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DE1293928B - Logverfahren zum Bestimmen des Kohlenstoffgehalts von Gesteinsformationen - Google Patents

Logverfahren zum Bestimmen des Kohlenstoffgehalts von Gesteinsformationen

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Publication number
DE1293928B
DE1293928B DE1963T0025144 DET0025144A DE1293928B DE 1293928 B DE1293928 B DE 1293928B DE 1963T0025144 DE1963T0025144 DE 1963T0025144 DE T0025144 A DET0025144 A DE T0025144A DE 1293928 B DE1293928 B DE 1293928B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
neutrons
neutron
borehole
detector
carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1963T0025144
Other languages
English (en)
Inventor
Hall Hugh Edward
Mckay Alexander Scott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Texaco Development Corp
Original Assignee
Texaco Development Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Texaco Development Corp filed Critical Texaco Development Corp
Priority to DE1963T0025144 priority Critical patent/DE1293928B/de
Publication of DE1293928B publication Critical patent/DE1293928B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V5/00Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity
    • G01V5/04Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity specially adapted for well-logging
    • G01V5/08Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity specially adapted for well-logging using primary nuclear radiation sources or X-rays
    • G01V5/10Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity specially adapted for well-logging using primary nuclear radiation sources or X-rays using neutron sources
    • G01V5/101Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity specially adapted for well-logging using primary nuclear radiation sources or X-rays using neutron sources and detecting the secondary Y-rays produced in the surrounding layers of the bore hole
    • G01V5/102Prospecting or detecting by the use of ionising radiation, e.g. of natural or induced radioactivity specially adapted for well-logging using primary nuclear radiation sources or X-rays using neutron sources and detecting the secondary Y-rays produced in the surrounding layers of the bore hole the neutron source being of the pulsed type

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
  • Analysing Materials By The Use Of Radiation (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Logverfahren zum Bestimmen des Kohlenstoffgehaltes von Gesteinsformationen längs eines Bohrloches unter Verwendung eines durch das Bohrloch zu führenden Instrumentes, das so ausgebildet ist, daß es Impulse schneller Neutronen mit einer oberhalb eines bestimmten Niveaus liegenden Energie erzeugen und resultierende, durch unelastische Stöße erzeugte Gammastrahlung mit einem ebenfalls vorherbestimmten Energieniveau in der Größenordnung von 4,43 MeV, die charakteristisch für Kohlenstoff ist, selektiv nachweisen kann und unter Aufzeichnung eines Signals, das als eine Funktion der nachgewiesenen Gammastrahlung in Wechselbeziehung mit dem Ort, an dem die Strahlung in dem Bohrloch ermittelt wird, variiert.
  • Es ist bekannt, zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gesteinen und Gesteinsformationen durch ein entsprechendes Bohrloch eine Strahlenquelle einzuführen, die schnelle Neutronen mit einer Energie von 14 MeV impulsartig aussendet. Beim Auftreffen der ausgesandten Neutronen auf die Atomkerne der in dem zu untersuchenden Gestein enthaltenden Elemente werden die getroffenen Kerne in einen Anregungszustand versetzt, so daß ein Zwischenkern entsteht, der nach einer für den betreffenden Kern charakteristischen Zeitspanne in den Grundzustand zurückkehrt und dabei y-Quanten aussendet.
  • Die Energie der von den getroffenen Atomkernen ausgesandten y-Strahlung läßt Rückschlüsse auf bestimmte chemische Elemente, wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Chlor, Silicium zu, da die Atomkerne jedes dieser Elemente eine y-Strahlung mit einem bestimmten Energiespektrum aussenden. Auch der Zeitraum zwischen dem Neutronenbeschuß und dem Auftreten der y-Strahlung der getroffenen Kerne erlaubt Rückschlüsse auf die Art der Atomkeme, d. h. auf bestimmte chemische Elemente.
  • Bei dem eingangs erwähnten und bekannten Verfahren, bei dem Neutronenstrahlen mit 14 MeV verwendet werden, besteht die Gefahr, daß die resultierende y-Strahlung nicht nur durch unelastische Streuung der schnellen Neutronen, sondern auch durch den Einfang thermischer Neutronen hervorgerufen wird, was ungenaue Messungen und Bestimmungen der Zusammensetzung des untersuchten Gesteins verursacht. Diese Gefahr kann auch nicht durch impulsartige Erzeugung der Neutronenstrahlung und durch selektive Registrierung der resultierenden y-Strahlung beseitigt oder umgangen werden.
  • Bei dem bekannten Verfahren ist es möglich, durch zweimaliges Einschalten eines y-Strahlungsdetektors zuerst die durch unelastische Stöße erzeugten v-Quanten zu messen und nach einem Zeitraum von 5 lls die Einfang-y-Strahlung zu bestimmen, wobei erstere Kohlenstoff mittels y-Quanten von etwa 4,4 MeV und letztere Wasserstoff mittels y-Quanten mit 2,2 MeV anzeigt.
  • Dieses Verfahren zur Bestimmung von Kohlenstoff und/oder Wasserstoff durch Messung der durch Neutronenbeschuß ausgelösten strahlung ist nicht frei von erheblichen Meßfehlern, die durch auftretende Störstrahlung verursacht werden. Weiterhin erfordert die zweimalige und aufeinanderfolgende Messung von y-Strahlung, die durch unelastische Zusammenstöße und durch Einfang thermischer Neutronen ausgelöst ist, einen erheblichen Aufwand an Meßeinrichtungen, da der verwendete y-Strahlendetektor je- weils genau nach 5 lls zur Bestimmung der Einfangstrahlung ein zweites Mal eingeschaltet werden muß.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren anzugeben, das die Kohlenstoflbestimmungen in Gesteinsformationen auf einfachere Weise und ohne Verfälschung des Meßergebnisses durch Störstrahlung ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren nach der Erfindung gelöst durch Bestrahlung der Formation längs des Bohrlochpfades mit Neutronen, die einen Energiebereich in der Größenordnung von 4,8 MeV haben, der für den Reaktionsgrenzwert unelastischer Stöße für Kohlenstoff charakteristisch ist, und welcher Bereich eine obere Grenze von 6,5 MeV hat.
