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DE1296691B - Schutzeinrichtung fuer elektrische Netze oder Anlagen - Google Patents

Schutzeinrichtung fuer elektrische Netze oder Anlagen

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Publication number
DE1296691B
DE1296691B DE1965B0082903 DEB0082903A DE1296691B DE 1296691 B DE1296691 B DE 1296691B DE 1965B0082903 DE1965B0082903 DE 1965B0082903 DE B0082903 A DEB0082903 A DE B0082903A DE 1296691 B DE1296691 B DE 1296691B
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DE
Germany
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protective
input
relay
relays
memory
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965B0082903
Other languages
English (en)
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Individual
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Individual
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Publication date
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Publication of DE1296691B publication Critical patent/DE1296691B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/26Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
    • H02H7/261Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured involving signal transmission between at least two stations
    • H02H7/262Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured involving signal transmission between at least two stations involving transmissions of switching or blocking orders

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzeinrichtung für elektrische Netze oder Anlagen mit gestaffelt angeordneten Schutzrelais, wobei die Schutzrelais jeweils aus einem Meßteil und einem Auslöseteil bestehen, einem Schutzrelais zumindest von dem in der Staffelung vorangehenden Schutzrelais ein Verriegelungssignal zugeführt wird, jedes Schutzrelais eine dem Auslöseteil vorgeschaltete Torschaltung besitzt und ein Eingang der jeweiligen Torschaltung mit einer an einen Pulsgenerator angeschlossenen Sammelleitung verbunden ist und wobei weiter jedes Schutzrelais für positive und negative Halbwellen einer zu überwachenden Wechselgröße je einen Meßtrigger sowie ein Speicherelement aufweist, nach Patentanmeldung P 12 80 971.1-32 (deutsche Auslegeschrift 1280 971).
  • Es ist bekannt, Netze oder elektrische Anlagen z. B. durch überstromzeitrelais mit Zeitstaffelung zu schützen. Der Zeitabstand zwischen einzelnen Schaltstufen beträgt dabei praktisch etwa 0,2 bis 0,5 Sekunden. Dieser Zeitabstand ist sehr groß gegenüber der Ansprechzeit von elektronischen Relais. Er steht somit einer Ausnutzung der kurzen Ansprechzeit von elektronischen Relais bei Schutzeinrichtungen mit gestaffelt angeordneten Schutzrelais entgegen. Eine wesentliche Herabsetzung dieser Zeitabstände ist andererseits ebenfalls schwierig, da dann die Gefahr von Fehlauslösungen infolge von Zeitunterschieden zwischen einzelnen Signalen besteht. Darüber hinaus ist weiter zu beachten, daß durch Störimpulse keine unerwünschte Betätigung einzelner Schutzrelais erfolgen darf.
  • Ferner sind bereits mittels Phasenvergleich arbeitende elektronische Distanzschutzeinrichtungen bekannt. Bei diesen werden Torschaltungen zur Feststellung der Phasenbeziehungen zwischen den jeweiligen Strömen und Spannungen verwendet. -Die Auslösezeiten von Distanzrelais sind in Abhängigkeit von der Fehlerentfernung zeitlich gestaffelt, damit jedes Distanzrelais als Reserveschutz für vorangehende Leitungsabschnitte arbeiten kann. Der Zeitabstand zwischen den einzelnen Stufen eines Distanzrelais beträgt im allgemeinen 0,4 bis 0,5 Sekunden und ist im wesentlichen durch die Auslösezeit der zugehörigen Schalter zuzüglich einer , Sicherheitsspanne gegeben. Damit ergeben sich die gleichen, vorstehend bereits im Zusammenhang mit der Zeitstaffelung von überstromzeitrelais dargelegten Probleme. Außerdem gestaltet sich der Schutz von Netzen mit kurzen Leitungsabschnitten, wie sie z. B. ; in Stadtnetzen auftreten können, schwierig.
