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DE1200342B - Elektropneumatische Druckluftbremse fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Elektropneumatische Druckluftbremse fuer Schienenfahrzeuge

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Publication number
DE1200342B
DE1200342B DEK51878A DEK0051878A DE1200342B DE 1200342 B DE1200342 B DE 1200342B DE K51878 A DEK51878 A DE K51878A DE K0051878 A DEK0051878 A DE K0051878A DE 1200342 B DE1200342 B DE 1200342B
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DE
Germany
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brake
valve
compressed air
pressure
pressure regulator
Prior art date
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Application number
DEK51878A
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English (en)
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DE1200342C2 (de
Inventor
Dr-Ing Friedrich Hildebrand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
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Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DE1964K0051878 priority Critical patent/DE1200342C2/de
Publication of DE1200342B publication Critical patent/DE1200342B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1200342C2 publication Critical patent/DE1200342C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/66Electrical control in fluid-pressure brake systems
    • B60T13/665Electrical control in fluid-pressure brake systems the systems being specially adapted for transferring two or more command signals, e.g. railway systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge mit einer der Steuerung eines pneumatischen Bremssteuerventils und der Aufladung eines Bremsluftbehälters dienenden Hauptluftleitung und mit einer die Druckbeaufschlagung aus dem Bremsluftbehälter bzw. die Entlüftung eines Bremszylinders parallel zu dem Bremssteuerventil überwachenden elektrischen Steuervorrichtung.
  • Bei elektropneumatischen Druckluftbremsen, die der vorstehend angeführten Bauart entsprechen, besteht die Gefahr, daß bei einem mehrmaligen, rasch aufeinanderfolgenden, elektrisch gesteuerten Bremsen mit zwischenzeitlichem kurzem Lösen der Druckluftvorrat des Bremsluftbehälters, dessen Füllung aus der Hauptluftleitung eine gewisse Zeitspanne benötigt, erschöpft wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckluftbremse der eingangs angeführten Art derart auszubilden, daß, falls während elektrisch gesteuerten Bremsungen die Gefahr eines Erschöpfens des Druckluftvorrates im Bremsluftbehälter auftritt, diese Gefahr beseitigt wird.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Lösezeit der Druckluftbrernse beim elektrisch gesteuerten Lösen bei Gefahr einer Erschöpfung des Druckluftvorrates im Bremsluftbehälter verlängernde Mittel vorgesehen sind. Hierdurch wird die Lösezeit über einen Zeitraum gestreckt, der beispielsweise der Lösezeit beim rein pneumatisch gesteuerten Lösen entspricht und der mit Sicherheit ausreicht, den Bremsluftbehälter aus der Hauptluftleitung voll aufzuladen. Es kann dann auch bei einem sich sofort an den Lösevorgang anschließenden erneuten Einbremsen keine Erschöpfung aufreten.
  • Eine vorteilhafte Ausbildung kann die Erfindung dadurch erfahren, daß die elektrische Steuervorrichtung einen sich bei Absinken des Druckes im Bremsluftbehälter in seinem Durchströmquerschnitt verringernden Auslaß für die Entlüftung des Bremszylinders beim elektrisch gesteuerten Lösen aufweist. Dabei ist es nach einem weiteren Merkmal gemäß der Erfindung vorteilhaft, wenn der Auslaß der elektrischen Steuervorrichtung eine ständig geöffnete Entlüftungsdüse und eine von einem Ventil, das durch einen in öffnungsrichtung des Ventils vom Druck im Bremsluftbehälter entgegen der Kraft einer Feder belasteten Kolben gesteuert ist, überwachte Entlüftungsdüse aufweist. In Abänderung von dieser Ausführung kann der Auslaß auch eine Entlüftungsdüse mit einer von einem wie vorstehend angegeben belasteten Kolben verschieblichen, konischen Düsennadel aufweisen.
  • Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß für Zweileiterdruckluftbremsen zum Schutz vor Erschöpfung im Einleiterbetrieb eine Unterteilung der Entlüfungsdüse des Bremssteuerventils in eine ständig geöffnete Entlüftungsdüse und eine nur bei einer eine Mindestdruckhöhe übersteigenden Aufladung der Fülleitung geöffnete zusätzliche Entlüftungsdüse bereits bekannt ist. Die zweitgenannte Entlüftungsdüse wird dabei von einem kolbengesteuerten Ventil überwacht, dessen Steuerkolben in öffnungsrichtung des Ventils vom Druck in der Fülleitung entgegen der Kraft einer Feder belastet ist.
  • Eine weitere oder zusätzliche vorteilhafte Mög- lichkeit zur Ausbildung der Druckluftbremse nach der Erfindung mit einem einen Druckregler aufweisenden Führerbremsventil, das pneumatisch einen elektrischen Schalter für die Betätigung der elektrischen Steuervorrichtung steuert, besteht darin, daß in die pneumatische Verbindungsleitung vom Druckregler zum elektrischen Schalter eine Drosselstelle eingeschaltet ist, die nach einem weiteren Merkmal gemäß der Erfindung von einem sich in Strömungsrichtung vom elektrischen Schalter zum Druckregler öffnenden Rückschlagventil überbrückt sein kann, um ein rasches Bremsenanlegen mittels der elektrischen Bremssteuerung zu ermöglichen. Weiterhin kann nach der Erfindung die Drosselstelle von einem willkürlich schaltbaren Absperrhahn mit großem Durchströmquerschnitt -überbrückt sein. Der Ab- sperrhahn wird dabei während Fahrten, die nur wenige Bremsungen erfordern, also beispielsweise im Flachland, geöffnet und während Fahrten, die ein häufiges Bremsen erfordern, also beispielsweise in einer bergigen Gegend, geschlossen gehalten.
  • Schließlich ergibt sich eine weitere oder zusätzliche vorteilhafte Möglichkeit zur Ausbildung einer Druckluftbremse nach der Erfindung mit einem ebenfalls einen Druckregler aufweisenden Führerbremsventil, das pneumatisch einen elektrischen Schalter für die Betätigung der elektrischen Steuervorrichtung steuert, dadurch, daß in die Druckluftversorgungsleitung des Druckreglers eine Drosselstelle eingeschaltet und an den zwischen der Drosselstelle und dem Druckregler befindlichen Teil der Druckluftversorgungsleitung ein Luftbehälter angeschlossen ist. Hierbei ist es, wenn der Druckregler bei Ausfall der elektrischen Bremssteuerung über ein Relaisventil den Druck in der Hauptluftleitung überwacht, nach einem weiteren Merkmal gemäß der Erfindung zweckmäßig, daß die in die Druckluftversorgungsleitung des Druckreglers eingeschaltete Drosselstelle von einem nur während elektrisch gesteuerten Bremsungen geschlossenen Ab- sperrorgan mit großem Durchströmquerschnitt überbrückt ist, um das rein pneumatisch gesteuerte Lösen nicht zu beeinträchtigen.
