DE1297170B - Induktive Abstimmvorrichtung - Google Patents
Induktive AbstimmvorrichtungInfo
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Description
ständen auf der Niederstromseite eines Steuertransistors oder mittels kontinuierlicher Stromstärkenänderung
gewählt werden können.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Hierin
sind
F i g. 1 eine Darstellung der Abhängigkeit der differentiellen Permeabilität von der Feldstärke für
bei denen die elektrostatische Kapazität sich mittels I0 Abstimmvorrichtungen nicht auf, da die einzelnen
einer äußeren Spannung verändern läßt. Infolge der Resonanzfrequenzen durch Umschaltung von WiderVerluste der Kapazitätsdioden und der Spulen ist
es aber schwierig, die Güte der damit aufgebauten
Resonanzkreise zu verbessern.
es aber schwierig, die Güte der damit aufgebauten
Resonanzkreise zu verbessern.
Ferner sind Abstimmvorrichtungen bekannt, bei i5
denen nicht die Kapazität, sondern die Induktivität
auf elektrischem Wege verändert wird. Bei einer
dieser Vorrichtungen befindet sich ein Hochfrequenzferrit, z. B. ein Ringkern, in einem U-förmigen Joch,
dem ein Steuergleichstrom zugeführt wird. Es wird 20 einen Ferritkern,
denen nicht die Kapazität, sondern die Induktivität
auf elektrischem Wege verändert wird. Bei einer
dieser Vorrichtungen befindet sich ein Hochfrequenzferrit, z. B. ein Ringkern, in einem U-förmigen Joch,
dem ein Steuergleichstrom zugeführt wird. Es wird 20 einen Ferritkern,
dabei stets dafür gesorgt, daß die Hochfrequenz F i g. 2 die Darstellung zweier Kernformen,
nicht auf die vom Gleichstrom durchflossene Steuer- F i g. 3 das grundsätzliche Schaltbild der erfin-
wicklung rückwirken kann. Diese Vorrichtungen dungsgemäßen Abstimmvorrichtung,
haben aber den Nachteil, daß die Krümmung der F i g. 4 die erfindungsgemäß erhaltene ideale BeKurve
der Abstimmfrequenz in Abhängigkeit vom 25 Ziehung zwischen Abstimmfrequenz und Steuerstrom-Steuerstrom
so stark ist, daß der Gleichlauffehler stärke (ausgezogen) und dieselbe Beziehung bei einer
zwischen der Oszillatorfrequenz und der Empfangs- bekannten Abstimmvorrichtung (gestrichelt),
frequenz bei Überlagerungsempfängern nur schwer F i g. 5 die Änderung der Induktivitäten von Abklein
gehalten werden kann. Es müssen deshalb stimmspule und Drosselspule mit der Steuerstrombesondere
Spannungsregeleinrichtungen vorgesehen 30 stärke derart, daß die Abstimmfrequenz linear verwerden,
um die Vormagnetisierung der Abstimmkerne ändert werden kann,
F i g. 6 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, F i g. 7 ein Ersatzschaltbild zur Berechnung der
Kreisgüte,
F i g. 8 eine Ersatzschaltung für das Ergebnis dieser Berechnung,
F i g. 10 ein Anwendungsbeispiel der Erfindung auf die Hochfrequenzstufe eines Empfängers,
F i g. 11 die Gleichlaufkennlinie eines solchen größe, also im vorliegenden Falle vom Steuergleich- 40 Empfängers und
strom, sehr wesentlich. F i g. 12 ein weiteres Anwendungsbeispiel der Er-
Die Erfindung geht also aus von einer induktiven findung auf den Hochfrequenzteil eines Empfängers.
Abstimmvorrichtung mit einem Abstimmkern, der Bei der Erfindung wird von der Tatsache Gebrauch
eine Hochfrequenzwicklung und eine mit Gleich- gemacht, daß die differentielle Permeabilität μλ eines
strom gespeiste, zur Vormagnetisierung dienende 45 Ferrits in Abhängigkeit von der magnetischen Feld-Steuerwicklung
aufweist, und ist dadurch gekenn- stärke (gemessen in Amperewindungen) stets einen
zeichnet, daß die Steuerwicklung auch für hoch- stabilen fallenden Teil hat. Die differentielle Permeabifrequente
Schwingung mit der Hochfrequenzwicklung Htät ist diejenige, die gemessen wird, wenn ein Magnetgekoppelt
und in Reihe mit einer im Induktivitätswert kern bereits in einer Richtung magnetisiert war und
durch den Steuergleichstrom beeinflußten Drossel- 5o dann in gleicher Richtung eine zusätzliche Magnetispule
geschaltet ist und daß die Eisenkerne und sierung erfährt. Eine entsprechende Kurve ist in
k
konstant zu halten.