  • Weiter ist es bei Schutzeinrichtungen ohne Zeitstaffelung bekannt, Anregerrelais so anzuordnen, daß jedes von ihnen beim Ansprechen ein Sperrzeichen in Richtung auf die Energiequelle aussendet. Tritt ; ein Fehler auf, so sind alle Relais bis auf eines, das der Störungsstelle am nächsten liegt, verriegelt. -Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Funktion ist dabei, daß die Verriegelung schneller wirksam wird als das Auslösesignal eines Relais. Insbesondere bei schnell arbeitenden elektronischen Relais können sich also Schwierigkeiten durch eine zeitlich verschiedene Abgabe von Signalen der Relais ergeben, die infolge von Phasenunterschieden des primären Wechselstromes oder sonstiger Einflüsse auftreten kann.
  • Die vorstehend dargelegten Schwierigkeiten lassen sich jedoch mit der eingangs angegebenen Schutzeinrichtung nach der Patentanmeldung P 12 80 971.-1-32 (deutsche Auslegeschrift 1280 971) vermeiden.
  • Dabei werden durch die Freigabe des Auslöseteiles eines Schutzrelais über eine Torschaltung, auf die ein für alle Schutzrelais gemeinsamer Pulsgenerator über eine Sammelleitung wirkt, in Verbindung mit der Verriegelung von mindestens einem in der Staffelung vorangehenden Schutzrelais die bisher erforderlichen Zeitabstände zwischen den einzelnen gestaffelten Schutzrelais weitgehend eliminiert. Trotzdem bleibt der Vorteil gestaffelt angeordneter Relais erhalten, da auch bei der älteren Schutzeinrichtung jedes Schutzrelais den Schutz vorangehender Teile des Netzes oder der Anlage mit übernimmt.
  • Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform wird gemäß der Hauptpatentanmeldung die Verriegelung in der Staffelung nachfolgender Schutzrelais nicht ständig, sondern nur vorübergehend vorgenommen, so daß auch diese Relais nach Ablauf der Verriegelungszeit für den Schutz wieder voll verfügbar sind. Günstigerweise besteht daher das Auslöseteil eines Schutzrelais aus einem Speicherelement und einem an dieses angeschlossenen Schaltverstärker, wobei ein Speichereingang mit dem Ausgang der vorgeschalteten Torschaltung verbunden ist. Ein Löscheingang des Speichers ist über eine Leitung mit dem Ausgang der Torschaltung des vorangehenden Schutzrelais zweckmäßigerweise über ein RC-Glied verbunden, durch welches von einem Dauerimpuls ein Kurzzeitimpuls abgeleitet wird.
  • Nach einer bevorzugten Ausgestaltung gemäß der Hauptpatentanmeldung werden für die positiven und negativen Halbwellen einer zu überwachenden Wechselgröße je eine Meßanordnung vorgesehen und ein Auslösebefehl nur dann gegeben, wenn von beiden Meßanordnungen das Vorliegen des Auslösekriteriums in aufeinanderfolgenden Halbwellen festgestellt wird. Dies bedeutet zwar eine gewisse Verzögerung für das Ansprechen des Schutzrelais, die Einwirkung von Störimpulsen wird damit jedoch praktisch vollständig ausgeschaltet und die Voraussetzung für ein zuverlässiges Arbeiten der gestaffelt angeordneten Schutzrelais der Schutzeinrichtung geschaffen. Letzteres wird insbesondere auch dadurch sichergestellt, daß ein Verriegelungsbefehl für das jeweils nachfolgende Schutzrelais erst dann gegeben wird, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Halbwellen des Auslösekriteriums erfüllt worden ist. Tritt jedoch im Störungsfall ein erhebliches Gleichstromglied auf, so wird das Auslösekriterium in zwei aufeinanderfolgenden Halbwellen bei der Schutzeinrichtung nach der Hauptpatentanmeldung erst erfüllt, wenn das Gleichstromglied im wesentlichen abgeklungen ist. Dies hat eine unerwünschte Verzögerung der Abschaltung des Fehlers zur Folge.
