DE1294846B - Lagerung fuer den Werkstueck- und Regelscheibentraeger an einer Spitzenlosschleifmaschine - Google Patents
Lagerung fuer den Werkstueck- und Regelscheibentraeger an einer SpitzenlosschleifmaschineInfo
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Lagerung für den Werktisches von einer Rille in die benachbarte füh-Werkstück-
und Regelscheibenträger an einer Spit- ren. Dieser Effekt wird noch störender, wenn die
zenlosschleifmaschine zwecks Feinzustellung des zusätzlich gebildeten Rillen, sei es durch unsymme-Werkstücks
gegen die Schleifscheibe, bei der der Trä- irische Belastung, sei es durch Materialinhomogeniger
durch zwei in einem Zustellschlitten des Maschi- 5 täten, schräg zu der ursprünglichen Führungsrille
nenbetts gelagerte, parallel geführte Lenker schwenk- verlaufen, da dann neben dem Springen des Werkbar gestützt ist. tisches ein Verdrehen desselben auftreten kann.
Die bisher verwendeten Schwalbenschwanzführun- Diese Erscheinungen trugen im übrigen dazu bei,
gen führen die schweren Bauteile von Werkzeugma- die praktische Anwendung der vorgeschlagenen Vorschinen
nur mit großem Reibungswiderstand. Dieses io richtung zu verhindern.
Problem fällt besonders bei dem Erfordernis sehr Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
kleiner, ganz genau durchzuführender Bewegungen eine konstruktiv einfache Lagerung der eingangs
ins Gewicht, da der zu verschiebende Träger der definierten Art zu schaffen, die auch für Präzisions-Verschiebekraft
trotz sorgfältigster Schmierung zu- maschinen brauchbar ist, die Nachteile der bekannnächst
einen sehr hohen Haftreibungswiderstand 15 ten Vorrichtung wenigstens teilweise vermeidet und
entgegensetzt. Ist die Verschiebekraft ausreichend bei äußerst niedrigem Reibungswiderstand beim Vergroß
geworden, bewegt sich der Träger praktisch in schieben des Werkzeug- und Regelscheibenträgers
kurzen haftungsfreien Schrittabständen bis zum sehr hohe Führungsstabilität aufweist und damit des-Wirksamwerden
erneuter Haftung ruckweise voran, sen wirklich stetige Bewegung ermöglicht,
so daß sich eine unregelmäßige und nicht steuerbare 20 Diese Aufgabe läßt sich erfindungsgemäß mit
Bewegung ergibt, die die Verwendung einer solchen einer Lagerung der eingangs definierten Art dadurch
Lagerung für Präzisionszwecke praktisch ausschließt. lösen, daß die als Stäbe ausgebildeten Lenker mit
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten ist be- je zwei an beiden Stirnseiten angeordneten Lagerreits
bekannt, entweder die Gleitbahnen durch köpfen versehen sind, deren vier Achsen jeweils in
Wälzlager zu ersetzen oder aber die Gleitbahnen 25 einer Ebene liegen und paarweise fluchten, wobei von
zwar beizubehalten, jedoch das Auflagegewicht des jedem Lenker das eine fluchtende Lagerkopfpaar
zu verschiebenden Trägers vermittels eines zick- im Zustellschlitten und das andere fluchtende Lagerzackförmigen
Gestänges mit einer Vielzahl von RoI- kopfpaar im Werkstück- und Regelscheibenträger
len und mit Federn aufzufangen. Derartige Vor- wälzkörpergelagert ist.
