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Die Erfindung betrifft eine Sack- oder Beutelmaschine zum Herstellen
von einseitig offenen Säcken oder Beuteln mit flach gelegtem Boden, und zwar insbesondere
die Ablagestation einer solchen Maschine. Bei einer bekannten Papiersackmaschine
mit einer Able-evorrichtung zum Ablegen einer bestimmten Anzahl oben offener Säcke
zu einem Stapel ist eine mit Greifern bestückte Ablagetrommel vorgesehen, deren
Greifer sich zur Ablage der Säcke derart öffnen, daß die Säcke senkrecht auf einen
Ablagetisch gestellt werden (deutsche Patentschrift 617588). Jeweils nach
Erreichen einer bestimmten Anzahl von Säcken werden mit der Ablagetrommel zusammenwirkende
Finger ausgefahren, die einen oder mehrere Säcke aus der sich bildenden Stapelreihe
herausrücken. Es entsteht somit eine Stapelreihe, die durch die eine bestimmte Sackanzahl
anzeigenden herausgerückten Säcke in Einzelstapel unterteilt ist. Das Abnehmen der
Einzelstapel geschieht bei der bekannten Sackmaschine manuell. Um aus den einseitig
mit einem flachgelegten Boden versehenen Säcken einen quaderförmigen Stapel zu bilden,
genügt es hierbei nicht, die Einzelstapel lediglich übereinanderzulegen. Da nämlich
in der Stapelreihe die Säcke mit ihren Böden sämtlich auf dem Ablagetisch stehen,
würden sich die Einzelstapel bzw. mehrere waagerecht liegend übereinandergeschichtete
Einzelstapel keilförmig ausbilden, so daß eine exakte Stapelbildung nicht möglich
wäre. Das Bedienungspersonal der bekannten Vorrichtung hilft sich daher in der Weise,
daß zur Bildung eines Gesamtstapels die Einzelstapel derart übereinandergelegt werden,
daß die Einzelstapel jeweils gegeneinander um 1800
um ihre horizontale Quermittellinie
gedreht im Gesamtstapel liegen, so daß dieser eine exakte Quaderform annimmt.
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Seit längerer Zeit ist die Leistung der Sack- und Beutelherstellungsmaschinen
jedoch so sehr gesteigert worden, daß das Abnehmen und Stapeln der Beutel in der
oben beschriebenen Weise vom Bedienunas-C personal nur noch mit Mühe bewältigt werden
kann. Der Einsatz zusätzlicher Bedienungspersonen ist bei beengten Raumverhältnissen
oft nicht möglich und außerdem wegen der hohen Arbeitskosten unwirtschaftlich.
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Die Erfindung verfolgt daher den Zweck, die Arbeit des Bedienungspersonals
an Ablag C gevorrichtungen von Beutel- und Sackherstellungsmaschinen zu erleichtern
und Personal einzusparen. Zu diesem Zweck besteht die Aufgabe der Erfindung darin,
eine Sack- oder Beutelmaschine anzugeben, bei welcher der Ablegevorgang der Beutel
weitgehend automatisiert ist, und zwar derart, daß quaderförmige Stapel von der
Ablagevorrichtung ohne weiteres abgenommen werden können.
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Bei der Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer bekannten
Ablagestation für Sack- oder Beutelmaschinen zum Herstellen von einseitig, offenen
Säcken oder Beuteln mit flachgelegtem Boden aus, die zwei nebeneinander an geordnete
Ablagestellen, ferner Einrichtunaen zum wechselweisen Zuführen der Beutel oder Sacke
zu den beiden Ablagestellen und Einrichtungen zum Umschalten der Beschickung der
Ablagestellen jeweils nach Ablage einer vorausbestimmten Anzahl von Beuteln oder
Säcken aufweist (deutsche Auslegeschrift 1190 317).
Erfindungsgemäß wird zur
Lösung der gestellten Auf-C, Crabe eine solche Ablagestation so ausgebildet, daß
die Einrichtungen zum wechselseitigen Zuführen der Beutel oder der Säcke zu den
beiden parallel zueinander angeordneten Ablagestellen Mittel zum Wenden der einer
der beiden Ablagestellen zugeführten Beutel oder Säcke relativ zu den der anderen
Ablagestelle zu-eführten um 180' um ihre Quermittellinie umfassen und daß
Einrichtungen zum Aufeinanderlegen der an beiden Ablagestellen gebildeten Stapel
sowie eine Transporteinrichtung zum Abtransportieren des gebildeten Gesamtstapels
vorgesehen sind. Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Ablagestation werden genau
quaderförmige Gesamtstapel C
gebildet, weil das durch die offenen Beutelenden
gebildete niedricrere Ende des einen Stapels auf das durch die Beutelböden höhere
Ende des anderen Stapels gelegt wird, wenn beide Stapel vereinigt werden. Durch
die Anwendung der erfindungsgemäßen Ablaggestation entfällt die Notwendigkeit der
bisher vom Bedienungspersonal manuell vorzunehmenden Verschwenkuna der Einzelstapel
gegeneinander zur Herstellung quaderförmiger Gesamtstapel aus oben offenen Säcken
oder Beuteln. Dank der weitaehenden Automatisierung des Ablegevorgangs kann die
Leistung einer modernen Sack- oder Beutelherstellungsmaschine voll ausgenutzt werden.
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In weiterer Ausgestaltun ' g' der Erfindung kann die Zuführ-
und Wendeeinrichtung aus zwei in entgegengesetzten Richtungen um parallele Achsen
umlaufenden Ablagezylindern bestehen, denen je eine Ablaggestelle zugeordnet
ist, wobei die Ablagezylinder sich jeweils nach einer vorausbestimmten Beutelzahl
in der Zuführuna, der Beutel zu ihren zugehörigen Ablagestellen abwechseln. Der
erste Ablagezylinder kann so aneordnet sein, daß er alle Säcke oder Beutel übernimmt,
wobei dann seine Greifereinrichtungen so steuerbar sind, daß sie die Beutel abwechselnd
an der Ablaaestelle dieses Zylinders ablegen oder an den zweiten Ablagezylinder
übergeben. Die Einrichtun-en zum Umschalten der Beschickung der Ablaggestellen können
zweckmäßig von einem Zählwerk betätigte Einrichtungen zum Steuern der Greifeinrichtungen
aufweisen.