  • In den Zeichnungen F i g. 1, 2 und 3 sind drei unterschiedliche Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Nach F i g. 1 führt von einer Hauptluftleitung 1, die innerhalb eines Zuges zu einer durchgehenden Leitung gekuppelt ist, an jedem Fahrzeug eine Zweigleitung 3 zu einem Bremssteuerventil 5, das über Rohrleitungen 7 bzw. 9 mit einem Bremsluftbehälter 11 bzw. einem Eingang eines Doppelrückschlagventils 13 verbunden ist. Der Bremsluftbehälter 11 steht mit einer ein Bremsmagnetventil 15 und ein Haltemagnetventil (17) aufweisenden elektrischen Steuervorrichtung 19 in Verbindung, von welcher eine Rohrleitung 21 zum zweiten Eingang des Doppelrückschlagventils 13 führt. Der Steuervorrichtung 19 gehört ein Auslaß 23 zu, der über eine Entlüftungsdüse 25 ständig mit der Atmosphäre in Verbindung steht. Weiterhin mündet der Auslaß 23 in den Raum 27 einer überwachungsvorrichtung 29 ein, der durch ein Ventil 31 von einem über eine Entlüftungsdüse 33 ständig mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Raum 35 abgetrennt ist. Das Ventil 31 ist von einem Kolben 37 gesteuert, der in Öffnungsrichtung des Ventils 31 vom Druck in einem mit dem Bremsluftbehälter 11 in Verbindung stehenden Zylinderraum 39 entgegen der Kraft einer Feder 41 beaufschlagt ist. Die Spulen des Brerns- bzw. Haltemagnetventils 15 bzw. 17 sind einerseits an eine elektrische Brems- bzw. Lösesteuerleitung 43 bzw. 45 und andererseits gemeinsam an eine Rückleitung 47 angeschlossen. Der Ausgang des Doppelrückschlagventils 13 steht mit einem Bremszylinder 49 in Verbindung.
  • Bei gelöster, betriebsbereiter Bremse ist die Hauptluftleitung 1 auf Regeldruckhöhe aufgeladen, und das Bremssteuerventil 5 befindet sich in seiner Lösestellung, in welcher es die Rohrleitungen 3 und 7 über eine nicht dargestellte Fülldüse miteinander verbindet und die Rohrleitung 9 über eine ebenfalls nicht dargestellte Lösedüse in die Atmosphäre entlüftet. Der Bremsluftbehälter 11 ist dabei auf Regeldruckhöhe aufgeladen, so daß der Kolben 37 das Ventil 31 entgegen der Kraft der Feder 41 geöffnet hält, und die Steuervorrichtung 19 verbindet die Rohrleitung 21 unter Absperren vom Bremsluftbehälter 11 mit dem Auslaß 23. Der Bremszylinder 49 steht also über das Doppelsrückschlagventil 13 und das Bremssteuerventil 5 oder die Steuervorrichtung 19 und den Auslaß 23 mit der Atmosphäre in Verbindung.
  • Zum elektrisch gesteuerten Bremsen werden das Brems- und das Haltemognetventil 15 und 17 erregt. Die Steuervorrichtung 19 verbindet dabei die Rohrleitung 21 unter Abtrennen von dem Auslaß 23 mit dem Bremsluftbehälter 11. Der Bremszylinder 49 wird also aus dem Bremsluftbehälter 11 über die Steuervorrichtung 19 und das Doppelrückschlagventil 13 mit Druckluft beaufschlagt. Beim Erreichen der gewünschten Bremsstufe wird das Bremsmagnetventil 15 abgeschaltet und die Rohrleitung 21 damit vom Bremsluftbehälter 11 abgetrennt. Der augenblicklich im Bremszylinder 49 erreichte Druck bleibt erhalten. Durch die Druckluftaufnahme des, Bremszylinders 49 wird während des Einbremsvorganges der Druck im Bremsluftbehälter 11 abgesenkt; aus der Hauptluftleitung 1, deren Druck aufrechterhalten wird, strömt also Druckluft über die Fülldüse des Bremssteuerventils 5 zum Wiederaufladen in den Bremsluftbehälter 11 ein. Die überwachungsvorriehtung 29 hält das Ventil 31 während dieser Vorgänge geöffnet, solange der Druck im Bremsluftbehälter 11 nicht unter eine bestimmte zur Speisung des Bremszylinders bei einer Vollbremsung noch ausreichende Druckhöhe absinkt. Wenn der Druck im Bremsluftbehälter 11 diese genannte Druckgrenze unterschreitet, wie es während Bremsungen, zu deren Beginn der Bremsluftbehälter 11 beispielsweise infolge mehrerer schnell nacheinander erfolgender Bremsungen nicht auf Regeldruckhöhe aufgeladen war, vorkommen kann, so schließt die Feder 41 das Ventil 31 und sperrt damit die Entlüftungsdüse 33 vom Auslaß 23 ab. Erst nach einem die Druckgrenze überschreitenden, durch Druckluftnachspeisen aus der Hauptluftleitung 1 bedingten Druckanstieg im Bremsluftbehälter 11 öffnet sich das Ventil 31 wieder.
