DE1289101B - Analog-Digital-Umsetzer mit einem integrierenden Verstaerker - Google Patents
Analog-Digital-Umsetzer mit einem integrierenden VerstaerkerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein digitales Voltmeter (oder einen Analog-Digital-Umsetzer) mit einem integrierenden
Verstärker, einer auf die Größe des Verstärkerausgangssignals ansprechenden Schwellwertschaltung,
einem Taktimpulsgeber, einem Taktimpulszähler, einer Vorrichtung, die dem Verstärkereingang
einen Kompensationsstrom zuführt, der von einem Schaltglied gesteuert wird, das abwechselnd, von der
Schwellwertschaltung gesteuert, einen von zwei Zuständen einnimmt, wobei es im einen Zustand dem
Verstärkereingang sowohl den Eingangs- als auch den Kompensationstrom und im anderen "nur den
einen der beiden Ströme zuführt.
Bei bekannten A/D-Umsetzern dieser Art muß der von der Schwellwertschaltung gelieferte Schwellwert
einen genauen Wert im Verhältnis zum Wert des Verstärkerausgangssignals zu Beginn der Messung
haben. "'
Durch die Erfindung wird der tatsächliche Wert des Schwellwertes völlig unwesentlich, so daß keine
Vorkehrungen getroffen zu werden brauchen, um zu gewährleisten, daß das Verstärkerausgangssignal zu
Beginn einer Messung irgendeinen vorbestimmten Wert hat.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Taktimpulszähler ständig zählt und das
Schaltglied abwechselnd von der Schwellwertschaltung und dem Zähler, von jener, wenn das Verstärkerausgangssignal
den Schwellwert erreicht, und von diesem, wenn er überläuft und erneut zu zählen
beginnt, derart umgeschaltet wird, daß (bei geeigneter relativer. Größe von Eingangs- und Kompensationsstrom) der Betrag des Verstärkerausgangssignals
periödifeeif' zWiSchen dem" Schwellwert der ■Schwell- -:
wertschaltung und demjenigen Wert schwankt, den es hat, wenn der Zähler überläuft, und dieser Wert
nach einigen Umläufen des Zählers konstant bleibt.
Dieser A/D-Umsetzer hat die Eigenschaft, daß die Zeitspanne von demjenigen Augenblick, in dem der
Taktimpulszähler, wenn das Verstärkerausgangssignal den stationären Zustand erreicht hat, von Null
zu zählen beginnt bis zu demjenigen Zeitpunkt, in. dem das Verstärkerausgangssignal den Sehwellwert
erreicht, proportional zur Meßspannung ist. Im stationären Zustand,-der nach.einigen wenigen Zählumläufen
erreicht ist, wird daher der Zählvorgang des Taktimpulszählers unterbrochen, wenn das Verstärkerausgangssignal
den Schwellwert erreicht. In diesem Augenblick zeigt dann der Taktimpulszähler den Meßwert digital an.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
F i g. 1 ist ein Diagramm, das der Erklärung dient;
F i g. 2 ist ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der Erfindung. - --
Die folgende Beschreibung ist auf den Fall beschränkt, daß der Eingangsstrom während des gesamten
Zählerumlaufs und der Kompensationsstrom während des ersten Teils der Zählerumläufe fließt,
obgleich statt dessen der Kompensationsstrom nur während des zweiten Teils der Zählerumläufe fließen
und die Rolle von Eingangs- und Kompensationsstrom vertauscht sein könnte, vorausgesetzt, daß entsprechende
Änderungen zur Beschränkung der relativen Werte der Ströme vorgenommen sind. Die allgemeine
Beschränkung besteht darin, daß die Neigung des Verstärkerausgangssignals während des
ersten und zweiten Teils des Zählerumlaufs das entgegengesetzte Vorzeichen haben muß und ihr Betrag
im zweiten Teil nicht ihren Betrag in der ersten Hälfte übersteigen darf.
Aus der F i g. 1 kann man gut erkennen, wie die Ausgangsspannung F des Verstärkers A unabhängig
vom Verhältnis ihres Anfangwertes zum Schwellwert T zum selben stationären Zustand gelangt, in
dem die Abfall- bzw. Anstiegszeit, d. h. die Dauer des ersten bzw. zweiten Teils des Zählerumlaufs der
ίο Steigung der Ausgangsspannung in dem jeweiligen
Teil umgekehrt proportional ist. Fig. 1 zeigt den Vorgang für zwei unterschiedliche Ausgangswerte
durch ausgezogene bzw. gestrichelte Linien. Die Kurven verschmelzen schnell, und am Ende des
fünften Zählumlaufs ist der Endwert F0 im stationären Zustand erreicht.
