DE1294836B - Einrichtung zum Umwandeln eines Kraftfahrzeuges in einen Personenwagen oder einen Geschaeftswagen - Google Patents
Einrichtung zum Umwandeln eines Kraftfahrzeuges in einen Personenwagen oder einen GeschaeftswagenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Umwandeln eines mit einer hochklappbaren Rückwand versehenen Kraftfahrzeuges in einen Personenwagen oder einen Geschäftswagen mittels wegnehmbarer, etwa waagerecht liegender Platten, die bei Benutzung des Wagens als Personenwagen eine den Raum zwischen der Lehne des Rücksitzes und der Rückwand in zwei Räume unterteilende Zwischenwand bilden und für die Benutzung des Wagens als Geschäftswagen mindestens teilweise wegnehmbar sind.
- Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art ist an den beiden Seitenwänden des Fahrzeugaufbaues hinter dem Rücksitz je.eine Halteleiste angebracht, auf die im Abstand voneinander zwei Querstäbe aufgelegt sind. Die Querstäbe sind an den Halteleisten gegeneinander schwenkbar befestigt und dienen zum lösbaren Aufnehmen der durch eine einstückige Auflegeplatte gebildeten waagerechten Zwischenwand.
- Weiterhin ist eine Anordnung der hinteren Klappsitze von Kraftfahrzeugen bekannt, bei der ein Kofferraum durch eine im hinteren Teil des Wagenkastens fest angeordnete Platte und durch die Rükkenlehne gebildet ist. Dabei ist die Rückenlehne zur Zugänglichkeit des Kofferraumes gegenüber der festen Platte schwenkbar. Jedoch ist dieses Zugänglichmachen nicht mit dem Öffnen der hinteren Türklappe verbunden. Außerdem wird hierdurch nicht der Raum unter der festen Platte, sondern ein Raum über dieser Platte zugänglich gemacht.
- Schließlich ist bei einem Kraftfahrzeug das gemeinsame Hochklappen einer Rückwandklappe und einer waagerechten Abdeckklappe eines Motorraumes bekannt.
- Demgegenüber ist die Aufbabe der Erfindung darin zu sehen, eine Einrichtung gemäß der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der, wenn das Kraftfahrzeug als Personenwagen benutzt wird, der unter der waagerechten Zwischenwand liegende Kofferraum beim Hochklappen der Rückwand bzw. Türklappe durch zugleich mit diesem Hochklappen erfolgendes Anheben der waagerechten Zwischenwand von oben und hinten zugänglich wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die Zwischenwand aus zwei Platten gebildet ist, von denen die vordere Platte mit .ihrem vorderen Rand an der Rückseite der Lehne des Rücksitzes anliegend durch ein schnelles Verriegeln oder Entriegeln ermöglichende Halteglieder (Steckstifte) in fester Lage zwischen zwei seitlichen Innenrandleisten des Wagenaufbaues gehalten ist und die andere hintere Platte zwischen zwei einander entsprechenden Schenkeln von zwei jeweils an den Randleisten und an det Rückwand (Türklappe) angelenkten Kniehebeln befestigt ist, derart, daß die hintere Platte beim Öffnen der Rückwand, wie an sich bekannt, nach oben angehoben und bei deren Schleißen in die Ebene der vorderen Platte zurückbewegt wird.
- Bei einer in dieser Weise gemäß der Erfindung ausgebildeten Einrichtung ist die Bewegung der Rückwand mit mindestens einem Teil der waagerechten Zwischenwand gekuppelt und hierdurch beim öffnen der Rückwand ein schnelles Öffnen des unter der waagerechten Zwischenwand gebildeten Kofferraumes gewährleistet.
- Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der i Erfindung ergibt sich, wenn die Schenkel der Kniehebel in der Offenstellung der Türklappe über ihre Strecklage bzw. Totpunktlage hinaus geöffnet sind und dadurch die Türklappe in der Offenstellung halten. Die Ausbildung kann auch derart sein, daß die Türklappe durch eine an der Kniegelenkbindung der Kniehebel angreifende Ausgleichsvorrichtung bekannter Art ausbalanciert ist und die größte öffnungsweise der Kniehebel kleiner als 180° ist.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt F i g.1 einen senkrechten Längsschnitt durch den hinteren Teil eines Kraftfahrzeuges bei geschlossener hinterer Türklappe, mit der Einrichtung zur Benutzung des Wagens als Personenwagen, F i g. 2 einen der F i g.1 entsprechenden Schnitt bei geöffneter, hinterer Türklappe, F i g. 3 und 4 schaubildliche Innenansichten des hinteren Wagenteiles entsprechend F i g.1 und 2 mit der Einrichtung zur Benutzung des Wagens als Personenwagen, F i g. 5 eine schaubildliche Außenansicht des hinteren Wagenteiles bei der Benutzung des Wagens als Geschäftswagen, F i g. 6 und 7 den F i g.1 und 2 entsprechende Schnitte, die eine abgeänderte Ausführungsform der Einrichtung mit Federausgleich für das Gewicht der hinteren Türklappe zeigen, F i g. 8 einen mit einem solchen Federausgleich versehenen Kniehebel in der Seitenansicht und F i g. 9 einen axialen Schnitt durch die mittlere Gelenkstelle des Kniehebels nach F i g. 8 mit der Ausgleichsfeder.
- Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach F i g.1 ist der hintere Wagenraum eines Kraftfahrzeuges hinter dem Rücksitz 7 durch die beiden Platten 3 und 4 in zwei Räume 1 und 2 unterteilt. In der Rückwand des Wagens ist eine die hintere Ladetür bildende, nach oben öffnende Türklappe 6 angeordnet, die mittels der Kniehebel 5,10 in der Offenstellung 61 gehalten wird, wenn die Schenkel s und 10 der Kniehebel 5,10 ihre Abstützstellung nach F i g. 2 einnehmen, in der jeweils der eine Schenkel s mittels eines Anschlages 14 an dem anderen Schenkel 10 anliegt. Die jeweils mit dem Schenkel 10 gelenkig verbundenen Schenkel s der Kniehebel 5,10 sind außerdem bei 17 an der Türklappe 6 angelenkt, während die Schenkel 10 bei 15 und 18 mit den Randleisten 9 verbunden sind.
- Die Platte 3 behält beim öffnen der Türklappe 6 ihre horizontale Lage bei, ist aber abnehmbar angebracht. Zu diesem Zweck wird sie durch Steckstifte 8, Riegel, Führungen oder andere ein schnelles Verriegeln und Entriegeln ermöglichende Halteglieder in ihrer Lage gehalten. Die Platte 4 ist an den Schenkeln 10 des Kniehebels 5,10 mittels Stifte 11 od. dgl. befestigt und verlagert sich daher mit diesen Schenkeln 10 bei der Öffnungsbewegung der Türklappe 6. Die Ränder 12 und 13 der Platten 3 und 4 sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie sich gegenseitig überdecken und eine verhältnismäßig dichte Verbindung bilden. Eine solche Verbindung kann durch an dieser Stelle angebrachte elastische Dichtungen verbessert werden, die auch am Umfang der zwischen dem Rücksitz 7, der hinteren Türklappe 6 und den festen Seitenteilen des Wagenaufbaues gebildeten Öffnung angebracht sein können.
- Zur Benutzung des Wagens als Personenwagen werden die beiden Platten 3 und 4 durch die Stifte 8 und 11 (F i g. 3 und 4) in ihrer Lage gehalten. Wenn die Türklappe 6 geöffnet wird, so wird die Platte 4 durch die Schenkel 10 der Kniehebel 5,10 angehoben, so daß Gepäckstücke od. dgl. leicht in den Kofferraum 1 (F i g. 2 und 4) eingebracht werden können. Wenn die Türklappe 6 wieder geschlossen wird, so wird der Kofferraum 1 von dem Sitzraum des Wagens vollkommen abgetrennt. Dabei können kleinere und leichtere Gepäckstücke ohne weiteres auf die Platte 3 aufgelegt werden, ohne daß das Öffnen des Kofferraumes 1 beeinträchtigt wird, weil die Platte 3 bei der Öffnungsbewegung der Türklappe 6 nicht mitbewegt wird. Damit auf die Platte 3 aufgelegte Gepäckstücke nicht auf die Platte 4 aufgleiten und dadurch das öffnen des Kofferraumes 1 behindern können, kann zur Trennung der Platten 3 und 4 eine kleine in der Zeichnung nicht dargestellte Galerie vorgesehen werden, die z. B. in den Randleisten 9 des Wagenaufbaues eingelassen sein kann. Die Sicht nach hinten wird bei der Einrichtung nach der Erfindung nicht behindert, und der Kofferraum 1 kann wie ein üblicher Kofferraum bei einem Personenwagen benutzt werden.
- Zur Benutzung des Wagens als Geschäftswagen (F i g. 5) werden die beiden Platten 3 und 4 oder nur die Platte 4 ebenso wie gegebenenfalls die Galerie zwischen den Platten 3 und 4 herausgenommen und z. B. auf den Boden des Kofferraums 1 gelegt. Die Räume 1 und 2 sind dann vereinigt und bilden einen gemeinsamen großen Raum 1, 2 für den Transport großer Gegenstände. Dieser Raum 1, 2 kann noch vergrößert werden, wenn der Rücksitz 7 in bekannter Weise soweit als möglich nach vorn geschoben oder umgelegt oder ganz herausgenommen wird.
- Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1 bis 5 wird die hintere Türklappe 6 dadurch in der Öffnungslage gehalten, daß die Totpunktlage der Schenkel 5 und 10 jedes Kniehebels 5, 10 überschritten wird. Zum Schließen der Türklappe 6 muß daher die Kniehebelanordnung bewegt werden. Dies kann bei der dargestellten Ausführungsform erschwert sein, wenn die Platte 4 nicht eingesetzt ist, da dann zwischen den beiden an den Seiten angeordneten Kniehebeln 5,10 keine Querverbindung besteht.
- Um dies zu vermeiden, ist bei der in F i g. 6 und 7 dargestellten zweiten Ausführungsform eine mit einer Feder versehene Ausgleichsvorrichtung 116 an der Gelenkverbindung zwischen den Schenkeln 105 und 110 der Kniehebel angeordnet. Bei dieser Ausführungsform, die im übrigen der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 5 einschließlich der Anordnung der beiden Platten 103 und 104 völlig entspricht, ist es nicht erforderlich, daß die Totpunktlage überschritten wird, weil das Gewicht der Türklappe 6 ausgeglichen ist.
- Die Ausgleichsvorrichtung 116 kann in jeder beliebigen bekannten Weise ausgebildet sein. Vorzugsweise wird jedoch eine Vorrichtung verwendet, die eine auf Torsion beanspruchte Wendelfeder 117 aufweist (F i g. 8 und 9).
- Die Achse 119 der Ausgleichsvorrichtung 116 ist in einem Lagerglied 120 gelagert, das seinerseits an dem Schenkel 110 des Kniehebels mittels der Schrauben 121 und 122 befestigt ist. An dem einen Ende ist die Achse 119 mit einem bei 1192 kannelierten Teil 1191 versehen, der in eine entsprechende öffnung des anderen Schenkels 105 fest eingreift. Das andere Ende der Achse 119 ist verlängert und als Buchse 118 ausgebildet, um die die Wendelfeder 117 herumgelegt ist. Diese ist mit ihrem einen Ende 1171 in dem Lagerglied 120 befestigt, während ihr anderes Ende 1172 über die Mitte zurückgebogen und durch zwei diametral gegenüberliegende Bohrungen der Buchse 118 hindurchgesteckt ist. Die Wendelfeder 117 stützt sich somit gegen den Schenkel 110 des Kniehebels ab und übt auf den Schenkel 105 über das kannelierte Ende 1191 ein Drehmoment im Sinne der Öffnung des Kniehebels aus.
- Die Bewegung der Ausgleichsvorrichtung 116 ist aus F i g. 8 ersichtlich, in der die Schließlage des Kniehebels mit vollen Linien und die Öffnungslage mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. Damit die beiden Schenkel 110 und 105 nicht die Strecklage (Totpunktlage bei 180°) einnehmen, ist ein Teil am Ende des Knieteiles des Schenkels 105 abgebogen, so daß er einen sich an den Schenkel 110 legenden Anschlag 1051 bildet. Bei dieser Ausführungsform braucht zum Schließen der hinteren Türklappe 6 in deren Öffnungslage auf die Kniehebel selbst nicht eingewirkt zu werden. Es ist daher auch keine Querverbindung notwendig, so daß der verfügbare Raum vergrößert ist.
- Die Ansprüche 2 und 3 betreffen weitere Ausbildungen bzw. Verbesserungen der Einrichtung nach Anspruch 1 und haben nur Geltung in Verbindung mit dem Anspruch 1.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Einrichtung zum Umwandeln eines mit einer hochklappbaren Rückwand versehenen Kraftfahrzeuges in einen Personenwagen oder einen Geschäftswagen mittels wegnehmbarer etwa waagerecht liegender Platten, die bei der Benutzung des Wagens als Personenwagen eine den Raum zwischen der Lehne des Rücksitzes und der Rückwand in zwei Räume unterteilende Zwischenwand bilden und für die Benutzung des Wagens als Geschäftswagen mindestens teilweise wegnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand aus zwei Platten (3 und 4 bzw. 103 und 104) gebildet ist, von denen die vordere Platte (3 bzw. 103) mit ihrem vorderen Rand an der Rückseite der Lehne des Rücksitzes (7) anliegend durch ein schnelles Verriegeln oder Entriegeln ermöglichende Halteglieder (Steckstifte 8) in fester Lage zwischen zwei seitlichen Innenrandleisten (9) des Wagenaufbaues gehalten ist und die andere hintere Platte (4 bzw. 104) zwischen zwei einander entsprechenden Schenkeln (10 bzw. 110) von zwei jeweils an den Randleisten und an der Rückwand (Türklappe 6) aasgelenkten Kniehebeln (5, 10 bzw. 105, 110) befestigt ist, derart, daß die hintere Platte beim öffnen der Rückwand, wie an sich bekannt, nach oben angehoben und bei deren Schließen in die Ebene der vorderen Platte zurückbewegt wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (5 und 10 bzw. 105 und 110) der Kniehebel in der Offenstellung der Rückwand (Türklappe 6) über ihre Strecklage bzw. Totpunktlage hinaus geöffnet sind und dadurch die Rückwand in der Offenstellung halten.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (Türklappe 6) durch eine an der Kniegelenkbindung der Kniehebel (105, 110) angreifende Ausgleichsvorrichtung (116) bekannter Art ausbalanciert ist und die größte öffnungsweite der Kniehebel kleiner als 180° ist.
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| IT699922A (de) | |
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