DE1295904B - Keimfaehigkeitspruefung einer Repraesentativprobe einer groesseren Samenmenge - Google Patents
Keimfaehigkeitspruefung einer Repraesentativprobe einer groesseren SamenmengeInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft die Keimfähigkeitsprüfung enden Pflanzen in gleichmäßigen Abständen und in
von Repräsentativproben größerer Samenmengen. geraden Zeilen im Erdreich heranwachsen. Die Pa-Keimfähigkeitsprüfungen
sind bei der Prüfung von pierbänder sollen durch Witterungseinflüsse verrot-Rübensamen
bisher entweder nach dem sogenannten ten, so daß nur noch das ausgelegte Saatgut im Erd-Sandkeimbettverfahren
oder nach dem sogenannten 5 reich verbleibt. Es ist auch bereits bekannt, die so-Filterpapierverfahren
durchgeführt worden. eben kurz dargelegten Samenbänder mittels Maschi-Beim Sandkeimbettverfahren wird eine Vielzahl nen mechanisch zu belegen und zwecks leichteren
von Hand abgezählter Samenknäuel ebenfalls von Transportes zu Rollen aufzuwickeln.
Hand in eine entsprechende Vielzahl von Keim- Ein ähnliches Verfahren zum Anbau von landlöchern
eingesetzt, die gleichfalls von Hand in steri- io wirtschaftlichen bzw. gärtnerischen Kulturpflanzen
lern Sand angebracht wurden, der wiederum zuvor ist in der deutschen Patentschrift 826 516 beschrievon
Hand in Keimschalen eingefüllt worden war. ben. Gemäß dem dort beschriebenen Verfahren kön-Beim
Filterpapierverfahren werden von Hand ab- nen als Samenträger aufwickelfähige Gebilde, z. B.
gezählte Samenknäuel wiederum von Hand in Filter- Schnüre oder Bänder, Anwendung finden, welchen
papiertaschen eingelegt. 15 der Samen auf maschinellem Wege an einer stationä-Bei
beiden Verfahren werden die Keimmedien von ren Aufgabestelle einzelkornweise mit gewünschtem
Hand mit Wasser befeuchtet. Nach erfolgter Keimung Kornabstand zugeführt und ortsfest fixiert ein- oder
müssen bei beiden Verfahren die Keimlinge von angelagert wird. Als derartige, beispielsweise band-Hand
aus dem Sand bzw. aus den Filterpapiertaschen förmige Samenträger dienen gemäß diesem bekannherausgezogen,
in Zehnerhaufen gelegt und wiederum 20 ten Verfahren Bänder aus auf Feuchtigkeit ansprevon
Hand nachgezählt werden. Beim Filterpapierver- chendem und im Wasser quellbarem Material, welfahren
muß die Auszählung sogar an mehreren Tagen ches die Keimung des Samens nicht behindert, nämhintereinander
durchgeführt werden, wobei die gro- lieh beispielsweise Bänder aus leimfreiem Faserpapier,
ßen Keime entfernt werden müssen, da sonst nicht aus Zellulose, aus Zellophan oder aus besonderen
festzustellen ist, zu welchen Samenknäueln die ein- 25 Spezialkunststoffen, die beispielsweise auch hälftig
zelnen Keime gehören. gefalzt sein können, um die eingelegten Samen gegen Es leuchtet ein, daß die bisher übliche Durchfüh- Verrutschen zu sichern. In der genannten deutschen
rung der Keimprüfung in Handarbeit einen enormen Patentschrift 826 516 ist auch erwähnt, daß das EinAufwand
von Arbeitskräften erfordert, wenn man be- legen des Samens in den Samenträger mittels eines
rücksichtigt, daß beispielsweise bei Anwendung des 30 stationären Gerätes erfolgen könne, welches unmittel-Sandkeimbettverfahrens
innerhalb einer etwa 7 Mo- bar über dem laufenden Band angebracht ist und den nate andauernden Keimprüfungskampagne etwa Samen nach genauem, jeweils gewünschtem Abstand
neunzigtausend Probenschalen zu je hundert Samen- einzeln herausgreift und auf das Band aufwalzt oder
knäueln eingelegt und ausgezählt werden müssen, wo- sonstwie auf das Band fördert, welches nach Bebei
je Arbeitskraft eine Stundenleistung von etwa 35 schickung mit dem Samen aufgewickelt wird,
drei Probenschalen zugrunde gelegt werden kann. In- Die oben angegebene Aufgabe wird gemäß der
folge dieses großen Aufwandes an menschlicher Ar- Erfindung durch die Verwendung eines mit in gleichbeitskraft
und infolge der sehr großen Anzahl der mäßigen Abständen mit Samen, insbesondere Zuckerwährend
der verhältnismäßig kurzen Kampagne an- rübensamen, versehenen, in begrenztem Maße luftfallenden
Proben können die Keimprüfungen nur mit 40 durchlässigen und feuchtigkeitsdurchlässigen bzw.
