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DE1289129B - Schaltungsanordnung zur Aufnahme von Wahlinformationen fuer UEberwachungs- und Messzwecke in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Aufnahme von Wahlinformationen fuer UEberwachungs- und Messzwecke in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE1289129B
DE1289129B DE1967S0109577 DES0109577A DE1289129B DE 1289129 B DE1289129 B DE 1289129B DE 1967S0109577 DE1967S0109577 DE 1967S0109577 DE S0109577 A DES0109577 A DE S0109577A DE 1289129 B DE1289129 B DE 1289129B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
loop
circuit arrangement
potential
windings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1967S0109577
Other languages
English (en)
Inventor
Anger Horst
Schoenberger Karl-Wilhelm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1967S0109577 priority Critical patent/DE1289129B/de
Publication of DE1289129B publication Critical patent/DE1289129B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/22Arrangements for supervision, monitoring or testing
    • H04M3/36Statistical metering, e.g. recording occasions when traffic exceeds capacity of trunks
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/22Arrangements for supervision, monitoring or testing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Aufnahme von Wahlinformationen, die als Schleifenunterbrechungen gegeben werden, für überwachungs- und Meßzwecke in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, in denen während des Verbindungsaufbaues an der Schleife in bestimmten Fällen eine Potentialumkehr erfolgt und in denen die Impulsgabe durch zuschaltbare oder vorhandene Kapazitäten zwischen den Adern und durch Störimpulse beeinfiußbar ist.
  • Eine Potentialumkehrung an beiden Adern einer Schleife kann beispielsweise für die Übertragung eines Entdämpfungs-Kennzeichens oder eines Münzer-Kennzeichens erforderlich sein. Andere Kennzeichen werden dadurch gegeben, daß die Symmetrie der Schleife in einem ganz bestimmten Maße aufgehoben wird, was Störimpulse zur Folge haben kann. Weitere Störimpulse entstehen in bestimmten Fernsprechanlagen durch die Weiterschaltung der Speisungszuführung für den rufenden Teilnehmer im Zuge des Verbindungsaufbaues zu einer nächsten Wahlstufe. Alle bisher bekannten Schaltungsanordnungen zur Aufnahme von Wahlinformationen zu Überwachungs- und Meßzwecken vermögen unter solchen Bedingungen nicht ordnungsgemäß zu arbeiten, was aber für eine exakte Messung unbedingt gewährleistet sein muß.
  • Eine bekannte Schaltungsanordnung, z. B. gemäß der deutschen Auslegeschrift 1086 298, sieht vor, bei der Anschaltung eines tragbaren Verkehrsmeßgerätes an eine zu überwachende Ader in Abhängigkeit von der dort anliegenden bzw. zu erwartenden Polarität der Spannung mit einer Taste das polarisierte Kriterienempfangsrelais umzupolen. Dieses -Verfahren ist jedoch nur dann anwendbar, wenn-sich während der Beobachtungszeit die Polarität dieser Ader nicht umkehrt. Im vorliegenden Fall ist eine derartige Anschaltung unbrauchbar.
  • Es wäre naheliegend, in der überwachungs- und Meßeinrichtung ein Empfangsrelais zu verwenden, das, wie das die Wahlimpulse aufnehmende Speiserelais der Vermittlung; zwei gleiche Wicklungen hat, von denen jede der Wicklungen parallel zu den entsprechenden Wicklungen des Speiserelais an die Schleife angeschaltet wird. Bei geschlossener Schleife wären dann beide Relais gleichzeitig erregt und würden im Rhythmus der Schleifenunterbrechung gemeinsam abfallen. Diese Schaltung könnte aber bei einer Potentialumkehr nicht eingesetzt werden. Außerdem würde das dauernd an die Adern angeschaltete Relais auch dauernd die Leitung bedämpfen und wegen des Nebenschlusses zum Speiserelais (Verminderung seiner Empfindlichkeit) die Reichweite der Leitung zwischen Wahlimpulssender und -empfänger verringern.