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Vorteilhaft kann jede Ablagestelle eine senkrechte Anschla,-platte
zum Zweck des genauen Ausrichtens der Säcke oder Beutel und eine Trageinrichtung
mit waagerechter Oberfläche aufweisen, auf welche die bis gegen die Anschlag latte
geförderten Werkstücke "p zur Ablage gelangen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
kann jede Trageinrichtung einen mittig in Abtransportrichtung der Beuteistapel verlaufenden
Schlitz aufweisen und können bewegliche, senkrecht stehende Transportschieber zum
Abtransport der Stapel durch die Schlitze führbar sein. Dabei ist es erfindunas-emäß
ferner vorteilhaft, wenn jede Trageinrichtung nach der Aufnahme eines Stapels mit
der vorausbestimmten Beutelzahl absenkbar ist und die Transportschieber in der abgesenkten
Stellung durch den Schlitz der Trageinrichtuno, -reifen, während in der angehobenen
Stellung die, Anschlagplatte sich vom Zylindermantel bis zur Trageinrichtung erstreckt.
Dadurch wird sichergestellt, daß die Einzelstapel in der angehobenen Stelluna einwandfrei
gebildet werden und daß die Anschlagplatte in der ab-(resenkten Stellung den Abtransport
mittels der Transportschieber nicht hindert. Außerdem wird es durch die geschilderten
Maßnahmen ermöglicht, daß der an der ersten Ablag gestelle gebildete Einzelstapel
ab-esenkt und unter den in Bildun- befindlichen C C
Einzelstapel
der zweiten Trageinrichtung gebracht wird, während die erste Ablagestelle nicht
beschickt wird.
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Jede Anschlagplatte kann in ihrer senkrechten Stellung mittels Zungen
mit Spiel in Nuten des zugeordneten Ablagezylinders eingreifen, um eine versehentliche
Weiterförderung von Säcken oder Beuteln zum zweiten Ablagezylinder zu verhindern,
sie wird aber während der Weiterführuna der Beutel zum zweiten Ablagezylinder aus
dem Bereich der Nuten des ersten Zylinders herausbewegt. Vorteilhaft ist es ferner,
wenn die Anschlagplatten beider Ablagestellen an ihr-en Unterseiten Ausnehmunaen
zum Durchtritt der oberen Enden der Transportschieber aufweisen.
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Zwischen der zweiten Ablagestelle und der Ab-
nahmestation für
die fertigen quaderförmigen Stapel können erfindungsgemäß über der Transporteinrichtung
für die Stapel Preßbänder vorgesehen sein, welche die beiden Teilstapel von oben
zusammenpressen. Ferner ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Transportschieber
mit ihrem unteren Ende auf Kettenbolzen umlaufender Transportketten drehbar gelagert
sind und an ihrem unteren Ende sich in Bewegungsrichtung rechtwinklig nach hinten
erstreckende Hebel aufweisen, die sich über die ganze Arbeitsstrecke der Transportschieber
über Rollen auf ortsfesten Führungsschienen abstützen und so die Transportschieber
in der senkrechten Lage halten. Durch entsprechende Bemessung der Führungsschieneu
kann bei dieser Ausgestaltung erreicht werden, daß die Transportschieber an jeder
gewünschten Stelle nach hinten abgeklappt werden, während die rollentragenden Hebel
nach unten schwenken. Hierdurch ist es auch möglich, die Stapel an der gewünschten
Stelle selbst dann abzusetzen, wenn die Transportschieber - in ihrer unwirksamen
Lage -
weitergeführt werden.
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Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung,
ausführlich erläutert. In dieser zeigen F i g. 1 bis 5 in schematischer
Darstellung die einzelnen Arbeitsphasen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, F i
g. 6 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung in schematischer Darstellung teilweise im Schnitt, wobei zum Verständnis
der Erfindung unwesentliche Teile weggelassen sind, F i g. 7 die Abnahmestation
der Vorrichtung nach Fi g. 6 und F i g. 8 einen Schnitt nach der Linie
VIII-VIII in F i g. 6 in gegenüber der F i g. 6 vergrößertem Maßstab.
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Die einem ersten Ablagezylinder 100 von einer Beutelmaschine
zugreführten, an einem Ende offenen Beutel werden auf einer Aufnahmevorrichtung
101
zu einem aus einer bestimmten Beutelanzahl bestehenden Stapel 102 gesammelt.
Die Böden der Beutel liegen dabei sämtlich am Ende 103 des Stapels 102, so
daß dieses sich höher ausbildet als das gegenüberliegende Ende 104 und der Stapel
102 eine keilförmi-e Gestalt annimmt.
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Sobald der Stapel 102 die vorausbüstimmte Beutelanzahl erreicht hat,
werden die weiterhin von der Beutelmaschine zugeführten Beutel dem zweiten
Ab-
lagezylinder 105 zugeführt, von diesem übernommen und zu einem
zweiten Stapel 106 auf einer Aufnahmevorrichtung 107 gesammelt, wobei
die Beutelanzahl des Stapels 106 derjenigen des Stapels 102 entspricht. Während
dieses Vorganges werden die dem Ablagezylinder 105 zugeführten Beutel gegenüber
der Lage, die die Beutel im Stapel 102 einnehmen, um ihre Quermittellinie um
1801 gewendet. Dies hat zur Folge, daß im Stapel 106 dessen durch
die übereinanderliegen#den Beutelböden gebildetes höheres Ende 108 dem höheren
Ende 103 des Stapels 102 entgegengesetzt angeordnet ist. Sinngemäß gilt das
gleiche für das niedrigere Ende 109 des Stapels 106 in bezug auf das
Ende 104 des Stapels 102.
