[go: up one dir, main page]

DE1297170B - Induktive Abstimmvorrichtung - Google Patents

Induktive Abstimmvorrichtung

Info

Publication number
DE1297170B
DE1297170B DEK58144A DEK0058144A DE1297170B DE 1297170 B DE1297170 B DE 1297170B DE K58144 A DEK58144 A DE K58144A DE K0058144 A DEK0058144 A DE K0058144A DE 1297170 B DE1297170 B DE 1297170B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
frequency
tuning
winding
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DEK58144A
Other languages
English (en)
Inventor
Katayama Aisuke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TDK Corp
Original Assignee
TDK Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TDK Corp filed Critical TDK Corp
Publication of DE1297170B publication Critical patent/DE1297170B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03JTUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
    • H03J7/00Automatic frequency control; Automatic scanning over a band of frequencies
    • H03J7/02Automatic frequency control
    • H03J7/04Automatic frequency control where the frequency control is accomplished by varying the electrical characteristics of a non-mechanically adjustable element or where the nature of the frequency controlling element is not significant
    • H03J7/14Controlling the magnetic state of inductor cores
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F21/00Variable inductances or transformers of the signal type
    • H01F21/02Variable inductances or transformers of the signal type continuously variable, e.g. variometers
    • H01F21/08Variable inductances or transformers of the signal type continuously variable, e.g. variometers by varying the permeability of the core, e.g. by varying magnetic bias
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03JTUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
    • H03J3/00Continuous tuning
    • H03J3/02Details
    • H03J3/16Tuning without displacement of reactive element, e.g. by varying permeability
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03JTUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
    • H03J3/00Continuous tuning
    • H03J3/02Details
    • H03J3/16Tuning without displacement of reactive element, e.g. by varying permeability
    • H03J3/18Tuning without displacement of reactive element, e.g. by varying permeability by discharge tube or semiconductor device simulating variable reactance
    • H03J3/185Tuning without displacement of reactive element, e.g. by varying permeability by discharge tube or semiconductor device simulating variable reactance with varactors, i.e. voltage variable reactive diodes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)
  • Input Circuits Of Receivers And Coupling Of Receivers And Audio Equipment (AREA)

