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DE1299452B - Stabilisierung von verzoegerungsarmen Regel- oder Steuerstrecken - Google Patents

Stabilisierung von verzoegerungsarmen Regel- oder Steuerstrecken

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DE1299452B
DE1299452B DEJ26592A DEJ0026592A DE1299452B DE 1299452 B DE1299452 B DE 1299452B DE J26592 A DEJ26592 A DE J26592A DE J0026592 A DEJ0026592 A DE J0026592A DE 1299452 B DE1299452 B DE 1299452B
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DE
Germany
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DEJ26592A
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Gorbatenko George Rochester
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International Business Machines Corp
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International Business Machines Corp
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B5/00Anti-hunting arrangements
    • G05B5/01Anti-hunting arrangements electric
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B13/00Adaptive control systems, i.e. systems automatically adjusting themselves to have a performance which is optimum according to some preassigned criterion
    • G05B13/02Adaptive control systems, i.e. systems automatically adjusting themselves to have a performance which is optimum according to some preassigned criterion electric
    • G05B13/0205Adaptive control systems, i.e. systems automatically adjusting themselves to have a performance which is optimum according to some preassigned criterion electric not using a model or a simulator of the controlled system
    • G05B13/024Adaptive control systems, i.e. systems automatically adjusting themselves to have a performance which is optimum according to some preassigned criterion electric not using a model or a simulator of the controlled system in which a parameter or coefficient is automatically adjusted to optimise the performance
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Stabilisierung von verzögerungsarmen Regel- oder Steuerstrecken, bei denen die als Sprungfunktion vorgegebene Eingangsgröße nacheinander in zwei Teilstufen zugeführt wird, derart, daß nach Wirksamwerden der ersten Teilstufe mit Erreichen des Extremwertes der Ausgangsgröße die zweite Teilstufe angelegt wird.
  • Im allgemeinen gelten Regel- oder Steuerstrecken mit aufklingendem Schwingungsverhalten, d. h. solche, bei denen nach Anlegen einer Sprungfunktion Überschwingweiten auftreten, die in Form einer gedämpften Schwingung den eingeschwungenen Zustand herbeiführen, als unbrauchbar. Um aber die Vorteile dieser Regelstrecken, nämlich kleine Tot- und Anlaufzeit ausnutzen zu können, ist bereits von anderer Seite vorgeschlagen worden, die Eingangsgröße der Regel-oder Steuerstrecke in bestimmter Weise, insbesondere stufenweise zuzuführen, um den eingeschwungenen Zustand praktisch ohne Verzögerung herbeizuführen. Hierzu wird zunächst die halbe Amplitude der Eingangsgröße an der Regel- oder Steuerstrecke wirksam gemacht, um dann bei Erreichen der maximalen Amplitude der Überschwingweite, also nach 180° zusätzlich die zweite Hälfte der Eingangsgrößenamplitude anzulegen. Da sich nun die überlagerten gedämpften Schwingungen in ihren Amplituden weitgehend aufheben, ergibt sich eine für die Praxis durchaus brauchbare Charakteristik mit kurzen Tot-und Anlaufzeiten. Aus Gründen der Dämpfung bei Übertragung durch die Regel- oder Steuerstrecke ergibt sich aus der Theorie weiterhin, daß zunächst mehr als die Hälfte der Eingangsgrößenamphtude angelegt werden muß.
  • Zum stufenweisen Anlegen der Eingangsgröße ist am Eingang der Regel- oder Steuerstrecken eine Verzögerungsleitung vorgesehen worden, über deren Abgriffe die Bruchteile der Eingangsgrößenamplitude phasen- und amplitudenrichtig auf die Strecke übertragen worden sind.
