DE1290416B - Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos - Google Patents
Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten SilosInfo
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- DE1290416B DE1290416B DEM64495A DEM0064495A DE1290416B DE 1290416 B DE1290416 B DE 1290416B DE M64495 A DEM64495 A DE M64495A DE M0064495 A DEM0064495 A DE M0064495A DE 1290416 B DE1290416 B DE 1290416B
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F25/00—Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
- A01F25/16—Arrangements in forage silos
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Storage Of Harvested Produce (AREA)
Description
Es kommt oft vor, daß Gärfuttersilos nicht auf einmal gefüllt werden können, sei es, daß das Futter
zu verschiedenen Zeiten, z. B. der eine Teil im Frühjahr, der andere im Sommer, der dritte im Herbst geerntet
wird, sei es, daß der Landwirt nur einen einzigen größeren Silo statt mehrerer kleiner besitzt, sei
es, daß sein Betrieb nicht über die nötige Schlagkraft verfügt, um in der erforderlich kurzen Zeit den Silo
zu füllen: oft fehlt es an maschineller Ausrüstung, einer entsprechenden Mechanisierungskette — oft an
Arbeitskräften, vielfach jedoch schon an der Ackerfläche, denn für einen größeren Silo sind 3 bis 4 ha
Futterfläche notwendig.
Die Silos vieler landwirtschaftlicher Betriebe sind deshalb oft längere Zeiten, manchmal auch dauernd,
nur halb oder gar nur zu einem Drittel gefüllt und enthalten dann im leeren, überstehenden Siloraum
zuviel Luft, um eine normale, gesunde Gärung zu garantieren. Es entsteht, da das Gärfutter nicht in der
Lage ist, mehr als nur einen Teil des in dieser Luft so enthaltenen Sauerstoffs zu veratmen, statt der erwünschten
Milchsäure Buttersäure oder gar Fäulnis.
Gegen den Sauerstoff ist man bisher schon vorgegangen, z.B. mittels Chemikalien, aber auch durch
Abbrennen von Stroh, allerdings nur mit geringem Erfolg. Oder man wollte die ganze Luft durch Abdecken
des Gärfutters im Silo oder durch Erzeugung eines Vakuums fernhalten, sie strömte aber wieder
nach.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Luft und damit den Sauerstoff aus dem überstehenden
Leerraum auf einfache Weise zu verdrängen.
Der bekannte Wassersack konnte die Luft zwar auch verdrängen, aber er hatte schwerwiegende
Nachteile aufzuweisen. Wollte man Gärfutter nachfüllen, mußte man den Wassersack erst umständlich
aushebern, was längere Zeit in Anspruch nahm, und wenn der Wassersack gar platzte, was oft vorkam,
lief das Wasser aus, in die Silage hinein und verdarb diese völlig.
Erfindungsgemäß wird die Luft aus dem über dem Gärfutter stehenden leeren Raum von nur teilweise
gefüllten, verschlossenen Silos dadurch verdrängt, daß zwischen der Decke des Silos und dem Gärfutter ein
oder mehrere mit Luft oder anderen Gasen gefüllte verschlossene Beutel oder Ballons eingebracht werden.
Man verwendet am besten Beutel oder Ballons aus Kunststoff, z.B. Polyäthylen, und bläst sie mit
einer Pumpe oder mittels der Melkmaschine oder in anderer Weise auf. Der oder die Beutel oder Ballons
verdrängen die gleiche Menge Luft, die sie enthalten, und verkleinern dadurch den Leerraum des Silos,
während die in ihnen enthaltene Luft oder anderen Gase mit dem Gärfutter nicht in Berührung kommen.
Das Innere eines Ballons kann dabei mittels einer Düse (z. B. eines Rohrstutzens, der durch den Deckel
des Silos geführt ist) mit der Außenluft in Verbindung stehen, wodurch der Ballon in bekannter Weise
für den Ausgleich des Druckunterschieds zwischen äußerer Atmosphäre und Innerem des Silos sorgt. Es
ist dies aber bei diesem Verfahren nicht einmal nötig, es genügt, die Beutel oder Ballons nicht ganz aufzublasen,
dann fest zu verschließen und — ohne Verbindung mit der Außenluft — einfach in den Silo zu
legen bzw. in dem Leerraum zu verstauen. Auch dann erfüllen sie ihren Zweck, den Leerraum im Silo möglichst
klein zu halten. Eine kleine Menge Luft bleibt zudem zwischen den Ballons immer übrig, die aber
vom Gärfutter leicht veratmet wird.
Nach Abschluß der Gärung — oder auch später — zieht man die Ballons aus dem Silo wieder heraus,
spritzt sie äußerlich mit Wasser ab, läßt die Luft bzw. das Gas heraus und kann sie auf kleinstem Raum zusammenfalten,
um sie bequem fürs nächste Jahr aufzubewahren oder auch gleich anschließend für weitere
Silos zu verwenden. Will man am selben Silo »nachfüllen«, so braucht man nicht einmal die Luft
aus allen Ballons herauszulassen, sondern kann einen Teil von ihnen gleich so weiterverwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt eine sehr wirtschaftliche Methode dar, um Fehlgärungen in
nur teilweise gefüllten Silos zu vermeiden. Sie macht den Landwirt in seinem Silierungsprogramm sehr viel
unabhängiger als bisher, und es können auch größere Silos in kleineren Betrieben Verwendung finden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Verdrängung der Luft aus dem über dem Gärfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefüllten Silos, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Silodecke und Gärfutter ein oder mehrere mit Luft oder anderen Gasen gefüllte, verschlossene Beutel oder Ballons eingebracht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM64495A DE1290416B (de) | 1965-03-11 | 1965-03-11 | Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM64495A DE1290416B (de) | 1965-03-11 | 1965-03-11 | Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290416B true DE1290416B (de) | 1969-03-06 |
Family
ID=7311122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM64495A Pending DE1290416B (de) | 1965-03-11 | 1965-03-11 | Verfahren zur Verdraengung der Luft aus dem ueber dem Gaerfutter stehenden leeren Raum in nur teilweise gefuellten Silos |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1290416B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1358629A (en) * | 1917-02-08 | 1920-11-09 | Flink Smith & Company | Seal for silos |
| US1694016A (en) * | 1927-12-15 | 1928-12-04 | Alois J Krebsbach | Silo sealer |
| DE1038383B (de) * | 1956-03-03 | 1958-09-04 | Mij Tot Exploiteren Van Octroo | Verfahren zur Gruenfuttersilierung unter Ausschluss von Sauerstoff |
-
1965
- 1965-03-11 DE DEM64495A patent/DE1290416B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1358629A (en) * | 1917-02-08 | 1920-11-09 | Flink Smith & Company | Seal for silos |
| US1694016A (en) * | 1927-12-15 | 1928-12-04 | Alois J Krebsbach | Silo sealer |
| DE1038383B (de) * | 1956-03-03 | 1958-09-04 | Mij Tot Exploiteren Van Octroo | Verfahren zur Gruenfuttersilierung unter Ausschluss von Sauerstoff |
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