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DE129815C - - Google Patents

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Publication number
DE129815C
DE129815C DENDAT129815D DE129815DA DE129815C DE 129815 C DE129815 C DE 129815C DE NDAT129815 D DENDAT129815 D DE NDAT129815D DE 129815D A DE129815D A DE 129815DA DE 129815 C DE129815 C DE 129815C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needles
wheel
sewing
rotation
stitch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT129815D
Other languages
English (en)
Publication of DE129815C publication Critical patent/DE129815C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B81/00Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- Jig 129815 KLASSE 52 a.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und die zu seiner Ausübung dienende Nähmaschine, um, ohne Antrieb der letzteren durch Hand- oder Fufsbetrieb oder sonstige mechanische Triebkraft, allein durch die Fortbewegung des Stoffes eine Mehrzahl von Nadeln in Thätigkeit zu setzen, welche nach einander den Stoff durchdringen und in Verbindung mit Greifern oder Schiffchen die Stichbildung bewirken.
Das Verfahren ergiebt sich aus der Erläuterung der Vorrichtung, welche in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellt ist. Der wesentlich neue Theil derselben besteht in dem Nadelrad a, welches in Fig. 2 in Ansicht gegen den Radkranz, in Fig. 3 in Ansicht gegen den Deckel b, in Fig. 4 in Ansicht gegen- die Innenseite, nach Abnahme der Deckplatte, und in Fig. 5 im Querschnitt dargestellt ist. Fig. 6 und 7 zeigen in vergrößertem Mafsstabe eine Nadel in geschlossener und offener Stellung.
Das Nadelrad bildet ein Gehäuse, dessen eine Seite durch einen aufgeschraubten Deckel b geschlossen wird. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Zahnkranz c angebracht, der aber auch, wie in Fig. 3, auf dem Deckel b sitzen kann. Der Umfang des Rades α bildet eine Rinne, in welche der von einer Rolle r ablaufende Faden / (Fig. 1, 3 und 4) sich einlegt; diese Rinne ist mit radialen Bohrungen für den Durchgang der Nadeln versehen (Fig. 1, 2 und 5). Die Achse d des Rades α liegt fest, indem deren vorspringender Stift e in eine Vertiefung des Gestelltheiles i eingreift
(Fig- O-
In eine Nuth der Achse d greift mittelst Zapfens ein Excenter g, welches sich innerhalb des Radgehäuses α befindet, ein; das Rad a dreht sich lose auf der Achse d, das Excenter g kann jedoch an dieser Drehung nicht theilnehmen. Das Excenter hat einen schmalen, aufstehenden Rand, auf den die Nadeln η (Fig. 6 und 7) mit dem Ausschnitt 0 lose aufgesetzt sind. Auf der Innenseite des Radgehäuses a befindet sich ein concentrischer Kranz von Stiften h, zwischen denen die Nadeln η geführt werden, um stets genau in ihre Bohrung im Umfange des Rades α zu treffen. Erhält das Rad eine Drehung auf der Achse d, so wird die nach unten gerichtete Spitze des Excenters g die jeweilig an dieser Stelle befindliche Nadel am weitesten aus dem Umfange des Rades heraustreiben, während die weiter oben befindlichen Nadeln in das Innere des Radgehäuses zurückgezogen werden. Fig. 4 zeigt nur einige Nadeln, während für den Betrieb der Excenterrand ringsherum mit solchen besetzt ist. Jede Nadel bildet an ihrem vorderen Ende eine Zange, deren beide Backen aus einander federn. Beim Hervortreten aus dem Radumfange ist die Zange offen, wie in Fig. 7, fafst den im Umfange des Rades liegenden Faden in den Zangenausschnitt und wird dann durch das weitere Herausschieben aus dem Radumfange durch die Durchgangsbohrung zusammengedrückt und geschlossen (Fig. 6). Der Faden f wird infolge dessen von der herabgehenden Nadel durch einen Schlitz der Arbeitsplatte k hinabgeführt und die Schlingenbildung mit dem Gegenfaden eines schwingenden Schiffchens vollzieht sich in bekannter Weise.