  • Mit einer zweckmäßigen Weiterbildung der Schutzeinrichtung für elektrische Netze oder Anlagen nach der Hauptpatentanmeldung wurde daher bereits vorgeschlagen, auch diese Verzögerung zu vermeiden. Gemäß dem älteren Vorschlag sind dabei die Ausgänge der Speicherelemente über RC-Schaltungen miteinander verbunden. Im Falle des Auftretens eines Gleichstromgliedes wird somit eine Auslösung bei der dritten Halbwelle bzw. der zweiten verlagerten Halbwelle sichergestellt. Bei dieser Schutzeinrichtung ist jedoch nachteilig, daß durch die verwendeten RC-Schaltungen unter Umständen eine schleichende Signalgabe erfolgen kann. Es besteht dann die Gefahr einer Überlastung von den RC-Schaltungen nachfolgenden für den Schaltbetrieb ausgelegten Transistorschaltungen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits diese schleichende Signalgabe und andererseits auch die unerwünschte Verzögerung der Abschaltung eines Fehlers, bei dem ein großes Gleichstromglied auftritt, zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird bei der eingangs angegebenen Schutzeinrichtung nach Patentanmeldung P 12 80 971.1-32 (deutsche Auslegeschrift 1280 971) dadurch gelöst, daß die Ausgänge der Speicherelemente mit den Eingängen eines ersten ODER-Gliedes verbunden sind, dem ein Zeitglied nachgeschaltet ist, daß weiter der Ausgang jedes Speicherelementes mit einem Eingang eines zweiten bzw. dritten ODER-Gliedes verbunden ist, daß je ein Eingang des zweiten und dritten ODER-Gliedes mit dem Ausgang des Zeitgliedes verbunden ist und daß die Ausgänge des zweiten und dritten ODER-Gliedes mit Eingängen der Torschaltung verbunden sind.
  • Im folgenden soll die Erfindung an Hand des in der Figur schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
  • Als zu schützende elektrische Einrichtung wurde eine einseitig gespeiste Leitung 1 gewählt, die über Leistungsschalter 4, 5, 6,7 mit den Sammelschienen 2, 3 verbunden ist. An den Sammelschienen 2, 3 können weitere in der Figur nicht gezeigte Leitungen angeschlossen sein. Zum Schutz der Leiung 1 sind ; über Wandler 8, 9 angeschlossene Schutzrelais 10, 40 vorgesehen, die eine Schutzeinrichtung mit gestaffelt angeordneten Schutzrelais bilden. Die Darstellung wurde auf zwei Schutzrelais beschränkt, da sich der Aufbau und die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung bereits an dem Zusammenwirken von zwei Schutzrelais 10, 40 erläutern läßt. Weitere Schutzrelais können sowohl in den nicht gezeigten Abgängen von den Sammelschienen 2, 3 als auch in dem sonstigen Verlauf der Leitung 1 vorgesehen sein.
  • Die Wandler 8, 9 an die Leitung 1 angeschlossenen Schutzrelais 10, 40 sind bei der Schutzeinrichtung nach der Figur jeweils im wesentlichen gleichartig aufgebaut, so daß die Beschreibung des Aufbaues jeweils auf das Schutzrelais 10 beschränkt werden kann. - Die Positionsziffern der Bauteile des Schutzrelais 40 ergeben sich aus den Positionsziffern der entsprechenden Bauteile des Schutzrelais 10 durch Erhöhung um die Zahl 30.
  • Das Schutzrelais 10 besteht aus einem Meßteil 38 und einem Auslösetei136. Das Auslösetei136 wird von einem Speicherelement 29 und einem an dieses angeschlossenen Schaltverstärker 37 gebildet. Der Speichereingang 30 des Speicherelementes 29 ist mit dem Ausgang einer von einem UND-Glied 28 gebildeten Torschaltung verbunden. Der Löscheingang 32 ist an eine Leitung 11 angeschlossen, über die ein Rückstellimpuls auf den Speicher 29 gegeben werden kann. Der Speicher 29 besitzt dominierend löschendes Verhalten. Das heißt, beim gleichzeitigen Anliegen eines Signals L am Speichereingang 30 und am Löscheingang 32 dominiert das löschend wirkende Signal, und an den Schaltverstärker 37 wird kein Signal (0-Signal) abgegeben. - Der Ausgang des Schaltverstärkers 37 wirkt auf die Betätigungseinrichtung des Leistungsschalters 4, der Ausgang des Schaltverstärkers 67 auf die Betätigungseinrichtung des Leistungsschalters 6. Ferner ist mit dem Ausgang der Torschaltung, also des UND-Gliedes 28, welche zu dem in der Staffelung der Schutzrelais 10, 40 vorangehenden Relais 10 gehört, ein Löscheingang 61 des Speichers 59 über eine Leitung 34 verbunden. Der entsprechende Löscheingang des Speichers 29 wurde nicht bezeichnet, da ein gegebenenfalls dem Schutzrelais 10 vorangehendes Relais nicht dargestellt ist. - Sofern von der Sammelschiene 2 weitere von Schutzrelais überwachte Leitungen abgehen, wirken die Ausgänge der Torschaltungen dieser Relais ebenfalls auf den Löscheingang 61 des Speichers 59. In der Leitung 34 wird dann zweckmäßigerweise in der Nähe des Einbauortes der vorangehenden, parallelliegenden Schutzrelais ein ODER-Glied eingeschleift, dessen Eingänge mit den jeweiligen Ausgängen der Torschaltungen verbunden sind.
  • Im Meßteil 38 des Schutzrelais 10 werden positive und negative Halbwellen der zu überwachenden Wechselgröße, im Ausführungsbeispiel des Stromes im Leiter 1, gesondert überwacht. Dazu ist jeweils ein Meßtrigger 12 bzw. 13, ein Speicherelement 18 bzw. 19 mit dominierend löschendem Verhalten sowie ein UND-Glied 28 vorgesehen. Der bejahende Ausgang 20 bzw. 21 des Meßtriggers 12 bzw. 13 ist mit dem Speichereingang 22 bzw. 23 des Speicherelementes 18 bzw.19 verbunden. Der verneinende Ausgang 24 bzw. 25 des Meßtriggers 12 bzw. 13 ist über ein eine Verzögerung bewirkendes RC-Glied 14, 16 bzw. 15, 17 an den Löscheingang 26 bzw. 27 des Speicherelementes 18 bzw. 19 angeschlossen. Die Zeitkonstante des RC-Gliedes 14, 16 bzw. 15, 17 ist etwas größer als die Dauer einer Halbwelle gewählt.
  • Die Ausgänge der Speicherelemente 18, 19 sind mit den Eingängen eines ersten ODER-Gliedes 130 verbunden, dem ein Zeitglied 131 nachgeschaltet ist. Die durch das Zeitglied bewirkte Verzögerung wird etwa gleich der Periode der Netzspannung gewählt. Weiter ist der Ausgang jedes Speicherelementes 18, 19 mit dem Eingang eines zweiten ODER-Gliedes 132 bzw. dritten ODER-Gliedes 133 verbunden. Je ein weiterer Eingang des zweiten und dritten ODER-Gliedes 132, 133 ist an den Ausgang des Zeitgliedes 131 angeschlossen. Die Ausgänge des zweiten und dritten ODER-Gliedes 132, 133 sind mit Eingängen der Torschaltung 28 verbunden. Ein weiterer Eingang des UND-Gliedes 28 ist über eine Sammelleitung 33 an den Pulsgenerator 35 angeschlossen. Der Pulsgenerator 35 arbeitet mit der doppelten Frequenz der überwachten Wechselgröße, z. B. 100 Hz, und ist außerdem mit der Wechselgröße synchronisiert. Vom UND-Glied 28 kann damit nur ein Ausgangssignal abgegeben werden, wenn in aufeinanderfolgenden Halbwellen vom Meßtrigger 12 und 13 oder wenn in gleichpolaren aufeinanderfolgenden Halbwellen von einem Meßtrigger 12 oder 13 ein Überstrom festgestellt wurde und wenn vom Impulsgenerator 35 das Freigabesignal vorliegt. Die vom Impulsgenerator 35 abgegebenen Impulse sind bezüglich ihrer Dauer und bezüglich ihrer Phasenlage zur überwachten Wechselgröße derart gewählt, daß auch bei möglichen Phasenverschiebungen der überwachten Wechselgröße eine sichere Signalgabe von den jeweiligen UND-Gliedern der Schutzrelais erfolgt.
  • Die in der Figur dargestellte Schutzeinrichtung arbeitet wie folgt: Bei einem Fehler auf dem Leitungsteil l' der Leitung 1 wird sowohl der Wandler 8 als auch der Wandler 9 von einem Überstrom durchflossen, so daß die Meßtrigger 12, 13 bzw. 42, 43 der Schutzrelais 10 bzw. 40 ansprechen. Es sei nun weiter angenommen, der Überstrom tritt in einer positiven Halbwelle auf und diese werde von den Meßtriggern 12, 42 erfaßt. - Mit dem Ansprechen der Meßtrigger 12, 42 erscheint an deren bejahendem Ausgang 20, 50 ein Signal, und das Signal am verneinenden Ausgang 24, 54 verschwindet. Damit liegt am Speichereingang 22, 52 ein Signal vor, während das Signal am dominierenden Löscheingang 26, 56 entfällt. Die Speicher 18 bzw. 48 schalten um, womit an dem entsprechenden Eingang des UND-Gliedes 28 bzw. 58 ein Signal vorliegt. In der folgenden negativen Halbwelle verschwindet zwar das Signal am Ausgang 20 bzw. 50 des Meßtriggers 12 bzw. 42, während am verneinenden Ausgang 24 bzw. 54 ein Signal wieder vorliegt, jedoch kann sich dieses nicht sofort auf den Speicher 18 bzw. 48 auswirken, da die Zeitkonstante des RC-Gliedes 14, 16 bzw. 44, 46 etwas größer als eine Halbwelle gewählt ist. Der Speicher 18 bzw. 48 bleibt daher vorteilhafterweise bei Vorliegen eines Überstromes umgeschaltet und gibt an das UND-Glied 28 bzw. 58 ein Signal ab, während er bei Wegfall des Überstromes nach Ablauf einer durch das RC-Glied gegebenen Zeit wieder in seinem Ausgangszustand zurückfällt. Damit wird eine selbsttätige Löschung bei einer kurzzeitigen Anregung des Schutzrelais durch einen überstromwischer erreicht. Einen weiteren Vorteil stellt die unverzögerte Umschaltung des Speichers 18 bzw. 48 und die Abgabe eines Dauersignals von diesem dar, wodurch eine schnelle und sichere Ausführung logischer Schaltoperationen ermöglicht wird.
  • Tritt jedoch im Fehlerfall ein großes Gleichstromglied auf, so bedingt dies vorübergehend eine erhebliche Verlagerung des Stromes. Beide Meßtrigger 12 und 13 bzw. 42 und 43 sprechen dann erst nach dem Abklingen des Gleichstromgliedes an, während die Meßtrigger, z. B. 12 und 42, die die verlagerte Wechselstromkomponente erfassen, immer wieder ansprechen. Dies bedeutet, daß z. B. an den Ausgängen der Speicherglieder 18 und 48 länger als eine Periode der Netzspannung ein Signal vorliegt. Bei einem kurzen überstromwischer wäre dies nicht der Fall. Um nun auch in diesem Fall eine schnelle Abschaltung zu erhalten, wird nach Ablauf der durch das Zeitglied 131 bewirkten Verzögerung, die etwa gleich der Periode der Netzspannung ist, das Signal vom Speicher 18 bzw. 48 über das dritte ODER-Glied 131 bzw. 163 auch an den zweiten Eingang des UND-Gliedes 28 bzw. 58 weitergeleitet, so daß dieser den nachgeschalteten Speicher 29 bzw. 59 umschalten kann.
