[go: up one dir, main page]

DE1200016B - Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit - Google Patents

Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit

Info

Publication number
DE1200016B
DE1200016B DEB63257A DEB0063257A DE1200016B DE 1200016 B DE1200016 B DE 1200016B DE B63257 A DEB63257 A DE B63257A DE B0063257 A DEB0063257 A DE B0063257A DE 1200016 B DE1200016 B DE 1200016B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermistor
germanium
bolometer
layer
infrared
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB63257A
Other languages
English (en)
Inventor
Russell Dick Dewaard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Barnes Engineering Co
Original Assignee
Barnes Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Barnes Engineering Co filed Critical Barnes Engineering Co
Priority to DEB63257A priority Critical patent/DE1200016B/de
Publication of DE1200016B publication Critical patent/DE1200016B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J5/00Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry
    • G01J5/10Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using electric radiation detectors
    • G01J5/20Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using electric radiation detectors using resistors, thermistors or semiconductors sensitive to radiation, e.g. photoconductive devices

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)
  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

  • Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit Die Erfindung betrifft ein Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit, das einen Thermistor, eine diesem vorgeschaltete Wärmesenke, eine gleichförmige Schicht aus einem Material geringerWärmeleitfähigkeit zwischen dem Thermistor und der Wärmesenke und eine selektiv absorbierende Schicht aufweist.
  • Widerstands- oder Thermistorbolometer werden mit großem Erfolg in Detektoren verwendet, die im mittleren und entfernten Infraroten Verwendung finden. Diese Bolometer besitzen den großen Vorteil, daß sie nicht auf bestimmte Bereiche des infraroten Spektralbereichs beschränkt sind. Sie sind ebenfalls im fernen Infraroten brauchbar, das den Photodetektoren nicht zugänglich ist.
  • Das allgemein für wärmeempfindliche Widerstände verwendete Material besteht aus einer Mischung von Metalloxyden, wie z. B. Nickel oder Manganoxyden, die in Form von Widerständen mit sehr hohen negativen Temperaturkoeffizienten geschmolzen werden.
  • So weit das Anwendungsgebiet von wärmeempfindlichen Widerständen aus Metalloxyden auch ist, lassen sie doch für bestimmte Verwendungszwecke, insbesondere in Geräten, in denen die infrarote Strahlung vor dem Auffall auf ein ThermistorboIometer zerhackt wird, viel zu wünschen übrig. Die Zerhackung der Infrarotstrahlung liefert ein Wechselstromsignal an Stelle eines Gleichstromsignals, wodurch einfachere und bessere elektronische Schaltkreise für die Verwertung des Signals anwendbar werden. Um auf die unterbrochene Strahlung anzusprechen, muß der wärmeempfindliche Widerstand in dem Bolometer erwärmt und gekühlt werden. Die Kühlung wird bewirkt, indem der wärmeempfindliche Widerstand oder Thermistor in gut wärmeleitender Beziehung zu einem relativ großen, auf der Rückseite befindlichen Block aus einem Material von hoher Wärmeleitfähigkeit, wie z. B. Aluminiumoxyd, Berylliumoxyd und kupferähnlichen Metallen, gebracht wird. Der an der Rückseite angeordnete Block wirkt als Wärmesenke und die Geschwindigkeit, mit der der Thermistor anspricht, wird dabei weitgehend durch das Wärmediffusionsvermögen des Therrnistormaterials bestimmt. Als Folge hiervon ist die Unterbrechungsfrequenz, die angewendet werden kann, einer bestimmten Beschränkung unterworfen. Im allgemeinen stellt, sogar unter den günstigsten Umständen, eine Zeitkonstante von 1 Millisekunde oder einem großen Bruchteil von 1 Millisekunde die Grenze dar. Vergleichsweise hierzu können die Zeitkonstanten von photoleitenden Detektoren etwa 1 Mikrosekunde betragen. Mit anderen Worten, es ist ein Unterschied in den Zeitkonstanten von mehreren Größenordnungen vorhanden.