  • Dieses erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil der Eliminierung von Störstrahlung durch Einfang-y-Strahlung, wobei eine kontinuierliche impulsartige Aussendung und Aufnahme der Strahlungsenergien vorgenommen wird und ein zweimaliges aufeinanderfolgendes Einschalten des y-Strahlendetektors zur Ermittlung der durch unelastische Stöße und durch Einfang thermischer Neutronen bedingten strahlung entfällt.
  • Ausgestaltende Merkmale der Erfindung sind in den echten Unteransprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet.
  • Die Erfindung ist im folgenden im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, welche ein Bohrlochuntersuchungsgerät zeigt, das sich in einem Bohrloch befindet, welches durch eine Reihe von Erdformationen geführt ist, F i g. 2 eine graphische Darstellung der Neutronenimpulsform, die zur Bestrahlung der Erdformationen verwendet wird, zusammen mit bestimmten Wirkungen, die in der Formation durch einen solchen Impuls hervorgerufen werden, und F i g. 3 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, welche ein der Fig. 1 ähnliches Bohrlochuntersuchungsgerät zeigt.
  • In F i g. 1 ist ein Bohrloch 10 dargestellt, das durch mehrere Erdformationen 11, 12, 13 und 14 hindurchgeführt ist und einen flüssigen Inhalt 15 enthält, der z. B. aus der üblichen Spülflüssigkeit, Wasser oder rohes Erdöl, bestehen kann. Innerhalb des Bohrloches 10 ist beispielsweise mittels eines Kabels 16 ein Bohrlochuntersuchungsgerät 17 aufgehängt dargestellt.
  • Das Kabel 16 kann einen oder mehrere elektrische Leiter (die nicht einzeln dargestellt sind) enthalten, so daß elektrische Signale zwischen dem Gerätl7 und der elektrischen Anlage an der Tagesoberfläche übertragen werden können. Die Einzelheiten des Gerätes an der Tagesoberfläche werden nachfolgend mit näheren Einzelheiten beschrieben. Ein schematisch dargestelltes Meßgerät 18 ist an der Tagesoberfläche in Kontakt mit dem Kabel 16 gezeigt und dient zur Bestimmung der Länge des Kabels 16, das im Bohrloch 10 während der Untersuchung hängt.
  • Das Untersuchungsgerät 17 besitzt einen Außenmantel bzw. ein Gehäuse 19, das in an sich bekannter Weise so gebaut ist, daß es den Drücken und Temperaturen Widerstand leisten kann, die gewöhnlich bei Bohrlochuntersuchungen auftreten. Innerhalb des Gehäuses 19 befindet sich eine Neutronenquelle 20, welche geregelte Neutronenimpulse erzeugen kann.
  • Vorzugsweise umfaßt die Neutronenquelle 20 einen Beschleuniger für positiv geladene Ionen, der bei 21 schematisch dargestellt ist, zusammen mit einem geeigneten Target 22, das Neutronen von einem gewünschten Energieniveau erzeugen kann, wenn es mit positiven Ionen beschossen wird. Beispielsweise kann die Neutronenquelle 20 ein Gerät zur Beschleunigung von Deuteronen gegen ein Target umfassen, das Deuterium oder Tritium enthält, um Neutronen in an sich bekannter Weise zu erzeugen.
  • Innerhalb des Gehäuses 19 ist im Abstand von der Neutronenquelle 20 längs der senkrechten Achse des Gerätes 17 ein Gammastrahlendetektor 23 vorgesehen, der, wie gezeigt, unterhalb der Neutronenquelle 20 angeordnet sein kann. Zwischen den beiden Vorrichtungen20, 23 befindet sich eine Abschirmung 24, durch welche verhindert wird, daß eine durch die Neutronenquelle 20 erzeugte unerwünschte Strahlung den Detektor 23 erreicht. Die Abschirmung 24 kann aus Blei von geeigneter Dicke sein, um zu verhindern, daß Gammastrahlen, die im Target 22 entstehen, den Detektor 23 erreichen, und kann ferner ein geeignetes Material zur Thermalisierung und zum Einfangen von Neutronen aufweisen, die sonst den Detektor 23 erreichen würden, besonders wenn der letztere von einer Art ist, daß er hierdurch aktiviert wird. Der Detektor 23 kann aus einem an sich bekannten Gerät bestehen, das für den selektiven Nachweis von Gammastrahlen in einem bestimmten Energiebereich, wie nachfolgend beschrieben, geeignet ist. Beispielsweise kann der Detektor 23 einen organischen Lumenophor von geeigneter Größe zur Erzeugung von Szintillationen, deren Intensität der Energie der nachgewiesenen Gammastrahlen entspricht, sowie eine photoelektrische Vorrichtung umfassen, z. B. einen Photovervielfacher, zur Umwandlung der Lichtimpulse in elektrische Energie.
  • Der Ausgang des Detektors 23 ist über ein Tor 25 mit einem Vorverstärker 26 gekoppelt. Das Tor 25 kann Schaltmittel zur selektiven Übertragung des Detektorausgangs zum Vorverstärker 26 entsprechend einem gewünschten Programm umfassen. Der Vorverstärker 26 dient als Mittel zur Vergrößerung des Detektorausgangssignals zur Übertragung über das Kabel 16 auf einen linearen Verstärker 27, der sich an der Tagesoberfläche befindet. Der Ausgang des Verstärkers 27 ist seinerseits mit einem Impulshöhenanalysator 28 gekoppelt, dessen Funktion die Einteilung elektrischer Impulse entsprechend einem oder mehreren bestimmten Energiebereichen der nachgewiesenen Gammastrahlen ist. Der Ausgang des Impulshöhenanalysator 28 ist wiederum mit einem Aufzeichnungsgerät 29 gekoppelt, das beispielsweise ein Magnetbandgerät oder ein graphischer Schreiber sein kann, um eine bleibende Aufzeichnung eines gewünschten Gammastrahlensignals zur Korrelation mit der Stellung des Detektors 23 im Bohrloch 10 zu erzielen. Ein zusätzliches Sichtgerät, beispielsweise ein Oszilloskop 30, ist mit dem Ausgang des Impulshöhenanalysators 28 gekoppelt dargestellt, so daß eine Sichtanzeige des empfangenen Signals erhalten wird. Hierbei ist zu erwähnen, daß der Impulshöhenanalysator 28 eine Ratenmesserschaltung umfassen kann, um ein kontinuierliches Signal zu erhalten, das die durchschnittliche Entstehungsrate der aufgefangenen Gammastrahlen von einem gegebenen Energiebereich anzeigt. Vorzugsweise ist der Analysator, in welchem Falle jeder Kanal einen Ratenmesser sowie Sicht- und Aufzeichnungsgeräte enthalten kann.