  • Die für die Erfassung eines Überstromes in negativen Halbwellen vorgesehenenAnordnungen-Meßtrigger 13 bzw. 43 sowie die diesen nachgeschalteten Glieder - arbeiten in gleicher Weise wie die für positive Halbwellen, so daß auf eine entsprechende Beschreibung verzichtet werden kann. - Bei Vorliegen eines Überstromes auf dem Leitungsteil l' liegen somit nach Ablauf einer Halbwelle an den Ausgängen der Speicher 18, 19 und 48, 49 Signale vor. Bedingt durch Phasenunterschiede des primären Wechselstromes oder sonstige Einflüsse können jedoch die Signale an den Ausgängen der Speicher 48, 49 früher als an den Ausgängen der Speicher 18, 19 auftreten. Eine Betätigung des Schalters 6 ist in diesem Fall aber unerwünscht, da unnötigerweise weitere an die Sammelschiene 2 - allerdings nicht über den Leitungsteil l' - angeschlossene Verbraucher von dieser Abschaltung betroffen würden. Eine Verriegelung von dem vorangehenden Schutzrelais 10 kann dies unter den vorstehend dargelegten Verhältnissen ebenfalls nicht verhindern. Sie würde erst nach Abgabe des Ausschaltbefehls wirksam. Derartige durch Zeitunterschiede von Signalen bedingte Schwierigkeiten werden bei der Schutzeinrichtung mittels des Pulsgenerators 35 vermieden. Er stellt bei Vorliegen eines Überstromes auf dem Leitungsteil 1' die gleichzeitige Abgabe eines Signals von den UND-Gliedern 28 und 58 sicher. Damit kann aber sofort auch das UND-Glied 28 über die Leitung 34 auf den Löscheingang 61 des Speichers 59 wirken und ein Umschalten desselben verhindern. Es wird daher lediglich der Speicher 29 umgeschaltet und über den Schaltverstärker 37 ein Ausschaltbefehl für den Leistungsschalter 4 gegeben.
  • Sofern erforderlich, wird beispielsweise zwischen dem Speicher 59 und dem Schaltverstärker 67 des Auslöseteils 66 ein RC-Glied vorgesehen, durch welches das Signal des Speichers 59 geringfügig verzögert wird, so daß zuverlässig ein Löschsignal von der Torschaltung 28 des in der Staffelung vorangehenden Relais 10 wirksam werden kann. Außerdem kann es zweckmäßig sein, das auf den Eingang 61 wirkende Löschsignal nicht vom Ausgang des UND-Gliedes 28, sondern vom Ausgang des Speichers 29 abzuleiten und dem Löscheingang 61 ein RC-Glied vorzuschalten, durch welches von dem Dauerimpuls ein Kurzzeitimpuls abgeleitet wird: Die Dauer des Kurzzeitimpulses wird entsprechend der Dauer der Abschaltzeit des Schalters 4 zuzüglich einer Sicherheitszeitspanne bemessen. Nach Ablauf dieser Zeit steht dann das Schutzrelais 40 auch als Reserveschutz für den Leitungsteil 1' wieder zur Verfügung.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Schutzeinrichtung für elektrische Netze oder Anlegen mit gestaffelt angeordneten Schutzrelais, wobei die Schutzrelais jeweils aus einem Meßteil und einem Auslöseteil bestehen, einem Schutzrelais zumindest von dem in der Staffelung vorangehenden Schutzrelais ein Verriegelungssignal zugeführt wird, jedes Schutzrelais eine dem Auslöseteil vorgeschaltete Torschaltung besitzt und ein Eingang der jeweiligen Torschaltung mit einer an einen Pulsgenerator angeschlossenen Sammelleitung verbunden ist und wobei weiter jedes Schutzrelais für positive und negative Halbwellen einer zu überwachenden Wechselgröße je einen Meßtrigger sowie ein Speicherelement aufweist, nach Patentanmeldung P 12 80 971.1-32 (deutsche Auslegeschrift 1280 971) d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die Ausgänge der Speicherelemente (18, 19; 48, 49) mit den Eingängen eines ersten ODER-Gliedes (130; 160) verbunden sind, dem ein Zeitglied (131; 161) nachgeschaltet ist, daß weiter der Ausgang jedes Speicherelementes (18, 19; 48, 49) mit einem Eingang eines zweiten (132; 162) bzw. dritten (133; 163) ODER Gliedes verbunden ist, daß je ein Eingang des zweiten und dritten ODER-Gliedes (132, 133; 162, 163) mit dem Ausgang des Zeitgliedes (131; 161) verbunden ist und daß die Ausgänge des zweiten und dritten ODER-Gliedes mit Eingängen der Torschaltung (28; 58) verbunden sind.
  2. 2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Zeitglied (131; (161) bewirkte Verzögerung etwa gleich der Periode der Netzspannung ist.
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