  • Das oben beschriebene und nach dem Buch von Otto J. M. S m i t h , »Feedback Control Systems«, McGraw Hill, 1958, S. 331 ff., mit »Posicast-Kompensation« bezeichnete Verfahren hat sich aber in der Praxis nicht durchzusetzen vermocht, da insbesondere die Bemessung und Konstruktion der erforderlichen Verzögerungsleitung Schwierigkeiten bereitet. Wenn nämlich berücksichtigt wird, daß normalerweise der Betrag der Verzögerung für eine bestimmte Verzögerungsleitung ein für allemal fest vorgegeben ist, dann ergibt sich daraus und dem obenstehenden, daß bei Verwendung einer solchen Verzögerungsleitung bei der Posicast-Kompensation, die zum Teil auch veränderlichen Parameter der Regel- oder Steuerstrecke, d. h. jeweils die Frequenz der gedämpften, aperiodischen Schwingungen bekannt bzw. berücksichtigt werden muß. Darüber hinaus ist es beim Entwurf eines solchen Systems in vielen Fällen unmöglich, diese Frequenz oder Frequenzen im voraus zu wissen, da schon die Parameter der verwendeten Bauelemente nicht immer von vornherein festliegen können.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, für eine Steuer- oder Regelstrecke eine Posicast-Kompensationsvorrichtung zu schaffen, die ohne Anwendung von Verzögerungsleitungen bei relativ geringem Aufwand betriebssicher arbeitet.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in an sich bekannter Weise ein Rückkopplungskanal mit einem auf eine Schaltvorrichtung wirkenden, nach der Zeit differenzierenden Schaltglied vorgesehen ist, das beim Feststellen einer Nullstelle in der nach der Zeit differenzierten Ausgangsgröße mit Hilfe der Schaltvorrichtung die zweite Teilstufe der Eingangsgröße auf den Eingang der Strecke schaltet.
  • An sich ist es zwar bekannt, daß in einem Rückkopplungskanal zu dem geregelten System hintereinander ein Differenzierglied und eine Schaltvorrichtung angeordnet sind, jedoch wird hiermit aber nicht wie bei der Erfindung erreicht, daß lediglich die Nullstelle der nach der Zeit differenzierten Ausgangsgröße zur Wirkung gebrachtwird. Im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen läßt sich in vorteilhafter Weise bei Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung bewirken, daß die Ausgangsgröße rasch in den eingeschwungenen Zustand gelangt, ohne daß die Parameter und die Frequenz der Strecke gesondert ermittelt werden müssen. Darüber hinaus ist die erfindungsgemäße Anordnung besonders in den Fällen vorteilhaft, wo wegen unkontrollierbarer Grenzbedingungen eines Regelkreises ein angemessener Dämpfungsfaktor von vornherein nicht festgelegt werden kann, um einen eingeschwungenen Zustand in vorgegebener Zeit zu erreichen.
  • Die Erfindung soll nunmehr an Hand eines Ausführungsbeispieles mit Hilfe der nachstehend aufgeführten Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt F i g. 1 ein Prinzipschaltbild mit der erfindungsgemäßen Regel- oder Steuerstrecke; F i g. 2 die Ansprechcharakteristik der Regel- oder Steuerstrecke auf die erste Stufe der Eingangsgröße, F i g. 3 die Ansprechcharakteristik der Regel- oder Steuerstrecke auf die zweite Stufe der Eingangsgröße, F i g. 4 die Summenkurve der Kurven nach den F i g. 2 und 3, F i g. 5 eine ins einzelne gehende Schaltungsanordnung des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles.
  • Gemäß Blockschaltbild in F i g. 1 enthält die Schaltungsanordnung eine Eingangsvorrichtung 10, einen Dämpfungsschalter 12, ein nichtlineares Übertragungssystem 14 mit einer Charakteristik 2. Ordnung, eine Ausgabevorrichtung 16 und ein Differenzierglied 18. Von der Eingangsvorrichtung 10 gelangen Signale zum Dämpfungsschalter 12. Ein von der Eingangsvorrichtung 10 auf den Dämpfungsschalter 12 übertragenes Eingangssignal wird, bevor vom Differenzierglied 18 ein Signal auf den Dämpfungsschalter 12 übertragen wird und vor Weiterleitung auf das nichtlineare System 14, um den Faktor 2 gedämpft. Wenn dann durch das Differenzierglied 18 festgestellt wird, daß die Steilheitsänderung im Ausgangswert des nichtlinearen Übertragungssystems 14 Null ist, wird ein Signal auf den Dämpfungsschalter 12 übertragen, der dann die von der Eingangsvorrichtung 10 aufgenommene Signale nicht weiter dämpft.