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Bei Einleitung der Bildung des Stapels 106 auf der Aufnahmevorrichtung
107 wird der fertiggestellte Stapel 102 mittels der Aufnahmevorrichtung
101 in eine tiefere Ebene abgesenkt (F i g. 2) und sodann mittels
einer an in Pfeilrichtung umlaufenden Transportmitteln, z. B. Ketten 110,
befestigten Transportvorrichtung 111 unter die Aufnahmevorrichtung
107 und damit unter den Stapel 106 bewegt (F i g. 3). Hierbei
kommt das höhere Ende 103 des Stapels 102 unter das niedri-ere Ende
109 des Stapels 106 und das niedrigere Ende 104 des Stapels 102 unter
das höhere Ende 108 des Stapels 106 zu liegen.
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Sobald die Transportvorrichtung 111 die in F i g. 3
dargestellte Stellung eingenommen hat, wird der Umlauf der Ketten 110 beendet.
Gleichzeitig kehrt die Aufnahmevorrichtung 101 aus ihrer abgesenkten Stellung
(F i g. 2) in eine Stellung zurück, in der sie zur Aufnahme eines neuen Beutelstapels
bereit ist (F i g. 3).
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Wenn die -ewünschte Beutelanzahl im Stapel 106
vereinigt ist,
wird dieser mittels der Aufnahmevorrichtung 107 auf den Stapel 102 gesenkt,
wobei die Aufnahmevorrichtung 107 das höhere Ende 103 des Stapels
102 zur Erzielung eines kompakten Stapels leicht zusammendrückt (F i g. 4).
Bei Fertigstellung des Stapels 106 werden ferner keine Beutel mehr zum Ablagezylinder
105 gefördert. Die neu herankommenden Beutel werden vielmehr nun wieder mittels
des Ablagezylinders 100 auf der Aufnahmevorrichtung 101 zu einem weiteren
Stapel 112 entsprechend dem Stapel 102 gesammelt (F i g. 4).
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Während der Stapel 112 unter dem Ablagezylinder 100 gebildet
wird, werden, nachdem der Stapel 106
die in F i g. 4 gezeigte Stellung
erreicht hat, die Ketten 110 wieder in Umlauf gesetzt, wodurch die Transportvorrichtung
111 die Stapel 102 und 106 gemeinsam, bei gleichzeitigem Herausbewegen
des Stapels 106 aus der Aufnahmevorrichtung 107, zu einer
Ab-
nahmestation 113 befördert, worauffiin die Ketten 110 wieder
zum Stillstand gebracht werden. Während dieses Vorgangs werden die Stapel 102 und
106, sobald letzterer die Aufnahmevorrichtung 107 verlassen hat, zu
einem Gesamtstapel 114 vereinigt (F i g. 5), wobei das höhere Ende
108 des Stapels 106
auf dem niedrigeren Ende 104 des Stapels 102 und
das niedrigere Ende 109 des Stapels 106 auf dem höheren Ende
103 des Stapels 102 liegt. Das satte Auflegen des höheren Endes
108 des Stapels 106 auf das niedrigere Ende 104 des Stapels 102 wird
hierbei dadurch begünstigt, daß der Gesamtstapel 114 auf seinem Weg zur Abnahmestation
113 unter Preßbändern 115 hindurchläuft, durch die der Stapel 114
senkrecht von oben gepreßt wird, so daß sich die beiden Teilstapel 102 und
106 zu einem kompakten Gesamtstapel 114 zusammenfügen. Da, wie bereits oben
erwähnt, in den beiden Stapeln 102 und 106
jeweils die gleiche
Anzahl Beutel vereinigt ist, entsteht auf diese Weise ein quaderförmiger Stapel,
der sich gut handhaben und verpacken läßt.
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Wenn die Transportvorrichtung 111 die in F i g.
5
gezeigte Stellung erreicht hat, ist gleichzeitig eine weitere Transportvorrichtung
116 unter den Ablagezylinder 100 bewegt worden, damit als nächster
Arbeitsschritt der Stapel 112, wie bereits hinsichtlich des Stapels 102 beschrieben,
gesenkt und mittels der Transportvorrichtung 116 weitertransportiert werden
kann.
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Aus den an Hand der F i g. 1 bis 5 beschriebenen Arbeitsschritten
ist ersichtlich, daß es ausreicht, wenn bei jedem zweiten Bewegungsvorgang der Ketten
110
eine Transportvorrichtung unter den Ablagezylinder 100 bzw.
105 bzw. in die Abnahmestation 113 bewegt wird. Hierdurch wird erreicht,
daß jede Transportvorrichtung auf ihrem Weg von dem Ablagezylinder
100 zum Ablagezylinder 105 stets einen fertigen Stapel und auf ihrem
Weg von dem Ablagezylinder 105 zur Abnahmestation 113 stets zwei fertige
Stapel gemeinsam transportiert. Um diese Bedingung bei der Anordnung nach den F
i g. 1 bis 5
zu erfüllen, ist eine weitere Transportvorrichtung
117
vorgesehen, wobei die drei Transportvorrichtungen 111, 116 und
117 mit einem Abstand voneinander auf den Ketten 110 angeordnet sind,
der doppelt so groß ist wie die Strecke, die die Ketten 110 bei jedem Umlauf
oder Bewegungsvorgang zurücklegen. Dementsprechend ist die Länge der Ketten
110 dreimal so groß wie der Abstand zwischen zwei Transportvorrichtungen
111 und 116 bzw. 117.
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Der Umlauf der Transportvorrichtungen 111, 116
und
117 ist im einzelnen aus den F i g. 1 bis 5 ersichtlich. In
der angenommenen Ausgangsposition entsprechend F i g. 1 und 2 befinden sich
die Transportvorrichtungen 111, 117 und 116 jeweils in der Stellung
A bzw. B bzw. C. Beim nächsten Bewegungsvorgang der Ketten
110 gelangen sie jeweils in die Stellung A' bzw. B' bzw.