Bei Verwendung derartiger Abstimmvorrichtungen im Hochfrequenzteil eines Rundfunkempfängers od.
dgl. müssen bekanntlich mehrere Abstimmkreise gleichzeitig auf verschiedene Frequenzen abgestimmt
werden. Um dies mit ausreichender Genauigkeit durchführen zu können, ist die Linearität des Verlaufs
der Abstimmfrequenz in Abhängigkeit von der Steuer-
p g
Wicklungen so bemessen sind, daß bei Betrieb des Abstimmkerns und des Drosselkerns im fallenden
Teil der Kurven ihrer differentiellen Permeabilität in Abhängigkeit von der Feldstärke die effektive Induktivität
der Hochfrequenzwicklung umgekehrt proportional zum Quadrat des Steuerstroms verläuft.
Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, so hängt bei Parallelschaltung eines festen KondenAbil
di i i
F i g. 1 gezeigt. Dort sind in Abszissenrichtung die Amperewindungen AT und in Ordinatenrichtung die
differentielle Permeabilität μλ aufgetragen.
Zur Ausführung der Erfindung finden ein ringförmiger
Kern gemäß F i g. 2A und ein hanteiförmiger Kern gemäß F i g. 2 B Verwendung.
F i g. 3 zeigt die Grundsatzschaltung gemäß der Erfindung. C01 ist ein Abstimmkern und C02 ein
sators zur Abstimmspule die Frequenz in einem 60 Drosselkern. Beide Eisenkerne arbeiten im fallenden
weiten Bereich linear vom Steuerstrom ab. Es kann Teil der Permeabilitätskurve gemäß Fig. 1. Bei-
also eine Abstimmvorrichtung mit minimalem Gleich- spielsweise wird ein Ringkern als Abstimmkern C01
lauffehler gebaut werden. und ein Hantelkern als Drosselkern C02 verwendet.
Die erwähnten Bedingungen lassen sich am ein- Auf dem Abstimmkern sitzen eine Hochfrequenz-
fachsten erfüllen, wenn der Abstimmkern als Ring- 65 wicklung 1 und eine mit Gleichstrom beaufschlagte
kern und der Drosselkern als offener Kern ausgebildet Steuerwicklung 2. Der Drosselkern C02 trägt eine
sind sowie wenn die Hochfrequenzwicklung und die Drosselwicklung 3. Die Steuerwicklung 2 und die
Steuerwicklung bifilar gewickelt sind. Drosselwicklung 3 liegen in Reihe an einer Gleich-
stromquelle Vx . Leff stellt die veränderbare effektive
Induktivität der Hochfrequenzwicklung 1 dar. Zur Ableitung der Hochfrequenzströme ist ein Kondensator
C parallel zur Gleichstromquelle VDC vorgesehen.
Die Induktivitäten der Hochfrequenzwicklung 1, der Steuerwicklung 2 und der Drosselwicklung 3
sollen mit L1, L2 und Lch bezeichnet werden, und zwar
ohne Berücksichtigung der gegenseitigen Induktivität durch andere auf dem gleichen Kern sitzende Wick- m
lungen. Wenn die Gegeninduktivität zwischen den Wicklungen 1 und 2 M und der Kopplungskoeffizient
K ist, so gilt folgende Beziehung:
Soll sich nun die Abstimmfrequenz linear mit der Steuerstromstärke / ändern, so kann dies folgendermaßen
ausgedrückt werden:
Setzt man f/fmin = y, so ist die erwähnte Bedingung
gleichwertig mit
y - 1 = kl.
= K
(D
Der Wechselstromwiderstand Z1 der Hochfrequenzwicklung
1 ergibt sich aus der nachstehenden Gleichung
Z1 = JmLx(I)
1M(I)2
J10[L2(I)+ Lch(I)}·
(2)
Hierin ist ω die Kreisfrequenz. Setzt man Formel (1)
in (2) ein, so ergibt sich
Z1 = Ja1L1(D-J^K 1-^
In F i g. 4 ist y auf der Ordinate und der Steuerstrom / auf der Abszisse aufgetragen. Die ausgezogene
Linie stellt den geforderten Idealverlauf dar, während die gestrichelte Linie für eine bekannte induktive
Abstimmvorrichtung der eingangs erwähnten Art gilt.