  • Andere bekannte Schaltungsanordnungen sehen Empfangsrelais vor, die zwischen die beiden Adern der Schleife eingefügt sind. Um die Abhängigkeit von der Polarität auszuschalten, wird dieses Relais, beispielsweise gemäß der deutschen Patentschrift 1065 020, als Diagonale in eine Graetz-Gleichrichterschaltung eingesetzt. Es kann aber auch ein polarisiertes Relais mit einer mittleren Ruhelage des Ankers verwendet werden, das bei geschlossener Schleife nicht erregt ist, weil es durch die niederohmige Schleife überbrückt ist, aber bei jeder Schleifenöffnung den Anker nach einer der beiden Seiten umlegt. Der Nachteil dieser Schaltungsanordnung liegt darin, daß sich das Empfangsrelais und das jeweilige Speiserelais bedämpfen. Soll nämlich das Speiserelais abfallen, so wird es durch das Empfangsrelais behindert, denn der Schleifenstrom wird nicht unterbrochen, sondern auf einen Fehlstromwert herabgesetzt. Gleichermaßen bildet ein Schleifenschluß des Senders infolge des Leitungswiderstandes einen Nebenschluß zu dem Empfangsrelais. Durch den Nebenschluß zwischen den Adern der Schleife wird der gegebenenfalls ohnehin schon vorhandene Nebenschluß erhöht und so in ungünstigen Fällen die Ziffernwahl und damit der Verbindungsaufbau sogar unmöglich gemacht. Ein im Ansprechstromkreis des Empfangsrelais angeordneter Abriegelungskondensator, wie in der genannten deutschen Patentschrift 1065 020 gezeigt, würde zwar die Wirkung des Nebenschlusses verringern, aber dafür eine zusätzliche Kapazität zwischen die Adern der Schleife einfügen. Das hochohmige Empfangsrelais würde wegen seiner Empfindlichkeit bei jeder Kondensatorumladung und bei Störimpulsen ansprechen und falsche Ergebnisse liefern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Fernmeldeanlagen der genannten Art eine Schaltungsanordnung zu schaffen, die es ermöglicht, als Schleifenunterbrechungen gegebene Wahlinformationen ohne Beeinträchtigung der Impuls- und Zeichenaufnahme in der Vermittlung zu Überwachungs- und Meßzwecken aufzunehmen und in zählbare Impulse umzusetzen.
  • Die Erfindung löst die ihr gestellte Aufgabe dadurch, daß je eine von zwei gleichen hochohmigen Wicklungen eines bei Schleifenunterbrechung abfallenden Empfangsrelais über Gleichrichter und Umschaltekontakte einerseits an je eine der Adern der Schleife, über die die Wahlinformationen zur Vermittlung übertragen werden, angeschaltet und andererseits an die entgegengesetzten Potentiale der Überwachungs- und Meßeinrichtung angeschlossen ist und daß zwischen diese Adern über in Normallage der Speisespannung in Sperrichtung beanspruchte Gleichrichter ein Potentialprüfrelais angeschaltet ist, das bei einer Potentialumkehr anspricht und durch eine von ihm gesteuerte Betätigung der Umschaltekontakte im Ansprechstromkreis des Empfangsrelais dieses Empfangsrelais entsprechend umpolt.
