DE1290731B - Metallischer Fluessigkeitsbehaelter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehaelter mit Fuellstandsfuehlern - Google Patents
Metallischer Fluessigkeitsbehaelter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehaelter mit FuellstandsfuehlernInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallischen Flüssigkeitsbehälter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehälter mit Füllstandsfühlern.
- Es ist bereits bekannt, in Flüssigkeitsbehältern Elektroden als Füllstandsfühler einzusetzen. Derartige Vorrichtungen werden oft als Flüssigkeits-Niveauschalter und als Temperaturfühler eingesetzt. Oblicherweise setzen die Flüssigkeiten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Schmutzteilchen ab, die sich an den Elektroden ablagern und diese mit einem Schutzüberzug versehen. Dadurch korrodieren diese Elektroden, verändern ihre Gestalt und ihre Oberflächenbeschaffenheit, wodurch zwangläufig auch ihr übergangswiderstand zur Flüssigkeit geändert wird. Dieses ist insbesondere bei Waschmaschinen der Fall, in denen praktisch die Reinigungsflüssigkeit der schmutzigen Wäsche den Schmutz entzieht und dadurch die Elektroden noch mehr anfällig gegen Schmutzablagerung werden. Die Folgerung hieraus ist zwangläufig, daß diese Elektroden in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen gereinigt werden müssen, was einerseits einen zusätzlichen Arbeitsaufwand verursacht und zum anderen unter Umständen den Stillstand der Anlagen über einen gewissen Zeitbereich hinaus nach sich zieht. In vielen Fällen ist es sogar erforderlich, daß die Elektroden zur Reinigung ausgebaut werden müssen. Dieses hat zur Folge, das der Flüssigkeitbehälter vorher entleert werden muß und vorübergehend stillgesetzt wird.
- Die Aufgabe, die sich die vorliegende Erfindung demgegenüber gestellt hat, besteht darin, diese, insbesondere bei Waschmaschinen verwendeten Elektroden in einfachster Art und Weise stets sauber zu halten und praktisch als »sich selbst reinigende« Elektroden auszubilden.
- Als Lösung wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß zwischen dem Behälter und den gegenüber dem Behälter isoliert angebrachten Elektroden dauernd eine elektrische Gleichspannung in der Weise anliegt, daß das Elektrodenmaterial in an sich bekannter Weise langsam abgetragen wird, wobei der Werkstoff der Elektroden negativer in der Elektro-Chemischen Spannungsreihe liegt als der Behälterwerkstoff. Dadurch, daß eine elektrische Gleichspannung geeigneter Polung zwischen dem Behälter und der Elektrode anliegt, erreicht man eine fortlaufende Errosion der Elektrodenfläche. Was immer sich an Verunreinigungen absetzen könnte, wird also ständig durch Elektrolyse weggenommen. Die Geschwindigkeit der Abtragung hängt dabei in an sich bekannter Weise von der chemischen Beschaffenheit der Flüssigkeit, insbesondere ihrem Dissoziationsgrad und ihrer Affinität zum Werkstoff der Elektrode sowie von ihrer Temperatur und der Höhe der angelegten Spannung ab. Auch die Form der -Elektroden kann hierbei eine Rolle spielen. -- Durch entsprechende Wahl der Werkstoffe des Behälters wie auch der Elektroden kann eine entsprechend der verwendeten Flüssigkeit ausreichende elektrochemische Spannung erzeugt werden, die zur fortlaufenden Reinigung der Elektroden ausreicht. Hiernach wird keinerlei äußere Spannungsquelle benötigt. Vielmehr genügt die durch geeignete Paarung von Werkstoffen hervorgerufene elektrochemische Spannung, die im allgemeinen bis zu etwa 2 Volt beträgt, um eine fortlaufende Reinigung der Elektroden zu bewirken. Nach der bekannten Spannungsreihe ist dabei für den Behälter ein edler Werkstoff erforderlich als für die Elektroden-. Hat der Behälter beispielsweise eine Oberfläche aus Kupfer, Nickel oder Chrom, so wird als Elektrodenwerkstoff Zink, Eisen oder eine Legierung wie etwa Messing in Frage kommen. Bei einer derartigen Paarung hat man zwei Vorteile. Einmal ist die Behälteroberfläche von einem Werkstoff gebildet, der selbst kaum abgetragen wird, ja vielfach als Korrosionsschutz ohne dies erforderlich ist. Zum anderen bestehen die Elektroden aus einem unedlen, billigen Werkstoff, sodaß ihre Abtragung im Laufe der Zeit wirtschaftlich ohne weiteres tragbar und ein Ersatz jederzeit mit geringen Kosten möglich ist. Bei Verwendung einer Fremdspannung kann beispielsweise ein Sammler vorgesehen werden, der die benötigte Spannung über lange Zeit liefert und nur in großen Zeitabständen nachgeladen werden muß. Selbstverständlich sind auch alle anderen bekannten Arten von Spannungsquellen geeignet.
- Selbstverständlich ist die chemische Umsetzung an Elektroden an sich bekannt. Dieses gilt auch für das elektrolytische Polieren und .Ätzen von Schnittflächen. Dieser Stand der Technik offenbarte aber keinen Hinweis auf den Einsatz der Elektrolyse zum Reinigen von Elektroden von Niveaureglern in Flüssigkeitsbehältern, insbesondere Waschmaschinen, wie es nunmehr gemäß der Erfindung vorgeschlagen wird.
- Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, die ein beliebiges Ausführungsbeispiel zeigt, näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Flüssigkeitsbehälter mit zwei eingesetzten Elektroden im Längsschnitt und F i g. 2 eine Elektrode in Seiten- und Draufsicht. Der in F i g. 1 mit 1 bezeichnete Behälter besteht beispielsweise aus Stahl und kann vernickelt oder verchromt sein. In seine Wandung 2 sind stabförmige Elektroden 3 mit Isolierdurchführungen 4 eingesetzt. Bei der unteren Elektrode 3 ist schematisch eine gestrichelt eingezeichnete Spannungsquelle angedeutet. Dadurch liegt zwischen dem Behälter 1 und der Elektrode 3 eine elektrische Gleichspannung an. In dem dargestellten Beispiel ist dies stets dann der Fall, wenn der Werkstoff der Elektrode in der elektrochemischen Spannungsreihe negativer ist als der Behälterwerkstoff. Im Falle der Errosion gemäß der elektrochemischen Spannungsreihe ohne Verwendung einer äußeren Spannungsquelle beginnt die Abtragung des Elektrodenmaterials in dem Augenblick, in welchem eine leitfähige oder dissoziierte Flüssigkeit die Elektrode benäßt. Gemäß der Darstellung nach F i g. 1 bliebe die obere Elektrode 3 aus diesem Grunde auch im Falle der Verwendung einer Fremdspannungsquelle ohne Spannung, bis die Elektrode 3 in die Flüssigkeit eintaucht.
- F i g. 2 zeigt in einem vergrößerten Maßstab gegenüber F i g. 1 eine Elektrode 3 mit einer Isolierdurchführung 4 in Seiten- und in Draufsicht. Hierbei ist zu erkennen, daß die Kanten 5 des in die Flüssigkeit hineinragende Elektrodenteiles eine runde Kontur 6 bilden. Durch eine solche oder ähnliche Gestaltung läßt sich eine gleichförmige Errosion erreichen. Die ebene Anordnung ist dabei speziell für die Verwendung als Niveauabtaster günstig, für die Verwendung als Temperaturfühler oder Trockenschutz jedoch nicht erforderlich.
Claims (1)
- Patentanspruch: Metallischer Flüssigkeitsbehälter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehälter mit Füllstandfühlern, d a -durch gekennzeichnet, daß zwischen dem Behälter (1) und den gegenüber dem Behälter (1) isoliert angebrachten Elektroden (3) dauernd eine elektrische Gleichspannung in der Weise anliegt, daß das Elektrodenmaterial in an sich bekannter Weise langsam abgetragen wird, wobei der Werkstoff der Elektroden (3) negativer in der elektrochemischen Spannungsreihe liegt als der Behälterwerkstoff.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH55734A DE1290731B (de) | 1965-04-08 | 1965-04-08 | Metallischer Fluessigkeitsbehaelter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehaelter mit Fuellstandsfuehlern |
| GB10580/66A GB1135837A (en) | 1965-04-08 | 1966-03-10 | Fluid container |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH55734A DE1290731B (de) | 1965-04-08 | 1965-04-08 | Metallischer Fluessigkeitsbehaelter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehaelter mit Fuellstandsfuehlern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290731B true DE1290731B (de) | 1969-03-13 |
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ID=7159122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH55734A Pending DE1290731B (de) | 1965-04-08 | 1965-04-08 | Metallischer Fluessigkeitsbehaelter mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehaelter mit Fuellstandsfuehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1290731B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2521294A1 (de) * | 1974-05-13 | 1975-11-27 | Broken Hill Pty Co Ltd | Anzeige des fluessigkeitsstandes in behaeltern |
| DE3005489A1 (de) * | 1980-02-14 | 1981-08-20 | Helmut 5204 Lohmar Lemmer | Verfahren und vorrichtung zur volumetrischen erfassung von gemelken |
-
1965
- 1965-04-08 DE DEH55734A patent/DE1290731B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2521294A1 (de) * | 1974-05-13 | 1975-11-27 | Broken Hill Pty Co Ltd | Anzeige des fluessigkeitsstandes in behaeltern |
| DE3005489A1 (de) * | 1980-02-14 | 1981-08-20 | Helmut 5204 Lohmar Lemmer | Verfahren und vorrichtung zur volumetrischen erfassung von gemelken |
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