richtungen sind indessen in der Handhabung äußerst 30 Bei dieser Lagerung weist also jeder Lenker vier
schwierig, arbeiten nicht präzise und reproduzierbar Lagerköpfe auf, deren paarweise miteinander fluch-
und sind auch störanfällig im Gebrauch. tenden und im übrigen untereinander parallelen
Es ist auch bereits bekannt, zwischen die zu ver- Achsen senkrecht zu der Verschieberichtung des
schiebenden Teile zwei mit parallelen senkrecht zu Werkstück- und Regelscheibenträgers verlaufen. Erder
Verschieberichtung verlaufenden oberen und un- 35 findungsgemäß ist es dabei bevorzugt, wenn außerteren
Schneiden versehene Platten anzuordnen, die mit dem die dem Zustellschlitten zugeordneten Lagerjeweils
in der Unterseite des zu verschiebenden Werk- kopfpaare beider Lenker in den vier Ecken eines
tisches und in der Oberseite des Sockels vorgesehe- Rechtecks angeordnet sind; die beiden anderen Lanen
parallelen Rillenausschnitten im Eingriff stehen. gerkopfpaare der Lenker, die dem Werkstück- und
Diese an sich einfach herzustellende Lagerung eignet 40 Regelscheibenträger zugeordnet sind, liegen dann
sich jedoch nicht zur Verwendung für den groß- ebenfalls in den Ecken eines Rechtecks,
technischen Gebrauch, bei dem sehr schwere Teile Durch die Erfindung wird in vorteilhafter Weise
aufeinander verschoben werden müssen, sondern nur vor allem eine Lagerung geschaffen, die in äußerst
für kleine, handbediente Schleifmaschinen. Darüber reibungsarmer Weise eine absolut präzise Feinsthinaus
hat diese Lagerung Nachteile. Bei jeder Kan- 45 verschiebung auch sehr schwerer Werkstück- und
tenlagerung tritt nämlich im Betrieb ein sehr erheb- Regelscheibenträger ermöglicht und besonders der
licher Verschleiß auf. Dieser Verschleiß führt in aller Verwendung in automatisierten Anlagen zugänglich
Regel zu einem Spiel in der Kantenführung, wodurch ist. Wegen der durch die Wälzkörperlagerung ermögdie
Lagerung für Präzisionszwecke unbrauchbar ist. lichten Verkürzung des Abstands zwischen den
Außerdem wird die genannte Ungenauigkeit um so 5° parallel übereinander angeordneten Lagerköpfen an
stärker und störender, je größer der Schwenkwinkel einer Stirnseite eines Lenkers können diese Lenker
der Platten mit den Schneidkanten wird. Daher muß, einfach und billig so hergestellt werden, daß eine
damit die Lagerung einigermaßen brauchbar ist, die Torsion dieser Lenker sicher ausgeschlossen wird
Länge der Platten verhältnismäßig groß gemacht und stets eine sichere Parallelführung des Werkstückwerden.
Dies erhöht wiederum die Ungenauigkeit, da 55 und Regelscheibenträgers gewährleistet ist. Außernunmehr
verhältnismäßig leicht eine Verwindung der dem können bei der erfindungsgemäßen Lagerung
Platten — sei es eine momentane, sei es eine perma- handelsübliche Lager verwendet werden, die sich
nente — auftreten kann. zudem einfach auswechseln lassen und durch deren
Der erwähnte Verschleiß der vorgeschlagenen An- Wahl eine vorhandene Maschine verschiedenen Anordnung
hat im übrigen eine Ungenauigkeit auf 60 forderungen hinsichtlich Belastbarkeit und Toleran-Grund
des ermöglichten Spiels in mehreren Dirnen- zen angepaßt werden kann.
sionen zur Folge. Außerdem ermöglicht der auftre- Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in
tende Verschleiß eine Verdrehung des Werkstück- den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels noch
Trägertisches in einer zu der Tischfläche senkrechten näher erläutert. Es zeigt Richtung. Hinzu kommt, daß die Schneiden bei die- 65 F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfinser
Lagerung die sie führenden Rillen so ausschlagen, dungsgemäßen Spitzenlosschleifmaschine,
daß sich Parallelrillen bilden, die dann beim Ver- F i g. 2 eine Seitenansicht der in F i g. 1 darge-
drehen der Schneidenplatten zu einem Springen des stellten Maschine, bei der zwecks Sichtbarmachung
der parallelen Führungslenker Teile weggebrochen sind, und
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in F i g. 2.