C (F i g. 3 und 4) und beim darauffol enden in die Stellunc,
A" bzw. Y' 9 C
bzw. C` (F i g. 5), in der die
Transportvorrichtung 116
eine der Stellung A der Transportvorrichtung
111 gemäß den F i g. 1 und 2 entsprechende Stellung einnimmt und zur
Durchführung eines Arbeitsspiels in der hinsichtlich der Transportvorrichtung
111 beschriebenen Weise bereit ist.
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Gemäß dem in den F i a. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel
weist die erfindungsgemäße Vorrichtung zwei im Prinzip bekannte Ablagezylinder oder
-trommeln 1 und l»' auf, die hintereinander angeordnet sind. Auf dem Umfang
der Ablagetromtr el meln 1 und l' verteilt sind je nach Bedarf in
gleichen Abständen mehrere Reihen von Greifern 2 bzw. 2' angeordnet, die in durch
ringförmige Ausfräsungen 3
bzw. 3' am Umfang der Ablagetrommeln gebildeten
Ringscheiben 4 bzw. 4' jeweils mittels einer Welle 5
schwenkbar gelagert sind,
wobei ihre öffnungs- und Sehließbewegungen jeweils durch Abrollen einer mit der
Welle 5 verbundenen Führungsrolle 6 an ihnen zug eordneten Exzenterstücken
7, 7 a und 7 b bzw. 7' und 7 b' gesteuert werden.
Die Anzahl der in einer Reihe zusammengefaßten Greifer 2 bzw. 2' richtet sich nach
der Breite des zu transportierenden Beutels. Die Exzenterstücke 7 a,
7 b und 7 b' sind in geeigneter Weise an nicht dargestellten
Teilen des Maschinengestells befestigt, während das Exzenterstück 7' an einem
Lagerschild 55 angeschraubt ist. Das Exzenterstück 7 ist mit einem
Hebel 36 starr verbunden; der Zweck dieser Anordnung wird im nachfolgenden
noch ausführlich beschrieben.
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In Richtung des Pfeils 8 werden Beutel 9 mit angefaltetem
vorauslaufendem Boden, der auf die obere Wand des Beutels zurückgeklappt ist, durch
nicht dar-estellte Fördermittel an die in Richtung des Pfeils 10 umlaufende
Ablagetrommel 1 herangeführt und von den Greifem 2 in bekannter Weise übernommen.
Ein von den Greifern 2 übernommener Beutel 9 wird von diesen gegen eine Anschlagplatte
11 transportiert. Die Anschlagplatte 11 ist an ihrem oberen Ende mit
durch Aussparungen 12 gebildeten Stegen 44 versehen, gegen die die Beutel
9, nachdem sich die Greifer 2 kurz vor Erreichen der Anschlagplatte
11 durch Auflaufen der Führungsrolle 6 auf den erhöhten Teil des Exzenterstücks
7 geöffnet haben, stoßen. Die Greifer 2 bewegen sich dann zwischen den Aussparungen
12 hindurch, um ihren Umlauf mit der Ablagetrommel 1 zur Durchführung eines
neuen Arbeitsspiels fortzusetzen, wobei sie sich beim Abrollen der Führungsrolle
6 vom erhöhten Teil des Exzenterstücks 7 wieder schließen. Der gegen
die Anschlagplatte 11 geförderte Beutel 9 gelangt auf quer zu seiner
Längsachse liegende Aufnahmestangen 13,
wobei ein Zurückprallen des Beutels
von der Anschlagplatte 11 durch eine an nicht dargestellten Teilen des Maschinengestells
befestigte Gegenplatte 14 verhindert wird. Der zuerst geförderte und alle in gleicher
Weise geförderten, nachfolgenden Beutel 9
werden somit einerseits in dem Raum
zwischen den Platten 11 und 14 und andererseits zwischen den Aufnahmestangen
13 und der äußeren Umfangsfläche der Ringscheiben 4 abgelegt, so daß ein
exakter Stapel 15 gebildet wird, bei dem die Gefahr des Aufblätterns der
Beutel dadurch vermieden wird, daß der zuletzt abgelegte Beutel mit seinem Bodenende
stets an der Umfangsfläche der Ablagetrommel 1
bzw. der Ringscheiben 4 anliegt.
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Die Aufnahmestangen 13 sind einander paarweise gegenüberliegend
zu beiden Seiten des Stapels 15 in einer Leiste 16 bzw.
17 (F i g. 8) fest gelagert und erstrecken sich nur so weit unter
den Stapel 15, wie es zu dessen sicherer Unterstützung erforderlich ist.
An Seitengestellwänden 18 und 19 der Vorrichtung ist jeweils eine
Führungsschiene 20 bzw. 21 vorgesehen. In den Führungsschienen 20 und 21 kann je
ein Führun-sschlitten22 bzw. 23, an dem die Leiste 16 bzw.
17 befestigt ist, auf- und abgleiten. Die Leisten 16 und
17, die Führungsschienen 20 und 21 sowie die Führungsschlitten 22 und
23 sind der besseren übersichtlichkeit halber in F i g. 6 nicht dargestellt.
Die Leisten 16 und 17 sind ferner über eine Feder24bzw. 25jeweilsmiteinemnormalerweisefeststehenden
Hebel 26 bzw. 27 elastisch verbunden, derart, daß die Führungsschlitten
22 und 23, die Leisten 16 und 17 und die Aufnahmestan-en
13 mit dem Beutelstapel 15 federnd an den Hebeln 26 und
27
aufgehängt sind. Dadurch paßt sich der Abstand zwischen den Aufnahmestangen
13 und der Ablagetrommel 1 unter Dehnuna, der Federn 24 und
25 dem anwachsenden. Beutelstapel 15 ständig an, so daß dieser stets
mit dem gewünschten Druck an der äußeren Umfangsfläche der Ablagetrommel
1 anliegt.
