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DE1291046B - Verbrennungsofen fuer minderwertige Brennstoffe, z. B. Muell, mit Waermetauscher zur Rauchgasabkuehlung - Google Patents

Verbrennungsofen fuer minderwertige Brennstoffe, z. B. Muell, mit Waermetauscher zur Rauchgasabkuehlung

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DE1291046B
DE1291046B DER38292A DER0038292A DE1291046B DE 1291046 B DE1291046 B DE 1291046B DE R38292 A DER38292 A DE R38292A DE R0038292 A DER0038292 A DE R0038292A DE 1291046 B DE1291046 B DE 1291046B
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DE
Germany
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furnace
heat exchanger
cooling medium
flue gas
incinerator
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Pending
Application number
DER38292A
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English (en)
Inventor
Tanner Richard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Von Roll AG
Original Assignee
Von Roll AG
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Publication date
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Publication of DE1291046B publication Critical patent/DE1291046B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/44Details; Accessories
    • F23G5/46Recuperation of heat
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/02Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers
    • F22B1/08Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers the heat carrier being steam
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B29/00Steam boilers of forced-flow type
    • F22B29/02Steam boilers of forced-flow type of forced-circulation type

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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbrennungs- Feuerraum bis zur Rauchgasentstaubungseinrichtung ofen für minderwertige Brennstoffe, z. B. Müll, bei ist daher unerläßlich.
welchem innerhalb des Ofens ein Wärmetauscher an- Bei Öfen mit direkter Wärmeverwertung wird diese
geordnet ist, der von den Rauchgasen des Ofens be- notwendige Abkühlung der Rauchgase bekanntlich strichen und von einem Kühlmedium durchströmt 5 durch Einbau eines Dampf- oder Heißwasserkessels wird, zum Zwecke der Herabsetzung der Rauchgas- erreicht, an dessen Heizflächen die heißen Rauchgase temperatur bis auf den für die anschließende notwen- ihre fühlbare Wärme abgeben, wobei ihre Temperadige Rauchgasentstaubung zulässigen Wert (schwei- tür, bedingt durch diesen Wärmeentzug, im erforderzerische Patentschrift 193 571; Zeitschrift »Aufberei- liehen Ausmaß herabgesetzt wird (schweizerische tungstechnik«, 1962, Nr. 8, S. 372). io Patentschrift 193 571; Zeitschrift »Aufbereitungstech-
Verbrennungsanlagen für Müll, sei es nun Stadt- nik«, 1962, Nr. 8, S. 372; Zeitschrift »Gesundheitsoder Industriemüll, sollen bekanntlich das Brenngut Ingenieur«, 1963, H. 4, S. 101). auf mengen- und volumenmäßig möglichst geringe Bei Öfen ohne direkte Wärmeverwertung wird die
Rückstände bringen, welche praktisch steril, d. h. frei erforderliche Absenkung der Rauchgastemperatur von vergärbaren Substanzen, sein müssen, um beden- 15 bekanntlich durch Einspritzung von Wasser oder kenlos abgelagert werden zu können, ohne die Luft durch Zumischung von Luft zu den Abgasen herbeider Umgebung zu verpesten oder das Grundwasser geführt (Zur Wassereinspritzung: Zeitschrift »Gezu verseuchen. sundheits-Ingenieur«, 1963, H. 4, S. 101; Werbe-
Hierbei soll außerdem der Verbrennungsprozeß schrift Nr. 1064 N 3/64 der Deutsche Babcock& Wilderart geführt werden, daß die Umgebungsluft weder ao cox-Dampfkesselwerke AG., Text zu Abb. V. Zur durch von den Verbrennungsgasen mitgerissene Fest- Zumischung von Luft: Zeitschrift »Aufbereitungskörper, d. h. Staub, noch durch üble Gerüche in ihrer technik«, 1962, Nr. 8, S. 372, Zeitschrift »Gesund-Reinheit beeinträchtigt werde. heits-Ingenieur«, 1963, H. 4, S. 101).
Um diesen beiden Anforderungen zu genügen, muß Im ersten Fall, d. h. bei der Einspritzung von
der Verbrennungsprozeß einen praktisch vollkomme- 35 Wasser, wird der Wärmeentzug und damit die Abnen Ausbrand gewährleisten, was eine genügend hohe kühlung der Rauchgase durch Verdampfung des ein-Brennstoffbett- bzw. Feuerraumtemperatur bedingt. gespritzten Wassers und dessen Überhitzung auf die Um der Verunreinigung der Luft durch Staub vorzu- Endtemperatur des gebildeten Gas-Dampf-Gemisches beugen, müssen die Verbrennungsabgase einer gründ- bewirkt. Dieses bekannte Verfahren ist jedoch mit liehen Reinigung unterzogen werden, bevor sie in die 30 erheblichen Nachteilen verbunden, die im folgenden atmosphärische Luft geleitet werden, so daß also eine kurz erläutert werden.
Rauchgasentstaubung unerläßlich ist. Bei unsachgemäßer Versprühung des Wassers oder
Nun ist aber Müll ein ausgesprochen minderwerti- bei nicht durchlaufendem, d. h. intermittierendem ger Brennstoff, bedingt durch den im allgemeinen Betrieb können durch die Wassereindüsung gefährgeringen Prozentsatz seiner brennbaren Anteile wie 35 liehe Abschreckungen des erhitzten feuerfesten auch durch den meist hohen Feuchtigkeitsgehalt. Mauerwerks eintreten. Ferner besteht hier die Ge-Uberdies weist Müll eine örtlich und zeitlich stark fahr, daß bei säurehaltigen Rauchgasen, wie z. B. SO2 schwankende Zusammensetzung sowie eine eigen- und SO3, aus schwefelhaltigen Abfällen, oder HCl artige, verfilzte und inhomogene Beschaffenheit auf. (Salzsäure) aus Kunststoffen, wie beispielsweise PVC, Aus diesen Gründen kann die Verbrennung praktisch 40 infolge örtlicher Abkühlung bis unter den Taupunkt kaum unter optimalen Bedingungen durchgeführt der betreffenden Abgase starke Korrosionen auftrewerden, d. h. mit annähernd nur der theoretischen ten. Diese Gefahr besteht insbesondere an den und Verbrennungsluftmenge, welche eine hohe Brenn- in der Nähe der Wassereinspritzdüsen, welche durch stoffbett- bzw. Feuerraumtemperatur gewährleistet, die Korrosion bald zerfressen werden und dann durch sondern der Verbrennungsofen muß meist mit 2- bis 45 mangelhafte Versprühung des Wassers indirekt die 2,5fachem Luftüberschuß gefahren werden. Unter schon erwähnte Abschreckung des Mauerwerks besolchen Umständen kann dem Verlangen nach prak- wirken bzw. begünstigen. Außerdem weisen die Ofentisch totalem Ausbrand und völliger Desodorierung abgase infolge der Wassereinspritzung einen übermäßig der Rauchgase nur dadurch genügt werden, daß die hohen Feuchtigkeitsgehalt auf, was bei niedrigen Verbrennung in gut wärmeisolierten, d. h. nicht einer 50 Außentemperaturen zu unerwünschten Niederschläunerwünschten Abkühlung ausgesetzten Feuerräumen gen rund um den Schornstein der Verbrennungsvor sich geht. Unter diesen Bedingungen ergibt sich, anlage, d. h. zu dem so gefürchteten »Schorndaß die aus dem Feuerraum austretenden gasförmigen steinregen« führen kann. Zudem wird bei der Verbrennungsprodukte (Rauchgase) Temperaturen in Wassereinspritzung das Abgasvolumen durch einen der Größenordnung von 800 bis 1000° C aufweisen. 55 entsprechend hohen Wasserdampfanteil erheblich Dieser Sachverhalt steht aber im Gegensatz zu der vergrößert, was erhöhte Anlage- und Betriebskosten bereits erwähnten zweiten Forderung nach Staub- für den Saugzugventilator und die Rauchgasentstaufreiheit der Abgase, d. h. zur notwendigen Rauchgas- bungseinrichtung bedingt. Nachteilig sind auch die entstaubung, weil die letztere beim heutigen Stand besondere Wartung der Sprühdüsen sowie der im der Technik nur bei mäßigen Temperaturen vorge- 60 Ofen anfallende Schlamm.
