DE1290953B - Fernsehkamerasystem mit einer Strahlstromregelung und Schaltungsanordnung zur Durchfuehrung der Regelung - Google Patents
Fernsehkamerasystem mit einer Strahlstromregelung und Schaltungsanordnung zur Durchfuehrung der RegelungInfo
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- DE1290953B DE1290953B DEN31505A DEN0031505A DE1290953B DE 1290953 B DE1290953 B DE 1290953B DE N31505 A DEN31505 A DE N31505A DE N0031505 A DEN0031505 A DE N0031505A DE 1290953 B DE1290953 B DE 1290953B
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N23/00—Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof
- H04N23/10—Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof for generating image signals from different wavelengths
- H04N23/13—Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof for generating image signals from different wavelengths with multiple sensors
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Fernsehkamerasystem gerndes und somit nur schlechte Resultate erbringen-
mit einer Fernsehaufnahmeröhre, die mit einer aus des Regelsystem mit sich bringen würde. Aber auch
einer Kathode, einer Regel- und einer Beschleuni- dann noch können Schwingungen in dem Abtast-
gungselektrode aufgebauten Elektronenkanone ver- mechanismus auftreten.
sehen ist, die einen Elektronenstrahl erzeugt, der mit- 5 Die Vergrößerung der Stromstärke des Elektrotels
einer Anode und Ablenkmittel zeilen- und raster- nenstrahls soll momentan erfolgen. Eine Erhöhung
mäßig eine Speicherelektrode abtastet, auf der ein der Stromstärke bringt infolge der abstoßenden Wireiner
aufzunehmenden Szene entsprechendes Poten- kung der elektrisch negativ geladenen Elektronen
tialbild vorhanden ist, wobei der Elektronenstrahl die untereinander eine Vergrößerung des Querschnitts
Speicherelektrode auf nahezu Kathodenpotential sta- io des Elektronenstrahls mit sich. Der Auftreffpunkt auf
bilisiert, wodurch über eine im Ausgangskreis der der Speicherelektrode wird somit größer, so daß das
Aufnahmeröhre enthaltene Impedanz ein die Szene Auflösungsvermögen der Aufnahmeröhre geringer ist.
darstellendes Ausgangssignal entsteht, das Mitteln Dies bedeutet, daß die Bandbreite des gelieferten
zum Erzeugen eines Regelsignals oberhalb eines Signals beschränkt wird. Bei Wiedergabe eines mit
Schwellwertes zugeführt wird. 15 einem konstanten großen Querschnitt des Elektro-Es
ist allgemein bekannt, daß große Helligkeits- nenstrahls erhaltenen Ausgangssignals auf dem Wieunterschiede
in einer von einer Fernsehaufnahme- dergabeschirm zeigt sich eine starke Verringerung der
röhre aufzunehmenden Szene und entsprechend Bilddefinition.
große Potentialunterschiede in dem Potentialbild auf Es ergibt sich somit, daß bei einem schnellen
der Speicherelektrode ein unrichtiges oder ein die 20 Regelsystem bei der Wiedergabe eines Ausgangs-Szene
nicht mehr darstellendes Ausgangssignal her- signals auf dem Wiedergabeschirm der Kometenvorrufen.
Dies ist darauf zurückzuführen, daß ein schweif nicht auftritt, aber es entsteht ein oszillieren-Teil
der Szene mit verhältnismäßig hoher Helligkeit des System mit seinen anhaftenden Nachteilen. Wird
einem Fleck hohen positiven Potentials auf der Auf- zum Vermeiden von Schwingungen Bandbreitentreffplatte
entspricht, welches Potential zum Erzielen 25 begrenzung in dem Regelsignal durchgeführt, so kann
eines richtigen Ausgangssignals während des kurz- infolge der Verzögerung der Kometenschweif dennoch
zeitigen Auftreffens des Elektronenstrahls auf diesen auftreten.
Fleck auf Kathodenpotential gebracht werden soll. Es ist vorgeschlagen worden, die Stromstärke des
Selbstverständlich hängt die Möglichkeit der Stabili- Elektronenstrahls über einem Schwellwert momentan
sierung auf Kathodenpotential von dem Wert der 30 zu vergrößern und mit einer großen Abklingzeitkon-Stromstärke
des Elektronenstrahls ab; ist dieser Wert stante langsam bis zum Schwellwert zu verringern,
zu gering zum Stabilisieren auf Kathodenpotential, so Die Abklingzeitkonstante hat dabei einen Wert, der
bleibt nach dem Abtasten dieses Flecks noch positive kleiner als mehrere Teilbildperioden, aber größer als
Ladung zurück. Nach zwei Teilbildperioden, d. h. eine Zeilenperiode ist. Auf diese Weise können in
nach einer Bildperiode, gelangt der Elektronenstrahl 35 einem schnell ansprechenden Regelsystem keine Oswieder
an denselben Fleck. Es sei nunmehr angenom- zillationen auftreten. Nachteilig ist aber, daß die Abmen,
daß während der zwei Teilbildperioden der helle klingzeitkonstante sicher größer sein muß als eine
Teil der Szene sich verschoben hat und an der betref- Zeilenperiode, so daß während dieser langen Abfenden
Stelle ein Szenenteil mit niedrigerer Helligkeit klingzeit das Auflösungsvermögen der Aufnahmevorliegt.
Ein Teil der zurückgebliebenen positiven 40 röhre geringer ist. Eine Verringerung der Abkling-Ladung
oder die ganze Ladung wird dann jedoch von zeitkonstante zum Erhalten eines schneller wirkenden
dem Elektronenstrahl neutralisiert, so daß ein Aus- Regelsystems würde zur Folge haben, daß Schwingangssignal
erzeugt wird, daß die Szene an der betref- gungen auftreten.
fenden Stelle nicht mehr darstellt. Bei der Wiedergabe Das Fernsehkamerasystem nach der Erfindung bedes
Ausgangssignals auf dem Schirm einer Fernseh- 45 zweckt, bei der Wiedergabe von Szenen mit bewegwiedergaberöhre
hat dies zur Folge, daß hinter dem liehen Stellen großer Helligkeit auf dem Wiedergabesich
bewegenden Fleck hoher Helligkeit ein heller schirm das Auftreten von Kometschweifen mittels
Kometenschweif auftritt. eines schnell wirkenden Regelsystems zu vermeiden, Es ist bekannt, zum Vermeiden von Kometschwei- während keine Oszillationen auftreten können. Das
fen auf einem Wiedergabeschirm aus dem Ausgangs- 50 Kamerasystem nach der Erfindung ist dadurch gesignal
der Fernsehaufnahmeröhre ein Regelsignal ab- kennzeichnet, daß es mit mindestens einer zweiten
zuleiten, das der Regelelektrode oder dem Wehnelt- Aufnahmeröhre versehen ist, deren Elektronenkanone
Zylinder der Elektronenkanone der Aufnahmeröhre einen Elektronenstrahl mit einer im statischen Zuzugeführt
wird. Auf diese Weise wird für helle Stellen stand geringeren Stromstärke erzeugt als die Elektroder
aufzunehmenden Szene bzw. für entsprechende 55 nenkanone der ersten Aufnahmeröhre, wobei das von
Stellen hohen positiven Potentials auf der Speicher- dem Ausgangssignal der ersten Aufnahmeröhre abgeelektrode
die Stromstärke des Elektronenstrahls mo- leitete Regelsignal mindestens einer Regelelektrode
mentan erhöht, so daß die Stabilisation der Speicher- der zweiten Aufnahmeröhre zugeführt wird, welche
elektrode auf Kathodenpotential ermöglicht wird. Regelelektrode die Stabilisierung der Speicherelek-
Die Nachteile des beschriebenen Regelsystems zum 60 trode beeinflußt.
Vermeiden von Kometenschweifen sind selbstver- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß
ständlich. Wird von dem Ausgangssignal einer Auf- ein offenes Regelsystem die erwähnten Schwierigkeinahmeröhre
ein Regelsignal abgeleitet, das darauf ten bei Schaltungsanordnungen zum Vermeiden von
zum Regeln der Stromstärke dem Wehnelt-Zylinder Kometschweifen vollständig beseitigt. Zu diesem
der Elektronenkanone zugeführt wird, so können in 65 Zweck ist es notwendig, daß in der nicht geregelten,
diesem Regelsystem Schwingungen auftreten. Be- das Regelsignal liefernden Aufnahmeröhre das Poschränkungen
der Bandbreite des Regelsignals könn- tentialbild auf der Speicherelektrode hinreichend staten
Abhilfe schaffen, wenn dies nicht ein stark verzö- bilisiert wird. Dies wird mittels eines Elektronen-
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Strahls mit hinreichend hoher Stromstärke bewerk- Regelelektrode 6 und einer Beschleunigungselekstelligt.
Das Ausgangssignal, das bei der Wiedergabe trode 7 zusammengebaut ist. Durch thermische Emisauf
einem Wiedergabeschirm eine geringere Schärfe sion kann unter dem Einfluß des in der Kathode 5
liefern würde, dient in diesem Falle lediglich oder untergebrachten, nicht in F i g. 1 dargestellten Glühzudem
als Quelle des Regelsignals. Die erste Auf- 5 fadens die Kathode 5 Elektronen emittieren. Da das
nahmeröhre gemeinsam mit der durch das Regel- elektrische Feld der Beschleunigungselektrode 7 posisignal
geregelten, das verlangte Ausgangssignal mit tiven Potentials durch die Öffnung der Regelelekhoher
Bandbreite liefernden zweiten Aufnahmeröhre trode 6 negativen Potentials in Form eines Wehneltschafft
das erwünschte offene Regelsystem für das Zylinders bis zu der Oberfläche der Kathode 5 durch-Fernsehkamerasystem
nach der Erfindung. io dringt, erzeugt das System 4 einen Elektronenstrahl 8.
Die Anwendungsmöglichkeiten des Fernsehkamera- Durch die Änderung des Potentials des Wehneltsystems
nach der Erfindung sind viele: z. B. Röntgen- Zylinders 6 wird die Stromstärke, und da die Elektrobildfernsehwiedergabe,
in welchem Falle z. B. bei nen sich gegenseitig abstoßen, auch der Querschnitt Herzuntersuchungen sich schnell ändernde Erschei- des Elektronenstrahls 8 geregelt. In F i g. 1 sind
nungen mit großen Helligkeitsunterschieden auftreten. 15 deutlichkeitshalber die für ein gutes Verständnis der
Auch in Feuerherden treten große Helligkeitsunter- Erfindung nicht wesentlichen Anschlüsse, z. B. die
schiede auf, wobei das Flammenspiel schnelle Ände- Spannungsquelle für die Beschleunigungselektrode 7,
rangen hervorruft. Ein Kamerasystem, bei dem z. B. weggelassen.
eine Aufnahmeröhre lediglich das Regelsignal liefert Mittels einer zylindrischen Anode 9 und nicht dar-
und eine zweite, dadurch geregelte Aufnahmeröhre 20 gestellter Fokussierungs- und Ablenkmittel tastet der
das gewünschte Aufnahmesignal erzeugt, liefert bei Elektronenstrahl 8 die Speicherelektrode 10 zeilen-
der Wiedergabe ein Bild guter Trennschärfe. Für und rastermäßig ab. Die Speicherelektrode 10 besteht
Farbfernsehzwecke lassen sich z. B. mehrere Auf- aus einer durchsichtigen, leitenden Signalplatte 11,
nahmeröhren verwenden, von denen eine das Regel- auf deren dem Elektronenstrahlsystem 4 zugewandter
signal für alle anderen liefert. 25 Seite eine Photohalbleiterschicht 12 angebracht ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Ka- Durch die Signalplatte 11 hin wird auf die Photo-
merasystems nach der Erfindung für Farbfernsehen halbleiterschicht 12 mittels eines nicht dargestellten
wird die das blaue Farbsignal liefernde Aufnahme- Linsensystems das Licht (Pfeil 13) einer aufzuneh-
röhre außerdem zum Erzeugen des Regelsignals an- menden Szene projiziert. Bei der Ausführungsform
gewandt. Dies ist darauf gegründet, daß die Beschaf- 30 nach F i g. 1 wird angenommen, daß das Licht der
fenheit der blauen Farbkomponente in bezug auf die Szene bereits in drei Farbkomponenten aufgespaltet
rote und grüne Farbkomponente in einer wiederzu- ist, so daß z. B. die Aufnahmeröhren 1, 2 und 3 das
gebenden Szene eine geringere Definition erlaubt, da blaue (Pfeil 13j), das rote (Pfeil 132) bzw. das grüne
die blaue Farbkomponente in dem endgültig zusam- (Pfeil 133) Licht der Szene empfangen,
mengesetzten Helligkeitssignal den geringsten Beitrag 35 Die Signalplatte 11 ist über den Widerstand 14 mit
liefert. einer Klemme positiven Potentials + V1 und über
Mittels des Systems nach der Erfindung wird einen Verstärker 15 mit einer Ausgangsklemme 16
besonders im Gebiet des Farbfernsehens ein sehr verbunden. Ähnlich wie bei weiteren in der Beschreigutes
Resultat erzielt, da sonst hellfarbige Komet- bung erwähnten, ein Potential führenden Klemmen
schweife sich sehr störend äußern würden. Im Ver- 40 wird die andere Klemme der nicht dargestellten Spangleich zu dem System, bei dem jede Aufnahmeröhre nungsquelle V1 mit Erde verbunden gedacht,
ihr eigenes geschlossenes Regelsystem hat, ergibt das Das an der Klemme 16 einer der betreffenden AufSystem nach der Erfindung nicht nur eine bessere nahmeröhren 1, 2 oder 3 auftretende Ausgangssignal Wirkung, sondern auch eine Verbilligung durch die entsteht wie folgt: Von der Speicherelektrode 10 bil-Einsparung von doppelt ausgebildeten Einzelteilen. 45 den die Signalplatte 11 und die dem Elektronenstrahl-Das Kamerasystem nach der Erfindung wird an Hand system 4 zugewandte Seite der Photohalbleiterschicht der Figuren näher erläutert, wobei 12 gleichsam die Klemmen eines Kondensators. Die
ihr eigenes geschlossenes Regelsystem hat, ergibt das Das an der Klemme 16 einer der betreffenden AufSystem nach der Erfindung nicht nur eine bessere nahmeröhren 1, 2 oder 3 auftretende Ausgangssignal Wirkung, sondern auch eine Verbilligung durch die entsteht wie folgt: Von der Speicherelektrode 10 bil-Einsparung von doppelt ausgebildeten Einzelteilen. 45 den die Signalplatte 11 und die dem Elektronenstrahl-Das Kamerasystem nach der Erfindung wird an Hand system 4 zugewandte Seite der Photohalbleiterschicht der Figuren näher erläutert, wobei 12 gleichsam die Klemmen eines Kondensators. Die
F i g. 1 ein Kamerasystem nach der Erfindung für Signalplatte 11 erhält über den Widerstand 14 das
Farbfernsehen, positive Potential + V1. Die Photohalbleiterschicht 12
F i g. 2 eine Abart eines Einzelteiles des Kamera- 50 bildet für den erwähnten Kondensator einen Lecksystems
und widerstand, wodurch in Abhängigkeit von dem ört-
F i g. 3 eine Veranschaulichung der durch die Er- liehen spezifischen Widerstand der Schicht 12 posifindung
erzielten Wirkung darstellen. tive elektrische Ladung zu der dem System 4 zugein
F i g. 1 sind mit 1, 2 und 3 drei Femsehauf- wandten Seite fließt. Der so gebildete Kondensator
nahmeröhren des Vidikontyps bezeichnet. Sie können 55 besteht aus vielen Teilkondensatoren. Die Signalplatte
z. B. als »Plumbicon« ausgebildet sein. Da die Auf- 11 stellt eine einzige Kondensatorplatte dar, während
nahmeröhren auf gleiche Weise zusammengebaut die dem Elektronenstrahlsystem 4 zugewandte Seite
sind, werden gleiche Komponenten der Röhren in der der Halbleiterschicht 12 gleichsam viele mehr oder
Beschreibung des Systems nach der Erfindung mit weniger gegeneinander isolierte Kondensatorplatten
den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Wird insbe- 60 in Mosaikform besitzt. Bei der Abtastung dient der
sondere ein Einzelteil einer der Röhren 1, 2 und 3 Elektronenstrahl 8 als Schalter zum reihenweisen auferwähnt,
so wird der Bezugsziffer ein Index zugeord- einanderfolgenden Einschalten der einzelnen Teilnet;
die gilt auch für gleichartige Einzelteile der kondensatoren, die je eine Spannung abhängig von
Schaltungsanordnungen der verschiedenen Aufnahme- ihrem örtlichen spezifischen Ableitungswiderstand
röhren. 65 führen. Wenn nach einer Bildperiode, d. h. nach zwei
Jede der Aufnahmeröhren 1, 2 und 3 enthält, in Teilbildperioden, der Elektronenstrahl 8, der zeilen-
einem Längsschnitt der Röhren gesehen, ein Elektro- und rastermäßig die Speicherelektrode 10 abtastet,
nenstrahlsystem 4, das aus einer Kathode 5, einer wieder an die gleiche Stelle gelangt, so erreicht das
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Potential an der Halbleiterschicht 12 an dieser Stelle schaltung zugeführt. Diese besteht aus einer Diode
nahezu Kathodenpotential, wird also auf Kathoden- 23, deren Kathode mit einem aus den Widerständen
potential stabilisiert. Die durch den Elektronenstrahl 8 24 und 25 bestehenden Potentiometer verbunden ist,
auf der Halbleiterschicht 12 neutralisierte Ladung das zwischen einer Klemme eines Potentials +V3
wird über den Widerstand 14 durch die Klemme 5 und Erde liegt. Die Werte der Widerstände 24 und 25
positiven Potentials + F1 gleichzeitig der Signalplatte bedingen den Schwellwert in bezug auf den Schwarz-11
zugeführt, und der daraus entstehende Stromstoß pegel mit Erdpotential, über welchen Schwellwert das
ergibt einen momentanen Spannungsabfall über den Ausgangssignal ein Regelsignal erzeugt, das den
Widerstand 14. Wenn dann Licht (Pfeil 13) der auf- Wehnelt-Zylindern 62, 6S zugeführt wird,
zunehmenden Szene durch die durchsichtige Signal- io Die Schaltungsanordnungen für die Röhren 2 platte 11 hin auf die Photohalbleiterschicht 12 pro- und 3 sind ähnlich mit Ausnahme der für eine bejiziert wird, ändert sich der spezifische Widerstand stimmte Stromstärke der Elektronenstrahlen 82 und 88 dieser Platte örtlich, so daß die der Elektronen- erforderlichen verschiedenen Potentiale an den Wehkanone 4 zugewandte Seite der Schicht 12 das Poten- nelt-Zylindern 62, 63 in bezug auf die verschiedenen tialbild aufweist, daß der Szene entspricht. Auf die 15 Eigenschaften der Aufnahmeröhren 2 und 3. In geschilderte Weise wird die aufzunehmende Szene F ί g. 1 werden daher, wenn in den Mitteln 19 kein zeilen- und rastermäßig in die elektrischen Signale Regelsignal erzeugt wird, die Potentiale der Wehneltumgewandelt, die an der Ausgangsklemme 16 auf- Zylinder 6g, 63 Klemmen mit Potentialen — F4 bzw. treten. — Ff entnommen.
zunehmenden Szene durch die durchsichtige Signal- io Die Schaltungsanordnungen für die Röhren 2 platte 11 hin auf die Photohalbleiterschicht 12 pro- und 3 sind ähnlich mit Ausnahme der für eine bejiziert wird, ändert sich der spezifische Widerstand stimmte Stromstärke der Elektronenstrahlen 82 und 88 dieser Platte örtlich, so daß die der Elektronen- erforderlichen verschiedenen Potentiale an den Wehkanone 4 zugewandte Seite der Schicht 12 das Poten- nelt-Zylindern 62, 63 in bezug auf die verschiedenen tialbild aufweist, daß der Szene entspricht. Auf die 15 Eigenschaften der Aufnahmeröhren 2 und 3. In geschilderte Weise wird die aufzunehmende Szene F ί g. 1 werden daher, wenn in den Mitteln 19 kein zeilen- und rastermäßig in die elektrischen Signale Regelsignal erzeugt wird, die Potentiale der Wehneltumgewandelt, die an der Ausgangsklemme 16 auf- Zylinder 6g, 63 Klemmen mit Potentialen — F4 bzw. treten. — Ff entnommen.
Bei bekannten Kamerasystemen werden im allge- 20 Die Erzeugung des Regelsignals wird nachstehend
meinen die Aufnahmeröhren eingestellt, wie dies in für die Röhre 2 näher erläutert. Wenn das vom Ver-Fig.
1 für die Aufnahmeröhre 1 angedeutet ist. Die stärker 18 verstärkte Ausgangssignal der Aufnahme-Kathode
S1 ist mit Erde verbunden, während die röhre 1 den an dem Verbindungspunkt der Wider-Regelelektrode
öj mit einem einstellbaren Abgriff stände 24 und 25 liegenden Schwellwert nicht übereines
Potentiometers 17 verbunden ist. Mittels des ag schreitet, so wird kein Regelsignal erzeugt. Infolgeeinstellbaren
Abgriffs des Potentiometers 17, der zwi- dessen hat der Wehnelt-Zylinder 62, der eine Streuschen
einer negatives Potential — F2 führenden kapazität in bezug auf die Kathode 52 und Erde hat,
Klemme und Erde angeordnet ist, kann die Strom- ein Potential — V1, da er über die Reihenschaltung
stärke des Elektronenstrahls 8X eingestellt werden. der Parallelschaltungen Diode 26 und Widerstand 28
Bei ungeänderter Fokussierung des Elektronenstrahls 30 bzw. 27 und 29 mit der Klemme mit dem negativen
8t tritt ein bestimmter Bündelquerschnitt auf der Potential — V1 verbunden ist. Wird der durch die
Speicherelektrode 1O1 auf. Wie eingangs erwähnt, Widerstände 24 und 25 bestimmte Schwellwert durch
nimmt dieser Bündelquerschnitt infolge des gegen- ein kurzzeitiges positives Signal überschritten, so wird
seitigen Abstoßens der Elektronen bei zunehmender das infolgedessen auftretende Regelsignal über den
Stromstärke und ungeänderter Fokussierung zu. 35 Trennkondensator 30 und die Diode 27 direkt dem
Selbstverständlich wird dafür gesorgt, daß die Fokus- Wehnelt-Zylinder 62 zugeführt. Das Potential am
sierung derart eingestellt wird, daß diese Zunahme Wehnelt-Zylinder 62 wird somit in bezug auf das
nicht unnötig groß ist. Auf diese Weise wird eine Potential — F4 weniger negativ. Die Ableitung der
akzeptable Definition des wiedergegebenen blauen durch das Regelsignal am Wehnelt-Zylinder 62 über-Farbsignals
gewährleistet, sogar wenn die Stromstärke 40 tragenen, positiven Ladung zu der Klemme mit dem
des Elektronenstrahls 8, erhöht ist, um auch bei den Potential —Vi erfolgt über die Widerstände 29 und
hellsten Szenen Stabilisation der Photohalbleiter- 28, da die Dioden 27 und 26 dann gesperrt sind. Es
schicht 12 auf Kathodenpotential zu erzielen. entsteht auf diese Weise eine Art Ventilwirkung, wo-
Gemäß einem Merkmal der Erfindung wird näm- bei der Wehnelt-Zylinder 62 schnell eine positive
lieh bei der das blaue Farbsignal liefernden Auf- 45 Ladung aufnimmt, die jedoch langsam während eininahmeröhre
1 der veränderliche Abgriff des Wider- gen ζ. B. hundert Bildpunkten einer Zeilenperiode
Standes 17 derart eingestellt, daß die Elektronen- abgeführt wird. Bei dem Wehnelt-Zylinder 63 mit
kanone 4t einen Elektronenstrahl 8^ mit einer Strom- dem Potential — V5 wird ein gleicher Mechanismus
stärke erzeugt, die zum Stabilisieren der den hellen wirksam.
Zeilen der Szene entsprechenden Stellen hohen posi- 50 Das Resultat der beschriebenen Maßnahme läßt
tiven Potentials auf der Speicherelektrode 1O1 hin- sich einfach erklären. Für eine Szene mit Teilen einer
reicht. Wie gesagt, verringert der größere Bündel- Helligkeit zwischen einem Minimalwert, z. B.
querschnitt des Elektronenstrahls S1 das Auflösungs- Schwarz, und einem normalen Maximalwert, z. B.
vermögen der Röhre 1. Da jedoch das durch einen Hochweiß, haben die Elektronenstrahlen 8, und 83
Farbfernsehempfänger wiedergegebene Bild nur 55 für Hochweiß eine Stromstärke, die zum Stabilisieren
einen verhältnismäßig geringen Beitrag des blauen des der Szene entsprechenden Potentialbildes auf den
Farbsignals erhält, macht sich das geringere Auflö- Speicherelektroden 1O2 und 1O3 auf Kathodenpotensungsvermögen
der Röhre 1 nicht als störend im Bild tial annähernd ausreichend ist. Zu diesem Zweck erbemerkbar,
halten die Wehnelt-Zylinder 62 und 63 ein Potential
Das Ausgangssignal an der Klemme 1O1 wird über 60 — V1 bzw. — F5, während die Kathoden 53 und S3
dem Verstärker 18 den Mitteln 19 zum Erzeugen mit Erde verbunden gedacht werden. Das Elektroneneines
Regelsignals zugeführt. Nach einem Trennkon- Strahlsystem 4j liefert jedoch einen Elektronenstrahl
densator 20 wird die Gleichspannungskomponente im 8X höherer Stromstärke, so daß das Potentialbild auf
Ausgangssignal mittels einer mit Erde verbundenen der Speicherelektrode 1O1 sogar für höhere Werte als
Parallelschaltung einer Diode 21 und eines Wider- 6g Hochweiß hinreichend auf Kathodenpotential stabilistandes
22 zurückgewonnen. Infolgedessen wird der siert wird. Besitzt die Szene jedoch Teile hoher HeI-Schwarzpegel
im Ausgangssignal auf Erdpotential ligkeit über Hochweiß, so wird das Potentialbild auf
gebracht. Darauf wird das Signal einer Schwellwert- der Speicherelektrode 1O1 auf Kathodenpotential sta-
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bilisiert, aber nicht das Potentialbild auf den Spei- ist direkt mit dem Emitter und über den Widerstand
cherelektfoden 1O2 und 1O3, wenn keine besondere 36 mit der Basis eines npn-Transistors 37 verbunden.
Vorkehrungen getroffen werden. Die durch die Mittel Der Kollektor des Transistors 37 ist mit einer Klemme
19 durchgeführten Maßnahmen sorgen jedoch dafür, positiven Potentials + F7 verbunden. Die Basis des
daß, wenn z. B. Hochweiß im Ausgangssignal der 5 Transistors 37 erhält ebenfalls das durch die Mittel
Aufnahmeröhre 1 dem durch die Mittel 19 fixierten 19 erzeugte Regelsignal über eine für dieses Signal in
Schwellenwert entspricht, die Potentialbilder auf den der Vorwärtsrichtung geschaltete Diode 38, welches
Speicherelektroden 1O2 und 1O3 vollständig auf Ka- Regelsignal auch dem Wehnelt-Zylinder 62 zugeführt
thodenpotential stabilisiert werden. Wenn eine Stelle wird.
hohen Potentials im Potentialbild auf der Speicher- io Die Wirkungsweise der Schaltung 31, ist folgende:
elektrode 1O1 auftritt, wird zu diesem Zweck die Wenn der Wehnelt-Zylinder 62 das Potential — V1
Stromstärke der Elektronenstrahlen 82 und 83 mo- führt, ist die Diode 38 gesperrt. Infolgedessen fließt
mentan erhöht. ein Strom von der Masse durch die Diode 32, die
Die in der Schaltung nach Fig. 1 auftretenden Zenerdiode33unddenWiderstand35zu der Klemme
Verzögerungen und die Bandbreitenbegrenzung las- 15 des Potentials -- Vn. Abgesehen von dem Spannungssen
sich einfach dadurch beheben, daß die Abtastung fall über die Diode 32 ist die Kathode 52 dann auf
der Speicherelektrode 1O1 durch den Elektronen- Erdpotential. Der Spannungsfall über der Zenerdiode
strahl 819 z. B. um ein Hundertstel einer Zeilenperi- 33 wird direkt auf den Emitter und über den Widerode,
in bezug auf die Röhren 2 und 3 verfrüht wird. stand 36 auf die Basis des Transistors 37 übertragen,
Indem das Ausgangssignal 1O1 mittels einer Verzöge- 20 so daß der Transistor 37 gesperrt ist. Wird infolge
rungsleitung um den gleichen Teil der Zeilenperiode des durch die Mittel 19 erzeugten Regelsignals das
verzögert wird, werden bei der Gesamtwiedergabe Potential am Wehnelt-Zylinder 62 weniger negativ als
der drei Farbsignale Blau, Rot, Grün nach verschie- das der Basis des Transistors 37 zugeführte Potential,
denen Behandlungen Deckungsfehler vermieden. so wird die Diode 38 leitend. Der Spannungsfall über
Wird zur Verringerung der Übersprechwirkung die 25 den Widerstand 36 führt auch den Transistor 37 in
Bandbreite des blauen Farbsignals begrenzt, so kann den leitenden Zustand. Der erhöhte Strom durch und
die daraus erfolgende Verzögerung auf gleiche Weise somit der größere Spannungsfall über den Widerstand
in dem Regelsystem beseitigt werden. 35 erhöht mittels des Entkopplungskondensators 34
Die bei dem Kamerasystem nach der Erfindung das Potential der Kathode 52 über Erdpotential, so
durchgeführten Maßnahmen liefern ein überraschend 30 daß die Diode 32 gesperrt wird. Je nachdem das
gutes Resultat bei Szenen, die Teile hoher Helligkeit durch die Mittel 19 erzeugte Regelsignal den in den
enthalten. Hat eine Szene jedoch Teile mit sehr gro- Mitteln 3I2 fixierten Schwellwert mehr oder weniger
Ben Helligkeitsunterschieden, so reichen die beschrie- überschreitet, wird das Kathodenpotential der Elekbenen
Maßnahmen nicht aus, da die maximal zuläs- tronenkanone 42 das Erdpotential mehr oder weniger
sige Stromstärke der Elektronenstrahlen 8 der Auf- 35 übersteigen. Eine ähnliche Regelung wird für die Aufnahmeröhren
1, 2 und 3 die maximale Ladung bzw. nahmeröhre 3 und die den Mitteln 3I2 entsprechende
das Potential der Speicherelektroden 10 bestimmt, Schaltung 3I3 durchgeführt.
bei denen noch auf Kathodenpotential bzw. Erd- Bei besonders starken hellen Teilen der Szene wird
potential neutralisiert bzw. stabilisiert werden kann. somit das Potential, auf welches die Speicherelektrode
Zum Vermeiden heller Kometenschweif e hinter sehr 40 stabilisiert wird, gegen Masse positiv. Während der
hellen beweglichen Teilen einer Szene wird gemäß Zeit, in der sich die Spannung am Wehnelt-Zylinder
einer anderen Maßnahme nach der Erfindung das 62 dem den Mitteln 3I2 zugehörenden Schwellwert
durch die Mittel 19 erzeugte Regelsignal nach dem infolge der Ableitung der Ladung der Streukapazität
Überschreiten eines zweiten Schwellwertes sowohl zwischen Wehnelt-Zylinder und Kathode (62, 52) anden
Wehnelt-Zylindern 62 und 63 als auch den Ka- 45 nähert, sinkt das Potential der Kathode 52 wieder auf
thoden 52 und 53 des Elektronenstrahlsystems 40 und Erdpotential herab.
43 zugeführt. Es wird auf diese Weise erreicht," daß, F i g. 2 zeigt eine Abart der Mittel 3I2 für die Aufwenn
die maximal zulässige Stromstärke der Elektro- nahmeröhre 2. Die denen der F i g. 1 entsprechenden
nenstrahlen S2 und 83 nicht mehr hinreicht, um die Teile sind mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet,
örtlich sehr hohe positive Ladung der Speicherelek- 50 Das durch die Mittel 19 erzeugte Regelsignal wird
troden 1O2 und 1O3 zu neutralisieren, das Kathoden- dem Wehnelt-Zylinder 62 zugeführt. Die Kathode 52
potential momentan mehr positiv gemacht wird. der Elektronenkanone 42" ist mit den Mitteln 3I2 und
Durch Erhöhung des Kathodenpotentials kann für damit mit der Kathode einer durch ihre Anode mit
bewegliche sehr helle Teile einer Szene die zurück- Erde verbundenen Diode 42 und andererseits mit
gebliebene örtliche Ladung der Speicherelektroden 55 dem Kollektor eines npn-Transistors 43 verbunden.
1O2 und 1O3 abgeführt werden, ohne daß hinderliche Der Emitter und die Basis des Transistors 43 sind
Kometschweife auftreten. über einen Widerstand 44 bzw. eine Zenerdiode 45
In F i g. 1 wird diese Maßnahme dadurch durch- mit einer Klemme negativen Potentials — V7 verbungeführt,
daß das durch die Mittel 19 erzeugte Regel- den. Die Basis des Transistors 43 ist über einen Wisignal
den identischen Mitteln 3I2 und 3I3 zugeführt 6O derstand 46 mit Erde verbunden,
wird. Die Kathode 52 des Elektronenstrahlsystems 4Λ Die Wirkungsweise der Mittel 3I2 ist nunmehr fol-
ist mit den Mitteln 3I2 und damit mit der Kathode gende: ist der Wehnelt-Zylinder 62 nahezu auf koneiner
durch ihre Anode mit Erde verbundenen Diode stantem Potential — F4, so sind die" Diode 42 und der
32 und über die Parallelschaltung einer Zenerdiode Transistor 43 leitend. Da die Basis des Transistors
und eines Entkopplungskondensators 34 in Reihe 65 43 über eine eine konstante Vorspannung liefernde
mit einem Widerstand 35 mit einer Klemme negati- Zenerdiode 45 mit dem Emitter verbunden ist, werven
Potentials -F6 verbunden. Der Verbindungs- den der Transistor 43 und der Widerstand 44 von
punkt der Zenerdiode 33 und des Widerstandes 35 einem nahezu konstanten Strom durchflossen. Dieser
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konstante Strom muß gleich der Summe des durch 10 einen Wert an, der durch den Punkt 54 angedeutet
die Diode 42 fließenden und von der Elektronen- ist. Dieser Wert kann durch den Elektronenstrahl 8
kanone 42 erzeugten Stromes sein. Hat der Wehnelt- mit maximaler Stromstärke nur um ein Potential
Zylinder 62 das negative Potential -F4, so daß die Vm—Vk erniedrigt werden, so daß nach dem Pas-Elektronenkanone
42 einen normalen Strom erzeugt, 5 sieren des Elektronenstrahls 8 örtlich ein dem Punkt
so fließt durch die Diode 42 der maximale Strom. 55 zugehörendes Potential zurückbleibt. Wird nach
Erzeugen die Mittel 19 jedoch ein Regelsignal, wo- der Abtastung die Helligkeit an dem betreffenden Ort
durch das Potential am Wehnelt-Zylinder 62 weniger sofort zu z. B. B0 (Schwarzpegel), so erzeugen nach
negativ wird, so nimmt der von der Kathode 52 gelie- zwei Teilbildperioden die Aufnahmeröhren 2 und 3
ferte Strom zu, so daß der die Diode 42 durchfiie- io dennoch ein Ausgangssignal, das die Helligkeit B3
ßende Strom in gleichem Maße abnimmt. Wird das darstellt. Es tritt hinter dem bewegenden Fleck sehr
Potential am Wehnelt-Zylinder 62 so wenig negativ, hoher Helligkeit B6 ein Kometschweif mit der Helligdaß
der die Diode 42 durchfließende Strom gleich keit B3 auf.
Null wird, so ist der erwähnte Schwellwert erreicht. Sind die Mittel 31 wohl wirksam bei einem Szenen-
Bei noch geingeren negativen Potentialwerten am 15 teil mit Helligkeit B6, so wird das Potential der Ka-Wehnelt-Zylinder
62 nimmt der von der Elektronen- thoden 52 und S3 erhöht. Auf Grund der Äquivalenz
kanone 42 erzeugte Strom nicht mehr zu, während, einer momentanen, relativen Erhöhung des Potentials
da die Diode 42 nicht mehr leitend ist, das Potential der Kathode 5 in bezug auf die Signalplatte 11 mit
der Kathode 52 zunimmt einer örtlichen, momentanen Erniedrigung des Poten-
Durch die Anwendung der beschriebenen Mittel ao tials der Signalplatte 11 in bezug auf die Kathode 5
3I2 in einer der beiden Ausführungsformen in dem ist der Effekt mit der Maßnahme mit dem System
Kamerasystem nach der Erfindung, wobei auch die nach der Erfindung einfach verständlich. Nach F ig. 3
Kombination beider Ausführungsformen anwendbar ist eine Erhöhung des Kathodenpotentials Vk in eine
ist, ergibt sich eine sehr einfache Regelung, wenn die entsprechende Erniedrigung des Potentials der Signalmaximale
Stromstärke der Elektronenstrahlen der 25 platte F1 umgewandelt, wobei in Abhängigkeit von
Röhre 2 und 3 erreicht ist. dem Wert dieser Erniedrigung die Kennlinien 52 bzw.
An Hand der F i g. 3 wird schematisch die durch 53 erhalten werden. Ist die Erhöhung des Potentials
die Mittel 31 und 19 erhaltene Wirkung näher erläu- der Kathode 5 derart, daß für den Auftreffpunkt auf
tert. Es seien dazu Potentialhelligkeitskennlinien für der Speicherelektrode 10 momentan die Kennlinie 52
eine Vidikonaufnahmeröhre gewählt: Das örtliche 30 gilt, so nimmt dieser Auftreffpunkt unter der Wirkung
Potential F der der Elektronenkanone 4 zugewandten der örtlichen Helligkeit B6 in bezug auf die Kathode 5
Seite der Halbleiterplatte 12 ist als Funktion der ort- ein dem Punkt 56 entsprechendes Potential an. Der
liehen Helligkeit B der auf die Speicherelektrode 10 Elektronenstrahl 8 wird dieses Potential (Punkt 56)
einer Aufnahmeröhre 2 oder 3 projizierten Szene um einen Wert Vm—Vk erniedrigen, so daß der Aufdargestellt.
Die Erläuterung der Wirkung erfolgt an 35 treffpunkt vollständig auf das zwar erhöhte Kathoden-Hand
einer Kennlinie an einem bestimmten Punkt potential Vk stabilisiert wird. An dem Auftreffpunkt
der Speicherelektrode 10, der in Reihenfolge nach bleibt also eine positive Ladung zurück, entsprechend
zwei Teilbildperioden von dem Elektronenstrahl 8 der Potentialerhöhung der Kathode 5. Ist an der begetroffen
wird. Der Spannungsfall des Elektronen- treffenden Stelle die Helligkeit nach zwei Teilbildstrahls
8 zwischen der Elektronenkanone 4 und dem 40 perioden gleich B0 (Schwarzpegel) geworden, so muß
Auftreffpunkt der Speicherelektrode 10 wird ver- der Elektronenstrahl 8 dennoch die zurückgebliebene
nachlässigt, so daß bei hinreichend hoher Stromstärke Ladung neutralisieren. Dann gilt wieder die Kenndes
Elektronenstrahls 8 die Stabilisation des Auftreff- linie 51, so daß ein Ausgangssignal erhalten wird, das
punktes auf Kathodenpotential (F6 in Fig. 3) erzielt dem Potential am Punkt 57 und auch der Helligkeit
wird. Die Kennlinie 51 wird einem Signalplatten- 45 B1 entspricht. Durch die beschriebene Maßnahme
potential gleich F1 zugehörend gedacht, die Kenn- nach der Erfindung wird somit die Helligkeit des auflinien
52 und 53 gelten für niedrigere Werte. tretenden Kometschweifes von B, nach B1 erniedrigt.
Tritt bei einem Signalplattenpotential F1 eine ort- Ein beweglicher Szenenteil sehr hoher Helligkeit
liehe Helligkeit B5 der auf die Speicherelektrode 10 B7 wird in ähnlicher Weise durch Erhöhung des Kaprojizierten
Szene auf, so entspricht dies für die 50 thodenpotentials (resultierend z. B. in Kennlinie 53)
Kennlinie 51 einem Potentialwert Fm. Das Potential einen Kometschweif ergeben, der statt der hohen HeI-
Vm ist dasjenige Potential, das beim maximalen Wert ligkeit B4 eine verhältnismäßig niedrige Helligkeit B2
der Stromstärke durch den Elektronenstrahl 8 noch aufweist. Auch eine Regelung, bei der die Helligkeit
auf Kathodenpotential Vk gebracht werden kann, was B7 mit einer Erhöhung des Kathodenpotentials entbedeutet,
daß die Helligkeit B5 und das Potential Vm 55 sprechend der Kennlinie 52 kombiniert wird, läßt sich
dem Schwellwert entsprechen, bei dem die Mittel 31 durchführen, obgleich während der erstmaligen Abwirksam
werden. Der (erste) Schwellwert, über den tastung keine vollständige Stabilisierung auf dem erdie
Mittel 19 ein Regelsignal zur Erhöhung der höhten Kathodenpotential erfolgt. Stromstärke in den Aufnahmeröhren 2 und 3 liefern, Die vorstehend beschriebene Wirkung tritt auch
wird durch das entsprechende Potential Vn bezeich- 60 beim »Plumbicon« mit Helligkeit-Potential-Kennnet.
Das Potential Vn-Vk ist also dasjenige Diffe- linien auf, deren Neigungen des linearen Teiles bei
renzpotential, bei dem der Elektronenstrahls mit niedrigen Helligkeitswerten sich weniger ändern als
einer nicht geregelten, konstanten Stromstärke noch beim Vidicon.
den Auftreffpunkt der Speicherelektrode 10 auf Ka- Es wird einleuchten, daß auch bei Kamerasystemeri
thodenpotential Vk stabilisieren kann. 65 mit verschiedenen Typen von Aufnahmeröhren die
_ Hat die Szene einen Teil großer Helligkeit B6 und Regelung nach der Erfindung sehr gut durchführbar
sind die Mittel 31 unwirksam, so nimmt das Potential ist. Bei einem Kamerasystem mit vier Aufnahmeröhan
dem entsprechenden Punkt der Speicherelektrode ren, z. B. einen Bildortigon, drei Vidiconröhren oder
Plumbiconröhren treten keine besonderen Schwierigkeiten
auf.
Claims (8)
1. Fernsehkamerasystem mit einer Fernsehaufnahmeröhre, die mit einer aus einer Kathode,
einer Regel- und einer Beschleunigungselektrode zusammengebauten Elektronenkanone versehen
ist, die einen Elektronenstrahl erzeugt, der mittels einer Anode und Ablenkmitteln zeilen- und rastermäßig
eine Speicherelektrode abtastet, auf der ein einer aufzunehmenden Szene entsprechendes Potentialbild
vorhanden ist, wobei der Elektronenstrahl die Speicherelektrode auf nahezu Kathodenpotential
stabilisiert, wodurch über eine im Ausgangskreis der Aufnahmeröhre enthaltene Impedanz ein die Szene darstellendes Ausgangssignal
entsteht, das Mitteln zum Erzeugen eines Regelsignals oberhalb eines Schwellwertes züge- ao
führt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kamerasystem mit mindestens einer zweiten
Aufnahmeröhre (2) versehen ist, deren Elektronenkanone (42) einen Elektronenstrahl (82) mit
einer im statischen Zustand geringeren Stromstärke erzeugt als die Elektronenkanone (4X) der
ersten Aufnahmeröhre (1), wobei das von dem Ausgangssignal der ersten Aufnahmeröhre (1) abgeleitete
Regelsignal mindestens einer Regelelektrode (6,) der zweiten Aufnahmeröhre (2) zügeführt
wird, welche Regelelektrode die Stabilisierung der Speicherelektrode (10.,) beeinflußt.
2. Fernsehkamerasystem nacn Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Aufnahmeröhre
(2) eine Röhre des Vidicontyps ist und daß das Regelsignal dem Wehnelt-Zylinder (62) ihrer
Elektronenkanone (42) zugeführt wird.
3. Fernsehkamerasystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Überschreiten
eines zweiten Schwellwertes das Regelsignal sowohl das Potential am Wehnelt-Zylinder (62)
als auch an der Kathode (52) der Elektronenkanone (4O) der zweiten Aufnahmeröhre (2) beeinflußt.
4. Fernsehkamerasystem für Farbfernsehzwecke nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das System mindestens drei Aufnahmeröhren (1, 2, 3) des Vidicontyps enthält, wobei
das von einer ersten Aufnahmeröhre (1) abgeleitete Regelsignal den anderen Aufnahmeröhren
(2, 3) zugeführt wird.
5. Fernsehkamerasystem für Farbfernsehzwecke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Aufnahmeröhre (1) ein Farbsignal liefert, das das blaue Licht der aufzunehmenden
Szene darstellt.
6. Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Regelsignals für ein Fernsehkamerasystem nach
einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal der ersten
Fernsehaufnahmeröhre (1) über einen Trennkondensator (20) und eine Schaltung zur Wiederherstellung
der Gleichspannungskomponente (21, 22) einer Schwellwertschaltung (23, 24, 25, + F3)
zugeführt wird, wodurch beim Überschreiten des Schwellwertes über einen Trennkondensator (30)
und die Parallelschaltung einer leitenden Diode (27) und eines Widerstandes (29) dem Wehneltzylinder
(62) der zweiten Aufnahmeröhre (2) schnell Ladung zugeführt wird, die über die erwähnte
Parallelschaltung und eine in Reihe damit geschaltete ähnliche Parallelschaltung (26, 28)
verzögert zu einer Spannungsquelle (-F4 abgeführt
wird.
7. Schaltungsanordnung für ein Fernsehkamerasystem nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß um das Regelsignal nach Überschreiten eines zweiten Schwellwertes sowohl dem
Wehnelt-Zylinder (62 bzw. 6S) als auch der Kathode
(52 bzw. 53) zuzuführen, das den zweiten
Schwellwert übersteigende Regelsignal über eine Diode (38) einen Transistor (37) mit einem Widerstand
(36) zwischen Basis und Emitter leitend macht, so daß durch einen vergrößerten Spannungsabfall
über einen im Emitterkreis des Transistors enthaltenen Widerstand (35) eine in Reihe
damit geschaltete Diode (32) gesperrt wird, welche Diode zwischen Kathode (52 bzw. 53) und Erde
angebracht ist.
8. Schaltungsanordnung für ein Fernsehkamerasystem nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kathode (52) der Elektronenkanone (42) der zweiten Aufnahmeröhre (2) einerseits
mit einem als konstanter Stromquelle geschalteten Transistor (43) und andererseits mit
einer stromführenden Diode (42) verbunden ist, welche gesperrt wird, wenn die Kathode (52) den.
ganzen Strom der Stromquelle führt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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