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Da die Böden der Beutel 9 sämtlich an einem Ende des Stapels
15 liegen, bildet sich dieser schräg aus. Damit im Endergebnis dennoch ein
Stapel mit rechtwinkligen Begrenzungsflächen erzielt wird, wird C
gemäß
der Erfindung, nachdem eine abgezählte Beutelmenge im Stapel15 vereinigt ist, dieser
der Ablagetrommell' zugeführt, um auf den Stapel15 mit den Beutelböden an dem einen
Ende einen weiteren Stapel 28 von gleicher Beutelanzahl mit den Beutelböden
am anderen, gegenüberliegenden Ende zu legen.
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Das Zählen der auf die Aufnahmestangen 13 gelangenden Beutel
9 erfolgt durch ein Zahnräder-Cretriebe, bestehend aus einem mit der Welle
29 der Ablagetrommel 1 umlaufenden Zahnrad 30, einem mit diesem
kämmenden, frei drehbar gelagerten Zahnrad 31, das mit einem ebenfalls drehbar
gelagerten Zahnrad 72 fest verbunden ist, dessen Drehbewegung sich auf ein
weiteres frei drehbar gelagertes Zahnrad 33 überträgt, und eine Exzenterscheibe
34, die mit dem Zahnrad 33 fest verbunden ist und mit diesem in Richtung
des Pfeils 35 rotieft Die Geschwindigkeit, mit der die Exzenterscheibe 34
umläuft, richtet sich nach dem übersetzungsverhältnis des Zahnrädergetriebes
30, 31, 32, 33.
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Die gewünschte Beutelmenge ist zur Ablage gekommen, wenn eine am freien
Ende des Hebels 36
drehbar gelagerte Führungsrolle 37 von dem erhöhten
Teil der Exzenterscheibe 34 abrollt. Der Hebel 36 ist an seinem anderen Ende
bei 42 schwenkbar in einem Lagerschild 38 gelagert. Ein Zahnsegment
39 ist mit dem Hebel 36 starr verbunden und steht mit einem weiteren
Zahnsegment 40 im Eingriff, das im Lagerschild 38 bei 43 schwenkbar gelagert
ist. Mittels eines Hebelpaares 41 ist die Anschlagplatte 11 mit dem Zahnsegment
40 fest verbunden. Beim Auflaufen der Führungsrolle 37 auf den Teil kleineren
Durchmessers der Exzenterscheibe 34 wird der Hebel 36
mit dem Zahnseginent
39 um seinen Drehpunkt 42 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei wird
auf Grund des Eingriffs zwischen den beiden Zahnseamenten 39 und 40 die Schwenkbewegung
auf das Zahnsegment 40 übertragen, derart, daß es um seinen Drehpunkt 43 mit dem
Hebel 41 im Uhrzeigersinn verschwenkt und die Anschlagplatte 11
mit ihren
Stegen 44 aus den Ausfräsungen 3 der Ab-
lagetrommel 1 herausgeschwenkt
wird. Hierbei werden die im Stapel 15 zusammengefaßten Beutel 9
durch
an den Stegen 44 vorgesehene Ansätze 45, die auf den Beutelböden aufliegen, leicht
herunterg#drückt, so daß auch das durch die Beutelböden höhere Ende des Stapels
15 mit Sicherheit außer Berührung mit den Ringscheiben 4 der Ablagetrommel
1 steht. Gleichzeitig mit dem Herausschwenken der Anschlagplatte
11 aus dem Bereich der Ab-
lagetrommel 1 wird das mit dem Hebel
36 starr verbundene Exzenterstück 7 um dessen Drehpunkt 42 ebenfalls
entgegen dem Uhrzeigersinn so weit verschwenkt, daß die Führungsrolle
6 nicht mehr am Exzenterstück 7 abrollt. Dadurch kann sich die folgende,
von der Übernahme eines Beutels 9 am Exzenterstück 7 b geschlossene
Reihe der Greifer 2 nicht öffnen, sondern transportiert die folgenden Beutel
9 zur Ablagetrommel l', von deren Greifern 2' sie übernommen werden,
um zur Bildung des Stapels 28 in der bereits im Hinblick auf die Ablagetrommel
1 beschriebenen Weise in dem Raum zwischen Aufnahmestangen 13' und
der Umfangsfläche der Ringscheiben 4' einerseits und zwischen einer Anschlagplatte
ll-' und einer Gegenplatte 14' abgelegt zu werden.
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Die Aufnahmestangen 13»* sind wie die Aufnahmestangen 13 der
Ablagetrommel 1 einerseits am Maschinengestell auf und ab gleitbar gelagert
und andererseits mittels Federn 24' und 25' elastisch an Hebeln
26' und 27' aufgehängt, während die Anschlagplatte 11' fest
im Lagerschild 55 gelagert und die Gegenplatte 14' an nicht dargestellten
Teilen des Maschinengestells befestigt ist.
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Die Ablagetrommel l' rotiert in Richtung des Pfeils 56. Dadurch
werden die von den Greifern 2' übernommenen Beutel 9 auf ihrem Transport
zu den Aufnahmestangen 13' gegenüber den auf den Aufnahmestangen
13 abgelegten Beuteln 9 um ihre Quermittellinie um 1800 gewendet,
derart, daß ihre Böden im Stapel auf der Beutelunterseite liegen und das Ende des
Stapels 28, an dem sich die Beutelböden befinden, dem entsprechenden Ende
des Stapels 15 entgegengesetzt ist.
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Damit sich bei der Übergabe des Beutels 9 von der Ablagetrommel
1 an die Ablagetrommel l' die Greifer 2 und 2' gegenseitig nicht behindern,
sind die Greifer 2' gegenüber den Greifern 2 jeweils seitlich versetzt angeordnet,
was dadurch erreicht ist, daß die Ringscheiben 4' der Ablagetrommel l', in
denen die Greifer 2' gelagert sind, jeweils einer Ausfräsung 3
der Ablagetrommel
1 gegenüberliegen. Durch entsprechende Anordnung der Exzenterstücke
7 a und 7 b' sind die öffnungs- und Schließpunkte der Greifer 2 und
2' derart aufeinander abgestimmt, daß die den Beutel herantransportierenden Greifer
2 sich öff-
nen, kurz bevor die den Beutel übernehmenden Greifer 2' sich schließen.
