DE1201051B - Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus PhenolformaldehydharzenInfo
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- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
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Description
- Verfahren zur Herstellung von porösen Schleifkörpern aus Phenolformaldehydharzen Es ist bekannt, starre, poröse Schleifkörper dadurch herzustellen, daß man ein Gemisch von Schleifkörnern und geeignet vorkondensiertem oder vorpolymerisiertem Kunstharz, das an sich beim Erhitzen Poren bildet oder gasabspaltende Substanzen enthält, in einer Form, deren Oberteil mit feinen, ein Entweichen von Luft bzw. Gas gestattenden Öffnungen versehen ist, durch Erhitzen in an sich bekannter Weise treibt und verfestigt. Man erhält dabei Gebilde mit im wesentlichen geschlossenen Poren. Im Zusammenhang mit dieser Arbeitsweise wurde gesagt, daß es nicht gelingt, befriedigende Resultate zu erzielen, wenn man den Treibvorgang in offenen Formen durchführt.
- Erfindungsgegeiistand ist ein Verfahren zum Herstellen von porösen Schleifkörpern durch Verschäumen und Aushärten von Massen, die Phenolformaldehydharze, Schleifkörner, gegebenenfalls Faserstoffe, aber keine wesentlichen Mengen an Treibmittel enthalten, in Formen bei erhöhter Temperatur unter Ausnützung der Eigentriebkraft der Masse, dadurch gekennzeichnet, daß man in offenen Formen in Gegenwart von emulgierten Polyvinylverbindungen verschäumt und härtet.
- Als weitere stabilisierende Zusätze können faserige Stoffe verwendet werden, wie Baumwoll-Linters, Asbest und Glasseidenstapelfasern. Als Formen für das Verfahren gemäß der Erfindung kommen vorteilhaft dünnwandige Gefäße nach Art der Kuchenformen oder entsprechende aus Fiber oder Folien oder selbst aus Pappe in Frage die gegebenenfalls mit Trennmitteln vorbehandelt sind.
- Um den Randeifelit, der sich beim Schäumen dadurch bemerkbar macht, daß der entstehende Schaum dort, wo er an den Wandungen anliegt, etwas zurückbleibt, auszuschalten, ist es zweckmäßig, das Schäumen gegen einen gelinden Druck erfolgen zu lassen, dergestalt, daß man nach dem Einfüllen der Reaktionsmischung in die Form einen dünnen Blechdeckel auflegt, der beispielsweise 0,5 bis 2 mm stark ist und an den Formrändern nicht direkt anliegt.
- Es ist zwar bekannt, Schaumkunststoffmassen, z. B. durch Anwendung zusätzlicher schaumbildender Substanzen, in offenen Formen herzustellen, jedoch lassen sich diese bekannten Verfahren nicht auf die Schleifkörperherstellung übertragen, da die Verschäumung mit einer so hohen Geschwindigkeit erfolgt, daß ein gleichmäßiges Eintragen des Kornes nicht möglich ist. Bei einer vorherigen Vermischung des Schleifkornes mit dem Bindemittel-Schaummittel-Gemisch wird aber bei der nachfolgenden Aufschäumung die Reaktionswärme vom Kora aufgenommen. Infolge- dessen bleibt der Kuchen sitzen und die Masse schäumt nicht in der gewünschten Weise auf.
- Die erfindungsgemäß ohne wesentlichen Zusatz eines Schäumungsmittels vorgenommene Herstellung poröser Schleifkörper zeigt diese Schwierigkeiten nicht. Die Poren werden von dem bei der Kondensations- und Aufschäumungsprozeß sich über längere bildet, wobei sich die Porengröße durch die Wahl der Temperatur leicht steuern läßt und ein Sitzenbleiben des Kuchens nicht erfolgt, da der Kondensation- und Aufschäumungsprozeß sich über längere Zeit erstreckt als dies bei der Verwendung eines Schäumungsmittels möglich ist. Ein zusätzliches Treibmittel ist in wesentlich geringeren Mengen als üblich nur dann erforderlich, wenn die Eigentriebkraft des Harzes nicht ausreichend ist.
