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DE1201051B - Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen

Info

Publication number
DE1201051B
DE1201051B DEF31560A DEF0031560A DE1201051B DE 1201051 B DE1201051 B DE 1201051B DE F31560 A DEF31560 A DE F31560A DE F0031560 A DEF0031560 A DE F0031560A DE 1201051 B DE1201051 B DE 1201051B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenol
formaldehyde resins
production
foaming
porous abrasive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF31560A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Phil Karl Elbel
Werner Britt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Feldmuehle AG
Original Assignee
Feldmuehle AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Feldmuehle AG filed Critical Feldmuehle AG
Priority to DEF31560A priority Critical patent/DE1201051B/de
Publication of DE1201051B publication Critical patent/DE1201051B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
    • B24D3/02Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent
    • B24D3/20Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially organic
    • B24D3/28Resins or natural or synthetic macromolecular compounds
    • B24D3/32Resins or natural or synthetic macromolecular compounds for porous or cellular structure

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von porösen Schleifkörpern aus Phenolformaldehydharzen Es ist bekannt, starre, poröse Schleifkörper dadurch herzustellen, daß man ein Gemisch von Schleifkörnern und geeignet vorkondensiertem oder vorpolymerisiertem Kunstharz, das an sich beim Erhitzen Poren bildet oder gasabspaltende Substanzen enthält, in einer Form, deren Oberteil mit feinen, ein Entweichen von Luft bzw. Gas gestattenden Öffnungen versehen ist, durch Erhitzen in an sich bekannter Weise treibt und verfestigt. Man erhält dabei Gebilde mit im wesentlichen geschlossenen Poren. Im Zusammenhang mit dieser Arbeitsweise wurde gesagt, daß es nicht gelingt, befriedigende Resultate zu erzielen, wenn man den Treibvorgang in offenen Formen durchführt.
  • Erfindungsgegeiistand ist ein Verfahren zum Herstellen von porösen Schleifkörpern durch Verschäumen und Aushärten von Massen, die Phenolformaldehydharze, Schleifkörner, gegebenenfalls Faserstoffe, aber keine wesentlichen Mengen an Treibmittel enthalten, in Formen bei erhöhter Temperatur unter Ausnützung der Eigentriebkraft der Masse, dadurch gekennzeichnet, daß man in offenen Formen in Gegenwart von emulgierten Polyvinylverbindungen verschäumt und härtet.
  • Als weitere stabilisierende Zusätze können faserige Stoffe verwendet werden, wie Baumwoll-Linters, Asbest und Glasseidenstapelfasern. Als Formen für das Verfahren gemäß der Erfindung kommen vorteilhaft dünnwandige Gefäße nach Art der Kuchenformen oder entsprechende aus Fiber oder Folien oder selbst aus Pappe in Frage die gegebenenfalls mit Trennmitteln vorbehandelt sind.
  • Um den Randeifelit, der sich beim Schäumen dadurch bemerkbar macht, daß der entstehende Schaum dort, wo er an den Wandungen anliegt, etwas zurückbleibt, auszuschalten, ist es zweckmäßig, das Schäumen gegen einen gelinden Druck erfolgen zu lassen, dergestalt, daß man nach dem Einfüllen der Reaktionsmischung in die Form einen dünnen Blechdeckel auflegt, der beispielsweise 0,5 bis 2 mm stark ist und an den Formrändern nicht direkt anliegt.
  • Es ist zwar bekannt, Schaumkunststoffmassen, z. B. durch Anwendung zusätzlicher schaumbildender Substanzen, in offenen Formen herzustellen, jedoch lassen sich diese bekannten Verfahren nicht auf die Schleifkörperherstellung übertragen, da die Verschäumung mit einer so hohen Geschwindigkeit erfolgt, daß ein gleichmäßiges Eintragen des Kornes nicht möglich ist. Bei einer vorherigen Vermischung des Schleifkornes mit dem Bindemittel-Schaummittel-Gemisch wird aber bei der nachfolgenden Aufschäumung die Reaktionswärme vom Kora aufgenommen. Infolge- dessen bleibt der Kuchen sitzen und die Masse schäumt nicht in der gewünschten Weise auf.
  • Die erfindungsgemäß ohne wesentlichen Zusatz eines Schäumungsmittels vorgenommene Herstellung poröser Schleifkörper zeigt diese Schwierigkeiten nicht. Die Poren werden von dem bei der Kondensations- und Aufschäumungsprozeß sich über längere bildet, wobei sich die Porengröße durch die Wahl der Temperatur leicht steuern läßt und ein Sitzenbleiben des Kuchens nicht erfolgt, da der Kondensation- und Aufschäumungsprozeß sich über längere Zeit erstreckt als dies bei der Verwendung eines Schäumungsmittels möglich ist. Ein zusätzliches Treibmittel ist in wesentlich geringeren Mengen als üblich nur dann erforderlich, wenn die Eigentriebkraft des Harzes nicht ausreichend ist.