  • Die Empfindlichkeit eines Thermistors wird durch dessen Temperaturkoeffizienten bestimmt, und bei 3000 Kelvin ist eine Widerstandsänderung pro C von 4,2°lo etwa die obere Grenze. Diese geringe Empfindlichkeit erfordert, obwohl sie für viele Geräte ausreicht, eine maximale Konzentration der infaroten Strahlungsenergie auf den Thermistor.
  • Deshalb sind optische Anordnungen von maximalem Wirkungsgrad nötig. Eine der einfachsten und besten Methoden, die Intensität der Infrarotstrahlung, die auf ein Thermisterbolometer auffällt, zu vergrößern, besteht darin, das Bolometer einzubetten. Die Einbettung erfolgt bei bekannten Bolometern in eine Germaniumlinse. Der sehr große Brechungsindex des Germaniums (n = 4) ermöglicht eine starke Zunahme der Empfindlichkeit und auch strahlenbrechendes Material mit geringerem Brechungsindex, wie z. B. Silicium, Bariumtitanat, kristallines Aluminiumoxyd, Material, das ungenau als Saphir bezeichnet wird, u. dgl. werden für Immersionsbolometer verwendet, um eine Empfindlichkeitszunahme in verschiedenen Graden zu erhalten. Wenn das strahlenbrechende Material ein elektrischer Leiter ist, wie z. B. Germanium und Silicium, muß der Thermistor isoliert werden, was gewöhnlich mittels eines sehr dünnen Films aus Selen geschieht.
  • Die vorliegende Erfindung hat eine besondere Bedeutung für eingebettete Thermistorbolometer, wie sie beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 983 888 beschrieben werden.
  • Das Problem, das der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, ein Widerstandsbolometer zu schaffen, das auf ganz bestimmte Wellenbereiche im infraroten Strahlenbereich anspricht. Zur Lösung dieser Aufgabe wurde bereits vorgeschlagen, in Einfallsrichtung der Strahlung gesehen, dem Widerstand eine selektiv absorbierende Schicht und eine dünne Spiegelschicht vorzuschalten. Die Spiegelschicht hält alle einfallende Strahlung von dem Widerstand ab und verhindert, daß der Widerstand durch Eigenabsorption erwärmt wird. Die Erwärmung des temperaturabhängigen Widerstands oder Thermistors erfolgt bei dieser Anordnung durch die in der absorbierenden Schicht infolge deren Eigenabsorption erzeugten Wärme. Mit der Erfindung wird eineVereinfachung des Prinzips angestrebt, demzufolge der Thermistor selbst nur indirekt über die in einer anderen Schicht absorbierte Wärme, jedoch nicht durch Eigenabsorption, erwärmt wird.
  • Die Lösung der genannten Probleme erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Thermistor eine Germanium- oder Siliciumfolie ist, die so dünn ausgebildet ist, daß praktisch keine Eigenabsorption in der Folie auftritt und daß die selektiv absorbierende Schicht in Strahlungseinfallsrichtung unmittelbar hinter der Folie angeordnet ist.
  • Die Verwendung von Silicium- und Germaniumfolien als Halbleiter in Photozellen ist bekannt (deutsche Patentschrift 601088, deutsches Gebrauchsmuster 1784457 und USA.-Patentschriften 2 402 662, 2871330 und 2871427).
  • Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung nicht um eine Ausnutzung des Halbleitereffektes, sondern um eine Ausnutzung der Temperaturabhängigkeit des Widerstandes von Silicium und Germanium, wobei dieser Widerstand in Form einer Folie von solcher Stärke verwendet wird, daß in dem Widerstand praktisch keine Eigenabsorption stattfindet.
  • Diese Verwendung schließt demnach auch die Verwendung von Silicium- und Germaniumfolien inBereichen des elektromagnetischen Spektrums aus, in denen diese auch in dünnen Schichten eine merkliche Eigenabsorption besitzen. Im Infraroten sind Silicium-und Germaniumfolien weitgehend durchlässig.
  • Unter »praktisch keiner Eigenabsorption« wird dabei verstanden, daß keine das Meßergebnis beeinflussende Eigenabsorption in dem Widerstand stattfindet.