Erfindungsgemäß wird durch gleichzeitige Vormagnetisierung des Abstimmkerns C01 und des Drosselkerns
C02 der Verlauf von LefJ (Z) so beeinflußt,
daß sich die Abstimmfrequenz hinsichtlich der Steuerstromstärke linear ändert, wobei die Steuerwicklungen
auf dem Abstimmkern und die Drosselwicklung in Reihe geschaltet sind.
Wenn die größte und die kleinste Frequenz eines vorgeschriebenen Frequenzbandes, das von der Abstimmvorrichtung
bestrichen werden soll, mit fmax und fmi„ bezeichnet werden, so folgt aus Formel (6)
Sind nun die Wicklungen 1 und 2 eng gekoppelt, so ist K nahezu gleich 1, so daß sich ergibt:
Le//(min)
Leff(max)
Leff(max)
/ fmx\2
=
( Jm<** \
\ Jmin /
Z1 = JOjL1 (/) — j
L1(I)-L2(I)
L1(D + L^1(I)
L2(I)
L2(I) + Lj1(I) f '
35
Die effektive Induktivität Leff der Hochfrequenzwicklung
1 ergibt sich hieraus zu
Leff =
L2(I)
L2(I) + Lch (DC
Sind die Wicklungen 1 und 2 bifilar gewickelt, so ist Lx(I) = L2(I). Somit
ι m = MJ)^(J) (5)
1^" UJ L1(Z) + Lch(I) ■
Die hochfrequente effektive Induktivität Leff ist
also äquivalent mit der Parallelschaltung von L1 und Lcl;. "
Ist ein fester Kondensator C parallel zur Hochfrequenzwicklung 1 geschaltet und bildet mit ihr einen
Resonanzkreis, so ergibt sich die Abstimmfrequenz / in Abhängigkeit vom Steuerstrom Z aus der folgenden
Gleichung
2 π yCLeU(I)
Im fallenden Teil der Magnetisierungskennlinie nimmt nach anfänglicher Magnetisierung der Kerne
die differentielle Permeabilität ihr Maximum für nahezu verschwindende Stromstärke Z an. Ist also
I ~ 0, so wird Leff ein Maximum, und der Minimalwert /m,„ der Abstimmfrequenz wird bestimmt durch
die Formel
Jmin
2 ar/Cl^(O) ■
Wenn also Leff(I) umgekehrt proportional zum
Quadrat der Stromstärke in diesem Bereich ist, so wird die Abstimmkurve eine gerade Linie, so daß
Gleichlauffehler leicht vermieden werden können.
Wenn in Formel (5) Lch » L1 ist, so gilt
Leff(I)~ Lx(I).
Dieser Fall trifft für die Reihenschaltung einer Vormagnetisierungswicklung mit einer normalen gesättigten
Drossel von konstanter Induktivität zu. Die Änderung von Lerf(I) mit dem Steuerstrom rührt
(4) 40 in diesem Falle ausschließlich von der Änderung der differentiellen Permeabilität auf der Magnetisierungskurve des Abstimmkerns C01 her. Wenn also die
Steuerstromstärke ansteigt und der Abstimmkern sich der Sättigung nähert, verringert sich die Permeabilitätsänderung,
und die Änderung der effektiven Induktivität nimmt ebenfalls ab, so daß die Änderung
der Abstimmfrequenz mit dem Steuerstrom kleiner wird und die vom linearen Verlauf abweichende
gestrichelte Linie der F i g. 4 gilt.
Erfindungsgemäß werden dagegen die magnetischen Eigenschaften des Drosselkerns und des Abstimmkerns
gleichzeitig beeinflußt. Wie Fig. 1 und 6 zeigen, besteht der Abstimmkern aus einem geschlossenen
magnetischen Kreis, vorzugsweise einem Ringkern, bei dem die Permeabilität sich im Bereich
niedriger Steuerstromstärken stark ändert, jedoch bei Annäherung an die Sättigung nur noch eine
geringe Änderung erfährt. Dagegen besteht der Drosselkern C02 aus einem offenen magnetischen Kern
mit schmalem Luftspalt, vorzugsweise einem hantelförmigen Kern geniaß F i g, 2B. Für einen solchen
Kern ist bei kleider Stieüersjrpmstärke die Änderung
der Permeabilität mit dem Steuerstrom gering; wenn
dagegen die Sfeüerstromstärke einen größeren Wert
annimmt, bei dem bereits Sättigung des Ringkerns C01
eintritt, so ist die Änderung der Permeabilität des
(7) offenen Drosselkerns mit derrt Steuerstrom immer
noch verhältnismäßig groß.
Diese Verhältnisse sind in F i g. 5 dargestellt. Die Induktivität L1 der Hochfrequenzwicklung nimmt
von kleinen Steuerstromwerten zunächst stark ab, nähert sich aber dann einem Sättigungswert und
bleibt bei höheren Stromstärken nahezu konstant. Die Induktivität Lch der Drosselwicklung ist dagegen
bei kleinen Stromstärken fast konstant und nimmt bei höheren Stromstärken bis zum Maximalwert des
Steuerstroms ständig stark ab. Durch diese gleichzeitige Änderung der magnetischen Eigenschaften
des Drosselkerns und des Abstimmkerns läßt sich erreichen, daß die für Hochfrequenz geltende effektive
Induktivität Leff gemäß Formel (5) in dem gewünschten
Frequenzband umgekehrt proportional zum Quadrat der Steuerstromstärke verläuft, daß also gilt:
Leff(I) ~ R/P,
wobei R ein Proportionalitätsfaktor ist. Wird also gemäß F i g. 6 ein fester Kondensator C mit der
Hochfrequenzquelle verbunden, so erhält man die gewünschte lineare Beziehung zwischen der Abstimmfrequenz
und der Steuerstromstärke in dem vorgeschriebenen Frequenzband.
Die gegenseitige Abstimmung der magnetischen Eigenschaften der beiden Eisenkerne und der Windungszahlen
der auf ihnen angebrachten Wicklungen derart, daß die gewünschte Stromabhängigkeit der
effektiven Induktivität erreicht wird, ist unter Beachtung der obigen Regeln nach bekannten Grundsätzen
des Elektromagnetismus stets möglich. Oberhalb einer bestimmten Vormagnetisierung ist ferner
der Verlauf der differentiellen Permeabilität μΑ mit
der magnetischen Feldstärke weitgehend stabil, so daß keine starke Hysteresis beobachtet wird und die
sonst eintretenden Schwankungen der Spulengüte Q im benutzten Frequenzbereich kleingehalten werden
können.
Bei den bekannten induktiven Abstimmvorrichtungen mit Vormagnetisierung durch einen Steuergleichstrom
ist es nämlich recht lästig, daß bei Annäherung der Steuerstromstärke an den Sättigungswert die effektive Spulengüte Qeff an der Hochfrequenzklemme
rasch abnimmt und deshalb die Selektivität des Abstimmkreises sich stark verringert.
Dagegen läßt sich zeigen, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Schwankungen von Q so
klein gemacht werden können, daß das effektive Q größer als die Güte einer einzelnen Steuerwicklung
gemacht werden kann.
Dies läßt sich folgendermaßen an Hand des Ersatzschaltbildes der F i g. 7 zeigen, das hochfrequente
Verluste der Wicklungen und Eisenkerne berücksichtigt. Hier bedeuten R1 und Rc die Kupfer- und
Eisenverluste des Abstimmkerns bzw. des Drosselkerns. Die Eingangsimpedanz Zi1 der Ersatzschaltung
ergibt sich aus der Formel
ZU =
0+ jwLch)
\ + R0+Jm(L1+Lch) ■
R1 und a>Lch » Rc,
Re(Zn) ~
+
Rc)
(-
so ergeben sich Real- und Imaginärteil des Scheinwiderstandes aus den folgenden Formeln:
ω2(L1+ Lch) (RcL1+R1Lc,)
(R1 + ZU2+(L1 +Lchf
, ί7, ν „ α. J(RcL1 + Zt1 LJ (R1 + Rc) + ω2 (L1 + Lch) (RCL, + K1 Lch)]
Im(A11) ~ .
(Zi1 + Kc) + (L1 + Lch)
Die effektive Spulengüte Qeff an den Hochfrequenzklemmen ergibt sich aus dem Ausdruck
Zm(Zi1)
Qeff -
Re(Zi1) '
ω L1 Lc(L1+Lch)
Der Reziprokwert dieses Ausdrucks läßt sich folgendermaßen schreiben:
1 TD
Γ Ρ
Qe
ff
Qeff
+ Lch) O)L1(L1+ Lch)'
1 , L1(I) + Lc(I)J Q1 "
Hier sind Q1 und Qc die Spulengüten der Abstimm- 60 und
wicklung und der Drosselwicklung.