  • Durch die Unterteilung des Empfangsrelais in zwei gleiche Wicklungen ist es genauso symmetrisch aufgebaut wie die Speisebrücken; die Symmetrie der Schleife wird also durch deren Zuschalten nicht gestört. Wegen der Hochohmigkeit der Wicklungen wird auch eine gewollt - z. B. zum Zwecke der Zeichenübertragung - herbeigeführte Unsymmetrie nicht oder nur in sehr geringem Maße beeinflußt. Eine Beeinflussung vermindern auch die Gleichrichter- und gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung die Zenerdioden, die eine gewisse Spannungsschwelle schaffen, unterhalb der kein Nebenschlußstrom durch die Wicklungen des Empfangsrelais und des Potentialprüfrelais fließt. Die in Normallage der Speisespannung in Sperrichtung beanspruchten Gleichrichter des Potentialprüfrelais und die gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehenen Kontakte, die bei einer Potentialumkehr die Wicklungen des Potentialprüfrelais von der Schleife abtrennen, sorgen dafür, daß auch von diesem Relais aus keine Bedämpfung der Schleife erfolgt. Durch alle diese Maßnahmen wird eine Beeinträchtigung der Impuls-und Zeichenaufnahme in der Vermittlung, der Reichweite der Impulsübertragung usw. verhindert.
  • Durch die Anschaltung eines Potentialprüfrelais an die Schleife wird die Potentiallage laufend überwacht und bei einer Potentialumkehr die Polung des Empfangsrelais so an die geänderten Verhältnisse angepaßt, daß eine einwandfreie Aufnahme der Schleifenimpulse jederzeit gewährleistet ist.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung liegt nicht nur zu jeder Wicklung der Speisebrücke eine Wicklung des Empfangsrelais parallel; diese Wicklungen sind aber auch so geschaltet, daß an den gleichen Wicklungsenden gleiche Potentiale anliegen. Das hat den Vorteil, daß sich diese Wicklungen gegenseitig beim Abfallen nicht bedämpfen und damit behindern, sondern daß die Abfallsicherheit des Speiserelais bei ungünstigen Nebenschlußwerten der Schleife noch erhöht wird.
  • Weitere Vorteile der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung werden noch an Hand der Beschreibung eines Erfindungsbeispiels aufgeführt.
  • In der Zeichnung ist ein Teilnehmer Tn dargestellt, der an einer Vermittlung V angeschlossen ist. Mit Hilfe von Steckern und Buchsen wird bei Bedarf an die Adern a und b eine überwachungs- und Meßeinrichtung UME angeschaltet.
  • Der Teilnehmer Tn stellt zunächst in bekannter Weise eine Verbindung zu der Vermittlung V her. Dabei bildet sich eineTeilnehmerschleife überWiderstände R 1 und R 2, Wicklungen I und 1I eines Speiserelais S1, Kontakte u 1 und u 3 und über einen Wähler W 1 und die Adern a und b aus, in der das Teilnehmermikrophon gespeist wird und über die Wahlinformationen als Schleifenunterbrechungen gegeben werden.
  • Von den Adern a und b sind gleichzeitig Leitungen zu einem Buchsenfeld herausgeführt, um von dieser Stelle aus ohne Eingrriff in das Vermittlungsglied Messungen vornehmen zu- können.
  • Durch die mit dem Nummernschalter erzeugten Schleifenunterbrechungen werden auch die weiteren Wahlstufen eingestellt, von denen hier nur zwei Wahlstufen W 2 und W 3 angedeutet sind. Diese Wahlstufen können sich auch in örtlich getrennten fernen Vermittlungen befinden.
  • Die beschriebene bekannte Fernsprechanlage ist so ausgebildet, daß die Speisung des rufenden Teilnehmers im Zuge des Verbindungsaufbaues von Wahlstufe zu Wahlstufe weitergegeben wird, d. h., nach Durchschaltung der Wahlstufe W 1 wird der Teilnehmer aus der Speisebrücke S 1 gespeist, nach der Belegung des Ausganges in der Wahlstufe W2, der zur Wahlstufe W3 führt, aus der Speisebrücke S3 und bei der Belegung des Ausganges zur Übertragung Ue aus der Speisebrücke S2. Zu diesem Zweck sind zwischen den Wahlstufen W 1 und W 2 die Umschaltekontakte u l bis u 4 vorgesehen, die zu einem nicht gezeigten Umschalterelais U gehören. Diese Kontakte trennen das Speiserelais S 1 bei der Durchschaltung der Verbindung zur nächsten Wahlstufe von der Schleife ab.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wird, je nachdem, welcher Ausgang von der Wahlstufe W 2 belegt wird, unterschiedliches Potential an die Adern a und b der Teilnehmerschleife gelegt. Als Normallage der Speisespannung ist im vorliegenden Fall Minus an Ader a und Erde an Ader b anzusehen. Bei Belegung des Ausganges zur Übertragung Ue wird nicht nur das an den Adern der Schleife anliegende Potential umgekehrt, sondern auch noch eine Kapazität C, deren Wert nicht vernachlässigbar ist, in die Schleife geschaltet.