  • An der Tagesoberfläche ist ferner ein Neutronenquelleregler 31 vorgesehen, der durch das Kabel 16 mit der Neutronenquelle 20 gekoppelt ist und dazu dient, deren Arbeitsweise im Bohrloch 10 zu regeln.
  • Ferner ist der Neutronenquelleregler 30 mit dem Tor 25 gekoppelt, damit die Neutronenquelle 20 und der Detektor 23 gleichzeitig von der Tagesoberfläche aus in der gewünschten Weise an und abgeschaltet werden kann.
  • Vorzugsweise ist in dem Gerät 17 außerdem ein Zeitgeber 32 vorgesehen, der mit der Neutronenquelle 20 und dem Tor 25 gekoppelt ist. Der Zeitgeber 32 kann ein elektromechanisches oder elektisches Gerät sein, das zur Regelung der Arbeitsweise der Neutronenquelle 20 und des Ausgangs des Detektors 23 entsprechend einem gewünschten Programm für einen intermittierenden Betrieb geeignet ist. Beispielsweise kann der Zeitgeber 32 so ausgelegt sein, daß die Neutronenquelle 20 für aufeinanderfolgende Impulse von kurzer Dauer von z. B. 1 Mikrosekunde eingeschaltet und gleichzeitig das Tor 25 geöffnet wird, so daß der Ausgang des Detektors 23 auf die Tagesoberfläche nur während der Intervalle übertragen werden kann, während welchen die Neutronenquelle 20 in Betrieb ist.
  • Obwohl der Impulshöhenanalysator 28 an der Tagesoberfläche angeordnet dargestellt ist, ist er vorzugsweise im Untersuchungsgerät 12 vorgesehen.
  • Durch die Anordnung des Analysators 28 im Untersuchungsgerät 12 ist es möglich, die Übertragung von Signalen über das Kabel 16 vom Untersuchungsgerät im Bohrloch auf die Einrichtung an der Tagesoberfläche zu vereinfachen, da sich das Ausgangssignal aus dem Impulshöhenanalysator 28 leichter über das Kabel übertragen läßt als die kurz aufeinanderfolgenden Impulse, welche das Eingangssignal für den Analysator 28 bilden.
  • Ein Gerät der vorangehend beschriebenen Art kann zur Durchführung eines Neutron-Logs durch unelastischen Stoß von einer oder mehreren Erdformationen, beispielsweise der in der Zeichnung dargestellten Formationen 11, 12, 13 und 14, verwendet werden, um diese nach der Anwesenheit eines gegebenen Elementes zu untersuchen. Ein solches Log kann dadurch geschehen, daß das Gerät 17 durch das Bohrloch 10 an den Formationen vorbeigeführt wird, wobei die Neutronenquelle 20 so betrieben wird, daß die Formationen 11, 12, 13 und 14 mit Neutronen von einem bestimmten Mindestenergieniveau bestrahlt werden, das etwas höher als der erste Energieniveauzustand des Atomkerns des gewählten Elementes ist.
  • Je nach dem Vorhandensein von Atomkernen des gewählten Elementes werden in der Formation unelastische Gammastrahlen von einem bestimmten Energieniveau erzeugt, das demjenigen des ersten Energieniveauzustandes des gewählten Atomkerns äquivalent ist. Einige der auf diese Weise erzeugten Gammastrahlen wandern aus der Formation zum Detektor 23, wodurch ein elektrischer Impuls erzeugt wird, dessen Amplitude der Energie des Gammastrahls entspricht, der ihn erzeugt hat. Impulse von einer gegebenen Amplitude können selektiv durch den Betrieb des Impulshöhenanalysators 28 beobachtet werden. Durch die Beobachtung des empfangenen Signals von dem gewünschten Energieniveau in Korrelation mit der Stellung des Gerätes 17 im Bohrloch wird eine Anzeige von dem Vorhandensein und von der genauen Lage der gewählten Elemente in den Formationen erhalten. Wenn ein Ratenmesser verwendet wird, kann die Zahl der empfangenen Gammastrahlen von einer gegebenen Energie je Zeiteinheit gezählt werden und dadurch eine Anzeige der Konzentration des Elementes in der Formation erhalten werden.
