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DE1200076B - Lagerung einer Welle - Google Patents

Lagerung einer Welle

Info

Publication number
DE1200076B
DE1200076B DEE20341A DEE0020341A DE1200076B DE 1200076 B DE1200076 B DE 1200076B DE E20341 A DEE20341 A DE E20341A DE E0020341 A DEE0020341 A DE E0020341A DE 1200076 B DE1200076 B DE 1200076B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing shell
shaft
bearing
spindle
depressions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE20341A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Heer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sulzer Escher Wyss AG
Original Assignee
Escher Wyss AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Escher Wyss AG filed Critical Escher Wyss AG
Publication of DE1200076B publication Critical patent/DE1200076B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C32/00Bearings not otherwise provided for
    • F16C32/06Bearings not otherwise provided for with moving member supported by a fluid cushion formed, at least to a large extent, otherwise than by movement of the shaft, e.g. hydrostatic air-cushion bearings
    • F16C32/0662Details of hydrostatic bearings independent of fluid supply or direction of load
    • F16C32/067Details of hydrostatic bearings independent of fluid supply or direction of load of bearings adjustable for aligning, positioning, wear or play
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C23/00Bearings for exclusively rotary movement adjustable for aligning or positioning
    • F16C23/02Sliding-contact bearings
    • F16C23/04Sliding-contact bearings self-adjusting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Magnetic Bearings And Hydrostatic Bearings (AREA)