Description

ständen auf der Niederstromseite eines Steuertransistors oder mittels kontinuierlicher Stromstärkenänderung gewählt werden können.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Hierin sind
F i g. 1 eine Darstellung der Abhängigkeit der differentiellen Permeabilität von der Feldstärke für
bei denen die elektrostatische Kapazität sich mittels I0 Abstimmvorrichtungen nicht auf, da die einzelnen einer äußeren Spannung verändern läßt. Infolge der Resonanzfrequenzen durch Umschaltung von WiderVerluste der Kapazitätsdioden und der Spulen ist
es aber schwierig, die Güte der damit aufgebauten
Resonanzkreise zu verbessern.
Ferner sind Abstimmvorrichtungen bekannt, bei i5
denen nicht die Kapazität, sondern die Induktivität
auf elektrischem Wege verändert wird. Bei einer
dieser Vorrichtungen befindet sich ein Hochfrequenzferrit, z. B. ein Ringkern, in einem U-förmigen Joch,
dem ein Steuergleichstrom zugeführt wird. Es wird 20 einen Ferritkern,
dabei stets dafür gesorgt, daß die Hochfrequenz F i g. 2 die Darstellung zweier Kernformen,
nicht auf die vom Gleichstrom durchflossene Steuer- F i g. 3 das grundsätzliche Schaltbild der erfin-
wicklung rückwirken kann. Diese Vorrichtungen dungsgemäßen Abstimmvorrichtung, haben aber den Nachteil, daß die Krümmung der F i g. 4 die erfindungsgemäß erhaltene ideale BeKurve der Abstimmfrequenz in Abhängigkeit vom 25 Ziehung zwischen Abstimmfrequenz und Steuerstrom-Steuerstrom so stark ist, daß der Gleichlauffehler stärke (ausgezogen) und dieselbe Beziehung bei einer zwischen der Oszillatorfrequenz und der Empfangs- bekannten Abstimmvorrichtung (gestrichelt), frequenz bei Überlagerungsempfängern nur schwer F i g. 5 die Änderung der Induktivitäten von Abklein gehalten werden kann. Es müssen deshalb stimmspule und Drosselspule mit der Steuerstrombesondere Spannungsregeleinrichtungen vorgesehen 30 stärke derart, daß die Abstimmfrequenz linear verwerden, um die Vormagnetisierung der Abstimmkerne ändert werden kann,
F i g. 6 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, F i g. 7 ein Ersatzschaltbild zur Berechnung der Kreisgüte,
F i g. 8 eine Ersatzschaltung für das Ergebnis dieser Berechnung,
F i g. 10 ein Anwendungsbeispiel der Erfindung auf die Hochfrequenzstufe eines Empfängers,
F i g. 11 die Gleichlaufkennlinie eines solchen größe, also im vorliegenden Falle vom Steuergleich- 40 Empfängers und
strom, sehr wesentlich. F i g. 12 ein weiteres Anwendungsbeispiel der Er-
Die Erfindung geht also aus von einer induktiven findung auf den Hochfrequenzteil eines Empfängers. Abstimmvorrichtung mit einem Abstimmkern, der Bei der Erfindung wird von der Tatsache Gebrauch
eine Hochfrequenzwicklung und eine mit Gleich- gemacht, daß die differentielle Permeabilität μλ eines strom gespeiste, zur Vormagnetisierung dienende 45 Ferrits in Abhängigkeit von der magnetischen Feld-Steuerwicklung aufweist, und ist dadurch gekenn- stärke (gemessen in Amperewindungen) stets einen zeichnet, daß die Steuerwicklung auch für hoch- stabilen fallenden Teil hat. Die differentielle Permeabifrequente Schwingung mit der Hochfrequenzwicklung Htät ist diejenige, die gemessen wird, wenn ein Magnetgekoppelt und in Reihe mit einer im Induktivitätswert kern bereits in einer Richtung magnetisiert war und durch den Steuergleichstrom beeinflußten Drossel- 5o dann in gleicher Richtung eine zusätzliche Magnetispule geschaltet ist und daß die Eisenkerne und sierung erfährt. Eine entsprechende Kurve ist in k
konstant zu halten.
Bei Verwendung derartiger Abstimmvorrichtungen im Hochfrequenzteil eines Rundfunkempfängers od. dgl. müssen bekanntlich mehrere Abstimmkreise gleichzeitig auf verschiedene Frequenzen abgestimmt werden. Um dies mit ausreichender Genauigkeit durchführen zu können, ist die Linearität des Verlaufs der Abstimmfrequenz in Abhängigkeit von der Steuer-
p g
