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DE1290416B - Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos - Google Patents

Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos

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Publication number
DE1290416B
DE1290416B DEM64495A DEM0064495A DE1290416B DE 1290416 B DE1290416 B DE 1290416B DE M64495 A DEM64495 A DE M64495A DE M0064495 A DEM0064495 A DE M0064495A DE 1290416 B DE1290416 B DE 1290416B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
empty space
displace
silos
space above
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM64495A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PETER ALBERT DR
Original Assignee
PETER ALBERT DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PETER ALBERT DR filed Critical PETER ALBERT DR
Priority to DEM64495A priority Critical patent/DE1290416B/de
Publication of DE1290416B publication Critical patent/DE1290416B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F25/00Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
    • A01F25/16Arrangements in forage silos

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Storage Of Harvested Produce (AREA)

Description

Es kommt oft vor, daß Gärfuttersilos nicht auf einmal gefüllt werden können, sei es, daß das Futter zu verschiedenen Zeiten, z. B. der eine Teil im Frühjahr, der andere im Sommer, der dritte im Herbst geerntet wird, sei es, daß der Landwirt nur einen einzigen größeren Silo statt mehrerer kleiner besitzt, sei es, daß sein Betrieb nicht über die nötige Schlagkraft verfügt, um in der erforderlich kurzen Zeit den Silo zu füllen: oft fehlt es an maschineller Ausrüstung, einer entsprechenden Mechanisierungskette — oft an Arbeitskräften, vielfach jedoch schon an der Ackerfläche, denn für einen größeren Silo sind 3 bis 4 ha Futterfläche notwendig.
Die Silos vieler landwirtschaftlicher Betriebe sind deshalb oft längere Zeiten, manchmal auch dauernd, nur halb oder gar nur zu einem Drittel gefüllt und enthalten dann im leeren, überstehenden Siloraum zuviel Luft, um eine normale, gesunde Gärung zu garantieren. Es entsteht, da das Gärfutter nicht in der Lage ist, mehr als nur einen Teil des in dieser Luft so enthaltenen Sauerstoffs zu veratmen, statt der erwünschten Milchsäure Buttersäure oder gar Fäulnis.
Gegen den Sauerstoff ist man bisher schon vorgegangen, z.B. mittels Chemikalien, aber auch durch Abbrennen von Stroh, allerdings nur mit geringem Erfolg. Oder man wollte die ganze Luft durch Abdecken des Gärfutters im Silo oder durch Erzeugung eines Vakuums fernhalten, sie strömte aber wieder nach.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Luft und damit den Sauerstoff aus dem überstehenden Leerraum auf einfache Weise zu verdrängen.
Der bekannte Wassersack konnte die Luft zwar auch verdrängen, aber er hatte schwerwiegende Nachteile aufzuweisen. Wollte man Gärfutter nachfüllen, mußte man den Wassersack erst umständlich aushebern, was längere Zeit in Anspruch nahm, und wenn der Wassersack gar platzte, was oft vorkam, lief das Wasser aus, in die Silage hinein und verdarb diese völlig.
Erfindungsgemäß wird die Luft aus dem über dem Gärfutter stehenden leeren Raum von nur teilweise gefüllten, verschlossenen Silos dadurch verdrängt, daß zwischen der Decke des Silos und dem Gärfutter ein oder mehrere mit Luft oder anderen Gasen gefüllte verschlossene Beutel oder Ballons eingebracht werden. Man verwendet am besten Beutel oder Ballons aus Kunststoff, z.B. Polyäthylen, und bläst sie mit einer Pumpe oder mittels der Melkmaschine oder in anderer Weise auf. Der oder die Beutel oder Ballons verdrängen die gleiche Menge Luft, die sie enthalten, und verkleinern dadurch den Leerraum des Silos, während die in ihnen enthaltene Luft oder anderen Gase mit dem Gärfutter nicht in Berührung kommen.
Das Innere eines Ballons kann dabei mittels einer Düse (z. B. eines Rohrstutzens, der durch den Deckel des Silos geführt ist) mit der Außenluft in Verbindung stehen, wodurch der Ballon in bekannter Weise für den Ausgleich des Druckunterschieds zwischen äußerer Atmosphäre und Innerem des Silos sorgt. Es ist dies aber bei diesem Verfahren nicht einmal nötig, es genügt, die Beutel oder Ballons nicht ganz aufzublasen, dann fest zu verschließen und — ohne Verbindung mit der Außenluft — einfach in den Silo zu legen bzw. in dem Leerraum zu verstauen. Auch dann erfüllen sie ihren Zweck, den Leerraum im Silo möglichst klein zu halten. Eine kleine Menge Luft bleibt zudem zwischen den Ballons immer übrig, die aber vom Gärfutter leicht veratmet wird.
Nach Abschluß der Gärung — oder auch später — zieht man die Ballons aus dem Silo wieder heraus, spritzt sie äußerlich mit Wasser ab, läßt die Luft bzw. das Gas heraus und kann sie auf kleinstem Raum zusammenfalten, um sie bequem fürs nächste Jahr aufzubewahren oder auch gleich anschließend für weitere Silos zu verwenden. Will man am selben Silo »nachfüllen«, so braucht man nicht einmal die Luft aus allen Ballons herauszulassen, sondern kann einen Teil von ihnen gleich so weiterverwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt eine sehr wirtschaftliche Methode dar, um Fehlgärungen in nur teilweise gefüllten Silos zu vermeiden. Sie macht den Landwirt in seinem Silierungsprogramm sehr viel unabhängiger als bisher, und es können auch größere Silos in kleineren Betrieben Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Verdrängung der Luft aus dem über dem Gärfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefüllten Silos, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Silodecke und Gärfutter ein oder mehrere mit Luft oder anderen Gasen gefüllte, verschlossene Beutel oder Ballons eingebracht werden.
DEM64495A 1965-03-11 1965-03-11 Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos Pending DE1290416B (de)

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DE1290416B true DE1290416B (de) 1969-03-06

Family

ID=7311122

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Country Status (1)

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DE (1) DE1290416B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1358629A (en) * 1917-02-08 1920-11-09 Flink Smith & Company Seal for silos
US1694016A (en) * 1927-12-15 1928-12-04 Alois J Krebsbach Silo sealer
DE1038383B (de) * 1956-03-03 1958-09-04 Mij Tot Exploiteren Van Octroo Verfahren zur Gruenfuttersilierung unter Ausschluss von Sauerstoff

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US1358629A (en) * 1917-02-08 1920-11-09 Flink Smith & Company Seal for silos
US1694016A (en) * 1927-12-15 1928-12-04 Alois J Krebsbach Silo sealer
DE1038383B (de) * 1956-03-03 1958-09-04 Mij Tot Exploiteren Van Octroo Verfahren zur Gruenfuttersilierung unter Ausschluss von Sauerstoff

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