  • Die Schaltungsanordnung nach F i g. 1 arbeitet wie folgt: Wird von der Eingangsvorrichtung 10 ein Eingangssignal zuerst angelegt, dann wird dieses Signal durch den Dämpfungsschalter 12 gedämpft.
  • Das nichtlineare Übertragungssystem 14 spricht auf das gedämpfte Signal an, und nach Ablauf eines bestimmten Zeitabschnitts vom Anlegen des Eingangssignals wird dann die Steilheitsänderung des Ausgangswertes Null. Ohne besondere Maßnahmen, insbesondere beim Abschalten der Eingangsvorrichtung, würde dann der Ausgangswert des nichtlinearen Systems allmählich absinken. Stellt nun aber das Differenzierglied 18 eine nullwerdende Steilheitsänderung des Ausgangswertes fest, dann entsteht ein Schaltsignal, das den Dämpfungsschalter 12 so einstellt, daß das Signal von der Eingangsvorrichtung 10 nicht mehr gedämpft wird. Das anfängliche Ansprechen des nichtlinearen Systems 14 auf ein gedämpftes Eingangssignal wird in der graphischen Darstellung nach F i g. 2 gezeigt, während das resultierende Ansprechen des nichtlinearen Systems 14 auf das gedämpfte und ungedämpfte Eingangssignal in F i g. 4 gezeigt wird. F i g. 3 zeigt das Ansprechen des Systems auf ein Signal, das in der Größe gleich ist dem Betrag, um den das gedämpfte Eingangssignal zum nichtlinearen System 14 vergrößert wird, nachdem ein Schaltsignal vom Differenzierglied 18 zugeführt worden ist und das jedenfalls während des Zeitabschnittes, währenddem das Eingangssignal vergrößert werden soll, anliegt. Die in F i g. 4 gezeigte resultierende Ansprechcharakteristik des nichtlinearen Systems stellt also weiter nichts als eine Summenkurve der Kurven nach F i g. 2 und 3 dar.
  • Die Übertragungsfunktion des nichtlinearen Systems 14 läßt sich durch folgende Gleichung ausdrücken: Hierin stellt den Übertragungsfaktor im eingeschwungenen Zustand, c@n die ungedämpfte Kreisfrequenz, den Dämpfungsfaktor, s die Laplace-Transformationsvariable a -f- jco dar. Durch Differentitation der Gleichung, die das Ansprechen des nichtlinearen Systems im Oberbereich ausdrückt, kann gezeigt werden, daß bei angelegtem gedämpftem Eingangssignal der Zeitpunkt, zu dem die Steilheitsänderung der Schwingungskurve Null wird, gegeben ist durch: wo Für einen Dämpfungsfaktor von 0,2 wird y = 11,5°. Das bedeutet aber, daß die Steilheitsänderung Null wird, wenn a) t = 191,5'.
  • Um also optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte das zuerst an das nichtlineare System angelegte Signal auf weniger als die Hälfte des gesamten Eingangssignals gedämpft werden. Wenn z. B. das gesamte System einen Dämpfungsfaktor von 0,2 hat, dann sollte zuerst 650/0 des Eingangssignals angelegt werden, um optimale Werte zu erhalten. Ergibt sich dann mit Hilfe des Differenziergliedes, daß die Steilheitsänderung null ist, wird der Dämpfungsschalter 12 so eingestellt, daß dann zusätzlich der restliche Bruchteil des Eingangssignals auf das nichtlineare System 14 übertragen wird. Im allgemeinen sollte der zuerst angelegte Bruchteil des Eingangssignals folgenden Wert haben: wo p = Bruchteil des zuerst angelegten Eingangssignals, 0 = arc cos @, e = Basis des natürlichen Logarithmus. Das hier beschriebene Verfahren kann auf jedes System angewendet werden, das eine ungedämpfte Charakteristik 2. Ordnung besitzt, wobei der Übertragungsfaktor um einen Faktor von etwa 2 geändert werden kann, ohne daß der Regelbereich nennenswert beeinflußt wird. Das Verfahren läßt sich auch auf ein System mit ungedäm- pfter Charakteristik 2. Ordnung anwenden, wo eine Ubertragungsfaktoränderung den Regelbereich beeinflußt, wenn dann nur die Frequenz der gedämpften Schwingungen durch die Übertragungsfaktoränderung nicht wesentlich beeinflußt wird. Die Erfindung ist bei mechanischen Servosteuerungen ebenso gut anzuwenden als bei Rückkopplungsverstärkern.
  • In mechanischen Anwendungsfällen kann die Steilheit der Charakteristik, insbesondere ihr Nullwert, mit Hilfe eines Tachometers, Beschleunigungsmessers oder eines entsprechenden Meßwertumsetzers ermittelt werden. In elektrischen Anwendungsfällen dient hierzu eine RC-Differenzierschaltung. In den Fällen, wo der Meßwertumsetzer oder die Differenzierschaltung einen ungenügenden Ausgangswert liefert, um den Schaltvorgang durchzuführen, wird ein Verstärker eingeschaltet.
  • Bei Betrieb mit niedrigen Frequenzen werden elektromechanische Schaltvorrichtungen verwendet, um eine Änderung des Übertragungsfaktors herbeizuführen, während bei höheren Frequenzen Festkörper-Schaltvorrichtungen zweckmäßig sind. Da relativ hohe Widerstände geschaltet werden, ergeben sich bei Verwendung von Festkörper-Schaltvorrichtungen keine besonderen Schwierigkeiten.
  • Weiter oben ist ausgeführt worden, daß der Zeitpunkt, zu dem die Steilheitsänderung Null wird, im allgemeinen vom 180°-Zeitpunkt abweicht. Dies wird aber kompensiert durch eine anfängliche Dämpfung des Eingangssignals, die eine etwas höhere Amplitude als die Hälfte der Eingangssignalamplitude zur Folge hat. Die durch den Schaltvorgang selbst verursachte Verzögerung kann ebenfalls durch Verringerung des Betrags der anfänglichen Dämpfung kompensiert werden, d. h. durch Vergrößerung der Eingangsamplitude.
  • Bei Anwendungen mit relativ langsamen Änderungen der Eingangsgröße, die also eine ausgeprägte fallende Charakteristik erfordern oder eine ausgeprägte steigende und fallende Charakteristik, kann grundsätzlich das gleiche System wie das hier beschriebene angewendet werden. Soll eine ausgeprägte fallende Charakteristik herbeigeführt werden, dann muß die Amplitude des Eingangssignals sozusagen stufenweise abgebaut werden, wie oben beschrieben. Zunächst muß dann also mehr als die Hälfte der Amplitude des Eingangssignals angelegt werden, und wenn die Steilheitsänderung im Ausgangswert den Wert Null erreicht, wird der Rest des Eingangssignals übertragen. Zur Verbesserung der ansteigenden Charakteristik kann in analoger Weise verfahren werden.
  • Es wird darauf hingewiesen, daß das hier beschriebene System anpassungsfähig ist, da sich der Betrag der Kompensation, nämlich der Zeitpunkt, zu dem die Kompensation wirksam wird, ändert, wenn die Systemparameter einer Änderung unterliegen. Anders ausgedrückt, der Zeitpunkt, zu dem die Amplitude des Eingangssignals durch den Schaltvorgang beeinflußt wird, hängt vom jeweiligen Ansprechen des Systems ab und ist nicht ein für allemal durch die Konstruktion des Systems festgelegt.
  • In F i g. 5 wird das Blockschaltbild nach F i g. 1 mehr im einzelnen dargestellt. Die Eingangsvorrichtung 10 enthält eine Spannungsquelle 101 und ein Potentiometer 102 mit dem veränderbaren Abgriff 103. Durch Änderung des Abgriffs 103 ergeben sich entsprechende Amplituden des Eingangssignals.
  • Der Dämpfungsschalter 12 enthält die Widerstände 121 und 122, die parallel geschaltet sind, und ein Relais 123 mit den Arbeitskontakten 124, die mit einem der parallelgeschalteten Widerstände in Serie liegen. Das Relais 123 besitzt eine Selbsthalteschaltung mit dem Einschalteingang 126 und dem Abschalteingang 125. Demnach werden die Arbeitskontakte 124 geschlossen, wenn der Einschalteingang 126 ein Signal erhält. Die Arbeitskontakte 124 werden wieder geöffnet, wenn am Abschalteingang 125 ein Signal anliegt. Der Bruchteil der Amplitude des Eingangssignals der anfänglich wirksam ist, ergibt sich aus der Größe der Widerstände 121 und 122 zueinander. Wenn anfänglich 65 °/o der Eingangsamplitude an das nichtlineare Übertragungssystem 14 angelegt werden sollen, müssen die Widerstände 121 und 122 in ihren Werten so gewählt sein, daß bei geöffneten Arbeitskontakten 124 65 °/o des Stromes fließen, der sich ergibt, wenn die Kontakte 124 geschlossen sind.
  • Die Ausgangsvorrichtung 16 enthält die Spannungsquelle 161 und das Potentiometer 162 mit dem veränderbaren Abgriff 163.
  • Das nichtlineare Übertragungssystem 14 enthält einen Gleichstromverstärker 141, einen Motor 142 und einen Rückkopplungswiderstand 143. Der Ausgang des nichtlinearen Übertragungssystems 14 wird durch die Motorwelle 144 gebildet, die mechanisch mit dem veränderbaren Abgriff 163 des Potentiometers 162 verbunden ist. Der Rückkopplungswiderstand 143 ist einerseits mit dem Potentiometerabgriff 163 und andererseits mit dem Verstärkereingang verbunden. Das Differenzierglied 18 besteht aus einem Tachometer 181 und einem Nullwertdetektor 182. Der Tachometer 181 ist in üblicher Weise mit der Motorwelle 144 gekuppelt und erzeugt eine Spannung, deren Polarität die Drehrichtung der Motorwelle 144 anzeigt, und deren Größe proportional der Winkelgeschwindigkeit ist. Der Nullwertdetektor 182 gibt dann ein Ausgangssignal ab, wenn die Ausgangsspannung des Tachometers von einer ansteigenden Spannung auf eine konstante Spannung übergeht. Der Ausgang des Nullwertdetektors 182 ist mit dem Einschalteingang 126 des Relais 123 verbunden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Stabilisierung von verzögerungsarmen Regel- oder Steuerstrecken, bei denen die als Sprungfunktion vorgegebene Eingangsgröße nacheinander in zwei Teilstufen zugeführt wird, derart, daß nach Wirksamwerden der ersten Teilstufe mit Erreichen des Extremwertes der Ausgangsgröße die zweite Teilstufe angelegt wird, d a -durch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein Rückkopplungskanal mit einem auf eine Schaltvorrichtung wirkenden, nach der Zeit differenzierenden Schaltglied vorgesehen ist, das beim Feststellen einer Nullstelle in der nach der Zeit differenzierten Ausgangsgröße mit Hilfe der Schaltvorrichtung die zweite Teilstufe der Eingangsgröße auf den Eingang der Strecke schaltet.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1 mit einem Elektromotor als Drehzahlregelstrecke und einem Tachometer zur Erfassung der Regelgröße, dadurch gekennzeichnet, daß dem Tachometer (181) ein Differenzierglied (18) mit einem Nullwertdetektor (182) nachgeschaltet ist.
  3. 3. Anordnung mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Schaltvorrichtung (12) vorgesehenes Relais (123) mit seiner Wicklung am Ausgang des Differenziergliedes (18) liegt und nach Erregung mit seinem Schaltkontakt (124) die volle Eingangsgröße an die Regel- oder Steuerstrecke (14) anlegt, während bei Nichterregung mit Hilfe einer Widerstandskombination (121, 122) nur ein Bruchteil der Eingangsgröße anliegt.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (126) als Selbsthalterelais mit Abschalteingang (125) ausgebildet ist.
DE1964J0026592 1963-09-25 1964-09-24 Stabilisierung von verzoegerungsarmen Regel- oder Steuerstrecken Expired DE1299452C2 (de)

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