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DE1299863B - Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk - Google Patents

Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk

Info

Publication number
DE1299863B
DE1299863B DESCH36033A DESC036033A DE1299863B DE 1299863 B DE1299863 B DE 1299863B DE SCH36033 A DESCH36033 A DE SCH36033A DE SC036033 A DESC036033 A DE SC036033A DE 1299863 B DE1299863 B DE 1299863B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
chlorobutyl
foam rubber
natural rubber
molded body
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH36033A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1898598U (de
Inventor
Dr-Ing Johannes
Reese
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schoeps & Co F J GmbH
Original Assignee
Schoeps & Co F J GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schoeps & Co F J GmbH filed Critical Schoeps & Co F J GmbH
Priority to DESCH36033A priority Critical patent/DE1299863B/de
Publication of DE1299863B publication Critical patent/DE1299863B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/12Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent
    • C08J9/14Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent organic
    • C08J9/143Halogen containing compounds
    • C08J9/144Halogen containing compounds containing carbon, halogen and hydrogen only
    • C08J9/145Halogen containing compounds containing carbon, halogen and hydrogen only only chlorine as halogen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • In der Praxis besteht ein außerordentlich hohes Interesse an Dichtungen aus Moosgummi, insbesondere aus Mischungen aus Naturkautschuk und Kunstkautschuk. Sie haben sehr dünnwandige Zellwände und sind daher Witterungs-und Ozoneinflüssen in außerordentlich starkem Maße ausgesetzt. Alle Bemühungen, diese Teile durch Alterungsschutzmittel ausreichend zu schützen, sind bisher vergeblich gewesen.
  • Vor langer Zeit sind auch Versuche gemacht worden, diese Teile aus witterungs-und ozonbeständigem Kautschuk herzustellen, insbesondere aus Polychlorbutadien, chlorsulfoniertem Polyäthylen, Butylkautschuk und ähnlichen Stoffen. Alle diese Kunstkautschuksorten haben eine ausgezeichnete Witterungs-, und Ozonbeständigkeit, lassen sich aber in der Fabrikation nicht so gut handhaben wie Naturkautschuk.
  • Es entstehen Fertigteile, die unter anderem für den Gebrauch zu hart sind.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen geblähten Kautschuk, insbesondere Moosgummi, zu schaffen, der ausreichend witterungs-und ozonbeständig ist und die bisherigen Nachteile nicht mehr aufweist, so daß allen Wünschen der Praxis Rechnung getragen wird. Untersuchungen in dieser Richtung sind schon bekannt. Es sind insbesondere Polychloropren-Naturkautschuk-und Polychloropren-Kunstkautschuk-Verschnitte hergestellt worden. Sie zeigen jedoch entweder ungenügende Ozon-oder Witterungsbeständigkeit, oder sie werden zu hart und vor allem zu teuer.
  • Es ist auch bekannt, daß durch Zumischung von Chlorbutyl-zu Naturkautschuk und anderen Polymerisaten eine Verbesserung der Witterungs-und Ozonbeständigkeit erzielt wird. Gleichzeitig mit diesen Zumischungen tritt aber die weniger angenehme Eigenschaft des Chlorbutylkautschuks, nämlich seine geringe Elastizität, immer stärker hervor, je mehr Chlorbutylkautschuk in dem Gemisch enthalten ist Von diesen Tatsachen ausgehend wurde festgestellt, daß insbesondere bei der Herstellung von Moosgummi und anderen geblähten Kautschuken mit höherer. Zumischung von Chlorbutyl-zu Naturkautschuk das Aufblähen stark erschwert wurde. Der Grund für dieses Verhalten ist die schlechte Dehnbarkeit des Chlorbutylkautschuks. Es wurde ferner festgestellt, daß mindestens ein Verschnitt von Chlorbutyl-zu Naturkautschuk im Verhältnis 1 : 1 vorliegen muß, um eine ausreichende Ozon-und Witterungsbeständigkeit zu erhalten. Dabei wiederum ergab sich, daß dieses Gemisch sich nach den üblichen Herstellungsverfahren nicht zu Moosgummi aufblähen ließ wegen der genannten geringen Dehnbarkeit des Chlorbutylkautschuks.
  • Für Erzeugnisse wie Schläuche und Transportbänder aus Naturkautschuk hat man auch schon zur Verbesserung der Ozonbeständigkeit vorgeschlagen, dem Naturkautschuk Chlorbutylkautschuk beizumischen.
  • Bei solchen Erzeugnissen treten aber nicht die Verarbeitungsschwierigkeiten wie bei der Herstellung von Moosgummi auf. Bei Schläuchen und Transportbändern handelt es sich um kompakte Produkte, die nur eine geringe Elastizität zu haben brauchen.
  • Es wurde gefunden, daß das Einbringen von niedrigsiedenden Lösungsmitteln, wie chlorierten Kohlenwasserstoffen, eine Quellung hervorruft, die eine ausreichende Aufblähung ermöglichen. Auf diese Weise ist es möglich, Chlorbutyl-Naturkautschuk-Gemische zu Moosgummi zu verarbeiten, der neben den guten Eigenschaften des Chlorbutylkautschuks, nämlich seiner hohen Ozon-und Witterungsbeständigkeit, auch die guten Eigenschaften von Naturkautschuk mit enthielt, nämlich eine ausreichende Elastizität und Aufblähfähigkeit. Erst auf diese Weise und mit diesen Mitteln konnte die gestellte Aufgabe gelöst werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Formkörper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk, bestehend aus einem Gemisch aus Chlorbutyl-und Naturkautschuk, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Gemisch, das etwa zu gleichen Gewichtsteilen aus Chlorbutyl-und Naturkautschuk besteht, niedrigsiedende chlorierte Kohlenwasserstoffe enthält.
  • Als chlorierte Kohlenwasserstoffe kommen z. B.
  • Trichloräthylen oder Tetrachlorkohlenstoff in Frage.
  • Diese Kohlenwasserstoffe haben einen niedrigen Siedepunkt. Sie bewirken eine Anquellung der Kautschuksorten, wobei sie gleichzeitig bei Vulkanisationstemperaturen vergast werden, was eine zusätzliche Aufblähung bewirkt.
  • Die quellbaren Kautschukgemische enthalten die üblichen, für die Moosgummirezeptur nötigen Zusätze, wie Schwefel, Beschleuniger und Füllstoffe.
  • Folgendes Beispiel erläutert die Erfindung. Es wurde eine Mischung zur Herstellung von Moosgummi folgender Zusammensetzung hergestellt : Gewichtsteile 50 Naturkautschuk 50 Chlorbutylkautschuk 20 Kaolin 1,5 4,4'-Dioxydiphenyl 1,5 Schwefel 0,6 Dibenzothiazyldisulfid 0,3 Tetramethylthiuramdisulfid 1,0 Magnesia usta 4,0 Zinkoxyd 1, 0 Benzolsulfohydrazid 2,0 Trichloräthylen Bei der Herstellung wird so vorgegangen, daß die Kautschuke auf einem üblichen Gummimischwalzwerk miteinander verschnitten werden. Dann werden die Füllstoffe und Vulkanisiermittel mit Ausnahme des Benzolsulfohydrazids zugegeben. Darauf wird Trichloräthylen zugegeben und die entstandene Mischung gelagert, damit die Quellung vonstatten gehen kann. Schließlich wird als letztes Benzolsulfohydrazid zugefügt, wodurch die Porenbildung während der anschließenden Vulkanisation hervorgerufen wird.
  • Die Vulkanisation wird in einer geeigneten Form durchgeführt.
  • Zur besseren Vergleichbarkeit eines Moosgummis aus Naturkautschuk und eines Moosgummis aus Naturkautschuk und Chlorbutyl gemäß der Erfindung sind nachstehend tabellarisch die Werte für diese beiden Produkte nebeneinander aufgeführt :
    Moosgummi aus Moosgummi aus
    Naturkautschuk Naturkautschuk und
    Chlorbutylkautschuk
    Zerreißfestigkeit in kg/cm2.. 18,5 15 bis 25
    Dehnung in °/0............ 560 500 bis 600
    Spezifisches Gewicht......... 0,4 0,45 bis 0,55
    Zusammendrückbarkeit bei 25 °/o der gegebenen Prof-
    höhe je nach Form des Prüfstückes, erforderliche
    Belastung in Gramm...... 500 bis 600 500 bis 800
    Ozonfestigkeit (Teile Ozon auf 1 Million Teile Luft) Nach 48 Stunden bei Bei 0,5 bis 2,0 Teilen
    2 Teilen keine Risse ; über absolut beständig
    48 Stunden langsames
    Entstehen von Rissen
    Die Vulkanisationszeit richtet sich nach der Größe des Artikels und beträgt normalerweise 10 bis 15 Minuten bei 145°C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch : Formkörper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk, bestehend aus einem Gemisch aus Chlorbutyl-und Naturkautschuk, d a d u r c h g e- k e n n z e i c h n e t, daB das Gemisch, das etwa zu gleichen Gewichtsteilen aus Chlorbutyl-und Naturkautschuk besteht, niedrigsiedende chlorierte Kohlenwasserstoffe enthält.
DESCH36033A 1964-10-29 1964-10-29 Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk Pending DE1299863B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH36033A DE1299863B (de) 1964-10-29 1964-10-29 Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH36033A DE1299863B (de) 1964-10-29 1964-10-29 Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1299863B true DE1299863B (de) 1969-07-24

Family

ID=7433710

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH36033A Pending DE1299863B (de) 1964-10-29 1964-10-29 Formkoerper aus vulkanisiertem Schaumkautschuk

Country Status (1)

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DE (1) DE1299863B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2926718A (en) * 1956-09-24 1960-03-01 Exxon Research Engineering Co Composition comprising chlorinated butyl rubber, zinc oxide, and a curing aid, process for vulcanization thereof, and vulcanized product obtained thereby
US2964489A (en) * 1956-07-16 1960-12-13 Exxon Research Engineering Co Process of chlorinating butyl rubber and vulcanizing the chlorinated product

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2964489A (en) * 1956-07-16 1960-12-13 Exxon Research Engineering Co Process of chlorinating butyl rubber and vulcanizing the chlorinated product
US2926718A (en) * 1956-09-24 1960-03-01 Exxon Research Engineering Co Composition comprising chlorinated butyl rubber, zinc oxide, and a curing aid, process for vulcanization thereof, and vulcanized product obtained thereby

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