  • Zur Herabsetzung der Untergrundstörung durch energiereiche Einfanggammastrahlen, die sonst in der Formation durch die Thermalisierung und den Einfang von schnellen Neutronen erzeugt werden können, soll das Log durch unelastischen Stoß in der Weise durchgeführt werden, daß die Neutronenquelle 20 mit einer Reihe von vergleichsweise kurzen Neutronenimpulsen betrieben wird, deren Dauer vorzugsweise etwa 1 Mikro sekunde beträgt, und der Detektor nur während der Zeit betrieben wird, während welcher die Neutronenquelle eingeschaltet ist. Obwohl eine kurze Dauer von 1 Mikrosekunde vorzuziehen ist, kann sie bis zu etwa 5,0 Mikrosekunden unter der Annahme einer Formationsporosität von etwa 30°/o länger sein. Während dieses vergleichsweise kurzen Intervalls werden wahrscheinlich nur vergleichsweise wenig Neutronen thermalisiert und eingefangen, die energiereiche Einfangsgammastrahlen zur Folge haben, die sonst zu einer Störung des aufgenommenen Signals führen könnten. Das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Neutronenimpulsen soll ausreichend lang sein, um den Aufbau von induzierten Strahlen zu vermeiden, die dazu führen können, daß die durch den unelastischen Stoß erzeugten verdeckt werden. Das Intervall zwischen den Impulsen soll daher vorzugsweise einige Millisekunden betragen. Da die durch unelastischen Stoß erzeugten Gammastrahlen aufgenommen werden, während die Quelle für schnelle Neutronen in Betrieb ist, soll das Intervall zwischen den Neutronenimpulsen von ausreichender Dauer sein, damit die meisten Neutronen jedes Impulses thermalisiert und eingefangen werden können, bevor der nächste Impuls stattfindet, um Gammastrahlen aus einem (n, y)-Prozeß aus dem aufgenommenen Signal auszuschalten.
  • Die unelastische Neutronenstoßreaktion, durch welche durch Unelastizität erzeugte Gammastrahlen erzeugt werden, beruht auf der Vorstellung, daß der Atomkern eines gegebenen Atoms mehrere bestimmte Energiezustände von einem bestimmten unteren Zustand an aufwärts hat. Wenn ein Neutron von einem bestimmten Energieniveau, das geringfügig höher als der niedrigste Energiezustand des Atomkerns ist, in den Atomkern eines gewählten Elementes eintritt, überträgt es auf diesen eine Energie, die ausreicht, ihn zu seinem ersten angeregten Zustand anzuregen.
  • Das Neutron verläßt dann den Atomkern mit einer Energie, die geringer ist als diejenige, mit welcher es in diesen eintrat, wobei der Betrag gleich demjenigen ist, der auf den Atomkern übertragen wurde. Der angeregte Atomkern fällt in seinen Grundzustand durch die Emission eines Gammastrahls von bestimmter charakteristischer Energie, die äquivalent zu derjenigen des ersten angeregten Zustandes ist.
  • Hierbei ist zu betonen, daß ein Neutron unterhalb einer bestimmten Energie den Atomkern nicht mit einem unelastischen Stoß anregen kann. Nur Neutronen von höherer Energie sind in der Lage, diese Wirkung hervorzurufen.
  • Die unelastiche Stoßreaktion, durch welche Kohlenstoff charakteristische Gammastrahlen erzeugen kann, kann symbolisiert werden durch C1(n,n')C12 *. Diese Reaktion hat eine Neutronenanregungsschwelle von 4,80 MeV und ergibt Zerfallsgammastrahlen von 4,43 MeV. Daher kann der selektive Nachweis von Kohlenstoff durch Bestrahlung der Formation mit schnellen Neutronen erzielt werden, die eine charakteristische Energie von etwa S,OMeV oder höher haben, und durch den selektiven Nachweis von Gammastrahlen mit einem Energiewert von etwa 4,43 MeV.
  • Die unelastische Stoßreaktion mit Neutronen von Energien von 5,0 MeV hängt im wesentlichen von dem Vorhandensein von Kohlenstoff in den Formationen ab, so daß eine gute Anzeige des Vorhandenseins von Kohlenstoff erzielt wird, wenn Impulse gemessen werden, die Gammastrahlen von 4,43 MeV entsprechen. Es ist ganz unwahrscheinlich, daß ein Gammastrahl von 4,43 MeV durch andere Elemente als durch Kohlenstoff mittels Neutronen von etwa 5,0 MeV erzeugt wird. Obwohl Neutronen von höherer Energie als 5,0 MeV zur Erzeugung von Gammastrahlen aus Kohlenstoff durch unelastischen Stoß verwendet werden können, ist es vorzuziehen, daß die Neutronen im Bereich von 5,0 bis 6,5 MeV liegen. Wenn das obere Energieniveau des Neutronenstrahls auf diese Weise beschränkt wird, kann eine gewisse Interferenz, die sonst durch Neutronen von höherer Energie als 6,5 MeV erzeugt werden, vermieden werden.
  • Das Gerät zur Durchführung der Erfindung kann Neutronen in vorteilhafter Weise durch die Be9 (a, n) Ct2-Reaktion erzeugen, um Neutronen von etwa 6,5 MeV mit einer Alphastrahl-Geschoßteilchenenergie von 0,6 MeV zu erzielen. Diese Reaktion ergibt den Vorteil, daß der gewünschte Neutronenstrahl erhalten wird, ohne daß eine unangemessen hohe Beschleunigerspannung im Untersuchungsgerät erforderlich ist.
  • Im allgemeinen kann gesagt werden, daß der Wirkungsquerschnitt, d. h. die Wahrscheinlichkeit, daß eine Reaktion stattfindet, für die höher angeregten Zustände als der erste geringer ist. Außerdem befinden sich die angeregten Zustände für die schwereren Elemente verhältnismäßig nahe beieinander.
  • Damit ein Element eine wesentliche Interferenz bei der Untersuchung nach Kohlenstoff verursacht, müßte es sich entweder um ein leichtes oder um ein Element mit einer magischen Nukleonenzahl handeln.
  • Es ist nicht wahrscheinlich, daß eine Interferenz aus einer solchen Ursache während einer Bohrlochuntersuchung nach dem Vorhandensein von Kohlenstoff eintritt.