F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform der Schaltung zur Herstellung der oben angeführten Situation. Die
Meßspannung wird einem Verstärker/! mit kapazitiver Rückkopplung Cl über einen Widerstand R1
zugeführt. Die Verstärkerausgangsspannung wird einer Schwellwertschaltung E zugeführt; solange wie
die Ausgangsspannurig über'dem Schwellwert liegt, bleibt ein bistabiles Schaltglied B gesetzt und dadurch
ein Gatter Gl geöffnet, so daß Taktimpulse eines Taktimpulsgebers K durch das Gatter hindurchgehen
und einen Schalter Sl öffnen; hierdurch er-
?, scheint eine impulsförmige Spannung VR üb# einen
. Widerstand R2 am Verstärkereingang. Dej von
3ö dieser Spannung erzeugte Strom wird Kompensationsströiri
genannt, weil er gegenüber dem von dei Meßspannung
erzeugten Eingangsstrom ein entgegengesetztes Vorzeichen hat. ;.; t. .. -*
' : Der Mittelwert des Kömpensationsstroms ist
' : Der Mittelwert des Kömpensationsstroms ist
AT-VR
T-: RZ' '■ &
worin AT die Dauer eines Taktimpulses und T die : . Periode des Taktpulses bedeutet:·. Der Eingangsstrom
-ist-ipj-. Wie anschließend erläutert wird, muß der
Kompensationsstrom wenigsten^.doppelt so groß wie der Eingangsstrom sein. Die durch das Gatter Gl
laufenden Impulse werden außerdem über ein ODER-Glied einem Zähler N zugeführt.
Wenn das Verstärkerausgangssignal bis auf den voh der Schaltung .£ festgesetzten Schwellwert abfällt, wird das bistabile Schaltglied B zurückgesetzt und das Gatter Gl geschlossen. Ein weiteres Gatter Gl wird jedoch so lange geöffnet, wie der Schalter S2 geschlossen ist; die Impulse vom Taktimpulsgeber K gehen nun durch dieses Gatter und das ODER-Glied zum Zähler N hindurch. Wenn der Zähler gefüllt ist, setzt er das bistabile Schaltglied B, und es beginnt ein neuer Zählerumlauf.
Wenn das Verstärkerausgangssignal bis auf den voh der Schaltung .£ festgesetzten Schwellwert abfällt, wird das bistabile Schaltglied B zurückgesetzt und das Gatter Gl geschlossen. Ein weiteres Gatter Gl wird jedoch so lange geöffnet, wie der Schalter S2 geschlossen ist; die Impulse vom Taktimpulsgeber K gehen nun durch dieses Gatter und das ODER-Glied zum Zähler N hindurch. Wenn der Zähler gefüllt ist, setzt er das bistabile Schaltglied B, und es beginnt ein neuer Zählerumlauf.
Die Anstiegsgeschwindigkeit im zweiten Teil des Zählerumlaufs sei kV, wobei k eine Konstante ist.
Die Abfallgeschwindigkeit im ersten Teil betrage k (b — F), worin b eine weitere Konstante ist. Die Anstiegszeit
ist daher tc — tß, worin tc die Periodendauer
der Zählerumläufe ist. Das Verstärkerausgangssignal steigt daher im zweiten Teil des p-ten Zählerumlaufs
auf kV (tc — t„) an, wobei der Schwellwert
der Einfachheit halber mit Null gewählt ist. Die Zeit zum Zurückfallen auf Null im (p + 1-ten Umlauf
ist dementsprechend
k(b - V) '
Dies ist jedoch tp+l, und so ist
Dies ist jedoch tp+l, und so ist
t
=
Ah-QV
P + 1
b-V
was geschrieben werden kann als
tp + j:=: u -τ rip.
Dies ergibt die Rekursivformel
Dies ergibt die Rekursivformel
Die Reihe konvergiert, und der rechte Term strebt nach Null, wenn r
<C 1. Nun ist
b-v;
wenn man annimmt, daß V algebraisch positiv ist, ist die Konvergenzbedingung 6>2F.
Der Grenzwert von tv ist dann: ;: ■ . : . ■
Lim(g =
ρ —>- oo
ρ —>- oo
Ir
1 + V/(b - V)
Schalter 52 geschlossen gehalten werden. Wenn das Rauschen unter einen vorgegebenen Wert abnimmt,
öffnet sich der Schalter 52, und der endgültige Wert von tp kann vom Zähler N gezählt werden.
Eine Anordnung zur Ausführung dieser selbsttätigen Umschaltung von 52 ist in F i g. 2 dargestellt. Wenn das bistabile Schaltglied B zur Zeit tv zurückgesetzt wird, öffnet ein Impuls, der durch Differentiation der Vorderflanke des Rücksetzimpulses
Eine Anordnung zur Ausführung dieser selbsttätigen Umschaltung von 52 ist in F i g. 2 dargestellt. Wenn das bistabile Schaltglied B zur Zeit tv zurückgesetzt wird, öffnet ein Impuls, der durch Differentiation der Vorderflanke des Rücksetzimpulses
ίο von B mit Hilfe eines Kondensators C 2 erzeugt wird,
kurzzeitig ein Gatter G 3. Dieses Gatter G 3 ist mit einer vorhergehenden, niederwertigen Stufe des Zählers
N verbunden; dabei wird die Spannung an dieser Stufe abgetastet. Sie hat je einen Wert für Null und
*5 Eins. Über einen Kondensator C 3 wird, ein entsprechender
Impuls erzeugt und von einem Brückengleichrichter BR mit Glättungskondensator C 4 völlig
gleichgerichtet. Von der Spannung an diesem Kondensator wird eine Auslöseschaltung TC gesteuert,
die ihrerseits den Schalter 52 betätigt. Der Kondensator C 4 lädt sich zwar schnell über den Brüc'kengleichrichter
auf, entlädt sich aber*nur.langsam. Solange
wie sich die vom Gatter G 3 sibgeiastete: Spannung
von Zeit zu Zeit ändert, wird der Kondensator geladen gehalten, und die Auslöseschaltung TC hält
den Schalter 52 geschlossen. Wenn sich jedoch das * Spannungsniveau nicht ändert, entlädt sich der Kondensator
C 4, und die Auslöseschaltung öffnet den Schalter 52.