Wicklungen so bemessen sind, daß bei Betrieb des Abstimmkerns und des Drosselkerns im fallenden Teil der Kurven ihrer differentiellen Permeabilität in Abhängigkeit von der Feldstärke die effektive Induktivität der Hochfrequenzwicklung umgekehrt proportional zum Quadrat des Steuerstroms verläuft. Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, so hängt bei Parallelschaltung eines festen KondenAbil di i i
F i g. 1 gezeigt. Dort sind in Abszissenrichtung die Amperewindungen AT und in Ordinatenrichtung die differentielle Permeabilität μλ aufgetragen.
Zur Ausführung der Erfindung finden ein ringförmiger Kern gemäß F i g. 2A und ein hanteiförmiger Kern gemäß F i g. 2 B Verwendung.
F i g. 3 zeigt die Grundsatzschaltung gemäß der Erfindung. C01 ist ein Abstimmkern und C02 ein
sators zur Abstimmspule die Frequenz in einem 60 Drosselkern. Beide Eisenkerne arbeiten im fallenden
weiten Bereich linear vom Steuerstrom ab. Es kann Teil der Permeabilitätskurve gemäß Fig. 1. Bei-
also eine Abstimmvorrichtung mit minimalem Gleich- spielsweise wird ein Ringkern als Abstimmkern C01
lauffehler gebaut werden. und ein Hantelkern als Drosselkern C02 verwendet.
Die erwähnten Bedingungen lassen sich am ein- Auf dem Abstimmkern sitzen eine Hochfrequenz-
fachsten erfüllen, wenn der Abstimmkern als Ring- 65 wicklung 1 und eine mit Gleichstrom beaufschlagte
kern und der Drosselkern als offener Kern ausgebildet Steuerwicklung 2. Der Drosselkern C02 trägt eine
sind sowie wenn die Hochfrequenzwicklung und die Drosselwicklung 3. Die Steuerwicklung 2 und die
Steuerwicklung bifilar gewickelt sind. Drosselwicklung 3 liegen in Reihe an einer Gleich-
stromquelle Vx . Leff stellt die veränderbare effektive Induktivität der Hochfrequenzwicklung 1 dar. Zur Ableitung der Hochfrequenzströme ist ein Kondensator C parallel zur Gleichstromquelle VDC vorgesehen.
Die Induktivitäten der Hochfrequenzwicklung 1, der Steuerwicklung 2 und der Drosselwicklung 3 sollen mit L1, L2 und Lch bezeichnet werden, und zwar ohne Berücksichtigung der gegenseitigen Induktivität durch andere auf dem gleichen Kern sitzende Wick- m lungen. Wenn die Gegeninduktivität zwischen den Wicklungen 1 und 2 M und der Kopplungskoeffizient K ist, so gilt folgende Beziehung:
Soll sich nun die Abstimmfrequenz linear mit der Steuerstromstärke / ändern, so kann dies folgendermaßen ausgedrückt werden:
Setzt man f/fmin = y, so ist die erwähnte Bedingung gleichwertig mit
y - 1 = kl.
= K
(D
Der Wechselstromwiderstand Z1 der Hochfrequenzwicklung 1 ergibt sich aus der nachstehenden Gleichung
Z1 = JmLx(I)
1M(I)2
J10[L2(I)+ Lch(I)}·
(2)
Hierin ist ω die Kreisfrequenz. Setzt man Formel (1) in (2) ein, so ergibt sich
Z1 = Ja1L1(D-J^K 1-^ In F i g. 4 ist y auf der Ordinate und der Steuerstrom / auf der Abszisse aufgetragen. Die ausgezogene Linie stellt den geforderten Idealverlauf dar, während die gestrichelte Linie für eine bekannte induktive Abstimmvorrichtung der eingangs erwähnten Art gilt.
Erfindungsgemäß wird durch gleichzeitige Vormagnetisierung des Abstimmkerns C01 und des Drosselkerns C02 der Verlauf von LefJ (Z) so beeinflußt, daß sich die Abstimmfrequenz hinsichtlich der Steuerstromstärke linear ändert, wobei die Steuerwicklungen auf dem Abstimmkern und die Drosselwicklung in Reihe geschaltet sind.
Wenn die größte und die kleinste Frequenz eines vorgeschriebenen Frequenzbandes, das von der Abstimmvorrichtung bestrichen werden soll, mit fmax und fmibezeichnet werden, so folgt aus Formel (6)
Sind nun die Wicklungen 1 und 2 eng gekoppelt, so ist K nahezu gleich 1, so daß sich ergibt:
Le//(min)
Leff(max)
/ fmx\2
= ( Jm<** \ \ Jmin /
Z1 = JOjL1 (/) — j
L1(I)-L2(I) L1(D + L^1(I)
L2(I)
L2(I) + Lj1(I) f '
35
Die effektive Induktivität Leff der Hochfrequenzwicklung 1 ergibt sich hieraus zu
Leff =
L2(I)
L2(I) + Lch (DC
Sind die Wicklungen 1 und 2 bifilar gewickelt, so ist Lx(I) = L2(I). Somit
ι m = MJ)^(J) (5)
1^" UJ L1(Z) + Lch(I) ■
Die hochfrequente effektive Induktivität Leff ist also äquivalent mit der Parallelschaltung von L1 und Lcl;. "