  • Mittels der Untersuchung durch unelastischen Stoß nach dem Vorhandensein von Kohlenstoff beim Durchfahren einer Tiefbohrung werden bestimmte Vorteile erzielt. Beispielsweise registriert die Zählrate von aufgenommenen Gammastrahlen des gewählten Energiewertes im wesentlichen nur eine Rate, die zu der Zahl von Kohlenstoffatomkernen in Proportion steht, die in dem beobachteten Bereich vorhanden sind. Daher liefert die Untersuchung eine wirksame quantitative Analyse für Kohlenstoff sowie eine qualitative Analyse. Ferner beobachtet eine solche Untersuchung Kohlenstoff mit einem angemessenen Wirkungsquerschnitt, so daß eine angemessen genaue quantitative Bestimmung über einen vergleichsweise weiten Bereich von Kohlenstoffprozentsätzen, einschließlich verhältnismäßig kleiner Prozentsätze desselben, sichergestellt ist.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung einer solchen Untersuchung kann einen Beschleunigerstrahl aufweisen, der stark gerichtet ist, um Neutronen von der gewünschten Energie in der Formation zu konzentrieren. Dies ist von Interesse, da die Neutronenenergie mit zunehmendem Winkel vom Teilchenstrahl abnimmt.
  • Es soll eine In-situ-Analyse der Erdformation nach Kohlenwassergehalt durch Korrelation eines Kohlenstoff-Logs der vorangehend beschriebenen Art mit einem Wasserstoff-Log der zu untersuchenden Erdformation durchgeführt werden.
  • Es wird ein gleichzeitiges Wasserstoff-Kohlenstoff-Log einer oder mehrerer Erdformationen durchgeführt, durch welche ein Bohrloch geführt ist. Ein solches Log kann dadurch geschehen, daß ein kombiniertes Log durchgeführt wird, bei welchem der Nachweis von Kohlenstoff unter Anwendung des vorangehend beschriebenen unelastischen Stoßes erfolgt und der Nachweis von Wasserstoff durch die Bestimmung der Rate, mit welcher das Material der Formation schnelle Neutronen abbremst. Dieses Kombinationslog wird mit Hilfe einer Einfachimpuls-Neutronenquelle zusammen mit einem geeigneten Strahlennachweisgerät durchgeführt.
  • Ein Wasserstoffgehalt-Log, das durch Messung der Bremsrate schneller Neutronen erhalten wird, kann nach dem Prinzip durchgeführt werden, daß ein Medium durchdringende schnelle Neutronen auf den thermischen Bereich mit einer Rate gebremst werden, die für die Bestandteile des Mediums charakteristisch ist. Die charakteristische Bremszeit, für welche als Symbol Ts verwendet wird, für schnelle Neutronen in einem Medium wird in erster Linie durch das Vorhandensein leichter chemischer Elemente geregelt und wird in der Tat im wesentlichen allein durch die Konzentration von Wasserstoff in Erdformationen bestimmt. Ein solches Wasserstoff-Log kann durch Bestrahlung der Formationen mit schnellen Neutronen von einer Neutronenquelle durchgeführt werden, die durch eine abrupte Veränderung in der Quellenrate gekennzeichnet ist, auf welche der Nachweis der von der Formation ausgehenden Strahlung als Anzeige der Rate folgt, mit welcher schnelle Neutronen im Medium auf den thermischen Bereich gebremst werden. Die Neutronenbremszeit Ts von Wasser oder öl in typischen Erdformationen beträgt unter der Annahme einer etwa 300/oigen Porosität, die im wesentlichen allein durch ihren Wasserstoffgehalt bedingt ist, etwa 5,0 Mikrosekunden. Hieraus ergibt sich, daß, wenn die Neutronenquelle erstmalig zur Erzeugung eines Neutronenimpulses eingeschaltet wird, das interessierende Medium, in diesem Falle eine Erdformation, von schnellen Neutronen mit einer Rate durchdrungen wird, welche durch die Stärke der Bestrahlungsquelle bestimmt wird. In der Zeit, die durch die charakteristische Bremszeit Ts des Mediums bestimmt wird, werden die schnellen Neutronen auf den thermischen Bereich infolge der Wechselwirkungen im Medium gebremst. Im Medium wird daher eine Höhe des Flusses der thermischen Neutronen erzeugt, dessen Zunahmerate durch die Bremszeit Ts des Mediums bestimmt wird. Wenn der Bestrahlungsimpuls bzw. Ionisationsstoß schneller Neutronen von im wesentlichen rechteckiger Wellenform ist, so daß im wesentlichen eine Anstiegszeit Null auf den durchschnittlichen Höchst- oder Plateauwert besteht, ist eine Darstellung des Aufbaus der Höhe des Flusses der thermischen Neutronen im Medium eine genaue Darstellung der Rate, mit welcher die schnellen Neutronen durch das Medium gebremst werden. Der charakteristische Aufbau der Höhe des Flusses der thermischen Neutronen kann daher als Mittel zur Bestimmung der charakteristischen Bremszeit Ts des Mediums dienen. In dem Falle, in welchem Wasserstoff in der Formation in wesentlicher Menge vorhanden ist, beginnt die Höhe des Flusses der epithermischen und thermischen Neutronen im Medium in wesentlichen Mengen vorhanden zu sein, nachdem die Neutronenquelle während der Bremszeit Ts von öl oder Wasser, nämlich etwa 5,0 Mikrosekunden, eingeschaltet war, und steigt weiterhin bis zu einem Gleichgewichtswert an, bis die Verlustrate der thermischen Neutronen in dem Medium gleich der Erzeugungsrate thermischer Neutronen durch die Bremsung schneller Neutronen aus der Neutronenquelle geworden ist. Der Verlust an thermischen Neutronen ist durch ihren Einfang in der Formation infolge des Vorhandenseins starker Einfangselemente bedingt. Die Zeit, während welcher die thermischen Neutronen in der Formation bleiben und welche als Lebensdauer gegen Einfang oder T, bezeichnet werden kann, ist von der charakteristischen Bremszeit Ts verschieden, jedoch ebenfalls charakteristisch für das Element bzw. die Elemente, welche für den Einfang verantwortlich sind. Da thermische Neutronen infolge der Wasserstoffatomkerne von öl oder Wasser eine sehr kurze Bremszeit Ts im Vergleich zu den anderen Elementen haben, welche gewöhnlich in Erdformationen vorhanden sind, können thermische Neutronen, welche durch den Abbremseffekt von Wasserstoff erzeugt worden sind, von anderen dadurch unterschieden werden, daß die Höhe des Flusses der thermischen oder epithermischen Neutronen in der Formation, bevor der Effekt der anderen Elemente wesentlich wird, bestimmt wird.
