DE1292999B - Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Bearbeitungsimpulsen fuer die elektroerosive Metallbearbeitung und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Bearbeitungsimpulsen fuer die elektroerosive Metallbearbeitung und Verfahren zu ihrem BetriebInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung mittlere Impulsspannung weit überragende Spanzur
Erzeugung von Bearbeitungsimpulsen für die nungsspitze aufweisen. Diese Impulsform der Beelektroerosive
Metallbearbeitung. Hierbei sind die arbeitungsspannung ist zwar bekannt (französische
Impulsform, die Impulsfolgefrequenz und die Im- Patentschrift 1294 988), jedoch unterscheidet sich
pulsdauer von besonderer Bedeutung. Für derartige 5 die erfindungsgemäße Gewinnung der Impulsform
Schaltungsanordnungen ist die Verwendung von dadurch, daß sie unter Verzicht auf zusätzliche
steuerbaren Halbleiterzellen an sich bekannt. Spannungsquellen mit Hilfe der auftretenden Über-
Außerdem sind Schaltungsanordnungen mit Steuer- spannungsspitzen erfolgt.
baren Halbleiterzellen bekannt (französische Patent- In Abb. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform
schrift 1 319 769), in welchen ein steuerbarer Halb- io der Erfindung dargestellt.
leiterschalter mit dem Verbraucher in Reihe ge- Von einer Gleichstromquelle 1 werden zwei Verschaltet
ist, ein Kondensator mit der Löschenergie sorgungsschienen 2 gespeist, zwischen denen der
für den Arbeitsschalter über einen weiteren Schalter Arbeitsstromkreis 3, der Ladestromkreis 4 und der
aufgeladen und zur Löschung des Arbeitsschalters Löschkreis 5 eingeschaltet sind,
über einen dritten Schalter entladen wird, wobei die 15 Der Arbeitsstromkreis 3 weist den Arbeitsspalt,
Spannung am Kondensator umgekehrte Polarität an- d. h. also die Arbeitsfunkenstrecke 6, auf, ferner
nimmt und so den dritten Schalter löscht. einen Vorwiderstand 7, eine Induktivität 8 und die
Es sind weiterhin Schaltungsanordnungen mit Vierschichttriode 9.
steuerbaren Halbleiterzellen bekannt (britische Der Ladestromkreis 4 enthält die Induktivität 10
Patentschrift 898 281), welche im Ladekreis für den 20 und die Vierschichttriode 11, den Kondensator 12
Kondensator eine Induktivität in Reihe zum Schalter und die Induktivität 13. Die Induktivität 13 ist mit
aufweisen und außerdem in dem Kreis zur Ent- bzw. der Induktivität 8 des Arbeitsstromkreises 3 induktiv
Umladung des Kondensators außer dem Schalter gekoppelt, auch eine Induktivität. Der Löschkreis 5 enthält den Kondensator 12, die
Darüber hinaus ist es allgemein aus Schaltun- 25 Induktivität 13 und die Vierschichttriode 14.
gen für elektronische Schalter mit steuerbaren Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung in
Halbleitergleichrichtern (deutsche Auslegeschrift A b b. 1 ist derart, daß die Vierschichttriode 9 des
1171005) bekannt, Arbeitskreis und Löschkreis in- Arbeitskreises 3 und die Vierschichttriode 11 des
duktiv miteinander zu koppeln. Ladekreises 4 gleichzeitig gezündet werden. Die
Es sind auch schon Schaltungsanordnungen zur 30 Zündung erfolgt mittels einer der üblichen Impuls-Erzeugung
von Bearbeitungsimpulsen für die elektro- Steuerungen, die der Übersicht halber nicht darerosive
Metallbearbeitung bekanntgeworden (deutsche gestellt ist. Über die gezündete Vierschichttriodell
Auslegeschrift 1126 047), in welchen eine im prak- des Ladekreises wird der Kondensator 12 aufgetisch
speicherfreien Arbeitskreis in Reihe mit dem laden, wobei nach dem Stromnulldurchgang die
Arbeitsspalt geschaltete steuerbare Halbleiterzelle, 35 steuerbare Vierschichttriode 11 löscht. Nach dem
wie Vierschichttriode, in der gewünschten Impuls- Durchzünden des Arbeitsspaltes 6 beginnt über die
folge gezündet und von einem Kondensator gelöscht gezündete Vierschichttriode 9 ein Arbeitsstrom zu
wird, der über eine zweite Vierschichttriode entladen fließen. Nach Ablauf der eingestellten Impulszeit
wird. wird die Vierschichttriode 14 im Löschkreis 5 ge-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine 40 zündet. Infolgedessen kann sich der Kondensator 12
derartige Schaltungsanordnung zu schaffen, die un- entladen. Durch geeignete Wahl der Größe des Konabhängig
von der durch den Arbeitsspalt gegebenen densators 12 und durch geeignete Schaltung der
Belastung ist bei hoher Betriebssicherheit. beiden induktiv gekoppelten Drosseln 13 und 8 ist
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß da- es möglich, im Arbeitskreis 3 eine Gegenspannung
durch, daß der Arbeitskreis mit dem Kondensator 45 entstehen zu lassen, so daß die Zelle 9 wieder ihre
verbunden ist, einerseits über eine an sich bekannte Sperrfähigkeit in Durchlaßrichtung erlangt. Durch
induktive Kopplung mit dem Löschkreis zur Über- diese Löschanordnung wird vermieden, daß es im
tragung der im Kondensator gespeicherten Lösch- Gegensatz zu den bekannten Anordnungen an der
energie für den Arbeitskreisschalter und andererseits Arbeitsfunkenstrecke zu einer Spannungserhöhung
über eine Spannungsbegrenzer- und Rückkopplungs- 50 kommt. Dadurch zeigt die Impulsabschaltflanke
schaltung zur Übertragung der im Löschkreis in- einen steilen Abfall. Der Widerstand? dient dazu,
duzierten Umkehrspannungsspitzen in den Arbeits- im Betriebs- und Kurzschlußfall den Arbeitsstrom
kreis. zu begrenzen.
Gemäß einem weiteren Merkmal wird in der er- Der Kondensator 12 des Löschkreises 5 ist zweck-
findungsgemäßen Schaltungsanordnung in an sich 55 mäßigerweise mit einem Dämpfungsglied ausgerüstet,
bekannter Weise der Kondensator über eine dritte damit die Spannungsbeanspruchung der Vierschicht-Vierschichttriode
geladen und in einem die zweite trioden nicht zu groß wird und keine hochsperrenden
Vierschichttriode und eine Induktivität enthaltenden steuerbaren Halbleiterzellen verwendet werden
Löschkreis entladen. müssen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß der 60 Zu diesem Zweck wird bei 15 ein spannungsweiteren
Erfindung die Rückkopplungsleitung einen abhängiger Widerstand mit vorzugsweise abgespannungsabhängigen
Widerstand mit vorzugsweise knickter Kennlinie vorgesehen, z. B. ein in Sperrgeknickter
Kennlinie sowie in Reihe dazu eine Diode richtung betriebener Selengleichrichter. Durch diese
und kapazitive Speicher mit Ladewiderstand enthält. Anordnung wird die Überspannung abgeleitet, wo-Durch
die Spannungsbegrenzer- und Rück- 65 durch stets ein vorbestimmter Energiegehalt des
kopplungsschaltung wird auf einfache Weise bei er- Kondensators gewährleistet wird, unabhängig von
höhter Betriebssicherheit bewirkt, daß die Be- der jeweiligen Impulsfolgefrequenz und Impulsdauer,
arbeitungsimpulse am Beginn eine kurzzeitige, die Die Überspannung, die vom Element 15 durch-
gelassen wird, kann über einen Widerstand, wie er bei 16 gestrichelt angedeutet ist, abgeleitet werden.
Zweckmäßig ist es aber, diese Überspannung auszunutzen, um im Arbeitsstromkreis 3 beim Zünden
der Vierschichttriode 9 eine Spannungsspitze zu erzeugen. Hierzu ist eine Diode 17 und ein Widerstand
18 in einen Leitungszug eingeschaltet, der zum Arbeitskreis 3 führt. Außerdem sind zwischen diesen
Leitungszug und der einen Versorgungsschiene zwei Kondensatoren 19 und 20 eingeschaltet. Eine Überspannung,
die vom Element 15 abgeleitet wird, lädt die Kondensatoren 19 und 20 auf, die sich infolge
der Diode 21 und der nicht gezündeten Vierschichttriode 9 nicht entladen können. Wenn die Vierschichttriode
9 gezündet wird, ist zunächst die Diode 21 gesperrt. Die Kondensatoren 19 und 20 entladen
sich über den Arbeitskreis 3. Ist der Kondensator 20 entladen, so fließt der Arbeitsstrom über die
Diode 21.
Auf diese Weise ist es möglich, einen Bearbeitungsimpuls etwa von einer Form zu erzielen, wie sie aus
Abb. 2 hervorgeht. Wie aus der schematischen Darstellung
erkennbar, entsteht zunächst eine Spannungsspitze Us, die alsdann auf eine Spannung Un
abfällt, die der Speisespannung'der Stromquelle 1 entspricht. Selbstverständlich kann die Ausbildung
der Spitze je nach den gegebenen Verhältnissen einen mehr oder minder steilen Abfall aufweisen.
Durch die Spannungsspitze ist die notwendige Zündspannung am Arbeitsspalt gewährleistet. Die Speisespannung
und damit auch die Verlustleistung an dem Vorwiderstand kann niedrig gehalten werden.
Es ist ferner möglich, daß mehrere Schalteinheiten gemäß der Erfindung in an sich bekannter Weise
parallel auf einen Arbeitsspalt einwirken, wie aus Abb. 3 ersichtlich. Im gewählten Beispiel sind drei
solcher Schalteinheiten A, B, C, die nach Abb. 1 aufgebaut sind, vorgesehen. Es könnten aber auch
zwei oder mehr als drei solcher Schalteinheiten parallel geschaltet werden. Es können die Schalteinheiten
aber auch in an sich bekannter Weise zeitlich versetzt auf den Arbeitsspalt 6 wirken. Dann ergibt
sich eine Impulsfolge, wie sie aus A b b. 4 ersichtlich ist. Die Impulsfolgen der einzelnen Einheiten
sind bei A, B, C dargestellt. Am Arbeitsspalt ergibt sich dabei eine Impulsfolge, wie sie in der
obersten Zeile des Diagramms gezeigt ist. Es wird erkennbar, daß auf diese Weise eine höhere Impulsfolgefrequenz
erzielt wird, ohne daß die zulässige Verlustarbeit an den Vierschichttrioden in den
einzelnen Einheiten überschritten wird. Es ist zweckmäßig, bei dieser Art des Betriebs die Aufladekreise
4 der einzelnen Schalteinheiten über einen Widerstand22 (Abb. 1) zu dämpfen, wodurch die
Verlustarbeit an der Vierschichttriode 11 herabgesetzt wird. Im Falle eines Kurzschlusses über die
Vierschichttrioden U und 14 wird der Strom durch den Widerstand 22 begrenzt, und durch eine Kurzschlußerfassung
kann er abgeschaltet werden, ohne daß die Sicherung 23 durchbrennt. Damit ist auch
die erforderliche Betriebssicherheit gegeben.
Es ist ferner möglich, die Schalteinheiten gleichzeitig auf den Arbeitsspalt wirken zu lassen, d.h.
also ohne zeitliches Versetzen. Auf diese Weise werden hohe Abtragsleistungen erzielt, und in dieser
Schaltung wird daher die Anlage zum Schruppen benutzt. Das Umschalten der Anlage vom zeitlich
versetzten Einwirken auf gleichzeitiges Einwirken kann ohne Schwierigkeiten erfolgen, so daß die Anlage
sowohl für das Schruppen als auch für das Schlichten verwendet werden kann.
Ein Verfahren zum Betrieb einer Schaltungsanordnung, bei dem die Schalteinheiten in an sich
bekannter Weise zeitlich versetzt auf den Arbeitsspalt wirken, kann in vorteilhafter Weise mit solcher
Ansteuerung der steuerbaren Halbleiterzellen durchgeführt werden, daß in an sich bekannter Weise jeweils
die Pausen zwischen zwei Arbeitsimpulsen einer Schalteinheit dazu ausgenutzt werden, den
Kondensator des Löschkreises der betreffenden Schalteinheit aufzuladen. Das hat den Vorteil, daß
das Aufladen während einer längeren Zeitspanne erfolgen kann und damit die Vierschichttriodell
weniger beansprucht wird. Außerdem wird die Impulsdauer nicht durch die Aufladezeit begrenzt. Damit
kann eine kurze Impulsdauer und eine höhere Impulsfolgefrequenz erreicht werden.
Wenn die Schalteinheiten gleichzeitig auf den Arbeitsspalt 6 einwirken, ist es zweckmäßig, diese
nach dem Verfahren arbeiten zu lassen, bei dem in jeder Schalteinheit die Vierschichttriode 9 im Arbeitskreis
3 zeitlich verzögert gegenüber der Vierschichttriode 11 im Aufladekreis 4 schaltet. Dadurch wird
erreicht, daß sich der Kondensator 12 auf einen größeren Energieinhalt aufladen kann, auch wenn
die Elektroden des Arbeitsspaltes 6 beim Einschalten zusammengefahren sein sollten.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Bearbeitungsimpulsen mit einstellbarer Frequenz
und Dauer für die elektroerosive Metallbearbeitung, in der eine im praktisch speicherfreien
Arbeitskreis in Reihe mit dem Arbeitsspalt geschaltete steuerbare Halbleiterzelle wie Vierschichttriode
in der gewünschten Impulsfolge gezündet und von einem Kondensator gelöscht wird, der im Löschkreis über eine zweite
Vierschichttriode entladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskreis mit
dem Kondensator verbunden ist einerseits über eine an sich bekannte induktive Kopplung mit
dem Löschkreis zur Übertragung der im Kondensator gespeicherten Löschenergie für den Arbeitskreisschalter
und andererseits über eine Spannungsbegrenzer- und Rückkopplungsschaltung zur Übertragung der im Löschkreis induzierten
Umkehrspannungsspitzen in den Arbeitskreis.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter
Weise der Kondensator über eine dritte Vierschichttriode geladen und in einem die zweite
Vierschichttriode und eine Induktivität enthaltenden Löschkreis entladen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplungsleitung einen spannungsabhängigen Widerstand
mit vorzugsweise geknickter Kennlinie sowie in Reihe dazu eine Diode und kapazitive Speicher
mit Ladewiderstand enthält.
4. Schaltungsanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schalteinheiten nach den
Ansprüchen 1 bis 3 in an sich bekannter Weise parallel auf einen Arbeitsspalt wirken.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, da-
durch gekennzeichnet, daß die Schalteinheiten in an sich bekannter Weise zeitlich versetzt auf den
Arbeitsspalt wirken.
6. Verfahren zum Betrieb einer Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, bei der die Schalteinheiten
zeitlich versetzt auf den Arbeitsspalt wirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung
der steuerbaren Halbleiterzellen so getroffen wird, daß in an sich bekannter Weise
jeweils die Pausen zwischen zwei Arbeitsimpulsen einer Schalteinheit dazu ausgenutzt werden, den
Kondensator des Löschkreises der betreffenden Schalteinheit aufzuladen.
7. Verfahren zum Betrieb einer Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, bei der die Schalteinheiten
gleichzeitig auf den Arbeitsplatz wirken, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Schalteinheit
die Vierschichttriode im Arbeitskreis zeitlich verzögert gegenüber der Vierschichttriode
im Aufladekreis schaltet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
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