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DE1292683B - Verfahren zur Herstellung korrosionsbestaendiger Staehle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung korrosionsbestaendiger Staehle

Info

Publication number
DE1292683B
DE1292683B DEA46381A DEA0046381A DE1292683B DE 1292683 B DE1292683 B DE 1292683B DE A46381 A DEA46381 A DE A46381A DE A0046381 A DEA0046381 A DE A0046381A DE 1292683 B DE1292683 B DE 1292683B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slag
oxygen
iron
chromium
content
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA46381A
Other languages
English (en)
Inventor
Shaw Richard Brooks
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Allegheny Ludlum Steel Corp
Original Assignee
Allegheny Ludlum Steel Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allegheny Ludlum Steel Corp filed Critical Allegheny Ludlum Steel Corp
Publication of DE1292683B publication Critical patent/DE1292683B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing
    • C21C5/32Blowing from above
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/005Manufacture of stainless steel
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- des Eisenbades weniger als 0,10 % beträgt, daß dann lung korrosionsbeständiger Stähle aus einer Mischung ein Reduktionsmittel der Schlacke zugegeben wird von schmelzflüssigem Eisen, das wenigstens 10 Ge- und daß schließlich in die Schlacke mittels der Einwichtsprozent Chrom enthält und (bezogen auf dieses leitungsvorrichtung ein Gas mit einem zur Erzeugung Eisenbad) 20 bis 40 Gewichtsprozent festem Eisen- 5 einer Turbulenz in der Schlacke ausreichenden Druck schrott, wobei zur Verminderung des Kohlenstoff- eingeleitet wird.
gehalts des Beschickungsgutes und zur Bildung einer Das Verfahren der Erfindung ist unter Verwen-
Schlacke nach dem Prinzip des Sauerstoffaufblasver- dung eines LD-Prozesses brauchbar, wobei das fahrens ein Sauerstoffstrom auf die Oberfläche der Chrom aus der anfallenden Schlacke zurückgewonnen Mischung gerichtet wird. io werden kann. Nach dem Verfahren der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoffstählen können alle rostfreien Stähle des Typs AISI sowie nach dem LD-Verfahren sind bereits bekannt. So verschiedene andere korrosionsbeständige Stähle, bei wird beispielsweise in der USA.-Patentschrift welchen der Stahl einen Chromgehalt von über etwa 3 030 203 ein Verfahren zur Herstellung magnetischer 10 % aufweist, hergestellt werden. Das Verfahren ist Stähle, wie Siliziumstähle, beschrieben. In anderen 15 wirtschaftlich und erfordert bei der Durchführung Literaturstellen werden niedriglegierte, Widerstands- lediglich eine eintauchbare Gaseinleitungsvorrichtung fähige Stähle und hochwertige Herdfrischstähle be- zusätzlich zu der bestehenden LD-Ausrüstung.
schrieben. In der Literatur ist jedoch kein Hinweis Der zur Durchführung des Verfahrens der Er-
auf ein Verfahren zur Herstellung korrosionsbestän- findung verwendete, das flüssige heiße Eisen und den diger Stähle nach dem sogenannten LD-Verfahren so Schrott aufnehmende Behälter, wie er z. B. in der enthalten. Der LD-Prozeß ist sehr wirtschaftlich, da USA.-Patentschrift 3 030 203 beschrieben wird, ist die Kosten durch die Verwendung von Sauerstoff vorzugsweise mit einer basischen Auskleidung verzum relativ schnellen Frischen des Metalls ohne Be- sehen.
Schädigung der feuerfesten Auskleidung des Behälters Die Reihenfolge der Beschickung ist von geringer
herabgesetzt werden. Außerdem erfordern die nied- 25 Bedeutung. Zu Beginn des Aufblasens von Sauerstoff riglegierten, widerstandsfähigen Stähle sowie die auf die Oberfläche der Mischung werden geeignete Herdfrischstähle hoher Qualität sehr geringe Legie- Flußmittel zugesetzt und auf der Oberfläche des Merungszusätze, wenn der Kohlenstoffgehalt des herzu- tallbades dispergiert.
stellenden Stahls innerhalb des erforderlichen Be- Es wird so lange Sauerstoff auf die Oberfläche der
reiches liegt. Wenn andererseits korrosionsbeständige 30 Mischung aufgeblasen, bis der Kohlenstoff der Stähle durch Verwendung großer Mengen an Schrott Schmelze auf weniger als etwa 1 %, vorzugsweise auf oder einem heißen Einsatz mit einem Chromgehalt etwa 0,50 bis 0,75 %, vermindert ist.
über etwa 10 % hergestellt werden, was das wirt- Als Reduktionsmittel, die der Mischung nach dem
schaftlichste Verfahren ist, so muß aus wirtschaft- Einblasen von Sauerstoff unter die Oberfläche der liehen Erwägungen das Chrom am Ende der Oxyda- 35 Schmelze zugegeben werden, sind siliziumhaltige Vertionsstufe aus der Schlacke zurückgewonnen werden. bindungen geeignet.
Die Reduktion des Chroms in der Schlacke erfordert Als Gas, das unter Druck in die Schlacke einge-
beträchtlichen zusätzlichen Zeitaufwand und den Zu- führt wird, ist ein inertes Gas, ζ. Β. trockene Luft satz von Reduktionsmitteln. Der reduzierte Chrom- oder eine Mischung aus einem inerten Gas und Sauerbestandteil muß sich danach von der Schlackendecke 40 stoff geeignet.
in die Schmelze absetzen, um ein solches Verfahren Zur Unterstützung der Reduktion können Schlak-
wirtschaftlich zu machen. Thermodynamische Be- kenverdünnungsmittel oder Schlackenmodifizierungsrechnungen zeigen, daß Kohlenstoff gegenüber mittel, beispielsweise Spat, Natriumcarbonat, Alumi-Chrom besser oxydiert werden kann, wenn die Be- niumoxyd, Kryolith oder Natriumnitrat, zugesetzt triebstemperatur des Ofens etwa 2090° C betragen 45 werden. Auf diese Weise wird ein hoher Rückgewinwürde, jedoch sind bei dem gegenwärtigen Stand der nungsgrad des oxydierten Chroms aus der Schlacke Technik solche Temperaturen für alle im Handel er- erreicht. Gegebenenfalls können auch noch 10 bis hältlichen feuerfesten Materialien zur Herstellung von 20»/» Kühlschrott zugegeben werden. Danach wird korrosionsbeständigen Stählen mit niedrigem Kohlen- die reduzierte Schlacke abdekantiert und das Metall stoffgehalt zu hoch, und die Temperatur muß auf 50 aus dem Behälter abgelassen.
etwa 1870° C begrenzt werden. Infolgedessen werden Die in dem Behälter als Folge der Oxydation des
•Chrom, Eisen, Mangan und Silizium zusammen mit Chroms, Eisens, Mangans, Siliziums und Kohlenstoffs dem Kohlenstoff oxydiert, wenn Sauerstoff in das erzeugte JHitze muß, wie bereits erwähnt, praktisch geschmolzene Metallbad eingeblasen wird. Dies er- begrenzt werden. Das als Hauptkomponente der Be-Märt den Mangel an Interesse für Verfahren zur 55_.schickung verwendete flüssige heiße Eisen, das vorHerstellung von korrosionsbeständigen Stählen durch ~' zugsweise eine Temperatur über etwa 1370° C beden sogenannten LD-Prozeß. . -"" sitzt, wird in der Regel aus einem Heißwind-Kupol-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugpinde, ein ofen erhalten. Es enthält mindestens 10% Chrom. Verfahren zur Herstellung korrosionsbeständiger Für ein derartiges flüssiges Metall ist die folgende Stähle im sogenannten LD-Prozeß zu schaffen. 60 chemische Zusammensetzung typisch: etwa 3,5 bis
Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden etwa 4,25% Kohlenstoff, etwa 0,60 bis etwa 1,50% Aufgabe wird ein Verfahren vorgeschlagen, das da- Silizium, etwa 10 bis etwa 20 % Chrom, bis zu etwa durch gekennzeichnet ist, daß nach der mittels Sauer- 15 % Nickel und Rest im wesentlichen Eisen mit den stofflanze erfolgten Verminderung des Kohlenstoff- üblichen Verunreinigungen.
gehalts der Beschickung auf unter 1 % weiterer 65 Da die Beschickung Chrom enthält, das gegenüber Sauerstoff durch eine eintauchbare andere Einlei- Kohlenstoff bei einer Temperatur unterhalb etwa tungsvorrichtung unter die Oberfläche des flüssigen 1870° C bevorzugt oxydiert wird, und da diese Re-Inhaltes eingeblasen wird, bis der Kohlenstoffgehalt aktion unter Erzeugung einer großen Wärmemenge
■exotherm verläuft, ist die Verwertung der erzeugten vorrichtung wenige Zentimeter in die Schlackendecke-Wärme zum Schmelzen einer vorbestimmten Menge eingetaucht.
an Schrott erforderlich und wünschenswert, um auf Während zu Beginn der Sauerstoffzufuhr durch
diese Weise die Leistungsfähigkeit des Verfahrens zu Aufblasen von Sauerstoff auf die Oberfläche der
erhöhen. Es wurde gefunden, daß jeder Schrott und 5 Mischung mit einem nominellen Kohlenstoffgehalt
vorzugsweise Schrott mit einem Mindestgehalt an von etwa 4 % der Kohlenstoffgehalt sehr schnell auf
Chrom von etwa 10 % verwertet werden kann, wenn etwa 1% vermindert wird, wobei er bevorzugt vor
er in einer Menge von 20 bis 40 Gewichtsprozent, Chrom, Eisen, Mangan und Silizium entfernt wird,
faezogen auf das flüssige Eisen, anwesend ist. Die auf ändert sich bei einem Kohlenstoffgehalt von unter
diese Weise durch die Oxydation von Chrom, Eisen, io etwa 1 % die Oxydationsgeschwindigkeit von Chrom,
Mangan, Silizium und Kohlenstoff erzeugte Wärme Eisen, Mangan und Silizium beträchtlich und ist dann
reicht zum Schmelzen des Schrotts und der gegebe- höher als die des Kohlenstoffs. Um die dadurch be-
nenfalls zugesetzten Fluß- oder Modifizierungsmittel dingte Bildung einer feuerfesten Schlacke, die für
aus, und während der Kohlenstoffoxydation des Me- Sauerstoff ziemlich undurchlässig ist, zu vermeiden,
tallbades wird eine Temperatur von 1870° C zu kei- 15 wird die Sauerstoffzufuhr unter die Oberfläche des
ner Zeit überschritten. Metallschmelzbades fortgesetzt, bis der Kohlenstoff-
Der Sauerstoff wird vorzugsweise durch eine gehalt auf weniger als 0,10% vermindert ist. Im Sauerstofflanze, die in einem Abstand von 15 bis Gegensatz zu dem aus der USA.-Patentschrift 100 cm über der Oberfläche der Mischung von 3 030 203 bekannten Verfahren ist beim erfindungsschmelzflüssigem Eisen angebracht ist, auf die Ober- ao gemäßen Einblasen des Sauerstoffs unter die Oberfläche der Mischung geblasen. Der Sauerstoff wird fläche durch eine eintauchbare Einleitungsvorrichzweckmäßig durch eine Lanze geleitet, welche sich tung ein Schwenken des Konverters zur Vergrößerung in vertikaler Stellung über der Mischung befindet, so der Oberfläche oder ein fortgesetztes Einblasen bei daß er senkrecht auf der Oberfläche der Mischung verminderten Drücken nicht notwendig,
auftrifft. Es wurde gefunden, daß ein Sauerstoffdruck 35 Sobald der Kohlenstoffgehalt auf weniger als von 3,5 bis 14 kg/cm2 zur Umsetzung mit dem ge- 0,10% vermindert worden ist, muß das in der schmolzenen Metall zur Aufrechterhaltung einer ge- Schlacke enthaltene Chrom zurückgewonnen werden, nügend großen Druckhöhle in der Schlacke sowie um die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen zur Verminderung des Kohlenstoffgehaltes auf unter Verfahrens zu verbessern. Die Schlacke enthält auch etwa 1 % ausreicht. 30 beträchtliche Mengen an Eisen und Mangan, die ge-
Geeignete Flußmittel, die zu Beginn des Einblasens wohnlich als Oxyde in der feuerfesten Schlacke vordes Sauerstoffes zu der durch die Umsetzung des liegen, und es ist zweckmäßig, diese in den die Sauerstoffes mit dem in dem geschmolzenen Eisen Mischung mit niedrigem Kohlenstoffgehalt enthaltenenthaltenen Chrom, Eisen, Silizium und Mangan ge- den Behälter zurückzuführen. Um dies ohne zeitliche bildeten Schlacke zugegeben werden, sind z. B. Spat 35 Verzögerung zu erreichen, wird die gegebenenfalls oder Kalk. Die Flußmittel werden durch die bei der wassergekühlte eintauchbare Einleitungsvorrichtung Oxydationsreaktion frei werdende Wärme schnell in vorteilhafter Weise so angebracht, daß ihre Ausdispergiert und gelöst. Bei fortschreitender Oxyda- gangsöffnung sich in der das Metallschmelzbad betion wird die gebildete Schlacke sehr feuerfest. Wird deckenden Schlackenschicht befindet,
zu stark oxydiert, so kann die Schlacke ziemlich dick 40 Durch die Einleitungsvorrichtung wird mit einem und sogar für Sauerstoff undurchlässig werden, so zur Erzeugung einer Turbulenz ausreichenden Druck daß die Entfernung des Kohlenstoffs aus dem Me- trockene Luft, ein Gemisch aus Sauerstoff und einem tallbad erschwert oder verhindert wird. Inertgas, wie Stickstoff oder Argon, oder ein voll-
Beim Verfahren der Erfindung wird daher nur so kommen inertes Gas oder eine Mischung aus inerten
lange oxydiert, bis der Kohlenstoffgehalt auf unter 45 Gasen eingeleitet. Als besonders vorteilhaft hat sich
etwa 1 %, vorzugsweise auf 0,50 bis 0,75 %, vermin- trockene Luft mit einem Taupunkt von weniger als
dert ist, um eine gute Sauerstoffdurchdringung sowie etwa —29° C erwiesen.
eine wirksame Entfernung des Kohlenstoffs zu ge- Gleichzeitig mit dem Gas wird eine Silizium ent-
währleisten. haltende Verbindung in die feuerfeste Schlacke ein-
Zum Ausgleich der durch die Oxydation der an- 50 gebracht. Durch die bei der Bildung der Siliziumgegebenen Elemente bewirkten Veränderung der verbindung frei werdende Wärme und die bei der Schlackenzusammensetzung können der Mischung Gaseinleitung erzeugte Turbulenz der Schlacke wird verschiedene Schlackenmodifizierungs- oder -verdün- eine schnelle Reaktion und Rückführung des in der nungsmittel zugegeben werden. Diese Zusätze können Schlacke enthaltenen Chroms, Eisens und Mangans aber zu einem übermäßig großen Schlackenvolumen 55 zu dem Metallschmelzbad erzielt. Die Verminderung führen, das sehr ungünstig ist, da es eine ausrei- des in der Schlacke enthaltenen oxydierten Chroms, chende Durchdringung der Schmelze mit Sauerstoff Eisens und Mangans sowie die schnelle Rückführung erschwert. Das Schlackenvolumen muß gesteuert wer- derselben in das Schmelzbad kann noch dadurch geden, um einen für das Betriebspersonal gefährlichen steigert werden, daß der Schlacke zusätzlich Schlak-Auswurf aus dem Behälter, der zu merklichen Ver- 6° kenverdünnungs- oder Modifizierungsmittel, d. h. solusten an Schlacke mit dem darin enthaltenen Chrom genannte Konditionierungsmittel, zugeführt werden, führen kann, zu vermeiden. Diese Nachteile werden Geeignete Verdünnungs- oder Modifizierungsmittel, erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die Sauer- die die Viskosität sowie die Fließeigenschaften der Stoffzuführung durch eine gegebenenfalls wasserge- Schlacke steuern, sind z. B. Spat, Natriumcarbonat, kühlte Einleitungsvorrichtung, die unter die Ober- 65 Aluminiumoxyd, Kryolith oder Natriumnitrat,
fläche des flüssigen Inhalts getaucht wird, fortgesetzt Das Verfahren der Erfindung wird aus praktischen wird, nachdem der Kohlenstoffgehalt auf unter 1 % Erwägungen bei Temperaturen von maximal etwa reduziert wurde. In der Regel wird die Einleitungs- 1870° C durchgeführt. In der Praxis wird diese Tem-
peratur in etwa erreicht, jedoch nicht überschritten. Um daher die erzeugte Wärme wirksam auszunutzen, können dem Reaktionsbehälter zusätzlich etwa 10 bis 20 % des Metallgewichtes an Schrott zugegeben werden, um die annähernd 1870° C betragende Temperatur auf Temperaturen von etwa 1540 bis 1565° C, die zum Abstich oder für eine weitere Frischung zur Herstellung eines Metalls der gewünschten Zusammensetzung geeignet sind, zu senken. Nach beendeter Reduktion können das Metall und die reduzierte Schlacke gleichzeitig in eine Gießpfanne mit Ausgußschnauze abgelassen werden, aus welcher die Schlacke abgegossen und verworfen und das Metall, sofern es die geeignete Zusammensetzung aufweist, direkt in Barren gegossen werden kann. Ist eine weitere Frischung bzw. Veredelung notwendig oder erwünscht, so kann diese in der Gießpfanne vorgenommen werden, oder das Metall kann in einem Elektroofen endgültig veredelt werden, bevor es zu Barren vergossen wird. ·
Das erfindungsgemäße Verfahren wurde in vorteilhafter Weise bei der Herstellung von austenitischen rostfreien AISI-304-Stählen angewandt, wie durch das folgende Beispiel näher erläutert wird.
Beispiel
Zur Herstellung eines als Chargengang Nr. 55531 bezeichneten 9-t-Ansatzes aus rostfreiem Stahl des AISI-Typs 304 wurde eine Mischung aus 7370 kg schmelzflüssigem Eisen und 1815 kg Schrott aus rostfreiem Stahl des Typs 18-8, entsprechend einem Verhältnis von Schrott zu Eisen von 1: 3, hergestellt. Zu Beginn des Aufblasens von Sauerstoff aus einer Lanze mit etwa 2,5 cm Durchmesser senkrecht auf die Oberfläche der Mischung betrug die Temperatur der Beschickung 1415° C. Der Sauerstoff wurde mit einem Druck von 3,5 kg/cm2 aufgeblasen, bis der Kohlenstoffgehalt auf 0,65 % vermindert war. Danach wurde die Sauerstoffzufuhr bei einem Druck von 5,25 kg/cm2 durch eine in den Inhalt des Behälters eingetauchte Einleitungsvorrichtung fortgesetzt, bis der Kohlenstoffgehalt auf 0,027% vermindert war. Die Temperatur des Inhalts des Behälters stieg, dabei auf etwa 1848° C an, wie an einem Tauchthermoelement abgelesen werden konnte. Um die Wärme des Behälterinhalts auszunutzen, wurden dem Behälter zur Verminderung des in der Schlacke enthaltenen Chroms, Eisens und Mangans 453 kg Stahlschrott des Typs 18-8, 905 kg 65-5-Chromsilicid, 408 kg Chromsilicid des Typs B, 135 kg Chromsilicid, 217 kg Kalk, 45 kg feinverteiltes Silizium und 45 kg Spat zugesetzt. Nachdem der Chromanteil in das Metallschmelzbad zurückgeführt worden war, wurde die Schlacke abgelassen und der Inhalt des Behälters in einem elektrischen Ofen abschließend behandelt. Der Chargengang lieferte 8710 kg guter Barren und 2270 kg kurze Stücke.
Während des Chargenganges wurde der Metallgehalt und die Schlackenzusammensetzung bestimmt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Veränderung des Gehalts an Metallkomponenten und der Schlackenzusammensetzung während des Chargengangs Nr. 55531
Metallanalyse, Gewichtsprozent
C I Mn I Si I Cr I Ni Schlackenanalyse, Gewichtsprozent CaO I SiO2 I Cr2O3 MnO I FeO I Al2O3 I MgO
Chargengang
55531
Heißes Metall
Einblasen
unter die
Oberfläche ..
Vor der Zugabe der Reduktions
mittel
Abschlußanalyse ...
3,93
0,65
0,027
0,047
0,17
0,15
0,16
1,02
0,76
0,52
11,44 7,93
5,93 18,55
8,50
10,64 27,85
25,04
25,00
11,32
1,46
40,74
47,94
0,34
2,52
1,33;
4,03
10,51
24,77
1,44
0,23
1,07
40,60
13,56
11,98
Die Ergebnisse zeigen, daß der Cr2O3-GehaIt der Schlacke während der Sauerstoffzufuhr stark zunahm: während der Verminderung des Kohlenstoffgehaltes im Metallbad von 3,93 «/0 auf 0,65% erhöhte sich der Cr2O3-Gehalt der Schlacke von 1,46% auf 40,74%. Der zu den entsprechenden Zeitpunkten bestimmte Chromgehalt des Metallbades betrug 11,44 bzw. 7,93 %. Nach beendeter Sauerstoffzufuhr durch die eingetauchte Einleitungsvorrichtung war der Kohlenstoffgehalt auf 0,027% und der Chromgehalt auf 5,93% gesunken. Entsprechend erhöhte sich der Cr2O3-Gehalt der Schlacke auf 47,94%. Diese Ergebnisse zeigen, daß das Verfahren der Erfindung zur Herstellung korrosionsbeständiger Stähle sehr wirksam ist.

Claims (16)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung korrosionsbeständiger Stähle aus einer Mischung von schmelzflüssigem Eisen, das wenigstens 10 Gewichtsprozent Chrom enthält, und (bezogen auf dieses Eisenbad) 20 bis 40 Gewichtsprozent festem Eisenschrott, wobei zur Verminderung des Kohlenstoffgehaltes des Beschickungsgutes und zur Bildung einer Schlacke nach dem Prinzip des Sauerstoffaufblasverfahrens ein Sauerstoffstrom auf die Oberfläche der Mischung gerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach der mittels Sauerstofflanze erfolgten Verminderung des Kohlenstoffgehalts der Beschickung auf unter
1% weiterer Sauerstoff durch eine eintauchbare andere Einleitungsvorrichtung unter die Oberfläche des flüssigen Inhaltes eingeblasen wird, bis der Kohlenstoffgehalt des Eisenbades weniger als 0,10% beträgt, daß dann ein Reduktionsmittel 5 der Schlacke zugegeben wird und daß schließlich in die Schlacke mittels der Einleitungsvorrichtung ein Gas mit einem zur Erzeugung einer Turbulenz in der Schlacke ausreichenden Druck eingeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffstrom mittels der vertikal angebrachten Sauerstofflanze senkrecht auf die Oberfläche der Mischung aus flüssigem Eisen und Schrott aufgeblasen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Sauerstofflanze mit ihrer Mündung in einem Abstand von 15 bis 102 cm, vorzugsweise 25 bis 102 cm, über der Oberfläche der metallischen Beschickung ange- ao bracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die vertikale Sauerstofflanze geleitete Sauerstoff mit einer Volumengeschwindigkeit zwischen 1 und 4,25 m3 je Minute und je 900 kg des flüssigen Eisens aufgeblasen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die vertikale Sauerstofflanze geleitete Sauerstoff mit einem Druck von 3,5 bis 14 kg/cm2 aufgeblasen wird^
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff mittels der eintauchbaren anderen Einleitungsvorrichtung unter die Oberfläche des flüssigen Inhalts eingeblasen wird, nachdem der Kohlenstoffgehalt des Eisens auf 0,50 bis 0,75% vermindert wurde.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssiges Eisen ein solches verwendet wird, das 3,5 bis 4,25% Kohlenstoff» 0,6 bis 1,5% Silizium, 10 bis 20% Chrom, bis zu 15% Nickel und Rest im wesentlichen Eisen mit den üblichen Verunreinigungen enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Reduktionsmittel größere Mengen an Silizium enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Reduktionsmittel Chrom enthält.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlacke ein Schlackenmodifizierungsmittel, wie z. B. Spat, Natriumcarbonat, Aluminiumoxyd, Kryolith oder Natriumnitrat, zugegeben wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung 10 bis 20 Gewichtsprozent Schrott zugegeben wird, wenn das Reduktionsmittel der Schlacke zugeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die eintauchbare Einleitungsvorrichtung zum Einblasen des Sauerstoffs unter die Oberfläche des flüssigen Inhalts wassergekühlt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Gas, das unter Druck durch die eintauchbare Einleitungsvorrichtung in die Schlacke eingeleitet wird, ein mit den Bestandteilen der Schlacke nicht reaktionsfähiges Gas verwendet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Gas Luft mit einem Taupunkt unter — 29° C verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Schlacke eingeleitete Luft Argon enthält.
16. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Gas Argon verwendet wird.
909516/792
DEA46381A 1963-06-25 1964-06-20 Verfahren zur Herstellung korrosionsbestaendiger Staehle Pending DE1292683B (de)

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DE (1) DE1292683B (de)
GB (1) GB1027115A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1904442A1 (de) * 1969-01-30 1970-09-03 Hoesch Ag Verfahren zum Frischen von Metallschmelzen
EP0330483A3 (en) * 1988-02-24 1990-02-28 Kawasaki Steel Corporation Process for producing chromium containing molten iron

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None *

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AT283411B (de) 1970-08-10
BE649657A (de) 1964-12-24
GB1027115A (en) 1966-04-20
JPS503242B1 (de) 1975-02-01

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