Description

  • Lagerung einer Welle Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerung einer Welle, insbesondere bei Werkzeugmaschinen, vorzugsweise Drehbänken, mit schwenkbar angeordneter Lagerschale.
  • Um eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit zu erhalten, trachtet man bei Werkzeugmaschinen danach, Verformungen der einzelnen Teile unter den aufgebrachten Lasten nach Möglichkeit zu vermeiden. Es werden daher beispielsweise auch die Spindeln von Drehbänken möglichst biegungssteif ausgeführt.
  • Jede Spindel, auch wenn sie mit verhältnismäßig großem Durchmesser ausgeführt ist, biegt sich bei Aufbringen einer Last durch. Es hat sich gezeigt, daß beim Aufspannen schwerer Werkstücke sich die Spindeln in ihren Lagern merklich schief steilen und an den Endkanten der Lagerschale zu metallischer Berührung mit dem Lager kommen kann. Hierdurch kann es nicht nur zu Betriebsstörungen, sondern auch zu erhöhter Abnutzung des Lagers an diesen Punkten kommen, so daß dann auch die gerade Spindel im Lager nicht mehr gleichmäßig aufliegt.
  • Es sind Lager bzw. Lagerungen, auch als Pendellager ausgeführte Gleit- und Wälzlager und pendelnd aufgehängte Gleitlager, bekannt, in denen die gelagerte Welle jeweils bei ihrer Durchbiegung durch die aufgebrachte Last frei einstellbar ist. Bekannt ist ferner eine Lagerung auf einem flüssigen Medium, bei welcher in der Lagerfläche für die Welle mehrere Druckflüssigkeitspolster vorgesehen und die Lagerfläche der Welle als Kugelfläche ausgebildet oder die Lagerschale schwenkbar angeordnet ist.
  • Die bekannte schwenkbare Anordnung der Lagerschale bringt zwar eine Verbesserung gegenüber der festen Anordnung der Lagerschale, indem hier die Möglichkeit gegeben wird, daß sich bei einer Durchbiegung der Welle die Lagerschale entsprechend der Neigung der Welle einstellt. Es wird aber hierbei nicht der Tatsache Rechnung getragen, daß zur Bewegung der Lagerschale an den Lagerungsflächen der Schale selbst Reibungskräfte zu überwinden sind, die besonders groß sind, wenn es sich um ein hochbelastetes Lager handelt. Es müssen also auch hier in der Nähe der Endkanten der Lagerschale von der Welle auf die Schale mehr oder weniger konzentrierte Kräfte ausgeübt werden, um die Schale in ihrer Neigung zu verstellen. Wenn auch die auftretenden Kräfte im allgemeinen kleiner sein werden als bei einer fest angeordneten Lagerschale, so kann in diesem Falle doch unter Umständen eine metallische Berührung zwischen der Welle und der Lagerschale auftreten.
  • Aufgabe der Erfindung ist die selbsttätige, denkbar leicht ansprechende Einstellung der Lagerschale nach der Neigung der Welle.
  • Dies wird dadurch erreicht, daß an der Lagerschale Steuerflächen angebracht sind, welche mit entsprechenden Flächen der umlaufenden Welle zusammenarbeiten und mit Druckflüssigkeitspolstern versehen sind, die auf 'die Lagerschale Schwenkmomente auszuüben gestatten.
  • Die Erfindung ermöglicht es, nach Neigung der Welle über Steuerflächen mit Druckflüssigkeitspolstern ein Schwenkmoment auszuüben, was insbesondere bei hochbelasteten Lagern mit entsprechend großen, der Bewegung der Lagerschale an deren Lagerungsflächen entgegenwirkenden Reibungskräften gegenüber den bekannten Lagerungen den Vorteil hat, daß die Reibungskräfte durch besondere Schwenkmomente leichter überwunden werden.
  • Mit den Druckflüssigkeitspolstern der bekannten Art zur Lagerung der Welle läßt sich ein zusätzliches Schwenkmoment auf die Lagerschale im Sinne einer Anpassung an die Wellenlage, falls die Welle sich an der Lagerstelle neigt, nicht ausüben.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Steuerflächen der Lagerschale koaxial zur Welle angeordnete zylindrische Flächen, deren Druckflüssigkeitspolster gegen den Drehpunkt der Lagerschale in axialer Richtung versetzt sind. Diese zur Ausübung eines Schwenkmomentes vorhandenen Druckflüssigkeitspolster sind zusätzlich zu etwaigen in der Gleitfläche der Lagerschale vorhandenen Vertiefungen, die mit Schmiermittel versorgt werden, vorhanden, wie man sie bei hydro= statischen Lagern vorsieht. Von diesen sind sie in einem axialen Ansatz der Lagerschale gesondert angeordnet.