  • Mit dem Ausdruck selektiv absorbierende Schicht wird eine Schicht bezeichnet, die selektiv in einem oder in mehreren Bandbreitenbereichen absorbiert.
  • Die Wärmeleitfähigkeit und das Wärmediffusionsvermögen von Silicium und Germanium ist um Größenordnungen größer als das Wärmeleitvermögen und das Diffusionsvermögen des normalerweise verwendeten gewöhnlichen Oxydmaterials. Darüber hinaus ist die spezifische Wärme von Germanium oder Silicium halb so groß wie die des gewöhnlich verwendeten oxydischen Materials. Durch die erfindungsgemäße Verwendung von Halbleitern in extrem dünnen Schichten als wärmeempfindliche Widerstände zusammen mit selektiv absorbierenden Schichten in Bolometern, werden Zeitkonstanten von Mikrosekunden oder kleinen Bruchteilen einer Mikrosekunde erreicht, und unter günstigen Bedingungen nähern sich diese Zeitkonstanten größenordnungsmäßig denen, die bei der Verwendung von infrarotempfindlichen Photodetektoren verfügbar sind. Es wird dadurch ein gänzlich neues Anwendungsgebiet für Thermistorbolometer eröffnet, und die verhältnismäßig großen Zeitkonstanten, die eine starke Beschränkung für die Verwendung des bekannten Thermistormaterials zur Folge hatten, stellen nicht länger einen Engpaß bei der Konstruktion der Geräte dar.
  • Die große Reduktion der Zeitkonstante, wie sie mit Germanium oder Silicium erhalten werden kann, ist nicht mit einer Verminderung der Empfindlichkeit verbunden. Tatsächlich wird diese noch vergrößert. Germanium hat einen höheren Widerstandstemperaturkoeffizienten als das beste der oxydischen Materialien, und der Temperaturkoeffizient von Silicium ist ungefähr zweimal so groß.
  • Während die mit den wärmeempfindlichen Widerständen nach der vorliegenden Erfindung mögliche kurze Zeitkonstante dazu verwendet werden kann, hohe Strahlungszerhackungsfrequenzen zu erreichen, ist dies normalerweise nicht nötig und es kann dafür eine größere Empfindlichkeit mit längeren Zeitkonstanten erhalten werden. Wenn die Zeitkonstanten erhöht werden, indem der Wärmewiderstand zwischen dem Thermistor und dessen Wärmesenke erhöht wird, wird die Empfindlichkeit proportional zu der Quadratwurzel aus dem Wärmewiderstand erhöht. Als Folge der erfindungsgemäßen Maßnahmen sind demgemäß sowohl, wenn erforderlich, kürzere Zeitkonstanten, als auch, wenn längere Zeitkonstanten ausreichen, eine Steigerung der Empfindlichkeit erreichbar.
  • Die Steuerung der Thermistorzeitkonstanten kann bewirkt werden, indem genau dimensionierte Materialschichten mit geringem Wärmeleitvermögen verwendet werden. Dies wird in den USA.-Patentschriften 2963 673 und 2963 674 beschrieben und ist natürlich auch in Zusammenhang mit den dünnen Termistoren nach der vorliegenden Erfindung anwendbar.
  • Es gibt selbstverständlich eine Grenze, wie dünn ein Thermistor hergestellt werden kann. Diese Grenze wird jedoch einzig und allein durch die Herstellungstechnik bestimmt und es ist neuerdings möglich, viel dünnere wärmeempfindliche Widerstände als sie bisher hergestellt wurden, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung ihrer Gleichförmigkeit und ihrer zuverlässigen Arbeitsweise zu erzeugen.