  • Ein bevorzugtes Verfahren zur Durchführung eines kombinierten Wasserstoff-Kohlenstoff-Logs besteht darin, daß die zu untersuchende Formation mit einem Impuls oder Ionenstoß schneller Neutronen mit einem Energieniveau von etwa 5 MeV während eines vergleichsweise kurzen Zeitintervalls bestrahlt wird, wobei gleichzeitig Gammastrahlen mit einem Energiebereich von 4,43 MeV aufgefangen werden, um den Kohlenstoffgehalt der Formation in der vorangehend beschriebenen Weise zu bestimmen. Während eines bestimmten Zeitintervalls nach dem Impuls der Neutronenquelle werden epithermische Neutronen, die von der Formation ausgehen, aufgefangen, um die charakteristische Bremszeit Ts der Formation zu bestimmen. Die Zeit zwischen dem Einleiten des Neutronenimpulses und dem Beginn des bestimmten Zeitintervalls kann zweckmäßig der Bremszeit Ts von öl oder Wasser entsprechen, nämlich etwa 5,0 Mikrosekunden, wie vorangehend angegeben. Das Aufnahmeintervall soll enden, bevor der Einfangeffekt anderer Elemente in der Formation wesentlich wird.
  • In F i g. 2 ist eine graphische Darstellung eines Neutronenimpulses A von einer im wesentlichen rechteckigen Wellenform gegeben, dessen durchschnittliches maximales Energieniveau über 5 MeV liegt und der eine bestimmte Zeitdauer t1 von 1 Mikrosekunde hat. Über der gleichen Zeitbasis t ist eine graphische Darstellung einer beispielsweisen durch unelastischen Stoß erzeugten 4,43 MeV Gammastrahlenanzeige B aufgetragen, die während der Zeit t, durch Wechselwirkung des Neutronenimpulses A mit Kohlenstoffatomkernen in einer Erdformation entsteht. Längs der gleichen Zeitbasis t ist ferner eine graphische Darstellung des Aufbaus und des Zerfalls der Höhe des Flusses C der thermischen Neutronen in der Formation infolge der Anwesenheit von Wasserstoff in Form von Öl oder Wasser gezeigt.
  • Wie ersichtlich, beginnt die Kurve C, rasch auf ihren Höchstwert in einer Zeit Ts von etwa 5, 0 Mikrosekunden anzusteigen, nachdem der NeutronenquelleimpulsA eingeleitet worden ist, und zerfällt, nachdem die Neutronenquelle abgeschaltet worden ist, mit einer abweichenden Geschwindigkeit, wie sie durch die charakteristische Einfangzeit TC für thermische Neutronen der Formation bestimmt wird In Fig. 3 ist ein Gerät zur Durchführung eines kombinierten Wasserstoff-Kohlenstoff-Logs gezeigt.
  • Dieses Gerät ist dem in F i g. 1 dargestellten ähnlich, weist jedoch noch einen Detektor 50 für epithermische Neutronen auf, welcher in einem bestimmten Abstand von der Neutronenquelle 20 angeordnet und unter dem Gammastrahlendetektor 23 dargestellt ist, und ferner ein Tor 51 und ein Vorverstärker 52 sowie Mittel zur Förderung der zusätzlichen durch den Neutronendetektor 50 erhaltenen Information über das Kabel 16 zur Tagesoberfläche. Beispielsweise kann die durch den Neutronendetektor 50 erhaltene zusätzliche Information über einen zusätzlichen Leiter im Kabel 16 oder vorzugsweise über den gleichen Leiter wie die Information des Gammastrahlendetektors 23 übertragen werden. Im letzteren Falle können die jeweiligen Signale aus den beiden Detektoren zur Tagesoberfläche mit verschiedenen Amplitudenstufen übertragen werden, an welcher sie durch Impulshöhendiskrimination getrennt werden. Der Neutronendetektor 50 kann beispielsweise ein Borzähler, wie ein Bor-Szintillationsdetektor mit einer umgebenden Cadmiumschicht, sein. Hierbei ist zu erwähnen, daß der Detektor für die epithermischen Neutronen ausreichend schnell im Nachweis einer wesentlichen Strahlungsmenge während des Anzeigeintervalls sein muß. Das an der Tagesoberfläche vorgesehene Gerät ist dem in F i g. 1 dargestellten im wesentlichen ähnlich, jedoch ist ferner eine Sichtvorrichtung, beispielsweise ein Schreiber 29' und Oszillograph 30', zur Auswertung der aus dem Neutronendetektor 50 erhaltenen Information vorgesehen. Das in F i g. 3 dargestellte Gerät kann zur Durchführung des Wasserstoff-Kohlenstoff-Logs in der beschriebenen Weise verwendet werden, indem die Neutronenquelle so betrieben wird, daß ein gewünschter Impuls oder Ionisationsstoß von Neutronen von einer bestimmten Dauer erzeugt wird, und zwar unter der Steuerung des Neutronenquellenreglers 31 an der Tagesoberfläche oder mit Hilfe des Zeitgebers 32 innerhalb des Gerätes 17 selbst. Die gleichzeitige Anzeige von Gammastrahlen mittels des Detektors 23 geschieht im wesentlichen in der gleichen Weise wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Gerät. Die Anzeige epithermischer Neutronen mit Hilfe des Detektors 50 kann in ähnlicher Weise wie die Anzeige von Gammastrahlen mit Hilfe des Detektors 23 geschehen mit der Ausnahme, daß die Zeit des effektiven Neutronennachweises, der durch das Tor 51 bestimmt wird, im Verhältnis zur Betriebszeit der Neutronenquelle 20 entsprechend der charakteristischen Bremszeit Tg des aufgefundenen Materials verändert wird. Daher kann es, während es in bestimmten Fällen wünschenswert sein kann, gleichzeitig epithermische Neutronen während des Betriebs der Neutronenquelle und des Gammastrahlendetektors 23 nachzuweisen, sonst wünschenswert sein, den Detektor für epithermische Neutronen während eines kurzen Zeitintervalls zu betreiben, der dem Neutronenimpuls aus der Neutronenquelle 20 unmittelbar folgt, um den Nachweis von epithermischen Neutronen auszuschalten, die durch die Neutronenquelle 20 während ihres Betriebs erzeugt werden können. Im letzteren Falle ist es wünschenswert, daß der Neutronendetektor 50 während eines vergleichsweise kurzen Zeitintervalls, der unmittelbar auf den Neutronenimpuls folgt, in wirksamem Betrieb getastet wird, damit die durch ihn nachgewiesenen epithermischen Neutronen im wesentlichen nur diejenigen sind, welche durch das Bremsen schneller Neutronen durch Wasserstoff in der Formation bedingt sind. Wie im Falle des in F i g. 1 dargestellten Gerätes kann der Impulshöhenanalysator28 im Gerätl7 statt an der Tagesoberfläche angeordnet sein, wie gezeigt.