Um zu verhindern, daß der zu übergebende Beutel 9 in dem Zeitintervall zwischen
dem öffnen der Greifer 2 und dem Schließen der Greifer 2' in dem Spalt zwischen
den Ablagetrommeln 1 und l' herunterfällt, ist eine Andrückwalze
57 vorgesehen, die an einem im Maschinengestell befestigten Hebelpaar frei
drehbar gelagert ist. Die Andrückwalze 57 liegt am äußeren Umfang der
Ab-
lagetrommel 1 an und wird von dieser in Richtung des Pfeils
58 in Drehung versetzt, während sie die Ablagetrommel l' nicht berührt.
Der jeweilige Beutel 9 wird somit während des kurzen Augenblicks, in dem
sein vorauslaufendes Ende weder von den Greifern 2 noch von den Greifern 2' erfaßt
ist, von der Walze 57 gegen den Umfang der Ablagetrommel 1
gedrückt
und erfährt gleichzeitig eine Bewegung in Richtung auf die Beutelübergabestelle
zwischen den beiden Ablagetrommeln, wodurch eine einwandfreie Übergabe erreicht
wird. Die Walze 57 behindert die geschlossenen Greifer 2 nicht, da deren
Klemmteile im geschlossenen Zustand in bekannter Weise in entsprechenden Ausnehmungen
der Ringscheiben 4 versenkt sind. Der Abstand der Walze 57 vom Beutelübergabepunkt
ist geringer als die kürzeste Länge der abzulegenden Beutel, damit auch diese noch
mit Sicherheit erfaßt werden können.
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Während der Stapel 28 unter der Ablagetrommel l' gebildet wird,
wird der unter der Ablagetrommel 1
gebildete Stapel 15 abgesenkt. Dieser
Vorgang wird dadurch ausgelöst, daß das im Uhrzeigersinn schwenkende Zahnsegment
40 einen Endschalter 46 betätigt, der in bekannter und darum nicht näher bezeichneter
Weise einen nicht dargestellten Elektromotor einschaltet, welcher eine Welle 47
in Drehung versetzt, auf der die Hebel 26 und 27 festgelegt sind,
derart, daß die Hebel 26 und 27 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt
werden. Durch das Verschwenken der Hebel 26 und 27 in der angegebenen
Richtung
wird zunächst die durch das ständiae Anwachsen des Stapels
15 während des Ablagevorgangs hervorgerufene Dehnung der Federn 24 und 25
aufgehoben und somit Gleichgewicht zwischen der auf die Federn 24 und
25 mittels der Hebel 26 und 27 ausgeübten Kraft und den an
ihnen hängenden Bauteilen einschließlich des Stapels 15 erzielt. Das weitere
Verschwenken der Hebel 26 und 27 bewirkt die Ab-
wärtsbewegung
des Stapels 15 mittels der in den Führungsschienen 20 und 21 geführten Aufnahmestangen
13 in die Stellung 15' (F i g. 8), in der die Aufnahmestangen
13 auf Gleitschienen 48, 49, 50
und 51 aufliegen. Bei Erreichen
dieser Stellung wird der Senkvorgang der Hebel 26 und 27 durch
Ab-
schalten des auf che Welle 47 wirkenden Motors beendet, was mittels eines
Endschalters 72 geschieht, der durch einen am Hebel 26 befestigten
Kontaktstab 73 betätigt wird. Die Gleitschienen 48 und 49 sind in nicht dargestellter
Weise fest mit dem Mascbinengestell verbunden, während die Gleitschienen
50 und 51 jeweils fest mit einer auf einer Verstellspindel
52 sitzenden Mutter 53 bzw. 54 verbunden sind. Beim Absenken des Stapels
15 in die Stellung 15' wird er seitlich durch an den Gleitschienen
50
und 51 befestigte Führungsstangen 59 bzw. 60
(F i
g. 8, in F i g. 6 der übersichtlichkeit halber nur durch Strichpunktlinien
dargestellt) geführt, um ein Verrutschen des Stapels zu verhindern.
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Aus der Stellung 15' wird der Stapel 15 in die Stellung
15" unter der Ablagetrommel l' transportiert, während dort gleichzeitig
der Stapel 28 gebildet wird. Hierzu sind Schubstangen 61 und
62 vorgesehen, die je an einer Kette 63 bzw. 64 auf einem Kettenbolzen
drehbar gelagert sind (F i g. 8). Die Schubstangen 61
und
62 sowie zugehörige Teile sind unter der Ab-
lagetrommel
1 in F i g. 6 strichpunktiert dargestellt, um anzudeuten, daß sich
in Wirklichkeit unter der Ablagetrommel 1 kein Schubstangenpaar
61, 62 befindet, wenn ein solches unter der Ablagetrommel l'
steht
(vgl. F i 3). Aus dem gleichen Grund sind in F i g. 6 der Stapel
15 und die Betriebsstellung der Anschlagplatte 11 strichpunktiert
dargestellt, da unter der Ablagetrommel 1 in Wirklichkeit keine Beutel abgelegt
werden, wenn unter der Ablagetrommel l' ein Stapel gebildet wird, wie sich
ebenfalls aus F i g. 3 ergibt. In dem freien Ende eines am unteren Ende jeder
Schubstange 61 bzw. 62 rechtwinklig zu dieser befestigten Hebels
65 bzw. 66 ist eine Rolle 67 bzw. 68 frei drehbar gelagert,
die der Abstützung der ihr zugeordneten Schubstange dient. Die Rollen
67 und 68 laufen auf dem Steg einer im Bereich des oberen Trums der
Ketten 63 und 64 angeordneten, U-förmigen Führungsschiene 69; auf
jeweils einem U-Schenkel der Führunasschiene 69 laufen die Ketten
63 und 64, die jeweils um Kettenräder 70 und 71 herum eführt
sind, von denen die Ketten-#g räder71 durch einen gemeinsamen, nicht dargestellten
Motor antreibbar sind.