- Die Schleifkörper gemäß der Erfindung haben zweckmäßig einen Kornanteil, der über 500/0 liegt, vornehmlich zwischen etwa 60 und 800/o. Um im fertigen Schleifkörper Lunker zu vermeiden, empfiehlt es sich, das fertige Reaktionsgemisch, nachdem es zunächst ohne Schleifkorn und nachfolgend mit diesem in geeigneten Intensivmischern völlig homogenisiert worden ist, im Vakuum zu entgasen. Nach einer solchen Vorbehandlung werden Schleifkörper erzielt, deren Poren unter sich außerordentlich gleich und die auch über den ganzen Schleifkörper völlig gleichmäßig verteiit sind. Durch die Wahl der Schäum- und Härtungstemperatur können die Schleifkörper in ihren Eigenschaften variiert werden. Während man je nach Art des beispielsweise verwendeten Phenol-Besols bei z. B. 900 C einen feinporigen Körper erhält, ergibt eine Erhöhung der Schäumtemperatur auf z. B. 950 C einen Schleifkörper mit einem größeren Porenvolumen. Es ist durch einen einfachen Versuch von Fall zu Fall feststellbar, bei welcher Mindesttemperatur ein Schaumkörper mit einer durchgehend offenzelligen Struktur entsteht, damit der geforderte kühle Schliff gewährleistet ist. Die Aushärtetemperatur kann höherliegen.
- Hauptmerkmal der Schleifscheiben gemäß der Erfindung ist ihre offenzellige Porenstruktur, die durch die drucklose Herstellung erreicht wird und dazu führt, daß während des Schleifens bei Umfangsgeschwindigkeiten von 20 bis 40 m/sec oder höher -bei einem Porenvolumen von 550in und höher auch schon bei geringeren Umfangsgeschwindigkeiten als 20 m/see - Luft angesaugt und durch die Scheibe hindurch infolge der Gebläsewirkung an der Stirnfläche wieder ausgeworfen wird. Hierdurch wird ein besonders kühler Schliff erreicht, der die Schleifkörper befähigt, auch solche Materialien zu schleifen, die leicht zum Schmieren und damit zum Zusetzen der Schleifkörper neigen, wie z. B. Weichgummi, Weicn PVC, Kunststoffschwämme, Kork und Bitumen enthaltende Preßkörper.
- Beispiel 100 Teile eines Phenolresols mit 800/0 Festkörpergehalt, 5 Teile eines Resorcin-Formaldehydharzes, 10 Teile einer Polyvinylacetat-Emulsion, 10 Teile Baumwoll-Linters, 140 Teile Halbedelkorund SN 60 und 1 Teil Chlorameisensäure-äthylester werden in der angegebenen Reihenfolge homogenisiert und in eine Form gefüllt. Die Mischung wird nun etwa 15 Minuten einem Vakuum von 10 bis 15 Torr ausgesetzt, um eingerührte, größere Luftblasen zu entfernen. Anschließend wird die Form in einen Umluftofen von 93° C gebracht und dort sechs Stunden belassen. Nach dieser Zeit ist das in den ersten 60 bis 90 Minuten aufschäumende Gemisch völlig ausgehärtet und gibt nach Entformen und Formgebung auf der Drehbank einen Schleifkörper, der sich vorzüglich zum Schleifen von schmierenden und thermoplastischen Stoffen eignet, z. B. von Schweißnähten an PVC-Rohrleitungen, -Behältern od. dgl.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zum Herstellen von porösen Schleifkörpern durch Verschäumen und Aushärten von Massen, die Phenolformaldehydharze, Schleifkörner, gegebenenfalls Faserstoffe, aber keine wesentlichen Mengen an Treibmittel enthalten, in Formen bei erhöhter Temperatur unter Ausnützung der Eigentriebkraft der Masse, d a durch gekennzeichnet, daß man in offenen Formen in Gegenwart von emulgierten Polyvinylverbindungen verschäumt und härtet.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 836 097; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 084024; belgische Patentschrift Nr. 552 113; USA.-Patentschrift Nr. 2493 075; Gummi und Asbest (1955), S. 686.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF31560A DE1201051B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF31560A DE1201051B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1201051B true DE1201051B (de) | 1965-09-16 |
Family
ID=7094249
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF31560A Pending DE1201051B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1201051B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE552113A (de) * | 1955-10-28 | |||
| US2493075A (en) * | 1946-09-24 | 1950-01-03 | Pennsylvania Salt Mfg Co | Setting and expanding agents for resins |
| DE836097C (de) * | 1948-11-26 | 1952-04-07 | Westinghouse Electric Corp | Verfahren zur Erzeugung von Zellkoerpern aus fluessigem Phenol-Aldehyd-Kunstharz |
| DE1084024B (de) * | 1953-04-30 | 1960-06-23 | Gen Electric | Verfahren zur Herstellung eines Phenolharzes mit Zellstruktur |
-
1960
- 1960-07-01 DE DEF31560A patent/DE1201051B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2493075A (en) * | 1946-09-24 | 1950-01-03 | Pennsylvania Salt Mfg Co | Setting and expanding agents for resins |
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| DE1084024B (de) * | 1953-04-30 | 1960-06-23 | Gen Electric | Verfahren zur Herstellung eines Phenolharzes mit Zellstruktur |
| BE552113A (de) * | 1955-10-28 |
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