  • Aufgabe der Überwachungs- und Meßeinrichtung UME ist es, die am Teilnehmerapparat erzeugten Wahlimpulse, ohne die Einrichtungen der Vermittlung zu beeinflussen, aufzunehmen, um sie beispielsweise einer Verkehrsmeßeinrichtung oder einem Impulsaufzeichnungsgerät zur weiteren Verarbeitung zuzuleiten.
  • Zu diesem Zweck werden die Schleifenimpulse an den erwähnten Meßbuchsen abgegriffen und einem Empfangsrelais A zugeleitet. Dieses Empfangsrelais A ist genauso symmetrisch aufgebaut wie die Speisebrücken S1 bis S3 der Vermittlung, d. h., es hat zwei gleiche Wicklungen l und 1I. Als Empfangsrelais A wird jedoch ein empfindliches, polarisiertes Relais verwendet, dessen beide Wicklungen hochohmig sind, um bei einer Parallelschaltung zu einem Speiserelais nicht deren Funktion zu stören.
  • Die Wicklung I dieses Empfangsrelais A ist einerseits mit einem negativen Potential verbunden, das, wenn auch die überwachungs- und Meßeinrichtung UME sich nicht am Ort der Vermittlung V befindet, zur Vermeidung von Ausgleichsströmen die -gleiche Höhe haben sollte. Das andere Ende dieser Wicklung ist über einen Gleichrichter G1, die Ruheseite eines Umschaltekontaktes ph 1 und eine Zenerdiode Z 1 mit der Ader a der Schleife verbunden. Entsprechend liegt das eine Ende der zweiten Wicklung -1I des Empfangsrelais A an Erde, das zweite Ende ist über einen Gleichrichter G4, einen Umschaltekontakt ph4 und eine Zenerdiode Z2 an die Ader b angeschlossen. In Normallage der Speisespannung liegt also jede der beiden Wicklungen des Empfangsrelais A parallel zu einer gleichsinnig gepolten Wicklung der Speisebrücke.
  • Erfolgt jedoch im Zuge der Weiterschaltung der Speisung zur -nächsten Speisebrücke eine Potentialumkehr an den Adern der Schleife, so wird das gleichfalls polarisierte Potentialprüfrelais P erregt.
  • Das Potentialprüfrelais P besteht ebenfalls aus zwei gleichen hochohmigen Wicklungen wie das Empfangsrelais A. Die Wicklung I ist über einen Gleichrichter G 5 und einen Kontakt ph 5 mit der Ader a einerseits und mit einem aus zwei Widerständen R 7 und R 8 bestehenden Spannungsteiler andererseits verbunden. Entsprechend ist die Wicklung 1I dieses Relais P über einen Gleichrichter G6 und einen Kontakt ph 6 an die Ader b einerseits und an einen weiteren Spannungsteiler andererseits angeschlossen, der sich aus zwei Widerständen R 9 und R10 zusammensetzt. Die beiden Spannungsteiler erzeugen jeweils einen einstellbaren mittleren Wert der Amtsspannung, so daß bei Anliegen von geeignetem Potential an einer der Adern a und b das Potentialprüfrelais P in jedem Fall anspricht. Es sind hier zwei voneinander unabhängige Spannungsteiler gewählt, um die Spannungsquelle für jede der beiden Wicklungen des Potentialprüfrelais P gesondert einstellen zu können.