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Der bei Beendigung des Absenkvorgangs der Hebel 26 und
27 betätigte Endschalter 72 schaltet gleichzeitig mit dem Abschalten
des auf die Welle 47 wirkenden Motors den Antriebsmotor für die Kettenräder
71 ein, wodurch die Ketten 63 und 64 in Umlauf aesetzt werden und
somit die Schubstanaen 61
und 62, indem sie sich durch den Raum zwischen
den einander gegenüberliegenden Aufnahmestancren 13
C el hindurchbewegen,
den Stapel 15 aus seiner Stellung 15' von den Aufnahmestangen
13 herunter in die C
Stellung 15" unter den Aufnahmestangen
13' der Ablagetrommel l' schieben. Während des Transports des Stapels
15 aus der Stellung 15' in die Stellung 15"
wird er durch an
beiden Seiten seines Transportweges angeordnete Bleche 74 geführt, um ein Verrutschen
der Beutel im Stapel zu verhindern.
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Zur Beendigung der Umlaufbewegung der Ketten C C C
63
und 64 ist eine Nockenscheibe 75 vorgesehen, die mit einem Endschalter
76 zusammenwirkt. Die Nockenscheibe 75 ist mit einem Zahnrad
77 fest verbunden, das mit einem auf der Antriebswelle der Kettenräder
71 festgelegten Zahnrad 78 im Eingriff steht. Bei eingeschaltetem
Motor dreht sich die Nockenscheibe 75 in Richtung des Pfeils 79 und
betätigt mittels ihres Nockens, sobald der Stapel 15 die Stellung
15" erreicht hat, den Endschalter 76, der daraufhin den Antriebsmotor
der Kettenräder 71 abschaltet.
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Gleichzeitig mit dem Abschalten des Antriebsmotors der Kettenräder
71 schaltet der Endschalter 76 den auf die Welle 47 wirkenden Motor
ein, derart, daß sich die Welle 47 im Uhrzeigersinn dreht und die Hebel
26 und 27 mit den Aufnahmestangen 13 im wesentlichen in die
in F i g. 6 dargestellte Ausgangsstellung zurückgeschwenkt werden. Dieser
Vorgang wird durch einen mittels des Kontaktstabs 73 betäti-ten Endschalter
80 beendet, der den auf die Welle 47 wirkenden Motor abschaltet. Die Aufnahmestangen
13 sind damit zur Aufnahme eines neuen Beutelstapels bereit.
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Wenn nun die Exzenterscheibe 34 so weit umgelaufen ist, daß die Führungsrolle
37 wieder auf deren erhöhten Teil aufläuft, ist die gewünschte Beutelanzahl
in dem Stapel 28 unter der Ablagetrommel l' abaelegt. Durch das Auflaufen
der Führungsrolle 37 auf den erhöhten Teil der Exzenterscheibe 34 werden
die Anschlagplatte 11 und das Exzenterstück 7 in die in F i
g. 6 dargestellte Betriebsstelluna zurückgeschwenkt, und ein weiterer Beutelstapel
wird in der bereits beschriebenen Weise auf den Aufnahmestangen 13 unter
der Ablagetrommel 1 abgelegt, während zu der Ablagetrommel l' keine
Beutel mehr gelangen. Bei dem genannten C C
Zurückschwenken der Anschlagplatte
11 und des Exzenterstücks 7 unter Beteiligung des Zahnsegments 40
betätiat dieses einen Endschalter 81, der einen nicht dargestellten Motor
zum Absenken der Hebel 26' und 27' einschaltet und eine Welle 47'
in Drehung versetzt, derart, daß der Stapel 28 in der bereits hinsichtlich
des Stapels 15 beschriebenen Weise ab-C, Cresenkt wird und dabei, auf den
Aufnahmestangen 13' ruhend, auf dem Stapel 15" zu liegen kommt. In
dieser Stellung wird durch das Gewicht des Stapels 28 sowie der Aufnahmestangen
13' und der Bauteile, an denen diese -elagert und auf und ab gleitbar im
Maschinengestell geführt sind, im Interesse einer kompakten Stapelbildung ein leichter
Druck auf den Stapel 15" ausceübt.
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Sobald der Stapel 28 mit den Aufnahmestangen 13' auf
dem Stapel 15" liegt, wird der Absenk:vorgang, Z, C CD
der Hebel
26' und 27' beendet, indem ein am Hebel 26' befesti-ter Kontaktstab
73' e.inen Endschalter 82
betätigt, der den auf die Welle 47' wirkenden
Motor abschaltet. Bei Betäti-un- durch den Kontaktstab 73'
schaltet der Endschalter
82 gleichzeitig den Antriebsmotor der Kettenräder 71 ein, wodurch
die Ketten 63 und 64 erneut in Umlauf aesetzt werden. Die Schubstan-en
61 und 62 schieben dann während der C
Umlaufbewiegung
der Ketten 63 und 64 den Stapel 28 in der bereits hinsichtlich des
Stapels 15 beschriebenen Weise von den Aufnahmestangen 13' herunter,
wobei gleichzeitig der Stapel 15" mit vorbewegt wird und der Stapel
28 auf diesem zu liegen kommt. Auf diese Weise wird ein Stapel
83 gebildet, in dem die Hälfte der Beutel mit den Böden an einem Ende und
die andere Hälfte der Beutel mit den Böden am anderen entgegengesetzten Ende des
Stapels 83 liegt, so daß der Stapel 83 rechtwinklig zueinander stehende
Begrenzungsflächen aufweist. Während des Transports des Stapels 83 zu einer
Abnahmestation 84 (F i g. 7) wird der Stapel durch zwei Preßbänder
85
von oben gepreßt, damit sich die Teilstapel 15 und 28 gut
zu dem Gesamtstapel 83 zusammenschließen und damit auch auf diesem Teil des
Transportwe,-es die Beutel im Stapel nicht verrutschen. Die beiden Preßbänder
85 sind jeweils an einer Seite des von den Schubstangen 61 und
62 durchlaufenen Weges angeordnet und laufen in Richtung des Pfeils
86 über Rollen 87 bis 90, von denen beispielsweise die Rolle
87 angetrieben ist. In der Abnahmestation 84 können die in der beschriebenen
Weise zu einem Stapel zusammengefaßten Beutel ohne weiteres zu quaderförmigen Paketen
verpackt werden, die selbst gut stapelbar sind.