Ist ein fester Kondensator C parallel zur Hochfrequenzwicklung 1 geschaltet und bildet mit ihr einen Resonanzkreis, so ergibt sich die Abstimmfrequenz / in Abhängigkeit vom Steuerstrom Z aus der folgenden Gleichung
2 π yCLeU(I)
Im fallenden Teil der Magnetisierungskennlinie nimmt nach anfänglicher Magnetisierung der Kerne die differentielle Permeabilität ihr Maximum für nahezu verschwindende Stromstärke Z an. Ist also I ~ 0, so wird Leff ein Maximum, und der Minimalwert /m,„ der Abstimmfrequenz wird bestimmt durch die Formel
Jmin
2 ar/Cl^(O) ■
Wenn also Leff(I) umgekehrt proportional zum Quadrat der Stromstärke in diesem Bereich ist, so wird die Abstimmkurve eine gerade Linie, so daß Gleichlauffehler leicht vermieden werden können.
Wenn in Formel (5) Lch » L1 ist, so gilt
Leff(I)~ Lx(I).
Dieser Fall trifft für die Reihenschaltung einer Vormagnetisierungswicklung mit einer normalen gesättigten Drossel von konstanter Induktivität zu. Die Änderung von Lerf(I) mit dem Steuerstrom rührt
(4) 40 in diesem Falle ausschließlich von der Änderung der differentiellen Permeabilität auf der Magnetisierungskurve des Abstimmkerns C01 her. Wenn also die Steuerstromstärke ansteigt und der Abstimmkern sich der Sättigung nähert, verringert sich die Permeabilitätsänderung, und die Änderung der effektiven Induktivität nimmt ebenfalls ab, so daß die Änderung der Abstimmfrequenz mit dem Steuerstrom kleiner wird und die vom linearen Verlauf abweichende gestrichelte Linie der F i g. 4 gilt.
Erfindungsgemäß werden dagegen die magnetischen Eigenschaften des Drosselkerns und des Abstimmkerns gleichzeitig beeinflußt. Wie Fig. 1 und 6 zeigen, besteht der Abstimmkern aus einem geschlossenen magnetischen Kreis, vorzugsweise einem Ringkern, bei dem die Permeabilität sich im Bereich niedriger Steuerstromstärken stark ändert, jedoch bei Annäherung an die Sättigung nur noch eine geringe Änderung erfährt. Dagegen besteht der Drosselkern C02 aus einem offenen magnetischen Kern mit schmalem Luftspalt, vorzugsweise einem hantelförmigen Kern geniaß F i g, 2B. Für einen solchen Kern ist bei kleider Stieüersjrpmstärke die Änderung der Permeabilität mit dem Steuerstrom gering; wenn dagegen die Sfeüerstromstärke einen größeren Wert annimmt, bei dem bereits Sättigung des Ringkerns C01 eintritt, so ist die Änderung der Permeabilität des
(7) offenen Drosselkerns mit derrt Steuerstrom immer noch verhältnismäßig groß.
Diese Verhältnisse sind in F i g. 5 dargestellt. Die Induktivität L1 der Hochfrequenzwicklung nimmt von kleinen Steuerstromwerten zunächst stark ab, nähert sich aber dann einem Sättigungswert und bleibt bei höheren Stromstärken nahezu konstant. Die Induktivität Lch der Drosselwicklung ist dagegen bei kleinen Stromstärken fast konstant und nimmt bei höheren Stromstärken bis zum Maximalwert des Steuerstroms ständig stark ab. Durch diese gleichzeitige Änderung der magnetischen Eigenschaften des Drosselkerns und des Abstimmkerns läßt sich erreichen, daß die für Hochfrequenz geltende effektive Induktivität Leff gemäß Formel (5) in dem gewünschten Frequenzband umgekehrt proportional zum Quadrat der Steuerstromstärke verläuft, daß also gilt:
Leff(I) ~ R/P,
wobei R ein Proportionalitätsfaktor ist. Wird also gemäß F i g. 6 ein fester Kondensator C mit der Hochfrequenzquelle verbunden, so erhält man die gewünschte lineare Beziehung zwischen der Abstimmfrequenz und der Steuerstromstärke in dem vorgeschriebenen Frequenzband.
Die gegenseitige Abstimmung der magnetischen Eigenschaften der beiden Eisenkerne und der Windungszahlen der auf ihnen angebrachten Wicklungen derart, daß die gewünschte Stromabhängigkeit der effektiven Induktivität erreicht wird, ist unter Beachtung der obigen Regeln nach bekannten Grundsätzen des Elektromagnetismus stets möglich. Oberhalb einer bestimmten Vormagnetisierung ist ferner der Verlauf der differentiellen Permeabilität μΑ mit der magnetischen Feldstärke weitgehend stabil, so daß keine starke Hysteresis beobachtet wird und die sonst eintretenden Schwankungen der Spulengüte Q im benutzten Frequenzbereich kleingehalten werden können.