  • Die Schleifkörper gemäß der Erfindung haben zweckmäßig einen Kornanteil, der über 500/0 liegt, vornehmlich zwischen etwa 60 und 800/o. Um im fertigen Schleifkörper Lunker zu vermeiden, empfiehlt es sich, das fertige Reaktionsgemisch, nachdem es zunächst ohne Schleifkorn und nachfolgend mit diesem in geeigneten Intensivmischern völlig homogenisiert worden ist, im Vakuum zu entgasen. Nach einer solchen Vorbehandlung werden Schleifkörper erzielt, deren Poren unter sich außerordentlich gleich und die auch über den ganzen Schleifkörper völlig gleichmäßig verteiit sind. Durch die Wahl der Schäum- und Härtungstemperatur können die Schleifkörper in ihren Eigenschaften variiert werden. Während man je nach Art des beispielsweise verwendeten Phenol-Besols bei z. B. 900 C einen feinporigen Körper erhält, ergibt eine Erhöhung der Schäumtemperatur auf z. B. 950 C einen Schleifkörper mit einem größeren Porenvolumen. Es ist durch einen einfachen Versuch von Fall zu Fall feststellbar, bei welcher Mindesttemperatur ein Schaumkörper mit einer durchgehend offenzelligen Struktur entsteht, damit der geforderte kühle Schliff gewährleistet ist. Die Aushärtetemperatur kann höherliegen.
  • Hauptmerkmal der Schleifscheiben gemäß der Erfindung ist ihre offenzellige Porenstruktur, die durch die drucklose Herstellung erreicht wird und dazu führt, daß während des Schleifens bei Umfangsgeschwindigkeiten von 20 bis 40 m/sec oder höher -bei einem Porenvolumen von 550in und höher auch schon bei geringeren Umfangsgeschwindigkeiten als 20 m/see - Luft angesaugt und durch die Scheibe hindurch infolge der Gebläsewirkung an der Stirnfläche wieder ausgeworfen wird. Hierdurch wird ein besonders kühler Schliff erreicht, der die Schleifkörper befähigt, auch solche Materialien zu schleifen, die leicht zum Schmieren und damit zum Zusetzen der Schleifkörper neigen, wie z. B. Weichgummi, Weicn PVC, Kunststoffschwämme, Kork und Bitumen enthaltende Preßkörper.
  • Beispiel 100 Teile eines Phenolresols mit 800/0 Festkörpergehalt, 5 Teile eines Resorcin-Formaldehydharzes, 10 Teile einer Polyvinylacetat-Emulsion, 10 Teile Baumwoll-Linters, 140 Teile Halbedelkorund SN 60 und 1 Teil Chlorameisensäure-äthylester werden in der angegebenen Reihenfolge homogenisiert und in eine Form gefüllt. Die Mischung wird nun etwa 15 Minuten einem Vakuum von 10 bis 15 Torr ausgesetzt, um eingerührte, größere Luftblasen zu entfernen. Anschließend wird die Form in einen Umluftofen von 93° C gebracht und dort sechs Stunden belassen. Nach dieser Zeit ist das in den ersten 60 bis 90 Minuten aufschäumende Gemisch völlig ausgehärtet und gibt nach Entformen und Formgebung auf der Drehbank einen Schleifkörper, der sich vorzüglich zum Schleifen von schmierenden und thermoplastischen Stoffen eignet, z. B. von Schweißnähten an PVC-Rohrleitungen, -Behältern od. dgl.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum Herstellen von porösen Schleifkörpern durch Verschäumen und Aushärten von Massen, die Phenolformaldehydharze, Schleifkörner, gegebenenfalls Faserstoffe, aber keine wesentlichen Mengen an Treibmittel enthalten, in Formen bei erhöhter Temperatur unter Ausnützung der Eigentriebkraft der Masse, d a durch gekennzeichnet, daß man in offenen Formen in Gegenwart von emulgierten Polyvinylverbindungen verschäumt und härtet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 836 097; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 084024; belgische Patentschrift Nr. 552 113; USA.-Patentschrift Nr. 2493 075; Gummi und Asbest (1955), S. 686.
DEF31560A 1960-07-01 1960-07-01 Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen Pending DE1201051B (de)

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DEF31560A DE1201051B (de) 1960-07-01 1960-07-01 Verfahren zur Herstellung von poroesen Schleif-koerpern aus Phenolformaldehydharzen

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DE1201051B true DE1201051B (de) 1965-09-16

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE552113A (de) * 1955-10-28
US2493075A (en) * 1946-09-24 1950-01-03 Pennsylvania Salt Mfg Co Setting and expanding agents for resins
DE836097C (de) * 1948-11-26 1952-04-07 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Erzeugung von Zellkoerpern aus fluessigem Phenol-Aldehyd-Kunstharz
DE1084024B (de) * 1953-04-30 1960-06-23 Gen Electric Verfahren zur Herstellung eines Phenolharzes mit Zellstruktur

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE836097C (de) * 1948-11-26 1952-04-07 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Erzeugung von Zellkoerpern aus fluessigem Phenol-Aldehyd-Kunstharz
DE1084024B (de) * 1953-04-30 1960-06-23 Gen Electric Verfahren zur Herstellung eines Phenolharzes mit Zellstruktur
BE552113A (de) * 1955-10-28

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