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Die Erfindung betrifft Seilgehänge für Hopfengärten, bestehend aus
einem Tragseil und mittels Verbindungsseilen darunter angehängtem Halteseil, die
zwischen den Hopfenstangen quer verlaufen.
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Hopfengärten wurden früher in der Weise angelegt, daß in Reihen von
Hopfenstangen diese an ihrer Oberseite mit Querhölzern verbunden wurden, an denen
dann die die Spinndrähte tragenden Drähte angebracht wurden, die in entsprechendem
Abstand voneinander senkrecht zu den Querhölzem verliefen. Im Bestreben nach einer
Vereinfachung wurden bei anderen bekannten Ausführungen die Querhölzer durch Querdrähte
ersetzt. Die Querdrähte und die senkrecht dazu verlaufenden Tragdrähte wurden durch
Spannseile an den außenliegenden Stangen unter Spannung gehalten.
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Bei diesen bekannten Anordnungen war eine große Anzahl von Hopfenstangen
notwendig, um die entsprechend der geringen Spannweite der Seile notwendige häufige
Abstützung zu erzielen. Diese große Anzahl von Hopfenstangen beeinträchtigt jedoch
andererseits wieder die Anbaufläche und ist außerdem sehr kostspielig in der Anschaffung
und Unterhaltung. Der mit zunehmender Erhöhung des Abstandes der Hopfenstangen und
damit der Spannweite der Drahtseile notwendigen Verstärkung dieser Drahtseile sind
Grenzen gesetzt, die einmal im Eigengewicht und zum anderen in der Verarbeitbarkeit
liegen.
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Um die Anzahl der für einen Hopfengarten erforderlichen Hopfenstangen
zu vermindern, ohne die freien Stützweiten wesentlich zu erhöhen, ist es bekannt,
die Hopfenstangen über das eigentliche Seilgehänge hinaus nach oben zu führen und
nach Art einer Turmverspannung die benachbarten Kreuzungspunkte von Querseilen und
Tragseilen durch Spannseile mit dem oberen überstehenden Ende der Hopfenstangen
zu verbinden. Diese Anordnung hat jedoch nur eine relativ geringe Stabilität und
ist sehr windempfindlich. Außerdem ist sie infolge der Notwendigkeit einer sehr
genauen Einhaltung der Seillängen nur sehr schwierig aufzubauen, Nach einer anderen
bekannten Ausführungsform werden die in relativ großem Abstand liegenden Hopfenstangen
nach Art der Hängebrücken öder des Fahrdrahtes bei elektrischen Eisenbahnen durch
ein Tragseil verbunden, an welchem mittels Hängeseilen ein ebenfalls zwischen den
entsprechenden Hopfenstangen verlaufendes Halteseil angehängt ist, an welchem dann
querlaufende Stacheldrähte zum Befestigen der Spinndrähte angebracht sind. Diese
bekannte Anordnung ermöglicht zwar eine relativ große Spannweite, jedoch erfordert
andererseits der Einbau sehr große Sorgfalt, um eine etwa gleichmäßige Spannung
von Tragseil und Halteseil bei voller Belastung der Hängeseile sicherzustellen.
Diese genaue Einstellung ist bei derartigen bekannten Seilgehängen für Hopfengärten
deshalb von großer Bedeutung, da bei unterschiedlicher Spannung nur eines der Seile
belastet wird, insbesondere deshalb, weil bei Punktbelastung an einer Stelle des
Halteseils die Last zu einem sehr großen Teil als Zuglast auf das Halteseil wirkt,
da dieses durch die etwa vertikalen Hängeseile in Längsrichtung beweglich ist. Dieses
Problem besteht bei Hängebrücken deshalb nicht, da die Brückenbahn selbst biegesteif
ist und daher sich die Belastung in jedem Falle nur vertikal auf die Hängeseile,
nicht aber als Zuglast in Längsrichtung auf die Fahrbahn auswirken kann, während
bei Fahrleitungen für elektrische Eisenbahnen nur die Drahtlast selbst aufgenommen
und deren Durchhängen vermieden werden soll. Die eigentliche Spannung des Fahrdrahtes
wird im Fahrdraht selbst erzeugt. Wenn bei den bekannten Seilgehängen für Hopfengärten
dagegen das Halteseil gespannt, das Tragseil dagegen locker ist, wird die gesamte
Last ausschließlich vom Tragseil übernommen.
