DE1291455B - Schallbrueckenfreie Befestigung von Zusatzschalen an Waenden - Google Patents
Schallbrueckenfreie Befestigung von Zusatzschalen an WaendenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B9/00—Ceilings; Construction of ceilings, e.g. false ceilings; Ceiling construction with regard to insulation
- E04B9/001—Ceilings; Construction of ceilings, e.g. false ceilings; Ceiling construction with regard to insulation characterised by provisions for heat or sound insulation
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Description
- Die Erfindung betrifft eine schallbrückenfreie Befestigung von Zusatzschalen an Wänden unter Verwendung von Leisten oder Plättchen als Abstandhalter, die einseitig mit einer Körperschalldämmschicht fest verbunden sind. Diese schallbrückenfreien Befestigungen werden im Hochbau in Verbindung mit Platten oder Putzträgern und Putz als sogenannte biegeweiche Vorsatzschalen zur Verbesserung des Luftschallschutzes von meist leichten Wänden eingebaut. In vielen Fällen läuft diese Baumaßnahme darauf hinaus, den in DIN 4109 geforderten Luftschallschutz für Wohnungstrennwände auch bei leichten Wänden zu erreichen.
- Es ist bekannt, ein- oder mehrschalige Wände zur Verbesserung ihrer Luftschalldämmung mit biegeweichen Vorsatzschalen zu verkleiden. Im Entwurf DIN 4109 vom Januar 1959 sind z. B. Verkleidungen von Wänden mit Gipsplatten oder mit Putz auf Streckmetall beschrieben, die auf zwischengeschalteten Holzleisten mit Nägeln befestigt sind. In der Praxis werden diesen Leisten auch Dämmstreifen unterlegt. Solche Konstruktionen sind jedoch nur mäßig luftschalldämmend, weil die durch Holzleisten und Dämmstreifen in die Wand gehenden Nägel Schallbrücken darstellen, die die an sich erreichbare gute Luftschalldämmung zum Teil wieder aufheben. Konstruktiv ist dabei von Nachteil, daß die Holzleisten nicht mit Mörtel an Wände geklebt werden können und damit gerade die Befestigungsart entfällt, die es erlaubt, Unebenheiten von unverputzten Wänden auszugleichen, um planebene Wandoberflächen zu erzielen.
- Ferner ist in den Unterlagen des Gebrauchsmusters 1778 768 eine »Vorrichtung zur elastischen bzw. federnden Anordnung oder Ausführung von Belägen bzw. Verkleidungen« beschrieben. Diese Vorrichtung kann in Verbindung mit Platten oder Putzträgern mit Putz eine biegeweiche Vorsatzschale bilden. In den Unterlagen des Gebrauchsmusters wird jedoch statt des technisch genauen und üblichen Begriffes »biegeweiche Vorsatzschalen« der unklare Ausdruck »elastische bzw. federnde Anordnung oder Ausführung von Belägen bzw. Verkleidungen« verwendet.
- Bei diesem Gebrauchsmuster ist kennzeichnend, daß Leisten (»Schalen«) mit einer Lage eines elastischen Stoffes mehrschichtig verbunden sind. Daraus ergeben sich folgende Nachteile: 1. Die Leisten und die Lage aus elastischem Stoff sind gleich breit, und eine Leiste kommt auf die Wand zu liegen. Es ist stets eine Leiste mehr erforderlich als bei der nachstehend erläuterten schallbrückenfreien Befestigung gemäß der Erfindung.
- 2. Eine Leiste läßt sich nicht fachgerecht und aufdie Dauer haltbar auf rauhe Wände kleben. -Die Leiste prellt los, wenn auf der anderen- Leiste der mehrschichtigen Vorrichtung" eine Platte oder ein Putzträger festgenagelt wird.
- 3. Wird die äußere Leiste auf die Wand genagelt, so muß der Nagel in der elastischen Schicht versenkt sein. Das bedeutet, daß alle anderen Schichten durchlocht werden müssen.
- Schließlich ist es bekannt (österreichische Patentschrift 14 645), Längsträger unter Zwischenschaltung von Kork an Massivdecken durch zangenartige Schließen, die man sich als Flacheisenbügel vorstellen muß, zu befestigen. In dieser Patentschrift heißt es zwar weiter unten, daß »eine Schallübertragung von einer Abdeckung zur anderen nahezu gänzlich verhindert wird«. Das entspricht wohl dem Stand der Technik im Jahre 1902, aber heute ist bekannt, daß schon ein Nagel, und in viel stärkerem Maße eine Flacheisenverbindung, die Schalldämmung zweier Schalen aus Massivstoffen mit Korkzwischenlage herabsetzt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausführungsform der schallbrückenfreien Befestigung zu schaffen, die bautechnisch einfach und schalltechnisch richtig sowohl an eine Wand genagelt als auch geklebt werden kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dämmschicht seitlich die Leisten bzw. Plättchen überragt und, der Wand zugekehrt, mit dieser - beispielsweise durch Mörteln oder durch Nageln durch die seitlich überstehenden Teile r-- verbunden ist, während die Leisten bzw. die Plättchen den Befestigungsgrund für die Zusatzschale bilden.
- Die feste Verbindung zwischen der Körperschalldämmschicht einerseits und der Leiste andererseits kann durch Kleben, Nageln, Heftklammerung od. dgl. schallbrückenfrei erfolgen.
- Zweckmäßigerweise bestehen die Körperschalldämmschicht der schallbrückenfreien Befestigung aus Kokosfasern enthaltenden Platten und die Leisten bzw. Plättchen aus Holz. Die Dämmschicht kann aber auch aus Bitumenfilz, Bitumenkorkfilz, Matten, Filzen oder Platten aus organischen oder mineralischen Fasern, Kautschuk, Kunststoff, Schaumstoff oder Mischungen dieser Materialien bestehen, und die Leisten können auch aus Sperrholz, Asbestzement oder einer Spanplatte, Holzfaserplatte, Holzwolleleichtbauplatte od. dgl. gefertigt sein.
- Die Zusatzschale kann aus auf Putzträger aufgebrachtem Putz oder aus Verkleidungsplatten, z. B. in Form von Gipskartonplatten, Gipsplatten, Spanplatten, Sperrholzplatten, Holzfaserdämmplatten od. dgl., bestehen.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
- F i g. 1 stellt ein Beispiel für die Anwendung der schallbrückenfreien Befestigung von Zusatzschalen an Wänden eines Rohbaues dar.
- Sie zeigt die einschalige Wand 1, die Körperschalldämmschicht 2, z. B. eine Kokosfasern enthaltende Platte, die Leiste 3 bzw. das Plättchen, z. B. aus Holz gefertigt, und die Klebeschicht 4, die die Körperschalldämmschicht 2 und die Leiste 3 bzw. das Plättchen zu der schallbrückenfreien Befestigung verbindet. Ferner zeigt sie die Mörtelschicht 5 und den Putzträger 6, den Putz 7 und einen gegebenenfalls in den Hohlraum eingehängten Schallschluckstoff B.
- F i g. 2 zeigt ein Beispiel für die nachträgliche Anbringung der schallbrückenfreien Befestigung von Zusatzschalen auf einer Wand in einem bewohnten Raum. Dabei sind wiederum die einschalige Wand 1, die Körperschalldämmschicht 2, z. B. aus Kokosfasern enthaltenden Platten, die Leiste 3 bzw. das Plättchen, die Klebeschicht 4 zur Verbindung der Körperschalldämmschicht 2 mit der Leiste 3 bzw. dem Plättchen zur schallbrückenfreien Befestigung, der schallbrückenfrei eingeschlagene Nagel 9, die Zusatzschale 10, z. B. eine Gipskartonplatte, der Putz 7 und der gegebenenfalls in den Lufthohlraum eingehängte Schallschluckstoff B.
- F i g. 3 stellt eine der vielen möglichen Varianten für die Verwendung der schallbrückenfreien Befestigung von Zusatzschalen dar. Sie zeigt die Wand 1, die Körperschalldämmschicht 2, z. B. aus Kokosfasern enthaltenden Platten, die Leiste 3 bzw. das Plättchen, die Klebeschicht 4, die die Körperschalldämmschicht 2 und die Leiste 3 bzw. das Plättchen zur schallbrückenfreien Befestigung verbindet, die Mörtelschicht 5, z. B. aus Gipsmörtel, eine Lage Bitumenfilz 11, den Putzträger 6, z. B. Streckmetall, den Putz 7.
- Bei der Ausführungsform der erfindungsgemäßen schallbrückenfreien Befestigung von Zusatzschalen, bei der Plättchen verwendet werden und die Dämmschicht größer ist als das Plättchen, ergeben sich weitere Anwendungsgebiete, vor allem in Verbindung mit Lattenrosten. Hierbei lassen sich mit geringem Materialaufwand große Abstände zwischen Wand und Zusatzschale erzielen, wodurch die Schalldämmung gegebenenfalls weiter erhöht werden kann.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Schallbrückenfreie Befestigung von Zusatzschalen an Wänden unter Verwendung von Leisten oder Plättchen als Abstandhalter, die einseitig mit einer Körperschalldämmschicht fest verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmschicht (2) seitlich die Leisten (3) bzw. Plättchen überragt und, der Wand (1) zugekehrt, mit dieser - beispielsweise durch Mörteln oder durch Nageln durch die seitlich überstehenden Teile - verbunden ist, während die Leisten (3) bzw. die Plättchen den Befestigungsgrund für die Zusatzschale (6, 7; 10) bilden.
- 2. Schallbrückenfreie Befestigung von Zusatzschalen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmschicht (2) aus Kokosfasern enthaltenden Platten und die Leisten (3) bzw. Plättchen aus Holz bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA35353A DE1291455B (de) | 1960-08-13 | 1960-08-13 | Schallbrueckenfreie Befestigung von Zusatzschalen an Waenden |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1291455B true DE1291455B (de) | 1969-03-27 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1291455B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2736164A1 (de) * | 1976-09-10 | 1978-03-16 | Telediffusion Fse | Vorgefertigtes schallisolations- und schallabsorptionselement zur wandverkleidung von raeumen |
| NL9301807A (nl) * | 1993-10-19 | 1995-05-16 | Akoestikon Geluidsisolatie B V | Bouwelement, geschikt voor het vormen van een regelconstructie waartegen een beplating bevestigd kan worden. |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT14645B (de) * | 1902-11-27 | 1904-01-11 | Johann Lux | Deckenkonstruktion. |
| DE1778768A1 (de) * | 1968-06-01 | 1972-03-02 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Vorrichtung zum Trocknen von schlammfoermigen Medien |
-
1960
- 1960-08-13 DE DEA35353A patent/DE1291455B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT14645B (de) * | 1902-11-27 | 1904-01-11 | Johann Lux | Deckenkonstruktion. |
| DE1778768A1 (de) * | 1968-06-01 | 1972-03-02 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Vorrichtung zum Trocknen von schlammfoermigen Medien |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2736164A1 (de) * | 1976-09-10 | 1978-03-16 | Telediffusion Fse | Vorgefertigtes schallisolations- und schallabsorptionselement zur wandverkleidung von raeumen |
| NL9301807A (nl) * | 1993-10-19 | 1995-05-16 | Akoestikon Geluidsisolatie B V | Bouwelement, geschikt voor het vormen van een regelconstructie waartegen een beplating bevestigd kan worden. |
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