  • Zur Bestimmung sowohl des Wasserstoff- als auch des Kohlenstoffgehalts einer Formation ist vorgesehen, ein Kombinations-Log mit Nachweis von Kohlenstoff durch das beschriebene Prinzip des unelastischen Stoßes zusammen mit dem Nachweis von Wasserstoff in der Weise durchzuführen, daß schnelle Neutronen in die Formation gerichtet werden und die Schwächung des Flusses der schnellen Neutronen infolge der Anwesenheit von Wasserstoff bestimmt wird. Dies kann mit einem Gerät im wesentlichen von der in F i g. 3 dargestellten Art durchgeführt werden. Fig. 3 dient daher zur Erläuterung, wobei zu berücksichtigen ist, daß ein Detektor für schnelle Neutronen an Stelle eines Detektors für epithermische Neutronen verwendet wird. Im besonderen umfaßt ein Gerät Mittel zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts einer Formation, wie in F i g. 1 und 3 gezeigt, wobei der Betrieb des Gerätes für diesen Zweck in der vorangehend beschriebenen Weise geschehen kann. An Stelle des in F i g. 3 dargestellten Detektors für epithermische Neutronen besitzt ein Gerät zur Durchführung eines solchen Untersuchungsverfahrens einen Detektor für schnelle Neutronen in senkrechtem Abstand von der Neutronenquelle, der in vorteilhafter Weise unter dem Gammastrahlendetektor angeordnet werden kann, wie im Falle des Detektors für epithermische Neutronen nach F i g. 3.
  • Der Detektor für schnelle Neutronen ist über ein Tor, wie im Falle des Detektors für epithermische Neutronen nach F i g. 3, mit einem Vorverstärker gekoppelt, der innerhalb des Untersuchungsgerätes angeordnet ist, wie bei der Einrichtung nach F i g. 3, und der dazu dient, den Detektorausgang zur Übertragung des Signals auf die Tagesoberfläche zu verstärken.
  • Der Detektor für schnelle Neutronen kann ein Szintillationsdetektor sein, welcher für Neutronen des durch die Neutronenquelle imitierten Energiebereichs empfindlich ist.
  • Der Wasserstoffgehalt der Formation kann mit Hilfe der Quelle und des Detektors für schnelle Neutronen bestimmt werden, indem die Wirkung der Formation bei der Bremsung der Neutronen aus der Quelle gemessen wird. Ein solches Log ist möglich, da von der Neutronenquelle emittierte schnelle Neutronen auf ihrem Weg zum Detektor für schnelle Neutronen durch den Stoß mit zwischenliegenden Elementen gebremst werden. Der Bremseffekt ist fast allein durch die leichteren Elemente bedingt, von denen Wasserstoff das wirksamste und in Erdfonnationen am meisten vorherrschende ist. Bei der Durchführung des Logs wird der Fluß von schnellen Neutronen, der am Detektor für schnelle Neutronen von der Neutronenquelle ankommt, gemessen. Die nachgewiesene Mischung liefert eine umgekehrte Anzeige des Wasserstoffgehalts der zwischenliegenden Formationen. Wenn der Wasserstoffgehalt der Formation zunimmt, ist seine Wirksamkeit, die schnellen Neutronen am Erreichen des Detektors für schnelle Neutronen zu verhindern, erhöht, was zu einer Verringerung des Flusses schneller Neutronen, gemessen am Detektor für schnelle Neutronen, führt.
  • Die die Quelle für schnelle Neutronen entsprechend den Erfordernissen des Logs für Kohlenstoff durch unelastischen Stoß gepulst wird, hat der gemessene Fluß schneller Neutronen ebenfalls eine Impulsform. Wie erwähnt, ist die Amplitude der nachgewiesenen Impulse schneller Neutronen umgekehrt zum Wasserstoffgehalt der Formation.
  • Die in F i g. 3 dargestellte Einrichtung ergibt, wenn sie durch die Verwendung eines Detektors für schnelle Neutronen an Stelle des Detektors für epithermische Neutronen abgeändert worden ist, eine Möglichkeit zur Austastung des nachgewiesenen Signals schneller Neutronen in den Betrieb nur, wenn die Neutronenquelle in Betrieb ist. Dadurch, daß der Detektor für schnelle Neutronen nur betrieben wird, wenn die Quelle für schnelle Neutronen arbeitet, kann die Wirkung von Neutroneneinfang-Gammastrahlen auf das nachgewiesene Signal ausgeschaltet werden. Die Neutroneneinfang-Gammastrahlen werden durch Thermalisierung und Einfang der schnellen Neutronen aus der Neutronenquelle erzeugt und beginnen in der Formation und in der Bohrlochflüssigkeit erst in wesentlichen Mengen vorhanden zu sein, wenn ausreichend Zeit nach der Einleitung des Impulses schneller Neutronen verstrichen ist, während eine wesentliche Menge der schnellen Neutronen durch die Bestandteile der Bohrlochflüssigkeit oder der Formation thermalisiert oder eingefangen werden konnte. Vorteilhaft soll daher die Dauer des Impulses schneller Neutronen kürzer sein als die charakteristischen Neutronenbrems- und Einfangzeiten der Bohrlochflüssigkeit und der Formation, je nachdem, welche kürzer ist. Außerdem soll das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen schneller Neutronen vorzugsweise ausreichend lang sein, um eine Thermalisierung und den Einfang im wesentlichen aller in der Bohrlochflüssigkeit und in den Formationen thermalisierten und eingefangenen Neutronen zu ermöglichen.
  • Die Wirkung von Gammastrahlen aus einem Qt,7)-Prozeß auf den Nachweis schneller Neutronen aus der Neutronenquelle kann durch die Verwendung eines gegeigneten Gammastrahlenabschirmungsmaterials, wie Blei, auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden, das von ausreichender Dicke ist, daß die meisten der störenden Gammastrahlen aus dem Detektor abgeschirmt werden, jedoch für schnelle Neutronen ausreichend durchlässig ist, um den Nachweis und die Messung des gewünschten Signals zu ermöglichen.
  • Vorausgesetzt, daß eine geeignete Abschirmung zusammen mit einer Vorspannung zur Diskrimination gegen unerwünschte Signale vorgesehen ist, kann der Detektor für schnelle Neutronen in bestimmten Fäl- len kontinuierlich betrieben werden, statt in ausgetasteter Weise, wie vorangehend beschrieben.
  • Infolge der Schwierigkeit der Abschirmung von Gammastrahlen aus einem (n,y)-Prozeß gegen das nachgewiesene Signal ist die Beschränkung der Neutronenquellendauer zusammen mit einer Periode der Inaktivität der Neutronen quelle zwischen aufeinanderfolgenden Neutronenimpulsen von größerer Wichtigkeit im Falle des unelastisch erzeugten Gamma-Logs als im Falle des Neutron-Logs mit schnellen Neutronen nach der Anwesenheit von Wasserstoff. Im Falle eines unelastisch erzeugten Gamma-Logs bestimmen die charakteristischen Brems- und Einfangzeiten der Formation und der Bohrlochflüssigkeit ferner die maximale Dauer des Neutronenquelleimpulses und die Mindestdauer der Intervalle zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen.
  • Durch die Beschränkung der Dauer der einzelnen Neutronenimpulse aus der Neutronenquelle und ausreichende zeitliche Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Impulsen wird die Wahrscheinlichkeit der Erzeugung radioaktiver Isotopen in der Formation oder in der Bohrlochflüssigkeit, welche die Quelle störender Gammastrahlen werden können, ebenfalls auf ein Mindestmaß herabgesetzt.
  • Hierbei ist zu erwähnen, daß es bei der Durchführung von Bohrlochuntersuchungen unter Verwendung der in F i g. 1 und 3 dargestellten Einrichtungen vorzuziehen sein kann, den Impulshöhenanalysator 28 im Untersuchungsgerät 17 statt an der Tagesoberfläche anzuordnen, wie gezeigt. Hierdurch wird der Vorteil der Vereinfachung der Übertragung von Signalen vom Untersuchungsgerät zur Tagesoberfläche über das Kabel 16 erzielt, da das Ausgangssignal aus dem Impulshöhenanalysator sich gewöhnlich leichter übertragen läßt als die kurz aufeinanderfolgenden Impulse, welche das Eingangssignal für den Analysator 28 bilden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Logverfahren zum Bestimmen des Kohlenstoffgehaltes von Gesteinsformationen längs eines Bohrloches unter Verwendung eines durch das Bohrloch zu führenden Instrumentes, das so ausgebildet ist, daß es Impulse schneller Neutronen mit einer oberhalb eines bestimmten Niveaus liegenden Energie erzeugen und resultierende, durch unelastische Stöße erzeugte Gammastrahlung mit einem ebenfalls vorherbestimmten Energieniveau in der Größenordnung von 4,43 MeV, die charakteristisch für Kohlenstoff ist, selektiv nachweisen kann, und unter Aufzeichnung eines Signals, das als eine Funktion der nachgewiesenen Gammastrahlung in Wechselbeziehung mit dem Ort, an dem die Strahlung in dem Bohrloch ermittelt wird, variiert, gekennzeichnet durch Bestrahlung der Formation längs des Bohrlochpfades mit Neutronen, die einen Energiebereich in der Größenordnung von 4,8 MeV haben, der für den Reaktionsgrenzwert unelastischer Stöße für Kohlenstoff charakteristisch ist, und welcher Bereich eine obere Grenze von 6,5 MeV hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch unelastische Stöße erzeugten Gammastrahlen im wesentlichen nur während eines Neutronenimpulses gemessen werden, während die Ermittlung von störender natürlicher Gammastrahlung ausgeschlossen wird, und daß die Nachweiseinrichtung während eines auf den Neutronenimpuls folgenden Zeitabschnittes außer Betrieb gehalten wird, der wenigstens so lang ist, daß ein Nachweis anderer als der durch unelastische Stöße erzeugten Gammastrahlung vermieden wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus unelastischen Stößen resultierende Gammastrahlung vor dem Aufbau einer wesentlichen Gammastrahlung gemessen wird, die durch Thermalisierung und den Einfang von Neutronen in der Nähe des Instrumentes bedingt ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer jedes Impulses schneller Neutronen geringer ist als die charakteristische Brems- und Einfangzeit der Bohrlochflüssigkeit und der Erdformation und daß das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen ausreichend lang ist, um eine Thermalisierung und einen Einfang im wesentlichen aller Neutronen aus den vorangegangenen Impulsen zu ermöglichen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2329105A1 (de) * 1972-06-09 1973-12-20 Commw Scient Ind Res Org Verfahren und vorrichtung zur messung von konzentrationen in einem material, insbesondere einem erz
DE2346377A1 (de) * 1972-09-15 1974-04-25 France Etat Verfahren zum einsetzen von bodenmessgeraeten

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