Durch Fig. 8 bis 13 ist beispielsweise diese Stichbildung mittelst schwingenden Schiffchens mit eingelegter, den Unterfaden tragender Spule (Fig. 15) verdeutlicht. Fig. 8, 9 und 10 zeigen das Erfassen der von der Nadel durch den Stoff herabgeführten Schlinge des Oberfadens durch den Haken des Schiffchens, das Ausziehen der Schlinge und die äufserste Stellung des Schiffchens nach dem Durchgang durch die Schlinge und vor der Zurückbewegung; der Unterfaden ist also mit dem Schiffchen durch die Schlinge hindurchgegangen. Fig. 11, 12 und 13 verdeutlichen, wie bei dem Zurückschwingen des Schiffchens dessen. anderer Haken die nächste, von der folgenden Nadel herabgeführte Schlinge ergreift und auszieht, wobei die erste Schlinge zugezogen und der Stich gebildet wird. Fig. 14 zeigt das Schiffchen von der Rückseite.
Die Gabel 2, in welcher die Radachse d gelagert ist, ist mit ihrem röhrenförmigen oberen Fortsatz in einer Gestellbohrung verschiebbar und wird von einer in dieser Bohrung liegenden Feder s herab- und gegen den Stoff gedrückt. Zieht man nun den Stoff unter dem Rade nach vorn weiter, so dreht sich das Rad entsprechend der mehr oder weniger schnellen Fortbewegung des Stoffes, und eine Nadel nach der anderen gelangt an die unterste Stelle des Excenters g, also in die Arbeitsstellung, und wird bei der Weiterbewegung wieder herausgezogen, wobei ihre Backen sich federnd öffnen und den Faden wieder herausgleiten lassen. Während somit bei der Drehung des Rades α Stich hinter Stich erfolgt, wird durch den Eingriff des Zahnkranzes c des Rades a in einen Trieb t und Uebertragung auf die hohle Achse u diese und das auf ihr befindliche Rad ν in kreisende Bewegung versetzt und letztere weiter auf die Wellen n> und χ übertragen. Durch eine Kurbelscheibe der Welle χ wird dann die Zahnstange y in hin- und hergehende Bewegung und das Schiffchen m in wechselweise Schwingung versetzt. Man kann aber auch dem Schiffchen eine geradlinig hin - und hergehende Bewegung geben oder eine kreisende Schiffchenbewegung hervorrufen; in letzterem Falle wird die Zahnstange y durch eine Welle mit Winkelrad ersetzt, das mit einem auf der Welle χ befindlichen Winkelrade Eingriff hat. Das Rad a mit der dasselbe tragenden Gabel i kann unter Zusammendrückung der Feder s gehoben und durch Drehung um 900 festgestellt werden. Die Nadeln η sind nach Abnahme des Deckels b aus dem Rade α einzeln herausnehmbar und können leicht ersetzt werden. -
Die Stichlänge kann dadurch verändert werden, dafs man eine um die andere Nadel herausnimmt; da dies jedoch für den Privatgebrauch zu umständlich sein würde, empfiehlt es sich, das ganze Rad durch ein anderes mit verschiedenem Abstand der Bohrungen im Umfange auszuwechseln.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum. Nähen, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Mehrzahl in einem rad- oder walzenförmigen Körper gelagerter Nadeln durch Drehung dieses Körpers aus letzterem vorgeschoben und wieder zurückbewegt wird, wobei die Nadeln nach einander den Faden fassen und mit ihm den Stoff, unter Bildung einer Schleife, durchdringen.
2. Verfahren zum Nähen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der die Nadeln führende Körper durch die Fortbewegung des Stoffes selbst die zürn Vorschub der Nadeln erforderliche Drehbewegung empfängt.
3. Verfahren zum Nähen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch seine Drehung die Nadeln nach einander in die Stichstellung vorschiebende Körper bei dieser Drehung zugleich die für die Stichbildung erforderliche Greifer- oder Schiffchenbewegung durch Uebertragungselemente hervorruft.
4. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch ι eine Nähvorrichtung, gekennzeichnet durch ein rad- oder walzenförmiges Gehäuse (a) mit radial angeordneten, aus Bohrungen im Umfange vorschiebbaren Nadeln (nj, welche bei Drehung des Körpers nach einander in die Stichstellung bewegt und dann wieder zurückgezogen werden.
5. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dafs die Nadeln auf den aufstehenden Rand eines feststehenden Excenters (g) gleitend aufgesetzt sind und in Führungen des um eine feststehende Achse drehbaren, im Umfange mit Rinne zum Einlegen des Oberfadens versehenen Rades (a) in Linie mit ihrer Ausgangsbohrung gehalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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