  • Die Gleichrichter G5 und G6 sind so gepolt, daß bei einer Normallage der Speisespannung jeder der Gleichrichter in Sperrichtung beansprucht ist, so daß das Potentialprüfrelais P nur bei Potentialumkehr der Speisespannung erregt werden-kann. Dieses Potentialprüfrelais P hat deshalb zwei Wicklungen, damit es bei einer Unsymmetrie der Schleife in jedem Fall auch über nur eine Wicklung anspricht. Man könnte auch ein Potentialprüfrelais mit nur einer Wicklung verwenden, die dann mit beiden Enden an die Schleife anzuschließen wäre, wenn keine Unsymmetriezustände der Schleife erfaßt werden sollen.
  • Das Potentialprüfrelais P schaltet mit seinem Kontakt p ein Hilfsrelais Ph ein. Aufgabe dieses Hilfsrelais ist es, die weiteren Schaltmaßnahmen in der überwachungs- und Meßeinrichtung UME zu verzögern, damit kurzzeitige Unsymmetrien in der Schleife, Schaltknacke bei der Weiterschaltung der Speisung sowie durch Kapazitäten bedingte Stromstöße keine Fehlmessungen hervorrufen.
  • Nach Ablauf der Potentialprüfzeit (Verzögerungszeit) werden im Ansprechstromkreis des Empfangsrelais A die Anschlüsse seiner beiden Wicklungen l und II an die Schleife dadurch vertauscht, daß die Kontakte ph 1 und ph 4 öffnen und die Kontakte ph 2 und ph3 schließen. Außerdem wird der Kontakt ph7 geschlossen, so daß sich das Hilfsrelais Ph so lange selbst weiterhält, bis die Prüfung beendet ist und dieses Hilfsrelais in nicht näher gezeigter Weise abgeworfen wird.
  • Durch Öffnen der Kontakte ph5 und ph6 werden die beiden Wicklungen des Potentialprüfrelais P abgeschaltet, damit sie bei einer weiteren Aufnahme der Wahlinformationen die Schleife nicht mehr bedämpfen.
  • Da die beiden Wicklungen des Empfangsrelais A parallel und gleichsinnig zu den Speiserelais geschaltet sind, die die Wahlimpulse in der Vermittlung V aufnehmen, sprechen beide Relais gleichzeitig bei einer Schleifenschließung an und fallen bei jeder Schleifenunterbrechung ab.
  • Da das Empfangsrelais im Verhältnis zum Speiserelais S viel empfindlicher ist, würde das Empfangsrelais A bei zahlreichen Störimpulsen beeinflußt werden. Um das zu verhindern, sind die Zenerdioden Z 1 und Z2 vorgesehen, die zusammen mit den Gleichrichtern G1 bis G4 dieses Relais nur für angelegte Spannungen ansprechbar machen, die einen bestimmten Wert überschreiten. Der gleiche Effekt ließe sich auch dadurch erzielen, daß die Gleichrichter G 1 bis G 4 durch Hintereinanderschaltung weiterer Gleichrichter eine entsprechende Ansprechschwelle bilden würden. Eine Abfalldämpfung des Empfangsrelais A durch das Speiserelais wird dadurch verhindert, daß bei Erreichen dieser Schwelle der Strom durch die Wicklungen des Empfangsrelais unterbunden wird. Es wird aber die Abfallsicherheit der Speiserelais bei ungünstigen Nebenschlußwerten der Teilnehmerschleife durch die Parallelschaltung des Empfangsrelais A zu den Speiserelais erhöht, weil die kapazitiven Ladeströme nicht nur über die Speiserelais, sondern auch über das Empfangsrelais fließen.