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Steuerflächen der Lagerschale senkrecht zur Spindelachse verlaufen und mit in axialer Richtung wirkenden Druckflüssigkeitspolstern versehen sind. Bei dieser zweiten Ausführungsform bedarf es keines zusätzlichen axialen Ansatzes an der Lagerschale, da die die Druckpolster bildenden Vertiefungen in den Steuerflächen der Lagerschale mit mit der Welle verbundenen Ringflächen zusammenarbeiten. Da sich in den Vertiefungen der Druck bei Veränderung der Weit e des Abströmspaltes zwischen den zusammenarbeitenden Flächen sehr stark ändert, falls sich die Spindel infolge ihrer Belastung durchbiegt, so ergeben sich schon bei geringer Neigung der Spindel gegen die Lag--rschale sofort große Verstellkräfte, so daß die Reibung bei der selbsttätigen Einstellung der Lagerschale leicht überwunden wird.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß zur Erreichung einer Nachgiebigkeit der Lagerschale gegenüber den von den Steuerflächen ausgeübten Schwenkmomenten Drehzapfen etwa auf der Hälfte ihres Umfanges in einem Ansatz der Lagerschale und im übrigen Teil ihres Umfanges in einem festen Tragkörper gelagert sind und diese Teile durch einen den Drehzapfen mit Spiel durchdringenden, biegsamen Bolzen zusammengehalten sind. Diese vorteilhafte Ausbildung der Lagerung ermöglicht einerseits die selbsttätige Einstellung der Lagerschale im Sinne der Nachstellung auf die jeweilige Neigung der Spindel sowie die elastische Rückstellung der Lagerschale in ihre Ausgangsstellung, in der die Lager durch die verwendeten schlanken und biegsamen Balzen gehalten werden.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in den Zeichnungen in Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Ausführungsform der Lagerung einer Spindel in zwei Lagern, F i g. 2 das linke Lager der Ausführungsform nach F i g. 1 in Ansicht, in größerem Maßstab, F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-11I der F i g. 2, F i g. =1 das rechte Lager der Ausführungsform nach F i g. 1 in Ansicht, in größerem Maßstab, F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der F i g. 4. und F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der F i g. -a..
  • Gemäß den F i g. 1 bis 6 ist die horizontalachsige .Spindel 12 einer Drehbank in zwei Radiallagern 13 und 14 mit in der Neigung einstellbaren Lagerschalen 15 bzw. 16 gelagert. Die Lagerschale 15 des Lagers 13 weist außerdem zur Aufnahme des Axialschubes beidseitig in Ebenen senkrecht zur Spindelachse verlaufende Lagerflächen 17 und 18 auf, welche mit auf die Spindel 12 aufgesetzten Ringen 19 bzw. 20 zusammenarbeiten.
  • Wie aus den F i g. 2 und 3 zu ersehen ist, wird die Einstellbarkeit der Lagerschale 15 dadurch erreicht, d-:#") sie über seitliche Ansätze 21 in zwei Drehzapfen 22 gelagert ist, deren Achsen senkrecht zur Spindelachse und senkrecht zur Vertikalebene stehen. Die Vertikalebene ist hier die bevorzugte Schwenkebene, .da die Gewichte der zu bearbeitenden Werkstücke eine Durchbiegung der Spindel in dieser Ebene verursachen. Von den Drehzapfen 22 ist in der Zeichnung nur einer gezeigt. Der andere würde mit Bezug auf die durch die Spindelachse gehende Vertikalebene symmetrisch dazu liegen.
  • Die Ansätze 21 der Lagerschale 15 sind auf ihrer Unterseite mit Ausnehmungen von etwa halbkreisförmigem Querschnitt versehen, in die die Drehzapfen 22 mit ihrer oberen Hälfte eingreifen. Die untere Hälfte der Drehzapfen 22 ruht in Ausnehmungen von etv_,a halbkreisförmigem Querschnitt eines festen Tragkörpers 23 des Spindelstockes.
  • Der Drehzapfen 22 ist -mit einer vertikalen Bohrung 24 versehen, durch die ein im Tragkörper 23 ein-Bolzen 25 mit Spiel hindurchgeht. Der Bolzen 25 durchdringt auch den Ansatz 21 der Lagerschale 15. An seinem oberen Ende ist eine Mutter 26 aufgesetzt, welche diesen Ansatz 21 gegen den Zapfen 22 andrückt, jedoch nur so stark, daß sich im Betrieb die Lagerschale 15 nicht nach oben abheben kann.
  • Der schlanke Bolzen 25 ist so wenig biegungssteif, daß er mit der aufgesetzten Mutter 26 einer Drehung der Lagerschale um die Achse des Zapfens 22 in dem in Betracht fallenden Winkelbereich keinen merklichen Widerstand entgegensetzt. Um eine solche Drehung zu gestatten, ist auch zwischen dem Ansatz 21 der Lagerschale 15 und dem Tragkörper 23 ein Spiel 27 vorgesehen.
  • Die Flächen 17, 18 des Axiallagers wirken zugleich als Steuerflächen für eine selbsttätige Einstellung der Lagerschale 15 nach der Neigung der Spindel 12. Neigt sich diese beispielsweise links vom Lager 13 (F i g. 1) nach unten, so wird der Ring 19 auf der Unterseite stärker an die Fläche 17 der Lagerschale 15 angepreit als auf der Oberseite. Es wird somit auf die Lagerschale 15 mit Bezug auf die Achsen der Drehzapfen 22 ein Schwenkmoment ausgeübt, welches die Lagerschale entsprechend der Neigung der Spindel einstellt. Entsprechend wirkt auch der mit der Fläche 18 zusammenarbeitende Ring 20.