Die dargestellte spitzenlose Schleifmaschine ist auf einer umstellbaren Grundanordnung, bestehend aus
einer Basis 10 und einem darauf befestigten Träger 12 montiert, der seinerseits eine axial verschiebbare
Schleifscheibe 14 trägt, welche von einem Motor 18 (Fig. 2) angetrieben werden kann. Neben der
Schleifscheibe ist ein Setzstock 20 vorgesehen, dem mit Hilfe einer automatischen Beschickungsvorrichtung
22 nacheinander Werkstücke W zugeführt werden. Eine an der der Schleifscheibe 14 gegenübergelegenen
Seite des Setzstockes 20 vorgesehene Regelscheibe 24 dient dazu, ein Werkstück auf dem
Setzstock 20 festzuhalten und es langsam zu drehen, während es während des Schleifens gegen die Schleifscheibe
14 gedrückt wird. Die Abziehvorrichtungen 26 bzw. 28 für die Regelscheibe und die Schleifscheibe
werden durch schwenkbar angeordnete ao Kreuzsupporte gehaltert.
Um die Maschine zwecks Kompensation des durch das Abziehen der Schleifscheibe verringerten Scheibendurchmessers
oder zwecks Anpassung an verschiedene zu schleifende Werkstücke W einzustellen as
oder den Setzstock 20 zwecks Ermöglichung besonderer Arbeitsvorgänge, wie das Auswechseln der
Schleifscheiben, von der Schleifscheibe fortzubewegen, sind der Setzstock 20 und die Regelscheibe 24
auf einem auf der Basis 10 befestigbaren und auf einer Bahn 32 verschiebbaren Zustellschlitten 30
gegenüber der Schleifscheibe 14 verlagerbar angeordnet.
Auf dem Zustellschlitten 30 ist ein Träger 100 vorgesehen, der die Regelscheibe 24 und den Setzstock
20 trägt. Diese können damit das Werkstück bei den aufeinanderfolgenden Abziehvorgängen in
Richtung auf die Schleifscheibenfläche und von dieser fortbewegen. Der Träger 100 ist mit Hilfe einer
reibungslosen Lenkeranordnung beweglich auf dem Zustellschlitten 30 befestigt, welche jegliche mit
wechselnder Haft- und Gleitreibung aufgeworfenen Probleme wirksam beseitigt und die Bewegung des
Trägers 100 ohne Fluchtungsfehler genau in der gewünschten Richtung führt.
Der Träger 100 weist auf jeder Seite zwei Lager 102 auf. Weiterhin sind am Zustellschlitten 30 vier
ähnliche Lager 104 starr befestigt, von denen sich jeweils eines unter den Lagern 102 des Trägers 100
befindet. Der Träger 100 und der Zustellschlitten 30 weisen an ihren benachbarten Flächen zwischen
den Stellen, an denen die Lager 102 und 104 befestigt sind, Ausnehmungen 106 bzw. 108 auf (F i g. 3),
welche Raum geben für zwei parallele Lenker 110. Die Lenker 110 sind vermittels oberen Lagerköpfen
112 in den Lagern 102 des Trägers 100 und vermittels unteren Lagerköpfen 114 in den Lagern
104 des Zustellschlittens 30 schwenkbar gelagert. Auf diese Weise bildet jede Seite jedes Lenkers 110
dort, wo er bei 112 und 114 schwenkbar gelagert ist, eine Zapfenverbindung zwischen dem Träger 100
und dem Zustellschlitten 30, wobei die vier Seiten der beiden Stäbe ein doppeltes paralleles Verbindungssystem
zwischen dem Träger 100 und dem Zustellschlitten 30 bilden. Wie in F i g. 3 dargestellt
ist, verbindet jeder Lenker starr linke Lagerköpfe 112 bis 114 und rechte Lagerköpfe 112 bis 114. Die
Lenker 110 sind als Stäbe mit verbreiterten Enden und einem Verbindungsteil 116 mit im wesentlichen
rundem Querschnitt ausgebildet. Der ganze Lenker 110 besteht aus einem die erforderlichen Widerstandseigenschaften
gegen Torsionskräfte besitzenden Material, so daß der runde Verbindungsteil 116 jedes
einer Torsion entgegenwirkenden Lenkers 110 unter normalen Arbeitsbelastungen eine genaue Parallelität
zwischen einem Paar der oberen Lagerköpfe 112 und einem Paar der unteren Lagerköpfe 114 jeder
Seite gewährleistet. Wenn daher der Träger 100 im wesentlichen waagerecht über einen sehr kurzen
Kreisbogen um die Lagerköpfe 114 verschwenkt wird, wird jede Tendenz des Trägers 100, sich aus
seiner Bewegungsrichtung herauszubewegen, sofort durch die Verbindungsteile 116 beseitigt, wodurch
der Träger 100 über seinen kurzen, sich normalerweise in der Größenordnung von Millimetern bemessenden
Weg glatt, genau und fast reibungslos bewegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Lagerung für den Werkstück- und Regelscheibenträger an einer Spitzenlosschleifmaschine zwecks Feinzustellung des Werkstücks gegen die Schleifscheibe, bei der der Träger durch zwei in einem Zustellschlitten des Maschinenbetts gelagerte, parallel geführte Lenker schwenkbar gestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die als Stäbe ausgebildeten Lenker (110) mit je zwei an beiden Stirnseiten angeordneten Lagerköpfen (112,114) versehen sind, deren vier Achsen jeweils in einer Ebene liegen und paarweise fluchten, wobei von jedem Lenker (110) das eine fluchtende Lagerkopfpaar (114) im Zustellschlitten (30) und das andere fluchtende Lagerkopfpaar (112) im Werkstück- und Regelscheibenträger (100) wälzkörpergelagert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US22720A US3043059A (en) | 1960-04-18 | 1960-04-18 | Precision feed mechanism |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1294846B true DE1294846B (de) | 1969-05-08 |
Family
ID=21811086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961T0019971 Pending DE1294846B (de) | 1960-04-18 | 1961-04-13 | Lagerung fuer den Werkstueck- und Regelscheibentraeger an einer Spitzenlosschleifmaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1294846B (de) |
| GB (2) | GB981609A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4178719A (en) * | 1978-07-20 | 1979-12-18 | Cincinnati Milacron Inc. | Centerless grinding machine |
| ATE92824T1 (de) * | 1990-03-23 | 1993-08-15 | Agathon Ag Maschf | Spitzenlose rundschleifmaschine. |
| CN104227513B (zh) * | 2013-06-08 | 2016-12-28 | 宁波卡伦特电器有限公司 | 电机轴轴承档无芯磨加工设备 |
Citations (4)
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| DE807668C (de) * | 1942-10-30 | 1951-07-02 | Imperia Sa | Ausschwingbarer Werktisch an Werkzeugmaschinen |
| FR985329A (fr) * | 1948-05-05 | 1951-07-17 | Genevoise Instr Physique | Machine comprenant un bâti, un coulisseau mobile sur au moins une glissière de celui-ci et au moins un dispositif pour décharger la glissière du poids du coulisseau |
| DE1008966B (de) * | 1954-07-20 | 1957-05-23 | Kurt Konrad Loewenfeld Dipl In | Vorrichtung zur Feineinstellung von Maschinenteilen, welche auf Gerad- oder Rundfuehrungen bewegt werden |
| DE1061222B (de) * | 1955-08-08 | 1959-07-09 | Cincinnati Milling Machine Co | Vorrichtung zum spitzenlosen Schleifen von Werkstuecken |
-
1961
- 1961-04-07 GB GB840663A patent/GB981609A/en not_active Expired
- 1961-04-07 GB GB1259861A patent/GB981608A/en not_active Expired
- 1961-04-13 DE DE1961T0019971 patent/DE1294846B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB981608A (en) | 1965-01-27 |
| GB981609A (en) | 1965-01-27 |
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