  • Die gezeigte Schaltungsanordnung kann auch noch dahingehend ergänzt werden, daß bei einer erneuten Potentialumkehr der Speisespannung nach Ablauf der Potentialprüfzeit, aber vor Aufnahme einer Wahlinformation, in die Ausgangslage zurück ein zusätzliches überwachungsrelais anspricht. Hierdurch läßt sich die Beobachtung der Wahlinformation für überwachungs- und Meßzwecke gegen Fehlaufnahmen sichern.
  • In diesem Erfindungsbeispiel ist beschrieben, daß die Schleifenunterbrechungen zum übertragen von Wahlinformationen durch den Nummernschalter im Teilnehmerapparat gebildet werden. Die Erfindung ist aber auch gleichermaßen anwendbar für Fernmeldeanlagen, in denen beispielsweise in einer Gruppenwahlstufe diese Schleifenunterbrechungen entstehen oder neu angeschaltet werden. Die an die Schleife zugeschalteten Kapazitäten müssen nicht aus neu hinzukommenden Speisebrücken herrühren, sie können auch durch Eigenschaften der Leitungen bedingt sein. Für alle diese und ähnliche Fälle kann eine Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung mit Erfolg angewandt werden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung zur Aufnahme von Wahlinformationen, die als Schleifenunterbrechungen gegeben werden, für überwachungs-und Meßzwecke in Feinmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, in denen während des Verbindungsaufbaues an der Schleife in bestimmten Fällen eine Potentialumkehr erfolgt und in denen die Impulsgabe durch zuschaltbare oder vorhandene Kapazitäten zwischen den Adern und durch Störimpulse beeinflußbar ist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß je eine von zwei gleichen hochohmigen Wicklungen (I, II) eines bei Schleifenunterbrechung abfallenden Empfangsrelais (A) über Gleichrichter (G l ... G4) und Umschaltekontakte (phl ... ph4) einerseits an je eine der Adern (a, b) der Schleife, über die die Wahlinformationen zurVermittlung (V) übertragen werden, angeschaltet und andererseits an die entgegengesetzten Potentiale (+, -) der überwachungs-und Meßeinrichtung (UME) angeschlossen ist und daß zwischen diese Adern (a, b) über in Normallage der Speisespannung in Sperrichtung beanspruchte Gleichrichter (G 5, G6) ein Potentialprüfrelais (P) angeschaltet ist, das bei einer Potentialumkehr anspricht und durch eine von ihm gesteuerte Betätigung der Umschaltekontakte (phl ... ph4) im Ansprechstromkreis des Empfangsrelais (A) dieses Empfangsrelais entsprechend umpolt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen (I, 1I) des Empfangsrelais (A) jeweils parallel zu den gleichsinnig gepolten Wicklungen (I, 1I) der gerade angeschalteten Speisebrücke (S1, S2, S3) der Vermittlung liegen.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Ansprechstromkreis des Empfangsrelais (A) eine oder mehrere Zenerdioden (Z1, Z2) angeordnet sind.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Potentialpräfrelais (P) zwei gleiche Wicklungen (I, Il) hat und daß an jedem der Ader (a, b), an der die jeweilige Wicklung angeschaltet ist, abgewandten Ende eine Teilspannung, vorzugsweise die halbe Spannung der Überwachungs- und Meßeinrichtung (UME), anliegt.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Teilspannungen über getrennte Spannungsteiler (R7, R 8 und R 9, R 10) gewonnen wird.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Feststellung einer Potentialumkehr das Potentialprüfrelais (P) durch Abtrennen jeder seiner beiden Wicklungen (I, II) von der Schleife abgeschaltet wird.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und/ oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltekontakte (ph 1... ph 4) für das Empfangsrelais (A) und/oder die Abschaltekontakte (ph5, ph6) für das Potentialprüfrelais (P) von einem durch das Potentialprüfrelais (P) gesteuerten Hilfsrelais (Ph) betätigt werden.
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