  • Es werden hydrostatische Lager an sich bekannter Art verwendet. Dementsprechend sind in der Lagerfläche der Lagerschale 15 auf dem Umfang verteilt einzelne Vertiefungen 28 vorgesehen, welche durch unter Druck zugeführtes Schmiermittel Flüssigkeitspolster bilden. Jede dieser Vertiefungen wird gemäß F i g. 1 je durch eine besondere Pumpe 29 mit Schmiermittel versorgt, welche eine bestimmte Schmiermittelmenge in die betreffende Vertiefung fördert.
  • Auch die Endflächen 17 und 18 der Lagerschale 15 sind mit einzelnen, am Umfang verteilt angeordneten Vertiefungen 30 bzw. 31 versehen, welche je durch eine besondere Pumpe 32 bzw. 33 (F i g. 1) mit Schmiermittel unter Druck beliefert werden und so Flüssigkeitspolster bilden, an denen die Ringe 19 bzw. 20 der Spindel 12 anliegen. Dadurch wird nicht nur ein kleiner Reibungsverlust an den Flächen 17 und 18 erhalten, sondern es kann auch durch entsprechende Bemessung der Schmiermittelzufuhr eine metallische Berührung der Lagerschale 15 mit den Ringen 19 bzw. 20 zuverlässig vermieden werden. Da sich in den Vertiefungen 30 bzw. 31 der Druck bei Veränderung der Weite des Abströmspaltes zwischen den zusammenarbeitenden Flächen sehr stark ändert, ergeben sich bei geringer Neigung der Spindel 12 gegen die Lagerschale 15 sofort große Verstellkräfte, so daß die Reibung in den Drehzapfen 22 leicht überwunden wird.
  • Es kann auch genügen, nur an einer der Flächen 17 bzw. 18, beispielsweise an der Fläche 17, mehrere Vertiefungen anzubringen und bei der anderen Fläche lediglich eine einzige ringförmige Vertiefung vorzusehen.
  • Beim Lager 14 ist zur Ermöglichung der Einstellbarkeit im wesentlichen die gleiche Vorrichtung vorgesehen wie beim Lager 13. Die Lagerschale 16 ist gemäß den F i g. 4 und 5 seitlich mit Ansätzen 34 versehen, welche auf Drehzapfen 35 mit horizontaler Achse, die senkrecht zur Spindelachse stehen, drehbeweglich aufliegen. Die Drehzapfen 35 liegen mit ihrer unteren Hälfte in entsprechenden Ausnehmungen eines Tragkörpers 36 des Spindelstockes. Zum Festhalten der Lagerschale dient hier wieder ein den Drehzapfen 35 mit Spiel durchquerender Bolzen 37 mit Mutter 38.
  • Auch das Radiallager 14 ist als hydrostatisches Lager ausgebildet. In der Gleitfläche der Lagerschale 16 sind dementsprechend am Umfang verteilt mehrere Vertiefungen 39 vorgesehen, welche in gleicher Weise wie die Vertiefungen der Lagerschale 15 durch besondere Pumpen 40 (F i g. 1) mit Schmiermittel versorgt werden.
  • Da in diesen Vertiefungen der Druck des Schmiernüttels axial auf der ganzen Länge praktisch konstant ist, sind die Flüssigkeitspolster bei Schiefstellung der Spindel 12 im Lager nicht imstande, ein Schwenkmoment auf die Lagerschale 16 auszuüben. Es ist daher in einem axialen Ansatz 41 der Lagerschale 16 eine besondere zylindrische Steuerfläche 42 vorgesehen, welche etwa mit gleichem Spiel wie die Lagerschale selbst die Spindel 12 umschließt. In dieser Fläche 42 sind zwei Vertiefungen 43 vorgesehen, welche wieder, wie dies bei den hydrostatischen Lagern bekannt ist, so mit Schmiermittel versorgt werden, daß sich in jeder Vertiefung ein von der Spaltweite zwischen Steuerfläche 42 und Spindel 12 abhängiger Druck einstellt. An die Vertiefungen 43 sind zu diesem Zweck besondere Pumpen 44 angeschlossen, von denen jede der entsprechenden Vertiefung die gleiche Schmiermittelmenge unter Druck zuleitet.
  • Die Vertiefungen 43 sind in Achsrichtung der Spindel 12 mit Bezug auf die Drehzapfen 35 um einen Betrag a (F i g. 4) versetzt angeordnet, so daß durch den Schmiermitteldruck in den Vertiefungen 43 Schwenkmomente auf die Lagerschale 16 ausgeübt werden. Die eine der beiden Vertiefungen 43 liegt oben und die andere unten (F i g. 4). Liegt die Spindel 12 zentrisch in der Steuerfläche 42, so ist der Abströmspalt für beide Vertiefungen gleich groß. Es stellt sich somit in beiden Vertiefungen der gleiche Druck ein, und da die Vertiefungen einander diametral gegenüberliegen, heben sich die durch den Schmiermitteldruck auf den Ansatz 41 der Lagerschale 16 ausgeübten Kräfte gegenseitig auf.
  • Bewegt sich demgegenüber infolge einer Durchbiegung der Spindel 12 der mit der Steuerfläche 42 zusammenarbeitende Teil nach oben, so wird der Abströmspalt der oberen Vertiefung 43 kleiner und jener der unteren Vertiefung 43 größer. In der oberen Vertiefung steigt daher der Schmiermitteldruck, und in der unteren Vertiefung sinkt er. Das Gleichgewicht ist gestört. Die auf den Ansatz 41 der Lagerschale 16 ausgeübten Kräfte ergeben eine nach oben gerichtete Resultierende, welche mit Bezug auf die Drehzapfen 35 im Uhrzeigerdrehsinn ein Drehmoment auf die Lagerschale 16 ausübt. Diese schwenkt daher so lange im gleichen Drehsinn um die Zapfen 35, bis sie die gleiche Neigung wie die Spindel erreicht hat und durch Zentrierung der Steuerfläche 42 mit Bezug auf die Spindel 12 der Gleichgewichtszustand wieder hergestellt ist.
  • Im vorliegenden Fall, in welchem nur eine Schwenkbarkeit der Lagerschale 14 um die horizontale Achse vorgesehen ist, genügen die dargestellten zwei Vertiefungen 43 in der Steuerfläche 42. Bei allseitiger Schwenkbarkeit müßten mindestens drei, möglichst gleichmäßig auf dem Umfang verteilte, mit Druckflüssigkeit beschickte Vertiefungen in der Steuerfläche vorgesehen werden.
  • Die Steuerfläche 42 mit den Vertiefungen 43 bildet für sich auch ein hydrostatisches Lager. Dieses könnte grundsätzlich gleich ausgeführt werden wie das eigentliche Radiallager mit den Vertiefungen 39 in der Lagerschale 16. Beide zusammen bilden ein hydrostatisches Radiallager mit zwei um den Betrag a axial gegeneinander versetzten Reihen von Vertiefungen. Infolge der axialen Versetzung der Vertiefungen vermögen dann die sich darin einstellenden Drücke zusammen ein Schwenkmoment um eine zur Spindel senkrecht stehende Achse auf die Lagerschale auszuüben. Bei gleichwertiger Ausbildung der beiden axial nebeneinanderliegenden Lagerhälften wird der Drehzapfen für die Schwenkung der Lagerschale in die Mitte zwischen die beiden Lagerhälften verlegt.
  • Die beschriebene Lagerung kann außer für Spindeln von Werkzeugmaschinen auch für andere Wellen angewendet werden, die sich der jeweiligen Belastung im Betrieb anzupassen haben, beispielsweise für die durch den im Betrieb veränderlichen Strahldruck belastete Welle einer Peltonturbine.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Lagerung einer Welle, insbesondere bei Werkzeugmaschinen, vorzugsweise Drehbänken, mit schwenkbar angeordneter Lagerschale, d a -durch gekennzeichnet, daß für die selbsttätige Einstellung der Lagerschale nach der Neigung der Welle an der Lagerschale (15 bzw. 16) Steuerflächen (17, 18 bzw. 42) angebracht sind, welche mit entsprechenden Flächen der umlaufenden Welle (12) zusammenarbeiten und mit Druckflüssigkeitspolstern (30, 31 bzw. 43) versehen sind, die auf die Lagerschale Schwenkmomente auszuüben gestatten.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflächen der Lagerschale (16) koaxial zur Welle angeordnete zylindrische Flächen (42) sind, deren Druckflüssigkeitspolster (43) gegen den Drehpunkt der Lagerschale in axialer Richtung versetzt sind.
  3. 3. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflächen (17 bzw. 18) der Lagerschale (15) senkrecht zur Spindelachse verlaufen und mit in axialer Richtung wirkenden Druckflüssigkeitspolstern (30 bzw. 31) versehen sind.
  4. 4. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung einer Nachgiebigkeit der Lagerschale (15 bzw. 16) gegenüber den von den Steuerflächen (17, 18 bzw. 42) ausgeübten Schwenkmomenten Drehzapfen (22 bzw. 35) etwa auf der Hälfte ihres Umfanges in einem Ansatz (21 bzw. 34) der Lagerschale und im übrigen Teil ihres Umfanges in einem festen Tragkörper (23 bzw. 36) gelagert sind und diese Teile (21, 22, 23 bzw. 34, 35, 36) durch einen den Drehzapfen (22 bzw. 35) mit Spiel durchdringenden, biegsamen Bolzen (25 bzw. 37) zusammengehalten sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 15 857, 825 923, 880 979, 923 631.
DEE20341A 1960-11-10 1960-12-20 Lagerung einer Welle Pending DE1200076B (de)

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DEE20341A Pending DE1200076B (de) 1960-11-10 1960-12-20 Lagerung einer Welle

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1575363B1 (de) * 1966-09-28 1969-11-20 Bbc Brown Boveri & Cie Druckgas geschmiertes Kammlager
DE102007018794A1 (de) * 2007-04-20 2008-10-23 Abi Anlagentechnik-Baumaschinen- Industriebedarf Maschinenfabrik Und Vertriebsgesellschaft Mbh Ausgleich umlaufender Wellenschrägstellung

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DE15857C (de) * V. G. A. CUVIER FILS in Seloncourt, Frankreich Verbesserung des unter Nr. 2839 patentirten Hängelagers für Triebwellen
DE825923C (de) * 1948-07-21 1951-12-27 Skf Svenska Kullagerfab Ab Rollenlager
DE880979C (de) * 1942-06-08 1953-06-25 Kreiselgeraete G M B H Reibungsarme Lagerung fuer drehende Teile, insbesondere schnell laufende Wellen
DE923631C (de) * 1951-04-29 1955-02-17 Alfred Buske Gleit- oder Waelzlagerung mit selbsttaetiger Einstellung der Lagerflaeche zur Laufflaeche der Welle

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