere Vorteile werden durch ein Bariumsulfat und ein Schutzkolloid in inniger Vermischung enthaltendes säurefestes Röntgenkontrastmittel nach der Erfindung erreicht, die als Schutzkolloid Galactan aus rotem Seetang enthalten. Diese Gelactane besitzen anionische Eigenschaften und sind Halbester der Schwefelsäure. Sie sind ausführlicher etwa in dem »Lehrbuch der Pharmakognosie« von G. K a r s t e n, 1956, S.9 und 10, sowie in R.L. Whistler und J. N. B e M iii e r, »Industrial Gums«, 1959, S. 83 bis 90, beschrieben.
  • Die Massen können natürlich übliche Schutz- und Geschmacksmittel sowie gewünschtenfalls ein geeignetes Dispersionsmittel, z. B. ein Citrat, ein Phosphat oder ein Polyalkylarylsulfonat, enthalten. Dieses Schutzkolloid soll wasserlöslich und in mäßig saurem Medium wie im Magensaft beständig sein. Zur Erzielung von guten Schattenbildern soll das Bariumsulfat aus abgerundeten, getrennten Teilchen gleicher Größe unter etwa 5 Qa, vorzugsweise von etwa 1 p, bestehen. Das Mengenverhältnis der Schutzkolloide zu dem Kontrastmittel beträgt vorteilhaft 0,1 bis 40/0, vorzugsweise 0,5 bis 1,50/o.
  • Die Röntgenkontrastmasse nach der Erfindung kann entweder als ein trockenes Präparat oder als Suspension gewonnen werden.
  • Es wurde gefunden, daß das gemäß derErfindung vorgeschlagene Schutzkolloid zusammen mit Bariumsulfat und Wasser eine haltbare thixotrope Suspension liefert, die nach Bedarf bis zum Zwanzigfachen ihres Volumens ohne Absonderung verdünnt werden kann.
  • Die Aufbewahrungsdauer der Suspension wird durch Zusatz von Schutzmitteln verbessert und kann gewünschtenfalls durch Pasteurisierung weiter gesteigert werden. Im Hinblick darauf, daß die Herstellung einer Dispersion oder einer trockenen Zubereitung eine zeitraubende Arbeit ist und außerdem mit größter Sorgfalt durchgeführt werden muß, da sonst leicht inhomogene Suspensionen erhalten oder Luftblasen in dem Präparat gebildet werden, die zu bedenklichen Fehlurteilen bei der Diagnose führen, bedeutet es natürlich eine Zeitersparnis sowie eine größere Sicherheit für den Verbraucher, eine Suspension zu verwenden, die im Hinblik auf ihre ausgezeichnete Haltbarkeit unmittelbar in einer geeigneten Packung für einmalige Verwendung abgefüllt und vertrieben werden kann.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele noch näher erläutert.
  • Beispiel 1 Bariumsulfatpaste mit etwa 300/o H"O 80 kg Algenextrakt, bestehend aus Galactan aus roten Algen 0,8 kg Natriumpolyalkylarylsulfonat . . . . . . . 0,1 kg Sorbinsäure ...................... 0,02 kg Zitronensäure .................... bis zu pH 4 Geschmacksstoff (Natriumzyclamat, ätherisches Öl) .................. nach Belieben Wasser zur Auffüllung auf 1001 Zitronensäure, Sorbinsäure und Geschmacksstoffe werden in etwa 15 l Wasser aufgelöst. Der Algenextrakt wird dieser Lösung zugesetzt, und man erreicht dabei eine Präservierung durch die Säuren. Die Bariumsulfatpaste wird mit dem Natriumpolyalkyl arylsulfonat in einem Mischer auf gleichmäßige Konsistenz verarbeitet, und die Algenextraktlösung wird dann in die Mischung eingearbeitet. Die erhaltene Suspension wird mit Wasser auf 1001 verdünnt und dann bei etwa 700 C pasteurisiert und in einer Kolloidmühle homogenisiert.
  • Diese Suspension hat eine Haltbarkeit von mindestens 1 Jahr bei +20"C. Selbst wenn in den Oberflächenschichten nach Lagerung über etwas längere Zeit eine unbedeutende Absonderung beobachtet werden könnte läßt sich die Suspension leicht auf Grund ihrer thixotropen Eigenschaften beispielsweise durch sehr schwaches Schütteln oder Rühren homogenisieren.
  • Dieses Produkt kann bis zum Zwanzigfachen seines Volumens mit Wasser ohne Absonderung der Suspension selbst nach Lagerung über eine beträchtliche Zeitdauer verdünnt werden.
  • Das im obigen Beispiel verwendete Dispergiermittel kann fortgelassen werden, wenn das Präparat nicht zu einem hohen Grade verdünnt werden soll.
  • Die Suspension kann in üblicher Weise, z. B. durch Sprühtrocknung oder Trocknung auf einer Walze oder Trommel, in ein trockenes Präparat übergeführt werden. Eine aus einem solchen trockenen Präparat hergestellte Suspension hat im allgemeinen eine gleich gute Lagerfähigkeit wie die ursprüngliche Suspension und kann ebenfalls mit Wasser ohne Absonderung verdünnt werden.
  • Die Verwendung der gemäß diesem Beispiel zubereiteten Suspension wird durch die folgende Zusammenstellung erläutert, die ein Verdünnungsschema zur Gewinnung geeigneter Dichten für verschiedene Verwendungszwecke angibt; die erforderliche Wassermenge wird der Suspension unter Rühren zugegeben.
    Raumteile
    Verdünnungswasser Zusammensetzungen
    je Raumteil geeignet für die Röntgenographie
    Suspension von
    0 Speiseröhre
    0,5 bis 2 Gastrointestinalprüfungen
    3 bis 8 Dickdarm
    Auf diese Weise ist es also möglich, durch einfache Verdünnung der Suspension eine für den betreffenden Zweck geeignete Dichte des Kontrastmittels zu erhalten.
  • Beispiel 2 Bariumsulfatpaste (enthaltend etwa 30°/0 H2O) .............................. 40 kg Algenextrakt nach Beispiel 1 ........... 1 kg Sorbinsäure . ...................... 0,06 kg Zitronensäure ........................ auf pH 4 Wasser .............................. auf 100 l Die Bestandteile werden wie im Beispiel 1 vermischt.
  • Das erhaltene Produkt ist für Dickdarmuntersuchungen geeignet.
  • Zur Untersuchung der Stabilität bariumsulfathaltiger Röntgenkontrastmittel mit bekannten Stabilisatoren wurden je 4,8 g der nachfolgend aufgeführten Stabilisatoren mit einem Konservierungsmittel, bestehend aus 0,4 g Zitronensäure und 0,4 g Kaliumsulfat, versetzt und nach 24 Stunden in eine 700/0ige Bariumsulfatpaste eingerührt. Je 100 ml der so erhaltenen Fertigpräparate wurden dann mit 100 ml Wasser unter Umrühren versetzt, man gab zu der so erhaltenen Suspension je 1 ml 5n-Salzsäure. Die Suspensionen wurden nun inje einen Glaszylinder (Durchmesser 25 mm, Höhe etwa 200 mm) in einer Höhe von 170 mm gefüllt. Nach 24stündigem Stehen wurde die Höhe der Sedimentationsschicht im oberen Teil der Zylinder, d. h. der über der Suspension stehenden Lösung, gemessen.
  • Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, war bei Verwendung sämtlicher bekannter Stabilisatoren bereits nach 24 Stunden eine teils beachtliche Sedimentation zu beobachten, während die nach der Erfindung stabilisierten Röntgenkontrastmittel unter gleichen Bedingungen monatelang aufbewahrt werden konnten, ohne daß eine Sedimentation festzustellen war.
    Sedimentation in
    Stabilisator saurem Milieu
    Algenextrakt nach den Beispielen 1
    und 2 der Erfindung .......... 0 mm
    Gummiarabikum ............... 73 mm
    Dextrin ........................ 70 mm
    Tragant ........................ 65 mm
    Gelatine ........................ 35 mm
    Agar-Agar ...................... 28 mm
    Pektin .. 7 mm
    Carboxymethyldextran, Natrium-
    salz .. 56 mm
    Natriumalginat .................. | 41 mm
    Methylcellulose ................ 40 mm
    Polyakrylsäure ................. 34 mm
    Emulgatoren
    Tween 80 .................... | 50 mm
    Carboxymethylcellulose,
    Natriumsalz ..... 10 mm
    (Bodensatz)

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Bariumsulfat und ein Schutzkolloid in inniger Vermischung enthaltendes säurefestes Röntgenkontrastmittel, dadurch gekennzeichn e t, daß es als Schutzkolloid Galactan aus rotem Seetang enthält.
  2. 2. Röntgenkontrastmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es das Schutzkolloid in einer Menge von mindestens 0,1°/o, vorzugsweise 1 bis 5 °/0, berechnet auf das Gewicht des Bariumsulfates, enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 691 113, 745 243; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 052 640; USA.-Patentschriften Nr. 2 746 906, 3 368 833, 2 680 089; schweizerische Patentschrift Nr. 235 383; H. M a a s s, »Alginsäure und Alginate«, Heidelberg 1959, S. 129/130; Pharmazeutische Zeitung, 102, S. 460, 1957.
DEA39801A 1961-03-30 1962-03-24 Bariumsulfat enthaltendes Roentgenstrahlenkontrastmittel Pending DE1201514B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3431975A1 (de) * 1984-08-30 1986-03-06 Daicel Chemical Industries, Ltd., Sakai, Osaka Verfahren zur stabilisierung eines roentgenkontrastmittels, das bariumsulfat umfasst
DE4029592A1 (de) * 1990-09-19 1992-03-26 Stockhausen Chem Fab Gmbh Quellmittel und absorptionsmittel auf polymerbasis mit verbesserter abbaubarkeit und verbesserter absorption von wasser, waessrigen loesungen und koerperfluessigkeiten sowie ihre verwendung zur herstellung von hygieneartikeln und zur bodenverbesserung

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US3368833A (en) * 1966-06-20 1968-02-13 Dodge Mfg Corp Hub and bushing structure

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