einer geringstmöglichen Anzahl von Wiederholungen feuchtigkeitsspeichernden, als Keimbett dienenden
durchgeführt werden. Besonders in den Monaten vor Bandes zum Zwecke der Keimfähigkeitsprüfung einer
der Aussaat ist die rechtzeitige Durchführung der Repräsentativprobe einer größeren Samenmenge geKeimprüfung
oft nur mit großen Schwierigkeiten löst. Gemäß der Erfindung wird das Band für das
möglich. 45 Keimen der Samen im aufgewickelten Zustand ge-Der große Aufwand an Handarbeit bei den bisher lagert. Nach dem Keimen der Samen wird das Band
üblichen Keimprüfungen hat aber auch noch an- gemäß der Erfindung über einen Keimzähltisch gedere
Nachteile. So bildet beispielsweise die subjektive führt.
Auswahl der für die; iKeimproben zu verwendenden Die Erfindung beinhaltet außerdem eine Vorrich-Samenknäuel
von Hand eine erhebliche Fehlerquelle, 50 tung für die Verwendung eines solchen Keimbandes,
durch welche die Zuverlässigkeit der Keimprüfung welche dadurch gekennzeichnet ist, daß der Keimstark vermindert werden kann. Eine andere Fehler- zähltisch eine Beobachtungsstrecke und eine fotoelekquelle
bildet die von Hand ausgeführte Befeuchtung irische Keimzähleinrichtung aufweist,
der einzelnen Keimproben, da die Keimlinge schon Das in den beiden deutschen Patentschriften
auf geringe Unterschiede in der Wasserzugabe sehr 55 306 663 und 826 516 beschriebene mechanische Beempfindlich
reagieren. Schließlich lassen sich Zähl- legen und Aufwickeln von Samenbändern hat, obfehler
bei der Durchführung der zahlreichen not- wohl es bereits vor vielen Jahrzehnten bekanntgeworwendigen
Auszählungen überhaupt nicht vermeiden. den ist, die Fachwelt nicht dazu angeregt, die Keim-Durch
die Erfindung soll die Aufgabe gelöst wer- fähigkeitsprüfung von Samen in dem erfindungsden,
bei der Durchführung von Keimfähigkeits- 60 gemäßen Sinne zu rationalisieren. Die Anwendung
Prüfungen unter weitgehender Vermeidung von Hand- von Bändern als Keimbett für die Keimfähigkeitsarbeit eine wesentliche Beschleunigung und eine prüfung und das mechanische Auszählen der Keimweitestgehend
fehlerfreie Prüfung zu erzielen. linge auf Keimzähltischen mit Zählvorrichtungen
Es ist aus der deutschen Patentschrift 306 663 in stellt auf dem Gebiete der Keimfähigkeitsprüfung von
Verbindung mit dem Anbau von Pflanzen bereits be- 65 Samen ein völlig neuartiges und gegenüber den biskannt,
Samenkörner in bestimmten Abständen zwi- her bekannten Verfahren fortschrittliches und ratioschen
zusammengeklebten Papierbändern anzuord- nelles Verfahren dar. nen. Dadurch soll erreicht werden, daß die anzubau- Die Erfindung soll in erster Linie Anwendung auf
3 4
Keimfähigkeitsprüfungen von Rübensamen finden, ist sicherzustellen, ist die Wickelspule 1 für das Keimjedoch
in sinngemäßer Abwandlung und Anpassung band möglichst dünnspeichig ausgeführt, indem, wie
auch auf Keimfähigkeitsprüfungen anderer Samen- aus F i g. 2 der Zeichnungen ersichtlich ist, an beiden
arten anwendbar. Stirnseiten eines Aufsteckkernes 6 aus dünnen Stäben
Das als Keimbett dienende Band kann beispiels- 5 gebildete kreuzartige Bandführungen 7 befestigt sind,
weise aus widerstandsfähigem Kunststoff, wie Poly- deren äußere Enden durch dünne Ringe 8 zusammen-
äthylen, bestehen, wobei in gleichmäßigen Abständen gehalten sind.
schalenartige Einbuchtungen zur Aufnahme je eines Die fertig gewickelten Keimspulen werden anschlie-
Samenkornes bzw. -knäuels sowie Wellungen zur ßend in üblicher Weise in eine Keimkammer ge-
Sicherstellung des Luftdurchganges durch die ge- ίο bracht. Bei der Keimung liegen die Keimspulen hori-
wickelte Spule dienen. zontal, d. h., die Spulenachsen stehen vertikal, so daß
Die fotoelektrische Keimzähleinrichtung des erfin- die Keimlinge an der oberen Spulenstirnseite hervor-
dungsgemäßen Keimzähltisches erfaßt das Verhältnis sprießen, während die Würzelchen gegebenenfalls an
der mit Samenkörnern bzw. -knäueln belegten Ein- der unteren Spulenstirnseite hervorkommen,
buchtungen des Keimbandes zu den jeweils gebilde- 15 Die gekeimten Keimspulen gelangen sodann zum
ten Keimlingen. Außerdem kann der Keimzähltisch Keimzähltisch 9, wie nachstehend unter Bezug auf
eine von Hand betätigbare Taste zur Übersteuerung F i g. 3 der Zeichnungen im einzelnen beschrieben
der fotoelektrischen Keimzähleinrichtung aufweisen. wird.
Die eigentliche Erfindung wird in ihren Einzel- Auf einem an einem Ausleger 10 des Keimzählheiten
an Hand eines Ausführungsbeispiels in An- 20 tisches 9 gehaltenen Aufsteckzapfen 11 wird eine gewendung
auf die Prüfung der Keimfähigkeit von keimte Keimspule so gehalten, daß die an ihrer einen
Zuckerrübensamen unter Bezug auf die Zeichnungen Stirnseite vorragenden Keimlinge bei über den Keimbeschrieben.
In den Zeichnungen stellt dar zähltisch 9 laufendem Keimband 2 in Richtung der
F i g. 1 eine schematische Aufsicht auf ein erfin- Tischebene über dessen Rand überstehen. Die Keimdungsgemäß
verwendetes Keimband, 35 linge 12 der Samenknäuel 13 sind in der Zeichnung
F i g. 2 eine schematische Seitenansicht einer Keim- übertrieben groß und so dargestellt, als stünden sie
spule und eines darauf aufgewickelten Keimbandes senkrecht zur Keimbandebene, während sie in Wirk-
und lichkeit selbstverständlich im wesentlichen parallel
F i g. 3 einen schematischen Aufriß des erfindungs- zur Bandebene liegen. Ein das Keimband 2 und die
gemäßen Keimzähltisches. 30 Samenknäuel 13 abdeckendes Feuchtband 14 wird
Zunächst wird unter Bezug auf die F i g. 1 und 2 zusammen mit diesen Samenknäueln von der Keimder
Zeichnungen das gemäß der Erfindung zur Ver- spule abgezogen und auf eine Beobachtungsstrecke
wendung kommende, sich von einer Spule 1 abspu- 15 des Keimzähltisches 9 geführt, auf welcher sich
lende Keimband 2 beschrieben. Dieses Keimband der eigentliche Keimzählvorgang abspielt,
kann beispielsweise aus einem widerstandsfähigen 35 Nach Durchlaufen der Beobachtungsstrecke 15 Kunststoff, wie Polyäthylen, bestehen. Es kann, wie wird das Keimband 2 um eine am Tischende angeaus den Figuren ersichtlich, mit schalenartigen Ein- ordnete Umlenkrolle 16 herumgeführt und gelangt buchtungen 3 versehen sein, die in gleichmäßigen Ab- von dort auf eine sich zunächst als Leerspule darständen längs der Bandlänge angeordnet sind und stellende Keimbandspule 1, die auf einem Aufsteckzur Aufnahme je eines Zuckerrübensamenknäuels 40 zapfen 17 am Keimzähltisch 9 gelagert ist und über dienen. Der Durchmesser dieser schalenartigen Ein- eine darauf aufgesteckte Mitnehmerhülse und einen buchtungen ist so gewählt, daß die zu prüfenden endlosen Seil- bzw. Kettentrieb 18 von einem Elek-Samenknäuel leicht in diesen Einbuchtungen Platz tromotor 19 angetrieben wird, so daß sich das Keimfinden können. Die Tiefe der Einbuchtungen ent- band 2 auf der Keimbandspule 1 aufwickelt und spricht etwa einem Drittel oder der Hälfte des Ein- 45 — gegebenenfalls nach entsprechender Reinigung — buchtungsdurchmessers. Das Keimband 2 kann, wie für eine neuerliche Verwendung zur Verfügung steht, bei 4 angedeutet, außerdem mit Querwellungen ver- Das Feuchtband 14 mit den daran klebenden gekeimsehen sein, welche einen genügend starken Luftdurch- ten Samenknäueln 13 läuft zusammen mit dem Keimgang durch das gewickelte Keimband in axialer Rieh- band 2 über die Tischebene des Keimzähltisches 9 tung sicherstellen. Aus F i g. 1 der Zeichnungen ist 50 und über die Umlenkrolle 16 am Tischende. Ein dort ersichtlich, daß das Keimband 2 außer den schalen- angeordneter Schaber 20 schabt das Feuchtband 14 artigen Einbuchtungen 3 noch eine weitere Reihe sol- mit den daran klebenden gekeimten Samenknäueln 13 eher schalenartiger Einbuchtungen 5 aufweisen kann. ab. Das nun ohnehin unbrauchbar gewordene Feucht-Diese letztgenannten Einbuchtungen 5 dienen nicht band 14 fällt zusammen mit diesen Knäueln 13 in der Aufnahme von Samenknäueln, sondern lediglich 55 einen Abfalleimer 21.
kann beispielsweise aus einem widerstandsfähigen 35 Nach Durchlaufen der Beobachtungsstrecke 15 Kunststoff, wie Polyäthylen, bestehen. Es kann, wie wird das Keimband 2 um eine am Tischende angeaus den Figuren ersichtlich, mit schalenartigen Ein- ordnete Umlenkrolle 16 herumgeführt und gelangt buchtungen 3 versehen sein, die in gleichmäßigen Ab- von dort auf eine sich zunächst als Leerspule darständen längs der Bandlänge angeordnet sind und stellende Keimbandspule 1, die auf einem Aufsteckzur Aufnahme je eines Zuckerrübensamenknäuels 40 zapfen 17 am Keimzähltisch 9 gelagert ist und über dienen. Der Durchmesser dieser schalenartigen Ein- eine darauf aufgesteckte Mitnehmerhülse und einen buchtungen ist so gewählt, daß die zu prüfenden endlosen Seil- bzw. Kettentrieb 18 von einem Elek-Samenknäuel leicht in diesen Einbuchtungen Platz tromotor 19 angetrieben wird, so daß sich das Keimfinden können. Die Tiefe der Einbuchtungen ent- band 2 auf der Keimbandspule 1 aufwickelt und spricht etwa einem Drittel oder der Hälfte des Ein- 45 — gegebenenfalls nach entsprechender Reinigung — buchtungsdurchmessers. Das Keimband 2 kann, wie für eine neuerliche Verwendung zur Verfügung steht, bei 4 angedeutet, außerdem mit Querwellungen ver- Das Feuchtband 14 mit den daran klebenden gekeimsehen sein, welche einen genügend starken Luftdurch- ten Samenknäueln 13 läuft zusammen mit dem Keimgang durch das gewickelte Keimband in axialer Rieh- band 2 über die Tischebene des Keimzähltisches 9 tung sicherstellen. Aus F i g. 1 der Zeichnungen ist 50 und über die Umlenkrolle 16 am Tischende. Ein dort ersichtlich, daß das Keimband 2 außer den schalen- angeordneter Schaber 20 schabt das Feuchtband 14 artigen Einbuchtungen 3 noch eine weitere Reihe sol- mit den daran klebenden gekeimten Samenknäueln 13 eher schalenartiger Einbuchtungen 5 aufweisen kann. ab. Das nun ohnehin unbrauchbar gewordene Feucht-Diese letztgenannten Einbuchtungen 5 dienen nicht band 14 fällt zusammen mit diesen Knäueln 13 in der Aufnahme von Samenknäueln, sondern lediglich 55 einen Abfalleimer 21.
der Geradführung bzw. dem Parallellauf des Bandes An der Beobachtungsstrecke 16 des Keimzählbeim
Wickeln und beim Lauf über den Zähltisch tisches 9 ist eine Lichtschranke 22 angeordnet, die auf
sowie optischen Schaltvorgängen bei der Betätigung die schalenartigen Einbuchtungen 3 bzw. 5 oder anspäter
noch zu beschreibender Lichtschranken. dere Markierungen des Keimbandes 2 anspricht. Die
Die Länge des Keimbandes 2 ist so gewählt, daß 60 Zählimpulse der Fotozelle der Lichtschranke 22 wer-
auf einem Keimband jeweils eine im allgemeinen ge- den beispielsweise durch einen Zähler 23 gezählt, der
normte Probenmenge oder ein ganzzahliges Viel- somit die Anzahl der geprüften Samenknäuel 13 an-
faches einer Probenmenge Platz finden. Im Rahmen zeigt. Die über den Rand des Feuchtbandes 14 in
des hier gewählten Beispiels kann also die Länge des Richtung der Tischebene des Keimzähltisches 9 über-
Keimbandes 2 so gewählt sein, daß entweder vier- 65 stehenden Keimlinge 12 laufen unter einer weiteren
hundert Samenknäuel oder beispielsweise achthundert Lichtschranke 24 hindurch, deren Fotozelle ihre Zähl-
Samenknäuel in einer Bandlänge Platz finden. impulse beispielsweise auf einen Zähler 25 abgibt, der
Um eine möglichst ungestörte Samenkeimung somit die Anzahl der gezählten Keimlinge angibt. Um
zufällig über den Bandrand nicht überstehende Keimlinge erfassen zu können und im Falle von zu dicht
aneinanderliegenden bzw. übereinanderliegenden Keimlingen das Zählergebnis durch eine Bedienungsperson
entsprechend visuell korrigieren zu können und gegebenenfalls Mehrkeimer gesondert erfassen zu
können, sind am Keimzähltisch 9 von Hand zu betätigende Impulstasten 26 angeordnet, die es gestatten,
auf das durch die Zähler 23 und 25 gebildete Zählsystem Korrekturimpulse zu geben. Zur Anzeige
des endgültigen Ergebnisses kann ein Zähler 27 vorgesehen sein.
Die Keimzählung gemäß der Erfindung gestattet eine einwandfreie und praktisch fehlerlose Erfassung
sowohl der Gesamtzahl der zu prüfenden Samenknäuel als auch der Gesamtzahl der Einkeimer
bzw. der Gesamtzahl der Nullkeimer und der Gesamtzahl der Mehrfachkeimer auf getrennten Zählern.
Die Zähler 23, 25 und 27 des Zählsystems können mit Druckwerken ausgestattet sein, durch welche no
Prüfatteste unmittelbar bedruckt werden. Dadurch können auch letzte Fehlerquellen bei der Übertragung
des Prüfungsergebnisses auf die Prüfungsatteste ausgeschaltet werden. Der Keimzähltisch 9 kann mit
einem selbsttätigen, beispielsweise über einen Rück- ag Stellzähler betätigten Ausschalter ausgestattet sein, der
die Zähleinrichtung abschaltet, sobald jeweils die Zahl einer vollständigen Probenmenge, beim gewählten
Beispiel also die Zahl von vierhundert erfaßten Keimproben, erreicht ist.
