DE1293040B - Verfahren und Anlage zur Fernlenkung eines um seine Laengsachse rotierenden Flugkoerpers - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Fernlenkung eines um seine Laengsachse rotierenden FlugkoerpersInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage der die durch die Lage des Flugkörpers im Raum
zur Fernlenkung eines um seine Längsachse rotieren- gegebenen Größen Vy und Vz entsprechend rechtden
Flugkörpers, dessen Steuerwirkung von einem winkliger Koordinaten zugeführt sind, daß ein Wandeinzigen Ruder ausgeübt wird, wobei der jeweilige ler die Größen Vy und Vz in Polarkoordinaten Vq
Rollwinkel im Flugkörper gemessen und über einen 5 und Vf umwandelt und an den Rechner anlegt, welcher
Übertragungsweg zum Lenkstand übermittelt wird, diese in Gleichspannungen Vq)1 und F^2 umformt,
wo von einem Rechner aus dem Rollwinkel und die der Additionsstufe zugeführt werden, und daß
fiugrichtungsabhängigen Informationen Lenkbefehle der Ausgang der Additionsstufe mit dem Flugkörper
für die Ruderbetätigung gebildet werden. verbunden ist.
Zur voUphasenrichtigen Übermittlung bzw. Aus- io Bei einer vorzugsweise verwendeten Ausgestaltung
führung von Fernlenkbefehlen bei Flugkörpern, die der erfindungsgemäßen Fernlenkanlage ist ein zwischen
um ihre Längsachse rotieren, ist es bekannt, den je- die Phasen-Korrekturstufe und den Koordinatenweiligen
Rollwinkel im Flugkörper zu messen, die wandler geschalteter Schwerkraftkompensator mit dem
erhaltenen Meßdaten zu einem Lenkstand zu über- Rechner verbunden.
tragen und in diesem Lenkstand mittels einer Rechen- 15 Zur Erreichung eines einwandfreien Überganges von
einrichtung aus diesen Daten und flugrichtungs- der Start-Phase in die Flug-Phase ist in einer vorteilabhängigen
Informationen Lenkbefehle für den Flug- haften Ausführungsform ein Generator zur Erzeugung
körper zu bilden, die dann zu dem Flugkörper über- interner Impulse und eine Abgleichssteuerung vorgetragen
werden. Bei den nach diesem bekannten Ver- sehen, wobei der Generator zur Erzeugung interner
fahren arbeitenden Fernlenkanlagen sind jedoch 20 Impulse vor dem Start des Flugkörpers die Impulse für
komplizierte, im allgemeinen mehrkanalige Über- die Auslösung der Sägezahnspannung liefert, und die
tragungseinrichtungen erforderlich, die die Störungs- Steuerung beim Start derart geschaltet ist, daß die in
anfälligkeit der Anlage erhöhen. einer Kapazität gespeicherte Abgleichsgleichspannung
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens in die Additionsstufe eingeführt wird,
zur Fernlenkung eines um seine Längsachse rotieren- 25 Schließlich zeichnet sich eine weitere vorteilhafte
den Flugkörpers, das eine mit relativ geringem Auf- Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernlenkanlage
wand zu erreichende, störungsunanfällige und trotz- dadurch aus, daß eine Stufe vorgesehen ist, die beim
dem sehr genau funktionierende Lenkung des Flug- Start des Flugkörpers die Flugkörperimpulse Unterkörpers
gestattet und bei einer zur Durchführung des drückt, wobei der Sägezahngenerator gesperrt ist, daß
Verfahrens dienenden Fernlenkanlage nur ein ein- 30 die Steigung der Sägezahnspannung, welche durch den
faches Steuerorgan im Flugkörper und einen einfachen Generator für die internen Impulse festgelegt ist, ge-Übertragungsweg
zwischen Lenkstand und Flugkörper speichert wird und daß die Frequenz für die internen
erfordert. Impulse gleich der theoretischen Rollfrequenz des Flug-Ausgehend
von einem der bekannten Verfahren körpers im Augenblick der Freigabe der Sägezahnspanwird
die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, 35 nung gewählt ist.
daß der im Flugkörper gemessene jeweilige Roll- Ein Ausführungsbeispiel der Fernlenkanlage ist in
winkel periodisch über den Übertragungsweg dem der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Lenkstand zugeführt wird, wobei die in dem Rechner F i g. 1 ein Blockdiagramm des Steuergerätes,
gebildeten Lenkbefehle anschließend periodisch über F i g. 2 und 3 Erläuterungen zum Betrieb des
den Übertragungsweg für die Rollwinkelsignale, 40 Steuergerätes.
jedoch zeitlich von der Übertragung der Rollwinkel- Die Anlage weist ein Fernsteuergerät mit einer Syn-
signale getrennt, zum Flugkörper übertragen und als chronisationskette auf, welcher die Signale des Flug-
Ein-Aus-Befehl an das einzige Ruder gelegt werden. körpers zugeführt werden, die beim zyklischen Durch-
Die Fernlenkanlage zur Durchführung des erfin- gang des Flugkörpers durch den Rollwinkel-Bezugs-
dungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, 45 punkt hervorgerufen werden und ein Befehlsverarbsi-
daß im Flugkörper Einrichtungen zur periodischen tungssystem steuern.
Übertragung der Rollwinkelsignale zum Lenkstand Dieses Befehlsverarbeitungssystem empfängt zwei
und im Lenkstand Einrichtungen zur periodischen Befehle, welche die Komponenten der gewünschten
und zeitrichtigen Übertragung der Lenkbefehle zum Bewegung des Flugkörpers in einem Bezugssystem,
Flugkörper vorgesehen sind. 50 beispielsweise die horizontale und die vertikale Kom-
Vorzugsweise ist bei einer Fernlenkanlage gemäß ponente, darstellen. Die Synchronisationskette steuert
der Erfindung zur Messung des Rollwinkels ein Roll- dieses System derart, daß ein periodisches Signal ge-
kreisel vorgesehen, der bei jeder Drehung des Flug- wonnen wird, dessen Frequenz der Rollfrequenz des
körpers ein Synchronisationssignal liefert. Flugkörpers entspricht. Die Amplitude dieses Signals
Die Einrichtung zur periodischen Übertragung der 55 stellt dabei die Amplitude der Resultierenden des auf
Rollwinkelsignale besteht vorteilhafterweise aus einem den Flugkörper zu übertragenden Steuerbefehls dar,
Decodierer. während die Phase bezüglich des die Rollwinkellage
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der des Flugkörpers bestimmenden Signals die Richtung
Fernlenkanlage gemäß der Erfindung zeichnet sich des Befehls verkörpert.
dadurch aus, daß eine zu den Einrichtungen im Lenk- 60 Zur Fernlenkanlage gehört ferner ein im Flugkörper
stand gehörende Empfangsstufe für die Synchronisa- vorgesehenes Ruder, das bezüglich der Längsachse des
tionssignale einen mit einem Sägezahnregler verbünde- Flugkörpers ein transversales Drehmoment erzeugen
nen Sägezahngenerator aufweist, daß dieser Generator kann und im Ein-Aus-Betrieb arbeitet. Weiter ist ein
und dieser Regler an einen Kompensator zur Ruder- Rollkreisel vorgesehen, der mit Einrichtungen zur Er-
verzögerung angeschlossen sind, daß der Generator 65 zeugung des Rollwinkel-Bezugssignals sowie mit einem
und der Kompensator mit einer Additionsstufe in Decodierer versehen ist, dessen Aufgabe es ist, die das
Verbindung stehen, daß der Rechner zur Ermittlung Ruder steuernden Ströme aus den von dem Fern-
der Lenkbsfehle eine Phasen-Korrekturstufe aufweist, Steuerungsgerät ausgesandten Befehlssignalen zu bilden
3 4
und auf dem gleichen Wege Rollwinkel-Bezugssignale durch die zweite Kapazität aufgespsicherte Energie von
auszusenden. einem Impuls zum anderen konstant. Wenn die Wieder-
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsfor- holungsfrequenz der Impulse sich ändert, ändert sich
men der erfindungsgemäßen Fernlenkanlage erläutert. die durch die zweite Kapazität aufgespeicherte Energie
Im Falle der Handsteuerung (Fig. 1) werden die 5 von einem Impuls zum anderen, und die Spannung
Befehle mit Hilfe eines Steuerknüppels gegeben. Der dieser Kapazität wird größer oder geringer. Die zweite
Pilot beobachtet mit seiner Hilfe eines auf das Ziel Kapazität dient zur Speisung des konstanten Stromgerichteten
Fernrohres die Lage des Flugkörpers be- Verstärkers, welcher bsi seinem Zyklus die Steigung
züglich der Zielachse und bedient den Flugkörper— des Sägezahnes steuert.
züglich der Zielachse und bedient den Steuerknüppel, io Wenn die Wiederholungsfrequenz der Impulse konum
den Flugkörper auf die Achse zurückzubringen. stant ist, ist die Steigung des Sägezahnes konstant.
Der Steuerknüppel liefert mittels zweier Potentiometer Wenn die Wiederholungsfrequenz der Impulse verzwei
elektrische Spannungen Vz und Vy, welche pro- schieden ist, wird die Steigung des Sägezahnes größer
portional den kartesischen Komponenten der metri- oder geringer, in einem Sinne, welcher die Änderungen
sehen Abweichung des Flugkörpers bezüglich der Ziel- 15 der Amplitude kompensiert, die durch die Änderungen
achse sind. Diese Komponenten werden in dem recht- der Wiederholungsrate der Impulse hervorgerufen
winkligsn Achsensystem gemessen, welches dem Fern- wurden.
Steuerungsgerät zugeordnet ist. Der periodisch an den Flugkörper übertragene
Steuerungsgerät zugeordnet ist. Der periodisch an den Flugkörper übertragene
Im Falle der automatischen Steuerung werden die Steuerbefehl (F i g. 3) hat die Form einer Rechteck-Größen
Vz,Vy durch ein Goniometer bekannter Art ao spannung, deren Anfang durch die Schnittstelle der
geliefert, welches die Abweichungen zwischen der Sägezahnspannung und der Spannung F^1 bestimmt ist
Richtung des Flugkörpers und der Zielachse mißt. und deren Ende durch die Schnittstelle der Sägezahn-
Diese beiden Spannungen werden jeweils in eine spannung und der Spannung Vcp2 bestimmt ist. Diese
Phasen-Korrekturstufe eingeführt, welche dazu be- Operation wird in einer Additionsstufe ausgeführt,
stimmt ist, die Verzögerungen der Steuerkette (Pilot, 25 Eine Ausgangsstufe verstärkt die Befehlsspannung
Befehlsverarbeitungsgerät, Flugkörper) zu kompen- und wählt die Flugkörper-Drehwinkelimpulse, die
sieren. nach Rückformung an den Sägezahngenerator gegeben
Zu der der Vertikalkomponente der metrischen Ab wei- werden.
chung des Flugkörpers proportionalen Spannung Vz Im Verlauf einer Drehperiode des Flugkörpers unterwird
eine Spannung Voz hinzugefügt, welche dazu be- 30 drückt sie die Impulse von 0 bis 255° und dann die
stimmt ist, den Flugkörper im Flug horizontal zu Befehle von 255 bis 360°. Außerdem unterdrückt eine
halten, wenn der Pilot dem Flugkörper keinen Befehl zweite Sperre die parasitären Impulse, welche während
in der Vertikalebene zu geben wünscht. Diese Span- des Befehls auftreten könnten. Das hat die Vermeidung
nung entspricht für den Flugkörper einem Befehl, der der Überlagerung der Befehle und der Impulse in dem
»Kompensation der Schwerkraft« genannt wird. Die 35 gleichen Kreis zur Folge. Die von dem Flugkörper
Spannungen Vz und Voz und Vy sind proportional den stammenden Impulse werden in dem von 255 bis 360°
kartesischen Komponenten des gesamten Steuerungs- gehenden Sektor erwartet, wobei von der Tatsache
befehls. Gebrauch gemacht wird, daß dieser Sektor für das
Eine Koordinatenwandlungsstufe liefert aus Ruder einem Befehl nach unten entsprechen würde,
, 40 welcher durch die Wirkung der Schwerkraft erhalten
Vz + Koz und Vy werden kann (Beseitigung der Spannung Voz der
zwei Spannungen Vq und Vf, die proportional den Schwerkraftkompensation).
Polarkomponenten des gesamten Steuerungsbefehls Außer den oben beschriebenen Hauptorganen umsind,
faßt die Fernsteuerungsvorrichtung die folgenden
Eine Rechenstufe liefert aus Vq und Vf zwei Span- 45 Elemente:
nungen Vq)1 und Vf2 wie folgt: Einen Kompensationskreis für die Ruderverzöge-
α rung, dessen Zweck es ist, die Lage der Befehls-Recht-
Vq)1 = Vf — Vq , eckimpulse um einen Winkel vorzurücken, der pro
portional der Ruderverzögerung und der Flugkörper-
oc 50 Drehwinkelfrequenz ist; der Term der Verzögerungs-
Fi^2 = Vf H — Vq . kompensation wird von der Fehlerspannung der Säge
zahnregelung abgenommen. Diese Spannung wird in
Der Wert des Koeffizienten « ist durch die Kenn- die Additionsstufe eingeführt.
linien des Flugkörpers und die des Ruders (F i g. 2) Einen automatischen Abgleichskreis, welcher vor
festgelegt. 55 dem Start des Flugkörpers den Befehl der Schwerkraft-
Die von dem Flugkörper abgegebenen Drehwinkel- kompensation genau auf die Mitte des Sägezahns
Bezugssignale synchronisieren einen Sägezahngenera- (vertikal) einstellt. Da es dann keinen Flugkörperimtor,
dessen Spannungsamplitude geregelt ist, um einen puls gibt, liefert ein interner Impulsgenerator die Auskonstanten
Wert zu behalten, wenn die Frequenz der löseimpulse der Sägezahnspannung. Die Steuerung des
Drehung des Flugkörpers sich, ändert (F i g. 3). 60 Abgleiche wird beim Start des Flugkörpers abgeschaltet.
Zu diesem Zweck wird eine erste Kapazität während Die Abgleichsgleichspannung, welche in einer Kapades
zwei aufeinanderfolgende Impulse des Flugkör- zität gespeichert wird, wird in die Additionsstufe einpers
trennenden Zeitintervalls geladen oder entladen. gespeist.
Die von dieser Kapazität aufgespeicherte Energie wird Eine Stufe zur Unterdrückung der Flugkörperim-
periodisch auf eine zweite Kapazität übertragen, welche 65 pulse während der Startphase, während sich die Drehdiese
speichert bis zu der folgenden Überführung (be- winkelgeschwindigkeit schnell ändert und die Synstimmt
durch die Flugkörperimpulse). Wenn die Wie- chronisation der Sägezahnspannung unmöglich wäre,
derholungsfrequenz der Impulse konstant ist, ist die Während dieser Phase ist der Sägezahngenerator ge-
sperrt, lind die Steigung der Sägezahnspannung, die
durch den internen Impulsgenerator festgelegt ist, wird gespeichert. Da die Frequenz der internen Impulse
gleich der theoretischen Frequenz der Flugkörperdfehung zum Zeitpunkt der Freigabe der Sägezahnspannung
gewählt wird, wird die Steuerung der Sägezahnspannung nach den Flugkörperimpülsen erleichtert
und effolgt innerhalb einer minimalen Zeit.
In dem Flugkörper befinden sich:
Ein als Decodierer bezeichnetes elektronisches Gerät, das die Steuerbefehle verstärkt und in Form von
Aus-Eih-Befehlen, d. h. bei jeder Drehung des Flügkörpers,
zyklisch an eine Strahlablenkeinrichtung anlegt, welche der Triebwerkdüse des Flugkörpers zugeordnet
ist. An Stelle einer derartigen vorzugsweise verwendeten Ablenkeinrichtung kann 'auch eine Vorrichtung
vorgesehen sein, die in Abhängigkeit Von den Steuerbefehlen für eine bestimmte Zeit in Tätigkeit
gesetzt wird.
Ein Rollkreisel, welcher einen Synchronisations- ao
signalsender in der Weise steuert, daß dieser im Verlauf
einer Umdrehung des Flugkörpers jedesmal dann einen Impuls abgibt, wenn sich das Ruder durch eine
vorgegebene Winkellage bewegt. Diese Synchronisationssignale werden durch die gleichen, beispielsweise
aus Drähten bestehenden Übertragungsmittel auf die Ferhsteuervorriehtuhg übertragen, die auch zur
Übertragung der die Bewegung des Flugkörpers bestimmenden Befehle dienen.
30
Claims (8)
1. Verfahren zur Fernlenkung eines um seine Längsachse rotierenden Flügkörpers, dessen Steuerwirkung
von einem einzigen Ruder ausgeübt wird, wobei der jeweilige Rollwinkel im Flugkörper gemessen
ürfd Über einen Übertragungsweg zum Lenkstand übermittelt wird, wo von einem Rechner aus
dem RöUwihkel und flügriehtungsabhängigen Informationen
Lenkbefehle für die Ruderbetatigung gebildet werden, dadurch gekennzeich-η
e t, daß der im Flugkörper gemessene jeweilige Rollwinkel periodisch über den Übertragungsweg
dem Lenkstand zugeführt wird, wobei die in dem Rechner gebildeten Lenkbefehle anschließend
periodisch über den Übertragungsweg für die RoIlwinkelsignale,
jedoch zeitlich von der Übertragung der Rollwinkelsignale getrennt, zum Flugkörper
übertragen und als Ein-Aus-Befehl an das einzige Ruder gelegt werden.
2. Fernlenkanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
•daß fm Flügkörper Einrichtungen zur periodischen
Übertragung der Rollwinkelsignale zum Lenkstand und im Lenkstand Einrichtungen zur periodischen
und zeitrichtigen Übertragung der Lenkbefehle zum Flugkörper vorgesehen sind.
3. Fernlenkanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Messung des Rollwinkels ein Rollkreisel vorgesehen ist, der bei jeder Drehung
des Flugkörpers ein Synchronisationssignal liefert.
4. Fernlenkanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur periodischen
Übertragung der Rollwinkelsignale aus einem Decodierer besteht.
5. Fernlettkanlage nach einem oder mehreren der
Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine zu den Einrichtungen im Lenkstand gehörende
Empfangsstufe für die Synchronisationssignale einen mit einem Sägezahnregler verbundenen
Sägezahngenerator aufweist, daß dieser Generator und dieser Regler an einen Kompensator zur
Ruderverzögerung angeschlossen sind, daß der Generator und der Kompensator mit einer Additionsstufe
in Verbindung stehen, daß der Rechner zur Ermittlung der Lenkbefehle eine Phasen-Korrekturstufe
aufweist, der die durch die Lage des Flugkörpers im Raum gegebenen Größen Vy und
Vz entsprechend rechtwinkliger Koordinaten zugeführt sind, daß ein Wandler die Größen Vy und Vt
in Polarkoordinaten Vq und Vf umwandelt und an
den Rechner anlegt, welcher diese in Gleichspannungen V<px und Vq>2 umformt, die der Additiönsstüfe
zugeführt werden, und daß der Ausgang der Additionsstufe mit dem Flugkörper verbunden
ist.
6. Fernlenkänlage nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß ein zwischen die Phasen-Korrekturstufe Und den Koordinatenwandler geschalteter
Schwerkraftkompensator mit dem Rechner verbunden ist.
7. Fernlenkanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Generator zur Erzeugung
interner Impulse und eine Abgleiehssteüerung vorgesehen sindj daß der Generator zur Erzeugung
interner Impulse vor dem Start des Flugkörpers die Impulse -für die Auslösung der Sägezahnspannung
liefert und daß die Steuerung beim Start derart geschaltet
ist, daß die in einer Kapazität gespeicherte Abgleichsgleichspannung in die Additionsstufe
eingeführt wird.
8. Fernlenkanlage nach den Ansprüchen 2, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stufe vorgesehen
ist, die beim Start des Flugkörpers die Flugkörperimpulse unterdrückt, wobei der Sägezahngenerator
gesperrt ist, daß die Steigung der Sägezahnspannung, welche durch den Generator für die
internen Impulse festgelegt ist,· gespeichert wird und
daß die Frequenz für die internen Impulse gleich der theoretischen Rollfrequenz des Flugkörpers im
Augenblick der Freigabe der Sägezahnspannung 'gewählt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |