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Die vorliegende Erfindung betrifft eine durch Betätigen einer besonderen
Taste ein- und ausschaltbare Vorrichtung an Perforatoren zum Markieren von Lochstreifen
für die Steuerung von Matrizensetz-und Zeilengießmaschinen, die in eingeschaltetem
Zustand bei jedem Anschlagen der Spatienkeiltaste im Anschluß an die Spatienkeillochung
automatisch eine Leerlochung in den Streifen einträgt und die willkürlich betätigbare
Mittel zum Rücktransportieren des Lochstreifens enthält, so daß zum Verbessern der
Ausschließfähigkeit der Zeile nachträglich Lochsymbole für Ausschließmatrizen hinter
den Spatienkeillochungen eingestanzt werden können.
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An Setzmaschinen mit manuell bedienter Tastatur ist es möglich,
in die bereits gesetzte Zeile 1/4-, 1/2-oder 1/1-Gevierte nachzustecken, wenn sich
am Ende einer Zeile herausstellt, daß die Spatienkeile nicht ausreichen, um die
Zeile auszuschließen. Dieses tritt besonders oft beim Setzen schmaler Formate auf.
In diesem Fall werden dann hinter den Spatienkeilen zusätzlich die notwendigen Geviertmatrizen
eingesetzt.
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Schwierig war bisher, insbesondere für schmale Formate, das Stanzen
von Lochstreifen, mit denen moderne Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen gesteuert
werden. Nach dem Lochen einer vollständigen Zeile ließ sich deren Ausschließfähigkeit
bisher nur bedingt verbessern. Die falsch gelochte Zeile mußte sehr oft ausradiert
werden. Die bisherige Verbesserungsmöglichkeit bestand darin, daß über die Spatienkeillochung
eine 1/4-Geviert-Lochung gestanzt wurde. Die dadurch entstehende neue Lochkombination
löst im Setzautomaten einen Spatienkeil und 1/4-Geviert-Matrize aus. Das Radieren
ist zeitraubend. Die Zeile muß ein zweites Mal gelocht werden- die Matrizensetz-
und Zeilengießmaschine, die durch den Lochstreifen gesteuert wird, steht für die
Dauer des Durchlaufes der radierten Stelle auf dem Lochstreifen still.
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Bisher half man sich, insbesondere beim Setzen schmaler Formate, damit,
daß nach jedem Anschlag der Spatienkeiltaste im Perforator auch die Leertaste angeschlagen
wurde. Die Leertaste löst den Transport des Lochstreifens um einen Schritt und die
Stanzung eines Transportloches aus. Stellte die Bedienungsperson des Perforators
am Schluß einer gelochten Zeile fest, daß die Spatienkeile und auch zusätzliche
1/4-Geviert-Matrizen nicht zum Ausschließen der Zeile ausreichen, konnte sie von
Hand den Loch-#streifen zurückdrehen und hinter beliebigen Spatienkeillochungen
auf dem Raum des vorsorglich vorgesehenen Leerschrittes nach Bedarf eine 1/2- oder
1/1-Geviert-Lochung einstanzen und somit die Aus--schließfähigkeit der Zeile verbessern.
Die zusätzlichen Leerschritte auf dem Lochstreifen stören den Betrieb der gesteuerten
Setzmaschine nicht, da deren Streifenleser so konstruiert sind, daß sie beim Ablesen
eines Leerschrittes keine Funktion auslösen. Wenn auch mit der zuletzt beschriebenen
Arbeitsweise in vielen Fällen das Ausradieren einer vollen Zeile vermieden wird,
so ist doch auch diese Korrekturmethode ,schwerfällig. Sie erfordert ein hohes Maß
an Konzentration der Bedienungsperson auf die Leerschrittaste, wodurch die Aufmerksamkeit
vom Lesen des Mann--skriptes abgelenkt wird. Leistungsfähigkeit und Setzgeschwindigkeit
werden herabgesetzt.
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Zur Abhilfe solcher Mängel ist bereits eine Vorrichtung der einleitend
geschilderten Art bekannt, die insbesondere auch dazu dienen soll, in einfacher
Weise und zeitsparend bei Schinalsatz erweitern zu können. Die Vorrichtung ist normalerweise
ausgeschaltet und wird nur unter ganz besonderen Umständen benötigt, nämlich dann,
wenn sehr kurze Zeilen. gesetzt werden sollen, bei denen erfahrungsgemäß die Ausschließkeile
allein zum Ausschließen der Zeile nicht genügen.
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Die bekannten Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß der Lochstreifen
von Hand zurückgedreht werden muß, um nachträgliche zusätzliche Geviertlochungen
auslösen zu können, ferner, daß es nicht möglich ist, zum Zweck der Wiederholung
einen kontinuierlichen Rücklauf des Lochstreifens auszulösen, daß weiter ein Rücktransport
nicht selbsttätig unterbrochen wird, wenn eine Spatienkeillochkombination vorliegt.
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Die Aufgabe der Erfindung ist daher, diese Nachteile und Mängel zu
beseitigen und insbesondere auch die Vorrichtung in einfacher Weise weitgehend zu
automatisieren.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch eine Bandrückführtaste
für das Einschalten eines selbsttätigen schrittweisen Lochstreifenrücktransportes,
durch eine in Vorschubrichtung des Lochstreifens um einen Lochungsschritt versetzt
angeordnete Lochstreifenlese- und Prüfstation für das Anhalten des Lochstreifenrücktransportes
beim Lesen einer Spatienkeillochung auf der zugehörigen Leerlochung und durch eine
Schaltvorrichtung für das selbsttätige Eintragen einer Lochung für eine vorwählbare
Ausschließmatrize sowie das übertragen des entsprechenden Breitenzählwertes an ein
Addierwerk für die Zeichenbreiten bei jedem Anhalten des Lochstreifenrücktransportes
durch eine Spatienkeillochung.
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Die Bandrückführtaste kann im Tastenfeld des Perforators angeordnet
sein. Die Bedienungsperson löst dann, ohne den Lochstreifen von Hand zurückdrehen
zu müssen, den Rücktransport des Lochstreifens vom gewohnten Tastenfeld her aus.
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Die Bandrückführtaste löst für die Dauer der Tastenbetätigung einen
kontinuierlichen Rücklauf des Lochstreifens aus. Diese an sich schon erhebliche
Automatisierung des Perforatorbetriebes wird durch die Lochstreifenlesen- und Prüfstation
bedeutsam gesteigert mittels deren die Rücktransporteinrichtung des Lochstreifens
bei Vorliegen einer Spatienkeillochkombination abgestellt wird. Praktisch vollautomatisch
wird die Vorrichtung durch die Schaltvorrichtung; diese locht bei jedem Stopp des
Rücktransportes selbsttätig auf dem Raum des Leerschrittes eine vorwählbare Ausschließmatrize
und gibt deren Perforatorzählwert an das Addierwerk ab.
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Zum Markieren von Lochstreifen für die Steuerung von Setzmaschinen
ist auch eine Vorrichtung bekannt, bei der aber in anderer Weise nach dem Lochen
einer Zeile der Lochstreifen automatisch auf den Anfang der Zeile zurückgeführt
wird, wobei der Lochstreifen so angehalten wird, daß die Lochstempel über einer
Leerlochung stehen; an dieser Stelle werden dann die Ausschließangaben für die zuletzt
markierte Zeile eingetragen. Die besonderen und weiteren Automationen des Perforators
nach der Erfindung sind hierbei nicht gegeben.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung
ist durch einen zusätzlichen Zähler gekennzeichnet, der bei jeder Betätigung der
Spatienkeiltaste
um einen Zählwert weitergestellt und beim Lochen des Ausschließsymbols selbsttätig
auf Null zurückgestellt wird. Dies hat insbesondere den Vorteil, daß die erforderlichen
Geviertmatrizen schneller ausgewählt oder daß leichter entschieden werden kann,
ob 1/4-, 1/2- oder 1/i-Gevierte nachgesteckt werden müssen, Eine noch weitere Automatisierung
wird gemäß der Erfindung durch eine elektronische Recheneinrichtung für das selbsttätige
Vorwählen der zum Ausschließen einer sonst nicht ausschließfähigen Zeile erforderlichen
Ausschließmatrizen sowie für das Auslösen einer Streifentransportvorrichtung zum
schrittweisen Rück- und anschließenden Vorwärtstransportieren des Lochstreifens,
der Schaltvorrichtung zum Eintragen der Ausschließmatrizenlochungen und einer Einrichtung
zum abschließenden Lochen des Ausschließsymbols, Der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
zu entnehmen, die im folgenden beschrieben werden. Es ,zeigt F i g. 1 ein
erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, F i g. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Blockschaltbild mit Rücktransport- und Wiederholungseinrichtung
sowie Leser, Zeichenerkenner, Keilzähler und datenverarbeitendem Gerät.
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In den Darstellungen für beide Ausführungsbeispiele sind gleiche Elemente
mit gleichen Positionsziffern bekannt. Alle Tasten der beiden Ausführungsbeispiele
liegen im normalen Tastenfeld des Perforators.
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Im ersten Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 ist eine erfindungsgemäße
elektrische bzw. elektromagnetische Verbindung zwischen der Spatienkeiltaste
1
und der Bandtransporttaste 2 dargestellt. Die an sich bekannten normalen
Funktionen der Tasten sind, der größeren Klarheit wegen, nicht dargestellt. Die
Spatienkeiltaste löst normalerweise sowohl die Lochung einer Spatienkeilkonibination
mit entsprechendem Bandtransport sowie die Registrierung der zugehörigen Zählwerte
aus. Die Bandtransporttaste 2 löst normalerweise die Lochung eines Transportloches
mit entsprechendem Bandtransport aus.
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Um nun erfindungsgemäß nur nach Betätigung eines Einschalters
3 mit jedem Anschlag der Spatienkeiltaste 1 das Stanzen einer Spatienkeillochkombination,
die Abgabe eines Spatienkeilzählwertes an ein Addierwerk, ein sich daran anschließendes
Lochen eines Transportloches mit einem Leerschritt des Lochstreifens zum eventuellen
nachträglichen überlochen auslösen zu können, ist an die Spatienkeiltaste
1 ein Schalter la angeschlossen, der bei jedem Betätigen der Spatienkeiltaste
geschlossen wird. Der bewegliche Kontakt des Schalters la ist beispielsweise an
den Pluspol einer Spannungsquelle 91 angeschlossen. Vom Schalter la führt
eine Leitung 1 b sowohl an einen Einschalter 3 als auch an einen elektromagnetischen
Zähler 8« Die Leitung 8 b hinter dem Zähler ist über eine Sammelleitung
90 mit dem negativen Pol der Spannungsquelle 91 verbunden.
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Der Einschalter 3, der in beliebiger Weise, vorzugsweise durch
die Taste 3 a betätigbar ist, legt eine Schaltanordnung aus den Elementen
4, 5, 6 und 7 an die Leitung 1 b an. Die Schaltanordnung
besteht im wesentlichen aus einem Relais 4, das mit einem Kondensator
5 in Reihe geschaltet ist. Parallel zur Relaiswicklung ist ein Richtleiter
6 geschaltet, parallel zur Relaiswicklung und dem Kondensator 5 liegt
ein Widerstand 7. Die Schaltänordnung ist mit ihren! freien Ende an den negativen
Pol der Spannungsquelle 91 angeschlossen.
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Die Bandtransporttaste 2 ist erfindungsgemäß mit einem Betätigungsmagneten
2 b kombiniert, der bei Erregung die Bandtransporttaste betätigt. Die Zu#
führleitung 2 c für den Betätigungsmagneten 2 b liegt über einen Relaiskontakt
4a am Pluspol der Spannungsquelle 91 an, während der andere Pol des Magneten
an die Leitung 90 angeschlossen ist.
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Zum Zurückstellen des Zählers 8 ist ein Rückstellmagnet
8 a vorgesehen, der über eine Leitung 8 c und einen Schalter
9 a von einer Taste 9 betätigt wird. Wenn mit der Taste
9 beispielsweise die Lochung des Ausschließsymbols ausgelöst wird, stellt
der Rückstellmagnet 8 a den Zähler 8 in seine Nullstellung
zurück.
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Die Wirkungsweise der Schaltanordnung gemäß der F i g. 1 ist
fölgende: Durch das Drücken des Einschalters 3 wird die Schaltanordnung 4,
5, 6 und 7 mit der Leitung 1 b
verbunden. Bei
Betätigung der Spatienkeiltaste 1 wird der Schalter la geschlossen, Hierdurch
wird zunächst der Zähler 8 um einen Schritt weitergeschaltet und sodann positives
Potential an die Schaltanordnung 4, 5, 6 und 7 gelegt. Hierbei
wird der Kondensator 5
aufgeladen, wobei der Stromkreis von Plus, über den
Kontakt la der Spatienkeiltaste, den Einschalter 3,
den Kondensator
5, den Richtleiter 6 zum Minuspol der Spannungsquelle 91 geschlossen
ist. Das Relais 4 zieht nicht an, da es durch den Richtleiter 5 kurzgeschlossen
ist.
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Erst wenn die Spatienkeiltaste 1 losgelassen und dadurch der
Schalter la geöffnet wird, zieht Relais 4 an. Der Kondensator 5 entlädt sich
über den Widerstand 7 und die Wicklung des Relais 4. Der Richtleiter
6 liegt hierbei in Sperrichtung. Das Anziehen des Relais 4 schließt den Relaiskontakt
4 a, wodurch der Magnet 2 b erregt und die Bandtransporttaste 2 angezogen
wird. Das Relais bleibt so lange angezogen, bis der Kondensator 5 entladen
ist. Das genügt, um durch die Bandtransporttaste die Stanzung eines Transportloches
mit zugehörigem Bandtransport auszulösen. Da dieser Vorgang erfindungsgemäß unmittelbar
nach Betätigung der Spatienkeiltaste 1 erfolgt, befindet sich der Leerschritt
unmittelbar hinter der Spatienkeillochung auf dem Lochstreifen.
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Die F i g. 2 zeigt die Schaltanordnung für ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tasten 1, 2 und 9 entsprechen in ihrer Funktion
den entsprechenden Tasten der F i g. 1 mit der Ausnahme, daß Taste 2 mit
einem Schalter 2 a zugammenwirkt.
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Die Wiederholungstaste 30 wirkt mit einem Schalter 30a und
die Bandrückführtaste 28 mit einem Schalter 28 a zusammen. Der bewegliche
Kontakt des Schalters 28 a ist ebenfalls an den Pluspol der Span-. nungsquelle
91 angeschlossen.
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Im oberen Teil der F i g. 2 ist der Lochstreifen 40 angedeutet,
der verschiedene Lochsymbole trägt. Mit 17 ist ein Transportloch bezeichnet,
mit 16 ist beispielsweise eine Spatienkeillochkombination angedeutet. Erfindungsgemäß
können alle entsprechenden Aufzeichnungsträger sowie beliebige Codeelement-Kombinationen
zur Verschlüsselung der einzelnen Befehle verwendet werden.
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Zur Vereinfachung der F i 2 sind lediglich drei
Codelochmagneten
20, 35 und 38 angeordnet, wobei letzterer symbolisch für alle anderen
Codelochmagneten gezeichnet ist. Mit 23 ist der Magnet zum Auslösen einer
Transportlochung bezeichnet, den man ,sich bei Start-Stop-Betrieb als Auslösemagnet
denken muß. Die Magneten 20, 23, 35 und 38 betätigen in an sich bekannter
Weise die Stanzstempel direkt oder wählen sie je nach der Konstruktion des
Lochers vor. Eventuell notwendige Verstärker vor den Magneten sind der übersichtlichkeit
wegen weggelassen worden.
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Vor der Stanzstation kann gemäß vorliegender Erlindung eine Abtastvorrichtung
31 vorgesehen sein. Normalerweise ist zwischen den Stanzstempeln und den
Erkennungselementen der Ablesestation der Abtasteinrichtung ein Zwischenraum von
einem Transportschritt.
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Zum Transport des Lochstreifens ist ein Motor, beispielsweise ein
Schrittmotor26, vorgesehen, dessen Drehrichtung durch die Schalter 29 a und
29 b, z. B. durch Umpolen. der Feldwicldung26a, um chal ar ist. Die
Umschalter 29 a und 29 b sind Relaiskontakte des Relais
29, das wie die F i g. 2 erkennen läßt, von der Bandrückführtaste
28 über den Schalter 28 a erregt werden kann. In der Schaltanordnung
-sind weitere Steuerrelais vorgesehen. Das Relais 32
weist einen Ruhekontakt
32 a im Stromkreis des mit der Wiederholungstaste 30 verbundenen
Schaltkontaktes30a, einen Arbeitskontakt32b sowie zwei weitere Arbeitskontakte
32 c und 32 d auf, deren Wirkungsweise später erläutert wird. Ein
Relais 36 weist einen Ruhekontakt 36 a auf, der im Stromkreis
des Relais 32 angeordnet ist. In Reihe mit dem Umschaltekontakt
32 a des Relais 32 ist ein Umschaltekontakt 29 d des Relais
29 eingeschaltet.
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Gemäß F i g. 2 ist eine elektronische Rechenmaschine
37 vorgesehen, die über den Arbeitskontakt 32 b des Relais
32 an den Pluspol der Spannungsquelle 91 angeschlossen ist. Von der
Rechenanlage 37 führt eine Leitung 37a zu einer Ausschlußmatrizenwähleinrichtung
33, die über einen Kontakt 32b des Relais 32 an den Pluspol
der Spannungsquelle 91 angeschlossen ist.
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Die Ausschlußmatrizenwähleinrichtung 33 kann eine handbediente
Einrichtung, beispielsweise ein Stufenschalter oder eine elektrisch steuerbare Einrichtung,
z. B. Schrittschaltwerk, Relaiskette oder beispielsweise eine gleichwertige elektronische
Anordnung, sein.
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An die Rechenvorrichtung 37 führen Leitungen 9
b
vom Kontakt 9 a der Taste 9, 1 b vom Kontakt
1 a der Spatienkeiltastel sowie 15a vom Addierwerk15. Der Schalter
9 a der Taste 9 ist, wie bereits in Verbindung mit der Fig.
1 erläutert worden ist, mit dem Rückstellmagneten 8 a für den Zähler
8 verbunden. Der RücksteUmagnet8a ist an die Sammelleitung90 angeschlossen.
Die Spatienkeiltastel steht, wie ebenfalls in Verbindung mit der F i g. 1
erläutert wurde, mit dem Zähler 8 in Verbindung, der ebenfalls an die Sammelleitung
90 angeschlossen ist. über die Leitung 1 c kann die Spatienkeiltaste
auf ein bistabiles Schaltelement 18 einwirken, dessen Rückstelleingang über
eine Leitung 18 a an den Komplementärausgang eines monostabilen Schaltgliedes
25
angeschlossen ist. Der Ausgang des bistabilen Schaltgliedes 18 ist
über die Leitung 18 b an das Addierwerk 15, an eine Oder-Schaltung
21 und an eine Und-Schaltung 19 geführt. Der Komplemenfärausgang des bistabilen
Schaltgliedes 18 liegt zugleich über die Einschalttaste 3 an einem
zweiten Eingang der Oder-Schaltung 21 an. Der Ausgang der Oder-Schaltung 21 ist
an den Eingang eines weiteren monostabilen Schaltgliedes 22 angeschlossen. Der Ausgang
des monostabilen Schaltgliedes 22 ist über einen Kontakt 29 c mit parallel
dazu geschaltetem Arbeitskontakt 32 d und eine Leitung 22 a an eine Und-Schaltung
34, eine Und-Schaltung 19, den Transportlochmagnet 23 und das Relais
36 angeschlossen. Die Und-Schaltung 34 ist dabei zugleich an die Ausschlußmatrizenwähleinrichtung
33 angeschlossen und steht über eine Leitung 33 a mit der Addiervorrichtung15
in Verbindung. Zur Vereinfachung der Zeichnung ist nur die Auswahl von einer Lochstreifenkombination
für eine bestimmte Ausschlußmatrize eingezeichnet. Bei einer Auswahl von anderen
Matrizen werden andere Symbole gestanzt, was auch unter Zwischenschaltung einer
entsprechenden bekannten Codiermatrix geschehen kann.
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DerKomplementarausgang desmonostabilen Schaltgliedes 22 liegt am Kontakt
29 d und über ein Verzögerungsglied 24 am Eingang eines bereits erwähnten
monostabilen Schaltgliedes 25 an. Das monostabile Schaltglied 25 kann
bei mechanischen Vorrichtungen und bei Anordnungen, die im Start-Stop-Betrieb arbeiten,
wegfallen, wobei der Komplementarausgang des monostabilen Schaltgliedes 22 über
die Leitung 27 direkt mit dem Rückstelleingang des bistabilen Schaltgliedes
18 verbunden ist. Der Ausgang S des monostabilen Schaltgliedes
25 schaltet den Transportmotor über die Kontakte 29 a und
29 b.
Wirkungsweise Bei Betätigung einer Spatienkeiltaste 1 wird der
Schalter la geschlossen, der den Spatienkeilzähler 8
weiterstellt, das bistabile
Schaltglied 18 setzt und einen SpatienkeilimpuIs an die elektronische Rechenanlage
37 weitergibt. Das bistabile Schaltglied 18 gibt eine Zählinformation
auf die Addiervorrichtung 15
und einen Impuls auf das Und-Tor 19. Ferner
wird über das Oder-Tor 21 das monostabfle Schaltglied 22 umgestellt, das damit seinerseits
über den Kontakt 29 c eine Information auf das Und-Tor 19 gibt, dieses
damit öffnet und den oder die Stanzmagneten 20 für die Spatienkeilkombination
16 auslöst. Gleichzeitig wird der Magnet für das Transportloch
23 ausgelöst und das Relais 36 zum Anzug gebracht.
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Nach einer gewissen, durch die Schaltelemente des monostabilen Schaltgliedes
22 festgelegten Zeit kippt dieses in den Ausgangszustand zurück, und die Magneten
20 und 23 sowie das Relais 36 werden stromlos. Der Komplementarausgang
des monostabilen Schaltgliedes 22 gibt einen Impuls über das Verzögerungsglied 24
auf das monostabile Schaltglied 25 ab, was den Transportmotor für einen Transportschritt
unter Strom setzt. Während der durch das Verzögerungsglied 24 verursachten Verzögerungszeit
können die mechanischen Stanzstifte beispielsweise durch Rückholfedern aus dem Aufzeichnungsträger
gezogen werden.
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Wird bei Start-Stop-Betrieb an Stelle des Transportlochstanzmagneten
23 der Auslösemagnet verwendet, geschieht der Transport automatisch im Anschluß
an das Stanzen, und die Schaltelemente 24 und 25 können wegfallen.
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Beün Zurückkippen des monostabilen Schaltgliedes 25 wird von
dessen Komplementarausgang ein Impuls auf den Rücksetzeingang des bistabilen Schaltgliedes
18
gegeben, wQmit dieses Schaltelement in seine Ruhelage zurückkippt, Ist nun der Schalter
3 geschlossen und damit die Betriebsweise auf die -kombinierte Betätigung
von Spatienkeiltaste und automatisch darauffolgendem Bandtransport eingestellt,
gibt der Komplementärausgang des bistabilen Schaltgliedes 18 über das Oder-Tor
21 einen erneuten --Impuls auf das monostabile Schaltglied 22, worauf der Transportlochstanzmagnet
ein zweites Mal betätigt wird. Der Magnet 20 führt die Spatienkeillochkombination
nicht aus, da das Und-Torglied 19 wegen Fehlens von Informationen vom Ausgang
18 gesperrt bleibt. Der übrige Ablauf ist wie oben beschrieben.
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Das Addierwerk 15 addiert außer den Zählwerten für die Spatienkeile
auch die Zählwerte für die Matrizen. Stellt nun die Perforatorbedienungsperson am
Ende einer Zeile fest, daß zu viel Buchstaben eingetastet worden sind, so kann die
Rückwärtstaste28 betätigt und damit durch ein nochmaliges Betätigen der entsprechenden
Buchstabentaste die entsprechende Matrizensorte im Addierwerk subtrahiert (nicht
dargestellt) und gleichzeitig die Lochtransportvorrichtung um die entsprechende
Anzahl von Schritten rückwärts transportiert werden. Dieses geschieht fole, gendermaßen:
Von den Buchstabentasten oder der Bandtransporttaste2, die in gleicher Art geschaltet
sind, werden über den Schalter 2a und über das Oder-Tor 21- je
Transportschritt
Impulse auf das monostabile Schaltglied 22 gegeben, das sie beim Zurückkippen in
seinen Ruhezustand auf das monostabile Schaltglied 25, wie oben beschrieben,
weitergibt. über den Kontakt 28a der Rückwärtszähl- und Rücktransporttaste wird
das Relais 29 erregt, das über den Relaiskontakt 29 a und den Relaiskontakt
29 b den Transportmotor 26 z. B. durch Umpolen seiner Feldwicklung
26a auf die entgegengesetzte Drehrichtung, also Rücktransport, umschaltet. Bei jedem
Umkippen des monostabilen Schaltgliedes 25 wird also ein Rückwärtstransportschritt
ausgeführt, so daß der Lochstreifen 40, z. B. bei Rückwärtstastung eines Wortes,
wieder in seiner Position vor diesem Wort stehenbleibt. Es braucht dann nur noch
das Wort durch überlochen in der Lochstation ausradiert zu werden.
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Wird nun nach Abschluß dieses Vorgangs an Hand des Addierwerkes festgestellt,
daß der Ausschlußbereich der Spatienkeile nicht ausreicht, um die Zeile in dieser
Form zu füllen, müssen zusätzlich zu jeder Spatienkeillochung 1/4-, '/2- oder 1/1-Geviert-Matrizen
»nachgesteckt« werden. Welche von diesen festen Ausschlußmatrizen gewählt wird,
ist leicht durch eine Division des Zeilenrestwertes durch die vom Zähler
8
angezeigte Anzahl der Spatienkeile festzustellen. Dieses kann auch innerhalb
der elektrischen Rechenvorrichtung 37 geschehen. Nach dieser Berechnung kann
man von Hand oder automatisch durch die elektrische Rechenmaschine an der Ausschließmatrizenwähleinrichtung
33 die entsprechende Matrize, z. B. 1/2-Geviert, gewählt werden.
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Zum »Nachstecken« der Ausschlußmatrizen muß das Lochband wieder rückwärts
transportiert werden, was von Hand oder automatisch durch Betätigen der Tasten 2,
28 und 30 geschehen kann.
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Die Taste 2 gibt durch ihren Kontakt 2a einen Impuls auf das monostabile
Schaltglied 22 über die Oder-Schaltung 21, worauf, wie oben beschrieben, ein Rückwärtstransportschritt
erfolgt, wobei eine Lochung aber durch den Schalter 29 c unterbunden wird.
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Beim Zurückkippen des monostabilen Schaltgliedes 25 gibt dieses
von seinem Komplementärausgang einen Impuls über den Schalter 30
a der Taste 30, die Leitung 42, den umgeschalteten Kontakt
29 d
und das Verzögerungsglied 24 auf seinen eigenen Eingang ab, worauf
es erneut gekippt wird und einen weiteren Rückwärtssehritt des Lochstreifentransportmotors
26 veranlaßt. Der Rücktransport geschieht so lange, bis die Taste
30 losgelassen und der Tastenkontakt 30a geöffnet wird. Das Loslassen der
Taste muß zweckmäßigerweise in dem Augenblick geschehen, in dem sich die nach der
Spatienkeillochung stehende Bandtransportlochung über dem Stanzstempel befindet.
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Soll das Anhalten automatisch geschehen, wird einen Lochsehritt von
der Stanzstation versetzt, eine Lochstreifenlese- und Prüfstation 31 angeordnet,
die beim Ablesen einer Spatienkeillochkombination über den Ruhrkontakt
36 a ein Relais 32 zum Ansprechen bringt. In diesem Fall tritt
an Stelle der Leitung 42 ein Umschaltkontakt 32a, der den Wiederholungszyklus der
Rückransportvorrichtung unterbricht und über das Oder-Tor 21 das monostabile Schaltglied
22 einstellt. Durch den Kontakt 32 b wird über den Matrizenausschlußwähler
33 z. B. das Und-Tor 34 angesteuert.
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Vom Ausgang des monostabilen Schaltgliedes 22 wird über einen Kontakt
32 d eine Information ebenfalls auf das Oder-Tor 34 gegeben, das damit leitend
wird und Strom auf den Steuermagneten der Ausschlußmatrizen-Lochkombination gibt.
Das Relais 36
zieht verzögert an und öffnet durch den Kontakt 36a den Stromkreis
für Relais 32. Beim Zurückkippen des monostabilen Schaltgliedes 22 wird,
wie oben beschrieben, über das Verzögerungsglied 24 das monostabile Schaltglied
25 erregt und ein Transportzyklus erneut eingeleitet. Die ausgewählte nachgesteckte
Ausschlußmatrize wird gleichzeitig in 15 in Form eines Zählwertes addiert,
und es kann nach Beendigung des Nachsteckens die Anschlußfähigkeit der Zeile kontrolliert
werden. Durch Betätigung der Tasten 2 bzw. 30 kann analog des Vorhergesagten
ein wiederholtes Vorwärtstransportieren veranlaßt werden, wonach am Ende der Zeile
durch Taste 9
die Lochung des Ausschließsymbols vorgenommen wird, womit gleichzeitig
der Zähler 8 mit Magnet 8 a
und die Rechenvorrichtung
37 und 15 zurückgestellt werden. über den Kontakt 32 c kann
von der elektrischen Recheneinrichtung 37 auch bei jeder Abtastung einer
Spatienkeillochkombination ein Kommando abgefordert werden, wodurch es bei entsprechender
Auslegung der Einrichtung möglich wird, ein vollautomatisches Nachstecken der Zeile
und ein Abschließen derselben zu erreichen.
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Bei Start-Stop-Betrieb kann der schrittweise Rücktransport z. B. auch
durch einen Magneten erfolgen, der an den Arbeitskontakt 29 d angeschlossen
ist. In diesem Fall würde die Leitung von diesem Kontakt zum Verzögerungsglied entfallen.