Bei den bekannten induktiven Abstimmvorrichtungen mit Vormagnetisierung durch einen Steuergleichstrom ist es nämlich recht lästig, daß bei Annäherung der Steuerstromstärke an den Sättigungswert die effektive Spulengüte Qeff an der Hochfrequenzklemme rasch abnimmt und deshalb die Selektivität des Abstimmkreises sich stark verringert.
Dagegen läßt sich zeigen, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Schwankungen von Q so klein gemacht werden können, daß das effektive Q größer als die Güte einer einzelnen Steuerwicklung gemacht werden kann.
Dies läßt sich folgendermaßen an Hand des Ersatzschaltbildes der F i g. 7 zeigen, das hochfrequente Verluste der Wicklungen und Eisenkerne berücksichtigt. Hier bedeuten R1 und Rc die Kupfer- und Eisenverluste des Abstimmkerns bzw. des Drosselkerns. Die Eingangsimpedanz Zi1 der Ersatzschaltung ergibt sich aus der Formel
ZU =
0+ jwLch)
\ + R0+Jm(L1+Lch) ■ R1 und a>Lch » Rc,
Re(Zn) ~
+ Rc) (-
so ergeben sich Real- und Imaginärteil des Scheinwiderstandes aus den folgenden Formeln:
ω2(L1+ Lch) (RcL1+R1Lc,)
(R1 + ZU2+(L1 +Lchf
, ί7, ν „ α. J(RcL1 + Zt1 LJ (R1 + Rc) + ω2 (L1 + Lch) (RCL, + K1 Lch)]
Im(A11) ~ .
(Zi1 + Kc) + (L1 + Lch)
Die effektive Spulengüte Qeff an den Hochfrequenzklemmen ergibt sich aus dem Ausdruck
Zm(Zi1)
Qeff -
Re(Zi1) '
ω L1 Lc(L1+Lch)
Der Reziprokwert dieses Ausdrucks läßt sich folgendermaßen schreiben:
1 TD Γ Ρ
Qe
ff
Qeff
+ Lch) O)L1(L1+ Lch)' 1 , L1(I) + Lc(I)J Q1 "
Hier sind Q1 und Qc die Spulengüten der Abstimm- 60 und wicklung und der Drosselwicklung.
Wird der Wert Q analog zum Widerstand eines elektrischen Stromkreises aufgefaßt, so läßt sich gemäß Fig. 8 der Wertße// als Parallelschaltung der Werte
65 auffassen.
Die vorstehenden Ableitungen gelten unabhängig vom Stromverlauf der beteiligten Induktivitäten. Wird nun eine normale Sättigungsdrossel mit hoher
Spulengüte Qc verwendet, so gilt
und
also
&(/)» Qx(D, Qeff ~ Öi (1 + L1 (DfN) ~ Q1 (!).
Entsprechend dem Verlauf von längs Q1 der Magnetisierungskennlinie der Abstimmspule sinkt also der Wert Qeff rasch ab, wenn der Steuerstrom sich der Sättigung des Abstimmkerns C01 nähert.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung sind dagegen die Verhältnisse anders. Solange der Steuerstrom / klein ist, bleibt Lch (Z) auf einem nahezu konstanten Wert, der größer als derjenige von L1 (/) ist, und es ist Qc » Q1, weshalb
20
Ist andererseits der Steuerstrom / groß, d. h. die Abstimmfrequenz hoch, so ist der Drosselkern zwar stärker magnetisiert, aber noch unterhalb der Sättigung, während der Abstimmkern bereits gesättigt ist. Deshalb hat nun die Größe QC(D einen erheblichen höheren Wert als Q1 (Z), und der Wert von Lch (Z) ist abgesunken, so daß gilt:
Obwohl also Z groß ist und öi (Z) bereits abgesunken ist, hat der Quotient einen größeren Wert
Lch V11
als bei kleinem I, weshalb die Verringerung von Q, durch den Koeffizienten dieser Größe kompensiert wird. F i g. 9 zeigt gemessene Werte des Verlaufs der Spulengüte einerseits bei Verwendung einer Drossel konstanter Induktivität und andererseits bei Anwendung der erfindungsgemäßen Kovarianz der Magnetisierungen des Drosselkerns und des Abstimmkerns. Beispielsweise ist bei einer Stromstärke Z1 die Güte öi bereits auf die Hälfte derjenigen für die Stromstärke Zmi„ abgesunken, aber bei Anwendung der Erfindung wird dieses Absinken nahezu vollständig kompensiert; ist an dieser Stelle z. B. L1 (Z1) ~ Lc(I1), so gilt
Qeff = Öi (Z1) ■ 2 = Öi (Zmin) ·
Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäß aufgebaute Abstimmvorrichtung ist in F i g. 10 gezeigt. Zur Steuerung des Magnetisierungsstromes und damit zur Abstimmung ist ein stromverstärkender Transistor Tr vorgesehen. Der Wert des Steuerstromes an der Ausgangsseite 4-4' wird durch einen kleinen Stromwert an der Eingangsseite eingestellt. Auf der Ausgangsseite sind die Gleichstromwicklungen I1,11 und 23 und die Drosselwicklungen 3^ 32 und33 in Reihe geschaltet. Die Gleichstromwicklungen befinden sich auf einem Ferritkern ANC für den Antennenkreis, einem Kern HFC für den Hochfrequenzkreis und einem Kern LOC für den Oszillatorkreis. Die Drosselwicklungen befinden sich auf Drosselkernen CH1, CH1 und CH3. Die Gleichstromquelle Ecc ist mit ihrem Minuspol über einen Begrenzungswiderstand RD und einen Dämpfungskondensator C mit der Basis des Transistors Tr verbunden. Die Widerstände Rbi und Rb2 sind einerseits geerdet und andererseits über einen Schalter S mit dem Begrenzungswiderstand RD verbunden. Die Schleifkontakte der Widerstände Rbl und Rb2 sind mit der Basis des Transistors 7^ verbunden. Rc und Re sind Widerstände, und ZD ist eine Zenerdiode.
Da die effektiven Induktivitäten Leff auf der Hochfrequenzseite der Antennenwicklung I1, der Hochfrequenzwicklung I2 und der Oszillatorwicklung I3 mit der Änderung des Steuergleichstromes gleich-' zeitig in gleicher Richtung schwanken, wenn feste Kondensatoren C1, C2 und C3 parallel zu den Spulen I1, I2 und I3 gelegt werden, ändern sich die Abstimmfrequenzen des Antennenkreises und des Hochfrequenzkreises gleichzeitig in gleicher Richtung in Abhängigkeit vom Steuerstrom Z, und die Oszillatorfrequenz kann gleichzeitig mit einer Zwischenfrequenzdifferenz mit festem Unterschiedsbetrag in gleicher Richtung verschoben werden.
Deshalb kann ein Verstärker mit Hochfrequenzverstärkerstufe mit induktiven Abstimmvorrichtungen der hier beschriebenen Art ausgerüstet werden. Zur Umschaltung der einzelnen Frequenzbereiche dient im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Widerstandsumschaltung auf der Basisseite des Transistors Tr. Wenn ein Sägezahnstrom auf die Basis des Transistors gegeben wird und der Basiskreis mittels selbsttätiger Scharfabstimmung auf einen mit ausreichender Feldstärke einfallenden Sender geregelt wird, läßt sich leicht ein Rundfunkempfänger mit selbsttätiger Stationswahl bauen.
F i g. 11 zeigt die Abstimmkennlinien einer solchen Schaltung. Die Frequenz / ist auf der Ordinate und der Steuerstrom Z auf der Abszisse aufgetragen. Die Kurven A und B stellen den Verlauf der Abstimmfrequenz bzw. der Uberlagerungsfrequenz mit dem Steuerstrom Z dar. Wie die Abbildung zeigt, läßt sich der Gleichlauffehler durch Einstellung des Luftspalts der Drosselspule und passende Wahl des Dämpfungskondensators C auf weniger als 5 kHz herabdrücken.
Als weiteres Beispiel ist in F i g. 12 das Schaltbild eines ausgeführten Autoempfängers gezeigt, bei dem die Erfindung Anwendung findet. Der Transistor Tr1 dient zur Verstärkung der Hochfrequenz, der Transistor Tr2 zur Mischung der Oszillatorfrequenz mit der ankommenden Hochfrequenz und der Transistor Tr3 zur Verstärkung des Steuerstroms wie in F i g. 10. Cn ist ein Neutralisierungskondensator, der zur Entkopplung zwischen dem Transistor Tr1 und der Drosselspule CH1 dient. Die Senderwahl geschieht durch Umschalten der Widerstände Rb1 und Rb2 auf der Basisseite des Transistors Tr3 mittels des Schalters S.
Wie vorstehend gezeigt wurde, kann also eine lineare Stromsteuerung in einem großen Frequenzbereich durchgeführt werden, die Schwankungen der Spulengüte und damit der Kreisgüte können auf ein Minimum herabgedrückt werden, die mechanische Festigkeit ist höher, der Platzbedarf kleiner und die selbsttätige Senderwahl leichter durchführbar als in allen bekannten induktiven Abstimmvorrichtungen.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen induktiven Abstimmvorrichtungen im Hochfrequenzteil eines Empfängers läßt sich dank des linearen Frequenzverlaufes eine hervorragende Frequenzumsetzung erzielen, ohne daß unerwünschte Schwingungen od. dgl. auftreten.
909 524/79c

Claims (3)

Patentansprüche :
1. Induktive Abstimmvorrichtung mit einem Abstimmkern, der eine Hochfrequenzwicklung und eine mit Gleichstrom gespeiste, zur Vormagnetisierung dienende Steuerwicklung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwicklung (2) auch für die hochfrequente Schwingung mit der Hochfrequenzwicklung (1) gekoppelt und in Reihe mit einer im Induktivitätswert durch den Steuergleichstrom beeinflußten Drosselspule (3) geschaltet ist und daß die Eisenkerne und Wicklungen so bemessen sind, daß bei Betrieb des Abstimmkerns (C01) und des Drossel-
10
kerns (C02) im fallenden Teil der Kurven ihrer differentiellen Permeabilität in Abhängigkeit von der Feldstärke die effektive Induktivität (Leff) der Hochfrequenzwicklung (1) umgekehrt proportional zum Quadrat des Steuerstroms (/) verläuft.
2. Abstimmvorrichtung nach Anspruch 1 mit als Ringkern ausgebildetem Abstimmkern, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkern offen ist.
3. Abstimmvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochfrequenzwicklung (1) und die Steuerwicklung (2) bifilar gewickelt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEK58144A 1965-01-14 1966-01-14 Induktive Abstimmvorrichtung Withdrawn DE1297170B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP161365 1965-01-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1297170B true DE1297170B (de) 1969-06-12