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Da es beim Aufbau eines Hopfengartens praktisch unmöglich ist, die
Stangen in einem enauen Ab-C 9
stand voneinander einzustellen, müssen daher
die bekannten Seilgehänge in jedem Falle an Ort und Stelle zusammengebaut werden,
d. h., jeder einzelne Draht muß auf seine richtige Länge an Ort und Stelle
gefertigt und mit den entsprechenden Beschlägen versehen werden. Da diese Arbeit
in einer erheblichen Höhe und praktisch frei über dem Boden ausgeführt werden muß,
ist ein außerordentlich großer Arbeitsaufwand zum Erstellen eines derartigen Hopfengartens
erforderlich.
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Da andererseits durch Temperatur- und Witterungsunterschiede Längenänderungen
in den Seilgehängen und Verformungen in den Hopfenstangen stattfinden und zur Aufnahme
der Windbelastung eine bestimmte Elastizität vorgesehen sein muß, ist eine statische
Berechnung derartiger Seilgehänge praktisch unmöglich, da die Spannungsverhältnisse
sich ständig ändern. Es müssen daher in jedem Fall alle Seile so ausgelegt werden,
daß sie mit dem erforderlichen Sicherheitsfaktor für die alleinige Auf-
nahme
der gesamten Last geeignet sind.
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Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein derartiges
Seilgehänge für Hopfengärten zu schaffen, das relativ unempfindlich gegen unterschiedliche
Spannungen im Tragseil und im Halteseil ist und daher eine Vorfertigung im Fabrikationsbetrieb
ermöglicht, so daß beim Aufstellen des Hopfengartens nur mehr eine reine Montagearbeit
notwendig ist, während andererseits die statischen Verhältnisse so sind, daß eine
eindeutige Berechnung der maximal in den einzelnen Seilteilen auftretenden Belastungen
möglich ist und daher die Seile entsprechend geringer dimensioniert werden können
oder bei gleicher Dimension wie bei bekannten Anlagen eine größere Spannweite erzielt
werden kann. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das Seilgehänge
in einer dem vorgesehenen Abstand der Stangen entsprechenden Länge vorgefertigt
ist und die Verbindunasseile durch ein von einem Ende des Tragseils zickzackförmig
zwischen Trag- und Halteseil bis zum anderen Ende des Tragseils hin-und hergeführten
Zwischenseil besteht, welches an den BerührungssteRen mit dem Tragseil und dem Halteseil
an diesen unverschiebbar.befestigt ist, wobei an den Enden von Trag- und Halteseil
Einrichtungen zum Anhängen an die angrenzenden Hopfenstangen vorgesehen sind.
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Durch diese erfindungsgemäße Anordnung des Seilgehänges mit dem zickzackförmig
zwischen Tragseil und Halteseil verlaufenden Zwischenseil werden in jedem durch
zweiVerbindungsstellen des Zwischenseils am Halteseil gebildeten Abschnitt die auftretenden
Zugbelastungen durch die vom Ende schräg nach oben zum Halteseil verlaufenden Verbindungsabschnitte
auf das Tragseil übertragen, so daß die benachbarten Abschnitte des Halteseils nicht
oder nur unwesentlich auf Zug belastet werden.
Wenn Trag- und Halteseil
z. B. durch einen nicht genau dem vorgesehenen Abstand der Hopfenstangen entsprechenden
Abstand unterschiedliche Spannungen aufweisen, wird nicht die gesamte Belastung
auf das eine oder andere Seil übertragen, sondern jeder einzelne Abschnitt des Halteseils
hängt für sich etwas mehr oder weniger nach unten durch und überträgt in gleicher
Weise die in ihm auftretenden Belastungen über die schräg nach oben verlaufenden
angrenzenden Verbindungsseile auf das Tragseil. Es kann daher jeder einzelne Abschnitt
für die maximal in ihm auftretende Belastung ausgelegt werden und die angrenzenden
Verbindungsseile zur Übertragung dieser maximalen Last des einen Abschnittes auf
das Tragseil ausgelegt werden, während das Tragseil selbst für die Aufnahme der
gesamten Last ausgelegt ist. Es ist daher eine exakte statische Berechnung möglich,
die im wesentlichen unabhängig von den Spannungsverhältnissen im Seil selbst in
jedem Fall eingehalten wird.