  • Die wärmeempfindlichen Widerstände nach der vorliegenden Erfindung ergeben in Bolometern bessere Resultate. Sie ermöglichen auch eine neue Bolometerart, die bisher mit den üblichen Thermistormaterialien nicht hergestellt werden konnte. Dies ist ein selektiv empfindliches Immersionsbolometer. In der USA.-Patentschrift 2 981 913 sind selektiv empfindliche Bolometer beschrieben, in denen die Infratrotstrahlen durch eine Schicht fallen, die selektiv absorbiert, und deshalb wird der wärmeempfindliche Widerstand, der in Kontakt mit der Schicht steht, nur durch Infratrotstrahlen, die in diesen Absorptionsbereich fallen, erhitzt. Bisher konnte diese Arbeitsweise nur mit nicht eingebetteten Bolometern durchgeführt werden, da das gewöhnlich verwendete Thermistormaterial in infrarotem Licht durchlässig ist und es deshalb notwendig war, die Strahlen zuerst durch die absorbierende Schicht zu leiten. Diese Verhältnisse werden durch die Maßnahmen nach der vorliegenden Erfindung geändert, da die dünnen Germaniumschichten im Infraroten von etwa 1,8 bis über 25 Mikron hinaus durchlässig sind. Die Siliciumthermistoren lassen ebenfalls infrarote Strahlen über einen weiten Bereich durch, jedoch ist ihre Transparenz nicht so gut oder so gleichmäßig wie die des Germaniums, was auf die unvermeidliche Gegenwart von geringen Verunreinigungen in dem Silicium, wie es gegenwärtig erzeugt wird, zurückzuführen ist.
  • Deshalb wird, trotz des höheren Temperaturkoeffizienten des Siliciums, Germanium für viele Anwendungszwecke, bei denen eine Durchlässigkeit von infrarotem Licht in weiteren Bereichen erforderlich ist, bevorzugt. Es wird hervorgehoben, daß unter den genannten Verunreinigungen optische Verunreinigungen verstanden werden. Verunreinigungen, welche nur den Widerstand verändern, sind unerheblich.
  • Die Infrarotstrahlen laufen gerade durch den dünnen Germanium- oder Siliciumthermistor und werden selektiv in dem absorbierenden Überzug absorbiert, der verstärkt werden kann, indem in bekannter Weise zusätzlich ein Spiegelüberzug vorgesehen ist, der die Strahlen wiederum durch das selektiv absorbierende Medium, den transparenten Thermistor und die Linse reflektiert. Die vorliegende Erfindung ermöglicht auf diese Weise in erster Linie ein selektiv empfindliches, eingebettetes Thermistorbolometer und ermöglicht, das gesamte Gebiet der selektiv empfindlichen Termistorbolometer, bei denen die Empfindlichkeit durch die Immersion vergrößert wird, zu erfassen.
  • Im Falle eines eingebetteten Thermistorbolometers dienen die Linsen in bekannter Weise sowohl als Wärmesenke als auch als optische Linsen, und die selektiv empfindlichen Überzüge sind erfindungsgemäß auf der der Strahlung abgekehrten Seite des Thermistors angeordnet. Sie sind also in optischer Hinsicht über ihr spektrales Absorptionsvermögen hinaus völlig unwirksam. Dies ermöglicht eine größere Anpassungsfähigkeit unter Verwendung einer größeren Auswahl von Materialien, so daß der gewünschte Absorptionsbereich beinahe überall in dem verwendbaren Infrarotspektrum erhalten werden kann.
  • An Hand der Figuren wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein selektiv empfindliches, mit einem eingebetteten Thermistor ausgerüstetes Bolometer; F i g. 2 zeigt ein zusammengesetztes Infrarotspektrum, wobei zwei typische Absorptionsbanden für verschiedene Materialien dargestellt sind.
  • In F i g. 1 sind dargestellt eine Linse 1 aus geeignetem Material, wie z.B. aus Saphir, Germanium, Silicium u. dgl., ein Germanium- oder Siliciumthermistor 2, eine isolierende Schicht 3 (die in den Fällen erforderlich ist, in denen den elektrischen Strom leitende Linsen, wie z. B. solche aus Germanium, verwendet werden), ein selektiv absorbierender Überzug 4 und ein spiegelnder Überzug 5. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind der Thermistor und die verschiedenen Schichten nicht maßstabsgerecht eingezeichnet. Die Dicken des Thermistors und der Isolierschicht sind stark vergrößert gezeichnet. Die elektrischen Anschlüsse an dem Thermistor sind nicht dargestellt, da sie bekannt und genau in der- selben Weise angeordnet sind wie bei wärmeempfindlichen Widerständen aus gewöhnlichem metalloxydischem Material. Die Schichten 2, 3, 4 und 5 sind extrem dünn. Es ist deshalb nicht möglich, sie genau maßstabsgerecht darzustellen. Sie sind in Fig. 1 etwas voneinander abgerückt gezeigt. In Wirklichkeit stehen die Schichten in innigem Kontakt miteinander, und es befindet sich kein Luftraum zwischen ihnen.