30
Claims (7)
1. Analog-Digital-Umsetzer mit einem integrierenden Verstärker, einer auf die Größe des Verstärkerausgangssignals
ansprechenden Schwellwertschaltung, einem Taktimpulsgeber, einem Taktimpulszähler, einer Vorrichtung, die dem
Verstärkereingang einen Kompensationsstrom zuführt, der von einem Schaltglied gesteuert wird,
das abwechselnd, von der Schwellwertschaltung gesteuert, einen von zwei Zuständen einnimmt,
wobei es im einen Zustand dem Verstärkereingang sowohl den Eingangs- als auch den Kompensationsstrom
und im anderen nur den einen der beiden Ströme zuführt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Taktimpulszähler (K) ständig zählt und das Schaltglied (B) abwechselnd von
der Schwellwertschaltung (£) und dem Zähler (N), von jener, wenn das Verstärkerausgangssignal
den Schwellwert erreicht, und von diesem, wenn er überläuft und erneut zu zählen beginnt, derart
umgeschaltet wird, daß (bei geeigneter relativer Größe von Eingangs- und Kompensationsstrom)
der Betrag des Verstärkerausgangssignals periodisch zwischen dem Schwellwert der Schwellwertschaltung
(E) und demjenigen Wert schwankt, den es hat, wenn der Zähler (N) überläuft, und
dieser Wert nach einigen Umläufen des Zählers konstant bleibt.
2. A/D-Umsetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingangs- oder der
Kompensationsstrom dem Verstärkereingang über ein Gatter (Gl) zuführbar und das Gatter nur
geöffnet ist, wenn das Schaltglied (B) sich in seinem einen Zustand befindet.
3. A/D-Umsetzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrom
dem Verstärkereingang über das Gatter (Gl) zuführbar
ist und das Gatter (Gl) zwischen dem Taktimpulsgeber (K) und einem Schalter (51)
liegt, der auf die vom Gatter (Gl) hindurchgelassenen Taktimpulse anspricht und dem Verstärker
(A) einen pulsierenden Kompensationsstrom zuführt.
4. A/D-Umsetzer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Gatters
(Gl) auch mit dem Eingang des Zählers (N) verbunden ist, daß der Ausgang des Taktimpulsgebers
(K) mit dem Zähler (N) über ein weiteres Gatter (G 2) verbunden ist, das von dem bistabilen
Schaltglied (B) steuerbar und geöffnet ist, wenn das erste Gatter (Gl) geschlossen ist, oder
umgekehrt, und daß ein zweiter Schalter (52) betätigbar
ist, wenn das Verstärkerausgangssignal am Ende der Zählerumläufe einen gleichbleibenden
Wert erreicht, damit die Taktimpulse den Zähler (N) nicht über das weitere Gatter (G 2)
erreichen.
5. A/D-Umsetzer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Schaltung (G 3,
Ci, BR, CA, TC) selbsttätig das Erreichen des gleichbleibenden Wertes feststellbar ist und der
zweite Schalter (52) beim Feststellen eines gleichbleibenden Wertes betätigbar ist.
6. A/D-Umsetzer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung ein von dem
Schaltglied (B) gesteuertes Gatter (G1S), von dem
der Zustand einer niederwertigen Stufe des Zählers (N) in einem Zeitpunkt abtastbar ist, in dem
der Schwellwert erreicht ist, eine Gleichrichterschaltung (BR), von dem ein Kondensator (C 4)
jedesmal aufladbar ist, wenn sich der abgetastete Zustand von dem zuvor abgetasteten unterscheidet,
und eine Auslöseschaltung (TC) enthält, von der der zweite Schalter (52) dann betätigbar
ist, wenn die Ladung des Kondensators (C 4) bis zu einem vorgegebenen Wert abgeflossen
ist.
7. A/D-Umsetzer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktimpulsgeber
eine Impulsquelle und eine Impulsfolgefrequenz-Teilerschaltung enthält, die die Pulsfrequenz der Impulsquelle untersetzt und dadurch
Taktimpulse mit einem Tastverhältnis von 1:2 ableitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| GB34543/64A GB1057696A (en) | 1964-08-24 | 1964-08-24 | Improvements in digital voltmeters |
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| GB (1) | GB1057696A (de) |
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