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DE1200138B - Trockenloeschpulver, insbesondere fuer Bekaempfung von Braenden an Hochspannungs-anlagen - Google Patents

Trockenloeschpulver, insbesondere fuer Bekaempfung von Braenden an Hochspannungs-anlagen

Info

Publication number
DE1200138B
DE1200138B DET24759A DET0024759A DE1200138B DE 1200138 B DE1200138 B DE 1200138B DE T24759 A DET24759 A DE T24759A DE T0024759 A DET0024759 A DE T0024759A DE 1200138 B DE1200138 B DE 1200138B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
percent
weight
alkaline earth
extinguishing powder
dry extinguishing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET24759A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Walter Mark
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Total Foerstner and Co
Original Assignee
Total Foerstner and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Total Foerstner and Co filed Critical Total Foerstner and Co
Priority to DET24759A priority Critical patent/DE1200138B/de
Publication of DE1200138B publication Critical patent/DE1200138B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62DCHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
    • A62D1/00Fire-extinguishing compositions; Use of chemical substances in extinguishing fires
    • A62D1/0007Solid extinguishing substances
    • A62D1/0014Powders; Granules

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)

Description

  • Trockenlöschpulver, insbesondere für Bekämpfung von Bränden an Hochspannungsanlagen Nach dem Hauptpatent 1167 189 ist ein Trockenlöschpulver geschützt, das auf der Basis von wasserunlöslichen Erdalkaliphosphaten zusammengesetzt und gekennzeichnet ist durch einen mindestens 35 Gewichtsprozent betragenden Gehalt an neutralen Erdalkalipyrophosphaten, vorzugsweise Calciumpyrophosphat, und mindestens einem folgender Stoffe: Bariumsulfat, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Talkum, Ton, Kieselgel, in einer Menge von bis 65 Gewichtsprozent und/oder an sich bekannte Zusätze organischer Stoffe, wie Polyamide, Harnstoff-Formaldehydharze, Polyäthylene, Hartpech, halogenierte Paraffine und/oder Siliconharze, in einer Menge bis zu 10 Gewichtsprozent. Übliche Zusätze an Fließ- und Hydrophobierungsmitteln können in einer Menge bis zu 10 Gewichtsprozent beigemischt werden.
  • Diese Trockenlöschpulver gehen in Gegenwart von Feuchtigkeit nicht in Spuren in Lösung, so daß bei ihrer Anwendung an stromführenden Anlagen und in Gegenwart von Feuchtigkeit, wie beispielsweise bei regen- oder nebelfeuchten Hochspannungsanlagen, die Gefahr von Spannungsüberschlägen ausgeschaltet ist.
  • Die Löschwirkung ist gut, läßt sich aber, wie gefunden wurde, noch wesentlich steigern, so daß der weitere Vorteil dieser Trockenlöschpulver besondere Bedeutung gewinnt, der in der Verträglichkeit mit Löschschäumen, wie z. B. Eiweißhydrolysatschäumen, liegt. Die gemeinsame Anwendung von Schaumlöschmitteln und Trockenlösehmitteln macht eine hohe Löschleistung des Trockenlöschmittels nämlich besonders vorteilhaft, da sonst löschwirksame Trockenlöschstoffe nicht in gewünschtem Maße schaumverträglich sind.
  • Als dazu geeignet hat sich in jedem Fall ein Zusatz einer besonderen Gruppe aromatischer oder aliphatischer Halogenkohlenwasserstoffe erwiesen. Die Löschwirkung wird dadurch überraschend gesteigert, so daß sogar die ausgezeichnete Löschwirkung der Bicarbonate erzielbar ist.
  • Das neue Trockenlöschpulver ist danach dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich 3 bis 25 Gewichtsprozent einer thermisch instabilen aromatischen und/oder aliphatischen Halogenkohlenwasserstoffverbindung, die in Wasser nicht disoziiert, deren Schmelzpunkt über 80'C liegt und deren Halogenanteil mehr als 40 Gewichtsprozent beträgt, enthält.
  • Als Halogene dieser Art kommen danach z. B. in Betracht: Hexabrombenzol, Hexachlorbenzol, 1,1,2,2-Tetrabrombutan oder 2,2,3,3-Tetrabrombutan, sowie 1,1,1,2,2-Pentachlorpropan. Insbesondere für solche Brandbekämpfungsfälle, in denen eine zusätzliche Kühlwirkung bedeutsam sein kann, beispielsweise um Rückzündungen durch beim Brand erhitzte Metallteile zu verhindern und damit generell einen noch besseren Löscheffekt zu erzielen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, an Stelle neutraler Erdalkaliphosphate kristallwasserhaltige Erdalkaliphosphate, und zwar vorzugsweise Magnesiumammoniumphosphat - MgNH,P04 - 6 H20 - oder beispielsweise Calciumammoniumphosphat CaNH4P04 - 7 H,0 zu verwenden, wobei der Anteil an derartigen kristallwasserhaltigen Erdalkaliphosphaten mindestens 40 Gewichtsprozent betragen soll.
  • Gegenüber bekannten Löschmitteln auf der Grundlage von flüssigen Halonen sind die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen fest, so daß bei einer Löschung keine Naßschäden auftreten; durch den nur begrenzten Anteil ferner an Halogenkohlenwasserstoffen ist, soweit eine toxische Einwirkung auf die Löschmannschaft gegeben sein könnte, diese Gefahr wesentlich gemindert. Außerdem kann man leicht auch diese geringe Möglichkeit noch praktisch vollkommen ausschalten durch Herabsetzung der Menge derartiger Halogene auf nur wenige Prozente, wodurch allenfalls eine geringfügige Erniedrigung der Löschzeit eintreten kann.
  • Versuche haben gezeigt, daß vor allem bei Einsatz in geschlossenen Räumen, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Löschwirkung, bis an die untere Grenze nur weniger Gewichtsprozente gegangen werden kann. Das Löschpulver ist gut lagerfähig, es verkrustet auch bei Lagerung an warmen Orten, z. B. in Kesselhäusern, oder unter tropischer Wärme nicht.
  • Da die verwendeten organischen Halonverbindungen in wäßrigen Lösungen ebenfalls keine Ionen abspalten, so sind sie ganz besonders für Löschpulver zur Brandbekämpfung bei spannungsführenden und der Feuchtigkeit ausgesetzten Anlagen geeignet. Es eignet sich allgemein zur Bekämpfung von Flüssigkeits- und Gasbränden; bei Brandobjekten unter Spannung besteht in der Spannungshöhe keine Begrenzung.
  • Die nachstehenden Vergleichsbeispiele sollen die sehr guten Löschwirkungen verdeutlichen.
  • B e i s p i e 1 Löschgerät: handelsüblicher Feuerlöscher für 6 kg Trockenlöschmittel. Löschobjekt. 2 - 1m2#Wanne mit 801 Fahrbenzin gefüllt.
  • Die Prozentangaben betreffen Gewichtsprozente.
    Vergleichs-
    ergebnisse
    1. 93 0/0 MgNH4P04 - 6 H,0
    2 0/, Mg-Stearat
    5 0/, Kieselgel Löschzeit mit 2
    2. 83 0/0 M9NH4P04 - 6 11,0 um etwa 45 %
    20/, Mg-Stearat geringer als bei 1
    5 0/, Kieselgel
    10 0/, Hexachlorbenzol
    3. 93 % CaP,0,
    20/, Mg-Stearat
    5 % Magnesiumcarbonat Löschzeit mit 4
    4. 83 0/, CaP,0, um etwa 55 0/0
    20/, Mg-Stearat geringer als bei 3
    5 0/, Magnesiumcarbonat
    10 Of, 1,1- - 2,2-Tetrabrombutan
    Die Prozentanaaben betreffen Gewichtsprozente. C
    Vergleichs-
    1 ergebnisse
    5. 90 0/1 M9NH4P04 -,6 H20
    1 % Siliconharz
    40/, Bariumsulfat
    5 % Ton Löschzeit mit 6
    6. 75 0/0 MgN1I4P04 - 6 H,0 um etwa 45 0/0
    1 "/, Siliconharz geringer als bei 5
    40/0 Bariumsulfat
    5 % Ton
    15010 Hexabrombenzol
    7. 95 0/0 NaHCO, -
    3 "/, Kieselgel
    20/, Mg-Stearat Löschzeit mit 8
    8. 85 MgNH4P04 - 6 H20 um nur + 0,4
    1 Siliconharz Sekunden länger
    40/, Bariumsulfat als mit 7
    5 "/, Kieselgel
    5 % Hexabrombenzol

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Trockenlöschpulver auf der Basis von wasserunlöslichen Erdalkaliphosphaten, insbesondere zur Bekämpfung von Bränden an der Feuchtigkeit ausgesetzten Hochspannungsanlagen mit einem mindestens 35 Gewichtsprozent betragenden Gehalt an neutralen ErdalkaEphosphaten und mindestens einem folgender Stoffe: Bariumsulfat, Caleiumearbonat, Magnesiumcarbonat, Talkum, Ton, Kieselgel, in einer Menge von bis 65 Gewichtsprozent und/oder an sich bekannten Zusätzen organischer Kunststoffe, wie Polyamide, Harnstoff-Formaldehydharze, Polyäthylene und/ oder Siliconharze, in einer Menge bis zu 10 Gewichtsprozent, nach Patent 1167 189, d a d u r c h gekennzeichnet, daß es zusätzlich 3 bis 25 Gewichtsprozent einer thermisch instabilen aromatischen und/oder aliphatischen Halogenkohlenwasserverbindung, die in Wasser nicht dissoziiert, deren Schmelzpunkt über 80'C liegt und deren Halogenanteil mehr als 40 Gewichtsprozent beträgt, enthält.
  2. 2. Trockenlöschpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es an Stelle von mindestens 35 Gewichtsprozent neutralem Erdalkaliphosphat mindestens 40 Gewichtsprozent kristallwasserhaltige Erdalkaliphosphate, insbesondere als Magnesiumammoniumphosphat, enthält.
DET24759A 1963-09-21 1963-09-21 Trockenloeschpulver, insbesondere fuer Bekaempfung von Braenden an Hochspannungs-anlagen Pending DE1200138B (de)

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