Family

ID=11506345

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK58144A Withdrawn DE1297170B (de) 1965-01-14 1966-01-14 Induktive Abstimmvorrichtung

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3541455A (de)
DE (1) DE1297170B (de)
FR (1) FR1477495A (de)
GB (1) GB1127111A (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2612026B1 (fr) * 1987-03-02 1989-06-09 Telemecanique Electrique Dispositif inductif d'echange rapide de donnees entre deux supports
US5994985A (en) * 1997-12-05 1999-11-30 Rockwell Science Center, Llc Integrable high-Q tunable capacitor and method
DE19807255B4 (de) * 1998-02-20 2010-08-26 Infineon Technologies Ag Steuerbarer LC-Oszillator

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916423C (de) * 1942-09-15 1954-08-09 Siemens Ag Anordnung zur Veraenderung des Induktivitaetswertes einer elektrischen Spule durch UEberlagerung eines regelbaren Magnetfeldes
DE1082636B (de) * 1957-06-05 1960-06-02 Gen Motors Corp Spannungsregeleinrichtung fuer die induktive Abstimmung eines Rundfunkempfaengers

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2997584A (en) * 1958-02-19 1961-08-22 Motorola Inc Saturable core tuning inductor

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916423C (de) * 1942-09-15 1954-08-09 Siemens Ag Anordnung zur Veraenderung des Induktivitaetswertes einer elektrischen Spule durch UEberlagerung eines regelbaren Magnetfeldes
DE1082636B (de) * 1957-06-05 1960-06-02 Gen Motors Corp Spannungsregeleinrichtung fuer die induktive Abstimmung eines Rundfunkempfaengers

Also Published As

Publication number Publication date
GB1127111A (en) 1968-09-11
US3541455A (en) 1970-11-17
FR1477495A (fr) 1967-04-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE947375C (de) Relais-UEbertragungsschaltung mit Transistor
DE1297170B (de) Induktive Abstimmvorrichtung
DE2937695C2 (de) Aufnahmeschaltung für ein Magnetbandgerät
DE19843465B4 (de) Stromkompensierte Funkentstördrossel
DE1623102A1 (de) Annaeherungsfuehler
DE1616690C3 (de) Schaltungsanordnung zur Verringerung der Eigenverluste von Induktanzen, insbesondere in Einrichtungen von Fernsprech-Vermittlungsanlagen
DE2601362A1 (de) Frequenzdiskriminator
DE1591437A1 (de) Kopplungsschaltung fuer einen Breitband-Transistorverstaerker
DE1255151C2 (de) Schaltungsanordnung fuer hochfrequenzverstaerker mit einem transistor als verstaerkerelement, dessen arbeitspunkt durch eine regelspannung bestimmt ist
DE678200C (de) Schaltung fuer Superheterodyneempfaenger
DE1812652C3 (de) Elektronischer Annäherungsschalter
DE2548001C3 (de) Induktive Reaktanzschaltung mit hohem Q-Wert
DE738825C (de) Verfahren zur selbsttaetigen Scharfabstimmung von elektrischen Schwingungskreisen
DE10152869B4 (de) Stufenlos einstellbare Induktivität
DE716616C (de) Schaltungsanordnung zur Einstellung der Amplitude und Phase einer Wechselspannung
AT235339B (de) Frequenzdiskriminator
DE1202844B (de) Mischstufe
AT261011B (de) Schaltungsanordnung zur Verringerung der Eigenverluste von mindestens eine Hauptwicklung aufweisenden Induktanzen, wie Spulen und Übertrager, insbesondere von Induktanzen in Einrichtungen von Fernsprech-Vermittlungsanlagen
DE523996C (de) Roehrensender-Schaltung
DE1220493B (de) Demodulator fuer phasenwinkelmodulierte elektrische Schwingungen
DE1168961B (de) Selbsthalteeigenschaften besitzende Magnetkernschaltung nach dem Transfluxorprinzip
DE2310616C3 (de) Empfangsantenne für mehrere Frequenzbereiche
AT144176B (de) Hochfrequenzkopplungselement.
DE2225720A1 (de) Elektrisches Gerat
DE414804C (de) Einrichtung zur Steuerung von Wechselstromkreisen mit Hochfrequenzmaschinen

Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee