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Die Erfindung richtet sich auf eine Münzzähl- und Verpackungsmaschine
mit mehreren Vorrichtungen zum Sortieren, Zählen, Aufreihen der Münzen sowie mit
einer Vorrichtung für den Vorschub des von einer Papierrolle entnommenen Einwickelpapiers
mit einer Abschneidevorrichtung, welche die Papierstücke auf die zum Einrollen erforderliche
Länge schneidet, und mit einer Station zum Bördeln der auf Einrollwalzen befindlichen
Münzrolle, wobei alle Stationen Einstellmittel aufweisen, mit Hilfe derer jede Station
auf die jeweils zur Verpackung gelangende Münzsorte einrichtbar ist. .
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Die bekannten Maschinen dieser Gattungen haben meist auch eine Einrichtung
zum Sortieren, bei welcher eine Förderscheibe die Münzen auf eine schräge Laufschiene
bringt, die dort eine Sortierschiene passieren, welche so eingestellt ist, daß nur
die gewählte Münze diese Sortierschiene passieren kann, kleinere oder größere jedoch
ausgeschieden werden. Eine Sortierstation ist auch zweckmäßig dann vorhanden, wenn
bereits vorsortierte Münzen zu Münzrollen zu verpacken sind. Von der Sortiermaschine
her gelangen die Münzen- üblicherweise in einen Fallschacht, der auf die jeweilige
Münzgröße einstellbar oder auswechselbar ist. Nach dem Passieren dieser Sortiervorrichtung
werden die Münzen zu einer Rolle aufgereiht, wozu meist zwei Aufreihstangen als
Auflage der Rollen dienen, die einen den jeweiligen Münzsorten entsprechenden Abstand
haben, der einstellbar ist. Von diesen Aufreihstangen wird die Münzrolle als Ganzes
durch eine Greifervorrichtung in eine Einrollstation gebracht, in welcher die Münze
mit Papier umwickelt und diese schließlich an den Enden zugebördelt wird. Danach
wird die Münzrolle ausgestoßen.
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Zum Einstellen der erwähnten Stationen oder Vorrichtungen einer solchen
Maschine auf die gewählte Münzsorte sind bei den bekannten Maschinen eine Reihe
von Umstellungen notwendig, die bisher immer von Hand vorgenommen werden mußten,
wobei stets die Gefahr bestand, daß beim Vergessen einer dieser Umstellungen die
Maschine arbeitsunfähig wurde und teilweise auch beschädigt werden konnte. Außerdem
sind derartige Umstellungen langwierig und können nur von geübtem Personal durchgeführt
werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden
und für alle Vorrichtungen eine Zentraleinstellvorrichtung zur gleichzeitigen maschinellen
Einstellung zu schaffen.
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Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung besteht darin, daß die
Einstellhebel der verschiedenen Vorrichtungen zu Einstellscheiben einer Einstellwelle
geführt sind, auf welcher mehrere Steuerscheiben der Anzahl der zu verpackenden
Münzsorten entsprechend angeordnet sind, welche über zugeordnete Schalter die Bewegung
der motorisch angetriebenen Einstellwelle unterbrechen, wenn die der Münzsorte entsprechende
Stellung der Einstellscheiben erreicht ist. Auf diese Weise kann lediglich durch
Druck knopfbetätigung die Einstellung aller erwähnten Vorrichtungen schnell und
einfach auch von völlig ungeübtem Personal durchgeführt werden.
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Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß zu
der Einstellwelle eine Abhebewelle mit Abhebeexzentem und Steuerscheiben parallel
angeordnet ist, die vor der Ingangsetzung der Einstellwelle anläuft und deren Abhebeexzenter
die Betätigungshebel von den Einstellscheiben so lange abheben, bis der Einstellvorgang
beendet ist. Dadurch wird der motorisch angetriebene Einstellvorgang erleichtert,
und es ist auch möglich, Einstellstifte auf den Einstellscheiben anzuordnen, ohne
daß diese nennenswert verschleißen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist unter anderem vorgesehen,
daß die Einstellwelle so viele Steuerscheiben trägt, wie Wahlschalter für die Münzsorten
vorgesehen sind, wobei jede Steuerscheibe mit einem Steuerschalter zusammenarbeitet
und jeder Wahlschalter mit einem Steuerschalter in Reihe und alle Wählschalter.
und Steuerschalter parallel geschaltet sind.
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Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß die Wahlschalter
und die Steuerschalter zusammen im Stromkreis eines Kupplungsmagneten für eine Wechselstromkupplung
liegen und die Abhebewelle und die Einstellwelle einen gemeinsamen Verstellmotor
haben und die Bewegungen der beiden Wellen über die Wechselkupplungen abschaltbar
sind.
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Es ist aber auch möglich, daß die Abhebewelle und die Einstellwelle
je einen Verstellmotor haben, die beide von den Steuerscheiben auf Abhebewelle und
Einstellwelle geschaltet werden.
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Durch die erfindungsgemäße Zentraleinstellvorrichtung wird die Umstellung
der Maschine von einer Münzsorte auf die andere ganz außerordentlich vereinfacht.
Das Umstellen erfolgt lediglich durch Betätigung einer Drucktaste eines Wahlschalters,
der der gewählten Münzsorte zugeordnet ist. Die Einstellung der gesamten Maschine
erfolgt dann durch einen von diesen Wahlschaltern gesteuerten Verstellmotor. Es
bleibt der Bedienungsperson als zweiter Handgriff nur noch das Einlegen des für
die gewählte Münzsorte zu verwendenden Einrollpapiers.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nun folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die Zeichnung.
In dieser zeigt F i g. 1 eine Münzzahl- und Verpackungsmaschine mit .der erfindungsgemäßen
Zentraleinstellvorrichtung in Seitenansicht schematisch, F i g. 2 eine erfindungsgemäße
Zentraleinstellvorrichtung schematisch, F i g. 3 eine Wechselkupplung für die Abhebewelle
und die Einstellwelle, F i g. 4 ein Schaltschema für eine andere Ausführungsform
der wechselseitigen Schaltung der Abhebewelle und der Einstellwelle mit zwei Verstellmotoren,
F i g. S die Abhebewelle und die Einstellwelle in Verbindung mit einer verstellbaren
Sortiermaschine, F i g. 6 die Abhebewelle und die Einstellwelle in Verbindung mit
einem verstellbaren Fallschacht, F i g. 7 die Abhebewelle und die Einstellwelle
in Verbindung mit verstellbaren Aufreihstangen und Einrollwalzen, F i g. 8 die Abhebewelle
und die Einstellwelle in Verbindung mit einer einstellbaren Papierrollenaufnahme,
F i g. 9 die Abhebewelle und die Einstellwelle in Verbindung mit einer von einer
Kurvenwelle im Arbeitstakt angetriebenen Papiervorschubvorrichtung, F i g. 10 die
Abhebewelle und die Einstellwelle in Verbindung mit einer verstellbaren, im Arbeitstakt
betätigten Papierabschneidevorrichtung und F i g.11 die Abhebewelle und die Einstellwelle
in Verbindung mit einer von einer Kurvenwelle im Arbeitstakt angetriebenen Bördelvorrichtung.
Gemäß
F i g. 1 besteht die Münzzähl- und Verpakkungsmaschine aus der Münzfördervorrichtung
1, der Sortiermaschine 2, welche die Sortierstrecke 3 für die Münze 4 aufweist,
an die sich ein Fallschacht 5 für die zu verpackenden Münzen gleicher Sorte anschließt.
Die aussortierten Münzen fallen durch den Schacht 6 in einen Sammelbehälter 7, das
sortierte Geld gelangt dagegen, nachdem es eine nicht dargestellte Zählvorrichtung
passiert hat, auf Aufreihstangen, auf denen die Münzen zu Rollen aufgereiht und
die Münzrollen durch eine Greifervorrichtung als Ganzes in die Einrollvorrichtung
transportiert wird, in welcher die Münzrollen mit Papier umwickelt und diese an
den Enden zugebördelt werden. Diese Vorrichtungen sind in dem Teil der Maschine
vorhanden, der mit 8 bezeichnet ist und in den nachfolgenden Zeichnungen im einzelnen
veranschaulicht. Die verpackten Münzrollen 9 werden in dem Behälter 10 gesammelt.
Das Einrollpapier für die Münzrolle ist mit 11 und die Aufsteckvorrichtung mit 12
beäeichnet.
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Die in F i g. 2 veranschaulichte erfindungsgemäße Zentraleinstellvorrichtung
ist in dem in F i g. 1 erwähnten Teil 8 der Maschine enthalten. An gut zugänglicher
Stelle sind die den verschiedenen Geldmünzsorten entsprechenden Wahlschalter 13
angeordnet. Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 sind insgesamt acht Wahlschalter
für je DM 5,-, DM 2,-, DM 1,-, DM 0,50, DM 0,10, DM 0,05, DM 0,02 und DM 0,01 vorhanden.
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Die in F i g. 2 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Zentraleinstellvorrichtung
zeigt eine Einstellwelle 14 und eine Abhebewelle 15. Auf der Einstellwelle sitzen
beispielsweise acht Einstellscheiben 16 bis 23. Jede der Einstellscheiben hat an
ihrem Umfang entsprechend den beispielsweise acht Münzsorten acht verschieden lange
Einstellstifte 24, die als Stiftschrauben ausgebildet sein können. Die Einstellscheibe
16 dient der Einstellung der Sortierstrecke 3 (F i g. 5), während die Einstellscheibe
17 zur Einstellung des Fallschachtes 5 (F i g. 6), die Enstellscheibe 18 zur Einstellung
des Aufreihgestänges sowie der Einrollwalzen (F i g. 7), die Einstellscheibe 19
für die Papiereinstellung (F i g. 8), die Einstellscheibe 20 zur Einstellung des
Papiervorschubes (F i g. 9), die. Einstellscheibe 21 für die Messereinstellung (F
i g. 10), die Einstellscheibe 22 für die Bördelung (F i g. 11) bestimmt ist. Im
Bedarfsfall kann eine gesonderte Einstellscheibe 23 für die Einrollwalzen vorhanden
sein. Den acht Münzsorten entsprechend trägt die Einstellwelle 14 außerdem acht
Steuerscheiben 25, von denen in F i g.- 2 nur fünf veranschaulicht sind, und diesen
ist je ein Mikro-Steuerschalter 26 zugeordnet. Zu jedem der Steuerschalter 26 gehört
einer der acht Wahlschalter 13.
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Parallel zu der Einstellwelle 14 ist die Abhebewelle 15 angeordnet,
die zu jeder der Einstellscheiben 16 bis 23 Abhebeexzenter 27, also zu acht Einstellscheiben
acht Abhebeexzenter trägt, die in gleicher Phasenstellung ihr Maximum haben, und
außerdem sind zwei Steuerscheiben 28 und 29 für zwei Mikroschalter 30 und 31 auf
der Welle 15 angeordnet. Der Mikroschalter 30 liegt im Stromkreis des Verstellmotors
32 parallel zu einem Einschaltkontakt, der beim Betätigen einer der acht Wahlschalter
13 vorübergehend geschlossen wird. Der Schalter 30 dient als Halteschalter für diesen
Stromkreis. Der Schalter 31 liegt in Reihe mit den erwähnten Wahlschaltern 13 und
den Steuerschaltern 26 im Strom-'. kreis eines Zugmagnets 33, der eine Rückstellfeder
34 aufweist, die beide an einer Schaltgabel 35 einer Wechselkupplung 36 angreifen.
Der Motor 32 und der Kupplungsmagnet 33 liegen an dem Netz 37.
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Der Motor 32 arbeitet über einen Schneckentrieb 38, wie F i g. 3 zeigt,
auf eine Hülse 39, welche auf der Einstellwelle 14 drehbar gelagert ist. Auf dieser
Hülse befindet sich verdrehfest, aber verschiebbar@angeordnet ein Schaltglied 40,
in welches die Schaltgabel 35 eingreift, das auf beiden Seiten mit Klauen. 41 versehen
ist, die zwischen Gegenklauen 42, die sich an dem Kupplungszahnrad 43 und der Kupplungsscheibe
44 befinden, je nach Schaltstellung eingreifen. Das Schaltglied 40 der Kupplung
ist nur der übersichtlichkeit halber in einer Mittelstellung veranschaulicht. In
Wirklichkeit ist es im Ruhezustand mit dem Kupplungszahnrad 43 im Eingriff, das
auf der Hülse 39 drehbar, aber axial unverschieblich gelagert ist. Die Kupplungsscheibe
44 sitzt fest auf der Einstellwelle 14. Das Kupplungszahnrad 43 steht
im Eingriff mit dem Stirnzahnrad 45, das fest auf der Abhebewelle 15 sitzt.
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In F i g. 4 ist ein Ausführungsbeispiel mit Verstellmotoren 32 a und
32 b für beide Wellen 14 und 15 wiedergegeben. Der Funktionsablauf ist im Prinzip
der gleiche.
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Die Wahlschalter 13 liegen mit Steuerschaltern 26 a in Reihe, und
die Wahlschalter und Steuerschalter sind wiederum parallel geschaltet. Die Steuerschalter
30a und 31a werden von den Steuerscheiben 28q
und 29a der Abhebewelle
15 betätigt. Beide Steuerscheiben sind in Nullstellung gezeichnet. Die Steuer= scheibe
28 a hat eine konzentrische Ausnehmung, die sich über einen Phasenwinkel von 180°
erstreckt. Die Steuerscheibe 29a hat eine Vertiefung in der 180°-Stellung zur Nullstellung.
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Der Steuerschalter 30 a steuert den Motor 32 b der Abhebewelle 15,
während der Steuerschalter 31a den Motor 32a der Einstellwelle schaltet. Der Betätigungsvorgang
ist folgender: Wird beispielsweise der rechte Wahlschalter 13 gedrückt, so fließt
Strom über den zunächst geschlossenen, in gestrichelter Stellung befindlichen Steuerkontakt
26a und über den Umschaltkontakt 301 des Steuerschalters 30 a, so daß der Motor
32 b der Abhebewelle 15 eingeschaltet wird. Sobald die Steuerscheiben 28a und 29a
in die 180°Stellung gelangen, schaltet der Steuerschalter 30a auf den linken Umschaltkontakt
30''- und der Steuerkontakt 31 a schließt. Diese Stellungen der beiden Steuerschalter
sind gestrichelt gezeichnet. Damit ist der Motor 32b der Abhebewelle stillgesetzt
und der Motor 32 a der Einstellwelle 14 eingeschaltet. Die Abhebewelle steht in
ihrer 180°-Stellung, in der die Abhebexzenter 27, wie vorher beschrieben, zur Wirkung
kommen. Die Einstellwelle 14 läuft bis in die gewählte Stellung, bei deren Erreichen
der der Wahltaste zugehörige Steuerschalter 26a in die mit vollen Linien gezeichnete
Stellung umschaltet. Dadurch wird der Stromkreis für den Motor 32a unterbrochen
und der Stromkreis für den Motor 32b der Abhebewelle 15 über den in gestrichelter
Stellung stehenden Endschalter 30a wiederhergestellt. Der Motor 32b läuft so lange,,
bis die Steuerscheiben ihre Nullstellung einnehmen, in der der Steuerschalter 30
a wieder auf den Umschaltkontakt 301 zurückschaltet, wodurch der Motor 32,b stillgesetzt
wird: Nach Beendigung des Wahlvörganges
befinden sich alle Schalter
in der in F i g. 4 in vollen Linien gezeichneten Stellung.
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Bei den nachfolgend beschriebenen Stationen wird zwischen Einstellbewegungen
und Arbeitstaktbewegungen unterschieden. Die Einstellbewegungen vollziehen sich
in den Stationen gemäß der F i g. 5, 6, 7, 8 und 10, die sich wiederholenden Arbeitstaktbewegungen
in den Stationen, gemäß den F i g. 9 und 11 und, soweit e$ das Messer der F i g.
10 betrifft, auch am Messer. Jede Station hat eine Einstellscheibe 16 und einen
Abhebeexzenter 27, die von der Einstellwelle 14 und der Abhebewelle 15 betätigt
werden.
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In F i g. 5 ist die Verstellung der Sortiereinrichtung gezeigt. In
der geneigten Laufschiene 2 befindet sich die Sortierstrecke 3 mit einem Ausschnitt
3 a, in welchem ein Schieber 46 durch ein Gestänge 47 verschiebbar ist. Dieser Schieber
ermöglicht es, die Sortierstrecke auf den Münzdurchmesser der gewählten Münzsorte
einzustellen und gibt der Münze einen Halt, so daß sie die Sortierstrecke passiert.
Mit dem Gestänge 47 ist der doppelarmige Hebel 1001 verbunden, der bei 481
drehbar gelagert ist und dessen rechtes Ende mit einer Zugfeder 491 in Verbindung
steht. Zu beiden Seiten der Zugfeder liegen die Wellen 14 und 15 mit der Einstellscheibe
16 und dem Abhebeexzenter 27. Die Feder 491 zieht den Einstellhebel 1001 gegen den
ausgewählten Einstellstift 241 und stellt damit den Schieber 46 der Sortierstrecke
auf die Münzsorte ein. Einer kleineren Münze gibt der Schieber, keinen Halt, so
daß sie erst nach hinten kippen und danach vorn abrutschen und in einem Sammelbehälter
7 aufgefangen werden können. Ein an diesem Schieber befindlicher Keil wirft größere
Münzen als die gewählten Münzen nach vorn ab.
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In F i g. 6 ist die Verstellvorrichtung für den Fallschacht 5 dargestellt.
Die Einstellscheibe ist mit 17 und der Abhebeexzenter mit 27 bezeichnet. Der Einstellhebel
1002 ist ein Winkelhebel, der bei 482 am Maschinengestell gelagert ist und
unter der Wirkung der Zugfeder 492 steht. An seinem kürzeren, nach oben stehenden
Hebelarm ist der zweiarmige Lenker 50 angelenkt, der bei 483 am Maschinengestell
in einem Längsschlitz 51 gelagert ist. Am Ende des doppelarmigen Hebels 50
befindet sich eine Achse 52, die zwei V-förmig zueinander stehende Lenker 53 trägt,
die an Seitenschiebern 54 des Fallschachtes 5 bei 55 angelenkt sind und für die
seitliche Verstellung schräge Schlitze 56 aufweisen, die sich auf Stiften 57 führen.
Der rechte längere Hebelarm des Einstellhebels 1002 liegt an dem gewählten Einstellstift
242 an, der die Stellung der beiden Seitenführungsschienen bestimmt.
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In F i g. 7 ist die Verstelleinrichtung für die beiden Aufreihstangen
58 und für die beiden Einrollwalzen 59 dargestellt. Der Einstellhebel 1003 liegt
gegen den Einstellstift 243 der Einstellscheibe 18 unter Wirkung der Zugefeder 493
an. Der als Winkelhebel ausgebildete Einstellhebel ist bei 484 gelagert und über
einen Zwischenlenker 60 mit der oberen Zahnstange 61,
welche die rechte
Aufreihstange trägt, gelenkig verbunden. Die linke Aufreihstange 48 ist mit der
unteren Zahnstange 61a, unter deren Arme 62 sie sitzt, verbunden. Zwischen
beiden Zahnstangen befindet sich das im Eingriff befindliche Ritzel 63. Die Einrollwalzen
59 sitzen an den Enden von einarmigen, etwa senkrecht stehenden Hebeln 64, die bei
485 und 486 am Maschinengestell schwenkbar gelagert sind. Der linke Hebel 64 ist
mit einem Ansatz 65 der unteren Zahnstange 61 a und bei 66 gelenkig verbunden (s.
F i g. 7). Der rechte Hebel 64 ist mit einem Winkellenker 67 bei 68 gelenkig verbunden.
Das andere Ende des Winkellenkers 67 ist bei 69 mit der oberen Zahnstange 61 verbunden.
Die Aufreihstangen 58 liegen oberhalb der Einrollstation, zwischen beiden ist ein
Greifermechanismus wirksam, der die abgezählte, aber noch nicht verpackte Münzrolle
greift und auf die Einrollwalzen 51 legt. Dieser Greifermechanismus ist der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt.
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Die zur Verpackung kommenden Münzrollen haben entsprechend der verschiedenen
Münzdicke auch verschiedene Länge. Da die Münzrollen in der Verpackungsmaschine
gegenüber dem Papier ausgerichtet sein müssen, verschieben sich die Seitenkanten
des Papiers entsprechend einer Breite. Es genügt, zur richtigen Bestimmung der Lage
der Papierrolle eine dieser Seiten zu verstellen, wie dies in, F i g. 8 gezeigt
ist. Auf einem festen Dorn 12 befindet sich ein durch die Vorrichtung verschiebbarer
hinterer Flansch 70,
der die Lage der Papierrolle 11 bestimmt. Der als Winkelhebel
ausgebildete Einstellhebel 1004 ist bei 487 gelagert und an einem weiteren
Winkelhebel 71 bei 72 angelenkt, der bei 484 gelagert ist und über den Zwischenlenker
73 mit dem Flansch 70 in Verbindung steht. In der gewählten Betriebsstellung liegt
der Einstellhebel 1004 unter Wirkung der Zugfeder 494 an dem Einstellstift 244 an.
Auf diese Weise liegt das Papier stets richtig zur Lage der entsprechenden Münzrolle.
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Die F i g. 9 zeigt den einstellbaren Papiervorschub, der sich im Arbeitstakt
der Maschine stetig wiederholt, Der Einstellhebel 1005, der bei 48s drehbar gelagert
ist, liegt au dem ausgewählten Einstellstift 245 der Einstellscheibe 20 durch die
Wirkung der Feder 495 an. Dieser Anschlagstift bestimmt die Ausgangsstellung des
von der Kurvenscheibe 74, die auf einer drehangetriebenen Kurvenwelle 75 sitzt,
betätigten Hebels 1005. Ein Zahnsegment 76 kämmt mit dem Zahnrad 77 der unteren
Vorschubwalze 78. Die obere Vorschubwalze, die sich frei dreht, aber feder- oder
gewichtsbelastet ist, ist mit 79 und das zwischen beiden Walzen hindurchgeführte
Papier mit' 11a bezeichnet. Die durch das Zahnsegment 77 infolge der Drehurig der
Kurvenscheibe bedingte Vorschublänge hat immer den gleichen Endpunkt, während der
Anfangspunkt der Bewegung durch die jeweilige Höhe des gewählten Einstellstiftes
bestimmt ist.
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Die verstellbare Papiermesserlängeneinstellung ist in F i g. 10 dargestellt.
Für das Einrollen der Münzen ist es nicht notwendig, die vorgeschobene Papierlänge
gemäß F i g. 9 zu variieren. Es kann aber auch das Papiermesser, welches die Papierstücke
von der Rolle 11 abschneidet, in eine entsprechende Stellung verschoben werden.
Hierzu dient der Einstellhebel 1006, der bei 481s drehbar gelagert ist. Er ist als
Winkelhebel ausgebildet und durch einen Zwischenlenker 80 mit einem zwischen Rollen
81 längs geführten Schlitten 82 verbunden. Dieser Schlitten hat eine Scheröffnung
83. Das durch einen nicht dargestellten Antrieb auf und ab bewegliche Messer
84 ist in einer Traverse 85 des Schlittens geführt und wird mit Hilfe des
Einstellhebels 1006 auf die der Münze zugehörige Papierlänge eingestellt.
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Die vom Papier umgebene Münzrolle wird an den Enden eingebördelt,
wobei sie auf den Einrollwalzen 59 (F i g. 7), die beide drehangetrieben sind, um
ihre Achse gedreht wird. Der Weg der Bördelschieber
muß grundsätzlich
immer der gleiche sein. Da die Münzrollen aber verschiedene Längen haben, muß der
Ausgangspunkt der Bördelschieberbewegung verstellt werden. Die selbsttätige Vorrichtung
hierzu ist in F i g. 11 dargestellt. Zur Einstellung des Ausgangspunktes der Bördelschieberbewegung
dient der Einstellhebel 1007, der an dem gewählten Einstellstift 247 unter Wirkung
der Feder 497 anliegt. Die Einstellbewegung wirkt auf zwei Bördelschieber 86, welche
Bördelhaken 87 tragen und mit einer Zugfeder 88, welche die beiden Bördelschieber
zusammenzieht, verbunden sind. Die Bördelschieber bewegen sich auf Führungsstangen
86a. Mit Hilfe der Bördelhaken 87 wird das Papier 11 a am Ende der Münzrolle 9 umgebördelt,
so daß die letzten Münzen der Rolle sichtbar sind. Das Umbördeln ist eine sich wiederholende
Arbeitstaktbewegung, die von der auf der Nockensteuerwelle 75 sitzenden Steuerscheibe
74a gesteuert wird. Der Ausgangspunkt dieser Bewegung wird durch den Einstellhebel
1007 bestimmt, der bei 4811 gelagert ist. Hierzu ist das Ende des Einstellhebels
mit einer Kette 89 verbunden, die über eine Rolle 90 eines zweiarmigen Hebels 91
läuft, der bei 92 gelagert ist und am freien Ende eine Rolle 93 trägt, die von der
Kurvenscheibe 74a gesteuert wird. Die Kette 89 läuft über zwei Umlenkrollen 94 und
endet an einem Verbindungsstück 95 von zwei weiteren Ketten 96 und 97. Die Kette
96 ist an dem linken Bördelschieber 86 befestigt und läuft über eine Umlenkrolle
98. Die andere Kette 97 ist an dem rechten Bördelschieber 86 befestigt und läuft
über zwei Umlenkrollen 99. Das Kettensystem steht unter Spannung der Zugfeder 88,
die auch bewirkt, daß die Rolle 93 stets gegen den Umfang der Steuerscheibe 74a
kraftschlüssig anliegt. Da der Einstellhebel 1007 den Ausgangspunkt der Bördelschieberbewegung
festlegt, steuert die Kurvenscheibe 74 a die Bewegung der Bördelschieber und damit
der Bördelhaken. Nach der Freigabe der verpackten Münzrolle 9 wird dieselbe gemäß
F i g. 1 in einen Behälter 10 ausgeworfen.