Wird der Wert Q analog zum Widerstand eines elektrischen Stromkreises aufgefaßt, so läßt sich
gemäß Fig. 8 der Wertße// als Parallelschaltung
der Werte
65 auffassen.
Die vorstehenden Ableitungen gelten unabhängig vom Stromverlauf der beteiligten Induktivitäten.
Wird nun eine normale Sättigungsdrossel mit hoher
Spulengüte Qc verwendet, so gilt
und
also
also
&(/)» Qx(D,
Qeff ~ Öi (1 + L1 (DfN) ~ Q1 (!).
Entsprechend dem Verlauf von längs Q1 der
Magnetisierungskennlinie der Abstimmspule sinkt also der Wert Qeff rasch ab, wenn der Steuerstrom
sich der Sättigung des Abstimmkerns C01 nähert.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung sind dagegen die Verhältnisse anders. Solange der Steuerstrom
/ klein ist, bleibt Lch (Z) auf einem nahezu konstanten Wert, der größer als derjenige von L1 (/)
ist, und es ist Qc » Q1, weshalb
20
Ist andererseits der Steuerstrom / groß, d. h. die Abstimmfrequenz hoch, so ist der Drosselkern zwar
stärker magnetisiert, aber noch unterhalb der Sättigung, während der Abstimmkern bereits gesättigt ist.
Deshalb hat nun die Größe QC(D einen erheblichen
höheren Wert als Q1 (Z), und der Wert von Lch (Z)
ist abgesunken, so daß gilt:
Obwohl also Z groß ist und öi (Z) bereits abgesunken
ist, hat der Quotient einen größeren Wert
Lch V11
als bei kleinem I, weshalb die Verringerung von Q,
durch den Koeffizienten dieser Größe kompensiert wird. F i g. 9 zeigt gemessene Werte des Verlaufs der
Spulengüte einerseits bei Verwendung einer Drossel konstanter Induktivität und andererseits bei Anwendung
der erfindungsgemäßen Kovarianz der Magnetisierungen des Drosselkerns und des Abstimmkerns.
Beispielsweise ist bei einer Stromstärke Z1 die Güte öi
bereits auf die Hälfte derjenigen für die Stromstärke Zmi„
abgesunken, aber bei Anwendung der Erfindung wird dieses Absinken nahezu vollständig kompensiert;
ist an dieser Stelle z. B. L1 (Z1) ~ Lc(I1), so gilt
Qeff = Öi (Z1) ■ 2 = Öi (Zmin) ·
Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß aufgebaute Abstimmvorrichtung ist in F i g. 10 gezeigt.
Zur Steuerung des Magnetisierungsstromes und damit zur Abstimmung ist ein stromverstärkender
Transistor Tr vorgesehen. Der Wert des Steuerstromes an der Ausgangsseite 4-4' wird durch einen
kleinen Stromwert an der Eingangsseite eingestellt. Auf der Ausgangsseite sind die Gleichstromwicklungen
I1,11 und 23 und die Drosselwicklungen 3^ 32
und33 in Reihe geschaltet. Die Gleichstromwicklungen
befinden sich auf einem Ferritkern ANC für den Antennenkreis, einem Kern HFC für den Hochfrequenzkreis
und einem Kern LOC für den Oszillatorkreis. Die Drosselwicklungen befinden sich auf Drosselkernen
CH1, CH1 und CH3. Die Gleichstromquelle
Ecc ist mit ihrem Minuspol über einen Begrenzungswiderstand
RD und einen Dämpfungskondensator C mit der Basis des Transistors Tr verbunden. Die
Widerstände Rbi und Rb2 sind einerseits geerdet und
andererseits über einen Schalter S mit dem Begrenzungswiderstand RD verbunden. Die Schleifkontakte
der Widerstände Rbl und Rb2 sind mit der Basis
des Transistors 7^ verbunden. Rc und Re sind Widerstände,
und ZD ist eine Zenerdiode.
Da die effektiven Induktivitäten Leff auf der Hochfrequenzseite
der Antennenwicklung I1, der Hochfrequenzwicklung
I2 und der Oszillatorwicklung I3
mit der Änderung des Steuergleichstromes gleich-' zeitig in gleicher Richtung schwanken, wenn feste
Kondensatoren C1, C2 und C3 parallel zu den Spulen I1,
I2 und I3 gelegt werden, ändern sich die Abstimmfrequenzen
des Antennenkreises und des Hochfrequenzkreises gleichzeitig in gleicher Richtung in
Abhängigkeit vom Steuerstrom Z, und die Oszillatorfrequenz kann gleichzeitig mit einer Zwischenfrequenzdifferenz
mit festem Unterschiedsbetrag in gleicher Richtung verschoben werden.
Deshalb kann ein Verstärker mit Hochfrequenzverstärkerstufe mit induktiven Abstimmvorrichtungen
der hier beschriebenen Art ausgerüstet werden. Zur Umschaltung der einzelnen Frequenzbereiche dient
im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Widerstandsumschaltung auf der Basisseite des Transistors
Tr. Wenn ein Sägezahnstrom auf die Basis des Transistors gegeben wird und der Basiskreis
mittels selbsttätiger Scharfabstimmung auf einen mit ausreichender Feldstärke einfallenden Sender geregelt
wird, läßt sich leicht ein Rundfunkempfänger mit selbsttätiger Stationswahl bauen.
F i g. 11 zeigt die Abstimmkennlinien einer solchen Schaltung. Die Frequenz / ist auf der Ordinate und
der Steuerstrom Z auf der Abszisse aufgetragen. Die Kurven A und B stellen den Verlauf der Abstimmfrequenz
bzw. der Uberlagerungsfrequenz mit dem Steuerstrom Z dar. Wie die Abbildung zeigt, läßt sich
der Gleichlauffehler durch Einstellung des Luftspalts der Drosselspule und passende Wahl des
Dämpfungskondensators C auf weniger als 5 kHz herabdrücken.
Als weiteres Beispiel ist in F i g. 12 das Schaltbild
eines ausgeführten Autoempfängers gezeigt, bei dem die Erfindung Anwendung findet. Der Transistor Tr1
dient zur Verstärkung der Hochfrequenz, der Transistor
Tr2 zur Mischung der Oszillatorfrequenz mit der ankommenden Hochfrequenz und der Transistor
Tr3 zur Verstärkung des Steuerstroms wie in F i g. 10. Cn ist ein Neutralisierungskondensator, der
zur Entkopplung zwischen dem Transistor Tr1 und der Drosselspule CH1 dient. Die Senderwahl geschieht
durch Umschalten der Widerstände Rb1 und Rb2 auf der Basisseite des Transistors Tr3 mittels des
Schalters S.
Wie vorstehend gezeigt wurde, kann also eine lineare Stromsteuerung in einem großen Frequenzbereich
durchgeführt werden, die Schwankungen der Spulengüte und damit der Kreisgüte können auf
ein Minimum herabgedrückt werden, die mechanische Festigkeit ist höher, der Platzbedarf kleiner und die
selbsttätige Senderwahl leichter durchführbar als in allen bekannten induktiven Abstimmvorrichtungen.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen induktiven Abstimmvorrichtungen im Hochfrequenzteil eines
Empfängers läßt sich dank des linearen Frequenzverlaufes eine hervorragende Frequenzumsetzung erzielen,
ohne daß unerwünschte Schwingungen od. dgl. auftreten.
909 524/79c
Claims (3)
1. Induktive Abstimmvorrichtung mit einem Abstimmkern, der eine Hochfrequenzwicklung
und eine mit Gleichstrom gespeiste, zur Vormagnetisierung dienende Steuerwicklung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwicklung (2) auch für die hochfrequente Schwingung mit der Hochfrequenzwicklung (1)
gekoppelt und in Reihe mit einer im Induktivitätswert durch den Steuergleichstrom beeinflußten
Drosselspule (3) geschaltet ist und daß die Eisenkerne und Wicklungen so bemessen sind, daß bei
Betrieb des Abstimmkerns (C01) und des Drossel-
10
kerns (C02) im fallenden Teil der Kurven ihrer
differentiellen Permeabilität in Abhängigkeit von der Feldstärke die effektive Induktivität (Leff) der
Hochfrequenzwicklung (1) umgekehrt proportional zum Quadrat des Steuerstroms (/) verläuft.
2. Abstimmvorrichtung nach Anspruch 1 mit als Ringkern ausgebildetem Abstimmkern, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drosselkern offen ist.
3. Abstimmvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochfrequenzwicklung
(1) und die Steuerwicklung (2) bifilar gewickelt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP161365 | 1965-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1297170B true DE1297170B (de) | 1969-06-12 |
Family
ID=11506345
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK58144A Withdrawn DE1297170B (de) | 1965-01-14 | 1966-01-14 | Induktive Abstimmvorrichtung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3541455A (de) |
| DE (1) | DE1297170B (de) |
| FR (1) | FR1477495A (de) |
| GB (1) | GB1127111A (de) |
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