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Sobald der Stapel 83 die Abnahmestation 84 erreicht hat, wird
der Antriebsmotor der Kettenräder 71 in der bereits beschriebenen Weise mittels
des Endschalters 76 abgeschaltet; gleichzeitig wird über den Endschalter
76 der auf die Welle 47' wirkende Motor eingeschaltet, derart, daß die Welle
47' entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird und die Hebel 26' und
27' in die in F i g. 6 dargestellte Ausgangstellung zurückkehren.
Bei Erreichen dieser Stellung betätigt der Kontaktstab 73' einen Endschalter
91,
der den auf die Welle 47' wirkenden Motor abschaltet.
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Wie bereits an Hand der Transportvorrichtungen 111, 116 und
117 nach den F i g. 1 bis 5 dargestellt, sind die die Funktion
dieser Transportvorrichtungen ausübenden Schubstangenpaare 61, 62 an den
Ketten 63 und 64 in einem Abstand voneinander angeordnet, der doppelt so
groß ist wie die Strecke, die die Ketten 63 und 64 bei jedem Umlauf oder
Bewegungsvorgang zurücklegen. Die Anzahl der an den Ketten 63 und 64 vorgesehenen
Schubstangenpaare 61, 62 richtet sich nach der in Abhängigkeit von der erforderlichen
Transportstrecke gewählten Länge der Ketten, die jedoch stets ein ganzes Vielfaches
des Abstandes zwischen zwei benachbarten Schubstangenpaaren betragen muß. Hierdurch
wird erreicht, daß gleichzeitig mit dem Einführen eines Schubstangenpaares
61, 62 in die Abnahmestation 84 ein neues Schubstanaenpaar 61, 62
unter die Aufnahmestangen 13
der Ablagetrommel 1 gebracht wird, so
daß ein neues Arbeitsspiel beginnen kann, wie dies bereits eingangs unter Bezugnahme
auf die F i g. 1 bis 5 beschrieben wurde.
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Sollen Beutel von anderer Länge, als in der Zeichnung dargestellt,
abgelegt werden, so werden die Anschlagplatte 11 bzw. 11' und die
Gegenplatte 14 bzw. 14' jeweils um die Hälfte des Längenunterschieds beispielsweise
in die Stellungen 11 a bzw. ll'a und 14 a bzw. 14'a verschoben. Dadurch
wird die Strecke, die die Ketten 63 und 64 bei jedem Bewegun(Ysvorgan- zurücklegen,
unabhäng ' von der gilo, Länge der abzule-enden Beutel stets -leichaehalten.
Zur Durchführung der Verschiebung der Anschla -C 9
platten 11 und
11' sind die Lagerschilde, 38 und 55
je in einem im Maschinengestell
zum Umfang der jeweiligen Ablagetrommel konzentrisch angeordneten Langloch
92 bzw. 93 verschiebbar gelagert. Die durch das Verschieben leicht
schräg gestellten Anschlagplatten 11 und 11' werden anschließend senkrecht
gesteUt, indem sie jeweils um einen Bolzen 94 bzw. 95, mit dem sie in dem
Hebelpaar 41 bzw. 41' normalerweise fest gelagert sind, verschwenkt werden. Auch
die Gegenplatten 14 und 14' sind zum Zweck der Verstellung je in einem im
Maschinengestell vorgesehenen waagerechten Langloch 96 bzw. 97 verschiebbar
gelagert.
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Entsprechend der Stellung der Anschlagplatte 11
bzw.
11' und der Gegenplatte 14 bzw. 14' werden auch die Schubstangen
61 und 62 jeweils um die Hälfte des gesamten Verstellbetrages verstellt.
Da sämtliche Schubstangen 61 an der Kette 63 und sämtliche Schubstangen
62 an der Kette 64 befestigt sind, wird auf einfache Weise eine Verstellung
dadurch erreicht, daß nach Lösen der Kettenräder 71
von ihrer gemeinsamen
Antriebsverbindung die Kette 63 in der einen und die Kette 64 in der entgegengesetzten
Richtung jeweils um die Hälfte des erforderlichen Verstellbetrages verdreht wird.
Ein zeitraubendes Abmontieren sämtlicher Schubstangen von der Kette 63 bzw.
64 und erneutes Anmontieren an den durch die andere Beutellänge bestimmten Stellen
der Ketten entfällt somit. Entsprechend der Länge der abzulegenden Beutel werden
Aufnahmestangen 13 bzw. 13' aus den Leisten 16 und
17 herausgenommen oder weitere Aufnahmestangen in diese eingesetzt, zu welchem
Zweck die Leisten 16
und 17 die Länge der längsten abzulegenden Beutel
haben.
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Sollen Beutel mit anderer Breite als in der Zeichnung (F i
g. 8) dargestellt abgelegt werden, so werden mit den Führungsschienen
50 und 51 die Führungsstangen 59 bzw. 60 um gleichmäßige
Beträge nach links bzw. rechts (F i g. 8) entsprechend der gegebenen Beutelbreite
in an sich bekannter Weise mit Hilfe der Muttern 53 und 54, von denen beispielsweise
die Mutter 53 Rechtsgewinde und die Mutter 54 Linksgewinde hat, durch Drehen
der Verstellspindel 52 verschoben.