Beim Keimzähltisch 9 kann die Anordnung der Einzelapparaturen an beiden Tischseiten doppelseitig
getroffen sein, wodurch die Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen noch erhöht werden kann.
Die oben in Verbindung mit der Prüfung von Zuckerrübensamen beschriebene Einrichtung nach
der Erfindung ist selbstverständlich für jegliche Art von Samenprüfungen mit Ausnahme von Feinsämereien
anwandbar, wobei infolge der nahezu vollständigen Automatisierung des Prüfvorganges einerseits $q
weitgehende Personaleinsparungen möglich sind und andererseits während einer im allgemeinen 7 Monate
währenden Prüfkampagne die zu leistende Arbeit nunmehr ohne Schwierigkeiten beherrscht werden
kann, so daß noch reichlich Zeit für etwa zu wiederholende Prüfungen oder durchzuführende Mehrfachprüfungen
zur Verfügung steht.
Im Hinblick auf den bisher bekannten Stand der Technik ergeben sich für die Durchführung von Keimprüfungen
von Zuckerrübensamen durch die Erfindung folgende betriebswirtschaftliche und arbeitsqualitative
Vorteile:
a) Möglichkeit, die Sicherheit der Ergebnisse durch Erhöhung der Parallelversuchszahl zu verbessern
und dadurch Wegfall der bisher angewandten §5 Zählprozentmethode, wodurch sich eine erhebliche
Arbeitsersparnis ergibt. Dadurch ergibt sich zwangläufig auch eine erhebliche Beschleunigung
der Durchführung der Prüfungen und damit die Vermeidung größerer Versuchsrückstände;
b) Verwendung eines einheitlichen, genormten Keimmediums;
c) Wegfall des Arbeitsaufwandes für den Transport und das Sterilisieren von Keimsand;
d) gleichmäßige Verteilung der Wasserzugabe für den Keim Vorgang;
e) Platzersparnis im Keimraum und folglich wesentliche Vergrößerung der Auskeimkapazität;
f) außerordentlich große Zuverlässigkeit des Zählergebnisses infolge einfacher und müheloser
visueller Erfassung der übersichtlich und einzeln liegenden gekeimten Knäuel und im übrigen
durch Zählung mittels selbsttätig arbeitender Zähleinrichtungen;
g) Ausschaltung von Fehlern infolge von Ermüdungserscheinungen von Bedienungspersonen
bei lange andauerndem Zählen;
h) ganz wesentliche Personal- und dadurch auch Arbeitsraumersparnis;
i) leichtere Überwachungsmöglichkeit der Zählarbeit infolge besserer Übersichtlichkeit der
Zähleinrichtungen;
k) angenehmere Arbeit für das wenige, noch benötigte Bedienungspersonal;
1) bei Anwendung von Druckeinrichtungen an den Zählwerken Ausschaltung von Fehlern bei der
Ergebnisübertragung;
m) rasche Amortisierung der Zähleinrichtung nach der Erfindung infolge sehr wesentlicher Einsparung
an Bedienungspersonal und außerordentlicher Beschleunigung der Zählarbeit an sich;
n) Anwendung der Erfindung auf die Behandlung anderer Samenarten mit Ausnahme von Fein-
samereien.
Claims (4)
1. Die Verwendung eines mit in gleichmäßigen Abständen mit Samen, insbesondere Zuckerrübensamen,
versehenen, in begrenztem Maße luftdurchlässigen und feuchtigkeitsdurchlässigen bzw. feuchtigkeitsspeichernden, als Keimbett dienenden
Bandes zum Zwecke der Keimfähigkeitsprüfung einer Repräsentativprobe einer größeren
Samenmenge.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (2) für das Keimen
der Samen (13) im aufgewickelten Zustand gelagert wird.
3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (2) nach dem Keimen
der Samen (13) über einen Keimzähltisch (9) geführt wird.
4. Vorrichtung für die Verwendung eines Kennbandes nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keimzähltisch (9) eine Beobachtungsstrecke (15) und eine fotoelektrische (22, 24)
Keimzähleinriehtung (23,25,27) aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEB68442A DE1295904B (de) | 1962-08-16 | 1962-08-16 | Keimfaehigkeitspruefung einer Repraesentativprobe einer groesseren Samenmenge |
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ID=6975888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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