  • Beim elektrisch gesteuerten Lösen wird das Haltemagnetventil 17 abgeschaltet, so daß es die Rohrleitung 21 mit dem Auslaß 23 verbindet und der Bremszylinder 49 über die Entlüftungsdüse 25 und, bei geöffnetem Ventil 31, über die Entlüftungsdüse 33 entleert wird. Bei geöffnetem Ventil 31 erfolgt das Lösen sehr rasch; bei geschlossenem Ventil 31 wird dagegen das Entleeren des Bremszylinders 49 auf eine Zeitspanne gestreckt, die ausreicht, den Bremsluftbehälter 11 aus der Hauptluftleitung 1 über die Fülldüse des Bremssteuerventils 5 ausreichend aufzuladen. Ein Erschöpfen des im Bremsluftbehälter 11 gespeicherten Druckluftvorrates kann durch das bei Erschöpfungsgefahr auftretende Strecken der Lösezeit also auch bei mehrmaligem, rasch aufeinanderfolgendem Bremsen und Lösen nicht auftreten.
  • Bei den Ausführungen nach F i g. 2 und 3 wird eine bei Gefahr einer Erschöpfung die Lösezeit beim elektrisch gesteuerten Lösen streckende Vorrichtung im Gegensatz zu der Ausführung nach F i g. 1 nicht an der Bremsanlage eines jeden Fahrzeuges, sondern nur an Fahrzeugen mit einem Führerbremsventil angeordnet. Bei diesen Ausführungen führt von einem ständig aufgeladenen Hauptluftbehälter 51 eine als Druckluftversorgungsleitung dienende Rohrleitung 53 zu einem Relaisventil 55 und zu einem als von Hand mittels eines Griffes 57 verstellbarer Druckregler 59 ausgebildeten Führerbremsventil. Der vom Druckregler 59 gesteuerte Druck wird mittels einer Rohrleitung 61 einem Magnetventil 63 und von diesem dem Steuereingang des Relaisventils 55, von welchem die Hauptluftleitung 1 ausgeht, zugeführt. Weiterhin sind diese Ausführungen mit einem elektrischen Schalter 65 versehen, der gemäß F i g. 2 eine von einem aus zwei Kolben bestehenden Kolbensystem 67 gesteuerte, einseitig durch eine Feder 69 unterstützte und einen Halte- und einen Bremskontakt 71 und 73 überwachende Kontaktwippe 75 aufweist. Das Kolbensystem 67 ist in Schließrichtung des Halte- und des Bremskontaktes 71 und 73 von einem aus der Rohrleitung 61 über ein Rückschlagventil 77 entnommenen, der Regeldruckhöhe entsprechenden, konstanten Druck entgegen einem in einer Steuerkammer 79 wirksamen Steuerdruck, einem der Druckbeaufschlagung der Bremszylinder entsprechenden, über eine Rohrleitung 81 zugeführten Druck und der Kraft einer Feder 83 beaufschlagt. Von einer Stromquelle 85 führt eine Leitung über das im unerregten Zustand geöffnete Magnetventil 63 zu dem Halte- und dem Bremskontakt 71 und 73, von welchem die zu den Bremsanlagen der einzelnen Fahrzeuge führenden Brems- bzw. Lösesteuerleitungen 43 und 45 ausgehen. Die Rückleitung 47 ist an den zweiten Pol der Stromquelle 85 angeschlossen.
  • Bei der Ausführung nach F i g. 2 ist die in ihrem Volumen durch einen Luftbehälter 87 vergrößerte Steuerkammer 79 zueinander parallel über eine Drosselstelle 89, einen Absperrhahn 91 mit großem Durchströmquerschnitt und ein in dieser Strömungsrichtung öffnendes Rückschlagventil 93 mit der Rohrleitung 61 verbunden.
  • Bei einer Fahrt, die nur wenige Bremsungen erfordert, beispielsweise einer Fahrt im Flachland, wird der Absperrhahn 91 dauernd geöffnet gehalten.
  • Bei gelöster Bremse steuert der Druckregler 59 in die Rohrleitung 61 Regeldruckhöhe ein, die über das elaisventil 55 in die Hauptluftleitung 1 übertragen wird. In der Steuerkammer 79 herrscht Regeldruckhöhe, die Rohrleitung 81 ist drucklos und der Halte-und der Bremskontakt 71 und 73 sind geöffnet.
  • Zum elektrisch gesteuerten Bremsen wird durch Drehen des Griffes 57 der Druck in der Rohrleitung 61 und damit auch in der Steuerkammer 79 abgesenkt. Das Kolbensystem 67 bewegt sich dabei abwärts und schließt über die Kontaktwippe 75 den Halte- und den Bremskontakt 71 und 73. Das Magnetventil 63 wird durch den einsetzenden Stromfluß in den Brems- und Lösesteuerleitungen 43 und 45 erregt und sperrt das Relaisventil 55 vom Druckregler 59 ab, so daß das Relaisventil 55 weiterhin Regeldruckhöhe in die Hauptluftleitung 1 einsteuert. über die Rohrleitung 81 wird dem Schalter 65 ein dem ansteigenden Bremszylinderdruck entsprechender Druck zugeführt. Sobald dieser Druck eine bestimmte Druckhöhe erreicht hat, hebt sich das Kolbensystern 67 etwas an, und der Bremskontakt 73 wird durch die Feder 69 geöffnet. Damit ist eine Bremsabschlußstellung erreicht.
  • Zum elektrisch gesteuerten Lösen wird über den Druckregler 59 der Druck in der Rohrleitung 61 wieder auf Regeldruckhöhe gesteigert. Diese Drucksteigerung überträgt sich bei geöffnetem Absperrhahn 91 rasch in die Steuerkammer 79, das Kolbensystern 67 hebt sich in seine Ausgangslage zurück, der Haltekontakt 71 wird geöffnet und die Bremse damit unter Entlüften der Rohrleitung 81 rasch gelöst. Das Magnetventil 63 öffnet sich dabei wieder. Während einer Fahrt, die viele Bremsungen erfordert, beispielsweise bei einer Fahrt auf einer bergigen Strecke, wird der Absperrhahn 91 dauernd geschlossen gehalten. Beim elektrisch gesteuerten Bremsen entweicht dann die Druckluft aus der Steuerkammer 79 über das Rückschlagventil 93 rasch in die Rohrleitung 61, so daß das Bremsen nicht behindert wird. Beim elektrisch gesteuerten Lösen dagegen kann die Steuerkammer 79 nur langsam über die Drosselstelle 89 auf Regeldruckhöhe aufgeladen werden, und das Lösen bzw. die Entlüftung der Rohrleitung 81 erfolgt durch mehrmaliges Schalten des Haltekontaktes 71 zeitlich derart verzögert, daß das Aufladen der Bremsluftbehälter der einzelnen Fahrzeuge bis zum Erreichen des Lösezustandes mit Sicherheit beendet ist.
  • Bei Ausfall der elektrischen Bremssteuerung bleibt während der Bremsungen das Magnetventil 63 unierregt und geöffnet, so daß über das Relaisventil 55 der Druck in der Hauptluftleitung 1 entsprechend dem Druck in der Rohrleitung 61 gesteuert wird und die Brems- und Lösevorgänge rein pneumatisch verlaufen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist zwischen die Rohrleitung 53 und den Druckregler 59 ein im unerregten Zustand geöffnetes und mit einer Ab- fallverzögerung verschenes Magnetventil 95 eingeschaltet, das von einer Drosselstelle 97 überbrückt ist. In den zwischen der Drosselstelle 97 und dem Druckregler 59 befindlichen Teil 99 der Druckluftversorgungsleitung ist ein Luftbehälter 101 eingeschaltet. Das Magnetventil 95 ist elektrisch in Serie mit dem Magnetventil 63 in die von der Stromquelle 85 zum Halte- und Bremskontakt 71 und 73 füh- rende Leitung eingeschaltet. Die Rohrleitung 61 führt unmittelbar in die in F i g. 3 nicht dargestellte Steuerkammer des Schalters 65, und im übrigen entspricht die Ausführung nach F i g. 3 derjenigen nach F i g. 2.
  • Mit Ausnahme des elektrisch gesteuerten Lösens entsprechen die Funktionen der Druckluftbremse nach F i g. 3 derjenigen nach F i g. 2.
  • Zu Beginn eines elektrisch gesteuerten Lösens herrscht in der Rohrleitung 61 ein die Regeldruckhöhe um einen der augenblicklichen Bremsstärke entsprechenden Betrag unterschreitender Druck, und der Haltekontakt 71 ist geschlossen. Die Magnetventile 63 und 95 sind erregt und geschlossen. In der Hauptluftleitung 1 herrscht Regeldruckhöhe. Wird zum Lösen der Griff 57 in die Lösestellung gedreht, so speist der Druckregler 59 aus dem Luftbehälter 101 entnommene Druckluft rasch in die Rohrleitung 61 ein und bewirkt in dieser eine rasche Drucksteigerung bis zum Druckausgleich zwischen dem Luftbehälter 101 und der Rohrleitung 61. Falls nur eine schwache, keine Gefahr für eine Erschöpfung darstellende Bremsung mit einem dicht unterhalb der Regeldruckhöhe liegenden Druck in der Rohrleitung 61 vorlag, so reicht der im Luftbehälter 101 gespeicherte Luftvorrat aus, den Druck in der Rohrleitung 61 rasch bis praktisch auf Regeldruckhöhe zu steigern, und somit über den Schalter 65 ein rasches, elektrisch gesteuertes, völliges Lösen zu bewirken. Falls jedoch ein starkes Bremsen mit einem dementsprechend niedrigen Druck in der Rohrleitung 61 vorlag, so ergibt sich ein rascher Druckanstieg in der Rohrleitung 61 bis zu einem noch unterhalb der Regeldruckhöhe liegenden Druck und ein dementsprechend rasches, teilweises Lösen. DerweitereDruckanstieginderRohrleitung61 erfolgt über die Drosselstelle 97 zeitlich so stark verzögert, daß bis zum Erreichen der RegeldruckhÖhe und damit des Lösezustandes eine zum Wiederaufladen der Bremsluftbehälter ausreichende Zeitspanne verstreicht und ein Erschöpfen der Druckluftbremse durch ein mehrmaliges, rasch aufeinanderfolgendes starkes Einbremsen somit ausgeschlossen ist. Das Magnetventil 95 bleibt infolge seiner Abfallverzögerung bis zum Erreichen des Lösezustandes geschlossen. Bei Ausfall der elektrischen Bremssteuerung bleiben während Bremsungen die Magnetventile 63 und 95 unerregt und damit geöffnet, so daß die Brems- und Lösevorgänge von der Drosselstelle 97 unbehindert rein pneumatisch gesteuert verlaufen können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge mit einer der Steuerung eines pneumatischen Bremssteuerventils und der Aufladung eines Bremsluftbehälters dienenden Hauptluftleitung und mit einer die Druckbeaufschlagung aus dem Bremsluftbehälter bzw. die Entlüftung eines Bremszylinders parallel zu dem Bremssteuerventil überwachenden elektrischen Steuervorrichtung, dadurch gekennzeichn e t, daß die Lösezeit der Druckluftbremse beim elektrisch gesteuerten Lösen bei Gefahr einer Erschöpfung des Druckluftvorrates im Bremsluftbehälter (11) verlängernde Mittel vorgesehen sind.
  2. 2. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Steuervorrichtung (19) einen sich bei Absinken des Druckes im Bremsluftbehälter (11) in seinem Durchströmquerschnitt verringernden Auslaß (23) für die Entlüftung des Bremszylinders (49) beim elektrisch gesteuerten Lösen aufweist. 3. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (23) der elektrischen Steuervorrichtung (19) eine ständig geöffnete Entlüftungsdüse (25) und eine von einem Ventil (31), das durch einen in öffnungsrichtung des Ventils vom Druck im Bremsluftbehälter (11) entgegen der Kraft einer Feder (41) belasteten Kolben (37) gesteuert ist, überwachte Entlüftungsdüse (33) aufweist. 4. Druckluftbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (23) der elektrischen Steuervorrichtung (19) eine Entlüftungsdüse mit einer in dieser verschieblichen konischen Düsennadel aufweist, wobei die Düsennadel von einem vom Druck im Bremsluftbehälter entgegen der Kraft einer Feder belasteten Kolben bewegbar ist. 5. Druckluftbremse nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4 mit einem einen Druckregler aufweisenden Führerbremsventil, das pneumatisch einen elektrischen Schalter für die Betätigung der elektrischen Steuervorrichtung steuert, dadurch gekennzeichnet, daß in die pneumatische Verbindungsleitung vom Druckregier (59) zum elektrischen Schalter (65) eine Drosselstelle (89) eingeschaltet ist. 6. Druckluftbremse nach Ansprach 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (89) von einem sich in Strömungsrichtung vom elektrischen Schalter (65) zum Druckregler (59) öff- nenden Rückschlagventil (93) überbrückt ist. 7. Druckluftbremse nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (89) von einem willkürlich schaltbaren Absperrhahn (91) mit großem Durchströmquerschnitt überbrückt ist. 8. Druckluftbremse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche mit einem einen Druckregler aufweisenden Führerbremsventil, das pneumatisch einen elektrischen Schalter für die Betätigung der elektrischen Steuervorrichtung steuert, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckluftversorgungsleitung des Druckreglers (59) eine Drosselstelle (97) eingeschaltet und an den zwischen der Drosselstelle und dem Druckregler befindlichen Teil (99) der Druckluftversorgungsleitung ein Luftbehälter (101) angeschossen ist. 9. Druckluftbremse nach Anspruch 8, wobei das Führerbremsventil bei Ausfall der elektrischen Bremssteuerung über ein Relaisventil den Druck in der Hauptluftleitung überwacht, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Druckluftversorgungsleitung des Druckreglers (59) eingeschaltete Drosselstelle (97) von einem nur während elektrisch gesteuerten Bremsungen geschlossenen Absperrorgan (95) mit großem Durchströmquerschnitt überbrückt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1115 755; französische Patentschrift Nr. 1166 374.
DE1964K0051878 1964-01-18 1964-01-18 Elektropneumatische Druckluftbremse fuer Schienenfahrzeuge Expired DE1200342C2 (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1166374A (fr) * 1957-02-18 1958-11-05 Westinghouse Freins & Signaux Perfectionnements aux dispositifs de commande électropneumatique pour le freinage des véhicules, plus spécialement des véhicules ferroviaires
DE1115755B (de) * 1960-04-09 1961-10-26 Knorr Bremse Gmbh Zweileiter-Druckluftbremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge

Patent Citations (2)

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DE1200342C2 (de) 1973-07-05

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