  • Bei der nachfolgenden Erörterung der Arbeitsweise des selektiv empfindlichen, eingebetteten Bolometers wird angenommen, daß beispielsweise die absorbierende Schicht ein dünner Quarz oder eine Glasschicht ist. Die infraroten Strahlen, die auf die Linse 1 auffallen, werden von etwa 1,8 bis über 25 Mikron durchgelassen. Der transparente Thermistor, der aus Germanium bestehen kann, ist über den ganzen Bereich und sogar über die langen Wellengrenzen dieses Bereiches hinaus durchlässig. Deshalb strahlt die Infrarotstrahlung von 1,8 bis über 20 Mikron durch den Thermistor durch und tritt in die absorbierende Schicht 4 ein. In einer Bandbreite von etwa 8 bis 10 Mikron tritt, wie in F i g. 2 dargestellt ist, eine starke Absorption auf, während die anderen Strahlen die Schicht durchlaufen, auf den Spiegel 5 auftreffen und wiederum durch die absorbierende Schicht, den Thermistor und außerhalb desselben, durch die Linse hindurch zurück reflektiert werden. In dem Absorptionsband findet eine weitere Absorption auf diesem reflektierten Weg statt, und dementsprechend wird die absorbierende Schicht nur durch die Infrarotstrahlung innerhalb des Absorptionsbandes erwärmt. Die Temperatur dieser Schicht steigt an, und diese Temperatur wird durch Wärmeleitung auf den Thermistor übertragen. Auf diese Weise arbeitet das Gerät als selektiv empfindliches Thermistorbolometer, und die Verwendung einer geeigneten Absorptionsschicht kann das Bolometer für eine vorbestimmte Bandbreite der Infrarotstrahlung empfindlich machen; z.B. wenn die Absorptionsschicht 4 ein dünner Film aus einem organischen Polymeren ist, wird die Absorption im kurzwelligen Bereich bei etwa 2,5 Mikron stattfinden, wie in F i g. 2 dargestellt ist.
  • Die Zeitkonstante des Systems wird normalerweise durch die absorbierende Schicht bestimmt, da gewöhnlich die Wärmekapazität des Thermistors so gering und sein Wärmediffussionsvermögen so hoch sein wird, daß diese Faktoren die Zeitkonstante nicht einschränken. Mit vielen absorbierenden Schichten ist es nicht möglich, Zeitkonstanten in der Größe von Mikrosekunden zu erreichen, was mit dem Thermistor allein möglich ist, wenn dieser nur hinterlegt ist und die Zeitkonstante durch seine Wärmekapazität und durch sein Wärmediffusionsvermögen bestimmt wird.
  • In den Zeichnungen ist eine halbkugelförmige Immersions- oder Einbettungslinse dargestellt. Die vorliegende Erfindung ist selbstverständlich in gleicher Weise auf beliebige Typen von Immersionslinsen einschließlich Hyperimmersionslinsen anwendbar, bei denen der Thermistor jenseits des Krümmungsmittelpunktes der sphärischen Oberfläche angeordnet ist. Für bestimmte Instrumente bringen Hyperimmersionslinsen besondere Vorteile, und es ist ein Vorzug der vorliegenden Erfindung, daß sie bei beliebigen Arten von eingebetteten Thermistorbolometern anwendbar ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Widerstandsbolometer mit selektiver Elnpfindlichkeit, das einen Thermistor, eine diesem vorgeschaltete Wärmesenke, eine gleichförmige Schicht aus einem Material geringer Wärmeleitfähigkeit zwischen dem Thermistor und der Wärmesenke und eine selektiv absorbierende Schicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermistor(2) eine Germanium oder Siliciumfolie ist, die sa dünn ausgebildet ist, daß praktisch keine Eigenabsorption in der Folie auftritt und daß die selektiv absorbierende Schicht (4) in Strableneinfallsrichtung unmittelbar hinter der Folie angeordnet ist.
  2. 2. Bolometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selektiv absorbierende Schicht ein großes Absorptionsvermögen nur in bestimmten Bereichen des Infraroten besitzt.
  3. 3. Bolometer nach Anspruch1, bei welchem die Wärmesenke eine Linse (1) aus Germanium ist und der Thermistor in dieser Linse eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die im Infraroten selektiv absorbierende Schicht, die in Kontakt mit der nicht eingebetteten Seite des Thermistors steht, ebenfalls aus Germanium besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 601 088, 719 641; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 047911; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 784 457; Patentschrift Nr. 974 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; belgische Patentschrift Nr. 526433; französische Patentschriften Nr. 1 245 449, 1260074; britische Patentschrift Nr. 621 605; USA.-Patentschriften Nr. 2587 674, 2963 674, 2986 034,2402662,2871 330, 2871 427, 2516 873, 2 981 913, 2 983 888; Zeitschrift Umschau, Heft 6, 1961, S. 172 und 173.
DEB63257A 1961-07-13 1961-07-13 Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit Pending DE1200016B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB63257A DE1200016B (de) 1961-07-13 1961-07-13 Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB63257A DE1200016B (de) 1961-07-13 1961-07-13 Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1200016B true DE1200016B (de) 1965-09-02

Family

ID=6973913

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB63257A Pending DE1200016B (de) 1961-07-13 1961-07-13 Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1200016B (de)

Citations (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974C (de) * 1877-09-08 A. STEINER, Klempnermeister, in Berlin, Leipzigerstrasse 87 Petroleumbrenner mit Holzfutter
BE526433A (de) *
DE601088C (de) * 1931-08-14 1934-08-07 Aeg Strahlungsempfindliches Organ fuer Strahlungspyrometer
DE719641C (de) * 1932-04-22 1942-04-13 Julius Pintsch Kom Ges Verfahren und Einrichtung zur Anzeige oder Messung von elektromagnetischer Strahlung
US2402662A (en) * 1941-05-27 1946-06-25 Bell Telephone Labor Inc Light-sensitive electric device
GB621605A (en) * 1947-01-29 1949-04-12 Standard Telephones Cables Ltd Improvements in or relating to electric resistance bolometers
US2516873A (en) * 1945-10-05 1950-08-01 Ralph J Havens Bolometer
US2587674A (en) * 1950-04-13 1952-03-04 Us Air Force Bolometer
DE1047911B (de) * 1955-06-07 1958-12-31 Dr Erwin Daniels Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Hochohmwiderstaende geringer Waermetraegheit, insbesondere zur Strahlungsmessung
US2871427A (en) * 1954-04-28 1959-01-27 Gen Electric Germanium current controlling devices
US2871330A (en) * 1954-12-22 1959-01-27 Gen Electric Silicon current controlling devices
DE1784457U (de) * 1957-03-14 1959-03-05 Siemens Ag Anordnung zur messung von temperaturen.
FR1245449A (fr) * 1959-01-27 1960-11-04 Unicam Instr Ltd Détecteur de rayonnement
US2963674A (en) * 1955-08-16 1960-12-06 Barnes Eng Co Construction for thermistor bolometers
US2981913A (en) * 1957-02-25 1961-04-25 Barnes Eng Co Selective infra-red detectors
FR1260074A (fr) * 1960-03-22 1961-05-05 Barnes Eng Co Bolomètres à thermistor perfectionnés
US2983888A (en) * 1954-09-29 1961-05-09 Barnes Eng Co Bolometer
US2986034A (en) * 1957-10-18 1961-05-30 Robert C Jones Air-backed thermistor bolometer

Patent Citations (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE526433A (de) *
DE974C (de) * 1877-09-08 A. STEINER, Klempnermeister, in Berlin, Leipzigerstrasse 87 Petroleumbrenner mit Holzfutter
DE601088C (de) * 1931-08-14 1934-08-07 Aeg Strahlungsempfindliches Organ fuer Strahlungspyrometer
DE719641C (de) * 1932-04-22 1942-04-13 Julius Pintsch Kom Ges Verfahren und Einrichtung zur Anzeige oder Messung von elektromagnetischer Strahlung
US2402662A (en) * 1941-05-27 1946-06-25 Bell Telephone Labor Inc Light-sensitive electric device
US2516873A (en) * 1945-10-05 1950-08-01 Ralph J Havens Bolometer
GB621605A (en) * 1947-01-29 1949-04-12 Standard Telephones Cables Ltd Improvements in or relating to electric resistance bolometers
US2587674A (en) * 1950-04-13 1952-03-04 Us Air Force Bolometer
US2871427A (en) * 1954-04-28 1959-01-27 Gen Electric Germanium current controlling devices
US2983888A (en) * 1954-09-29 1961-05-09 Barnes Eng Co Bolometer
US2871330A (en) * 1954-12-22 1959-01-27 Gen Electric Silicon current controlling devices
DE1047911B (de) * 1955-06-07 1958-12-31 Dr Erwin Daniels Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Hochohmwiderstaende geringer Waermetraegheit, insbesondere zur Strahlungsmessung
US2963674A (en) * 1955-08-16 1960-12-06 Barnes Eng Co Construction for thermistor bolometers
US2981913A (en) * 1957-02-25 1961-04-25 Barnes Eng Co Selective infra-red detectors
DE1784457U (de) * 1957-03-14 1959-03-05 Siemens Ag Anordnung zur messung von temperaturen.
US2986034A (en) * 1957-10-18 1961-05-30 Robert C Jones Air-backed thermistor bolometer
FR1245449A (fr) * 1959-01-27 1960-11-04 Unicam Instr Ltd Détecteur de rayonnement
FR1260074A (fr) * 1960-03-22 1961-05-05 Barnes Eng Co Bolomètres à thermistor perfectionnés

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2620115C2 (de) Vorrichtung zur Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie
EP1333259B1 (de) Thermopile-Sensor und Strahlungsthermometer mit einem Thermopile-Sensor
US3341274A (en) Electrically responsive light controlling device employing suspended dipole particles in a plastic film
CH622372A5 (de)
DE3037205C2 (de) Schutzeinrichtung für optische bzw. IR-Fenster
DE2930632A1 (de) Pyrodetektor
DE3817568C2 (de) Optischer Modulator mit einem supraleitenden Oxid
DE19528094C2 (de) IR-Modulator und Wärmebildgerät mit diesem
DE1237802B (de) Verfahren zur Herstellung einer Faseroptik aus verschmolzenen Faeden
DE1200016B (de) Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit
DE3785429T2 (de) Wärmestrahlungsdetektor.
CH399773A (de) Thermistorbolometer
US5142418A (en) Superconducting tunable inorganic filter
DE1573250A1 (de) Von AEnderungen der Umgebungstemperatur im wesentlichen unabhaengiges Strahlungspyrometer-System
CH393778A (de) Widerstandsbolometer mit selektiver Empfindlichkeit
DE102005011723B3 (de) Schaltbares Infrarotfilter
EP0602230B1 (de) Strahlenschutzanordnung mit integriertem bestrahlungs-indikator
CH434773A (de) Optischer Empfänger
DE2653865C2 (de)
DE2155951B1 (de) Abschirmvorrichtung fuer fenster
EP2466226A2 (de) Solarkollektor
DE102013005877B4 (de) Pyroelektrischer Terahertz Strahlungsempfänger
DE1202529B (de) Strahlungsmessgeraet mit Widerstandsfolie
DE102007052796B4 (de) Aktive faseroptische Betauungsvorrichtung
DE3831495C1 (en) Translucent heat insulation