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Vorzugsweise erfolgt die Verbindung zwischen dem Zwischenseil und
dem Tragseil bzw. Halteseil durch an sich bekannte Seilklemmverbinder. Diese Verbinder
eignen sich besonders dazu, die auftretenden Kräfte aus dem entsprechenden Abschnitt
des Halteseils auf die Verbindungsseile und von diesen wieder auf das Tragseil zu
übertragen, da sie die Seile gegeneinander sicher in Längsrichtung unverschiebbar
festlegen und auch erhebliche Querbelastungen aufnehmen.
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Bei bekannten Seilgehängen mit Tragseil und Halteseil muß die Befestigung
der Seile an den Stangen mit großer Genauigkeit erfolgen, um die vorgesehenen Spannungsverhältnisse
einzuhalten. Da gemäß der Erfindung die Spannungsverhältnisse in relativ weiten
Grenzen von untergeordneter Bedeutung sind, können gemäß der Erfindung die Befestigungseinrichtungen
an den Enden des Tragseils und des Halteseils einfache Schlaufen mit einem Durchmesser
größer als dem Durchmesser der Hopfenstangen sein und an den dem Seilgehänge abgewandten
Enden der Hopfenstangen Haken bzw. ösen zum Einhängen der Seilschlaufen vorgesehen
sein, die verhindern, daß die Seilschlaufen nach unten abrutschen. Da keine wesentlichen
vertikalen Kräfte auf die Verbindungsstellen der Seile mit den Hopfenstangen auftreten,
sind die Haken oder ösen zum Einhängen der Seilschlaufen keiner nennenswerten Belastung
unterworfen. Um einen genauen Abstand der Befestigung des Tragseils und des Halteseils
sicherzustellen, sind vorzugsweise die Haken, ösen od. dgl. an Flacheisenlaschen
angebracht, die an der Hopfenstange annagelbar sind und mit einem vom oberen Ende
abgekanteten Schenkel auf der oberen Stirnseite der Hopfenstange aufliegen. Dadurch
ist es möglich, bei entsprechender Einhaltung der Länge der Hopfenstangen ohne wesentliche
Meßarbeit die Haken in ihrer genauen Lage entsprechend dem statisch erforderlichen
Abstand von Tragseil und Halteseil an der Hopfenstange anzubringen und gleichzeitig
die z. B. durch das Seilgewicht auf die Haken übertragenen Belastungen nicht auf
die Nägel oder Schrauben im Holz als Scherkraft aufzubringen, sondern als reine
Druckkraft auf die Stirnseite der Hopfenstange zu übertragen. Um eine Befestigung
der Flacheisenlaschen an der Stirnseite der Hopfenstangen zu ermöglichen, können
in dem auf der Oberseite anliegenden Schenkel Bohrungen vorgesehen sein, wobei vorteilhafterweise
die Schenkel so lang sind, daß sie auf der Stirnseite übereinanderliegen und die
Bohrungen Langlöcher sind, durch die ein Nagel, eine Befestigungsschraube od. dgl.
eingeschraubt oder eingeschlagen werden kann. Dabei kann an dem durch das Langloch
an der Oberseite der Hopfen einsetzbaren Nagel, Schraube od. dgl. eine Anordnung
zum Befestigen eines oder mehrerer anderer Seile, z. B. das Längsspannseil, angeordnet
sein.