nommen werden kann, und zwar sowohl mit Rück- Im zweiten Fall, d. h. bei Zumischung von Luft
sieht auf die großen effektiven Gasvolumina und Gas- zu den Abgasen, stellen die beizumischenden Luftzähigkeiten bei hohen Temperaturen als auch wegen mengen infolge der niedrigen spezifischen Wärme der der nach oben bei einer Temperatur von etwa 350° C Luft ein Vielfaches der anfallenden Rauchgasmengen begrenzten Temperaturverträglichkeit der üblichen 65 dar. Dies bedingt zunächst einmal eine im Hinblick Abgas-Reinigungseinrichtungen, wie z. B. Zyklone, auf Anlagekosten und Platzbedarf nachteilige Ver-Stoffilter, Elektrofilter usw. größerung der Rauchgasreinigungsanlage, des Saug-
Eine Kühlung der Rauchgase auf ihrem Wege vom zuggebläses und des Schornsteins und dementspre-
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chend auch höhere Betriebskosten für diese Einrich- gungen bei langer Lebensdauer des Ofens und gerintungen. Noch viel schwerwiegender aber ist der Um- gen Wartungskosten möglich ist, wobei zudem der stand, daß durch den Ballast der den Rauchgasen Anlage- und Betriebskostenaufwand für die Rauchzugemischten, übermäßig großen Luftmengen die Re- gasentstaubung, das Saugzuggebläse und den Schorngulierbarkeit der Feuerführung im Ofen derart stark 5 stein wie auch der Platzbedarf erheblich geringer beeinträchtigt wird, daß eine elastische Anpassung sind.
der Feuerführung an die mit wechselnder Beschaffen- Zu beachten ist, daß es sich bei Müllverbrennungs-
heit minderwertiger Brennstoffe, namentlich Müll, öfen sehr oft um Öfen kleiner oder höchstens mittle-
ständig schwankenden Verbrennungsbedingungen rer Leistung handelt, d. h. mit einem Mülldurchsatz
kaum mehr möglich ist. io von höchstens 2 bis 3 t/h, entsprechend einer theore-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen tischen Wärmeentwicklung von höchstens etwa 3 bis Verbrennungsofen für minderwertige Brennstoffe, 5 Gcal/h und daß mit Rücksicht auf die zur Vermeiz. B. Müll, zu schaffen, bei dem die zuvor genannten dung von Taupunktkorrosionen erforderlichen Abschwerwiegenden Nachteile der Rauchgaskühlung bei gastemperaturen von mindestens 300° C bei Müllden bereits bekannten Verbrennungsofen dieser Art 15 verbrennungsofen mit einem möglichen Ausnutzungsvermieden werden sollen und der den gestellten An- grad der Wärme von höchstens 60% gerechnet forderangen und gegebenen Voraussetzungen in werden kann.
möglichst wirtschaftlicher Weise dadurch genügen Somit betragen die effektiv verwertbaren Wärmesoll, daß ein angepaßter Wärmeentzug im Ofen zwi- mengen nur etwa 1,8 bis 3,0 Gcal/h. Der für die Verschen der eigentlichen Verbrennungsstelle in der ao wertung solcher geringen Wärmemengen erforder-Feuerung und der Stelle des Austritts der Abgase aus liehe bauliche und betriebliche Aufwand, z. B. Aufdem Ofen ermöglicht werden soll, wobei dieser War- bereitungsanlage für das Speisewasser, Abströmmeentzug unter elastischer Anpassung der Feuerfüh- leitungen für den Dampf, Rücklaufleitungen für das rung an die jeweiligen Verbrennungsbedingungen je Kondensat u. a., bzw. Anstellung von hochqualifiziernach Bedarf zweckmäßig örtlich und mengenmäßig 25 ten Heizern machen aber die angestrebten wirtschaftleicht einstellbar sein soll. liehen Vorteile der Wärmeverwertung praktisch zu-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch nichte.
gelöst, daß der Ofen für Rauchgaskühlung ohne di- Andererseits liegt nicht selten für die anfallende rekte Wärmeverwertung eingerichtet ist und der Wärme gar keine Verwendungsmöglichkeit vor, weil Wärmetauscher mindestens eine Seite des Feuerraums 30 derartige Müllverbrennungsanlagen gewöhnlich abbegrenzt sowie als primärer Wärmetauscher in einem seits von Siedlungs- und Industriegebieten aufgestellt geschlossenen Kreislaufsystem für das in diesem werden und ihre Leistung zu klein ist, um örtliche System umlaufende Kühlmedium angeordnet ist und Energieerzeugung zu rechtfertigen. Deshalb wird in im gleichen Kreislaufsystem, jedoch außerhalb des solchen Fällen bei den Müllverbrennungsofen sehr Ofens, ein sekundärer Wärmetauscher als Rückküh- 35 häufig von einer Wärmeverwertung bewußt abgeler vorgesehen ist. sehen. Eine Wärmeverwertung ist nur bei Großöfen
Hierbei kann als Kühlmedium Wasser sowie jede mit einer Leistung von mehr als 100 Tagestonnen
vorzugsweise hochsiedende und benetzende Flüssig- vertretbar, für die aber die vorgeschlagene Ofen-
keit, aber auch Luft dienen. ausführung nicht vorgesehen ist.
Gemäß der Erfindung können zur Steuerung der 40 Aus diesen Gründen ist der Verzicht auf die Ver-Wärmeentnahme aus dem Ofen als Grobeinstellung wertung der bei der Rauchgaskühlung von Müllverbzw, als Grobanpassung an eine bestimmte Müllart brennungsöfen mittlerer und insbesondere kleiner die Wirkflächen des den Feuerraum begrenzenden Leistung anfallenden Wärme durchaus gerechtfertigt. Teils des primären Wärmetauschers mindestens teil- Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des weise abschirmbar sein, während eine für den Um- 45 Verbrennungsofens nach der Erfindung vereinfacht lauf des Kühlmediums im geschlossenen Kreislauf- in einem Längsschnitt dar.
system angeordnete Umwälzpumpe zur Feinanpas- Der Verbrennungsofen ist als Zweizug-Ofen aus-
sung der Wärmeentnahme regulierbar ist. gebildet und sein Kühlkreislauf mit einer Umwälz-
Ferner können an das Kreislaufsystem mit Regel- pumpe versehen, wobei der Umlauf des Kühlmediums
organen versehene Leitungen zur Entnahme einer 50 aber auch durch Naturumlauf bewirkt werden könnte,
regelbaren Teilmenge des im primären Wärmetau- Das Innere des mit 1 bezeichneten Verbrennungs-
schers erwärmten Kühlmediums aus dem Kreislauf- ofens, der eine zum Teil feuerfeste Ausmauerung auf-
system und zur Einspeisung einer gleich großen weist, ist durch eine senkrechte Zwischenwand la in
Menge desselben Kühlmediums von niedrigerer Tem- einen ersten Ofenzug 1' und einen zweiten Ofenzug 1"
peratur in dieses System angeschlossen sein. 55 unterteilt. Im ersten Ofenzug 1' ist unten eine luft-
Eine bevorzugte Ausführung des Verbrennungs- durchlässige Unterlage 2, z. B. ein Rost, angeordnet,
ofens besteht darin, daß die Wirkflächen des sekun- die mit einem minderwertigen Brennstoff 3, beispiels-
dären Wärmetauschers zur Rückkühlung des im weise Müll, beschickt wird. Die zur Verbrennung des
Ofen erwärmten Kühlmediums durch ein in großen Brennguts 3 erforderliche Verbrennungsluft wird über
bzw. unbegrenzten Mengen verfügbares Medium 60 eine in der Vorderwand des Ofens 1 angeordnete
(z. B. Wasser oder Luft) beaufschlagt sind. öffnung 4 von unten her durch den Rost 2 hindurch
Der durch die Erfindung gegenüber dem zuvor er- dem Brenngut 3 zugeführt. Bei der Verbrennung des
läuterten Stand der Technik erzielte technische Fort- Brenngutes 3 entstehen in dem mit 5 bezeichneten
schritt besteht in kurzen Worten darin, daß die er- Feuerraum gasförmige Produkte, d. h. Rauchgase,
forderliche Rauchgaskühlung nunmehr mit einer 65 sowie feste Verbrennungsrückstände, d. h. Schlacken,
einfachen, robusten und betriebssicheren Einrichtung die an einer Stelle 8 aus dem Ofen 1 entfernt werden,
auf einfache Weise unter elastischer Anpassung der Die Rauchgase durchströmen unter Wirkung eines
Feuerführung an die jeweiligen Verbrennungsbedin- Saugzugventilators 13 nacheinander die beiden Ofen-
züge Γ und 1", um den Ofen 1 an einer Austritts- die Temperatur tie des Kühlmediums auf die Tempestelle 7 zu verlassen, darauf in eine Reinigungsein- ratur tls absinkt.
richtung 9 einzutreten und schließlich an einer Stelle Diese Wärmeentnahme aus dem Ofen 1 läßt sich
14 als Abgase in die Atmosphäre ausgestoßen zu den praktischen Erfordernissen anpassen, und zwar werden, wie es in der Zeichnung durch Richtungs- 5 einmal dadurch, daß man die Umwälzpumpe 12 in pfeile veranschaulicht ist. ihrer Lieferleistung regelt, und zum anderen dadurch,
An Stelle des durch den Saugzugventilator 13 be- daß man die Wirkflächen des primären Wärmetauwirkten künstlichen Saugzuges für die Rauchgase schers 10 mindestens teilweise abschirmt, wie dies in könnte auch ein Kamin zur Erzeugung eines natür- der Zeichnung z. B. für den ersten 'Wärmetauscherlichen Rauchgaszuges vorgesehen sein, oder es könnte io teil 10' durch eine eingezeichnete Schraffur angedeuein solcher Kamin in seiner natürlichen Zugwirkung tet ist. Die teilweise Abschirmung der Wirkflächen durch einen Saugzugventilator unterstützt sein. des primären Wärmetauschers 10 soll als Grobein-
Im folgenden sind die verschiedenen Temperaturen stellung bzw. als Grobanpassung an eine bestimmte der Rauchgase mit t und mit als Indizes zu t dienen- Müllart verwendet werden, während die Regelung den Zahlen bezeichnet, wobei diese Zahlen den Be- 15 der Lieferleistung der Umwälzpumpe 12 als Feinzugsziffern der Zeichnung entsprechen, welche die anpassung dienen kann, wobei die letztere in vorteilzugehörigen Stellen bezeichnen, auf welche sich die hafter Weise als selbsttätige Regelung in Abhängig-Temperaturen beziehen. keit vom Sollwert der Rauchgas-Austrittstemperatur
Solange im Ofen keine Wärmeentnahme stattfindet t16, d. h. von der jeweiligen Temperaturdifferenz zwi- und wenn man, der Einfachheit wegen, von Wärme- ao sehen diesem Sollwert und der gerade vorhandenen Verlusten des Ofens 1 ganz absieht, sind die Ver- Rauchgas-Austrittstemperatur t16, erfolgen kann, brennungstemperatur t5 (im Feuerraum 5), die Feuer- Die Möglichkeit, die Wärmeentnahme aus dem
raumendtemperatur i6 sowie die Rauchgas-Austritts- Ofen den jeweiligen Betriebserfordernissen anzutemperatur t7 (am Ofenaustritt 7) einander gleich passen, kann aber noch erweitert werden. Dies ge- oder mindestens annähernd gleich. 25 schieht dadurch, daß man eine gewisse Teilmenge des
Nun betragen aber die Verbrennungstemperatur t5 im primären Wärmetauscher 10 erwärmten Kühlrund 800 bis 1000° C und die Rauchgas-Austritts- mediums aus dem Kreislaufsystem entfernt, und zwar temperatur t7 rund 350° C, was einen Wärmeentzug vorzugsweise dort, wo es die höchste Temperatur i16 auf dem Wege der Rauchgase vom Feuerraum 5 bis erreicht, und zugleich diese entnommene Teilmenge zum Rauchgasaustritt 7 bedingt. Hierzu ist die im 30 des Kühlmediums durch Einspeisung einer gleich folgenden beschriebene Einrichtung bestimmt. großen Menge desselben Kühlmediums von niedrige-
Im Ofen 1 ist ein dreiteiliger, primärer Wärme- rer Temperatur, z. B. mit der Temperatur t0 der Umtauscher 10 angeordnet, dessen beide ersten Teile gebungsluft, ersetzt. Dies ist insbesondere dann mög-10' und 10" im ersten Ofenzug 1' und dessen dritter lieh, wenn man als Kühlmedium Wasser unter Druck Teil 10'" im zweiten Ofenzug 1" liegen. Diese drei 35 verwendet, wobei die dem Kreislaufsystem entnomden primären Wärmetauscher 10 bildenden Systeme mene »überhitzte« Wassermenge einfach entspannt 10', 10" und 10'" können aus Rohr- und/oder und abgelassen wird, während frisches, kaltes Wasser Taschen-Systemen bestehen, wobei die beiden Sy- in das Kreislaufsystem unter Druck eingespeist wird, sterne 10' und 10" der Wärmestrahlung im Feuer- Auch diese Steuerung der Wärmeentnahme aus dem raum 5 und das System 10'" der Gasberührung im 40 Verbrennungsofen kann in vorteilhafter Weise als zweiten Ofenzug 1" ausgesetzt sind. selbsttätige Regelung in Abhängigkeit vom Sollwert
Eine Umwälzpumpe 12 drückt das Kühlmedium der Rauchgas-Austrittstemperatur t16, d. h. von der durch den primären Wärmetauscher 10 und anschlie- jeweiligen Temperaturdifferenz zwischen diesem SoIlßend durch einen außerhalb des Ofens 1 angeordne- wert und der gerade vorhandenen Rauchgas-Austen sekundären Wärmetauscher 11 hindurch, von 45 trittstemperatur t16, durchgeführt werden, wobei dann welch letzterem das Kühlmedium über die Umwälz- die beiden Regelorgane zur Entnahme von Kühlpumpe 12 wieder dem ersten System 10' des primären flüssigkeit aus dem Kreislaufsystem bzw. zur Einspei-Wärmetauschers 10 zugeführt wird. sung von Kühlflüssigkeit in dieses System in einem
Es besteht hier also ein geschlossener Kreislauf des geschlossenen Regelkreis angeordnet sein können. Kühlmediums, bei welchem im primären Wärme- 5° Wenn aber diese Steuerung des Wärmeentzuges aus tauscher 10 dem Ofen 1 unter gleichzeitiger Abküh- dem Ofen nicht durch eine selbsttätige Regelung belung der Rauchgase Wärme entzogen, hierbei das Kühl- wirkt wird, dann besteht auch die Möglichkeit, die medium selbst erwärmt wird und anschließend im Regelorgane für die Entnahme bzw. Einspeisung von sekundären Wärmetauscher 11, welcher als Rück- Kühlflüssigkeit miteinander derart zu koppeln, daß kühler für die Abkühlung des im Ofen 1 erwärmten 55 bei einer Verstellung des Regelorgans für die Ent-Kühlmediums dient und zu diesem Zweck außen der nähme, z. B. eines Regelventils, das Regelorgan für Umgebungsluft ausgesetzt ist, wieder abgekühlt wird. die Einspeisung von Kühlflüssigkeit, z. B. ebenfalls Somit wird das Kühlmedium infolge der Wärmeüber- ein Regelventil, zugleich entsprechend mitverstellt tragung im Feuerraum 5 und im zweiten Zug 1'" bei wird. Diese Kopplung der beiden Regelorgane kann seinem Durchfluß durch den primären Wärme- 60 beispielsweise durch ein mechanisches Getriebe, hytauscher 10 von einer Ofeneintrittstemperatur t15 auf draulisch oder elektrisch bewirkt sein, eine höhere Ofenaustrittstemperatur tlg erwärmt, wo- Das Ausmaß des zuvor beschriebenen Wärme-
bei die Eintrittstemperatur t15 immer reichlich ober- entzuges aus dem Verbrennungsofen ist letzten Endes halb der Außentemperatur i? der Ofenumgebung bedingt durch die jeweils vorliegenden Temperaturliegt. Das erwärmte Kühlmedium gibt daraufhin im 65 differenzen zwischen der Feuerraumtemperatur ts sekundären Wärmetauscher 11 infolge des Tempera- und der Außentemperatur t0 sowie durch die Größe turgefälles zwischen dem Kühlmedium und der Um- der Wirkflächen der beiden Wärmetauscher 10 und 11. gebungsluft Wärme an die Umgebungsluft ab, wobei Die schon erwähnte Anpassung dieses Wärme-
entzuges durch eine mehr oder weniger ausgedehnte Abschirmung der Wirkflächen des primären Wärmetauschers 10 wird erfahrungsgemäß am besten durch eine Abdeckung dieser Flächen mittels feuerfester Steine oder Stampfmasse vorgenommen, und zwar vorzugsweise im Gebiet der eigentlichen Feuerung, d. h. in dem an den Feuerraum 5 angrenzenden Teil des Wärmetauschers 10.
Statt das erwärmte Kühlmedium im als Rückkühler dienenden sekundären Wärmetauscher 11 mittels der ihn von außen beaufschlagenden Umgebungsluft abzukühlen, könnte dies auch mittels Wasser geschehen.
Nur der Einfachheit wegen wurde in der Zeichnung ein Zweizug-Ofen dargestellt. In der Praxis wird, insbesondere bei kommunalen Großanlagen für Müllvernichtung, vielfach ein Mehrzug-Ofen verwendet. Selbstverständlich läßt sich die beschriebene Wärmeentnahme aus dem Ofen auch bei derartigen Mehrzug-Öfen durchführen.
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Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verbrennungsofen für minderwertige Brennstoffe, z. B. Müll, bei welchem innerhalb des Ofens ein Wärmetauscher angeordnet ist, der von den Rauchgasen des Ofens auch bestrichen und von einem Kühlmedium durchströmt wird, zum Zwecke der Herabsetzung der Rauchgastemperatur bis auf den für die anschließende notwendige Rauchgasentstaubung zulässigen Wert, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen (1) für Rauchgaskühlung ohne direkte Wärmeverwertung eingerichtet ist und der Wärmetauscher (10) minde-
stens eine Seite des Feuerraums (5) begrenzt sowie als primärer Wärmetauscher in einem geschlossenen Kreislaufsystem (11, 12, 15, 10, 16) für das in diesem System umlaufende Kühlmedium angeordnet ist und im gleichen Kreislaufsystem, jedoch außerhalb des Ofens (1), ein sekundärer Wärmetauscher (11) als Rückkühler vorgesehen ist.
2. Verbrennungsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Wärmeentnahme aus dem Ofen (1) als Grobeinstellung bzw. Grobanpassung an eine bestimmte Müllart die Wirkflächen des den Feuerraum (5) begrenzenden Teils (10') des primären Wärmetauschers (10) mindestens teilweise abschirmbar sind, während eine für den Umlauf des Kühlmediums im geschlossenen Kreislaufsystem angeordnete Umwälzpumpe (12) zur Feinanpassung der Wärmeentnahme regulierbar ist.
3. Verbrennungsofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an das Kreislaufsystem (11,12,15,10,16) mit Regelorganen versehene Leitungen zur Entnahme einer regelbaren Teilmenge des im primären Wärmetauscher (10) erwärmten Kühlmediums aus dem Kreislaufsystem und zur Einspeisung einer gleich großen Menge desselben Kühlmediums von niedrigerer Temperatur in dieses System angeschlossen sind.
4. Verbrennungsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkfiächen des sekundären Wärmetauschers (11) zur Rückkühlung des im Ofen (1) erwärmten Kühlmediums durch Wasser oder Luft beaufschlagt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909 512/1177
DER38292A 1964-02-20 1964-07-06 Verbrennungsofen fuer minderwertige Brennstoffe, z. B. Muell, mit Waermetauscher zur Rauchgasabkuehlung Pending DE1291046B (de)

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