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Bisher wurden die die Spinndrähte tragenden Stacheldrähte an den Querseilen
lose angebracht. Bei diesen lose auf den Querdrähten liegenden Stacheldrähten, die
nur durch lockere Osen in ihrer Lage gehalten waren, haben sich jedoch in Abhängigkeit
von der unterschiedlichen Belastung durch die Spinndrähte die Stacheldrähte in einzelnen
Abschnitten zwischen zwei Querseilen stärker durchgebogen als im benachbarten. Durch
diesen Durchhang erfolgt die Übertragung der Last mit einer erhöhten Vertikalkomponenten
gegenüber gespanntem Draht. Die Mög-
lichkeit zum Nachspannen war jedoch aus
dem Grunde erforderlich, da durch die Bewegung des Hopfengartens z. B. bei Wind
ständig zusätzlich zur Normallast Zugkräfte auf die Stacheldrähte übertragen wurden
und diese daher eine bleibende Dehnung durch Überspannung erhielten.
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Da bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Seilgehänges das Halteseil
keine so starke Spannung wie bei bekannten Seilgehängen benötigt, können gemäß der
Erfindung am Halteseil Einrichtungen wie Kreuzklemmen zum unverschiebbaren Befestigen
der Stacheldrähte anbringbar sein. Ein Nachspannen der einzelnen Stacheldrähte ist
bei Verwendung erfindungsgemäßer Seilgehänge in der Regel nicht erforderlich. Durch
diese erfindungsgemäß mögliche Befestigung der Stacheldrähte wird nicht nur der
unterschiedliche Durchhang in den einzelnen Feldern vermieden, sondern auch die
Stabilität des ganzen Hopfengartens erhöht, da die Stacheldrähte als zusätzliche
Verspannung zwischen den einzelnen Seilgehängen wirken.
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Die in den Zwischenlängen der Stacheldrähte zwischen benachbarten
Halteseilen auftretenden Belastungen werden durch die Festlegung am Halteseil ebenfalls
statisch bestimmbar, wie erläutert, über die Zwischenseile auf das Tragseil übertragen.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 ein zwischen zwei Hopfenstangen
verlaufendes Seilgehänge gemäß der Erfindung, F i g. 2 eine Seitenansicht
der Spitze einer Hopfenstange mit den Einrichtungen zum Einhängen des erfindungsgemäßen
Seilgebänges, F i g. 3 eine Draufsicht auf die Hopfenstange gemäß F i
g. 2 in größerem Maßstab, F i g. 4 die Ausbildung eines Endes eines
Tragseiles gemäß der Erfindung mit einer Seilschlaufe zum Befestigen an der Hopfenstange,
F i g. 5 eine Schrägansicht auf einen Teil des erfindungsgemäßen Seilgehänges
mit angebrachten Stacheldrähten und F i g. 6 schematisch einen Kräfteplan,
der den Kräfteverlauf in den erfindungsgemäßen Seilgehängen zeigt.
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Das erfindungsgemäße Seilgehänge 1 besteht aus einem Tragseil
2, einem Halteseil 3 und einem Zwischenseil 4, welches von einem Ende
5 des Tragseiles
zickzackförmig zwischen diesem und dem
Halteseil bis zum anderen Ende 5 des Tragseiles verläuft und an den BerührungssteRen
mit dein Halteseil 3 bzw. Tragseil 2 mittels bekannter Klemmverbindungen
6, z. B. Preßklemmen, in Längsrichtung und Querrichtung der Seile völlig
festgelegt ist.
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Die Anzahl der Zickzackwellen des Zwischenseiles 4 richtet sich in
Abhängigkeit von Spannweite, aufzunehmender Last, Abstand von Halteseil und Tragseil
u. a., wie weiter unten in Verbindung mit F i g. 6 erläutert, nach bekannten
statischen Erfordemissen.
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Das Tragseil 2 und das Halteseil 3 sind an den Hopfenstangen
7 mit ihren Enden befestigt. Dazu sind an der Hopfenstange 7, wie
in F i g. 2 und 3
dargestellt, seitlich Laschen 8 mittels Nägeln
9 angenagelt, die mit Schenkeln 10 über die obere Stirnseite der I-Topfenstange
greifen. Die Schenkel 10 sind so lang, daß sie an der Stirnseite der Hopfenstange
übereinandergreifen. Seitlich sind an den Laschen 8
Haken 11 angebracht,
in welchen die Enden der an der Stange anzubringenden Trag- bzw. Halteseile eingehängt
werden. In die Stirnseite ist eine Schraube 12 durch entsprechende Löcher in den
Schenkeln 10
eingeschraubt, welche eine öse aufweist, durch die einmal die
Schraube mittels eines Doms sehr leicht angezogen werden kann und in welche zum
anderen Spannseile, Ankerdrähte od. dgl. befestigt werden können. Um unabhängig
von der Dicke der Stange 7
und damit dem Maß des übereinandergreifens der
Schenkel 10 die eine Schraube 12 anbringen zu können, sind die entsprechenden
Bohrungen in den Schenkeln 10 Langlöcher 13, die so angeordnet sind,
daß innerhalb des vorkommenden Durchmesserbereiches der Hopfenstangen in jedem Falle
eine ausreichende Durchgangsöffnung für die Schraube 12 erhalten bleibt.
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Wie in F i g. 4 dargestellt, sind die Enden des Tragseiles
2 zu Schlaufen 17 mit einem Durchmesser etwas größer als der maximal zu erwartende
Durchmesser der Hopfenstangen umgebogen und mittels bekannter Seilklemmen, z. B.
sogenannte Talurit-Klemmen 6, festgelegt. In der Talurit-Klemme
6 ist gleichzeitig das Ende des Zwischenseiles 4 festgelegt, so daß die über
das Zwischenseil 4 Baus dem Halteseil übertragene Last über die Klemme
6 auf die Schlaufe und damit auf die Hopfenstange übertragen wird. Das Halteseil
3 hat an seinen Enden ebenfalls Schlaufen 17, die mittels Seilklemmen
6 festgelegt sind, jedoch ist in der Seilklemme 6 des Halteseils nur
das freie Seilende am Seil selbst befestigt, während das Zwischenseil 4 entfällt.
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Wie in F i g. 5 dargestellt, sind die einzelnen Verbindungsstücke
des Zwischenseiles 4 mit den Seil' klemmen 6 am Tragseil 2 bzw. am Halteseil
3 befestigt. Am Halteseil selbst sind mittels bekannter Kreuzklemmen
15 od. dgl. die Stacheldrähte 16 festgelegt. Durch dieses Festlegen
der Stacheldrähte 16
am Halteseil 3 werden die bei bekannten Hopfengärten
auftretenden Säheuerbewegungen zwischen Stacheldraht 16 und I-falteseil vermieden.
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In F i g. 6 ist die übertragung einer Last Pa in dem zwischen
zwei Seilldemmen 6 liegenden Abschnitt 1,
des Halteseils dargestellt.
Diese Last Pa überträgt sich nach beiden Seiten entlang dem Halteseil über den Abschnitt
11 und wird an den angrenzenden Seilklemmen 6 auf die von diesen Seilklemmen
schräg nach oben zum Tragseil 2 verlaufenden Abschnitte des Zwischenseffes 4 als
Kräfte Pi' auf das Tragseil 2 übertragen. Infolge des relativ flachen Winkels, mit
dem die Verbindungsstücke des Zwischenseils 4 an dem Halteseil angebracht sind,
wird praktisch die gesamte Last p:, auf das Zwischenseil übertragen, da bei Durchhängen
des Abschnittes 1, auftretende Bewegungen der Verbindungsstellen
6 im wesentlichen mit einer Vertikalkomponenten verlaufen und daher nicht
zu einer Spannung der angrenzenden Ab-
schnitte 1, und 1, des Halteseils
führen.
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Die in diesen angrenzenden Abschnitten 12 und 1,
auftretenden
Vertikallasten werden ihrerseits über die angrenzenden Verbindungen 6 als
Lasten P2' bzw, p"' auf das Tragseil übertragen und summieren sich an den nächsten
Verbindungsstellen 6 des Tragseils mit den bereits durch die vorhergehenden
Verbindungsabschnitte übertragenen Kräften. Dadurch lassen sich die in den einzelnen
Seilabschnitten auftretenden Kräfte p, p' und p" statisch genau berechnen,
und das System ist statisch bestimmt. Diese statische Bestimmtheit bleibt in weiten
Grenzen unabhängig von den in den einzelnen Seilabschnitten auftretenden Spannungen
erhalten.